Technikwürze

Wer suchet, der findet!

Transkript der Folge

  1. David

    Herzlich willkommen zu Technikwürze Nummer einundfünfzig, eurem Design- und Webstandards-Podcast. Mein Name ist David Maciejewski und wir haben heute Montag, den 18. Dezember 2006. Heute gibt es wieder eine Expertenrunde. Ich habe im Gespräch heute Chris Heilmann. Er ist Yahoo-Chefentwickler in England und ich unterhalte mich auch noch mit Tomas Caspers. Wir reden über die Zugänglichkeit von Flashseiten.

    Interview. So, herzlich willkommen zu Technikwürze einundfünfzig. Mein Name ist David Maciejewski und wir reden heute über die Zugänglichkeit von Webseiten, spezieller von Flash-Webseiten, denn Flash, feiert ja so'n kleines Comeback und es gibt niemand Besseres, der mir das erklären kann als Tomas Caspers. Hallo Thomas.

  2. Tomas

    Einen wunderschönen guten Abend.

  3. David

    Und dann haben wir den Chris Heilmann aus England mit zugeschaltet.

  4. Christian

    Guten Abend.

  5. David

    Chris, ich hatte dir im Vorfeld 'n paar Fragen zugeschickt, die du jemandem gereicht hast. Wem hast du denn was gereicht?

  6. Christian

    Ja, hauptsächlich, haben wir hier ein paar Leute in England, die derzeit sich ziemlich dafür einsetzen, Barrierefreiheit auch in Flash reinzubringen. Und eine Person ist davon ist Ara Balkan, who ist ziemlich, who ist ziemlich bekannt. Und, einer ist Ara Balkan, der OS Flash zum Beispiel gemacht hat.

    Und 'ne andere Person ist Nicky Merritt- -die, eine Südafrikanerin, die seit acht Jahren eigentlich, Leute in, Macromedia- und Adobe-Produkten unterrichtet und, von ihrer Vergangenheit her viel mit E-Learning-Produkten gemacht hat und daher viel in Universitäten unterwegs war und auch in Schulen und

    -Unterrichtigen. Und das war mein Kollege, der gerade die Tür zugeknallt hat. Ich sitz noch im Büro in London übrigens.

  7. David

    Noch mal ganz kurz zu dir: Wer bist du eigentlich für diejenigen, die dich noch nicht kennen?

  8. Christian

    Mein Name ist Christian Heilmann. Ich bin seit '96 eigentlich Webdesigner für mehrere Firmen in Deutschland, Amerika, Indien und jetzt England. Hab 'n Buch rausgebracht über JavaScript und, ein Buch, also das Buch über Web Accessibility hier in England und Amerika habe ich das Kapitel über, JavaScript und Barrierefreiheit geschrieben.

    Hab kürzlich beim ZDVK in Deutschland 'n Vortrag gehalten über, über Ajax und A-accessibility und Barrierefreiheit und, ja generell hab 'ne Menge mit dem ganzen Kram gemacht und hab auch beim Roten Kreuz gearbeitet mit behinderten Menschen und daher dann, witzigerweise acht Jahre später bemerkt, dass ich meinen IT-Job damit auch zusammen verbinden kann.

    Also, für mich ist es hauptsächlich wichtig, dass Sachen benutzbar sind und es ist eigentlich egal, was du kannst oder was du hast. Du solltest möglich, Möglichkeiten haben, Webseiten zu surfen und auch zu benutzen. Und da ist gerade bei Flashseiten war das ja ziemlich schlecht in der Vergangenheit. Und auch viele Sachen mit JavaScript haben wir richtig schlecht gemacht.

    Jetzt haben wir halt die Chance, damit da wir wieder mehr Möglichkeiten haben, Leute Geld für JavaScript ausgeben und auch Firmen Geld für, Scripting ausgeben und eben Adobe jetzt auch die Scripting Engine, Firefox gegeben hat, haben wir jetzt auch die Möglichkeit, endgültig das auch mal richtig clever zu machen, nachdem wir jetzt HTML und CSS ein bisschen ausgesäubert haben.

  9. David

    Ja. Thomas, kurz zu dir: Wer bist du?

  10. Tomas

    Ja, mein Name ist Tomas Caspers. Ich bin, so was, ja, galopp ausgedrückt, 'n freier Kommunikationsfacharbeiter aus Much. Das liegt im schönen Bergischen Land in der Nähe von Köln, bisschen östlich davon. Und ich verga-- bin eigentlich auch schon so ungefähr so lange im Netz unterwegs wie, wie der Chris.

    Ich hatte eigentlich auch so'n, so'n ganz spaßiges Erlebnis, hab so 'n bisschen in meinem Gedächtnis und in der Vorbereitung gekramt, wie ich denn eigentlich, in dieses Thema Accessibility reingekommen bin. Und da waren jetzt gerade ja auch so'n paar Memes wieder unterwegs im Netz. Ich glaub, angefangen hat bei Accessify bei Ian Lloyd, der geschrieben hat, : „So bin ich zum Thema Accessibility gekommen und jetzt sagt doch mal, wie seid ihr denn dazu gekommen?“, das war ganz spaßig.

    Ich hab, das muss so Mitte der neunziger Jahre gewesen sein, für 'ne Agentur, für die ich damals in Köln gearbeitet hab, eine Anwendung mitentwickelt, damals noch in Shockwave. Es gab noch gar kein Flash oder hieß da, glaube ich, noch nicht Flash oder Future Splash Animator oder wie es damals hieß.

    Und wir hatten da 'ne multimediale Anwendung entwickelt, für blinde Menschen, die dann per Webbrowser dann,, damals noch zu, zu, Langsam-Modem-Zeiten mit 'nem zweieinhalb-Megabyte großen, Plugin dann verteilt werden sollte.

  11. David

    Kaum vorstellbar eigentlich.

  12. Tomas

    Es war eine ganz spaßige Anwendung. Da ging's um das Thema Farben hören. Also man, da wurden bestimmte Frequenzen, vorgespielt und dann konnte der User sagen, hört sich an wie rot oder hört sich an wie,, fliederfarben oder sonst irgendwie so was. War so'n ganz nettes Spiel und es war witzigerweise in Shockwave Flash.

    Und, wir haben das dann getestet mit 'nem Blinden und waren bei dem zu Hause zum Testen und der wollte uns das dann vorführen, wie er da mit, mit, mit seinem, mit seiner Braillezeile, seinem Screenreader und so weiter am, am Rechner mit dieser Anwendung umgeht. Und wir saßen an seinem Schreibtisch und er zeigte dann was und wir saßen alle nur da: „, wo ist denn der Monitor?"

    Und er so: „Ach ja, stimmt, der steht ja noch unten." Das war, das war so mein, mein erster, mein, meine erste Berührung mit dem gesamten Thema, Menschen mit Behinderung sind auch im Internet unterwegs. Und, die machen da eigentlich dieselben Sachen, die ja, sehende Menschen auch machen, oder Menschen,, ohne Behinderung da auch im Netz machen. Wir machen es eben nur ganz anders.

  13. Christian

    Es ist auch gerade witzig, wenn man so, bei dem Vortrag bei der ZDVK in der, im schönen Darmstadt, habe ich da, zusammen mit Jan Erik Hellbusch auch einen Vortrag gehalten. Und der Mann ist blind und der hatte eben sein, sein Screenreader im Ohr, der ihm vorgelesen hat, was, was ihm diese Notes für seine einzeil-, einzelnen PowerPoint-Slides sind und hat sie dann eben vorgetragen.

    Also hat, vier oder fünf Sekunden gedauert, da hat er angefangen, das Slide zu erklären und ich war auch da gestanden. Das war Wahnsinn.

  14. David

    Das habe ich auch in Hannover gesehen, als er da einen Vortrag gehalten hat, als es um die BITV, um die niedersächsische ging. Also es war wirklich sehr beeindruckend. Also er hat vorhin noch kurz erklärt für diejenigen, die das vielleicht noch nicht kennen, dass er sich das eben vorlesen lässt oder vortragen lässt und dann darüber erzählt. Also ich fand es auch sehr interessant.

  15. Christian

    Ist auf jeden Fall auch superwichtig, weil, das Hauptproblem: Ich habe viel mit Gemeinden und solchen Leuten und Stadtverwaltungen gearbeitet hier in England und das meiste so, man hat ja mit, auch im generellen normalen Leben oder im richtigen Leben, wenn, wenn's um mit, um den Umgang mit Behinderung geht, dann, haben viele Leute dieses: „Oh mein Gott, der arme behinderte Kerl, wir müssen ihm helfen." Und da merkt man dann auch wirklich so: Ja, du tust doch den jetzt schon in eine Ecke stellen.

    Du tust den Menschen doch schon wirklich abtun, als wäre er nicht so gut wie du.

    Indem man einfach sagt so, : „Ich muss schauen, dass ich dem Typ nichts in den Weg stelle, aber der schafft das schon alleine." Und da finde ich das gerade superwichtig, dass jemand wie eben Jan Erik sich da hinstellt und das Ganze vorträgt und erst mal die Hälfte vom Publikum dasteht: „Ja, verarscht der uns jetzt oder ist der wirklich blind?" Weil er bringt es auch wirklich fertig, in die richtigen Ecken zu zeigen, wo, nachdem wir ihm gesagt haben, an welcher Stelle die Projektion ist, in die richtigen Ecken zu zeigen, wo jetzt auf seinem Slide was zu sehen ist.

    Und das ist wirklich, wirklich beeindruckend. Das finde ich ganz schön.

  16. Tomas

    Ja, das ist aber ganz typisch. Also zu, zu, fast jeder Behinderung gibt es eigentlich auch immer ein passendes Talent dazu, mit, mit der, der Mensch dann eben die Behinderung, mehr oder weniger gut kompensiert. Und das sind einfach teilweise richtig abgefahrene Sachen. Also ich habe mal an der, ich meine, es wäre Uni Oldenburg gewesen.

    Die hatten da so 'n, so 'n, 'n Testaufbau, 'n Raum, wo die Wände eigentlich mehr oder weniger nur aus Lautsprechern bestanden und in der Mitte saß ein Blinder an einem Rechner und hat da Doom geballert.

    Und die haben da wirklich, also die war, das war unglaublich. Die konnten da richtig mithalten, weil die natürlich gehört haben, wo die Kugeln herkommen.

  17. Christian

    Ja, ich habe eine, ich habe eine, Geschichte. Also ich war vorher, bevor ich das Internet angefangen habe, war ich Audioproduzent, bei einer Radiostation. Da haben wir eben auch nach, Werbung gemacht für Kino und solche Scherze und da war eben auch schon die ersten TRX-3D-Teile dabei. Und gerade als sehender Mensch 3D-Produktionen und auch 3D-Werbung zu kapieren, war teilweise richtig, richtig schwierig.

    Aber sobald man die Augen zugemacht hat, war es dann auf einmal richtig praktisch und einfach zu machen.

  18. David

    Ich meine, ich bin auch manchmal erstaunt, was, also jetzt beim Beispiel Blinden, wie, wie schnell die mit solchen Rechnern umgehen. Also ich hatte mal ein Interview geführt, oder anders gesagt, Carsten Albrecht vom Örfunk, hatte mich interviewt und er kann nicht sehen und er hat sich alle Programmeinstellungen vorlesen lassen und das ging in so einer rasenden Geschwindigkeit, also in der Geschwindigkeit, wie er das vorlesen hat lassen.

    Von Behinderung kann in diesem Fall eigentlich überhaupt nicht die Rede sein.

  19. Tomas

    Das ist schon teilweise Wahnsinn. Aber das ist, das ist einfach-- Ich versuche jetzt wieder die Kurve zu kriegen, weil wir ja heute auch Flash als Thema haben.

    Das ist, das sind ein paar Sachen, die, durchaus Auswirkungen auf, auf Webdesign haben oder auf, auf, den Einsatz von Flash und so weiter, weil, wir da immer wieder auf Probleme stoßen, dass, sehr viele Probleme, die, dann auch in, in Form von Richtlinien, uns dann das Leben ja vermeintlich erleichtern wollen, aber dann doch nur schwer machen, einfach von der Annahme ausgehen, dass, Blinde wirklich lineare Menschen sind- -die also wirklich hauptsächlich in verschachtelten Strukturen denken und immer nur gradlinig denken, und wir das aber in den, in den, Tests auch immer wieder festgestellt haben, dass es auch anders geht.

    Es hängt natürlich sehr viel von dem Training an, ab. Also die, die Leute, die wir jetzt da alle gerade angesprochen haben, das sind wirklich die sehr, sehr gut trainierten blinden Menschen im Netz.

  20. Christian

    Die andere Seite da ist auch, dass viele Webdesigner meinen, dass wenn sie sich einen Screenreader kaufen und selbst damit umgehen, dass dann auch ganz tolles Accessibility oder barrierefreies Testen machen. Was totaler Schwachsinn ist, weil, wenn man sieht, wie blinde Leute das selbst verwenden oder auch, wenn, wenn eben schlecht trainierte blinde Leute das auch verwenden, die können es doch um einiges mehr als wir.

    Und, es ist, es ist ähnlich, als würde ich testen für einen alten Browser, den ich selbst nicht verwende. Die Leute kennen ihre Tricks, und nutzen einfach ganz anders. Und daher wird auch wahnsinnig viel Geld in Firmen ausgegeben für, für barrierefreies Testen und sonst. Du hast da wenn dann zwanzig Lizenzen gekauft für jeden Developer, für eben, Freedom Scientific-Sachen und dann am Ende nichts bei raus, weil das Zeug einfach falsch getestet wird damit.

  21. Tomas

    Ja, du kriegst einfach falsche Testergebnisse, ne, weil es, weil bei dem es eben auch für uns nicht nachvollziehbar ist, ne. Und es ist, man, man muss sich einfach davon ab-, verabschieden, das, von dem, von der Idee, dass, dass so ein Screenreader nur so ein kleines Hilfsprogrammchen ist. Das ist es nicht. Das ist ein Expertensystem.

  22. David

    Apropos Screenreader, jetzt auch gerade in Verbindung mit Flash. Die Verbindung zwischen diesen beiden Sachen ist doch möglich, aber bis vor Kurzem hätte ich gesagt, Flash und, Zugänglichkeit von Webseiten, ich hätte es niemals, ich hätte niemals daran gedacht, dass dies möglich ist, aber seit Neuestem scheint es doch wohl möglich zu sein. Und ein Stichwort davon ist Flash 8, was wohl irgendwelche Technologien mitbringt, die das ermöglichen. Chris, was hast du da für Informationen?

  23. Christian

    Hauptsächlich geht es darum, dass es eigentlich viel besser ist als, als normale HTML- und JavaScript-Seiten, die, weil, in dem Bereich. Also man kann beispielsweise in Flash kann man erkennen, ob ein Screenreader benutzt wird oder manche Screenreader benutzt werden. Wahrscheinlich auch nicht alle, aber das habe ich noch nicht da nachgetestet. Und, man kann eben auch sagen, dass man verschiedene Teile des Interfaces wirklich nur Screenreadern zugänglich macht.

    Was gar, was ziemlich praktisch ist, weil in HTML muss man da eben, ein bisschen mit tricksen. Da kann man ja Sachen machen, dass man eben die Sachen versteckt in CSS, also vom Bildschirm rausschiebt mit, minus dreißigtausend EMs oder was immer.

  24. David

    Ja, Display, Display none bringt da auch nicht viel bei manchen Screenreadern, ne?

  25. Christian

    Ja eben, das ist ja das Ding. Ich mein, ist immer ganz lustig, wenn man eben,, ich hab also in den letzten fünf Jahren hab ich eben auch barrierefreie Beratung gemacht für verschiedene Firmen hier in England wie McDonald's und HP und solche Leute. Und da kommen dann Entwickler mit solchen Späßchen an, dass ja, wenn ich Display none mache, dann wird es ja nicht dargestellt und auch dann wird es niemandem vorgelesen. Und du sagst dann so ja, zwei oder drei.

    Aber es gibt wahrscheinlich, wahrscheinlich einige Einstellungen bei Screenreadern oder auch andere Screenreader, die nicht diese sind, die dann trotzdem diese Sachen haben müssen. Es ist, es ist Hacking, es ist irgendwie: Ich erwarte, dass eine Technologie was falsch macht oder was richtig macht und Browser machen's nicht richtig. Wie kann ich's dann erwarten, dass Screenreader das machen?

  26. David

    Ja, mhm.

  27. Christian

    Und gerade in Flash ist es halt, dass,, dadurch, dass Flash ja nicht, 'ne Webseite ist, sondern ein eigenes, 'ne eigene Applikation, die in 'ne Webseite eingebunden ist. Also ich hab ja Möglichkeiten in Flash, die ich eben mit JavaScript und HTML nie haben werde. Allein, durch, dadurch, dass das Betriebssystem mir nicht erlaubt, einige Sachen zu machen.

    Wenn ich in 'nem eigenen Objekt drin bin, in 'nem Flash-Objekt, kann ich um, kann ich auf einige Sachen zugreifen, die eben in HTML und in JavaScript nicht zugänglich sind, wie eben,, Farben des, des Betriebssystems oder eben auch Einstellungen, Schriftgrößeneinstellungen.

    Und ein Teil davon ist in Flash 8, wahrscheinlich, nein, nicht wahrscheinlich, ist auch, dass ich 'n Screenreader erkennen kann und dass viele Screenreader-, Entwickler eben auch zusammen mit Macromedia und Adobe dann später gearbeitet haben, um das auch zusammen zu erstellen.

    Und ich bin jetzt gerade auch dabei, mit Nicky zusammen das Ganze, noch mit JavaScript zu verbinden, dass ich ein kleines Flashfilmchen machen kann, das eben eher als Java, als JavaScript-Entwickler auch sagen kann, ein Screenreader wird derzeit benutzt. Das Problem damit ist, dass ich dann eben auch wieder nur eine, eine Behinderung anspreche und eben Screenreader nutze, eben die Gefahr laufe, dass Leute nur für Screenreader Sachen erstellen.

    Und das ist für mich total, total unsinnig, weil wenn ich eine Webseite mache, dann sollte ich sie für alle machen und nicht für besondere Fälle extra Sachen einbauen. Ich mein, man kennt ja diese Späße, dass Leute zwölf, dreizehn Skip-Links am Anfang der Seite einbauen und dann meinen, ihre Webseite ist dadurch um einiges, barrierefreier als andere.

    Im Endeffekt hat man dann, eben Leuten mit Screenreader mehr Informationen gegeben, die sie nicht unbedingt brauchen wenn du nicht von Anfang, wenn du von Anfang an deine, Seite richtig strukturiert hättest. So, ich denke, in Flash ist ähnlich. Man kann viele Sachen machen, die, die extra für Screenreader sind, die Sinn machen. Aber ist auch ganz gefährlich, dass viele Leute dann sagen: Ja gut, dann bauen wir halt nur das extra für die Blinden in Flash auch.

    Und das ist einfach dann Zeit, die verschwendet wurde meiner Meinung nach, weil ich sollte das Ding zugänglich machen für alle und dann eben auch, nicht extra sagen müssen-- Also sobald ich sagen muss, ich muss es extra für Blinde ab-, abändern, dann hab ich schon was falsch gemacht.

  28. David

    Ja. Das heißt vom Verständnis her auch, es ist nicht so, dass ich jetzt, wie bei HTML-Seiten meine Struktur, mein HTML dementsprechend aufbereite, dass es möglichst zugänglich ist, sondern dadurch, dass ich eben eine eigene Applikation, ich sag mal jetzt programmiere, eben in diesem Flash kann ich viel gezielter auf die Endgeräte drauf zugreifen. Ist das richtig?

  29. Christian

    Ja, das ist eine Möglichkeit und, man kann-

  30. Tomas

    Die dann mit den Endgeräten eigentlich genauso nutzen, wie ich 'ne, HTML-Dokument oder 'ne HTML-basierte Applikation denn, nutzen würde. Also es ist durchaus möglich, dass man dann in, in Flash, um jetzt wieder zum Screenreader zurückzukommen, in, in Flash mit dem Screenreader dieselben Tastaturkombinationen benutzt. Also ganz blödes Beispiel, diese, diese JAWS-Taste, welche auch immer das ist, die ist frei belegbar, plus P springt zum nächsten Absatz, egal ob ich in, in Flash oder in HTML bin.

    Also das ist für den Nutzer unter Umständen sind, sind, verschwimmen da auch die Grenzen. Bin ich jetzt noch im HTML oder bin ich schon in Flash, weil es wirklich gleichwertig nutzbar ist, weil, weil dieselben Strukturinformationen mittlerweile rüberkommen, was früher immer ein Problem war bei den Screenreadern.

    Das lag aber, nicht unbedingt immer an dem, an dem, an, an Flash selber, dass, Flash die Strukturinformationen nicht geliefert hat, sondern das lag eben teilweise an der, der, der, etwas, verkorksten, Umgang der, der Screenreader, die ja so verschiedene Rate-Modelle, nenn ich die jetzt mal, haben, mit denen sie versucht haben, möglichst viel Sinn aus dem rauszuziehen, was dann auf dem Bildschirm erscheint und nicht unbedingt immer die Accessibility APIs benutzt haben, die ihnen die Browser oder die Betriebssysteme oder Flash in dem Fall, zur Verfügung gestellt haben, sondern, im Prinzip, so 'n, so 'n Off-Screen-Modell der Seite sich gebastelt haben und dann wirklich mit Trial and Error versucht haben, da einen Sinn aus dieser, aus den vorgefundenen Inhalten, zu ziehen und die dann, strukturiert über einen Lautsprecher oder eine Braillezeile auszugeben.

    Das hat sich aber mittlerweile geändert. Also die, die, Screenreader-Hersteller schwenken da jetzt gerade auch mit dem Umbau auf Vista, um und benutzen auch die Accessibility APIs, die, die von Betriebssystem, Browser und so weiter zur Verfügung gestellt werden. Und da gibt's tatsächlich Tools. Ich hol mal grad ein bisschen weiter aus.

    Also ich, berate ja unter anderem auch die, die Aktion Mensch, und bin für die Aktion Mensch, quasi so technischer Support bei der Weiterentwicklung des Wo man früher sich also dann irgendwie mit irgendwelchen Kodex und, wir kennen das alle aus dem Real Pla-, Player Buffering, Real Player Buffering und so weiter löst. Also das ist schon 'ne feine Sache.

    Und die haben eben die, die wichtigsten Informationen oder eigentlich sämtliche Informationen auch in, in DGS, also in Deutsche Gebärdensprache übersetzt, sodass es für gehörlose Menschen zugänglich ist. Sie haben 'ne sehr allgemeinverständliche Sprache gefunden, um das alles, zu machen, und haben eben so Sachen wie die Nicki auch in ihrem Blog da, drin hat, diese, diese Text-Resize-Geschichten.

    Also wenn ich im Internet Explorer unter Windows auf Steuerung plus plus plus drücke, dann wird im Flash tatsächlich auch der Text größer.

  31. David

    Das hatte ich auch auf 'ner Testseite von Aral Balkan gesehen. Der hat nämlich auch so diese Flash-Vergrößerungssachen gemacht. Das war auch das, was mir so, was ich so beeindruckend fand, so als, als ersten Einstieg in die Zugänglichkeit bei Flashinhalten vielleicht.

  32. Christian

    Das ist ja aufgebaut auf dem Teil, was wir gemacht haben für A List Apart. Da war ein A List Apart-Artikel für JavaScript und HTML-Sachen.

    Also das hat ein Arbeitskollege von mir hier erstellt, hat mir's dann geschickt: "Guck mal, das hab ich hier repariert", hab ich gemeint: "Komm, ich pack dich auf A List Apart damit." Weil, also hauptsächlich, was, was, wir haben das gemacht, um 'n Layout eben sauber zu halten, auch wenn man die Größe, die Schriftgrößen ändert, dass sich's trotzdem nicht verändert. Was man ja mit EMs und sonstigen Scherzen auch machen kann.

    Aber da ist gerade Scripting und auch Flash ziemlich genial, weil ich kann eben auslesen, wie groß der Font ist und dann kann ich den Leuten auch die richtige, die richtige Sei..., das richtige Seitenlayout dafür geben und sonstige Scherze. Und das ist eben, das sind so Techniken, die man eben auch an Designer verkaufen kann, weil viele Designer sagen: "Ja, mein Gott, ich lass das nicht vergrößern, weil ich, ich kenne mich mehr aus mit Design, wie das auszusehen hat.

    Und mein Gott, das wird ja ganz schlimm, wenn Leute das vergrößern, dann wird ja mein ganzes Design kaputt." Dann sagst du halt: "Ja gut, entweder machst du's fließend, wie du's machen solltest, weil du kannst niemanden davon abhalten, seine Schriftgrößen zu verändern. Man kann's irgendwie machen. Und, ich kann dir aber hier 'n Tipp geben.

    So pass auf, du weißt, wie groß von Anfang an die Schriftgröße ist und dann gibst du mir drei, vier verschiedene Layouts, die eben je nach Schriftgröße sich anpassen und schon hast du 'ne wunderschöne Seite und die ist auch super schön barrierefrei gedacht." Und das fand ich halt super schön, dass wir diesen Artikel gemacht haben und dann haben sie eben Nicki und Aral haben sich da drauf gestürzt, das Ganze dann auch für Flash weitergemacht.

  33. Tomas

    Ja, man kann in Flash ja sogar abfragen, das ist ja eben schon ganz kurz angeklungen, ob der Benutzer vielleicht, unter Windows ein anderes, Farbschema eingestellt hat. Also was gerade für, für sehbehinderte Menschen ganz typische Einstellung ist, weil sehbehinderte oft 'ne starke Blendempfindlichkeit haben. Also schwarzer Text auf weiß, blendet sie sehr stark und überstrahlt so bis zu dem Punkt, wo's dann nicht mehr lesbar ist und dass die oft ihre Farben invertieren.

    Und da gibt's eben unter Windows diese, diese Kontrastschemata, Windows Kontrast Nummer eins, zwei, drei und extra groß und ich weiß nicht, was alles. Auch das kann man mit Flash abfragen, ob der Benutzer vielleicht irgendwie, statt schwarzen Text auf weißem Hintergrund, gelben Text auf schwarzem Hintergrund eingestellt hat und kann dann eben das, das, Layout der Flash-Applikation komplette Erscheinungsbild dem anpassen.

    Das ist immer so 'n, so 'n, so 'n Lackmustest, wie, wie ernst jemand, seine Aussage hoch drei ich bin barrierefrei genommen hat, indem man einfach mal, vermeintlich barrierefreie Webseiten eben in dieser Einstellung durchtestet und mal guckt, ob's einem dann nicht doch das Layout um die Ohren fliegt. Bei den meisten vermeintlich, zumindest technisch barrierefreien Seiten, gibt's da richtige Probleme.

  34. Christian

    Ist ja gerade auch bei neueren Oper, Operation Systems wie, Windows XP oder auch OS X. Es ist ja auch ziemlich schön, dass jetzt endgültig diese Sachen auch mal dargestellt werden, dass man bei, bei der Installation schon hört, dass es eben diese Möglichkeiten gibt, während man bei fünfundneunzig und achtundneunzig und oh mein Gott, ME und solche Scherze dann auch noch, Größe nachschauen musste, wo denn überhaupt so was besteht. Weil das war ein hauptsächlicher Punkt.

    Ich meine, man hatte, ich hatte es auch viel mit Leuten so: „Ja, mein Gott, wir benutzen Flash, dann sollen sie halt Flash installieren." Dann hab ich gemeint: „Okay, jetzt schalt ich mal deinen Monitor aus und dann installier mal Flash." Weil das ist ja der zweite Gag. Dann, das, man kann einfach nicht erwarten, dass Leute irgendwas haben.

    Und da hat Nicki auch jetzt ziemlich viel drüber geschrieben, dass,, Flash Accessibility eben auch damit anfängt, wie man das Flash-Objekt in die Seite einbindet. Und da ist gerade eben dieses UFO oder SFSWF Object, Object Script sind da ziemlich genial, die eben schauen, ob dein Browser wirklich Flash eingestellt hat und ob du Flash installiert hast und dann wird erst das Flash-Teil reingeschrieben.

    Normalerweise macht man's ja so, dass man das Flashmovie reinstellt und dann insa, in diesen Objekt-Tag dann noch was anderes reinschreibt, was dargestellt werden soll, wenn das Flash nicht erreichbar ist. Was,, bei vielen Browsern nicht wirklich geklappt hat. Opera bis acht, glaube ich, hat es nämlich beides dargestellt und das war ziemlich nervig. Das war gerade bei McDonald's England war das ziemlich heftig, was wir da an Testberichten zurückbekommen haben. Warum sind da zwei Texte drauf?

    Und, gerade da kann eben JavaScript auch Flash helfen, dass man eben schaut: Gut, Jungs, ihr habt zwar, ihr habt jetzt Flash installiert und dann gebe ich euch 'n Flashfilmchen. Vorher gebe ich euch keins. Und das ist gerade, das ist ziemlich wichtig, dass Leute, die mit Flash machen und eben barrierefreies Flash auch machen wollen, auch dann wirklich, sich mit diesem,, anderen Layer, wie man Flash richtig einbindet, richtig gut auskennen.

    Weil sonst bringt's ja nichts, wenn ich das Ding, accessible mache und dann vielleicht doch nicht, erreiche.

  35. David

    Aber Chris, wie macht man denn jetzt, Flash oder die Zugänglichkeit in Flash? Ist es jetzt nur ActionScript, was ich nutzen muss? Oder gibt es jetzt, in, in Adobe Flash acht jetzt irgendwelche Module, die mir das erleichtern?

  36. Christian

    Generell ist in der, laut Nicki, ist, in der, in der ganzen IDEs sind eben die einzelnen Stellen drin. Es gibt ein extra Menü für Accessibility, bei dem man dann verschieden einstellen kann, welche Teile denn für, denn für 'n Screenreader erreichbar sein sollen. Man kann definieren, wie die, wie die Tabulatoren-Order ist, also wie ich mit per Tab durch die ganze Applikation durchgehen kann.

    Man kann angeben, welche Extratexte dargestellt werden sollten, wie das, wie das Ding funktionieren soll, wenn ich mit der Maus drüber gehe oder wie ich, wenn ich mit 'ner, mit 'm Keyboard drüber gehe. Also genauso wie's in JavaScript eigentlich auch möglich ist, wenn man's richtig macht. Das Action Script ist eigentlich 'ne andere Sache.

    Ich mein, heutzutage, also was ich an Flash Developern kenne und ich bin hier vielleicht 'n bisschen verwöhnt mit den Leut-, mit der Firma, bei der ich arbeite und die Leute, mit denen ich hier arbeite. Ich kenn kaum jemanden, der noch Flash macht und einfach nur lustige Bildchen und Animierung, Animierung damit macht. Die meisten Leute wollen heutzutage eben Applikationen auch damit erstellt haben oder eben auch Spiele mit erstellt haben.

    Und das kann man ja nur mit dem Stage und der IDE selbst nicht so wirklich machen. Also Action Script ist,, ist die, 'ne größere Möglichkeit, wie man schnelle Applikationen erstellen kann. Und die Möglichkeiten hat man ja auch, dass wenn ich Action Script verwende, um die, um die Flash Objekte zu scripten, anstatt sie einfach nur in der IDE zusammenzuklicken, dann habe ich eben auch Möglichkeiten, das, die, die Sache weiterzuverwenden.

    Ich kann auch jetzt beispielsweise CVS verwenden, um diese, um diese Seiten, um diese Skripte eben,, Versionskontrolle zu machen. Oder ich kann eben auch, die, die Texte übersetzen da drin einfacher, als dass ich jedes Mal ein Flashobjekt, hin- und herschicken muss und das noch mal, dekom, decompilen muss und Sonstiges. Also Flash, Entwicklung heutzutage ohne Action Script habe ich kaum erlebt in meiner, in meiner Gegend.

    Und, ich habe jetzt auch einige Leute kennengelernt auf der BBC Party jetzt am Donnerstag, die eben,, neue Flash Developers sind bei eigen, bei einigen von diesen kleinen Werbeagenturen hier in, in Soho. Und die sind eben auch angekommen und haben gemeint: „Ja, wir müssen jetzt viel mehr Action Script machen und JavaScript ist ja ähnlich.

    Kannst du uns ein paar Tipps da geben?" Und ich so: „Nicht wirklich, aber ich kann euch die Leute zeigen, die auch hier auf der Party sind." Und heute habe ich beispielsweise drei E-Mails bekommen. Ja, Flash Accessibility. Ich habe jetzt in der letzten Woche vor Weihnachten Zeit, 'n bisschen rumzulesen. Hast du 'n paar Artikel für uns zum Lesen? Also die Flash Entwickler selbst sind auch ziemlich, groß dabei, mittlerweile sich daran zu interessieren. Kein-- Aus allen möglichen Gründen.

    Es kann der Grund sein, dass ich einfach, dass der Chef gemeint hat, wir müssen jetzt barrierefrei sein, aber im Endeffekt, wenn ich als Flash Entwickler mehr Geld haben will, dann muss ich früher oder später mich auch damit,, damit umgehen können, dass ich ein Programmierer bin und nicht unbedingt nur ein Designer.

  37. David

    Aber das ist ja die Zugänglichkeit oder die, die Erstellung von zugänglichen Webseiten heißt ja auch immer, ich brauche die menschliche Komponente als Kontrollinstrument.

    Also ich kann nicht einfach einen Validator nehmen, der mir sagt, dein Dokument ist jetzt valide laut XHTML eins eins oder was auch immer, sondern ich muss eben selbst entscheiden anhand vielleicht eines Kataloges, dass ich sage: „Ja, das geht in die Richtung." Also 'ne Maschine kann mich dabei nicht unterstützen in Form eines Validator, die sagt: „Ja, das hast du jetzt richtig gemacht." Also das gilt einerseits, für das ganz normale HTML, andererseits natürlich auch für Flash, ne?

  38. Christian

    Ja, natürlich. Aber leider, leider sind ja viele von unseren, Vorgaben gerade bei Stadtverwaltungen immer auch oder eben Gesetzesvorgaben auf diese Dinge basieren.

    Und deswegen hatten Firmen wie Bobby, oder Watchfire eben auch ziemlich viel Geld damit machen können, dass sie eben 'ne Applikation erstellt haben, die automatisch durch 'ne Seite durchgeht und dir dann auf die Schulter klopft und sagt: „Ja, hast du ganz toll gemacht." Dass ich, tri, tra, trullala als Alternativtext für 'n Bild eingeben kann und dass, und die Applikation dann sagt: „Das hast du ganz toll gemacht", ist die andere Seite.

    Also, Barrierefreiheit ist immer was Menschliches und man kann's wirklich nur auch mit echten Menschen testen. Und da ist eben das Problem, dass eben Test,, Testfelder, wenn man sagen muss, man will jetzt wirklich was haben oder, oder 'n Kunde sagen kann: „Ja, das ist barrierefrei", dann wird's auch ziemlich teuer, weil eben, echtes User Testing mit echten Menschen gemacht werden muss, anstatt es einfach durch 'n Validator zu jagen.

    Aber ich denk, da kann, da kann Thomas auch einiges mehr drüber erzählen, gerade auch mit den deutschen DIN-Normen für Accessibility gerade da.

  39. Tomas

    Ja, das ist, so 'n Knackpunkt bei Flash, weil Flash kann man tatsächlich dann nicht mehr mit Bobby testen. Also der Bobby,, findet dann nur noch irgendwie, embed on Object und kann aber nicht mehr reingucken. Und, spätestens ab dem Punkt muss man dann halt wirklich tatsächlich mit echten Usern testen. Und da gibt's natürlich das Problem, dass, gerade bei, bei Menschen mit Behinderungen dann auch sehr viele Vorbehalte sind gegen Flash, weil sie eben schlechte Erfahrungen gemacht haben.

    Also die erst mal dazu kriegen, sich dazu zu kriegen, sich überhaupt mit Flash zu beschäftigen oder Flash vielleicht sogar erst mal nur zu installieren, kann auch schon 'n ganz schöner Angang sein. Aber ich denke, das ist einfach 'ne Sache, die, die, die, die denke ich, muss jetzt einfach passieren, dass diese Szenen so 'n bisschen aufeinander zugehen.

    Und wir haben jetzt, Gott, hört sich jetzt pathetisch an, aber die, die historische Chance, weil es, weil es zum ersten Mal 'ne, 'ne, also Christopher hat's ja auch schon angesprochen, so 'ne, so 'ne Offenheit der Flash Entwickler gibt, diesem Thema überhaupt gegenüber, da was dran zu machen und, und die Probleme, die es, ohne Zweifel noch, noch nach wie vor gibt, mal an-, gemeinsam anzugehen.

    Und da herrscht eben wie gesagt bei den, bei den Flash Entwicklern oder bei den guten Flash Entwicklern im Augenblick sehr viel, Offenheit, weil die das Thema jetzt wirklich aufm Radar haben und es auch wirklich angehen wollen und da saubere Lösungen, machen wollen und die natürlich, wie das so schön in der Blogosphäre ist, dann auch immer gleich veröffentlichen und drüber schreiben, sodass es jeder abschreiben kann und selber dann davon lernen kann.

    Aber das, das Testen ist nach wie vor, 'n ziemlicher Angang und ich denke, du wirst auch nicht besser werden, weil wir, wir Wenn wir von vernünftigen Einsatz von Flash reden, reden wir da ja nicht irgendwie jetzt über strukturierte Dokumentensammlungen oder irgendwie so was, sondern über, über webbasierte Applikationen. Und das ist dann, da tut sich's dann wieder nicht mehr mit 'ner, webbasierten Applikation, die auf HTML und CSS und, und JavaScript und Ajax, beruht.

    Auch die kann ich dann nicht mehr maschinell testen mit den gängigen Mitteln.

  40. Christian

    Der Vorteil ist ja auch, dass Flash von schon von Anfang an 'ne Applikationsebene ist, auf der man Applikationen aufbauen kann. Also, alles, was wir an Webapplikationen uns ganz toll erzählen, was wir da ganz groß machen, ist ja eigentlich nur Simulierung. Also weil es ja 'ne Simulation von 'ner Applikation, weil ich arbeite ja schon in einem Browser, in einem Operating System.

    Also ich hab schon viele Tastatur-, -kürzel beispielsweise, die mir vom Browser oder vom Operating System geklaut wurden. Daher sind ja Sachen wie,, wie, Access Keys und so waren ja total falsch angedacht.

  41. Tomas

    Ja, ja.

  42. Christian

    Und, da hat Flash eigentlich auch die Möglichkeit, uns da 'n bisschen mehr zu helfen und eben auch den Leuten zu erklären, so, so sieht richtige Applikation aus. Weiterhin hat Flash die Möglichkeit, eben Videos oder Sounds einzubinden, um einiges einfacher, als wenn man das in HTML-Seiten macht.

    Und daher sind so Sachen wie Gebärdensprachenvideos oder eben auch, wenn man lange Texte hat, dass man eben auch ein,, ein Sounddokument anbietet zum Download, dass es dann ziemlich praktisch ist, dass eben nicht Leute fünf Stunden lang auf deiner Seite rumnavigieren müssen, sondern die Sache auch sich runter-runterladen können, wenn sie wollen. Und, da, wir haben von Anfang an ein, wie man in Englisch sagt, richer Interface, was ich jetzt im Deutschen nicht mehr weiß.

    Und, die Möglichkeiten, die da bestehen, die, da kann man wirklich einiges dir aus holen. Ist auch 'n psychologischer Effekt da, weil, Flash eben seit langer, langer Zeit oder seitdem's da ist, immer eine visuelle Applikation war. Also man hat immer die geilen, Menüs, die hin- und hergeschwungen sind. Und man konnte Sachen zoomen und hin- und herschieben.

    Und da hat man als Flash-Entwickler, was man, so vom, bevor das Ganze halt so richtig Programmierung wurde mit Actionscript, sind das meistens dann auch Designer gewesen. Und, Designer, wenn ich 'n Mensch bin, der, der sein Design liebt und der wirklich, sich interessiert für diese Sachen, dann ist für mich die, mein Augenlicht zu verlieren, die größte, die größte unterbewusste Angst, die ich habe.

    Und deswegen wird man unterbewusst immer Schwierigkeiten haben, sich mit diesem Metier umzugehen oder darum zu denken: Warum hat nicht jeder den tollen Browser, den ich hab und den tollsten Rechner und kann das so schön sehen wie wir? Oder warum ist der Dropshadow für diesen Menschen nicht so interessant wie der Inhalt der Texte? Und, das ist eben 'ne, 'ne, 'ne Schranke, die jetzt ziemlich auch runterbricht.

    Das find ich ziemlich schön, dass Menschen, die wirklich auch, Design können und richtig schöne Sachen erstellen können, sich für Barrierefreiheit interessieren und nicht nur die, richtig hässlichen Webseiten oder hässlichen Flash-Applikationen eben, barrierefrei sind.

    Das ist ganz wichtig, grade auch wenn's darum geht, dass man eben Geldgebern dann zeigt: Jungs, das Ding ist richtig, richtig schön und ist auch barrierefrei und wir können das auch machen, eb, wenn du uns 'n bisschen mehr Budget gibst.

  43. David

    Welche Anwendungsfälle seht ihr beiden denn für, ich sag mal, barrierefreies Flash? Virtueller Bikeparkzettel von Fitzer ist ein Merkmal oder eine Anwendungsmöglichkeit. Die andere, was ich so sehe, wenn 'n neues Automodell präsentiert wird und das großartig durch die Gegend fährt, vielleicht nicht so. Was seht ihr konkret für Anwendungsbeispiele?

  44. Tomas

    Ja, das mit den Automodellen ist vielleicht schon nicht so 'n schlechtes Beispiel, weil wir sind ja da, ja sehr schnell wieder bei Sachen, die, die durchaus echt 'n Anwendungscharakter haben.

    Also so 'n, so 'n Online-Konfigurator eines Autos, wo ich mir dann mein Modell, zusammenbauen kann, zusammenklicken kann und es wird auch gleich berechnet und werden dann irgendwelche Ausschlüsse von irgendwelchen Paketen, geht nicht mit dem Paket und so weiter, dargestellt und auch gleich daneben visualisiert. Und ich kann mir das dann auch unter Umständen im Video angucken. Und wenn ich dann einmal von 'ner anderen Endfarbe auswähle, hör ich auch gleich noch den Sound von dem.

    Da, da sind schon, so die klassischen Stärken von Flash, aber eben auch in, in Richtung webbasierte Applikationen. Also da hat, Chris schon sagte, da hat Flash, obwohl eigentlich immer eher so für, von der, von der ganzen Masse her, so für Overlay-Banner und so weiter, genommen wurde, aber da hat schon seine Wurzeln auch seine ganz starken Stärken. Also ganz simples Beispiel, ich mein, mein absolutes Lieblingsfeature in Flash ist immer noch, dieses automatische Labeling.

    Also wenn ich irgendwo 'n Label für 'n Kontrollelement setze und ziehe das nur in die Nähe, wird es gleich als zugehörig erkannt und ich muss mir dann jetzt nicht irgendwelche Gedanken über IDs und die ID darf ich aber immer nur einmal wie in HTML auf einer Seite verwenden. Und wenn jetzt dann sich jemand diese Applikation irgendwie anders zusammenstellt, dann hab ich auf einmal die IDs doppelt oder musste alle umbenennen und ich weiß nicht was alles.

    Also das ist alles in Flash viel, viel einfacher. Dann nehm ich einfach, wie gesagt, 'n Label in die Nähe der Checkbox oder so zieh und plöck, dockt die da an und, erkennt sich gegenseitig als zugehörig, ne. Das sind Sachen, wo auch so 'ne echte Anwendungsentwicklung in Flash, Flash viel, viel, viel einfacher ist als, mit den, mit den besten, Visio Big Tools für, für HTMLs.

  45. Christian

    Da sieht man auch, dass viel Usability Testing eben in diese Applikation selbst reingesteckt wurde. Ich mein, man sieht das ja gerade bei Content Management System, bei, bei großen CMS-Systemen, da, die haben alle 'ne tolle Fotoab, Fotohochlade-Technik, aber niemand sagt einem, also Jungs, ihr müsst erst mal 'n alternativen Text eingeben für dieses Bild, wenn's denn ein Produktbild ist. Und bevor, bevor das geht, geht's nicht durch. Und da ist, da ist Flash eben auch viel geschickter dabei.

    Das sieht man auch in Zeiten wie Flickr beispielsweise. Je, je einfacher es ist, ich mache jemandem ein Bild, Text dazu zu schreiben, desto mehr Leute werden's machen.

    Wenn ich das, wenn ich dagegen, angebe und sag: „Oh, ich bin euer Barrierefrei-Berater und ihr habt ja keine Alt-Texte auf euren Bildern“, dann sagen sie: „Ja, aber wozu brauche ich die denn?“ Wenn, wenn man das Ganze mehr interaktiv macht, während man die Seite erstellt und eben auch sagt: „Pass auf, das bringt euch da was und da was und da was“, dann bringen Leute auch, schreiben Leute auch Texte dafür.

    Aber, wenn man einfach nur sagt, das muss so sein, weil das, weil die, WCAG das so sagen oder weil eben irgendwo andere Richtlinien das so vorgeben, dann wird's einfach auch nicht gemacht. Und ich denke, es ist auch wichtig, dass man die Entwickler, den Entwicklerstolz da 'n bisschen anschreibt dabei.

    Und da ist eben ganz gut, wenn, dass es eben so Sachen wie Biene Awards und so was gibt, weil da kann man als Entwickler dann auch zum Chef zurückgehen und sagen mal: „Guck mal, was wir gewonnen haben damit.“ Finde ich auch wichtig.

  46. Tomas

    Ja, das also gerade, da tut sich ja eine ganze Menge, also jetzt gerade gestern oder vorgestern kam, kam bei Ehrenfeld die Meldung, dass wir jetzt ihre Videos irgendwie an einer anderen Stelle veröffentlichen, also immer wieder Anfragen haben, nach synchronisierten Untertiteln. Und zwar nicht nur eben in Deutsch, sondern unter Umständen auch 'ne, 'ne, übersetzte Version in anderen Sprachen. Und da, das ist ein ganz klassisches Anwendungsgebiet für Flash.

    Also ich stelle meine Sachen dann irgendwo rein und die Benutzer können das, im Prinzip live untertiteln.

    Also so wirklich im, im Film vor- und zurückspulen und dann eben die, die, Audiodeskription oder die Untertitel, dann live da rein hacken, weil es, weil es für den Anbieter schon, gerade wenn man sehr viele Videos ins Netz stellt, wie das, wie auch mit der Bine prämierte Tagesschau macht, die haben, ich weiß nicht, zwei, zweieinhalb Stunden,, Video pro Tag, die alle zu untertiteln oder mit, mit Audio, sogar mit Audiodeskription zu versehen.

    Das wären, drei oder vier Stellen, die die, extra einrichten müssen oder so. Und ich denke, da, da geht auch so der Trend hin, dass, dass eben, Video, was eine der Stärken der Flash, von Flash ist, dann auch im, im Netz an anderer Stelle veröffentlicht wird und eben so wie das Flickr vorgetont hat mit dem Tracking, mit den Notes und mit den, mit den Kommentaren und so weiter, eben von Leuten dann mit, ja, alternativen Inhalten oder, oder adäquaten Alternativen versehen werden.

  47. Christian

    Was gerade bei Suchmaschinen auch unheimlich hilft, weil eben Videosequenzen noch nicht ge, von Suchmaschinen durchsucht werden können. Aber wenn man das sagt, ich hab, wir hatten hier kürzlich eine Firma bei uns, weil wir eben unsere neue Videoplattform auch gemacht haben. Die haben 'ne Software entwickelt, die,, in, in Videos wirklich, verschiedene, Sachen erkennen kann. Also sie hatten ein Video, das hat einen Hund, ein Auto und eine Frau drin.

    Und dann hat dieses, das haben wir, haben die Software reingeladen und hat das nachher gesagt: „Da war ein Auto, da war eine Frau, da war ein Hund." Und wir haben das dann mit eigenen Videos auch probiert, weil wir gemeint haben, ja gut, das haben sie wahrscheinlich so gedoktert, aber das, das hat wirklich, Umrisse erkannt und die dann verglichen gegen eine Datenbank und dadurch auch einige Sachen schon von vorneherein vorgegeben, was ziemlich wichtig ist, gerade bei solchen Sachen, dass man von vorneherein schon ein paar Möglichkeiten gibt, weil Leute lieber,, lieber was, weiterentwickeln, als dass sie die ersten Sachen reinschreiben.

    Und da ist Technik noch ziemlich am, am Anfang, aber ich denke, mit intelligenten Systemen kann man da einiges noch mit machen.

  48. David

    Gerade Thema Suchmaschinenoptimierung, da sieht's bei Flash ja noch nicht so gut aus. Könnte ich trotzdem ein Argument aufbringen, dass ich sage, ich setze an dieser Stelle lieber Flash ein, weil das ist eventuell sogar geeigneter?

  49. Christian

    Was, um Suchmaschinen auszublockieren?

  50. David

    Ja, vielleicht geeigneter in Hinsicht der Barrierefreiheit, sodass ich eben sage, okay, an dieser Stelle setze ich vielleicht einen alternativen Text ins HTML Mark up, damit die Suchmaschinen das fressen, aber Flash an dieser Stelle finde ich vielleicht besser, als wenn ich das jetzt mit normalen HTML und CSS mache.

  51. Christian

    Mhm, ist die Frage. Suchmaschinen, also gerade Google sind ziemlich böse, was die mittlerweile alles machen können. Das ist absoluter Wahnsinn. Ich mein, wir, wir haben einige Produkte hier, wo wir Sachen sagen, dass sie nicht in Suchmaschinen en, abändern sollen und deswegen müssen wir Scherze machen wie mit JavaScript in die Seiten reinschreiben und solche Sachen. Aber selbst das wird mittlerweile von Suchmaschinen auch schon durchsucht.

    Also wenn man JavaScript auf seiner Seite hat und es irgendwie verlinkt ist und mal seine Logs durchguckt, da findet man schon, dass der Google Bot ab und zu mal vorbeikam und eben das JavaScript auch analysiert hat. Und gerade bei Flash ist es auch in diesem Bereich, viel besser geworden in den letzten Jahren.

    Natürlich ist es immer besser, wenn ich einen eigenen Text habe oder auch eine Textmöglichkeit habe, weil ich muss auch immer an die Leute denken, die eben keinen Flash haben oder keinen Flash installieren können. Aber, jetzt rein wegen SEO diese Sache zu machen, wegen Search Engine Optimization diese Sache zu machen, ist eigentlich mehr oder minder, könnte man fast schon als Spamversuch von den Suchmaschinen anzeigen. Und, es ist teilweise, es ist wirklich erschreckend.

    Wir haben einige Leute, die nur SEO machen und, was die einem zeigen können, was, was Google mittlerweile schon so analysiert an Flash-Sachen und so, es ist wirklich beeindruckend, was da an Technik gemacht wird. Also i-i-ist Problem ist ja auch immer, dass man sagt, okay, ich,, ja, Google ist der blinde Nutzer und wenn ihr die Seiten für Blinde gut macht, dann ist es auch für Google gut.

  52. David

    Das ist der typische

  53. Christian

    Was nicht unbedingt, was leider nicht unbedingt stimmt, weil, Google braucht's halt auch in verschiedenen, verschiedenen Formaten und eben auch mit viel,, dass man denselben Text zwei, zehnmal schreibt oder in verschiedenen Ecken anders anbringt oder auch viele Links in der Seite hin- und herspringen lässt und was für den Endnutzer nicht unbedingt lustig ist.

    Also es ist traurig, dass man ab und zu des, dieses Verkaufsargument bringen muss, dass man sagt eben ja, ja, Suchmaschinenoptimierung ist automatisch dabei, wenn du, wenn du für blinde Leute auch arbeitest, was zum Bereich stimmt, aber, dann im Endeffekt auch nicht ganz schnell Möglichkeiten bringt. Weil, wenn man solche Argumente bringt, dann wird auch der Kunde gleich fragen, dass man innerhalb von zwei, drei Tagen die ersten Ergebnisse anbringt.

    Und, gerade bei Barrierefreiheit und Seiten, die man abändert, dann dauert's schon seine zwei, drei Wochen bis zu zwei Monaten, bis die Suchmaschinenoptimierung einfach durchgreift und man auch sieht. Wenn man dagegen dreihundert Links reinknallt, die, die sich gegenseitig verlinken, dann werden die ersten drei Tage bei Google supertoll sein. Danach wird's um einiges schlechter werden, aber die ersten drei Tage braucht man ja nur, um den Kunden damit zu beeindrucken.

  54. David

    Wenn ich das SEO-Thema jetzt mal ausblende und sage, gibt es, gibt es Webseiten, wo ich sage, mit Flash könnte ich das eventuell besser realisieren, gerade im Hinblick auf die Barrierefreiheit?

  55. Christian

    Ja, mit Sicherheit. Also einige Webapplikationen, die jetzt eben mit Ajax und sonst was gemacht werden, die versuchen eben, schlechtes Design zugänglich zu machen für Menschen, die eben, keine Maus benutzen können oder eben auch, eben auch blind sind, könnte man mit Flash um einiges intelligenter machen, als dass man die ganzen,, Hackversuche macht in HTML und JavaScript.

    Also gerade, es ist sehr frustrierend, wenn man versucht,, heftige Applikationen, die, die, sehr einige Elemente auf der Seite haben, die miteinander verknüpft sind, beispielsweise, die zugänglich zu machen für einen Screenreader in JavaScript ist teilweise sehr, sehr frustrierend. Und in Flash könnte man die eben als ein Objekt einbinden und eben sagen: „Okay, Jungs, das hat sich gerade so geändert."

  56. David

    Thomas, wie siehst du das? Siehst du noch, Vorteile für Flash?

  57. Tomas

    Ja, es gibt, ganz eindeutig ein paar, Anwendungsgebiete, wo tatsächlich auch Grenzen der Barrierefreiheit erreicht worden sind, wo man aber, durch den, durch den Einsatz von Flash ungleich viel mehr,, Nutzer erreicht, und eben weil es, weil es Dinge sind, die mit den gängigen Mitteln nicht barrierefrei zu kriegen sind. Also ich denke da gerade so an, an, alles, was im weitesten Sinne mit Geodaten zu tun hat.

    Ja, da werden wir uns von dem, von dem Mantra verabschieden müssen, dass, dass alles, ja innerhalb eines Auftritts oder eines Dokuments oder einer Anwendung gleich, barrierefrei sein muss und damit für alle Nutzergruppen zugänglich sein muss.

    Also ein ganz simples Beispiel:, wenn ich mir, eine normale Wegbeschreibung aus dem Routenplaner ausdrucke, und das mal vergleiche mit, das kann man immer ganz schön sehen bei den, Wegbeschreibungen, die die Blindenverbände zu ihren, örtlichen Büros anbieten für ihre blinden Nutzer, die sie gerne mal live im Büro besuchen wollen, und hält es dann neben, neben den, die Anfangsbeschreibungen, die aus dem normalen Routenplaner rauskommt. Ich würde den Weg nicht finden.

    Weil es eben einfach, ja, ganz andere Bedürfnisse sind, die dann eben auch ganz spezielle Lösungen brauchen. Und das ist eben bei Geodaten so. Also die Informationsdichte, die wir als, als sehende Nutzer auf einer Landkarte sehen und die, die optischen Zusammenhänge, also wo ist denn jetzt irgendwie die nächste Bushaltestelle mit Hundeklo daneben und so weiter.

    Das ist, das, was für einen, für einen Blinden, sicher auch wenn er mit dem Blindenhund unterwegs ist oder so, ganz interessant ist oder so, aber braucht er andere Wegbeschreibungen dann. Und da sind sicher die Grenzen erreicht, wo wir, wo wir uns davon verabschieden müssen, dass immer alles in einem Auftritt, gehen muss. Das ist ein Punkt. Ein anderer Punkt sind also mein, mein, mein Lieblingsbeispiel in dem Fall, ist von, von dieser anderen Suchmaschine.

    Das ist aber nicht die, bei der Chris arbeitet, sondern das Ganze ist, ist, das nennt sich Gapminder, ist zu finden unter tools.google.com, Slash Gapminder, also der, der, Lückenaufpasser oder irgendwie so was. Da werden, ja, statistische Daten, die sämtliche Länder der Welt betreffen, also weiß ich nicht, in Relation zueinander gesetzt, also Lebenserwartung in Relation zu,, Pro-Kopf-Einkommen und so weiter und das Ganze über eine Zeitachse.

    Und ich kann diese Zeitachse dann verschieben und kann dann sehen, wie sich beispielsweise China in den letzten fünfzig Jahren entwickelt hat, und habe da so eine enorme Informationsdichte und dann auch noch die Zeitachse dabei. Das, das ist ganz, ganz toll, mit Flash zu machen.

    Wenn man, wenn man das dann auch noch barrierefrei aufbearbeiten wollte, dann würde man irgendwie mit ausgedruckt achthundert Seiten Datentabellen dastehen, die der Blinde sich dann durchlesen müsste, weil es einfach nicht anders geht. Da ist eindeutig eine Grenze erreicht, wo wir sagen müssen: „Sorry, da geht's nicht weiter." Weil auch eben achthundert ausgedruckte Seiten kein, kein adäquater Ersatz sind.

  58. David

    Macht nicht wirklich Sinn.

  59. Christian

    Was teilweise auch ein Such-, ein Usability-Problem ist. Ich meine, diese Sachen sind, sieht man oft als, als,, als Showcases, was Flash alles machen kann. Und dann gucke ich das Ding an und bin selbst auch total davon verwirrt. Weil,, gerade bei Applikationen ist es ja auch ganz wichtig, dass man immer den, dem Ku, dem Enduser auch die Möglichkeit gibt, Optionen an- und auszuschalten.

    Und das wäre eine Möglichkeit, wie man das Ganze dann eben auch in einen barrierefreien Bereich so runtermachen muss.

    Aber wenn's Beispiele sind, also ich habe beispielsweise hier die, mit die,, die European,, Maps für Yahoo eben ge, entwickelt und wir haben das Ding angeguckt und gemeint: „Ja gut, das, das ist für einen blinden Menschen hast du die Möglichkeit, dieselben Beschreibungen zu kriegen", was nicht unbedingt, wie Thomas ja sagte, auch bedeutet, was, dass das das, was die brauchen, aber im Endeffekt, ist 'ne, ist 'ne, 'ne Karte eben dann doch ein visuelles Hilfsteil.

    Und solange ich keinen Braille oder kann, solange ich keine, keine 3D-Sachen auf dem Bildschirm machen kann, die ich abtasten kann, ist es ziemlich schwierig, das Ganze eben auch jemandem beizubringen, der eben nicht sehen kann. Es gibt Momente oder es gibt Applikationen, die einfach um einiges mehr Sinn machen für Menschen, die sehen können. Und das ist eben keine Diskriminierung, dass ich jetzt sage, ich mache es für euch nicht zugänglich.

    Ich versuche mein Bestes, aber warum sollte, warum sollte jemand ein,, einen visuellen,, beispielsweise Farbwähler haben und den versuchen, irgendwie zugänglich zu machen?

    Wenn man doch sagen kann: „Gib deine drei Farben an." Das, das ist auch so, das ist auch so ein Ding, wo viele,, barrierefreie Berater und eben auch Entwickler es einfach nicht gerafft haben, dass es nicht darum geht, dass man einfach alles barrierefrei macht, sondern dass man es so macht in einem Bereich, dass wenn jemand das braucht, dann soll er es auch haben.

    Wenn, wenn etwas, was ein, eine schöne Zugabe ist, die Sinn macht für jemanden, der was Bestimmtes kann, dann kann man die zubringen, aber man soll es nicht unbedingt jedem aufs Auge drücken. Das ist die klassische Sache in, in JavaScript oder HTML.

    Wenn ich Sachen, wenn ich Sachen benutze, die nur Internet Explorer kann oder die eben nur Sinn machen mit JavaScript, dann soll ich die eben auch nur für Internet Explorer und mit JavaScript erstellen, weil alle anderen Leute kriegen diese Sachen, haben damit eine, eine Möglichkeit oder kriegen was angeboten, was sie nicht benutzen können und das macht einfach keinen Sinn.

  60. David

    Fallen euch schöne Flashseiten ein, die in, die zugänglich sind?

  61. Christian

    Ich meine, das, das, das Posterchild von Adobe und auch was Nicki eben hier angesprochen hat, ist die, J. K. Rowling Website, also die Schreiberin von Harry Potter. Also die Seite ist, hat wirklich alles eingebaut, was Adobe und Macromedia eben in Flash an Accessibility Zugangssachen reingebaut hat. Und da wurde auch wahnsinnig viel drüber geschrieben. Also man sollte da ziemlich einiges, geben.

    Ich, ich schick auch nachher dir das Interview mit den Antworten, dass wir das auch auf dem Blog veröffentlichen können zu diesem Podcast, weil eben ich nicht hier durchgehen konnte und es einfach schade wäre, wenn diese Information nicht weitergegeben würde. Und sie hatte einiges auch drüber erklärt, was man, was da eben gemacht wurden, wurde und wie man das eigentlich erstellen kann.

    Also es ist-- Was ich sehr schön auf dieser Seite fand, war, dass einige Sachen, was oft vergessen wird, dass einige Sachen eben, audial dargestellt wurden. Also es sind Töne oder es p-passieren eben Sachen, die eigentlich nur den,, nur den Eindruck der Seite erstellen sollen.

    Aber was, was die Entwickler eben gemacht haben, ist, dass sie, wenn was, wenn ein Ton abgespielt wird oder wenn was Interessantes passiert, ein Hund bellt oder sonst was, hat man so was wie Untertitel oder Captioning eben auf dieser Webseite auch angezeigt. Und das ist ziemlich schön, dass so was gemacht wurde. Also jk-rowling.com ist eine sehr, sehr schöne Seite und ich denk, Thomas hat einiges in dem Biene Awards auch, rausbekommen, was da sehr gut Flash verwendet.

  62. Tomas

    Also so viele waren's dann leider doch nicht, in diesem Jahr. So, eben wirklich explizit getestet und dann hinterher rausgekommen. Also waren halt einige im Rennen, aber dadrüber wird beim Biene Award üblicherweise nichts drüber verloren, wer im Rennen war und nicht hinten dann auf die Bühne durfte. Aber es waren, es waren einige im Rennen, aber hinten rausgekommen ist tatsächlich leider nur Pfizer.

    Das ist eben, ja, wir stehen bei dem Thema tatsächlich noch ganz am Anfang, aber ich denke, es gibt der Industrie noch mal so 'n bisschen 'n Kick. Also wir haben's in den letzten Jahren immer gemerkt, wenn aus einer Branche irgendwer da mit Gold auf die Bühne durfte oder so, dann hatten wir im nächsten Jahr aus derselben Branche auf einmal zwanzig Einreichungen.

    Weil am nächsten Montag irgendwie in der Marketingabteilung der Hammer umgekreist ist, bei den Konkurrenten, die dann alle sagten: „Hier, macht ihr mal, ich will da auch auf die Bühne als Verantwortlicher.", insofern, also den häng ich jetzt mal weit aus dem Fenster, aber ich denke mal, das war, wenn es nächstes Jahr noch mal ein Biene Award geben soll, behaupte ich jetzt einfach mal, dass wir da wieder ein paar richtig, richtig gute Flashsachen drinnen haben werden.

  63. Christian

    Hier, hier war ja kürzlich Flash on the Beach, diese große Konferenz und da habe ich eben, Sascha Wolters und, Mark Thiele von flashforum.de waren hier auch in London. Mark kenne ich schon seit Jahren noch von anderen Computersachen, die wir früher gemacht haben.

    Und, ich hab dem die Stadt gezeigt auch ein bisschen hier und, also es haben beide ziemlich gemeckert, dass die deutsche Entwicklerumgebung, grade auch im Flashforum und solche Leute, dass, dass wahnsinnig wenig Leute sich für dieses, Accessibility ins,, also Barrierefreiheit ins, interessieren und gerade auch, dass, dass, Webstandards nicht unbedingt so groß in Deutschland sind. Ich weiß jetzt nicht, ob das alte Männerfrustration ist oder sonst was.

    Eigentlich fänd's halt ziemlich schade, wenn das so wäre. Und gerade wenn man so Sachen wie eben Biene Award und eben auch so Webdesign Awards generell mehr, Barrierefreiheit reinbringen würde, dann würde das auch mehr, Entwickler, dazu bringen, etwas so zu machen oder eben auch mehr Geldgeber oder eben auch Firmeninhaber zu sagen: „Jungs, macht mal auch was mit Barrierefreiheit, dann dürfen wir auch, auf die Bühne mit dem Herrn Tomas Caspers." Und das wäre ganz gut, denke ich mal.

    Und es ist, es ist einfach schade, dass Leute, es immer noch als so 'ne große: „Mein Gott, ich muss es jetzt barrierefrei machen, das auch noch." Und das sollte nicht sein. Es sollte von Anfang an ein Teil sein, von dem ganzen Plan, im Endeffekt zu bedeue-, dazu das Projekt, dazu zu bringen, dass Leute eben es besser benutzen können.

    Ich hab hier kürzlich 'n Tech Talk gehalten im Büro und da ging's eben auch: „Christian, kannst du was über Barrierefreiheit sagen?" Und ich so: „Ja, schon wieder." Und ich hab's dann eben so aufgebaut, dass ich, lauter Produkte genommen hab aus der Geschichte, die eben für Leute mit Behinderungen entwickelt wurden und die wir jetzt heutzutage jeder von uns verwendet.

    Und, ich denk, das ist 'n ganz guter, ganz guter, Angle, wie man solche Sachen verkaufen kann, dass man sagt: „Jungs, der, der Lautsprecher wurde entwickelt von jemandem, der nicht gut hören konnte." OCR Scanning beispielsweise, wie man jetzt bestimmte Texte einscannen kann und die digital weiterverarbeiten kann, wurde auch für einen blinden Menschen entwickelt.

    Und gerade dies, dass man, dass man von dieser Seite kommt und sagt: „Wenn ihr die Sache barrierefrei macht, kriegen die anderen auch mehr davon und können besser und einfacher mit der Seite umgehen", anstatt zu sagen: „Mach mir das hübsch und muss voll bunt sein und unsere Farben und unsere Schriftgröße" und dann später denken wir 'n bisschen drüber nach, wie man das verwenden kann.

  64. David

    Das größte Problem, was ich von manchen Agenturen vielleicht höre, ist vielleicht der klassische Autoverkäufer, der meint, seine Seiten müssten nicht barrierefrei sein. Was könnten wir dem entgegnen?

  65. Christian

    Dann brauchst du keine Webseite.

  66. Tomas

    Behinderte Menschen können Auto fahren.

  67. David

    Das berühmte, ja.

  68. Tomas

    Absoluter Blödsinn. Das ist, also, das heißt, da sind wir wieder in dieser Falle, dass, dass Behinderung oder der, der, Behinderung im Kontext Netzzugang immer nur gleichgesetzt wird mit der sieht nichts. Das genaue Gegenteil ist richtig. Also du siehst ja, dass, dass, ja Barrierefreiheit einfach nur mit ein technisches Problem ist, was weitestgehend nur, ja blinde Menschen betrifft. Das genaue Gegenteil ist ja der Fall.

    Also, b-blinde Menschen sind also gerade in dieser, in dieser großen Gruppe Menschen mit Behinderungen eigentlich ein, ein sehr kleiner Teil, und die zudem, wenn man's richtig macht, größtenteils eigentlich nur vor technischen Barrieren stehen. Also die inhaltlichen Barrieren, hindern einen ja dann auch nicht unbedingt, am Autofahren, aber unter Umständen am Auto kaufen. Insofern ist dieses Argument einfach doof. Kann man nicht anders sagen.

  69. Christian

    Ja, es ist, wenn jemand so ignorant ist, dann kann man eben auch mit Sachen sagen wie: „Ja, Suchmaschinen auch", oder was ich auch öfters mal erlebt hab, dass wenn ich solche Kunden hatte und hab dann mein, mein, mein Handy rausgeholt und hab die Webseite auf meinem Handy gezeigt und hab dann meine eigene Webseite auf diesem Handy gezeigt- Und das hat wahnsinnig viel,, Firmenbenutzer, dann,, Firmen,, Firmeninhabern dann gezeigt: Wow, das ist ja ein ganz toller Markt, den wir damit auch erreichen könnten.

  70. David

    Urplötzlich.

  71. Christian

    Ja, es ist ziemlich dreckig, wie man solche Sachen machen muss, aber, wenn jemand so ignorant ist, dann ist es eigentlich auch ganz wichtig, dass man es denen auch, denen auch direkt sagt. Also, ich hatte teilweise andere Probleme, wenn ich eben mit Leuten wie McDonald's gearbeitet habe, wo die, wo von Anfang an die Materialien, die wir bekommen haben, um die Webseite zu machen, von der Printagentur kamen. Also alles, was auf den Postern war, sollte auch auf die Webseite.

    Und wenn ich, wenn ich für Poster texte, dann habe ich natürlich keinen Zusammenhang mit dem Inhalt eigentlich. Wir hatten da Sachen wie, da ging's um, um, Qualität der Produkte und wie viele Vitamine drin sind und die Überschrift hieß halt We are all ears, weil da eben so ein Kind war, das seine Ohren gezeigt hat. Da habe ich dann gemeint: Wollt ihr jetzt bei Google gefunden werden über Ohren oder wollt ihr gefunden werden, dass Leute wissen wollt, wie toll euer Essen ist?

    Und dann so: Ja, das wäre eigentlich ganz gut. Und dann so, das Problem ist dann andererseits, bei solchen Firmen steht man auch teilweise da: Wir wollen nicht mehr Leute auf unserer Webseite, weil wir kein Geld damit machen. Und so, ja, dann stehst du dann auch da: Warum habt ihr eigentlich eine Webseite? Aber das kann man eigentlich nicht sagen, weil's dann, weil das, weil, weil sie eben einem siebentausend Pfund im Monat zahlen dafür.

    Und, teilweise ist es das größte Problem Barrierefreiheit, dass viele,, Firmeninhaber, die Webseiten haben wollen, das Medium Internet noch nicht kapiert haben. Dass sie meinen, es ist einfach ein animiertes, animiertes Plakat oder, oder ein besser, ein besserer Werbetext, anstatt zu merken, dass das Internet niemals einseitig geht. Leute schauen sich deine Webseite nicht an. Leute haben gleichzeitig noch Sachen am Laufen, sind am Rumchatten und sonst was.

    Und Leute wollen auch mit deiner Seite umgehen und nicht nur eben, Sachen angeboten bekommen, sondern die wollen selber was finden, wollen selber auch was einstellen und wollen auch drüber meckern, wenn's nötig ist. Und es wahnsinnig viele Firmen, wie viel, die Angst davor haben, viele, viele E-Mails zu bekommen von Leuten. Und da steh ich auch immer da und sag so: Ja, habt ihr es lieber, wenn die Leute weggehen und nichts von euch kaufen?

    Oder habt ihr es lieber, wenn die Leute euch dann anrufen und damit zum einiges teurer? Weil eine E-Mail kann man eben in 'ne, in 'ne Queue reinbauen und dann nach und nach abarbeiten, während 'nen Telefonat halt dann doch jemanden braucht, der im Büro sitzt und das Ganze beantwortet.

  72. David

    Mhm. Chris, wir hatten eigentlich ursprünglich ja vor, ein Interview zu führen. Du hattest ja auch die Antworten von Aral und Nikki dir aufgeschrieben, dass wir das Interview so forttragen. Hast du noch wichtige Stichpunkte, die wir im Podcast nennen sollten aus diesem Interview heraus?

  73. Christian

    Ich hab's nach und nach so durchgegangen und, wir haben einiges jetzt schon besprochen hier eigentlich. Hauptsächlich noch, wo man hingehen kann, um eben, Flash Accessibility zu lernen und das ist bes-, es wird gemeint hier Adobe dot com slash Accessibility ist ganz gut und, da, da ist auch so eine Best Practices Seite. Ich denke, das Einfachste ist ganz einfach, wenn ich euch die Sachen auch schicke und wir packen das mit rein in den- -Podcast Webseite.

    Dann können's Leute auch, können's Leute auch durchlesen oder auch nachher da suchen und so. Und Nikki wär's da auch total okay mit. Und, Nikki und Aral habe ich auf der BBC-Party auch getroffen und die haben beide noch gesagt: „Oh ja, wir schreiben noch was Neueres, weil das ist ein bisschen veraltet und tralala", aber haben's noch nicht, haben's noch nicht mehr geschafft und sie werden dann mir was Neues auch schicken und ich schick das dann einfach zu euch noch rüber.

  74. David

    Jetzt schau ich mal gleich die Links und die pack ich dann im Anschluss dann auf Technikwürze.de. Thomas, von dir vielleicht noch ein Stichwort, ein Schlusswort, für die aktuelle Sendung: Warum Flash-Zugänglichkeit?

  75. Tomas

    Weil man mit Flash, einfach ganz spezielle Bedürfnisse abdecken kann und, und, ganz bestimmte Benutzergruppen auch eigentlich wesentlich besser erreichen kann, als mit, mit, statischem HTML. Punkt.

  76. David

    Chris, von dir die Frage oder für dich die Frage, : Zukunft Flash, HTML ist tot?

  77. Christian

    Nö, Blödsinn.

  78. Tomas

    Nee, nee.

  79. Christian

    Flash, Flash hat eine große Zukunft derzeit, weil, eben auch durch dieses Flashlight für, für Mobile Phones und für, also für Handys, man einiges richtig geile Sachen machen kann für Mobile Phones und die mir jetzt mit Java und sonstige Sachen dann doch ziemlich viel Arbeit waren und ziemlich schwer waren. Und, wir sind gerade hier am Basteln mit, mit eben,, Kartenapplikationen auch für Mobile Phones.

    Und, da hat Flash eine ganz große Zukunft, aber HTML wird, solange es noch Leute gibt, die mit echten schlechten alten Browsern unterwegs sind oder eben auch mit schlechten Verbindungen im Netz unterwegs sind, wird es, wird es weiterhin dabei bleiben.

    Und HTTP ist, nun mal auf Text basierend und daher kann man auch, bedenken, dass, es wird immer Texte brauchen und es wird immer, HTML wird immer da bleiben, wenn's auch, sich verändern wird in den nächsten paar Jahren und auch mehr, ansprechender wird durch eben Web-, Webapplikationen mit Ajax und Sonstigem. Aber, das ganze Argument mit Kampf von, Flash gegen JavaScript ist totaler Blödsinn.

    Ich denke, wir sind, wir haben jetzt gerade die Möglichkeit und wir haben es jetzt schon ein paar Mal gesagt, dass, dass eben Flash-Entwickler und JavaScript-Entwickler endlich mal richtig gut zusammenarbeiten können, weil eben Flash nicht mehr dieses große unbekannte Ding ist, sondern jetzt auch offen ist, die Standards offen sind und man kann damit rumspielen. Und ich denke, dass die Zukunft einige interessante Applikationen, auch, Kollaborationen da bringen wird.

  80. Tomas

    Erst mal die großen IT-Schlachtschiffe, also gerade IBM,, und, und Adobe da ja gerade auch richtig, richtig, Aufwand reinstecken. Also, ging ja neulich, die Meldung rum, dass, dass, Adobe, an der, an die Mozilla Foundation, ja ich weiß nicht, wie viel tausende oder hunderttausende Zeilen Code oder so gespendet haben, die dann irgendwann mal in den Firefox eingebaut werden. Und, die, die im Prinzip ihre, ihre ganze Engine verschenkt haben.

    Also da wird, das wird einfach zusammenwachsen, denk ich mal. Es wird, es wird die Grenzen zwischen, da ist, das ist die Flash-Welt- Und, die, die außerhalb stehen, die gucken da so ein bisschen komisch drauf und dann ist ja alles so ein bisschen. Und da ist die, die, die HTML, Welt. Das, das wird einfach, ja, sich, sich binnen kürzester Zeit, denke ich mal, so zu 'nem was Einheitlichem vereinen und gemeinsam eben an, an besseren Lösungen dann arbeiten.

  81. David

    Also die Zukunft ist spannend. Dann danke ich euch beiden für das Interview, Chris Heilmann und Tomas Caspers. Ansonsten euch beiden noch mal ein herzliches Dankeschön.

  82. Tomas

    Bitte schön.

  83. Einspieler

    Schlagzeilen.

  84. David

    Kleine Helfer für Projektmanagement und Designprozess. In der vergangenen Woche erschienen viele Posts zum Designprozess und dem Verwalten von Projekten. Einige haben wir für euch aufgelistet. Besonders erwähnenswert finden wir The Principle CEO Series von David Zehr und das achtseitige PDF-Informationsblatt Design Process and Evaluation zur Erstellung von Webseiten. David Zehr hat vor einem Jahr begonnen, ein umfangreiches System für mehr Produktivität zu erstellen.

    Seine Vorlagen zum Ausdrucken sind einfach und kompakt. Alle Listen und Formulare sind als PDF-Downloads oder Excel-Tabellen erhältlich. Einige Vorlagen gibt es in deutscher Sprache, von Lesern angepasst oder für spezielle Programme optimiert. Ein handliches Format ist das Usability Punkt Gov bereitgestellte PDF Design Process and Evaluation.

    Es befasst sich auf wenigen Seiten und in elf Tipps mit Usability-spezifischen Aspekten und Methoden des Webdesigns, die bei der Erstellung einer Website beachtet werden sollten. Auch die anderen Veröffentlichungen und die Website von Usability Punkt Gov sind lesenswert.

  85. Christian

    Linktipps.

  86. David

    Heute geht es vor allem um Automatismen oder Vorlagen, die beim Gestalten von Webseiten hilfreich sein können. Ned Gertler hat sich die URLs der bei Amazon verwendeten Bilder genauer angesehen und zeigt, wie man ganz leicht Änderungen an Größe, Format und Landeswahl vornimmt. Dies kann man einerseits wie Ned dazu verwenden, um kleine Kunstwerke zu erstellen, aber genauso gut eben auch für Buchrezensionen oder Lektüreempfehlungen.

    Google besitzt einen eigenen Corner Shop, der abgerundete Ecken für verschiedene Google-Dienste generiert. So Zach Beane in Googles own Corner Shop. Natürlich kann man dieses Verfahren ebenso für eigene Projekte nutzen. Allerdings sollte man davon absehen, die Bilder direkt zu verlinken. Alternativ kann man auch im Corner Shop Grafiken für runde Ecken verwenden. Wer ein passgenaues Web-Layout erstellen will, benutzt oft Browsererweiterungen oder Desktoplineale, um die Maße zu überprüfen.

    Dass es auch einfacher geht, zeigt wieder einmal Cameron Moll. Mit seinem Rastergitter für ein 960 breites Pixellayout, das als Hintergrundbild geladen wird, geht das ganz einfach. Da Tim O'Reilly oftmals als Referenz in Sachen Web genannt wird, wollen wir hier auch seine alte neue Definition des Web 2.0 erwähnen. Google hat sein Web Toolkit in Version eins Punkt drei veröffentlicht und bietet es nun hundertprozentig als Open Source an.

  87. Christian

    Technikwürze, jeden Montag.

  88. David

    So, von mir noch ein Schlusswort: Am 25.12., das heißt Weihnachten, gibt es den nächsten Technikwürze-Podcast, die Folge Nummer zweiundfünfzig und am 1.1. die Folge dreiundfünfzig. Zweiundfünfzig werden wir als Gast haben, Tomas Caspers erneut mit Jens Grochtdreis und am 1.1. zum Neujahr dann eben noch mal neue Informationen, spannende Themen im Technikwürze-Podcast. Ich sage Danke fürs Zuhören. Bis dahin.

    Und denkt dran, das englische Originalinterview mit den zwei Profi-Flashern findet ihr auf Technikwürze.de. Ebenso die ganzen Links zu dieser Sendung. Ich wünsche euch noch eine frohe Weihnacht. Wir hören uns wieder am 25. Dezember und am 1.1.

Chris Heilmann, Tomas Caspers und David Maciejewski reden über die Zugänglichkeit von Flash-Webseiten.

Grundlage für das Gesprächsthema war ein Interview, welches ich mit Aral Balkan 1 und Niqui Merret 1 über Chris Heilmann gehalten haben. Das Interview in englischer Sprache könnt ihr auf der Seite Interview: Accessibility and Flash? 1 nachlesen. Hier die Links zur Diskussion:

Best Practice:

Flash & SEO:

  • Adobe: Search Engine SDK FAQ 1
    Jenseits der Grenze:
  • Gapminder 1

News

Kleine Helfer für Projektmanagement und Designprozess

In der vergangenen Woche erschienen viele Posts zum Designprozess und dem Verwalten von Projekten. Einige haben wir für euch aufgelistet. Besonders erwähnenswert finden wir The Printable CEOâ„¢ Series 1 von David Seah und das achtseitige PDF-Informationsblatt Design Process and Evaluation zur Erstellung von Webseiten.

David Sheah hat vor einem Jahr begonnen, ein umfangreiches System für mehr Produktivität erstellt. Seine Vorlagen zum Ausdrucken sind einfach und kompakt. Alle Listen und Formulare sind als PDF-Downloads oder Exceltabellen erhältlich. Einige Vorlagen gibt es in deutscher Sprache, von Lesern angepasst oder für spezielle Programme optimiert: The Printable CEOâ„¢ Series 1 .

Ein handliches Format ist das Usability.gov bereitgestellt PDF Design Process and Evaluation Es befasst sich auf wenigen Seiten und in 11 Tipps mit Usability-spezifischen Aspekten und Methoden des Webdesigns, die bei der Erstellung einer Website beachtet werden sollten. Auch die anderen Veröffentlichungen 1 und die Website von Usability.gov sind lesenwert.

Andere Quellen zu Designprozess und Verwaltung von Projekten sind:

Linktipps

Heute geht es vor allem um Automatismen oder Vorlagen, die beim Gestalten von Webseiten hilfreich sein können.

  • Nat Gertler hat sich die URLs der bei Amazon verwendeten Bilder genauer angesehen und zeigt, wie man ganz leicht Änderungen an Größe, Format und Landeswahl vornimmt: Abusing Amazon images 1 Dies kann man einerseits wie Nat dazu verwenden, um "kleine Kunstwerke zu erstellen, aber genauso gut eben auch für Buchrezensionen oder Lektüreempfehlungen.
  • Google besitzt einen eigenen Cornershop, der abgerundete Ecken für verschiedenen Google-Dienste generiert, so Zach Beane in google's own cornershop Natürlich kann man dieses Verfahren ebenso für eigene Projekte nutzen, allerdings sollte man davon absehen, die Bilder direkt zu verlinken. Alternativ kann man auch im Cornershop 1 Grafiken für runde Ecken verwenden.
  • Wer ein passgenaues Weblayout erstellen will, nutzt oft Browsererweiterungen oder Desktop-Lineale, um die Maße zu überprüfen. Dass es auch einfacher geht zeigt wieder einmal Cameron Moll: Mit seinem Rastergitter für eine 960 Pixel breites Layout 1 das als Hintergrundbild geladen wird, geht das ganz einfach.
  • Da Tim O'Reilly oftmals als Referenz in Sachen Web genannt wird, wollen wir hier auch seine alte neue Definition des Web2.0 erwähnen: Web 2.0 Compact Definition: Trying Again.
  • Google hat sein Web Toolkit in Version 1.3 veröffentlicht und bietet es nun hundertprozentig als Open-Source an: GWT 1.3 Release Candidate is 100% Open Source 1

Erwähnungen 4

Kommentare 18

  • Aeh... Leitender Entwickler, Chefentwickler haben wir glaube ich gar keine...

  • ich finde das thema völlig unangemessen. flash ist ein flash-film und hat erstmal mit dem internet nichts zutun. aus sicht des gewünschten semantischen webs stimmt der artikel "flash 99% bad" auch heute noch. nur weil screenreader anfangen auch flash zu interpretieren heisst das noch lange nicht das es auf einmal ins konzept des w3c passt. wieso wird etwas offensichtlich so schlechtes hier gepusht?

    flash ist ein witz. wo sind gezielt beispiele die gedanken des w3c weitertragen, und nicht nur intern im flash-film sich ihre barrierefreiheit ermogeln und im gleichen moment nicht barrierefreier als ein quicktime film sind.

    zwischen web seiten und web applicationen sollte generel unterschieden werden. natürlich gibt es applicationen/widgets die selbst ich in flash machen würde. was aber nicht heisst das flash auf einmal für normale web seiten besser und barrierefreier ist oder werden kann.

  • Lieber w3c'ler,
    ist das jetzt ein, wie dein Name suggerieren soll, offizielles Statement des W3C?

  • Finde ich gut das endlich mal einer fuer das W3C spricht. Ich warte auch bis SMIL und SVG endlich skriptbar sind und ohne plugin dargestellt werden dann koennen wir endlich Filme aus XML erstellen.

    Flash sind Filme, JavaScript ist dazu da um Textboxen zu verschieben und Menus zu animieren und nur mit XML und XSLT macht man CMS.

    Weiter so!

  • ich finde das thema
    völlig unangemessen.

    »unangemessen« für was oder in welchem Zusammenhang?

    flash ist ein flash-film

    Und HTML ist eine HTML-Datei. Und JPEG ist ein JPEG-Bild. Wobei »film« (schreibt man übrigens mit großem F, wo wir schon bei Standards sind) es auch nicht ganz trifft: Flash kann auch durchaus mehr sein als ein »film«, wie zum Beispiel eine Browser-basierte Applikation (und zwar gänzlich ohne bewegte Inhalte).

    und hat erstmal mit dem internet nichts zutun.

    Mit welchem Internet (schreibt man übrigens auch mit großem I)? Meinst du das komplette inklusive gopher:// und telnet:// oder eventuell nur Teilbereiche? Wenn das alles nix mit »dem Internet« zu tun hat, wie sollen denn dann deiner Meinung nach in Zukunft multimediale Inhalte verteilt werden? Auf 5¼"-Disketten per Postkutsche? Oder hast du ein grundsätzliches Problem mit Inhalten, die über US-ASCII hinausgehen? Ach so, dann findest du das hier sicher auch medienadäquater und benutzbarer als das hier.

    nur weil screenreader anfangen
    auch flash zu interpretieren

    Ein Screenreader interpretiert kein Flash. Ein Screenreader interpretiert das, was ihm die jeweilige Accessibility API des Betriebssystems bzw. des Browsers zur Verfügung stellt. Modernen Screenreadern ist es relativ wurscht, wie die jeweiligen Informationen zustande gekommen sind, solange die nötigen Strukturinformationen mitgeliefert werden merkt man am Lautsprecher keinen Unterschied.

    heisst das noch lange nicht das es auf einmal ins konzept des w3c passt.

    Nö, das ist richtig. Das W3C oder vielmehr seine selbsterklärten Fanclubs (wehe dem, der solche Freunde hat) leidet in Teilen auch unter akutem »not invented here«-Syndrom. Im Netz gibt es aber eine ganze Reihe Dinge, die dauernd verwendet werden, und trotzdem nicht unter w3.org/TR zu finden sind. Allesamt verbieten?

    wieso wird etwas offensichtlich so schlechtes hier gepusht?

    Non sequitur. Hier wird nichts Schlechtes gepusht, sondern über die aktuellen Möglichkeiten von Technologie diskutiert.

    flash ist ein witz.

    Gegenfrage: wie hast du dir denn den Podcast angehört?

    wo sind gezielt beispiele die
    gedanken des w3c weitertragen,
    und nicht nur intern im flash-film
    sich ihre barrierefreiheit ermogeln
    und im gleichen moment nicht
    barrierefreier als ein quicktime
    film sind.

    Ach so, du meinst sicher SVG, SMIL (und hier natürlich insbesondere SMIL Animation) - klar, damit erreiche ich natürlich ungleich viel mehr Nutzer, besonders diejenigen, die Amaya für einen vollwertigen Browser halten.

    was aber nicht heisst das flash
    auf einmal für normale web
    seiten besser und barrierefreier
    ist oder werden kann.

    Kannst du mir die Stelle im Podcast nennen, wo das einer von uns Dreien behauptet hat?

    Ach ja, und an deiner Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion solltest du wirklich nochmal arbeiten.

Weitere 13 Kommentare anzeigen
  • du bist also doch berechenbar.. hat deshalb auch kein sinn gemacht darauf näher im kommentarbereich einzugehen.

    brauche die zitate garnicht zu rechtfertigen, da dein kommentar wieder ganz klar zeigt das hinter einem deutschen webstandards projekt nicht umbedingt technische kompetenz stehen muss. anstatt über belanglosigkeiten wie groß/klein schreibung oder sachen ins lächerliche ziehen, solltest du vielleicht aufs thema eingehen.

    mir geht es nicht darum euch ans bein zu pissen.
    ich will nur andere leser/hörer davor warnen sich, nur aufgrund von technikwürze.de oder anderer prominenten deutschen design blogs, eine meinung im bebreich webstandards zu bilden.

    können gerne auf einem barcamp mal zusammen argumentieren, jedoch nicht auf diese troll-zitate-ebene.

    wenn ihr über die aktuellen möglichkeiten von technologie diskutiert haben wollt, scheint mir der titel "Das Comeback von Flash" aber ein wenig voreingenommen.

  • die diskussion wird etwas peinlich. die aussage, dass flash nicht w3c-standardkonform ist, ist bereits falsch.

    flash ist gar nicht vom w3c standardisiert, also kann es auch gar nicht "nicht-standardkonform" sein.

    das img element ist w3c standardisiert. jpg, gif und png nicht. in welchem format binde ich denn jetzt bilder ein?

    welchen zweck hat denn nun das object element? ->
    http://de.selfhtml.org/html/multimedia/objekte.htm#allgemeines

    zur info, wer rechtschreibfehler findet, sollte nicht den duden oder ähnliches heranziehen. ich schreibe in w3c-standardisiertem deutsch.

  • Ich weiss nicht so wie das in Deutschland is, aber in England verstecken sich Trolle meist hinter Pseudonymen und falschen URLs...

  • Mit Ausnahme von /T (steht für Tomas), ist das hier auch so.

  • Trolle? Ohje, ich Webdesign-Unerfahrener muss mich mal schlau machen, was das heißt. Ich kanns mir denken, aber ich frage David dazu - bitte nicht hier antworten, ist nicht der Raum dafür.

    Eher gehts mir hier auch darum, dass ich w3cler nicht verstehe. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich kein Webdesigner bin. Die Art und Weise, wie er die Sachen hier in Frage stellt, ist unangebracht. Das Dreiergespann hat in dieser Podcastausgabe eine für mich als regem Internetnutzer sehr wichtige Sache angesprochen. Flash oder nicht Flash - das kann mich manchmal bei Besuchen auf einzelnen Seiten schier zur Verzweiflung bringen. Es gibt wunderbare Sachen, die man damit machen kann und ich genieße es auch, wenn ich irgendwo etwas entdecken kann (danke als für das Beispiel der Rowling-Webseite).
    Aber ich werde irre, wenn ich völlig ohne wirklichen Grund und Nutzen mit Flashs überhäuft werde. Und das ist meine Bitte an Webdesigner: Bitte überlegt, wann und ob ihr Flash wirklich braucht. Und wie es eingesetzt wird. Es muss zum Konzept passen und nicht die Nutzer nerven. Und zu diesen Dingen kann ich wirklich ein Wörtchen mitreden.

    Dies also als kleiner Wortbeitrag eines reinen Internetnutzers, der auf die gute Arbeit der Programmierer Wert legt und drauf angewiesen ist.

  • Hallo Chris,
    vielen Dank für deine netten Anregungen und Ideen. Die 60 Minuten waren nicht langweilig und haben auch Flash nicht zuweit in den Himmel gehoben. Viele Eurer Ideen kann man auch auf HTML anwenden und umsetzen.

    Flash sind Filme, JavaScript ist dazu da um Textboxen zu >verschieben und Menus zu animieren und nur mit XML und XSLT >macht man CMS.

    XSLT ist ja dafür da, wofür auch sonst? David hat ja auch schon einen kleinen Beitrag dazu von mir erhalten. :)

    Also weiterso und stellt die Monitore nicht ganz auf den Fußboden!

  • Wow. Was für eine Sendung. Von vorne bis hinten interessant. Das Gespräch war ja der reinste Selbstläufer. Hätte noch weitere zwei Stunden zuhören können.

    Marcel stimme ich 100% zu. Die jk-rownling-seite ist sehr gut gemacht. Dann war ich auf der Seite der Entwickler-Firma www.lightmaker.com und mir ist jeder Browser abgeschmiert mit dem ich versucht habe die Seite zu öffnen (opera, FF2, Safari am Mac). Sowas ist schlimm und nervig. "Flash-Entwickler geht weise mit dem ActionScript um."
    Die jk-rowling-Seite ist bei mir auch zwischendurch fehlerhaft gewesen, so dass ich das Flash neustarten musste. Schade, aber sowas passiert oft.

  • Ich sehe immer noch keinen Sinn darin eine komplette Seite in Flash zu machen, selbst wenn Screenreader die Inhalte auslesen können. Es geht ja nicht nur um Barrierefreiheit, sonder auch um logische Strukturierung, Suchmaschinen, Bookmarks, Übersichtlichkeit, weiterbearbeitung durch andere Entwickler usw. . Fast jeder Flashentwicker hat eine ganz eigene Art seinen Flashfilm zu strukturiere, es gibt einfach keine richtigen Standarts. Es herrscht da immer noch eine gewisse Anarchie.

    Ich denke es ist der flasche Weg Flash so lange umzubauen bis alle Nachteile behoben sind. Leider ist Flash so weit verbreitet das es schwer ist etwas vergleichbares Neues zu schaffen was mit XHTML und XML mehr Hand in Hand geht. Das ist ja wohl auch mit ein Grund warum Adobe Macromedia gekauft hat, da die eigene Entwicklung sich nicht durchsetzen konnte.

    In meinen Augen sollte Flash immer nur eine Ergänzung zur eigenlichen Seite sein, ansonsten ist es immer noch eine BlackBox im HTML Code.

    Gruß aus NRW

  • Flash Light, gut und schön. Screenreader - okay. Flash bleibt aber immer noch eine Luxustechnologie die lediglich on top eingesetzt werden kann / sollte. Es gibt nicht einen einzigen Grund auf Flash zu setzen anstelle von XHTML / CSS / JS. Schön jedenfalls, dass Accessibility jetzt auch in Flashkreisen ein Thema ist. Schade nur, dass das für Suchmaschinen immer noch nicht den geringsten Vorteil bringt...

  • Hallo,

    sehr schöner Artikel.

    Ich denke es gibt mehr als 100 Gründe für Flash wie gegen Flash. Richtig eingesetzt finde ich Flash als sehr schöne Ergänzung zu multimedialen Inhalten.

    Zum Beispiel Video-Dienste, wenn es kein Flash gäbe was wäre die Alternative - Mediaplayer -> "Ohhh NEIN Danke!".

    In Bannern und Navigationen finde ich Flash absolut erstklassig und angebracht. Es wird noch durch keine andere Technologie ersetzt. Ok, man könnte JAVA einsetzten, aber dass muss nun wirklich nicht sein.

    Jedoch ein Webseite komplett in Flash und NUR in Flash ohne Alternative finde ich absolut FALSCH. Das Internet ist schließlich eine Informationsplattform und kein Hollywood-Film.

    Ich bin absolut für Flash und denke jeder Browser sollte es als Standard schon vorinstalliert haben.

    W3C ist eine tolle Sache, leider dauert es ewig bis ein Standard wirklich ein komplett Standard ist und dann interpretieren alle Browser ihre eigene W3C. Das ist also kein Grund gegen Flash.

    Flash ist eine feine Sache um multimediale Inhalte darzustellen und es geht ja noch weiter. Schaut man sich die anderen Produkte wie Shockwave an, so ist man überrascht was alles möglich ist. Siehe www.rasterwerks.com

    Außerdem sollte man etwas über die Tellerkannte schauen und einfach mal testen was kann das Flash eigentlich alles. Ok, Animationen oder Filmchen wieder geben. Aber man kann z.B. auch online damit zeichnen und malen. Inhalte können in Verbindung mit Flash sehr gut geschützt werden. Zum Beispiel Bilder vor download schützen. Chat-Systeme in Flash sind wesentlich komfortabler und auch nicht so Prozessorlasstig im Gegensatz zu anderen Techniken, wie Java.

    Also, ich denke ohne Flash wäre das Netz nur halb so schön und der Spassfaktor würde wohl komplett auf der Strecke bleiben.

  • Hi boys!94ce31320126fb76705d97f2f3ac3f99

  • Hi, my sites:94d6f1ad57ac0915cf5a93aac6be0ab1

  • Ach für mich war Flash niemals weg, es ist nur etwas aus dem Blickwinkel verschwunden.
    Bin schon gespannt ob es die einstige Wichtigkeit für viele Webmaster wiedererwerben kann oder ob es nur das letzte Aufflackern des Lichtes einer erlöschenden Kerze ist.

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