Technikwürze

Wer suchet, der findet!

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Transkript der Folge

  1. Marcel

    Herzlich willkommen zur Technikwürze 167. Neben mir sitzt David Marzewski.

  2. David

    Hallihallo.

  3. Marcel

    Und mein Name ist Marcel Böttcher. Hallo.

  4. Einspieler

    Herzlich willkommen zu Technikwürze, eurem Design- und Webstandards-Podcast.

  5. Marcel

    Vier Wochen haben wir gebraucht, um uns mal wieder zusammenzufinden. Schuld ist David, ganz klar. Ich bin da komplett raus.

  6. David

    Alle Schuld auf mich. Nein, ich hatte viel zu tun. Also wir hatten viel zu tun und, nach vier Wochen dachten wir, jetzt wird es doch endlich mal wieder Zeit, die Technikwürze anzuschmeißen. Und, in den letzten vier Wochen ist natürlich ganz, ganz viel passiert. Insbesondere ein ganz, ganz großer Krieg zweier großer Unternehmen.

  7. Marcel

    Genau. Dazu muss man allerdings sagen, weil sich das grad ein bisschen komisch angehört hat: Eigentlich haben wir schon vor drei Wochen gedacht, wir müssten mal wieder und haben's jetzt nach, vier Wochen dann halt auch endlich geschafft.

  8. David

    Hattest du schon gesagt, ich bin schuld?

  9. Marcel

    Ja, hatt ich. Ihr wisst ja, wo, wo dann das Ganze-

  10. David

    Genau, die Adresse steht auf der Webseite

  11. Marcel

    ... der ganze Trash landet. So. Apple versus Adobe ist der große Krieg, den du grad schon angesprochen hast und es geht um das geliebte Gehasste, je nachdem, auf welcher Seite man steht: Flash.

  12. David

    Genau. Ja, weil Apple sagt, Flash ist blöd und deswegen kommt aufs iPhone – das kennen wir ja schon länger – nur HTML5 und beim iPad, gibt's das auch. Also kein Flash, sondern nur HTML5.

  13. Marcel

    Adobe sagt hingegen: „Wir haben alle lieb, außer die, die sich so verhalten wie Apple.“ Aber dazu später. Ja, wodurch wurde denn dieser Krieg mal wieder losgetreten, der doch eigentlich seit der Einführung des iPhones dann jetzt schon ein-, zweimal durchgekaut wurde und langsam begraben sein müsste?

  14. David

    Ja, also anfing es so 'n bisschen, mit dem Erscheinen des iPad, wo alle gemerkt haben: „Hey, es läuft da nix mehr.“ Aber richtig los ging es dann, als, Adobe, als Apple nämlich in den Entwickler-Guidelines, also dem SDK für das iPhone zur Entwicklung von iPhone-Apps 'n kleinen Absatz eingefügt hat.

  15. Marcel

    Genau, quasi in den AGB, die man virtuell unterschreiben muss, wenn man sich das, SDK runterladen will für iPhone oder iPad, steht nämlich jetzt in Absatz 3.1 irgendwas, dass Apps, die in dem App Store eingereicht werden wollen, doch bitte auch mit dem Original iPhone SDK geschrieben und nicht von, ja, Fremd- oder Drittanbieter-SDKs kommen sollen.

  16. David

    Genau, und ein Drittanbieter war nämlich Adobe. Die haben nämlich gerade rausgebracht ihre Creative Suite 5 und da ein Bestandteil war es nämlich, dass man die iPhone-Apps entwickeln konnte mit Flash, was dann,, umgewandelt wurde zu Cocoa, der Programmiersprache für das iPhone, was dann den Weg in den App Store geschafft hätte. Aber dem hat, wie gesagt, Apple einen Riegel vorgeschoben.

  17. Marcel

    Zu dem wird's jetzt nämlich nicht mehr kommen, so wie der gute Steve hat verlauten lassen und, da hat er dann gleich noch mal was nachgeschoben, was so 'n bisschen Würze in die Diskussion brachte. Nämlich so sechs Punkte, warum denn Flash eigentlich so komplett doof ist. Und, also vor allem auf dem iPhone und dem iPad und dem ganzen Krams. Da fing er an mit Flash sei kein offener Standard.

    Vorweg gesagt, der Adobe-CEO, namentlich mir grad entfallen, hat in einem Wall Street Journal-Interview das, da-dazu dann mal Stellung genommen, mehr oder weniger. Ja, lass uns mal ganz kurz die Punkte beleuchten. Punkt eins, wie gesagt, Flash sei kein offener Standard.

  18. David

    Dem können wir zustimmen, weil es ist de facto kein Standard. Ich mein, Adobe, sagt zwar, es ist ein Standard, weil sie mal irgendwie so 'n, so 'n, das 'n bisschen dokumentiert haben, aber schlussendlich ist das, was Steve, sagt und damit hat er recht, ist, dass nur Adobe, be, wirklich entscheiden kann, wie Flash weiterentwickelt wird und in welche Richtung es geht und deswegen ist es kein, ist es 'ne proprietäre Plattform, an, die halt nicht offen ist.

  19. Marcel

    Ja, also die Defi, die Definition eines offenen Standards ist auf jeden Fall nicht das, was, Flash ist. Man muss allerdings auch zur Gegenseite sagen, lieber Herr Steve Jobs, dass das so hochgelobte, H264, Video-Codec auch kein offener Standard ist, sondern ebenfalls, zwar bis zum Jahr 2016, wie vor einigen Sendungen berichtet, frei verfügbar und lizenzkostenfrei sein wird, allerdings auch kein echter freier Standard ist.

  20. David

    Das sagt zwar Steve Jobs auch, aber so eher in 'nen Nebensatz quasi, ja.

  21. Marcel

    Punkt Nummer zwei geht, auch in Richtung H264. Die, die Überschrift dessen wäre dann nämlich, dass auch, ohne Flash man das komplette echte Internet enthal, erhalte. Denn, also jedenfalls auf dem iPhone, denn-

  22. David

    Ja, also im Vorfeld hatte Adobe be-behauptet, also bevor der Steve-Jobs-Brief rauskam quasi, dass das richtig echte Internet nämlich nur das ist, was auch Flash enthält. Und dem hat,, Steve Jobs nämlich, widersprochen, indem er sagt, das Video sei meistens derzeit auch im Flash-Container aus H264.

  23. Marcel

    Na ja, und außerdem, die ganzen Flashgames, die es da ja gebe, gebe es ja auch in 'nem App Store, wo wir jetzt irgendwie über 50.000 Spiele haben. Damit hat, der Steve natürlich auch nur so, so halb recht, denn natürlich gibt es irgendwie Spiele, im App Store und auch kostenlose und die sind auch alle ganz toll, aber natürlich ist es nicht genau das Gleiche, was man so auch in, mit Flash im Web bekommen würde.

  24. David

    Es ist 'ne Alternative, ja, genau. Aber es ist nicht ein Ersatz für Flash an dieser Stelle.

  25. Marcel

    Die schlechte Lesbarkeit der Information, die Probleme mit Sicherheit und Performance, das, wird in Punkt drei da so 'n bisschen, hochgehalten, denn, Adobe sagt, sie haben schon ganz –, Quatsch. Apple sagt, sie haben bei Adobe schon ganz oft nachgefragt, ob sie denn nicht mal vorbeikommen wollen auf 'nen Kaffee, 'n Mobiltelefon mitbringen, auf dem Flash so richtig performant läuft und wo das so richtig Spaß macht und irgendwie hätte Adobe noch nicht geklingelt.

  26. David

    Also das ist so eins der größten Streitthemen überhaupt in dieser ganzen Problematik Flash gegen HTML5. Und es bilden sich grundsätzlich immer zwei Lager. Einerseits, so scheint es, die Apple Mac User, die sagen, Flash ist blöd und langsam und bela, belastet den Rechner.

    Und dann die andere Fraktion, die, auch auf Open Source setzt, zum, das Android-Handy zum Beispiel, wo jetzt Flash drauf gesichtet wurde, was sagt: „Hey, ist doch überhaupt kein Problem, es läuft schnell." Also das Problem, dass Flash langsam ist, können, glaube ich, nur die verstehen, die 'n Mac benutzen, weil unterm PC ist alles wumpe. Wenn man da irgendwie, wenn eine Webseite aufmacht und da läuft Flash, ist alles richtig super flüssig.

    Beim Mac hingegen ist es 'ne reine Katastrophe und da muss ich dem Steve Jobs recht geben. In den letzten Jahren hat es Adobe einfach nicht geschafft, ihre Software so dahingehend weiterzuentwickeln, dass sie eben performant oder dass sie performant läuft und wenig Speicher verbraucht.

    Und das ist auch einer der Gründe, die Steve Jobs anspricht, dass, so hört man's in der dritten Zeile hinaus oder zwischen den Zeilen, dass er Adobe nicht zutraut, dass die in Zukunft ihre Produkte so entwickeln können, dass sie performant laufen. Und darauf schließt er, dass sie das dann, wenn es eine Flash-Version fürs iPhone gäbe, das dann dort auch nicht schaffen. Genauso wenig wie beim Mac sie das auch nicht geschafft haben.

  27. Marcel

    Also grundsätzlich muss ich sagen, dass ich Flash eigentlich ganz toll finde und, da auch 'ne Daseinsberechtigung über das Abspielen von Videos und Werbung hinaus sehe. Aaaber wie wir schon oft halt bemängelt haben, wie gesagt, das mit der Performance gut unter Mac ist das, ist das die eine Seite, aber, hier jetzt besonders im, im Mobilmarkt.

    Ich erinnere da beispielsweise an, das von, und das möchte ich noch mal betonen, von Adobe selbst, produzierte Video, in dem sie auf dem, HTC Hero, Flash zeigen, wie toll das doch alles läuft und wie wenig das dann doch im Endeffekt wirklich überzeugt hat. Also in dem Punkt, dass Performance, bezüglich Flash auf mobil, mobilen Geräten, Mobiltelefon 'n absolutes, No-Go ist. Da muss ich dem Steve dann wirklich, ja doch, doch schon zustimmen.

    Und das spielt auch so 'n bisschen in den vierten Punkt mit, mit ein, wo er sagt, dass, Flash die Akkulaufzeit so enorm belastet und verkürzt, dass das ebenfalls 'n No-Go wäre. Und ja, das spricht dann wohl eindeutig dafür, dass bei Flash noch 'n bisschen viel gerechnet werden muss.

  28. David

    Genau, also das ist ja auch einer der Punkte, die bei Apple ganz, ganz stark, quasi bemängelt werden, dass, sie so Restriktionen setzen, um die Batterielaufzeit, eben zu erhöhen, indem sie kein Multitasking zulassen, kein echtes und papi papo. Und einer dieser Punkte jetzt ist offensichtlich rausgekommen, dass eben, Flash eines der Faktoren ist, wo Apple gesagt hat: „Nein, wollen wir nicht, weil uns ist die Batterielaufzeit wichtiger, als dass ihr 'n vollständiges Web habt."

  29. Marcel

    Punkt fünf ist 'n Punkt, der meiner Meinung nach einer der, der wichtigsten ist. Da geht's nämlich um die Usability und hier ist ja das iPhone relativ weit vorne, auch was das Surfen angeht, was daran liegt, dass Adobe, Quatsch, dass Apple mit ihrem Mobile Safari, mit, mit HTML natürlich 'ne ganze Menge anfangen können und beispielsweise Spaltenbreiten und so weiter problemlos halt ermitteln, sodass man per Double Tab, vernünftig ranzoomen kann.

    Dementsprechend kann man das, das Format HTML sehr gut touchfähig, ja, aufbereiten, was, was so Internetseiten angeht. Das ist bei Flash natürlich 'n bisschen schwierig, weil Flash ehrlich gesagt halt schon eher dafür konzipiert ist und war, dass man so 'ne Maus in der Hand hat, dass man viele, sehr oft so 'n Hover-Status hat-

  30. David

    Genau, mhm.

  31. Marcel

    ... dass, irgendwas erst erscheint, wenn man da, da drüber geht. Und das ist natürlich, bei 'nem Touchgerät wieder was komplett anderes. Das heißt, viele Inhalte wären sowieso gar nicht so, so verfügbar und so, zugänglich wie auf dem Desktop.

  32. David

    Genau, das Problem ist nämlich grundsätzlich, dass bei den meisten Flash-Apps oder Programmen oder was auch immer spielen derzeit, die jetzt draußen sind, die sind eben noch nicht für Touch optimiert. Und das muss der Programmierer, das muss der Entwickler wirklich machen, weil im Standard ist Flash einfach nur 'n Container. Das ist eine Fläche, die angeklickt werden kann.

    Und wenn man da, gewährleisten möchte, dass man mit dem Finger drauf tippen kann und 'n Touch ausführen kann, dann muss das vom Entwickler eben berücksichtigt werden. Und die meisten Sachen, sind wir doch mal ganz ehrlich, die sind eben noch nicht dafür optimiert. Es gibt schon 'n paar Webseiten und jetzt gerade letzte Woche ist 'n Video rausgekommen oder diese Woche, wo Flash erstmalig auf 'nem Android-Handy läuft. Auch, recht performant, so wie's scheint. Nur da hat man's dann auch gesehen.

    Also das sind schon Flash-Webseiten, die mit Touch optimiert sind, aber die dennoch 'n bisschen ruckeln. Aber insgesamt ist es 'n schwieriges Thema, ja.

  33. Marcel

    Last but not least, ein Third Party SDK, wie es Flash logischerweise wäre, spuckt niemals die gleiche Qualität aus oder kann niemals die gleiche Qualität ausspucken, die, ein Native SDK einfach hervorbringt. Und damit würd ich sagen, Steve, da hast du leider Gottes doch ziemlich recht.

  34. David

    Ja, das ist auch 'ne Passage, die hab ich als angehender iPhone-Entwickler natürlich auch mal aufmerksam durchgelesen und, ich kann mich schon reindenken und kann Steve Jobs verstehen. Er sagt nämlich, oder so hat er das argumentiert, dass die dem iPhone-Endbenutzer die bestmögliche Funktionalitätsumfang für das iPhone immer gewährleisten wollen oder für das iPad. Und das erreichen sie nur, wenn sie Entwickler haben, die die neueste Technik nutzen.

    Und sollte jetzt Adobe,, Apple 'n neues Feature rausbringen, was man als Entwickler ansteuern und benutzen kann, dann ist man dafür nur in der Lage, wenn man jetzt quasi das, SDK von Apple nimmt, weil Apple ist da relativ schnell, was den Release von neuen Versionen anbetrifft.

    Und, sollte jetzt eine Drittsoftware da rangehen, die die Erstellung von Inhalten ermöglicht, so müsste diese Drittsoftware nach einem Release von Apples neuen Funktionen auch erst mal geupdatet werden, damit die Entwickler und dann schlussendlich die Benutzer, das auch nutzen können. Weil, nach-nachdem das quasi entwickelt wurde und Adobe die neue Version rausgebracht hat, muss, müssen auch die Entwickler das updaten.

    Und das Problem ist ganz einfach, dass Adobe bisher in der Vergangenheit, gerade was die Apple, die Adobe, die Doch die Apple-Seite der Software betrifft, also was den Flash Player betrifft, da haben sie eben nicht schnell entwickelt und deswegen befürchtet Steve Jobs eben, dass es denn sofern Apple neue Features rausbringt, das in der Adobe Software nicht auftauchen wird beziehungsweise erst sehr spät.

  35. Marcel

    Noch viel schlimmer als die, als die, als die Geschichte mit den, mit den Features, die dann gegebenenfalls den Entwicklern erst und somit dann auch irgendwie in den Endversionen dem Endnutzer später zur Verfügung steht. Das könnte man noch einigermaßen verkraften, wenn man eher so 'ne Basic App bauen möchte, die jetzt nicht viel mit, irgendwelchen abgefahrenen, weiß ich nicht, Benachrichtigungen und, anderen lustigen APIs arbeitet.

    Viel schlimmer ist aber das, was der Benutzer dann letztendlich, der das Ding dann unwissend im App Store halt, kauft oder meinetwegen auch gratis bezieht, was er dann zu bedienen hat. Weil es hat sich einfach in der Vergangenheit gezeigt, also ich hab jedenfalls noch kein, Cross-Plattform-kompatibles Entwicklungs-, ja, 'ne, 'ne Entwicklungssuite gesehen, die zum Schluss was ausspuckt, was auch nur annähernd an eine, an eine native, Entwicklung halt herankommt.

    Also man, man sieht einer, bleiben wir meinetwegen beim, beim Desktop, müssen wir gar nicht in den Mobilbereich gehen. Man sieht einer, einer Applikation, die ich auf dem Mac benutze, die nicht, für den Mac erstellt wurde, sondern halt mit 'nem, Cross-Plattform SDK einfach total an, dass sie, ja halt unter Linux und Windows und Co. genauso aussieht wie hier und nicht an das, Betriebssystem angepasst wurde.

  36. David

    Genau, ganz kurz dazu ist zu sagen, dass beim Mac grundsätzlich der Tenor vorherrscht bei den Entwicklern, was von Apple natürlich forciert ist, dass die Software immer gleich aussieht und dass der Benutzer immer weiß: „Hey, das ist jetzt meine Mac Software, die kann ich bedienen." Und Apple hat natürlich 'n Auge darauf, dass die Software und deswegen haben sie 'n umfangreichen Guide, wie man jetzt, Apps für den App Store entwickelt, dass die auch immer den, den gleichen, Umfang haben und, und gleich aussehen.

    Ja, also dass Du immer die gleichen Knöpfe hast und, immer die gleiche Mechanik, wenn Du drauf tippst. Und das möchte natürlich, Apple forcieren. Und wenn wir jetzt so 'ne Cross-Plattform-Geschichte uns anschauen, dann ist es natürlich eine Lösung für alle, die natürlich einen Style hat und das kann auf dem Android nicht genauso gut aussehen wie auf 'm iPhone. Beziehungsweise würde denn die iPhone App, aussehen wie 'ne Android App und, das wäre nicht konform mit den anderen iPhone Apps.

  37. Marcel

    Ja, da hat der gute Steve Jobs den Jungs von Adobe doch schon ziemlich vor den Karren gepisst. Die wehr-wehren sich allerdings auch so 'n bisschen.

  38. David

    Ziemlich stark jetzt, ja.

  39. Marcel

    Inzwischen ziemlich stark. Zum einen gab's halt, wie gesagt, dieses Wall Street Journal Interview, mit dem CEO von, von Adobe, wo, der interviewführende Reporter auch sich mal so die zwei, drei Seiten, die der Steve da mit diesen sechs Punkten gefüllt hat, vor sich liegen hatte und, darauf eingegangen ist. Die haben das Ganze mal so 'n bisschen auseinandergenommen.

    Ich muss sagen, ich war nicht so wirklich jetzt überzeugt von der, von der, von dem Konter von, von Adobe, aber das sollte man sich auf jeden Fall mal, mal anschauen.

    Adobe geht jetzt inzwischen den Weg, dass sie ja eigentlich die Guten sind, die ganzen, die ganze Welt umarmen und, alle Menschen lieben, außer halt die einen, nämlich die, die dem Nutzer nicht die Freiheit geben zu wählen, oder, oder die Wahlfreiheit lassen, was sie denn nutzen möchten, wie sie irgendwas erstellen, entwickeln oder, ja, wie sie so das Web erleben wollen. Das ist jetzt die aktuelle Kampagne von Adobe.

  40. David

    Genau, die haben die Kampagne gerade gestartet mit riesengroßen Lettern. In amerikanischen Zeitungen war es sogar so, dass sie als Erstes oben drüber geschrieben haben, „We love Apple" und dann kam, wir lieben HTML5, wir lieben insbesondere Flash, wir lieben offene Standards, wir lieben das, das, das, das, das. Aber wie Du eben sagtest, wir mögen nicht die, die in irgendeiner Weise beschränken wollen, wie ihr Sachen entwickelt, oder womit ihr die tut.

  41. Marcel

    Bin mal gespannt. Ich glaub nicht, dass es den Jungs so wirklich was hilft. Also sie haben ja in vielen Punkten recht, keine Frage. Und wie gesagt, Flash hat ja auch seine Daseinsberechtigung.

    Sollte sich aber an, anstelle, also meiner Meinung nach sollte, sollte sich Adobe, anstelle, dass sie sich jetzt hinstellen und sagen: „Wir, wir sind die Guten, wir sind die Hippies und haben die ganze Welt lieb", sich mal lieber hinsetzen und schauen, dass sie auf den, ja zuvor erwähnten Plattformen mal für 'n bisschen Performance sorgen und, ja, einfach das Ganze benutzbar machen.

  42. David

    Also ich glaub, dass eins, eine, ein Fakt ist, quasi zusammen, zu stellen. Also Apple schränkt definitiv die Möglichkeiten ein, die Entwickler haben. Ich als iPhone-Entwickler muss sagen, dass ich sie in Teilen für sinnvoll erachte, indem man einfach sagt: Ja, wir versuchen, die Plattform zu reduzieren auf das, Minimum sozusagen, damit alle damit klarkommen und damit es da keine, Möglichkeiten gibt, dass man das irgendwie nicht verstehen könnte. Das kann ich alles nachvollziehen.

    Und solange das eben so bleibt, ob das jetzt insgesamt berechtigt ist oder nicht, wird es wahrscheinlich weitergehen und wir werden beobachten, wie sich Apple verhält oder auch Adobe verhält und was die Entwickler und die Community dazu sagen werden.

  43. Marcel

    Und da wir ja wissen, dass, unsere Meinung nicht, die aller ist, freuen wir uns, glaub ich, schon sehr auf die anregende Diskussion in unseren Kommentaren zu diesem-

  44. David

    Bitte ja

  45. Marcel

    ... doch etwas, schwierigen Thema. Kommen wir zu 'nem anderen großen Player, der in letzter Zeit viel Aufsehen erregte, vor allem aus Datenschutzgründen, aber auch wegen neuen Entwicklungen.

    Facebook hat auf der F8-Konferenz, der, das ist so die, die Facebook-interne, Entwicklerkonferenz, die, ich glaub, einmal im Jahr stattfindet, ja drei Neuerungen angekündigt und, damit auch so 'n bisschen Öl ins Feuer gegossen, denn das sind wieder, wie hätte man es anders erwarten können, Neuerungen, die das Thema Datenschutz und, Rechte der Nutzer so 'n bisschen tangiert.

  46. David

    Richtig heftig sogar, mhm.

  47. Marcel

    Ich fass mal kurz zusammen. Es gibt drei Neuerungen, wie gesagt. Das eine nennt sich Social Plugins. Dürfte das sein, was den meisten inzwischen am bekanntesten vorkommt. Das sind nämlich die ganzen Like Buttons, die man jetzt auf, allen möglichen Webseiten sieht. Da gibt es aber noch, viel mehr. Also das sind grundsätzlich diese Social Plugins sind halt kleine Widgets, die sich ein Seitenbetreiber relativ, mit relativ wenig Aufwand, in der Regel sind das iFrames-... einbinden kann.

    Und Ja, dann direkt mal relativ ordentliche Features bekommt. Nämlich viel, nein, nicht viel Zugriff, aber 'ne sehr, sehr enge Einbindung des, Facebook-Nutzers. So kann man halt, wie gesagt, diesen Like Button zum Beispiel als, iFrame auf die Seite setzen. Zu dem kommen wir gleich noch. Da ist nämlich so die ein oder andere Sicherheitsproblematik mit. Aber halt auch so was wie eine Kommentarfunktion oder, Empfehlungen und so weiter.

    Und, dadurch, dass der Nutzer ja in der Regel eingeloggt bleibt, auch aufgrund dessen, dass Facebook es in letzter Zeit deutlich erschwert hat, sich, komplett abzumelden, ja, ist der Nutzer auch schon auf der, auf der eigenen Seite mehr oder weniger in Facebook weiterhin eingeloggt und, sieht schon sein Profil, sein Bildchen, fühlt sich schon so 'n bisschen zu Hause und kann direkt, auf der Seite agieren.

    Wie gesagt, der Like Button hat so 'ne kleine Problematik, denn, grundsätzlich ist einfach in dem iFrame, bei der URL mit an, auch mit angegeben, welche Seite geliked werden soll. Das heißt allerdings auch, dass wenn ich auf einer Seite bin von jemandem, der, ein wenig Unfug betreiben, möchte, dann kann der da halt auch hinsetzen, was der hinsetzen möchte.

  48. David

    Genau, definitiv.

  49. Marcel

    Das heißt, ich hab erst mal das Gefühl, ich würde jetzt, weiß ich nicht, irgendwas Lustiges, 'ne tolle Kinderseite oder so was mögen. Eigentlich, like ich damit aber die Seite der NPD beispielsweise. Und, wenn ich nicht kontrolliere, was dann auf dem, auf meinem Facebook-Profil, gelandet ist, dann steht da für alle sichtbar, Max Mustermann mag, was auch immer dann der Titel der NPD-Seite ist.

  50. David

    Das ist natürlich sehr gefährlich. Auf der Facebook-Seite macht es Sinn, wenn ich gerade irgendwas lese und ich bin wirklich nicht, auf irgendeiner privaten Seite, sondern auf Facebook und ich sage: „Das mag ich“, dann wird das auch genau so gekennzeichnet. Das, was du sagst, wenn man es auf 'ne externe Seite einbindet, dann kann ich natürlich nicht vorher – ich könnte schon, aber es macht natürlich keiner – in den Quelltext schauen und gucken, was ist wirklich das Ziel.

    Also das Feedback derzeit, wenn man diesen Like Button einbindet, ist, er ist da, es klickt da drauf und dann, wird 'n AX-Request gemacht, und da wird dann von, Facebook die Rückmeldung gemacht: „Okay, wir haben das gespeichert, alles klar.“ Und das wird dir auch angezeigt mit der Anzahl derjenigen, die das auch mögen.

    Nur das Problem ist eben, dass du nicht wirklich konzentrieren ka, kontrollieren kannst: Ist das die Seite, die ich jetzt wirklich mochte, like, oder ist es was ganz anderes, was der Entwickler da reingetragen hat?

  51. Marcel

    Das Problem ist viel eher, dass, du das halt schon kontrollieren kannst. Der, aber neunundneunzig Komma fünf Prozent der normalen, Facebook-Nutzer, die, halt einfach nur ganz normale Menschen sind und relativ wenig von irgendwas verstehen und wenn du denen so 'n Quelltext vor die Nase hältst, dann rennen die schreiend weg oder so.

    Die können halt, haben halt absolut gar keine Möglichkeit, vor dem Klick zu kontrollieren, was sie jetzt wirklich liken und müssen wirklich darauf vertrauen, dass es halt die aktuelle Seite ist. Ja, bringt natürlich, wie gesagt, einige Sicherheits, Schwierigkeiten mit sich. Als, dieses Widget rauskam, war, die besagte Seite der NPD halt auch genau ein Negativbeispiel, mit dem so 'n bisschen gezeigt wurde: Hey, das ist irgendwie ziemlich unsicher, was da Facebook gemacht hat.

    Auf der anderen Seite bringt es natürlich die besagte andere Seite der Medaille viele Vorteile mit sich, weil durch dieses iFrame, s-sich der Webseitenbetreiber erst mal um nicht viel kümmern muss, beispielsweise bei den Kommentaren und so weiter. Mmm, hat halt sein, sein Gutes und, sein Schlechtes.

  52. David

    Insbesondere für Facebook sein Gutes.

  53. Marcel

    Ja, also für Facebook hat es nur sein Gutes zum größten Teil. So das ist das eine Social Plugins. Das nächste nennt sich Open Graph Protocol und, erlaubt, auf, erlaubt verstärkt, auf Funktionen von Facebook zuzugreifen auf der eigenen Seite. Als Beispiel, was in der, Konferenz und auch, auf der Entwicklerseite hochgehalten wird, wird die IMDb, also die Internet Movie Database, imdb.com, hochgehalten.

    Wenn man da auf einen, Like Button neben einem Film klickt, dann wird nicht nur, auf Facebook einfach ein, ein, ein Like-Objekt in das Profil gesetzt mit „Ich mag irgendwie die IMDb“, sondern es wird der Film, den man liked, direkt in das Facebook-Profil als echter Film eingetragen und nicht nur als Link.

  54. David

    Genau, das, was du sagst, ist nämlich genau das Thema. Also echte Objekte, also keine Webseiten, sondern echte Objekte, zum Beispiel ein Film, ein Musical, eine CD oder was auch immer, ein Buch. Das sind echte Objekte, die man quasi auch faktisch anfassen kann. Wenn man die herausarbeitet in Metatext oder was auch immer und, in Facebook, sein Facebook da integriert, dann kann genau das bewertet werden über diese Schnittstelle, die, s-, Facebook zur Verfügung stellt.

  55. Marcel

    Ja, alles Mögliche, was halt so in Facebook wirklich existiert. Filme zum Beispiel, gibt es ja wirklich dann im, im Profil, wenn ich das richtig verstanden hab. Punkt Nummer drei ist dann die Graph, API, die, über Jason, also auch ein sehr bekanntes Format, Zugriff auf so einige Dinge halt ermöglicht. Also eigentlich auf fast alles, wenn nicht alles.

  56. David

    Also das kleinste Beispiel, was ich ziemlich heavy finde eigentlich, ist, man braucht nur in der URL-Zeile 'n bisschen was eingeben. Den, den Code, spar ich euch jetzt. Also ihr könntet binnen Sekunden meine quasi gröbsten Details von Facebook von meinem Facebook-Profil auslesen. Dazu müsst ihr nur 'ne Zeile in, in, ja, in, in den Browser eintippen und schon habt ihr sie.

    Das heißt, jeder kann wirklich die Basisinformationen, die auf einem Profil draufstehen, von einem User oder von einem Objekt oder von einer Seite in seine Seite einbinden. Das heißt, ihr habt nicht wirklich Kontrolle darüber, weil kein API-Zugriff oder Key erforderlich ist für diese Information, um sie nutzen zu können. Jeder Website-Betreiber kann die Information auf seiner Webdate-Seite darstellen, zum Beispiel auch die NPD.

    Und ihr könnt euch nicht darüber wehren, weil ihr gar nicht wisst, wo eure Informationen quasi gelangen oder hingelangen.

  57. Marcel

    Na, ich weiß gar nicht, wie das mit den, mit der, mit der Sicherheit halt ist, ob man diesen, diesen API-Zugriff überhaupt sperren kann. Es gibt ja durch ich, dazu ich, ich werd das auch noch mal raus versuchen, noch mal zu finden, was ja seit man nicht mehr alles per RSS, sondern vieles halt auch über Twitter sich, zukommen lässt, immer schwieriger wird.

    Eine Grafik, die zeigt, wie viele Einstellungsmöglichkeiten in den Privacy, Einstellungen in Facebook es wirklich gibt und ich glaub, das waren 170 oder so was. Also eine unglaubliche Anzahl an, Einstellungsmöglichkeiten, die wahrscheinlich den normalen Nutzer auch erst mal komplett überfordern.

    Und das ist so viel Aufwand, dass die meisten, das glaube ich nicht betreiben werden, weil der normale Nutzer einfach wie jeder Mensch halt erst mal faul ist und keinen Bock hat, sich mit Dingen zu beschäftigen, die jetzt erst mal keinen direkt spürbaren Mehrwert bieten, außer man hat halt, Bedenken bezüglich der Sicherheitseinstellung. Zusammengefasst: Es bringt 'ne ganze Menge für Facebook, 'ne ganze, ganze Menge.

    Es bringt, also sie sind mal ebend, weil ich glaub, der Druck auf, Seitenbetreiber, Facebook jetzt auch weiter zu integrieren, wo's alle machen, wo's cool ist, wo jetzt auch immer mehr Leute auf Facebook halt rumhängen, wird schon relativ ordentlich sein.

    Dementsprechend ist Facebook mal wahrscheinlich in relativ kurzer Zeit überall mehr oder weniger präsent, wird gegebenenfalls auch so die typischen, Faf-Bars, wo man so, diese ganzen Bookmarking Bars 'n Stück weit mit, mit verdrängen, einfach weil Facebook hier viel mehr kann und viel prominenter und viel bekannter ist. Ja, es wird sicherlich auch einiges für Webseitenbetreiber bringen.

    Man kann, viele Facebook Features nun deutlich, deutlich einfacher integrieren, hat eine relativ große Nutzerbasis, auf die man, sehr problemlos zugreifen kann. Aber für den letztendlichen Nutzer bietet es halt natürlich auch, ein ziemlich großes Sicherheitsrisiko.

  58. David

    Ja, nicht nur das, aber was viele auch befürchtet haben, ist ganz einfach durch diese Integration, dass sich Facebook jetzt quasi in Anführungszeichen so weit öffnet und die Integration von Tools auf der eigenen Webseite zulässt, ist ganz einfach, dass sie ein, ein, eine Marktmacht werden sozusagen, ja.

    Dass immer kleinere Social Networks immer weniger Chance haben, auch mit abgebildet zu werden beziehungsweise dass es denn irgendwann nur noch Facebook gibt und eben das dann irgendwann zum Problem sein kann.

  59. Marcel

    Ja, vielen Dank für diese grandiose, für diesen grandiosen Übergang. Das nächste Thema spielt nämlich genau da, dahin. Die steigende Marktmacht von Facebook, das Problem einer großen zentralen Plattform, die die ganze Welt beherrscht. Das Problem des bösen Google, des bösen Facebook. Und da gibt es jetzt so vier New Yorker IT-Studenten und das ist jetzt auch mal wieder nach unserem langen Rückblick ein deutlich aktuelleres Thema, im Moment sogar minutenaktuell.

    Vier New Yorker IT-Studenten, die sich zusammengerauft haben und gesagt haben, wir müssten doch eigentlich mal 'nen vernünftiges, dezentrales Social Network schaffen oder beziehungsweise eine, eine Plattform oder eine, ich weiß nicht, was ist das für ein Ding? Ein, ein Standard, irgendwie so was, mit dem es möglich ist, ein Netzwerk dezentral aufzubauen.

    Das heißt, dass die Profile nicht einem meistens kommerziell, ausgelegten Betreiber eines Social Networks gehören, sondern dem Nutzer selbst und er selbst entscheiden kann, wem er welche Macht geben möchte und, das halt vernünftig auch steuern kann. Und, dieser Herausforderung, besonders dieser Herausforderung, aus, aus diesem rein technischen Ansatz etwas Benutzbares zu machen, haben sich diese vier New Yorker IT-Studenten jetzt angenommen.

    Diaspora heißt das Projekt dahinter und, boomt im Moment vor allem-... vor allem finanziell unglaublich. Die haben nämlich vor 'n paar Tagen gesagt: „Jungs, wir würden jetzt ganz gern noch die letzten drei Monate schön intensiv da dran arbeiten. Damit wir das tun können, brauchen wir mal, 10.000 Dollar, um, unser Studentenleben, so fortzuführen und, zwölf Stunden am Tag an dem Projekt zu arbeiten. Bitte spendet doch mal." Und ich drück mal kurz auf Aktualisieren.

    Das Ganze geht jetzt noch 18 Tage.

  60. David

    Und minutengenau schnell die Zahl in die Höhe.

  61. Marcel

    Und man kann eigentlich, zwischen jedem Kaffee holen oder nach jedem Kaffee holen mal auf Refresh drücken und sieht wieder 'n paar 100 Dollar mehr. Wir sind jetzt bei, also das Ziel war wie gesagt 10.000 Dollar. Inzwischen haben 3.700 zur Minute 3.727, Menschen das Projekt unterstützt und 136.463 Dollar zusammengetragen. So damit man mal so 'n Gefühl dafür bekommt. Als ich vor 'ner Stunde oder eineinhalb bis zwei, die, das Ganze niedergeschrieben habe, waren's noch 132.000 und 'n Keks.

    Also dementsprechend wirklich, minütlich, b-bis ihr das hört, haben wir wahrscheinlich die Million durchbrochen.

  62. David

    Es geht auf jeden Fall rasend schnell und es ist wirklich, es ist das Boom-Thema Nummer eins im Moment.

  63. Marcel

    Im Moment geht das halt relativ gut ab. Im September diesen Jahres soll das Ganze so weit sein, dass, ja, dass der Öffentlichkeit vorgetragen werden kann. Es werden jetzt schon so langsam Vergleiche gezogen zu dem Anfang von Facebook. Damals gab es auch den ganz kleinen Mark Zuckerberg, der, ja, gegen das große MySpace anstinken wollte und das, wie man heute weiß, sehr gut geschafft hat, weil was war eigentlich MySpace?

    Ja und die Jungs hoffen jetzt, dass, man bald fragt: „Kennt ihr noch Facebook damals, als wir noch zentrale Social Networks haben, gehabt haben?", ja, sehr interessant. Wie gesagt, im September 2010 soll's das Ganze dann auch einigermaßen final geben. Es soll schon laufende Versionen geben. Man erfährt ehrlich gesagt noch nicht so viel. Ich würd's auch lustig finden, wenn die Jungs in 'n paar Monaten sagen: „Hey, danke für die Kohle.

    Wir wussten gar nicht, wie wir unser Studium zu Ende finanzieren sollen." Aber nein, das wollen wir denen natürlich jetzt mal nicht vorwerfen. Ich glaub, dass da schon was relativ Vernünftiges hinter steht. Vor allem, weil sie halt von Anfang an sehr propagiert haben oder sehr, sehr klar herausgestellt haben, dass sie sich der Herausforderung bewusst sind, - Dass das Ganze, damit das auch wirklich funktioniert, halt auch von dem ganz normalen Nutzer irgendwie, gehändelt werden kann, müssen kann.

    So irgendwie.

  64. David

    Genau, hängt ja natürlich von dem Webseitenbetreiber ab, die eventuelle Tools dann in die Webseite einbinden, um Gegenpart zu Facebook zu schaffen. Aber grundsätzlich sehr löbliches Thema. Ich kann das nur unterstützen, aber wir müssen das beobachten und ich denke, dadurch, dass es jetzt grade so 'n gehyptes Thema ist, ist die Aufmerksamkeit da und wir werden in den nächsten Wochen und Monaten das Ding genau beobachten und einfach mal schauen, was die Jungs da so auf die Beine stellen.

    Also ich bin guter Dinge und grade mit dem Geld, was da zusammenkommt und minütig wirklich um 'n paar hundert Dollar steigt, das ist schon krass.

  65. Marcel

    Und hey, sie haben sich nicht gerade den schlechtesten Zeitpunkt ausgesucht, um damit jetzt an die Öf-Öffentlichkeit zu gehen, denn, im Moment bekommt ja Facebook sowieso aus allen Ecken wegen genau dieser Problematik halt, richtig, richtig Feuer gemacht. Und ich könnt mir vorstellen, dass, ja, gerade deswegen das Ganze noch mal 'n bisschen mehr boomt und, vielleicht sogar 'ne reelle Chance hat, da mal 'n bisschen, 'n bisschen was zu reißen. Schauen wir mal.

  66. David

    Ja, wir sind auf jeden Fall gespannt. Thema bei solchen, Geschichten sind natürlich, in erster Linie oder d-das Thema, wird angerissen auf Veranstaltungen und du Marcel hast einige davon besucht und, von zwei möchtest du berichten.

  67. Marcel

    Genau. Eine kürzlich, die Next dieses Jahres, in Berlin hat sie stattgefunden, von Sina Schrade ausgerichtet. Davor allerdings drei Tage Republica. Wann war 'n das? Anfang des Monats, glaub ich. Ist auf jeden Fall schon ein, zwei Wochen her. Ja, die Republica hat mir deutlich besser gefallen, um das vorwegzunehmen als die Next. Ich, es war bei beiden Veranstaltungen für mich, d-die, die erste aus dem Format.

    Die Republica fand jetzt, glaub ich, zum vierten Mal statt, die Next, ich glaub sogar schon zum fünften. Fangen wir mit, mit der Republica an. Es war 'ne, super Location. Friedrichstadtpalast, Quatsch Comedy Club, Kalkscheune. Ziemlich viel. Zweieinhalbtausend Leute waren da, und haben zum einen das Netz komplett, also das WLAN komplett, lahmgelegt, als auch, alle in, in der Umgebung stehenden T-Mobile Funkzellen. Man konnte, wenn man Glück hat, noch telefonieren.

    SMS ging noch, UMTS konnt man komplett vergessen. Manchmal hatte man 'n bisschen GPS, selten. Also dementsprechend drei Tage offline sein, außer man war dann weit weg im Hotel und hatte wieder 'nen eigenen Funkmast, der noch funktionierte. Von den Themen her hat's mir sehr, sehr gut gefallen. Es ging viel um, netzpolitische, netzgesellschaftliche Themen. Es gab insgesamt, ich glaub, 170 Vorträge, zigtausend Stunden, viel zu viel, was man alles gar nicht gleichzeitig aufsaugen konnte.

    Es war 'ne sehr entspannte Umgebung. Es waren coole Leute da. Ja, hat mir eigentlich rundum ziemlich gut gefallen und, ist dann mit, ich glaub, es waren 90 Euro ohne Early Bird oder Blogger oder sonst irgendwelchen Rabatt, für, für drei Tage echt gutes Programm mit coolen, international Eingeflogenen und dann meistens auch aufgrund der Arschwolke Dabegehaltenen, Speakern. Ja, 'n absolut fairer Preis.

    Von der Next war ich allerdings ehrlich gesagt wie viele andere auch dann doch 'n bisschen enttäuscht. Die soll in den letzten Jahren ganz cool gewesen sein. Schade. Der Einstieg war dann für mich 'n bisschen hart, denn ehrlich gesagt, Thema war, war Game Changers. Also, so die, die Jungs, die das, wie übersetzt man das am besten? Ich hoffe, es spricht für sich selbst.

    Ja, und ich muss sagen, die, die Vorträge waren mir 'n bisschen zu, zu belanglos, zu, zu theoretisch, zu-- Also ich hab jetzt nicht mit praktischen Tipps wirklich gerechnet, aber es war halt wenig Innovatives, Inspirierendes dabei. Was gut funktioniert hat, war, war das Networking, weil die Location super cool war. Es war 'ne, leergeräumte, riesengroße Lagerhalle, die, unglaublich hoch waren. Da drin sind hin und wieder mal irgendwie Tauben und Vögel durchgeflogen. War, war schon ganz cool.

    Das Catering war super, hat allerdings auch regulär über 900 Euro für zwei Tage gekostet. Da konnte man dann auch ganz gutes Catering erwarten. Die Party soll so, so, so lala gewesen sein. Da war ich jetzt nicht. Aber wie gesagt, so von den Vorträgen her hat's mich, hat's mich nicht so umgehauen. Es war ganz cool wegen dem Networking Effekt, auch da ganz interessante Menschen. Aber ja, muss ich mal sehen.

    Also ich glaub, ich werd, ich, ich würde der Next noch mal 'ne Chance geben, auch wenn jetzt der, der Anfang nicht grad so das war, was, was ich mir erhofft hab. Ich glaub allerdings, dass ich für, 900 Euro – die Jungs haben uns netterweise eingeladen –, dann doch 'n bisschen enttäuscht wäre.

  68. David

    Ja, schauen wir mal, was, noch so demnächst aufm Plan steht.

  69. Marcel

    Ja, weiter geht's mit dem UX Camp Europe in Berlin, ich glaub 28., 29. und direkt im Anschluss dann die Webinale, ebenfalls in Berlin. Das heißt jetzt mal zwei Wochen durchatmen und dann geht's wieder nach Berlin. Ich hab schon fast 'ne Zweitwohnung da.

  70. David

    Euch wollen wir natürlich nicht in die Woche entlassen, um noch 'n paar Linktipps mit euch auf den Weg zu geben. Da hab ich 'n bisschen was rausgesucht. Als Erstes möcht ich euch empfehlen, falls ihr Mac-Entwickler seid, ImageOptim. Das ist 'ne kleine UI, in der man Bilder per Drag and Drop reinzieht, um die dann für das Web zu optimieren. Grundsätzlich ist es ja so, dass ihr schon Photoshop oder anderen Tools schon relativ gut einstellen könnt, wie die Datei verkleinert werden soll.

    Aber es gab von Yahoo und anderen Diensten natürlich auch, Webportale oder Webseiten, wo ihr das Bild hochladen konntet und das wurde dann noch mal extra optimiert, indem den die ganzen Metainformationen rausgeschmissen wurde und indem noch mal, mal 'n paar Filter drübergesetzt wurde, um das noch, noch viel kleiner hinzubekommen, was insbesondere bei, ganz großen Bildern natürlich 'ne Rolle spielt. War bisher natürlich 'n bisschen umständlich.

    Auch ich hab, seitens, bei Google Code gab es, so Kommandozeilentools, die konnte man sich runterladen, was ich dann auch gemacht habe. Hab das inzwischen bei mir aufm Mac installiert gehabt und hab dann quasi über die Kommandozeile meine Bilder optimiert, bevor ich die hochgeladen habe ins Web, was 'n bisschen umständlich war.

    Und da gibt es jetzt 'ne Lösung, die heißt wie gesagt, ImageOptim Ist eine ganz hübsche UI, wie gesagt, wo ihr per Drag-and-Drop die Bilder reinschmeißt und die werden dann nach diesen verschiedenen Methoden, ich glaub, fünf, sechs Dienste sind dabei, einen, einen sechsten oder siebten kann man noch, zusätzlich aktivieren. Die werden quasi angesprochen, die Bilder werden optimiert und direkt übergebügelt, drüber gespeichert.

    Wenn ihr also, euer ursprüngliches Bild haben wollt und noch 'ne Kopie, die nur optimiert wird, dann legt vorher eine Sicherheitskopie an. Ansonsten ist das Tool wirklich sehr einfach gehalten und funktioniert wirklich perfekt. Er zeigt euch in der UI dann auch gleich an, wie viel eingespart wurde. Das ist in Teilen bei manchen Bildern wirklich ganz viel, bei anderen ist es 'n bisschen was weniger. Grundsätzlich, spart das aber eine ganze Menge ein und ist auf jeden Fall 'n Blick wert.

  71. Marcel

    Ich denke, für alle, die, die, das Für-Web-Speichern von Photoshop nicht mehr sehen können und keine Lust haben, an vielen Reglern rumzuspielen.

  72. David

    Hm, aber selbst dann, also ich geh immer dann über das Für-Web-Speichern und selbst dann findet, das Tool immer noch Möglichkeiten, da was einzusparen. Aber solltet ihr auf jeden Fall euch mal anschauen. Dann hat Jens Grochtdreis, unserer Ober-Webkrauts, einen Artikel verfasst in seinem Weblog beziehungsweise hat er mehrere gemacht, aber einer ist mir ins Auge gestochen, und zwar hat er seinen Entwicklungsprozess mal analysiert.

  73. Marcel

    Genau, also es ist mal, es ist mal, also es gibt ja, gibt ja viele, Artikel, die einen Workflow beschreiben, allerdings, wie ich finde, noch viel zu wenige, die das aus, ja, technischer Entwicklungssicht mehr oder weniger eines, Frontend-Entwicklers, wie es der gute Jens nun mal ist, halt machen. Und, das hat er hier sehr gut skizziert, angefangen von, wa-was nutzt er so an, an Frameworks, an,, vor allem halt YAML, jQuery und Co. Wie benennt er Dinge? Wie fasst er Dinge zusammen?

    In welche Dateien lagert er es aus? Aber dann geht's halt auch so in Richtung Versionierung und so.

  74. David

    Also ganz interessant an dieser Geschichte ist, dass sich der Jens, dieses Jahr selbstständig gemacht hat als Frontend-Entwickler. Und deswegen ist es ganz interessant, wirklich mal hinter die Kulissen zu gucken:, wie erlebt er seinen Start in die Selbstständigkeit? Und wir hatten ja seitens unserer, Zuhörer bei Technikwirt so viel öfters mal den Wunsch, dem wir auch mal hoffentlich demnächst entsprechen werden: „Macht doch mal eine Sendung, über Selbstständig, keit.

    Wie kommt man da rein und, wie muss man sich das vorstellen? Womit arbeitet man?“ Und grade letzten Punkt hat der Jens wirklich fantastisch aus seiner persönlichen Sicht, nicht irgendeiner Agentur wirklich beschrieben. Also, er setzt 'n Framework ein, das ist in diesem Falle YAML, und er hat sich 'n eigenes Starterp-Paket gemacht. Also wenn er 'ne Webseite macht, was sind da für Dateien drin? Welche nutzt er? Wie geht er damit um? Und gibt wirklich 'n umfassenden Einblick.

    Er benutzt 'n lokales, Subversion-Versionierungssystem, um seine Sachen zu versionieren, benutzt PHP als Template Engine. Also das ist wirklich 'n ganz, ganz toller Einblick, wo man ihn nur loben kann, ob man das jetzt selber so machen will oder nicht. Es ist auf jeden Fall nur die Daumen hoch, kann ich's nur da jedem empfehlen, der eigentlich mal 'n Einblick haben möchte, wieso andere Selbstständige ihren Start in den Beruf schaffen.

  75. Marcel

    Der nächste Linktipp, ist zwar Agency-driven und kommt nicht von einem Freelancer, ist aber, glaub ich, trotzdem genauso empfehlenswert. Oder?

  76. David

    Code Standards, genau. Eine Agentur, die heißt, Molekular, hat für Adidas und HP, hab ich mir so auf der Website angeschaut, bearbei--, gearbeitet, kommt aus den USA und sie haben ganz einfach mal zusammengefasst, wie sie intern arbeiten. Und das haben wir ja von einigen Agenturen schon gesehen, dass die Coding Standards oder Code Standards rausgebracht haben, wie sie HTML und CSS schreiben. Und, das haben die von dieser Agentur ganz hübsch gemacht, wie ich finde.

    Auf einer Seite, kann man 'n bisschen runterscrollen, haben sie insgesamt zusammengefasst, die Coding-Prinzipien, also wie schreiben sie HTML, wie schreiben sie CSS? Benutzen sie, Spaces als Tabs und wie machen sie mit den Einrückungen und, gibt es Leerzeichen? Gibt es keine Leerzeichen? Wo kommt die geschweifte erste Klammer, die öffnende hin? In derselben Zeile, in die nächste Zeile, so was. Dann, schreiben die über Performance-Richtlinien. Wie setzt man CSS Sprites ein?

    Um das Caching, wie kümmert man sich und wie kann man das einheitlich machen? Wie macht man Browser-Tests und den Support, also, die Bugs für den Internet Explorer und so weiter? Wie werden die geschrieben? Wie werden die gehandelt und wie wird's gemacht? Und schlussendlich schauen sie sich an, wie sie SEO und die Zugänglichkeit machen, Search Engine Optimierung.

    Also grundsätzlich ist es natürlich ein, ein Werk von denen, was beschreibt, wie sie ihren Beruf angehen beziehungsweise, wie sie diese Standards machen. Und, ich hatte schon mal eine Technikwirtzufolge in der Vergangenheit, wo wir auch drüber erzählt haben, dass es schon Sinn macht, innerhalb eines Teams sich hinzusetzen und wirklich einen Standard zu machen, ganz gleich, wie er ist.

    Aber das ist 'n ganz toller Einblick, wie die es machen und ich denke, zu 90 % kann ich das unterstützen, was da steht. Das haben die wirklich sehr ausführlich gemacht. Wenn man so nicht so den richtigen Plan hat, wie so 'n Standard aussehen könnte innerhalb eines Teams, dann ist das, glaub ich, 'ne ganz gute Geschichte, um sich das mal anzuschauen.

  77. Marcel

    Genau, ich glaub, also wichtig ist, sich zu merken, dass man das jetzt nicht eins zu eins adaptieren muss. Man sollte so was, so was sollte jede gute Agentur haben. In der Agentur, in der ich zuletzt fest gearbeitet habe, wurde das Ganze so 'n bisschen durch die, Standards von damals, ich glaub, GMX oder so was war das, herausgebracht und,, initiiert sozusagen.

    Und ich glaub, das Ganze ist hier 'n, 'n ziemlich gutes Grundgerüst, und 'ne ziemlich gute Inspiration, wie man so was aufbauen kann, welche Punkte man dabei so beachten sollte. Und, ja, ich glaub, das kann man jetzt gut als Basis nehmen und dann so 'n bisschen an das anpassen, was halt so bei, bei sich intern wichtig ist. Sorgt auf jeden Fall für 'ne einheitlich hoffentlich gute Qualität, aber vor allem was Gleichbleibendes. Das ist wichtig.

  78. David

    Genau, also wie gesagt, Tenor ist, grundsätzlich sollte man eigene Standards verabschieden. Die m-müssen nicht unbedingt dementsprechend von GMX oder von dieser Agentur, a-aber es ist aber wie gesagt 'n guter Anhaltspunkt. Nächste Sache und die letzte, Linktipp-Geschichte von heute Artikel von Michael Jendrichik, den guten Buchentwickler, Buchschreiberling.

    Er hat für Heise Developer die Webseite, nämlich den IE9 des Preview zwei inspiziert und, hat kurz zusammengefasst, wie's denn jetzt mit CSS3- und HTML5-Unterstützung aussieht. Insgesamt bleibt, sein Fazit, schöne runde Ecken jetzt im IE9 Preview zwei. Opacity hat, Microsoft eingebaut, also die Transparenz, um Objekt transparent zu machen und viel wichtiger ist, die Unterstützung des, Farbformats RGBA. Das ist rot, grün und blau mit einem, Opacity-Wert am Ende.

    Das ist insbesondere ganz wichtig, denn wenn man jetzt Elemente hat, die man per Opacity auf transparent setzt, betrifft das auch den Text, der da drin ist. Und mit der RGBA-Funktion oder, oder ja, Methodik kann man eben sagen, dass man jetzt nur die Hintergrundfarbe transparent haben will, aber den Text darin nicht. Wird im IE9 dabei sein. Breite Unterstützung von CSS3-Selektoren.

    Also Microsoft hat sich wirklich auf die Fahne geschrieben, dass sie CSS3 wirklich vollkommen unterstützen wollen und das scheint wohl auch ganz gut auszusehen. Auch drin jetzt schon ist, sind die CSS3 Media Queries. Das haben wir so 'n bisschen kennengelernt, für das iPhone mit dem Safari Mobile Version, dass man da einfach sagen konnte, wenn du jetzt bist, also du Gerät, wenn du jetzt bist, hast 'ne Bildschirmbreite von 960 Pixeln, dann nimm bitte diese Definition des CSS.

    Es ist also eine gerätespezifische Anweisung in Sachen CSS. Und schlussendlich noch zwei Sachen, die Michael rausgefunden hat beziehungsweise beobachten konnte: Mit der Videoeinbettung,, durch das HTML5-Videoelement, ist es noch nicht so weit gediehen. Sollte jetzt eigentlich kommen, ist es aber noch nicht. Und schlussendlich, eine Funktion, die ich ganz sinnvoll finde: Kann der IE9 auch mit unbekannten Elementen umgehen?

    Das war ja bisher immer 'n bisschen das Problem mit alten Internet Explorern. HTML5 hat neue Elemente eingeführt, wie aside zum Beispiel und, die Browser haben es nicht verstanden, das als Element zu, bedienen oder man konnte sie nicht stylen. Und grundsätzlich scheint der IE9 wirklich so, zu funktionieren, dass er unbekannte Elemente, die jetzt im HTML5 noch nicht mal drin sind und irgendwas in Zukunft sein können, dass man die direkt bedienen kann mit JavaScript und CSS.

    Find ich 'ne gute Funktion.

  79. Marcel

    Ja, also den Artikel auf jeden Fall mal durchlesen, um, gewappnet für die Zukunft zu sein und schon mal zu wissen, was da so geht. Ich glaub, dann sind wir jetzt auch, für heute durch-... mit, Inhalt. Wir bitten noch mal kurz um Verständnis, dass wir so 'n bisschen Pause eingelegt haben und geloben noch mal Besserung.

  80. David

    Auch ich, ja.

  81. Marcel

    Nicht wahr, David? Sehr gut.

  82. David

    Ansonsten, ihr erreicht uns natürlich mit topaktuellen Informationen über Twitter @Technikwürze direkt oder, dein Twitter-Account ist 73 Inches. Ich find, das lässt sich immer vor und aussprechen. Wirklich, mein ich ernst. Und mein Twitter-Account ist @macx, also M-A-C-X. Da könnt ihr euch mal reinklicken und einfach mal sagen, was wir so täglich im Entwickleralltag feststellen und, in summa summarum hört das dann schlussendlich aber auch in Technikwürze.

  83. Marcel

    Ja, und da könnt ihr uns dann auch immer schön eins auf den Deckel geben, wenn wir wieder, also wir, sprich du-

  84. David

    Also ich

  85. Marcel

    ... mal wieder-

  86. David

    Jetzt wohn ich

  87. Marcel

    ... wochenlang nichts tun und, euch hier hängen lassen. Kommt nicht wieder vor, hoff ich. Ein, wunderschönes Wochenende wünschen wir euch und, bis in einer Woche.

  88. David

    Bis dann. Bye bye.

  89. Marcel

    Tschüss.

  90. Einspieler

    Mehr Qualität im Webdesign durch Webstandards. Tipps und Tricks zur Umsetzung findet ihr bei den Webkrauts auf Webkrauts.de für ein besseres Web. Weitere Informationen und die Links zur Sendung auf technikwürze.de.

  91. Marcel

    Ganz mit ohne Extras, einfach so total trocken.

Themenrückblick

  • Apple vs. Adobe (HTML5 vs. Flash)
    • Keine CS5-Flash-Apps auf dem iPhone
  • Steve Jobs Thoughts on Flash 1
    • Flash ist kein offener Standard
    • Auch ohne Flash gibt es das „echte Internet“
      • Video sei inzwischen meist H.264
      • Statt Flashgames gibt es den App Store
    • Schlechte Lesbarkeit, Sicherheit und Performance
      • Adobe zeigt auf keinem mobilen Gerät ein performantes Flash
      • Laut Symantec ist Flash einer der unsichersten Applikationen
    • Flash vermindert die Akkulaufzeit enorm
    • Flash ist nicht für Touchoberflächen konzipiert
    • Ein Third-Party-SDK erreicht nie die gleiche Qualität
    • „Adobe soll sich mehr auf die Entwicklung von richtig guten HTML5-Tools konzentrieren, statt statt Apple dafür zu kritisieren, dass sie die Vergangenheit hinter sich lassen.“
    • Adobe reagiert im WSJ-Interview
  • Adobe startet große Werbekampagne, liebt und hasst Apple 1
    • Zeitungsanzeige in den USA als PDF 1
    • Adobe liebt Apple, Flash, HTML, alle Entwickler, die offene Wahl
    • Adobe mag aber niemanden, der jemanden die Freiheit nimmt, was sie erstellen wollen, wie sie es erstellen wollen und wie sie das Web erleben.
  • Die drei Neuerung der Facebook F8
  • Social Plugins 1
    • Kleine Widgets für Seitenbetreiber wie z.B. der Like-Button 1 Kommentare, Empfehlungen 1 etc.
    • Like-Button ist für den normalen Nutzer undurchsichtig und gefährlich, da Ziel des "Likes frei ausgesucht und Informationen (Seitenname, Titel und Bild) über Meta-Angaben bestimmt werden können.
    • Open Graph protocol 1
      • Ermöglicht erweiterten Zugriff auf den „social graph“
      • Beispiel: Klick auf „Like“-Button auf IMDb.com verknüpft Film direkt in Facebook-Profil
  • Graph API 1
    • Leichter Zugriff auf Facebook-Objekte via JSON
    • Gibt z.B. Infos zu einem User, einer Gruppe oder eine Seite zurück oder eine Liste aller Freunde
    • Nachteil: Welche Daten von wo nach wo gehen wird für den Durchschnittsnutzer weiter unterdurchsichtig.
  • diaspora
    • Gegenstück zu Facebook & Co. von vier New Yorker IT-Studenten
    • dezentrales Social Network, d.h. die Profile liegen beim Nutzer
    • Herausforderung: Aus dem technischen Ansatz etwas Benutzbares machen
    • Stand der Dinge: 6.000 über kickstarter für Intensivphase gesammelt
    • Im September 2010 soll die erste Version erscheinen

Veranstaltungsrückblick

Linktipps

  • imageOptim - UI für die besten Bildoptimierer (z.B. PNGcrush)
  • Jens Grochtdreis Blick in seinen Entwicklungsprozess 1 . Er zeigt, wie er seine Webprojekte technisch strukturiert.
    • CSS-Framework YAML
    • Eigenes Starterkit
    • Lokales SVN
    • PHP als Templateengine
  • Code Standards 1 von Molecular (Agentur, arbeitet für adidas, HP und andere)
    • Coding-Prinzipien (HTML, CSS)
    • Performance-Richtlinien (Sprites, Caching)
    • Browsertests und -support
    • SEO und Zugänglichkeit
  • Michael Jendryschik hat sich für heise Developer die IE9 Preview 2 angesehen
    • Schöne runde Ecken
    • opacity und RGBa
    • Breite Untersetützung von CSS3-Selektoren
    • CSS3-Media Queries (CSS gerätespäzisch definieren)
    • IE9 kann mit unbekannten Elemente umgehen, die nun gestylt werden können (HTML5, ff)
    • Weiterhin keine Videöinbettung

Nachtrag: David hat sich bei Minute 26/27 einen nicht ganz so vollständigen Satz geleistet und bittet um Entschuldigung. Betrachtet es als Outtake in der eigentlichen Sendung.


Erwähnungen 18

Kommentare 27

  • Hey zusammen,

    ich höre gerade die aktuelle Folge. Ich muss mal mein Besserwisserdasein pflegen und sagen, dass Cocoa keine Programmiersprache ist, sondern eine API, um mit der Sprache Objective-C OSX- oder iPhoneOS-Applikationen zu entwickeln.

    Des Weiteren finde ich es schade, dass lediglich auf die Flash-Performance von Windows und OSX eingegangen wird und Linux außen vor gelassen wird.

    Ansonsten bin ich weiterhin noch sehr gespannt und melde mich eventuell später noch mal. ;)

    Viele Grüße
    Marcel

    • Hey Marcel,

      danke für's Korrigieren. Da hat uns das gefährliche Halbwissen eingeholt ;-)

      Zur Flash-Performance: Keiner von uns beiden nutzt Linux außerhalb einer Serverumgebung, können hier also leider keinerlei Erfahrungswerten bieten. Du vielleicht?

      LG, Marcel

    • Hey Marcel (es ist seltsam einen Namensvetter anzuschreiben, passiert mir nicht oft),

      danke für Deine ... mir fehlt ein geeignetes Superlativ ... verdammt schnelle Antwort. Ich persönlich verwende lediglich die Kombination Ubuntu, Firefox und Flash. Dazu kann ich nur sagen, dass die Performance sehr zu wünschen übrig lässt. Eventuell liegt es aber auch an der Natur der Sache, dem Gefrickel bei Linux. Man merkt aber auch hier, dass seitens Adobe auf das allgemeine Mittel der Wahl gesetzt wird: Windows.
      Ich weiß übrigens auch, dass Ihr nur über das berichten könnt, was Ihr auch einschätzen könnt. Ist denn von Eurer Seite auch geplant, einen Linux-Jünger ins Boot zu holen?

      Bis später
      Marcel

  • Hiho!

    Als Gentoo-Linux-User kann ich über Flash unter Linux eine Menge berichten. zunächst zur Performance: auf meinem hetzigen PC merke ich von Langsamkeit nichts, aber das liegt auch in der Natur der Maschine, wenn Flash die überfordern würde, dann müsste da schon mehr schief gehen als bloß ein paar inperformante Algorithmen. Auf meinem alten PC habe ich hier aber schon einige Laggs bemerkt. Dass Flash unter Windows und Linux aber nicht wirklich auf Touren kommt liegt a) daran, dass Adobe sich um Linux einen Dreck schert (wie man an der Creative Suite ja sehen kann [BTW @macx, es wird „Swuiet“ ausgesprochen, es handelt sich nämlich nicht um einen kreativen Anzug ;-)]) und b) Apple besonders auf dem iPhone u.ä. Plattformen auch keine Schnittstellen bereitstellt, die Adobe nutzen könnte, um die Dinge effizient auf der Hardware zu rendern. Dass Flash auf dem Mac so inperformant ist, ist nicht allein Adobes Schuld, da spielt Apple (bewusst?) ebenfalls eine große Rolle.
    Unter Linux ist der Flashplayer aber vor allem instabil. Er stürzt dauernd ab und reißt den Browser dabei stets mit in den Tod. Sogar das hauseigene Adobe-TV lässt Flash und damit den Browser regelmäßig abstürzen.
    Zu Flash, Apple, iDingsda und H.264 habe ich übrigens schon einmal einen ausführlichen Kommentar geschrieben. Für die, die es interessiert: http://www.sophiadesigns.net/presse/blog/2010/04/deutsche-ubersetzung-der-gedanken-zu-flash-von-steve-jobs#comment-112

    Den ganzen Facebook-Kram habe ich übrigens grundsätzlich per NoScript und Adblock in meinem Browser blockiert. Ich habe keine Lust, dass Facebook mein Surfverhalten im Web trackt. Ich habe auch keinen Account dort.

    Zu Jens und Versionierung: ich persönlich finde SVN gerade für diesen Zweck sehr ungeeignet. Besonders für Zwecke wie diesen halte ich verteilte Versionierungssysteme wie Mercury, Bazaar oder Git für deutlich geeigneter. Man braucht keine zentrale Serverinstanz, man hat einfach einen Ordner, der das Repository darstellt und den man beliebig verschieben und kopieren kann. Das ist auch total praktisch, wenn man manchmal unterwegs auf dem Notebook arbeitet. Dann nimmt man einfach eine Kopie des Repositorys mit und committet dann da rein und wenn man wieder zu Hause ist, mergt man die beiden Repositorys einfach. Bei SVN bräuchte man immer Verbindung zu dem Computer, auf dem das Repository liegt, wenn man unterwegs nicht auf Versionierung verzichten möchte. Das Gleiche gilt übrigens nicht nur für Freelancer, sondern auch für Menschen, die manchmal im Büro und manchmal zu Hause arbeiten. Das nur so als Tipp.

  • Hallo,

    Sorry Leute aber die aussagen von Herrn Jobs und Adobe sind doch sehr Oberflächlich beleuchtet worden. Das hättet Ihr dann doch lieber weg lassen sollen. Was Apple mit seinen AGB's gemacht hat ist, dass gute Software für die i-Plattform nur noch von Apple kommen kann. Es kann sich heute kein Softwarehaus mehr leisten, eine wirklich gute Software nur noch für Eine Plattform bereit zu stellen (derzeit geht das noch für Windows). Bei Preisen für Software von 1-3€ ist dass schon schwer genug, aber wenn die Software dann auch nur eine kleine Plattform hat (sagen wir mal < 10 Mio.) lohnt sich das schon überhaupt nicht mehr. Das geht natürlich bei 0815 Software wie es auf dem iPhone üblich ist, aber bei dem iPad wird es dann schon etwas schwerer. Jedes Softwarehaus braucht daher SDK's die sich vom Standard SDK abhebt und das hat Apple nun durch die AGB's verboten. Apple will daher auf seinen Geräten nicht nur ein Hardware Monopol, sonder auch ein Softwaremonopol durch die Hintertür. Natürlich würde das Apple niemals offen sagen.

    Weiter kann ich der Argumentation von Apple nicht folgen, da ja nicht jede Web-Seite im Internet den Styleguides von Apple folgt. Nach der Logik von Apple dürfte diese Web-Seite dann auch nicht auf dem Gerät Angezeigt werden.

    Auch kann ich solchen Styleguides nicht wirklich etwas abgewinnen. Wenn etwas gut ist setzt es sich durch, egal ob es in einem Styleguide steht oder nicht. Ich kann auch ein Windows, Android, Linux usw. bedienen ohne Styleguide. Ziel ist es eher, hier eine Monokultur zu schaffen und das ist Apple auch Teilweise schon gelungen. Wenn man die Benutzbarkeit von Geräten als Ziel hat, sollte man weniger Patente beantragen die genau diese Benutzbarkeit beinhaltet (Aber das hat sich seit den 80er nicht geändert).

    Ich bin seit Jahren sowohl Windows als auch Mac User und sehe das beide Vor- und Nachteile haben. Genauso sehe ich das die i-Plattform von Apple Vorteile hat. Aber für mich sind die Geschäftsbedingungen von Apple eine Zumutung und wenn Microsoft oder Google sich so Verhalten würden, währen die Apple User die als erstes Schreien von wegen Monopol ausnutzen und so weiter.

    Aber Apple ist Hip und niemand darf dagegen etwas haben.

    • @Puddingpulver Ich kann dir vollkommen zustimmen. Apple baut sich hier ein Monopol auf und baut sich mit der Popularität Wände um die eigene Plattform, um nur genehme Gäste einzulassen. Ich will jetzt niemanden angreifen oder irgendjemandem den Mac absprechen, viele haben gute Gründe, einen Mac zu nutzen, aber ich muss ehrlich sagen, dass bei Apple leider oftmals normale Qualitätsmaßstäbe ausgeblendet werden, die dafür bei anderen Plattformen erhöht werden. So bleibt der Mythos vom total sicheren und stabilen Mac und dem völlig unsicheren und ständig abstürzenden Windows, was beides natürlich Blödsinn ist. Alles in allem fährt Microsoft sogar eine deutlich bessere Sicherheitspolitik als Apple und die Zeit der Bluescreens ist auch schon lange vorbei.
      Da Apple sich aber mittlerweile zu einer Modeerscheinung stilisiert hat, werden solche „Nebensächlichkeiten“ gern als unwichtig abgetan und schnell verziehen, wohingegen ähnliche Vorgehensweisen bei Firmen wie Microsoft (natürlich zu Recht) sofort kritisiert werden. Apple kann sich vieles leisten, angefangen von den stark überhöhten Preisen (hiervon muss einzig der Upgrade-Preis für MacOS X gegenüber Windows-Upgrades lobend ausgenommen werden) bis hin zu Monsterpatches mit 88 kritischen Sicherheitslücken, die eigentlich sofort hätten geschlossen werden müssen (http://support.apple.com/kb/HT4077), wird aber nur von Apple-Gegnern gescholten.
      Man sieht also, dass Apple weiß, wie man sich inszeniert. Ich bin gespannt, wie lange das noch so weiter gehen kann. Bestimmt nicht ewig. Irgendwann wird auch Apple in der Realität ankommen müssen.
      Ich halte vieles, was Apple tut, für durchaus sinnvoll und deren Geräte sind wirklich schick. Auch Styleguides sind wirklich sinnvoll, um eine Konsistenz der UI und Funktionalität von Anwendungen zu erreichen, ich finde, davon könnte es unter anderen Plattformen mehr geben. Ich halte es aber für falsch, sie zum Zwang zu machen und dazu noch die eigene Position für die Monopolstellung eigener Entwicklungen zu missbrauchen. Theoretisch müssten die Adobe-Produkte alle außen vor gelassen werden, auch Photoshop, Illustrator, After Effects etc. da sie alle nicht exakt dem UI-Standard des Systems entsprechen. Andererseits gleicht Apple iTunes und Quicktime mehr oder weniger an MacOS an und bietet dafür aber unter Windows ein völliges Fremd-UI. Hier ist Apple also nicht nur restriktiv, sondern auch inkonsequent. Auch unter Windows gibt es User Experience Guidelines (http://msdn.microsoft.com/en-us/library/aa511258.aspx). Es hält sich nur niemand dran, vor allem Apple nicht.
      Ich überlege ernsthaft, mir einen Mac zuzulegen, aber ich gehöre auch eindeutig zu denjenigen, die Apple sehr kritisch gegenüber stehen und nichts von der zunehmenden Mystifizierung des Konzerns halten (die bei vielen deutlich weiter geht, als bloßes Fan-Sein).

  • Also bei mir sind die Kommentare immer noch in der Sidebar.

  • Eddie-the-Second
    Eddie-the-Second

    Ah jetzt nicht mehr!

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  • Ich denke schon, dass in Funktionen eingeschränkte Mobilgeräte - Stichwort „Reduzierung auf das Wesentliche“ - sehr gut funktionieren. Lege ich das iPhone oder das iPad meinen Eltern auf den Tisch, werden sie es als Laien recht schnell begreifen und bedienen können. Apps mit Inkonsistenzen in der Usability (nicht am Styleguide gehalten, ist übrigens keine Pflicht) oder Funktionen im Überfluss (Alles ist erlaubt) können nicht funktionieren. Wenn ich mir alleine die Systemeinstellung von Windows7 im iPhone vorstellen würde: Da würden alle jubeln, dass alles erlaubt ist, aber ich hätte darauf keine Lust, meine Eltern würde es überfordern.

    Ich denke, dass das Problem Apples nicht die starre Reduzierung ist, sondern wie sie damit umgehen. Sie kommunizieren nichts, geben keine wirklich klaren Richtlinien raus. Hätten sie von Anfang an gesagt „da kommt ein iPhone/iPad, ist stark eingeschränkt und soll auch so bleiben, damit die User das ohne Probleme bedienen können“, hätte jeder damit leben können. Statt dessen verkaufen sie ihre Produkte als „Revolution“, was natürlich hohe Erwartungen in uns alle schnürt.

    Auch das Argument, Microsoft nutzt sein Monopol aus, ist in die Jahre gekommen. Sie sind auch längst nicht mehr so verschlossen, wie damals immer wieder bemängelt.
    Apple fährt derzeit exakt die Schiene, die Microsoft damals gefahren ist. Doch während Microsoft daraus gelernt hat, wird sich bei Apple diesbezüglich nicht viel ändern.

    Bleibt festzuhalten: Apples mobile Produkte sind supertop, doch dann ein Graus, wenn man mehr machen will, als die Herren bei Apple dir geben wollen.

  • Das widerspricht ja in keiner Weise dem, was ich geschrieben habe. Was ich an der i-Plattform bemängele sind nicht die Möglichkeiten, die Programmierer haben, wenn sie das Apple-eigene SDK nutzen. Ich bin absolut für Integrität des Gesamtsystems und auch dafür, dass man es so einfach wie möglich hält. Ich gehe hier aber von Nutzerperspektive aus. Ich will als Nutzer nicht entmündigt werden, zu bestimmen, was ich auf meinem iPhone habe und was nicht. Wenn ich mir mit irgendwelchen gruselig aussehenden und unbenutzbaren Drittanbietertools das UI zerschießen will, ist das meine Sache, es zwingt mich niemand dazu. Erst ein Jailbreak aufspielen zu müssen, um Herr über das Gerät zu werden, ist keine praktikable Lösung. Das lässt doch Tamagotchi-Stimmung aufkommen. dieses Gerät, das ein Eigenleben führt und dem Nutzer Vorschriften macht, anstatt anstandslos zu tun, was der Nutzer von ihm verlangt. Diese Geräte sind keine Lebewesen und wenn ich mir so eines besorge, dann will ich damit auch tun und lassen können, was ich will und dazu gehört auch, nicht in meinen Möglichkeiten der Softwareinstallation eingeschränkt zu sein. Ich gebe doch keine vierhundert Euro aus, um mir Vorschriften machen zu lassen.

    Dass Apple derzeit exakt die Schiene fährt, der Microsoft schon entwachsen ist, ist eindeutig erkennbar. Wie ich in meinem verlinkten Kommentar schon schrieb, ist die MS-Plattform mittlerweile offener als die Apple-Plattform, aber hier bin ich überzeugt davon, dass Apple das nicht für ewig halten kann. Irgendwann (vielleicht in ein paar Jahren) wird auch Apple erkennen müssen, dass man allein mit Restriktion nicht in alle Ewigkeit weiter Geschäfte machen kann und dann werden wir sehen, ob das Unternehmen daraus lernt oder sehenden Auges in den zweiten Niedergang geht.

  • Hallo allerseits,
    Ich kann das Gefühl der Verapplelung total nachvollziehen.
    Flash ist kein Standard das ist richtig, und es ist ziemlich weit weg davon wenn man es mal genauer betrachtet.
    Aber wie auch im Podcast selbst gesagt wurde ist das mit H264 wohl ein Schuss ins eigene Knie.
    Sollen unsere Herrn Freunde bei Apple doch mal dafür sorgen das der Browser der immer nach NordOsten zeigt endlich OGG unterstützt.

  • Wenn man sich im Web rumtreibt und sich über Twitter und Blogs täglich Meinungsbilder ansieht, erhält man ein verzehrtes Bild. Es ist das Bild des freiheitsliebenden Geeks der gerne sein OS umkrempelt und damit "machen möchte, was er halt will". Unter den laut Apple inzwischen rund 100 Millionen Kunden, die ein Gerät mit iPhone OS nutzen, ist dieser Typus Mensch wohl ein verschwindend geringer Teil.

    Der größte Teil der Kundschaft profitiert von den Restriktionen einer Plattform, die in ihrer Geschlossenheit eine hohe Benutzbarkeit, gefühlte Sicherheit und Einheitlichkeit bietet. Für unbedarfte Nutzer ist der Vorteil eines zentralen Ortes, an dem man alle Applikationen für ein Gerät bereits vom Hersteller begutachtet finden und beziehen kann, einfach enorm. Das macht den Erfolg des App Stores und somit auch der Entwickler von Apps (auch wenn dies durch ein Überangebot zunehmend schwieriger wird) aus. Das ist eben, was Apple bietet: Eine hermetisch abgeriegelte, dafür (bzw. dadurch) aber sehr runde Plattform.

    Zu dieser Philosophie und dem Geschäftsmodell passt Flash einfach nicht. Flash läuft bisher mobil nicht performant, lässt sich mobil meist mies bedienen. Neben dem Abspielen von Videos gibt es eigentlich keinerlei Dinge, die mobil mit Flash wirklich Spaß machen.

    Nun kann man das ganze einfach total doof finden von Apple und nicht mögen, was die einem da bieten. Natürlich kann man auch der Meinung sein, dass Apple die eigene Wahlfreiheit, was ich wie konsumieren will, einschränkt. Wahrscheinlich muss man aber einfach erkennen, dass man dann doch die Wahl hat, auf ein iPhone zu verzichten und eine Plattform zu wählen, die dank einer anderen Ausrichtung viel eher dem entspricht, was man sich so vorstellt. Android zum Beispiel.

  • Den Standpunkt zur i-Plattform kann ich verstehen und ich werde mir auch garantiert kein iPhone zulegen, ehe sich diese Verhältnisse nicht ändern. Wobei insbesondere von der Touch-Bedienung her (sowohl hardware- wie softwareseitig) die Apple-Produkte derzeit leider vorn liegen.
    Ich fordere hier an dieser Stelle aber auch eine Aufklärung der Nutzer seitens Apple. Ich kenne jede Menge Leute, die vom iPhone schwärmen und ganz verdutzt und enttäuscht dreinschauen, wenn ich ihnen erzähle, dass das Ding vollkommen vom AppStore abhängig ist und dass Apple mehr oder weniger nach Gutdünken entscheidet, was da rein kommt und was nicht.
    Ich rede aber auch nicht von Leuten, die regelmäßig das OS umkrempeln, ich rede von einfachen Leuten, die eine einfach zu bedienende Plattform haben wollen, sich aber kein iTunes installieren möchten, bloß um ihr iPad synchronisiere zu können. Menschen, die einfach ihr iPad per USB an den Computer anschließen wollen, um Daten zu kopieren. Und man muss schon sagen: wer sich ein iPhone kauft, der muss entweder etwas mehr mit dem Ding vorhaben als bloß Telefonieren und Termine speichern oder ein riesiger Apple-Fan sein. Für alles andere ist das Gerät nämlich einfach zu teuer und für diesen alleinigen Zweck gibt es zig andere günstigere Alternativen, die übrigens auch eine einheitliche User Experience haben, weil man auf ihnen meist gar keine externe Software installieren kann.
    Aber ich sehe, wir drehen uns im Kreis. Zurück zu h.264.
    @TypeStyle das Argument seitens Steve war ja gerade, dass Theora nicht unterstützt wird, weil es kein freier Standard sei. Wie kommt er darauf? Er sagt, OGG/Theora sei nicht durch Patente gesichert und sollte ein Patenttroll auf die Idee kommen, sich die Rechte an diesem Standard zu erklagen, sähe die Rechtslage sofort ganz anders aus. Bei h.264, so sagt er, sei die Patentlage aber gesichert, man könne h.264 also als offenen Standard betrachten. Zugegeben eine etwas schräge Argumentation, aber immerhin eine Argumentation und ich denke, daran wird Apple auch erst einmal festhalten. Dass die niemand weiß, die die Lage um h.264 ab dem 31. Dezember 2015 aussieht, hat Steve wahrscheinlich bewusst ausgeklammert, ebenso wie die Tatsache, dass Apple selbst ein Patent im h.264-Pool hält (US-Patent 7,292,636 http://www.google.com/patents/about?id=VNKRAAAAEBAJ&dq=7,292,636).

    • @Manko10
      Ein sehr seltsahme Argumentation.
      Ich sehe auch alles als Standard an was ich voll unter Kontrolle habe.*

      Marcel hat es auf den Punkt gebracht, man hat die Wahl auf das iPhone oder besser Apple allgemein zu verzichten.
      Da bin ich voll bei euch, ich werde mir son Ding nicht kaufen.

      Was ich aber leider immer wieder festgestellt habe, ist das unbedarfte Nutzer denken das iPhone ist "hip" und Apple ist toll und viel besser als Windows etc …
      Zum einen muss man das Apple ein wenig anrechnen das sie sich diesen Status "ermarketingt" haben aber zum anderen wissen die Leute einfach nicht was genau Sie da eigentlich kaufen wie es Manko10 schon gesagt hat.

  • Hallo,

    das der Benutzer eine eigene nur von Apple bestimmte Plattform bekommt ist ja OK, dass kann der Benutzer selbst entscheiden. Aber das ich als Entwickler nur das Apple SDK verwenden kann ist einfach nicht hinzunehmen. Das hat nichts mit Adobe zu tun. Man stelle sich nur mal vor, HTML-Seiten die auf dem IE angezeigt werden dürfen nur mit dem Visual Studio von Microsoft Entwickelt werden und im Firefox werden nur Seiten angezeigt die mit dem Nvu Composer erstellt wurden. Wer sowas unterstützt und dann damit Argumentier den Benutzer zu schützen der hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Womit ein Entwickler seine Software schreibt ist komplett egal, es kommt auf den ByteCode an und nicht auf die Entwicklungsumgebung.

    • @Puddingpulver: So sehr ich deinen Wunsch nach freier SKD-Wahl auf der einen Seite verstehen kann, so sehr hinkt dein Vergleich mit dem Web auf der anderen. Die iPhone-Plattform ist im Vergleich zum WWW eben kein Allgemeingut.

  • Seitens Steve? Eindeutig. Aber es ist faszinierend, wie er es dennoch schafft, damit die Leute zufriedenzustellen. Ich kenne allerdings kaum ein Unternehmen, das es ebenso versteht, die Gemüter so unterschiedlich zu erregen. Auf der einen Seite absolut begeisterte Fans, auf der anderen Seite Leute, die Apple auf den Tod nicht ausstehen können. Eine solche Schere zwischen den Extremen kenne ich bisher nur von Apple.

  • Da ich bisher noch keine iPhone-App programmiert habe, kann ich dazu jetzt keine sichere Aussage machen, aber besteht dieses Apple-SDK nicht bloß aus den Runtime-Libraries und dem Parser/Compiler/Linker? Ich kann mir kaum vorstellen, dass das eine komplette IDE ist, also dass der Editor da mit einhalten ist. Und selbst wenn, kann man sich den Editor ja dennoch selbst aussuchen. Von daher hinkt der Vergleich auch an dieser Stelle etwas. Lediglich das genannte Visual Studio könnte man da in etwa vergleichen, weil damit die gesamte IDE, nicht bloß der Editor gemeint ist. Passender wäre es hier aber, die .NET-Plattform zu nennen, für die man übrigens auch mit Mono entwickeln kann.

  • Du bringst da etwas durcheinander. Das iPhone SDK ist eine sehr umfangreiche Library, um iPhone-Apps in Cocoa zu programmieren. Es enthält sämtliche APIs, mit denen du direkt auf die Komponenten des iPhones zugreifen kannst, seien es nun Schnittstellen zu anderen Apps (iPod, Adressbuch, Telefon) oder Dinge wie GPS usw. Es enthält ebenfalls alle einheitlichen Bedienelemente wie Buttons, Oberflächen und Funktionen wie Views, Maps, TableViews usw. Mit dem SDK musst du also nicht alles von Hand schreiben.

    Mit welcher IDE du dann deine App programmierst ist total Wurscht. Du kannst X-Code nehmen, was Apple auf jeder SnowLeopard-DVD mit ausliefert oder einen Editor deiner Wahl. Wenn du Bock hast, kannst du das auch mit nem simplen Texteditor schreiben. Die Hauptsache ist nur, dass du das SDK nutzt, also die Methoden/API von Apple.

  • "Mit welcher IDE du dann deine App programmierst ist total Wurscht. Du kannst X-Code nehmen, was Apple auf jeder SnowLeopard-DVD mit ausliefert oder einen Editor deiner Wahl. Wenn du Bock hast, kannst du das auch mit nem simplen Texteditor schreiben. Die Hauptsache ist nur, dass du das SDK nutzt, also die Methoden/API von Apple."

    Ich meine das ist eben nicht so. Es ist klar, dass ich mir die IDE zum Teil aussuchen kann. Aber auch Adobe (nur als Beispiel) greift auf die API von Apple zu, nur sind da eben einige Schichten von Adobe zwischen deinem Sourcecode und dem von Apple und das mag Apple eben nicht. Daher kann keiner sicher sein, ab welcher Abstraktion deine App nicht mehr zugelassen wird, weil es nicht nativ genug Programmiert ist. Und ohne Abstraktion ist es nicht möglich Applikationen für mehrere Plattformen Kostengünstig zu Entwickeln.

    @Marcel:
    Das Web ist Allgemeingut aber nicht die Software die dir das Surfen ermöglicht. IE und Safari ist kein Allgemeingut und dennoch ist es den Produkten egal mit was die Seiten erstellt wurden. Der Unterschied ist, dass im Web der Monopolzug für Apple Abgefahren ist und auf dem IPhone eben noch nicht. Und da soll auch kein anderer großer Anbieter Mittverdienen, der Apple Gefährlich werden könnte. MS war zu seinen schlimmsten Zeiten noch nicht halb so schlimm und auf Monopol bedacht wie Apple derzeit.

  • „…nur sind da eben einige Schichten von Adobe zwischen deinem Sourcecode und dem von Apple…“

    Ich kenne den Sourcecode des Flashplayers nicht, da es sich um eine ClosedSource-Software handelt, aber ich wage zu behaupten, dass Apple nicht so dämlich ist, eine unnötige Komplexität in die Anwendung einzubauen. Schnittstellen zu abstrahieren ist ein gängiges Pattern der Softwareentwicklung und für den Flashplayer als plattformunabhängige Software auch durchaus notwendig, was natürlich einigen Overhead mit sich bringt. Dieser Overhead allein bewirkt aber noch keine solchen Performanceeinbußen. Für die Langsamkeit des Flashplayers auf der Apple-Plattform gibt es nur zwei Erklärungen: Adobe ist zu doof, die Plattform zu verstehen oder Apple bietet einfach die entsprechenden Schnittstellen nicht an, um Flash effizient zu rendern. Bestimmt ist von beidem etwas wahr, aber ich denke, Möglichkeit No. 2 ist die wahrscheinlichste. Alles, was mit den nativen Schnittstellen nicht möglich ist, muss halt entsprechend nachprogrammiert werden. Was nicht in der Hardware gerendert werden kann, muss per Software gerendert werden und das ist langsam. Flash könnte auf dem iPhone sicherlich schnell laufen, wenn es Adobe möglich wäre, direkt auf die Hardware zuzugreifen und nicht vom iPhone-SDK abhängig zu sein. Dass Adobe die eigenen Algorithmen dieses Stücks Software auch optimieren müsste, steht außer Frage.

    „Das Web ist Allgemeingut aber nicht die Software die dir das Surfen ermöglicht. IE und Safari ist kein Allgemeingut und dennoch ist es den Produkten egal mit was die Seiten erstellt wurden.“

    Ja, das Web ist allgemein, aber du lässt außer Acht, dass Apple das Web nicht kontrollieren kann. Stünde das Web unter Apples Kontrolle, so hätten wir hier sicherlich dasselbe Phänomen. Das iPhone ist aber nun einmal ein Apple-eigenes Produkt und wird von der Firma auch schön proprietär und geschlossen gehalten, wie es Adobe mit Flash und Microsoft mit Silverlight auch tun, mit dem Unterschied, dass das iPhone ein Gerät, Flash und Silverlight Defacto-Standards für multimediale Inhalte im Netz sind (okay, Silverlight ist es noch nicht wirklich, wird es hoffentlich auch nicht werden). Die Gemeinsamkeit liegt aber darin, dass es sich um drei verschiedene Plattformen handelt, bei denen die Hersteller selbst entscheiden wollen, in welche Richtung sie sich entwickeln. Lediglich die Kontrolle, die man dafür ausüben muss, ist beim iPhone ungleich größer, da es sich um ein Hardwareprodukt handelt, für das praktisch auch jeder andere entwickeln könnte. Bei Flash ist eine solche Kontrolle relativ unnötig, wenn man es stetig weiter entwickelt. Alternativlösungen würden dann immer hinterherhinken (wie es z.B. bei Silverlight und der Alternative Moonlight ist). Beim iPhone müsste man hingegen alle paar Monate ein neues Gerät mit einer vollkommen anderen Architektur herausbringen (und es darf keine so generische wie x86, AMD64, PPC etc. sein), damit Fremdprodukte nicht mehr laufen. Das ist natürlich absolut inpraktikabel. Folglich bleibt Apple nur die Möglichkeit, die Plattform geschlossen zu halten. Würde Apple die Plattform öffnen, würden sie gleichzeitig die Kontrolle verlieren. Das ist dem Konzern natürlich nicht genehm.

  • Diese Folge erscheint leider nicht in iTunes. Kann vielleicht mal jemand nachsehen woran das liegt? :)

  • Ich habe den Feed eben mal umgestellt von der Langversion zur Kurzversion. Somit ist der Feed erstmal wieder valide. Hab noch keine Lösung, um den Langfeed valide zu bekommen. Deshalb bleibt es nun erstmal so.

    iTunes habe ich angepingt, sodass da hoffentlich bald das Update kommt.
    Wenn du im Übrigens Technikwürze in iTunes abonnierst, erhälst du immer die neueste Folge, auch die aktuelle. War bei mir zumindest so an zwei Macs.

  • "imageOptim" - Ich habe die Erfahrung gemacht, dass http://www.smushit.com/ vom Yahoo YSlow die Bilder noch besser optimieren kann.

  • Hey. Nette, informative Sendung. Wie Ihr schon selbst sagt: mehr Business-Themen wären neben der ganzen Technik toll. Republica-Videos sind einen Blick wert. RSS-Feed ist repariert - mein PDA empfängt Euch wieder; super. Bye

  • Per Facebooks GraphAPI können nur Informationen abgerufen werden, die eh schon für alle sichtbar sind. Facebook gibt also nicht zusätzlich Informationen frei sondern bietet lediglich einen neuen Weg Informationen abzurufen.
    Ich habe GraphAPI genutzt um Fotos von der Facebookseite eines Fußballvereins auf der Website des Fußballvereins darzustellen. So kann man die Fotos auf der Website anschauen und die Facebooknutzer können die Fotos auf Facebook kommentieren. (etwas anschaulicher: http://www.fv08-unterkochen.de/spielbericht/bezirksliga/27._spieltag/)
    Ich sehe in GraphAPI eine großen Nutzen und einen Mehrwert für den (Facebook-)Nutzer. Solange man seine Privatsphäre-Einstellungen richtig eingestellt hat braucht man sich davor auch nicht zu fürchten.

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