Technikwürze

Wer suchet, der findet!

Transkript der Folge

  1. David

    Warum ist Usability so wichtig? Das klären wir heute im Gespräch. Herzlich willkommen zur Technikwürze Nummer einundsiebzig. Heute ist Montag, der 7. Mai 2007. Mein Name ist David Maciejewski und neben mir sitzt wieder wie in der letzten Ausgabe mein Freund, aber auch Internet Newbie sozusagen Marcel Schwarzenberger. Grüß dich.

  2. Marcel

    Hi David. Ich lerne heute wieder das Internet ABC.

  3. David

    Nicht ganz so. Schauen wir mal. Herzlich willkommen.

  4. Marcel

    Empfehlungen.

  5. David

    So, als Erstes stelle ich wieder mal zwei neue Tools vor, die ich ausgegraben habe. Und zwar ein reines webbasiertes Tool zunächst. Das heißt, da hätten dann auch die Windows User und die Mac User und die Linux User sowieso etwas davon. Es geht Mindmeister. Das ist 'n, Mapping Tool, ein Mindmapping Tool. Und, Marcel guckt mich jetzt schon ganz komisch an, weil er sich nichts drunter vorstellen kann.

  6. Marcel

    Falsch, falsch, falsch, mein Lieber. Mach mich nicht dümmer als ich bin. Nein, ich, ich schmunzle grad nur so vor mich hin, weil Mindmapping, dieses Neudeutsch und dann nennen die sich Mindmeister. Also da hätten sie auch Mindmaster nehmen können. Natürlich weiß ich, was Mindmapping ist, aber bevor du mir diese Software, die du ja gleich ein bisschen erläutern wirst, gezeigt hast, hab ich natürlich an die wunderschönen, na, wie groß sind die? Diese, diese, An-, An-, A0 Papierrollen oder-

  7. David

    Diese Boards. Diese Boards.

  8. Marcel

    Wo man mit diesen, mit diesen wahnsinns schön nach Lösungsmittel riechenden Filzstiften arbeiten kann und- -hinterher total high ist und letztlich auch zwanzig Quadratmeter verbraucht hat. Und das soll nun nicht mehr notwendig sein.

  9. David

    Na ja, doch, doch schon. Es geht ja, es, vielleicht erst mal kurz um das Prinzip. Vielleicht diejenigen, die nicht wissen, wovon wir eigentlich reden. Stellt euch vor, ihr seid eine Werbeagentur. Das könnt auch, könnt auch ihr beim Einkaufen sein, mit der Freundin zum Beispiel. Gehen wir mal von 'ner Werbeagentur aus und ihr überlegt euch 'ne Strategie für irgendein Projekt und da macht ihr 'n Brainstorming.

    Brainstorming bedeutet ja, dass alle möglichen Leute sämtliche Ideen und mögen sie auch noch so schlecht sein, irgendwie in den Raum werfen und drüber diskutieren. Und, -

  10. Marcel

    Das Ganze wird natürlich notiert.

  11. David

    Das Ganze wird naturt, notiert. Das ist das Wichtige. Und das meistens an diesem Board, wo alle Ideen einfach grundsätzlich, egal ob sie gut oder schlecht sind, das heißt ohne Bewertung aufgeschrieben werden. Jetzt haben wir nur folgende Situation: Beispielsweise Marcel, du bist jetzt in Leipzig, ich bin hier in Hannover und dann laden wir noch ganz andere Leute ein, die ganz woanders sind.

    Und wir möchten jetzt trotzdem über die Entfernung 'ne Konferenz machen über irgendein Thema, was wir machen, irgendein Projekt, was wir besprechen wollen. Das machen wir über Skype oder das machen wir per Telefon. Nur jetzt haben wir das Problem, wie es bisher gelaufen ist. Ich beispielsweise, als jetzt der, der Moderator dieser Geschichte mache mir jetzt irgendwelche Notizen, die anderen machen sich auch Notizen über die Stichpunkte.

  12. Marcel

    Und irgendeiner ist dann der Dumme, der da 'n Protokoll davon machen muss.

  13. David

    Noch nicht mal. Wenn, wenn, das wär ja der Idealfall. Normalerweise sieht's doch so aus, dass jeder sich irgendwie 'ne E-Mail schreibt und die, das ganze dumme Gerümpel geht los. Wer hat jetzt die aktuellste Version? Und das ist alles Müll. Also am besten man trifft sich live und macht es an einem Board. Aber das haben wir ja nicht. Also wir arbeiten ja sehr gern übers Internet. Und jetzt gibt es eben Mindmeister, mindmeister.com, den Link auf Technikwürze.de.

    Das ist kein Programm, was ihr euch runterladen könnt, sondern das ist 'ne direkte Webapplikation, die ihr im Browser bedienen könnt. Und es funktioniert so: Ihr loggt euch da ein und könnt, eure Gedanken aufschreiben, Relevanzen ziehen, Linien ziehen. Ihr könnt das Ganze noch schön gestalten und das kann jeder im Team live machen. Und die Änderungen kommen auch bei den anderen Leuten an. Das heißt, am Telefon könnt ihr drüber reden und die anderen packen ihre Ideen rein.

  14. Marcel

    Man hat also ein schönes, ich sehe hier ein weißes, ja, ich nenn's einfach mal Papier. Ich bin jetzt da so pingelig. Also wir haben ein schönes weißes Papier, das ist kariert, der Übersicht halber. Und dann, bietet sich an, da im Zentrum, wie, wie macht man's auch beim Mindmapping oder beim Brainstorming, das kann man dann halten wie man will, aber im Zentrum dein Begriff, ja, was weiß ich.

  15. David

    Das ist das Projekt.

  16. Marcel

    Wir planen das Projekt, wir planen die nächste Technikwürze-Sendung. Das steht da drin. Und dann kann man da Linien ziehen, dann entsprechend Kästchen drum machen, das offensichtlich auch farbig gestalten. Und zu diesen einzelnen Kästchen, wie das halt normalerweise am Board auch läuft, Unterverzweigungen auch hinterlegen.

  17. David

    Genau. Und das eben live über das Internet.

  18. Marcel

    Und jeder sieht das sofort?

  19. David

    Jeder sieht das sofort. Der Vorteil einer Webapplikation liegt ganz einfach auf der Hand. Also ich muss mir kein schweres Programm runterladen und hätte dann, selbst wenn ich ein Programm jetzt runterladen würde in, als meine Person, dann hättest du noch lange nicht das Programm. Und selbst wenn du das Programm hättest, müssten wir überlegen, dass wir uns gegenseitig unsere Dateien gegenseitig zuschieben, hinterher per E-Mail. Was ja blödsinnig ist. Also Mindmeister versucht das Ganze im Netz.

    Ich hab mir so 'n paar Stichworte aufgeschrieben, was das an Funktionalitäten hat, die das ganze Ding besonders machen. Das Ganze ist 'ne Web zwei null Applikation, funktioniert unter Ajax. Das ist also, neueste Machart also sozusagen. Das ganze Ding sieht hübsch aus, ist in Teilen auch gemacht von Wolfgang Barthelme. Schönen Gruß an dich, Wolfgang. Das ganze Ding noch mal kurz vorweg, ist nicht mehr in der Betaphase, sondern jetzt in Version eins null wirklich online. Kann also jeder nutzen.

    Das ganze Ding bietet natürlich auch 'n Export als RTF. Das ist ja dieses normale Textformat, was du auch von Word, denk ich, kennst als Journalist, als Normaler.

  20. Marcel

    Sogar ich kenn das, jawoll.

  21. David

    Dann kannst du das auch in die Programme Free Mind und Mind Manager. Das sind so Programme, die du direkt runterladen kannst. Da kannst du es exportieren, sodass du's vielleicht in 'ner Agentur dem Chef am nächsten Tag zeigen kannst.

  22. Marcel

    Es gibt ja auch 'ne ganze Menge, Software für Projektmanagement. Das weiß nicht, ob du das jetzt schon gecheckt hast, aber das wär natürlich höchst interessant, wenn man, diese Geschichte auch dort mit irgendwie einsetzen kann. Macht möglicherweise durchaus- Mag das auch sinnvoll sein, wenn man ja die Meilensteine festlegt und man hat jetzt zu einem bestimmten Meilenstein ein entsprechendes Brainstorming oder eben auch ein Mindmapping angefertigt, dass man das dort auch platzieren kann.

  23. David

    Na ja, was du machen kannst, ist zum Beispiel auch, du kannst es als Bild exportieren, sodass du es direkt jetzt in ein PDF bauen kannst und dem Kunden schicken kannst und sagst ihm: "Du, wir haben jetzt hier im, in unserem Team, einerseits die einen sitzen in Hamburg, die anderen sitzen in München. Wir haben uns Gedanken gemacht und hier sind die Resultate."

  24. Marcel

    In welchen, Formaten speicherte das ab? Ist das, -

  25. David

    Ich weiß es nicht. Geh mal an, das wird ein normales JPEG sein. Ja, aber das kann man sicherlich auch umwandeln.

  26. Marcel

    Genau. Die Frage, die ich habe, ich weiß nicht, ob du schon durch warst mit Usability, aber bevor ich es wieder vergesse, ist, was haben wir im Vorfeld auch drüber gesprochen, die Moderation. Ich stelle mir jetzt folgende lustige Situation vor: Wir haben also zehn Leute, die gleichzeitig zugreifen. Die sitzen in Timbuktu, in Leipzig und in, Honolulu.

    Da muss es ja irgendwo einen Moderator geben, weil ich sehe jetzt dort zum Beispiel nicht, wie man es bei ICQ kennt, du hast dein Fenster, du willst schon losschreiben, deinen Gedanken loswerden. Du siehst natürlich dort, ah, hier der David, der schreibt gerade was. Also nehme ich mal die Finger von der Tastatur und lasse ihn erst mal schreiben. Sehe ich jetzt hier dort nicht. Also sprich, mir fehlt im Moment so ein bisschen diese Moderationsschiene.

  27. David

    Also man sollte, man sollte einen menschlichen Moderator da schon einbauen. Also das, man hat hier eine History, in der man sagen kann, ich nehme einen alten Stand wieder zurück, falls jemand Bockmist gebaut hat. Diese Funktionalität gibt es. Man muss jetzt auch nicht explizit speichern, sondern alles das, was man macht, wird direkt gespeichert und der andere sieht es dann ebenfalls direkt auf seinem Rechner, in seinem Browser.

    Nur jetzt mal angenommen, da würden, zwei Leute direkt an einem Punkt arbeiten – ungünstig. Ich weiß nicht, was passiert. Das haben wir jetzt im Szenario nicht getestet. Nichtsdestotrotz, jeder kann seine Ideen einbringen, aber vielleicht ist da einer, der sagt, ich, nehme die Moderation an mich, und dirigiere das Ganze jetzt und trage vielleicht die Ideen ein. Aber die anderen haben den Vorteil, dass sie zumindest live alles direkt sehen können.

  28. Marcel

    Im Idealfall sind sie ja möglicherweise auch per Skype verbunden. Das heißt, man kann ja auch kurz sagen: "Übrigens, mir fällt da was ein. Ich bin jetzt am Schreiben." Aber gleichwohl so eine Art Moderationsschiene muss sein. Ich frage mich natürlich auch, was ist mit zwei, drei Leuten, die kein Skype haben? Ob es da mal so was gibt, dass man da auch so wie bei ICQ einen kleinen Textticker hat, dass man sagt, hier, der Marcel, der schreibt jetzt gerade was.

  29. David

    Genau, es gibt eine Benachrichtigungsfunktion zu Twitter. Twitter, das habe ich dir im Vorfeld gezeigt. Das ist ja dieses, Microblogging sozusagen, wo jeder, so ist es zumindest gedacht, seine Gedanken aufschreibt, was er gerade tut, dass andere nachvollziehen können, was macht denn der David Merceski jetzt zum Beispiel. Also vorhin haben wir in Twitter reingeschrieben, wir planen jetzt gerade die Inhalte für die neueste Technikwirsze-Sendung. Die anderen wussten Bescheid.

    Das Ganze wird jetzt missbraucht als Chat, was aber auch recht positiv ist und, Mindmapper bietet ebenfalls eine Exportfunktion. Sollte sich irgendwas ändern, dann schickt es per Twitter automatisch eine Nachricht raus, die ich mir dann anschauen könnte. Im Idealfall ist, wir haben eben ein Team, wo jemand in der Agentur noch irgendwas anderes machen muss, weil er noch einen Job reingekriegt hat, aber über Twitter kann er auf dem Laufenden bleiben, wie weit die Diskussion ist.

    Hat natürlich Vorteile. So, das Ganze bietet natürlich Drag-and-drop-Möglichkeiten, wie man das normal im Windows- oder Mac-Programm kennt. Man kann Sachen hin- und herschieben, ohne jetzt komische Sachen machen zu müssen. Also von der Bedienung wunderbar. Copy und Paste ist auch möglich, also Kopieren von ganzen Inhalten auf eine andere Map funktioniert. Das Ganze ist, in der Basisversion kostenlos.

    Ihr könnt sechs Maps erstellen und wenn ihr den guten Leuten drei Euro einundzwanzig im Monat überweist, dann kriegt ihr einen Premium Account und könnt dann unendlich viele Maps machen und diese speichern und eventuell dann noch andere Sachen genießen. So weit zu meinem Meister.

  30. Marcel

    Plugins.

  31. David

    Die nächste Sache, die wir euch vorstellen wollen, ist ein Widget für Mac. Leider jetzt nicht für die Windows-User. Ich hoffe, ich verschrecke euch nicht..

  32. Marcel

    Die schalten jetzt millionenfach ab.

  33. David

    Ich hoffe es nicht. Ich hoffe, ihr bleibt bei uns. Vorstellen-

  34. Marcel

    Wir machen es trotzdem, David, ne?

  35. David

    Genau, vorstellen möchte ich ein kleines Widget. Photo Drop für Macintosh heißt das ganze Ding. Und, folgendes Szenario stelle ich mir jetzt vor: Ich möchte jetzt bloggen und ich habe jetzt ein Bild, was ich geschossen habe per Kamera oder aus dem Internet gezogen. Ich habe einen Screenshot gemacht und ich möchte jetzt darüber bloggen und das auf einem Blog online stellen. Was habe ich denn bisher gemacht? Ich habe ein Programm geöffnet. Dieses Bild habe ich bearbeitet.

    Ich habe es gespeichert, möglicherweise exportiert. Vorher habe ich es vielleicht noch so mit Effekten versehen, dass ich einen Schlagschatten drunter habe. Ich habe runde Ecken reingemacht oder was auch immer. Schlussum ich habe es bearbeitet, habe es gespeichert, habe dann mein FTP-Programm aufgemacht, habe das ganze Ding hochgeladen und konnte erst dann damit arbeiten.

  36. Marcel

    Ich schlafe ja schon vom Zuhören ein.

  37. David

    Richtig, genau. Einige mögen das vielleicht in Photoshop gemacht haben. Jetzt gibt es kleinere Programme, die das vielleicht schneller erledigen, aber die beste Möglichkeit, die präsentiere ich euch heute. Und zwar ist das Photo Drop und das funktioniert folgendermaßen: Wenn ihr auf dem Desktop auf Mac jetzt zum Beispiel ein Bild liegen habt, dann klickt ihr das an und zieht es per Drag and Drop einfach in dieses Widget rein. Das hat so eine Zone, wo man direkt loslassen kann.

    Das Bild wird direkt quasi importiert. Man kann per Drag and Drop direkt die Größe jetzt einstellen von dem Bild. Man kann den Effekten zuweisen wie Schatten, runde Ecken. Man kann die Farben justieren lassen, man kann ein Wasserzeichen reinsetzen lassen, wie zum Beispiel sein Logo, kann das in der Größe verändern und direkt abspeichern. Entweder in die Zwischenablage oder auf den Desktop. Und jetzt kommt die Kombination, warum auch der Mac eigentlich so toll ist.

    Ein zweites Widget, nämlich von der Firma Panic, die hatten wir ja letzte Woche mit diesem schönen Editor. Die haben ja, das hatten wir auch letzte Woche angesprochen, dieses FTP-Programm Transmit. Für den Mac, da gibt es auch ein Widget. Und wenn ich jetzt dieses aus Photo Drop fertige Bild direkt per Drag and Drop auf dieses Widget, auf diesen Lkw ziehe von diesem Transmit, dann lädt er das automatisch hoch auf den FTP-Server und ich kann direkt damit bloggen.

    Das heißt, im Idealfall, wenn ich jetzt ein Bild habe, was fünf Megabyte groß ist, ziehe ich das per Drag and Drop rein. Ich habe meine Größe schon eingestellt, ziehe es per Drag and Drop auf den Lkw, auf Transmit und das dauert noch nicht mal zehn Sekunden und ich habe das fertige, bearbeitete Bild direkt auf meinem Server und kann damit bloggen.

  38. Marcel

    Du meinst, fertig heißt, Widget. Du hast, du kannst also eine Voreinstellung machen, dass jedes Mal, wenn du das Widget benutzt, es schon vorgefertigt ist. Es ist für Web gedacht. Das heißt, es kann also sein, dass weiß ich, mit zweiundsiebzig DPI oder so, dass du, egal ob du ein Ein- oder zwölf Megabit, Megabyte, noch mal zwölf Megabyte Bild- Schwieriges Wort. Also auch wenn du das reinschiebst, es ist sofort auf zweiundsiebzig DPI umgerechnet.

  39. David

    Richtig, genau. Ja.

  40. Marcel

    Das sind weniger Handgriffe. Das heißt, du sparst dir das Öffnen eines eigenen Programms. Widget weiß glaube ich auch jeder, was es ist. Wer einen Mac ju-- Wer einen Mac used, hö. Wer einen Mac nutzt.

  41. David

    Ja, das gibt es ja jetzt auch zum Beispiel für Windows. Da heißt es allerdings Gadgets, die sind so im rechten Bereich. Widgets sind so kleine Programme, die man während der Laufzeit einfach mal so einbinden kann, um irgendwelche Sachen zu erledigen. Sei es der Rechner oder eben auch solche nützlichen Sachen. Der Link dazu zur Photo Drop natürlich auf Technikwürze de.

  42. Marcel

    Aber ich bin auch der Meinung, und das bin ich jetzt so penetrant heute: Je schneller man Bilder verarbeiten kann, ich finde das toll. Es nimmt aber niemals die Idee natürlich ab, wenn ich ein Bild von irgendwem in einen fremden Blog schnell installieren will. Natürlich immer auf die Urheberrechte achten.

  43. David

    Selbstverständlich.

  44. Marcel

    Das hat mit der Schnelligkeit nichts zu tun.

  45. David

    Selbstverständlich.

  46. Marcel

    Gut, genug mit dem Zeigefinger.

    Fundstücke.

  47. David

    Kommen wir zum Kernthema dieser Sendung, warum Usability wichtig ist. Das, ist der, der große Titel unserer Sendung. Und zwar hat mich-

  48. Marcel

    Der Titel.

  49. David

    Marcel, du hast mich heute auf eine Idee gebracht. Du hast hier gesagt: „Schau mal eine Webseite an." Und zwar soll ich mir anschauen, das GIS von Hannover. Und das GIS steht für, da habe ich dich eben mal gefragt, Geoinformationssystem Hannover. So, jetzt und die erste Frage, was ich gemacht hatte, ich habe eine Landkarte gesehen und habe rechts irgendwelche Buttons gehabt. Jetzt muss ich sie gerade mal bei dir anschauen.

    Ich weiß nicht, ich habe so zwei, drei Buttons gesehen, aber ich wusste nicht, was schlussendlich dahinter steckt.

  50. Marcel

    Dein Kommentar war erst mal: „Das war ganz großer Müll."

  51. David

    Na ja, weil ich nur so eine schlechte Karte gesehen habe. Aber die Frage, die sich mir eben gestellt hat und warum ich dich gefragt habe, ist: Marcel, was ist das eigentlich? Erklär's doch mal den Hörern jetzt. Was ist ein Geoinformationssystem und was soll es normalerweise können?

  52. Marcel

    Geoinformationssystem gibt es natürlich auch bei Wikipedia einen wunderschönen, elend langen Beitrag. Den wirst du, denke ich mir, nachher auch mit verlinken. Geoinformationssystem, kurz GIS, heißt erst mal nichts anderes als ein rechnergestütztes Informationssystem zur digitalen Erfassung und Ausgabe von, wie heißt das so schön, raumbezogenen, also geographischen Daten-

  53. David

    Weiho, Weiho.

  54. Marcel

    In Form einer grafischen Präsentation. So, das ist erst mal das. Und das gibt es natürlich für alle möglichen Anwendungen.

  55. David

    Kommen wir zur Wissenschaft jetzt.

  56. Marcel

    Zur Wissenschaft. Und das gibt es für alle möglichen Anwendungsbereiche, denn, und jetzt kommen wir dazu: Ich verstehe Usability. Du magst das alles verstehen, das kannst du gleich mal erweitern. Aber ich verstehe Usability von Webseiten so, dass ich als Nutzer einer Webseite auch wirklich damit klarkomme. Jetzt muss ich ein bisschen praktikabel werden, dann kommen wir auch sofort zu Hannover oder nein, wir steigen direkt mit Hannover ein.

    Ich bin ja hier als Lokaljournalist unterwegs- Und brauche natürlich unheimlich viele Daten, was einzelne Stadtteile, Stadtbezirke, Straßen, Baupläne vor allen Dingen angeht. Und Baupläne, das ist so ein Beispiel, was man in diesem neuen System von Hannover GIS, werden wir auch verlinken, finden kann. Das ist, ein sehr neues System, wo natürlich sicherlich sehr lange dran gearbeitet wurde.

    In Teilen gab es das auch schon, aber jetzt ist das erst mal für die breite Öffentlichkeit und damit auch für mich als Journalist nutzbar. Heißt erst mal nichts weiter als jede Menge Kartenmaterial- Zu verschiedensten Themen zur Stadt und Region Hannover.

  57. David

    Das heißt, Moment, wenn ich, wenn-- Du bist jetzt Journalist und du schreibst jetzt einen Artikel über, was weiß ich, Bebauungsgebiete in, in, keine Ahnung, Alferbüchen, und du möchtest jetzt genau wissen, wie es aussieht. Bisher denke ich mal, also ich für meinen Teil hätte die Stadt angerufen, hätte gefragt: „Wie sehen denn eure Bebauungspläne aus? Ich schreibe gerade einen Artikel.

    Könnt ihr mir eventuell was zufaxen?" Und all diese Dienste und weitaus mehr, da kommen wir gleich noch mal drauf zu, gibt es jetzt online.

  58. Marcel

    So sieht es aus.

  59. David

    So erst mal so weit zur Theorie.

  60. Marcel

    Die denken natürlich nicht nur an den Journalisten, das finden die natürlich toll, sondern erst mal an den normal sterblichen Bürger. Oh Gott, sind wir natürlich auch. Okay, also, an den normalen Bürger, der sich einfach informieren will: Was ist in Hannover los? Was gibt es in den einzelnen Stadtteilen? Ich bin jetzt mal gerade hier drauf auf Hannover minus GIS Punkt de und da hat man rechts so einen Themenblock, da steht drinne: Wo gibt es eigentlich Baulücken?

    Welche Baupläne hat es eigentlich? Welche davon sind rechtskräftig? Jugendeinrichtungen.

  61. David

    Das heißt, Moment. Also gerade mit diesen Bausachen könnte ich mir jetzt, wenn ich ein Haus plane zu bauen in Hannover, könnte ich dieses System nutzen, um zu gucken, wo sind denn Baulücken oder wo ist eine Bebauung geplant?

  62. Marcel

    Genau. Also, für mich erst mal auf den ersten Blick und da, das führt uns nämlich zum Thema hin. Also ich finde das Material, was da drinnen ist, das vorweggenommen- Großartig.

  63. David

    Aber ich kann auch nach Jugendeinrichtungen oder-

  64. Marcel

    Du kannst, du kannst nach-

  65. David

    Was kann ich noch suchen?

  66. Marcel

    Du kannst nach Jugendeinrichtungen gucken. Du kannst dir sogar Luftbilder anzeigen lassen. Du kannst gucken, wo sind welche Schulen, nach Kindergärten kannst du gucken. Also noch und nöcher.

  67. David

    Garagen, Stellplätze.

  68. Marcel

    Garagen, Stellplätze. Das Ganze auch für der Stadtgebiet. Du kannst die einzelnen Stadtteile, die Stadtbezirke und du kannst kleinteilig bis auf 'n Meter genau dir Be, die Bebauungspläne angucken lassen und welche Grundstücke sind denn das eigentlich? Wo ist 'ne Baulücke? Und das ist natürlich auch wichtig für Leute, die meinetwegen neben größerem Baugebiet wohnen. Das ist natürlich das, was mich dann wieder, da sind wir beim Beispiel- Journalismus, interessieren.

    Irgendwo gibt's 'n Aufreger, da wird gebaut, 'n Riesenwohngebiet. Und da sind natürlich die, lassen wir's mal Gewerbe sein und da wollen die Anlieger wissen, was passiert denn da genau? Können sie sich also da 'ne Karte angucken, können sehen, von wo bis wo ist das alles. Das alles ohne Papier, nur im Internet. Und dann auch sagen, okay, ich weiß, da muss ich natürlich meine, mein Statement abgeben bei, beim Stadtplaner und so weiter, damit man auch das noch einarbeiten kann, ne?

    Es gibt immer viele Anmerkungen, so Baupläne liegen ja öffentlich aus.

  69. David

    Bevor wir noch mal auf die Usability gleich eingehen, vielleicht sag ich noch mal kurz so stichpunktartig, was man da finden kann neben diesen Baulücken. Einrichtung Jugendhilfe haben wir hier, denn Garagen hab ich schon angesprochen. Grundschule, Einzugsbereich ist vielleicht auch wichtig, wenn ich meine Kinder in die Grundschule schicken möchte und möchte gucken, welche Schule ist denn jetzt die nächste oder welche ist für meinen Bezirk zuständig.

  70. Marcel

    Noch haben wir die Schulbezirksgrenzen hier in Hannover. Auch das wird irgendwann fallen.

  71. David

    Kleingartenkolonie hab ich angesprochen, Luftbilder gibt es hier ebenfalls. Mobilfunkkataster, das denk ich mal, sind diese, diese, dreieckigen, viereckigen Dinger, wo Mobilfunkbereiche drin sind.

  72. Marcel

    Ja, ja.

  73. David

    Was haben wir hier noch? Postleitzahl sehe ich hier, Radwege und Freizeitkarte. Auch sehr interessant, also für den Normalbürger, dass nicht nur er Bebauungsprobleme sieht, sondern kann sich seine Freizeit hier planen. Reserveflächen für Gewerbe, Schulstandorte, Spielflächen, Stadtbezirke direkt, das hattest du angesprochen. Überschwemmungen auch recht interessant.

  74. Marcel

    Überschwemmungsgebiete, das ist natürlich baurechtlich interessant. Wo, bin ich im Überschwemmungsgebiet drin? Das heißt-

  75. David

    Oder muss ich so 'ne Wanne mit einplanen, die mein Haus, macht. Wahlbezirke der Kommunalwahlen, Verkehrszählungen und so weiter. Das so weit zum Umfang. Nur das Problem, was ich vielleicht festgestellt hatte heute, als ich da drauf war: Ich hatte im rechten Bereich gesehen, sechs Buttons, Stadtkarte, Luftbild, Suchen, Legende.

    Links hab ich diese fürchterlich schle-- Also ich find, wenn ich das mit Google Maps jetzt vergleiche, schlechte Kartenansichten teilweise und, und hab eigentlich nur meinen Standort gesehen und ich wusste nicht so recht, damit was anzufangen. Und Marcel sagt hier, du sagtest: "Schau bitte mal unbedingt drauf, da sind tausend Informationen", und ich hab nur 'ne blöde Landkarte gesehen.

    Das Problem ist ganz einfach, dass ich übersehen habe, sobald ich, auf die Legende klicke, dass ich 'n bisschen weiter unten 'n, einen Bereich ändert, wo ich diese diverse Sachen einstellen kann. Also w-was möchte ich jetzt anzeigen? Kindertagesstätten oder Stadtteile oder was möchte ich anzeigen? Das heißt, die, diese Details hab ich nicht gesehen.

    Ergo ist die Usability eigentlich so schlecht, dass ich als Normalanwender das ganze Ding nicht wahrgenommen habe und im schlimmsten Fall direkt von der Webseite abhaue, bevor ich überhaupt weiß, was für tolle Informationen dahinterstecken.

  76. Marcel

    Was hättest du dir denn gewünscht? So 'n Riesenbutton, der direkt an deine Bildschirm, klopft und sagt, "Drück mich, drück mich"?

  77. David

    Nicht übertrieben. Also das Problem, was ich jetzt bei GIS Hannover hatte, ist ganz einfach, dass es zu unscheinbar ist. Ich kam mit der Navigation anfangs überhaupt nicht klar, sondern musste mir erst mal von dir erklären lassen, was das für Informationen hat und wo ich die finde. Ich wusste gar nicht, wo sie sind. Also es tut sich aufm Bildschirm zu wenig.

    Ich hab links die Landkarte, rechts die sechs Buttons und, es müsste viel aufgeräumter sein, viel verständlicher sein, sodass der User direkt auf die Möglichkeiten gelenkt wird, was er einstellen kann.

  78. Marcel

    Also da geb ich dir absolut recht. Denn wie gesagt, ich nach wie vor, das sind ganz großartige Informationen, wo, der Bürger, der irgendwie Interesse an, an der Stadt hat, ob nur als Bauherr, als Nachbar eines Baugrundstücks oder als jemand, der sonstige Informationen sucht, ist ganz, ganz großartig. Für mich als Journalist sehr, sehr wertvoll. Das Ganze elektronisch, ohne dass ich lange suchen muss.

    Das Problem für mich allerdings auch, ich nicht als Webdesigner, sondern als Nutzer von mir aus gesehen, Usability ebenfalls große Minus oder sehr viele Minuspunkte, weil erst mal, dass die Karte 'n bisschen langsamer ist, okay, ich glaub, man braucht wirklich DSL. Mit Modem kommst du hier nicht weiter.

  79. David

    Nee, selbst das nicht. Also wir haben in der Redaktion, um's ganz kurz auszuführen, das Problem der Karte ist auch, sie braucht elendig lang. Hast du irgendeine Option angeklickt, braucht es mindestens, ich weiß nicht, super viele Sekunden trotz schneller DSL-Leitung, bis die Karte sie aufgebaut hat.

  80. Marcel

    Wobei ich da bezweifle, dass es schneller geht, denn es, man muss sich ja vorstellen, jede Karte, die sich aufbaut, bekommt neue Informationen zugewiesen. Da hab ich jetzt noch nicht genug Ahnung, von Webprogrammierung, ob man das anders machen könnte, aber man stelle sich vor, ich, ich scrolle ja die Informationen, ich zoome, ja?

    Und dann muss natürlich alles, was ich dann neu eingestellt hab, ich such also nicht mehr die Schulbezirksgrenzen, sondern ich such jetzt meinetwegen Überschwemmungsgebiete, musste also komplett umbauen. Und damit glaub ich gerne, das dauert 'ne Weile. Vielleicht geht das schneller. Ich weiß es nicht.

  81. David

    Es geht definitiv schneller, nur kurz zum Background. Es ist ja, Google Maps kennst du ja auch, oder? Oder Google Earth, diese Anwendung, wo du durch die Weltkarte schauen kannst. Ich kann mit einem Klick direkt in Hannover reinzoomen bis auf einhundert Meter genau und es wird alles direkt scharf gezeichnet mit drei-

  82. Marcel

    Aber da ändern sich ja die Informationen nicht. Du zeigst-

  83. David

    Doch, teilweise schon. Der lädt die Satellitenbilder ja nach. Das macht er. Und das geht ja rasend schnell. Aber selbst wenn ich jetzt mir 'ne Google-Maps-Karte angucke, wo er diese Straßenkarten ebenfalls einblendet, es ist ja nur 'ne Sache A der Programmierung und B der Rechner, des Server, die die Information schneller bearbeiten. Das heißt, es könnte in Sekundenschnelle gehen. Nur offensichtlich hat Hannover wahrscheinlich nur ein, zwei Server, die das Ganze bewerkstelligen.

  84. Marcel

    Ich, ich würde es mir wünschen, denn es, das ist leider nicht die, der einzige Minuspunkt in meinen Augen. Bei der Nutzung dieser fantastischen Daten. Die Übersicht, was finde ich wo beziehungsweise auch den Namen, was, was finde ich wirklich unter den, Stichworten, die ich auswählen kann- -wirklich hinterlegt, erschließt sich mir nicht sofort. Wir haben ja, eine große Karte aufgeschlagen, wo dann das letztendlich das Bild zu sehen ist.

    Und da gibt's ja daneben so 'ne kleine, so 'ne Art grafische Karte, wo man, sich den Ausschnitt der Karte, die zur Verfügung steht, ja auswählen kann. Die lässt sich zum Beispiel nicht verschieben.

  85. David

    Richtig, ja.

  86. Marcel

    Das ist ganz furchtbar kompliziert.

  87. David

    Auch eine Sache, die wir gewohnt sind eigentlich, ne.

  88. Marcel

    Ja, und es gibt eine ganze Reihe an Menüpunkten, die ich nicht auf den ersten Blick übersetzen kann, wo ich erst mal sehr viel Zeit investieren muss, um rauszufinden, was mache ich damit. Und den Punkt, wie gesagt, ich hab's angesprochen: Baupläne sind für mich oft wichtig. Weil ich darüber schreiben muss. Und jetzt hab ich einige Baugebiete auf dem Plan, die mich auch interessiert haben, habe ich sofort eingegeben und versucht zu finden. Ich habe sie nicht gefunden.

  89. David

    Ja, weil, woran lag das?

  90. Marcel

    Kann ich erst mal nur vermuten, dass ich also nicht die Adresse eingeben kann, die Straße, an der dieses Baugebiet liegt.

  91. David

    Oder ist es dieses Amtsdeutsch, was die verwenden?

  92. Marcel

    Es ist wahrscheinlich ein Amtsde-- beziehungsweise jede, na ja, ich weiß nicht, wie das anderswo heißt, aber in Deutschland sind das bestimmte Drucksachen, die herausgegeben werden, die durch den Rat der Stadt und durch alle Gremien wandern. Und eine Drucksache ist natürlich, enthält natürlich auch einen Bebauungsplan. Und die haben alle eine bestimmte Nummer. Wenn ich die Nummer nicht weiß, finde ich offensichtlich auch den entsprechenden Bebauungsplan dieses Gebiet nicht.

  93. David

    Das heißt, selbst da fehlt es an Usability- -zumindest eine Information für dich bereitzustellen, dass du, wenn du so eine Karte suchst, zum Beispiel die Nummer eingeben musst, damit du sie findest.

  94. Marcel

    Korrekt.

  95. David

    Also selbst solche Hinweisinformationen fehlen gänzlich. Und wenn welche da sind, dann sind sie so spärlich, dass man sie entweder nicht wahrnimmt oder sie so schlecht detailliert sind. Also ich habe so den Eindruck bei der GIS-Information hier von Hannover, dass das wirkliche Technikfreaks gemacht haben.

    Die mögen, ich möchte nichts unterstellen, aber die mögen wirklich von ihrem Job richtig Ahnung haben, dass die das Ding programmieren und diese ganzen Informationen einblenden und sich die Karten darstellen lassen und das alles georeferenziert richtig gut hinkriegen. Das mögen die richtig gut gemacht haben, aber ich habe das Gefühl, die haben als Techniker gedacht und niemals drüber nachgedacht-

  96. Marcel

    Techniker und Bürokraten.

  97. David

    Techniker und Bürokraten. Niemals drüber nachgedacht: Was ist denn, wenn ich meine Mutter oder meinen Vater davor setze, der jetzt eine Information über einen Kleingartenverein haben möchte? Der ist jetzt hier nach Hannover gezogen und möchte jetzt wissen: Wo kann er seinen Garten aufstellen? Die haben nie wirklich, glaube ich, einen dran gesetzt, der das Ding mal testet und, und wirklich mal guckt: Sind die Informationen, die ich anbiete, leicht zugänglich?

    Oder, oder muss ich Stunden da drin verbringen, so wie wir jetzt in Hannover, bis ich an die relevanten Informationen komme? Weil das, die Gefahr, die besteht ja immer ganz dahinter: Wenn ich die Information so tief habe oder, oder ich habe eine Barriere und komme nicht dran, dann hauen gerade sehr, sehr viele Leute ab, weil sie nicht so lange vor dem Rechner sitzen wollen. Die hauen ab, gehen nach ein paar Sekunden, verlassen die Seite.

    Und, wenn ich mir das überlege, es haben was weiß ich wie viel Tausende von Mannstunden an Arbeit und an Gedankengut da drin gesteckt und was weiß ich wie viel Hunderttausende von Euro jetzt nur in Hannover und wirklich eine intensive Mühe, diese Daten da zu beschaffen und zu programmieren. Und die Leute benutzen das nicht, weil sie kapitulieren nach dreißig Sekunden. Dann ist das Ziel nicht erreicht. Fantastische Information, aber nicht nutzbar.

  98. Marcel

    Ein erstklassiges Material. Wie gesagt, Hochachtung. Ich habe übrigens, um mal zusammen, warum wir gerade dieses, nicht nur, weil wir hier wohnen oder weil ich jetzt über Hannover schreibe, sondern-

  99. David

    Ist ganz aktuell jetzt.

  100. Marcel

    Das ist ganz aktuell jetzt gekommen. Das zum einen. Dann hab ich mal, herumgeschaut. Es, zu Geoinformation gibt's natürlich sehr viel.

  101. David

    Also auch in anderen Städten.

  102. Marcel

    Aber in anderen Städten habe ich nicht so arg viel gefunden- -dass dem vergleichbar wäre, ja. Ich bin auch zum Beispiel über Braunschweig, unser kleiner Intimfeind in Niedersachsen. Alle Braunschweiger mögen mir verzeihen, aber-

  103. David

    Wir haben auch einen Braunschweiger, also herzlich willkommen.

  104. Marcel

    Ja. Hoch auf die Braunschweiger. Ich liebe die Stadt, ganz ehrlich. Okay, aber, so was bieten die nicht. Es ist nicht oft der Fall, dass eine Kommune so aufbereitetes, so tolles Material hat und dann ver, ist das so verkorkst. Es ist echt verkorkst. Ich, ich bedaure das unheimlich sehr. Ich weiß tatsächlich nicht, wann ich da noch mal hineingucken werde. Ich werd's natürlich irgendwann tun.

  105. David

    Es ist schade.

  106. Marcel

    Einfach notgedrungen, weil's mein Job ist. Aber als Bürger würde ich sagen: Daumen runter. So, aber vielleicht zum Abschluss, damit jetzt keiner sagen kann, wir gucken jetzt hier nur bei Niedersachsen und nicht wirklich noch woanders hin. Wir sind dann doch noch mal fündig geworden, und zwar in Österreich. Servus. Da geht's nach Salzburg.

  107. David

    Und zwar hat das Land auch 'ne Geoinformation.

  108. Marcel

    Das Land Salzburg. Genau.

  109. David

    Das Land Salzburg.

  110. Marcel

    Ja. Und, das hat jetzt einen ganz kryptischen Namen. Den Link werden wir dir natürlich auch mit dranhängen.

  111. David

    Alles auf technisch

  112. Marcel

    Und dort findet man auch GIS online, halt für Salzburger Land. Man kann dort auch wiederum nach allen möglichen Gemeinden suchen. Da hat's 'ne ganz schöne Übersicht, Button oder Liste vielmehr, wo man dann nach Gemeinden, Bezirken et cetera suchen kann und ich bin jetzt gerade auf Salzburg-Stadt gelandet, sehe da eine Karte, na ja, sagen wir mal, null acht fünfzehn Karte, so runtergescannt, wie man sie als Printformat von Wanderkarten et cetera erkennt.

    So, und jetzt stehe ich aber auch tatsächlich dort davor wie der Ochs vorm neuen Tor. Ich habe rechts eine Riesenmenüleiste, wo unheimlich viel einstellbar ist. Hab das vorher mal mit dem David zusammen gemacht. Da haben wir mal geschaut. Man kann nach Karten, Plänen, man kann sich auch dort Gemeindegrenzen angucken. Auch in Sachen Freizeit kann man sich offensichtlich Sachen anzeigen lassen, also wo halt welche Gasthäuser, welche Freibäder et cetera.

  113. David

    Also auf den ersten Blick haben wir schon mehr Informationen gesehen. Nur das Problem, was wir zum Beispiel gerade hatten, als wir diese tausend Sachen angeklickt haben, was er uns zeigen soll: Es ist nichts passiert. Warum nicht Marcel?

  114. Marcel

    Weil es da diesen lustigen Knopf Aktualisieren gibt und den habe ich tatsächlich erst gefunden oder den haben wir erst gefunden, nachdem wir schon paar Minuten lang da rumgestarrt, geschraubt und angeklickt und wieder weg gemacht haben.

  115. David

    So rechts oben, ganz in grau und ganz klein. Das heißt, man muss quasi erst die Optionen wählen und klickt dann auf Aktualisieren, damit sich die Karte mit den aktuellen Informationen erst aktualisiert.

  116. Marcel

    Korrekt. Das heißt, sie tun es offensichtlich und das ist der zweite Minuspunkt hier. Ich erkenne leider nicht, ob sich was getan hat. Also nur mal 'n Beispiel: Ich habe, ich gehe jetzt mal in Infrastruktur Freizeit rein. Ich habe dort angekreuzt, Badestellen, Skipisten, Seilbahn, Schiffe et cetera.

  117. David

    Es ist, glaube ich, alles angeklickt, ja.

  118. Marcel

    Es ist alles angeklickt.

  119. David

    Aber man sieht nichts.

  120. Marcel

    Ich gehe noch mal auf Aktualisieren. Ich habe, wie gesagt, die Salzburgkarte in recht guten Auflösung vor mir.

  121. David

    Scheint sich nichts geändert zu haben.

  122. Marcel

    Nö.

  123. David

    Also das Problem ist auch, was wir festgestellt haben, offensichtlich gibt es alle Menüpunkte auf einmal. Aber wenn jetzt zum Beispiel mal angenommen neunzig Menüpunkte in, in diesem Kartenausschnitt nicht von Relevanz sind, weil es zum Beispiel diese ganzen Institutionen dort nicht gibt, dann kann ich so viel klicken wie ich will. Das bringt alles gar nichts. Er soll wirklich zum Beispiel aus Usability-Sicht nur diese Punkte anbieten, die zum Beispiel auch auf der Karte sind.

    Aber das tut es hier in keinem Fall. Also, trotz dessen, wie wir rein- und rauszoomen, ändern tut sich da nicht viel, ne.

  124. Marcel

    Also auch hier schön anzuschauen. Es sind offensichtlich nette Informationen hier. Nur bei Salzburg muss ich euch leider sagen, lieber, liebes Land Salzburg, da geht bitte noch mal richtig, richtig ran, denn im Gegensatz zur Hannover GIS sehe ich hier noch nicht mal wirklich, was ich hier bekommen kann. Bei Hannover GIS weiß ich wirklich, also ich, wenn ich sie finde, kann ich das, das, das und das finden. Aber hier weiß ich nicht mal, wo ich mir das anzeigen lassen kann.

    Das hat nicht mal was mit langsamem Kartenaufbau zu tun, der hier, glaube ich, 'n Ticken schneller ist.

  125. David

    Der ist auch noch schneller, ja.

  126. Marcel

    In Hannover, aber nein, ich verliere jetzt die Lust.

  127. David

    Genau, also grundsätzlich bleibt festzuhalten, diese Geoinformationssysteme städtischerseits sind an sich in der Theorie sehr gut, ein, bieten einen unglaublichen Mehrwert jetzt nicht nur für mich, für dich als Journalist, auch für meine Eltern, die im Internet nicht so bewandert sind, wenn sie sich informieren wollen. Das Ganze kann man natürlich in den nächsten zukünftigen Jahren noch aufbauen, indem man Kinos reinmacht mit direkter Reservierungsmöglichkeit, Kartenrestaurants anzeigen.

    Das ist unglaublich weit, zu strecken.

  128. Marcel

    Toller Service und wirklich hoch zu loben, dass Gemeinden, Kommunen oder Länder so was in die Hand nehmen.

  129. David

    Dass die Städte das machen und keine Privatangebote. Ist toll. Ja. Also von der Theorie ganz gut, aber von der Usability so schlecht, dass das Ding kaum nutzbar ist und quasi was weiß ich wie viel Hunderttausende einfach in den Papierkorb wandern, weil das Ding nicht nutzbar ist. Und das ist eben der Punkt, warum ist Usability auf Webseiten so wichtig? Das betrifft jetzt nicht nur Geoinformationen, sondern auch eure vielleicht kleine Webseite, wo ihr 'n paar Informationen in eurem Blog habt.

    Wenn die Usability so kurz und quer ist, weil ihr euch keine Gedanken gemacht habt und weil ihr vielleicht zu kreativ seid, dann können die Leute auf, auf die Schnelligkeit nicht kapieren, was wollt ihr von denen? Die können die Webseite nicht nutzen, ergo verliert ihr den Leser dann auf eurer Webseite. Also unbedingt bei jeder Webseite, die ihr erstellt, setzt 'n Dummy ran oder setzt die Zielgruppe an den Computer und testet, kommen die damit klar?

  130. Marcel

    Hätten die mal mich gefragt.

  131. David

    Genau. Oder zumindest sich mal im Team im Brainstorming mit MindMeister zum Beispiel jetzt mal dran klemmen.

  132. Marcel

    MindMeister.

  133. David

    MindMeister. Ich wollt schon MindMapper sagen. Sich wirklich mal Gedanken machen, was ist denn jetzt wichtig, wenn ich jetzt so 'ne Geoinformationenseite aufbaue oder 'ne private Webseite? Was ist denn jetzt wichtig? Zum Beispiel bei uns Chronico ist es wichtig, dass die Termine gefunden werden, dass wir rechtzeitig dafür Sorge tragen, dass an einigen Stellen 'n Hinweis da zufolge ist oder dass es direkt einblendbar ist.

    Also beim Podcast ganz wichtig, ich muss ihn abspielen können, also 'n großer Play Button. Ganz wichtig. Also wenn ich jetzt zum Beispiel das Ding auf der Startseite gar nicht publizieren würde, sondern nur auf 'ner Unterseite und ganz klein, würde ich davon ausgehen, keiner hört mir zu.

  134. Marcel

    Also ich finde, man kann oder ich würde das für mich so runterbrechen: Ich möchte sehen als Nutzer einer Webseite, was finde ich dort. Wie finde ich es? Und ja, das war's eigentlich schon.

  135. David

    Genau, es muss gut bedienbar sein.

  136. Marcel

    Ja, ja.

  137. David

    Usability für alle.

  138. Marcel

    Übersetze ich mir also gute Bedienbarkeit.

  139. David

    Genau. So viel zu diesem Thema. Die Links dazu, zu dem Land Salzburg, den Geoinformationsdienst und den von Hannover auf Technikwürze de.

  140. Marcel

    Die Hörer kommen zu Wort.

  141. David

    So, jetzt noch mal eine Geschichte in eigener Sache. Ihr habt ja letzte Sendung den Designklau, den dreisten,, mitbekommen, wo ein, Technikwürze-Hörer so dreist war und hat das Design eins zu eins kopiert. Das ganze Ding haben wir nicht veröffentlicht, um ihn keine Werbung gutschreiben zu lassen. Also er wollte 'n bisschen profitieren davon, wollte 'n paar tausend Klicks haben, alleine dadurch, dass wir's in Technikwürze nennen. Den Gefallen haben wir jetzt ihm nicht getan.

    Es gab 'ne ganz, ganz fantastische Diskussion auf Technikwürze de im Kommentarbereich. Es haben sehr viele daran teilgenommen und haben uns, ihren Senf quasi dazu ge-, gesetzt. Also Tenor des Ganzen war, Designklau ist blöd. Und es kam auch, 'n paar haben gesagt, was ist denn jetzt eigentlich mit der Ethik? Was darf ein Webdesigner, was darf ein Webdesigner nicht?

    Und wir haben uns das einfach mal überlegt, dass wir vielleicht, weil es bisher so was noch nicht gibt, einen Leitfaden für Webdesigner erstellen, sogenannte Ethikliste für Sachen, die man am besten tun sollte beziehungsweise nicht tun sollte.

  142. Marcel

    Ich würd's tatsächlich positivistisch formulieren, also was Ist soll man machen. Was darf man machen?

  143. David

    Was darf man machen? Genau. Also einfach mal eine Liste zusammenstellen, wo einfach grundsätzlich drinsteht: Nicht in der Richtung klaue keine Designs von Technikwürze oder von anderen, sondern eher sei kreativ.

  144. Marcel

    Die zehn Gebote haben wir ja schon. Wobei aber natürlich auch klar ist, auch, auch das hast du dir überlegt oder wirst du dir überlegen und ich find's auch nicht ganz abwegig, dass hier auch der eine oder andere Kommentar gekommen ist: Ah, hm, brauchen wir eigentlich so eine Ethikgeschichte? Weil wer hält sich denn dran? Nur die, die sich doch sowieso eigentlich schon dran halten. Weil das glaube ich gerne so eine Art Ethos, Berufsethos wird es auch da schon geben. Ja.

    Ich habe mich halt gewundert, dass es so was niedergeschrieben offensichtlich nicht gibt. Jetzt switch ich noch mal um zu meinem Beruf als Journalist. Da gibt es das natürlich, ne. Journalistenverband. Da gibt es Presserat. Da sind also gewisse Regeln hinterlegt und ich finde das auch nicht schädlich, weil dann kann man auch gewissen Medien, gewissen einzelnen Leuten, ob das nun die Medien mit vier Buchstaben sind oder sonst wie auf die Finger gucken und auch auf die Finger hauen.

    Und dann gibt es natürlich einen, einen Presserat, der auch so rügen ausruft. Ich weiß nicht, ob es tatsächlich notwendig ist, das für alle möglichen Bereiche im, im Design zum Beispiel zu machen, also auf eurem Fall für Webdesigner zu machen. Weiß ich nicht. Aber wenn, dann sollte man durchaus so ein paar Grundregeln formulieren. Das muss ja gar nicht mal hochgestochen das Berufsethos sein.

  145. David

    Nein, nein.

  146. Marcel

    Sondern einfach so Grundregeln. Das Einmaleins, das ABC.

  147. David

    Richtig. Ich denke, das sollen kurze, knackige, paar Sätze sein, die einfach mal grob umschreiben, jetzt auch für Neueinsteiger in den Beruf. Da haben wir ja auch-

  148. Marcel

    Das finde ich gut.

  149. David

    -monatlich immer Leute haben, die nicht, die, die Webdesigner werden wollen, aber noch nicht wissen, wie sie das machen und an was für Regeln sie sich halten. Und ganz einfach einen Plan aufzustellen. Und unsere Idee ist jetzt folgende für euch, liebe Hörer von Technikwürze:, wir wollen eure Kreativität, wir wollen eure Ideen.

    Schreibt uns doch bitte in den Kommentarbereich oder noch besser macht ein Video mit der eingebauten Videofunktion, die es bei Technikwürze im Kommentarfeld gibt, mit eurer Webcam ein Video und schreibt uns oder, oder sagt uns und zeigt uns eure Ideen. Was können wir konkret in den geplanten Ethikleitfaden für Webdesigner unterbringen? Macht uns eure Vorschläge auf Technikwürze.de. Ich glaube, da werden wir einiges auszuwerten haben dann.

  150. Marcel

    Das möchte ich aber hoffen. Und ich wünsche dir auch, dass da möglichst, möglichst viele, ein, zwei, drei mit dem Sprechen habe ich es heute nicht so, also möglichst viele auch das per Video machen, weil ich glaube, das sind ganz witzige Sachen und wer weiß, was daraus mal wird. Denn du wirst es zusammenfassen, nicht allein. Mit wem, das wirst du gleich noch sagen, zusammenfassen.

    Und wer weiß, vielleicht landet das sei es bei den Webkrauts, wo du ja mitmischst oder sonst wo oder bei Technikwürze auf einer eigenen Seite. Ich kann mir zum Beispiel gut vorstellen, das wäre, fände ich gut, dass man dann die kleinen Videosequenzen dort mit einblendet, das personalisiert das Ganze noch mal.

  151. David

    Wäre denkbar. Also in erster Linie ganz klar, ich denke mal, das wird ein Thema für die Webkrauts sein. Eric Eggert hat sich auch bereit erklärt, da dran mitzuarbeiten an dieser Liste. Das Ganze wird natürlich, bei Technikwürze publiziert werden, einerseits in Audioform, andererseits in schriftlicher Form. Und sofern ihr gute Ideen liefert und davon bin ich fest überzeugt, werden wir natürlich eure Namen, sofern wir eure Beiträge da mit übernehmen, auch dargestellt werden.

    Also lasst uns gemeinsam als Community diesen Designklau von Technikwürze mal die rote Karte zeigen. Lasst uns Regeln aufstellen, die positiv gemeint sind und in die positive Richtung gehen, wie sei kreativ. Und dann schauen wir mal, dass wir so eine Regel aufstellen.

  152. Marcel

    Also ich denke, Grundsätze.

  153. David

    Grundsätze.

  154. Marcel

    Grundsätze finde ich schöner, weil ihr, ihr baut ja jetzt keinen Zaun, aus dem sich kein Webdesigner hinwegbewegen darf.

  155. David

    Es soll kein Gesetz sein.

  156. Marcel

    Nein, sondern einfach ich meine, so, so ein Statement kann ich mir gut vorstellen. Ich, ich bin ein guter Webdesigner, weil. Zum Beispiel.

  157. David

    Genau. Super Sache. Geht bitte auf Technikwürze.de und sofern ihr eine Webcam bei euch am Computer habt und die ist funktionstüchtig, dann könnt ihr da auf diesen Button klicken. MP3, Videonachricht hochstellen, wie das ganze Ding heißt. Klickt da drauf, dann könnt ihr eure Kamera im Setup einstellen, könnt direkt ein Video aufnehmen mit eingebautem Mikrofon mit Sound, könnt das ganze Ding speichern und das erscheint dann im Kommentarbereich dieses Ganze.

    Eine andere Sache, die wir auch in der letzten Sendung in der Technikwürze siebzig wegen dem Designklau hatten, waren, dass einfach ein paar Leute hilflos waren und nicht wirklich wussten: Ja, was ist denn, wenn mir jetzt dasselbe passiert wie Technikwürze? Wenn jetzt einer ankommt und kopiert hier dreist mein, mein, mein Design. Was, was kann ich für rechtliche Schritte gehen? Kann ich mich überhaupt wehren? Wie sieht die rechtliche Grundlage aus?

    Derzeit herrscht bei uns allen, Unklarheit darüber, wie das Ganze rechtlich aussieht. Und dazu haben wir für die nächsten Folgen, wann das sein wird, dazu mehr demnächst in den nächsten Folgen eine Sendung geplant mit einem Rechtsanwalt. Wir sagen noch nicht, wer es ist, um die Spannung, um den Spannungsbogen nicht einstürzen zu lassen. Wir werden einen Rechtsanwalt interviewen und der wird uns, Auskunft geben über Sachen im Designklau.

    Konkret: Bis wohin geht die Kreativität und wo fängt Designklau an? Und was kann ich als Normal-Webdesigner quasi tun? Rechtliche Schritte ja oder nein? Also das werden wir demnächst in einer der Sendungen von Technikwürze noch erörtern.

  158. Marcel

    Also sprich, was unterscheidet ein Zitat zum Beispiel von einer tatsächlich eins zu eins Kopie?

  159. David

    Zum Beispiel, genau. Und das wirklich heruntergebrochen für die Webentwickler. Und ich denke, das wird eine ganz spannende Sendung. Das Einzige, was uns noch fehlt, ist ein Termin. Aber ich denke, den werden wir recht schnell finden. Und dann werden wir euch auch ein paar Rechtstipps hier in Technikwürze geben können.

  160. Marcel

    Da soll es auf einen Tag mehr oder weniger nicht ankommen. Es kommt auf die Informationen an und finde ich eine gute Idee, dass du so was in die Wege leitest. Und, ich glaube, da kommen jede Menge Fragen. Ich glaube, das ist eine gute Idee.

    Vielleicht, wenn der eine oder andere bestimmte Fragen hat, die dir vielleicht nicht einfallen würden, ist es durchaus hilfreich, wenn sie dir nicht unbedingt hier in der Kommentierung, das wäre zur falschen Sendung, sondern per E-Mail einfach ein paar Fragen. Die die Hörer von Technikwirt zu diesem Anwalt stellen würden, die auch zumailen.

  161. David

    Bitte an echo@technikwirt. De oder geht ganz einfach auf unsere Webseite, den Kontakt an uns und da gibt es ein Kontaktformular und schreibt uns. Das Ganze kriegen wir per E-Mail. Ich bin auch bekannt dafür, dass ich das noch am gleichen Tag beantworte. Also ihr kriegt auf jeden Fall Feedback. Also wenn ihr noch ein paar Fragen habt, die ich dem Anwalt stellen könnte dann in der Sendung, dann bitte im Vorfeld per E-Mail. Gute Idee, Marcel. Und dann gehen wir das ganze Ding mal an.

  162. Marcel

    Ich habe auch mal eine Idee.

  163. David

    Soweit zu dieser Sendung. Wir suchen uns jetzt noch ein schönes Musikstückchen raus und sagen euch gleich, um was es sich dabei handelt.

  164. Marcel

    Musik präsentiert von Podsave Music Network. So, da haben wir doch mal was ganz Lustiges rausgewühlt aus dem Podsave Music Network. Bei dem bloßen Namen kriege ich schon Hunger. Ihr bekommt jetzt zu hören Audio Spaghetti mit dem Lied Dimension. Das war's für unsere Sendung. Du wirst jetzt das Lied einspielen.

  165. David

    Das war's für unsere Sendung. Ich bin es nicht gewohnt, dass jemand anders für mich moderiert. Marcel Schwarzenberger, schön, dass du wieder dabei warst und ich hoffe, ihr hattet auch, Spaß an der ganz lockeren Sendung letztes und dieses Mal. Danke fürs Zuhören. Wenn ihr Anmerkungen habt zur Sendung, bitte an www.technikwirt. De Kommentarbereich oder E-Mail an echo@technikwirt. De.

  166. Marcel

    Ja, ja, jetzt aber gut jetzt hier, David. Also jetzt übernehme ich das mal. Also, liebe Hörer, das nächste Mal machen wir wieder was Zünftiges hier. Da geht's dann um, ja weiß ich nicht, Brezelbacken oder so, aber Webdesign. Wen interessiert das schon? Ich gehe wieder an meinen Schreibtisch.

  167. David

    Alles klar.

  168. Marcel

    Danke, dass wir wieder hier sein durfte. Macht's gut.

  169. David

    Natürlich. Bis dahin. Bis nächste Woche Montag.

  170. Marcel

    Tschüss.

Mindmeister hat Beta-Phase verlassen

Wer bei einem Brainstorming oder Teammeeting Gedanken der Teilnehmer zu Papier bringen wollte, nahm bisher dafür ein Writeboard. Viele englische Begriffe, die nichts weiter sagen, dass einer alle Gedanken an eine Tafel schreibt, und sie auf Grund der Übersicht der Stichwörter schneller neu Ideen entwickeln können. Problematisch wird das ganze aber dann, wenn sich die Teilnehmer nicht an einem Ort befinden, sondern sich via Telefonkonferenz oder Skype absprechen. Im Web gab es für diesen Fall die Beta-Version von Mindmeister, ein Programm für Brainstormings. Alle Teilnehmer sehen in ihrem Browser permanent die Änderungen - trotz der geografischen Differenz der Teilnehmer zueinander.
Seit Neuestem ist die Beta-Phase von Mindmeister beendet und das Browserprogramm in Version 1.0 online. Die neuen Features:

  • Export als RTF, Bild oder zu FreeMind und Minmanager

  • Benachrichtigung via Twitter

  • Copy + Paste von Elementen

  • Mindmeister 1.0

  • Video-Tutorial 1

Photo Drop - Das Foto-Widget für OS X

Photo Drop - Das Widget für Mac. Foto draufziehen, bearbeiten, per Drag and Drop zum Widget von Transmit, welches das fertige Bild ruck zuck auf den Server schiebt. Ideales Tools für Blogger, die nun nicht mehr irgendwelche Programme öffnen müssen, um schnell mit Bildern bloggen zu können.

Warum Usability wichtig ist

Am Beispiel zum Geoinformationssystem (GIS) von Hannover und Salzburg zeigen wir auf, warum Usability wichtig ist. Enorme Investionssummen und tausende von Mannstunden sind für die Katz, wenn sich niemand mit der Bedienbarkeit beschäftigt - da mögen die Inhalte noch so nützlich sein. Erschreckend...

Links zum Thema:

Leitfaden für Webdesigner?

Offensichtlich brauchen wir eine Ethik-Richtlinie, ein Dokument, was zur Kreativität ermutigt, statt zum Designdiebstahl. Junge und unerfahrene oder verbohrte Webentwickler.
Ihr seid gefragt: Wir brauchen Eure Ideen für die Richtlinie, mehr darüber im Podcast. Antworten bitte per Videokommentar, falls Webcam vorhanden.
Außerdem könnt ihr auch Fragen stellen für den Rechtsanwalt, den wir bald in der Sendung zum Thema Designklau haben. Was für Fragen sollten wir ihm stellen?

Fußnoten

  1. Link entfernt, da nicht mehr erreichbar ↩ a ↩ b

Kommentare 9

  • Gut, die Sache mit der Ethik... (bin gerade auf der Uni ohne mein MBP... das Video kommt dann später)

    Die gegenseitige Inspiration ist sicherlich eine Tatsache, das vorweg. Wenn man sich die "Szene" der "Ich-mache-XHTML-CSS-Layouts" Designer ansieht, sind alle halben Jahre einmal verschiedene Elemente, ein bestimmter Stil, "in". (Gerade die Designer lieben es ja, die Gestaltung ihrer eigenen Seite oft zu ändern).

    Da wird dann munter draufloskopiert, was das Zeug hält. Nur: Man greift eine Idee auf und kopiert nicht die CSS-Datei. Anders im vorliegenden Fall (hab die Plagiatseite nicht gesehen aber macx' Schilderungen zufolge) - hier wurde einfach alles kopiert (per Copy&Paste, es wurde nicht versucht, die Seite "nachzubauen")

    Hatte bei meiner Webseite einmal einen ähnlichen Fall, was mich aber damals (als jungen, grünen "Designer") eher bestätigt als verärgert hat... a la "Wenn sich schon jemand die Arbeit antut, mein Design zu klauen muss es schon gut sein ;-)" - Damals ging ich allerdings einen anderen Weg, setzte den Link zum Plagiat auf meine Seite und konnte dann - zugegebenermaßen mit etwas Genugtuung - zusehen, wie "meine User" in den Kommentaren des Pedant-Blogs ihrem Ärger über den "bösen Klau" Luft ließen....

    Ich finde die gegenseitige Inspiration gut - so entwickelt sich die ganze Sache weiter. Die Aufregung um den "Klau" kann ich oft nicht ganz nachvollziehen... (zumindest solange das kopierte Design nicht verkauft oder sonstwie kommerziell genutzt wird)

    Ergo - Lieber ein paar Gedanken zum Freisetzen kreativer Potentiale sammeln, als ein Dogma gegen den "bösen Klau" aufzusetzen!

  • Seriös und informativ wie immer. Macht Spaß Euch beiden zuzuhören! Weiter so! ;-)

  • Leider eine der inhaltlich schlechtesten Podcasts bisher. Ihr habt tatsächlich eine Sendung über Usability gemacht ohne zu erklären was Usability ist und wichtige Merkmale davon zu erläutern.

    Ich bin fest davon überzeugt, dass ihr Ahnung davon habt, aber an Inhaltlichem ist bei mir nichts hängen geblieben. 20 Minuten lang eine Webseite fertig machen und sagen was alles schlecht ist kann jeder. Schade.

    Da Technikwürze aber sonst immer TOP ist, lassen wir den kleinen Schnitzer mal durchgehen.

    Gruß, Erich

    PS: Usability is unter anderem auch, wenn man beim fehlerhaften ausfüllen eines Formulars (z.B. dieses hier) nach dem Senden und dem Klick auf nicht alles neu ausfüllen muss.

    • @Erich
      Jeps, eine knackige Definition vorweg hätte sicher nicht geschadet.
      Darüber hinaus lässt sich - und das war unser Anliegen - so etwas meistens sehr gut an Beispielen festmachen. Hat nichts mit "Fertigmachen" zu tun, sondern um den doch recht sperrigen Begriff (für mich ist es das jedenfalls) praktisch anzuwenden und mit Leben zu füllen. In diesem Fall völlig absichtlich eben so: Auf die entsprechende Seite gehen und darüber plaudern, was wir sehen - oder eben auch nicht.

  • Hi.
    Sehr Interessant euch zuzuhören.
    Schaue, höre, jetzt mal öfter vorbei.
    Hat mir echt gut gefallen.
    Grüße Michi

  • Um direkt mal Euren Software-Tipp Mindmeister hier einzubinden, schlage ich mal eine Mindmeister-Session vor, in der ein kleines Brainstroming zur Ethik gemacht werden könnte. Ggf. auch mit Unterstützung von Skype.

    Meinungen?

Weitere 3 Kommentare anzeigen
  • Hi,
    Netter Podcast!
    Das GIS ding von Hannover ist wirklich arg langsam...

    Aber gegen Braunschweig ist nicht zu sagen.. leb dort ja auch :D

    Macht weiter..

    Thomas

  • Tobias' Vorschlag würde ich gerne aufgreifen... sich einfach so mal eben eine Ethik zu überlegen ist nun mal nicht drin.
    Wenn wir sowas auf die Beine stellen wollen, sollten wir das ein bisschen organisieren, koordinieren und diskutieren.

  • Hey,
    zum Thema Ethik könnte man auch das Thema Software - Gekauft oder gerippt behandeln. Wer kann es sich schon beim Einstieg ins (Design) Berufsleben leisten, für sämtliche Software Geld ausgeben? Oder für Schriften? Oder Bilder?!

    Auf der anderen Seite haben die Macher der Programme ect. eine Menge Arbeit in ihre Produkte gesteckt - haben damit also auch Anrecht auf Entlohnung.

    Wie geht man in den vielen (kleinen und großen) Kreativbüros mit dem Thema Lizenzen um? Welches Risiko geht man ein, wenn man nicht lizensierte Software (kommerziell) benutzt? Oder hält es sich eher an der Weisheit: Wo kein Kläger da kein Richter?

    Das Thema bietet bestimmt Boden für Diskussionen auch gerade im Zusammenhang mit dem Thema Ethik.

    Grüße,
    alexander

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