Technikwürze

Wer suchet, der findet!

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Transkript der Folge

  1. David

    So, herzlich willkommen zur einhundertersten Sendung von Technikwürze mit Eric Eggert aus Österreich.

  2. Eric

    Hallo.

  3. Einspieler

    Herzlich willkommen zu Technikwürze, eurem Design- und Webstandards-Podcast. Von und mit David Maciejewski, Nadja Müller, Sascha Postner und Daniel Jagdzint.

  4. Eric

    Also eigentlich müsste es ja hunderterste Komma fünf Sendung sein.

  5. David

    Hunderterste Komma fünf, ganz genau. Entweder war ich oder das Programm – im Zweifelsfall immer ich – zu doof, mit dem Programm umzugehen. Ich hab heute ein neues Programm verwendet und normalerweise ist es so, dass man, wenn man was aufnimmt, dass gleich danach, die Datei präsentiert wird und, man kann sie speichern, was auch immer. Und das hat eben nicht sofort hingehauen. Ich wurd 'n bisschen nervös, weil wir beide haben eben fünfzig Minuten Sendung aufgenommen.

    Schlussendlich ist sie jetzt kaputt, deswegen ist das jetzt die einhunderterste Komma fünf. Und irgendwie hab ich das Programm wohl schon zu schnell zugemacht, denn wahrscheinlich hätte er wahrscheinlich noch so 'ne Minute zum Rechnen gebraucht oder fünfzig Sekunden, dreißig, keine Ahnung, wäre er fertig gewesen und ich hätte die Sendung schneiden können.

  6. Eric

    Liegt alles, liegt alles an Leopard, liegt nicht an dir.

  7. David

    Genau, Leopard ist schuld. Immer ist Leopard schuld. Ganz genau, seh ich genauso. Und mit der Aufnahme, die wir jetzt machen, wird's wahrscheinlich genauso ausgehen. Deswegen werden wir sie maximal limitieren auf zwanzig Minuten. Aber Erik, worum geht es denn heute überhaupt?

  8. Eric

    Ja, also es ging zumindest bei der letzten Aufnahme um, um, Ausbildung, also und, und wie ich das hier erlebe mit meinem, mit meinem Studium hier in Österreich. Grade was Front-End-Entwicklung angeht.

  9. David

    Genau, du studierst nämlich Medieninformatik und hast, ganz tolle Sachen festgestellt bei dir. Da hat man dir versucht, nämlich HTML beizubringen, ne?

  10. Eric

    Genau, so ist es. Also und, und zwar kann man da so zwei Strömungen feststellen, wie das zumindest, bei mir im Moment ist. Und zwar gibt's auf der einen Seite diese Programmiertypen an Professoren, die es, das heißt, die kennen sich super aus mit, Datenbanken, PHP und,, eben wie Softwarearchitekturen. Aber wenn's dann darum geht, auf dieses, auf diese Webanwendung, vorne auch 'n Interface oder so drauf zu machen, und dann wird so was vorgestellt wie das, LH-Element.

  11. David

    In der ersten-

  12. Eric

    Ich wollt dich jetzt fragen: Weißt du, was das ist?

  13. David

    Ja. Nee, d-d-das war so toll. Schade, dass, dass es dieses, dass es die erste Aufnahme nicht mehr gibt quasi. Du hattest, das LH-Element vorgestellt und mich mal gefragt, ob ich das kenne. Und ich war, ich bin ja felsenfest von mir der Meinung, dass ich HTML und CSS wirklich auswendig kenne. Also wenn ich jetzt irgendwelche Webseiten gestalte, oder schreibe, dass ich jetzt überhaupt nicht nachschauen muss und kann alles aus dem Kopf heraus, ja.

    Und das war eine Situation vorhin, wo ich wirklich dumm aus der Wäsche geschaut habe, dass du mir ein Element an den Kopf wirfst, was ich nicht kenne. Und meine Taktik war so gewesen:, halt jetzt bloß deinen Mund und lass den Erik erst mal weiter erklären. Erzähl mal, was, was hatte das mit auf sich? Was hast du getan? Aber du warst genauso ratlos wie ich dann, ne?

  14. Eric

    Ich war genauso ratlos wie du zu, zu der Zeit, zu dem Zeitpunkt. Wir haben ja zum Glück immer die Lagen und nicht mein Notebook dabei und, und dann hatte ich Tomas Caspers, grade an der Hand und, und hab ihn sofort angetextet und hab gesagt: „Hey, du, kennst du das LH-Element?" Und, er hat dann gegoogelt. Ich hatte dazu nicht mehr die Daten und, und hab dann, ihm, ihm, ihm rein geschrieben, also das gab's mal.

    Das war mal 'n, 'n Vorschlag für HTML3, wurde aber nie mit Standard, aufgenommen und verworfen.

  15. David

    Total super. Ich find es fantastisch, wie man drei Vollexperten noch sprachlos machen kann mit ihrem eigenen Job. Ja, aber das stand bei dir auf der Folie drauf und das war der Ernst des Professors, dir das beizubringen.

  16. Eric

    Genau. Ja, natürlich. Der hat das so gekannt. Der hat das irgendwann mal wohl also aufgeschnappt vor zehn, zwölf Jahren. HTML10, also HTML4 ist, ist das HTML, das ich kenne. Wird zehn Jahre jetzt im, im Dezember.

  17. David

    Aha.

  18. Eric

    Und, und das heißt, das ist mindestens schon zwölf, 13 Jahre her-... als er das aufgeschnappt hat und seitdem nie mehr nachgeguckt: Gibt's das überhaupt noch oder hat sich da was vielleicht geändert? Immerhin, kennt man so was wie Doctypes und so, weil XML geht ja schon wieder. XML ist super. Aber eben HTML dann, ist wieder blöd.

  19. David

    Das vermeintlich Einfache ist doch dann offensichtlich zu schwierig, ne?

  20. Eric

    Ja, weil, weil HTML halt auch 'n sehr, freies Format ist. Weißt du? Es ist, es ist ja, du darfst ja fast alles machen. Und für 'n Programmierer ist das ja das Schlimmste, was es gibt. Also, wir, wir, wir, also wenn man PHP macht oder so, dann achtet man immer darauf, dass die oder C++, da muss die Syntax stimmen, das muss, da muss, das muss jedes für sich, alles muss stimmen, und korrekt sein.

    Und, und bei HTML, da kann man mal Anführungsstrichen machen, dann nicht, dann kann man Elemente weglassen. Und das ist halt so die-

  21. David

    Und quasi das interessiert keinen, ja. Ich denke mir, dass einige, die, die Webseiten gestalten, auch einfach mal 'ne Webseite machen und sobald ich sie im Browser sehe: „Oh, es hat funktioniert. Ich kann HTML."

  22. Eric

    Ja, das war schon zu meiner Schulzeit so. Also vor drei, vier Jahren, Gott, das ist ja schon ewig her, war ich mal in, in 'nem Grundkurs, Informatik gesessen und da ging's dann auch um, um, um Webseiten machen. Und, dann hab ich meinem damaligen Lehrer gezeigt, wie, dass sein Fünf-Zeilen-Code, fünf Fehler im Validator ausspucken. Und, und ich meinte, das ist kein HTML, das sollte man so nicht benutzen. Und er meinte dann, : „Ja, solange es im Internet Explorer gut aussieht, ist es doch okay."

  23. David

    Das ist schon krass. Du, der Professor hatte dich auch mal nach vorne gebeten, bevor er mit diesem, HL-Element ankam und hatte dich HTML erklären lassen, ne? Sagst du uns noch mal kurz, was da vonstatten ging? Also er war doch offensichtlich in der Lage, sich einen Experten rauszugreifen, der es besser erklären konnte als er selbst.

  24. Eric

    Ja, also es, es ging grundsätzlich darum, er hat so 'n bisschen erklärt, wie das ist und was so Webtechnologien, entwickelt und hat eben dann auch W3C erwähnt und hat schließlich gefragt, wie das, aus was das W3C zusammengesetzt ist. Ja, und da es natürlich niemand wusste, außer ich, weil ich halt, da auch drin sitze, hab mich da halt gemeldet und hab gesagt, da sind Firmen drin, Organisationen, letztlich. Und, und hab nebenbei fallen lassen, dass ich auch, in der HTML5 Working Group bin.

    Und da hat er gemeint: „Ja, da haben wir 'nen Experten hier, der kann das ja dann gut erklären", und hat mich das dann auch erklären lassen, was sehr nett war.

  25. David

    Sehr schön. Wie lang war dein Vortrag?

  26. Eric

    Das war schon, ich glaube, das waren gute dreißig Minuten. Also schon, schon 'nen guten Teil von dieser, dieser Stunde.

  27. David

    Genau, und danach kam der Kracher und, dann hatte er tatsächlich was von, von, und, und Überschriften, nee, Listenüberschriften. Oder wie war das? ULs?

  28. Eric

    Ja, dann im, im L dann das LH-Element.

  29. David

    LH-Element, genau, genau, genau.

  30. Eric

    Weil in der Liste auch Übe, 'ne Überschrift geben kann. Direkt im, in der nächsten, in der nächsten Stunde. Das war schon-

  31. David

    Super toll. Und machen wir das noch mal klar: Du bist auf einem Bildungsinstitut auf einer Uni und da sollte man eigentlich – du hattest auch in der ersten Sendung erwähnt, noch mal kurz eingegriffen, dass es in Österreich Pflicht ist, dass die Webseiten nicht nur barrierearm sein müssen, also für, auch für gewerbliche Unternehmen, die Webseiten, publizieren, sondern sogar barrierefrei, richtig?

  32. Eric

    Genau, also alles, was nach 2006, also ab, seit dem 01.01.2006, neu gemacht wird, muss, nach dem Antidiskriminierungsgesetz, barrierefrei sein.

  33. David

    Genau. Und von daher hätte ich eigentlich erwartet, dass, wenn man euch HTML beibringt oder zumindest, damit ei, eine gewisse Zeit lang arbeitet, dass man doch zumindest sich an die Grundlagen hält oder sich mal informiert, aber das scheint alles nicht der Fall gewesen zu sein, ne?

  34. Eric

    Nee, es gibt einfach nicht die, die, diese, wie soll ich sagen? Das HTML, das läuft halt so mit und das braucht man, damit 'n Browser was steht. Aber so, das, das ist nix Halbes und nix Ganzes.

  35. David

    Da will keiner so richtig was mit zu tun haben, ne?

  36. Eric

    Will keiner so richtig mit zu tun haben.

  37. David

    Genau. Dann hattest du mir noch erzählt, es gibt ja so 'n Kurs Medienjournalismus, den hast du besucht, der jetzt-

  38. Eric

    Multimediajournalismus.

  39. David

    Ne, Multimediajournalismus. Und klingt jetzt nicht so wie von wegen, wir bauen uns 'ne Webseite in HTML, aber trotzdem habt ihr was damit gemacht, ne? Da gab's so 'ne Übung.

  40. Eric

    Genau. Also ich, ich dachte mir auch, wir, wir recherchieren oder so oder ir-irgendwie über Themen und machen eben Journalismus, weil das hätte ich auch spannend gefunden. Letztlich, läuft's da auch hinaus, dass es dann hieß: „Ja, so 'n Multimediajournalist, der sollte auch mal HTML gesehen haben." Und dann wurden uns eben, HTML-Elemente erklärt, also zum Beispiel div und p.

    Und als dann die Frage, aus dem Publikum kam, wor-, worin sich jetzt p und div unterscheiden, da hat der, der Hiwi, der das macht, nur gemeint: „Mhm, das weiß ich jetzt auch nicht so genau." Und, und ich hab mich dann gemeldet und hab, hab gedacht, die lass ich jetzt nicht dumm sterben, sondern ich sag ihm, sag, sag ihm mal, dass ein Absatz ein Absatz ist und ein Bereich ein Bereich.

    Und hab das dann gesagt und die haben mich alle angeguckt, als ob ich vom Melmac käme und, einfach Deutsch können muss. Also es war, war sehr, war bisschen demütigend auch.

  41. David

    Ja, ja. Aber für mich, dann hattet ihr so 'ne Übung gemacht, ne? Und dann gab's dafür auch tatsächlich Noten. Was ist dabei herausgekommen oder wie sah das aus?

  42. Eric

    Es war so, also d-das Layout hat mich persönlich 'n bisschen an, Zeit de erinnert. Also mit so horizontalen, vertikalen schwarzen Linien, ist ja auch wurscht. Auf jeden Fall sollten wir das, umsetzen und, wir hatten aber bis dahin kein CSS gelernt. Das Einzige, was uns vorgestellt wurde, was man aber nicht mehr macht, so im Nebensatz wurde das erwähnt, sind Tabellen, aber das spielte jetzt gar keine Rolle mehr, also fü-fü-für diese Übung. Wir sollten eben so dieses Website-Design umsetzen.

  43. David

    Das heißt, für dich war's ja ganz einfach. Du weißt, du musst jetzt was mit HTML und CSS machen und die anderen, ja, die saßen vor 'nem leeren Editor wahrscheinlich.

  44. Eric

    Die ha-haben sich eben Dreamweaver dann gestartet, weil das wurde wohl auch... Ich kam zu spät. Ich hab die gesamten Anweisungen leider nicht mitbekommen. Aber er hat dann, also die, die saßen vor Dreamweaver und sollten das aber in der Codeanschrift, Ansicht schreiben- Was ja schon immerhin was ist.

  45. David

    Lobenswert, ja.

  46. Eric

    Ja, und ich, war dann irgendwie nach zwanzig Minuten fertig und das sind eben eineinhalb Stunden. Und, und letztlich kam er vorbei und hat Noten vergeben und ich hab 'ne Einser bekommen, Hübu.

  47. David

    Erwartungsgemäß, ja.

  48. Eric

    Er-erwartungsgemäß, ich war der Erste, der fertig war. Da war das schon nicht ganz ausgeschlossen.

  49. David

    Trotz dessen, dass du zu spät kamst wegen deiner Bahn.

  50. Eric

    Wegen, wegen der blöden Bahn, richtig. Die blöden Wiener Linien. Ja. Da bin ich das auch mal losgeworden. Nee, die sind ganz gut. Jedenfalls, war ich als Erster fertig und, und er kommt dann und schaut sich das Produkt von einer Kommilitonin von mir an und schaut auf den, auf das Notebook von ihr.

  51. David

    Aha.

  52. Eric

    Und sie hatte sich genau zwei Tabellen in Dreamweaver in der, in der Layoutansicht, in das Fenster hineingezogen-

  53. David

    Ah.

  54. Eric

    -und, hat dann gemeint, sie habe nicht verstanden, was da eigentlich los sei. Und er meinte dann: „Na ja gut, dann geb ich dir 'ne eins bis zwei."

  55. David

    Das ist aber... Also bei dir hätte ich auch gesagt: Ja, eins erwartungsgemäß logischerweise. Nichts anderes hätte ich erwartet und nix anderes, alles andere wär Utopie gewesen. Aber denn ihr auch eine eins bis zwei zu geben bei einem Ta-Tabellen-Layout, das ist, schon grenzwertig und zeigt eigentlich, wie wenig er sich mit der Materie auskennt, der Professor.

  56. Eric

    Das war überhaupt gar nicht gefragt. Also er hat weder auf Code geguckt oder noch irgendwie Schriftvergrößerung oder so was gemacht. So diese Basic-Sachen- -, denen man die Qualität von 'ner Webseite überprüft. Das konnte er ja auch gar nicht, weil er erstens die Grundlagen dafür nicht geschaffen hatte. Und, und zweitens, so wie sich das für mich darstellt, auch die Grundlagen überhaupt selbst nicht versteht. Das ist das Problem.

  57. David

    Du hattest in der 101. Komma-null-Sendung, hattest du gesagt, dass es dir auch gar nicht darum geht, jetzt irgendeinen Professor schwarz anzumalen und zu sagen: „Mensch, hier, also ich kann den Prof jetzt gar nicht leiden.", aber ist doch schon erstaunlich, dass, dass manche Sachen vermittelt werden, obwohl überhaupt noch nicht mal das Basiswissen offensichtlich da ist, ne?

  58. Eric

    Also Di-Dieter Nuhr hat einen sehr netten Satz, geprägt, mit seinem Bühnenprogramm und der hieß: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."

    Und, und, und ich, ich, ich finde nicht, dass die Leute alle ihre, ihren Mund halten sollten, sondern, dass, dass sie aber, sich informieren, wenn sie das schon beibringen oder sich wenigstens,, d-das Wissen, dieses Grundlagenwissen, dann irgendwo zusammenlesen, weil das ist ja echt kein Problem. Ne, sich da zu informieren. Und das ist eigentlich das, was, was ich sage.

    Es geht mir nicht darum, dass jeder Student, der, Kommunikationswissenschaften studiert und mit mir diesen, diesen Medienjournalismus, Studiengang macht, Multimedia-Journalismus-Studiengang macht- -dass der so super semantisches HTML kann und alles. Ich würde aber auch in 'nem Multimedia-Journalismus-Studiengang einfach gar kein Webdesign lehren. Weil, weil für mich gehört das nicht zusammen.

  59. David

    Also für mich st-steht da eher der Journalismus, die Recherche im Vordergrund, statt Webtechniken.

  60. Eric

    Genau. Also das wär ja oder von mir aus gerne, wie, wie man das macht, dass zum Beispiel ein Video gut mit 'nem Text zusammenspielt oder so. Und wie man Bilder gekonnt einfügt. So Sachen. Das wär spannend. Aber so dieses HTML, auf 'nem Niveau, das, das denen allen nix bringt letztlich, weil sie's entweder nicht mehr benutzen oder sich das von Grund auf noch mal neu beibringen können, weil sie einfach das Falsche gelernt haben. Das ist, das ist bedenklich.

  61. David

    Sehr grenzwertig, genau. Und eigentlich ist es ja gar nicht schwierig. Ich mein, was wir vielleicht noch erwähnen sollten: Es ist ja so einfach in unserem Beruf, sich weiterzubilden und ich hatte auch in der 101., Komma-null-Sendung gesagt, dass man sich durchaus mal 'n Buch schnappen kann oder mal, ich ha, ich hatte zum Beispiel einen Kollegen, der hat sich überhaupt nicht drum gekümmert, sich weiterzubilden.

    Der ging um neun Uhr zur Arbeit, ist um 16 Uhr wieder abgehauen, ist, oder war halt noch 'ne andere Arbeitszeit. Aber wie gesagt, er hat sich nicht weitergebildet. Er hat nicht-- Du hast was ganz Tolles gesagt, Mensch: Es war nicht seine Berufung, so hat er's nicht angesehen.

  62. Eric

    Genau. Es war nicht seine Berufung, sondern nur sein Beruf. Für ihn war das Thema, mit dem Gang aus dem Büro quasi abgeschlossen. Und es war nicht was ihn so interessiert hat und emotional interessiert hat. Ich glaub, das kann ich von allen sagen, die bei den Webkrauts aktiv sind, und auch von vielen, die nicht aktiv sind, sondern nur passiv mit, dabei sind. Für die ist es echt Herzblut.

    Die sagen: „Wir finden es gut, was da passiert und wir wollen, dass sich da was weiterbewegt." Wir sehen auch zum Beispiel gerade im Bereich Barrierefreiheit, dass es Menschen hilft, ganz konkret. Und, und die machen das mit, mit Herzblut als Berufung und, na ja, Leute machen das nur als Beruf. Und das ist irgendwie schade, weil es ist so einfach. Selbst, selbst wenn's einem keinen Spaß macht, jetzt die ganzen Feeds zu lesen- -, dann kann man sich den Krauts Kosmos abonnieren.

    Das sind nicht so viele Einträge jeden Tag, und hat damit schon 'n ziemlich guten, 'ne ziemlich gute Grundlage, find ich.

  63. David

    Der Krauts Kosmos ist 'ne Zusammen, also eine Sammlung von den Feeds, der am meisten publizierten, Webkrauts, sodass man eigentlich, wenn man diesen Feed abonniert hat, verlinken wir noch auf technikwürze.de, dass man so die, die meisten Stimmen der Webkrauts eigentlich hat und, so immer die neuesten Artikel reingeflattert bekommt, ne?

  64. Eric

    Genau, also da, das ist im Prinzip 'n Planet, also den, den Begriff gibt's ja feststehend, der, der Beiträge sammelt von allen Blogs, die sich angemeldet haben. Unter anderem auch Technikwürze und der SelfHTML-Blog, und, - Und das alles beizieht und auf einem, auf einer Seite und auch in 'nem Feed versammelt. Und, das ist eigentlich ziemlich gut, weil man kann dann einfach... Und, und was vor allem ist, es wird vorher selektiert.

    Das heißt, bei mir kommen zum Beispiel nur Einträge rein, die, die ich mit Webstandards kategorisiert hab. Das heißt, man hat nicht diesen ganzen Müll, den ich normal noch schreibe, dabei. Sondern man hat da die, die themenspezifischen Sachen. Wenn man dann das andere noch will, kann man sich ja dann meinen, meinen Feed auch noch dazu abonnieren.

  65. David

    Ja, wir sprachen ja grundsätzlich drum, dass es eigentlich gar nicht so schwer ist, sich weiterzubilden. Also auch jetzt, ohne dass man sich auf 'n Presse Professor verlassen muss. Man kann Blogs lesen, RSS-Feeds abonnieren, Techniker zu hören, sonstige Sachen hören von Peter Müller, den hatten wir kurz erwähnt, sein hervorragendes Buch „Little Boxes". Da gibt es demnächst eine Version, da hat er das Ganze noch mal nachgesprochen. Das heißt, das gibt es auf Video.

    Man kann es au-auch sehen, kann sich 'ne Chipstüte packen, sich mit seinem Bierbauch aufs, aufs Sofa setzen und sogar HTML am Fernseher lernen. Also nichts ist einfacher als das. Und du hattest noch mal kurz was eingeworfen vorhin, dass du gesagt hast, selbst die Arbeitgeber könnten, einem Angestellten, Webentwickler ein oder zwei Stunden am Tag, maximal zur Verfügung stellen, wo er sich selbst fortbildet, ne.

  66. Eric

    Genau, also so 'ne, so 'ne, wie soll ich da sagen, Pufferzeit einfach, in dem nicht jetzt, konkrete Arbeit an anliegt, sondern indem er, sich eben mit News informieren kann, auch mit den Kollegen vielleicht austauschen kann-... Wie, wie das vielleicht normal nicht so, ist. Da wird das ja doch alles projektbezogen, geregelt, sondern dass er mal sagen kann: „Du, ich hab diese tolle CSS-Demo gesehen", oder so und dass man sich da besser untereinander austauschen kann.

    Und das fänd ich eben spannend, dass da, dass Arbeitgeber da ihren, ihren Mitarbeitern Freiräume geben, die die dann sinnvoll nutzen.

  67. David

    Genau, sie motivieren den Mitarbeiter ja dadurch, dass er eben so 'n bisschen mehr machen kann, dass er selbstständiger arbeiten und agieren kann. Und ich mein, was ist perfekter für 'n Arbeitgeber, wenn er weiß, dass sich der Arbeitnehmer selbstständig fortbildet, ohne dass ich die Fortbildung jetzt gesondert zahlen müsste. Ich mein, du hattest noch das Stichwort eingeworfen, wie, wie teuer jetzt Konferenzen sind. Das geht ja manchmal fangen die bei tausend Euro an, ne.

  68. Eric

    Und die werden, teilweise von, von Arbeitgebern locker bezahlt.

  69. David

    Ja, ja.

  70. Eric

    Also da, d-das ist genau der Punkt. Also dann lieber die, die Leute nicht zu 'ner Webkonferenz schicken, sondern denen 'n bisschen mehr Freiraum geben.

  71. David

    Mhm. Genau.

  72. Eric

    Ich glaub, das, das ist da manchmal sinnvoller. Grad wenn man merkt, dass, das für die Leute, das 'ne Berufung ist und kein Beruf.

  73. David

    Ja. Das stell ich auch fest bei dem Webkrauts. Aber nichtsdestotrotz gibt es immer noch sehr viele und jetzt grade bei dir, bei deinem Professor hat man's gesehen, gibt es noch starke Defizite. Die Defizite zum Schluss unserer Sendung können wir aber, gutes Gewissens ausgleichen, denn es gibt ja nicht nur die Webkrauts, sondern es gibt auch, den jährlichen, Webkrauts-Kalender. Sag schnell, den, -

  74. Eric

    Webkrauts-Adventskalender.

  75. David

    Danke schön. Es gibt den Webkrauts Adventskalender heute. Das ist die hunderterste-

  76. Eric

    Das Ding ist halt

  77. David

    ... Komma fünf. Da darf ich mir das mal erlauben. Und zwar ist es so gedacht, das ist ja jetzt 'ne kleine Tradition, gibt es seit 2005, dass jedes Jahr, an jedem Tag im Dezember ein Türchen aufgemacht wird soz-sozusagen und dann gibt es von, sehr vielen Webkrauts einen Artikel. Was gibt es denn dieses Jahr grob zusammengefasst? Also es gibt keine Vollartikel mehr, sondern eher so, Quickies sozusagen, die man sich auch mal eben in der Pause durchlesen kann, ne.

  78. Eric

    Ja genau, wir haben das, Quickies genannt und, und gehen damit zu unseren, sehr ausführlichen, also von unseren sehr ausführlichen Artikeln weg, die wir, die wir in den letzten Jahren hatten, und mehr zu, zu spezifischen, Sachen. Also am Samstag, oh Gott, ich muss jetzt in der Vergangenheit. Am Samstag war zum Beispiel eine ganz spannende Pro- und Contra-Diskussion, CMS für kleine Seiten. Gerrit van Aken sagt eben, er setzt immer ein CSS, CMS ein. CSS hoffentlich auch.

    Und, Nikolai Schwarz setzt dagegen und sagt, man braucht nicht für jede lange Seite 'n CMS. Und, das ist ganz spannend. Jetzt am, am Sonntag dann Struktur von Überschriften. Jan Erik Hellbusch mit 'nem, mehr in Richtung Accessibility gehenden Artikel, über Überschriftenhierarchien und, am Montag, also heute, also jetzt grade, wer's schon nachts hört, kann auch jetzt schon nachgucken.

    Stylesheets kommentieren mit CSS Doc, was ja hier schon Thema war.

  79. David

    Genau, genau, das hatten wir mal in der Sendung gehabt. Jetzt noch mal zum Nachlesen. Also insgesamt, es gibt ein sehr breites Themenspektrum, jetzt nicht zu eng gemacht und von sehr vielen Webkrauts. Also es ist das Einfachste, sich 'n Browser zu schnappen, wirklich sich mal die zehn Minuten am Tag, diese vierundzwanzig mal zehn, das sollte ja nicht so viel sein, Minuten, kann man sich ruhig mal gönnen, ne.

  80. Eric

    Ja, sollte man sich gönnen. Also das ist wirklich, und, und man kann auch sagen, das Thema interessiert mich nicht, aber das geb ich vielleicht einem Kollegen weiter.

  81. David

    Genau, genau, genau.

  82. Eric

    Aber, es, es gibt immer spannende Sachen und wie gesagt, wir haben 'n echt breites Spektrum. Wir haben, Browser, Works-... den, den wir, aufarbeiten. Wir haben, Sachen, wie, wie man, ja, wie man überhaupt Webseiten, auch angeht mit, ja, sag schnell. -

  83. David

    Mit HTML, wie man so grundsätzlich schreibt und ich denke, 'ne bunte Mischung ist auf jeden Fall dabei.

  84. Eric

    Wir haben alles.

  85. David

    Genau, es ist auf jeden Fall sehr viel dabei.

  86. Eric

    Es ist, es ist 'ne sehr breite Spanne.

  87. David

    Also ab heute Pflichtlektion jeden Tag, Webkrauts.de öffnen. Den Link noch mal auf technikwirtse.de, würd ich sagen. Ne. Gut, bleibt also festzuhalten, dass nichts einfacher ist, als sich fortzubilden, auch auf Konferenzen zu gehen, auch auf Webmontag zu gehen, wenn nicht grade so 'ne hundert, Folge, hundert, hundertste Folge von Technikwürze gemacht wird.

  88. Eric

    Also hier in Gießen ist fast jeden Monat jetzt 'n Barcamp. Das ist auch sehr nett.

  89. David

    Sehr schön. Sehr nett.

  90. Eric

    Am Ende Januar schon das nächste.

  91. David

    Ich hoffe, dass ich's auch bald mal endlich auf 'n richtiges Barcamp schaffen werd. Ich war ja bisher immer noch nicht da. Grade ich.

  92. Eric

    Das ist sehr traurig.

  93. David

    Das ist sehr traurig. Mach hundert Folgen, ja, Technikwürze und hab's noch nie einmal geschafft. Das ist echt traurig. Sei's drum. Ich werd's irgendwann in meinem Leben, denk ich, noch mal schaffen. Und wenn ich dann irgendwann kurz vor der Rente bin, aber spätestens dann. Und dann wird's so eh keine Barcamps mehr geben, denn-

  94. Eric

    Ja, wahrscheinlich heißt es dann eh ganz anders.

  95. David

    Ja, wahrscheinlich, weil muss ja, weil kein Web-, Designer-

  96. Eric

    Ist ja dann schon Web 10 oder so.

  97. David

    Ja, ja, genau. Genau. Und, bei den Begriffen, die täglich neu erfunden werden und womit sich alle brüsten, geht es ja eh nicht anders. Also Erik, ich würde sagen, vielen Dank, dass du in der Sendung warst. Das war 'ne interessante zweite Aufnahme. Die erste-

  98. Eric

    Ich bedanke mich, dass ich gleich zwei Sendungen mit dir hatte.

  99. David

    Super, das haben wir auch selten. Ich werd gleich auf den, Stopp, Knopf drücken und dann dieses Mal warten in der Hoffnung, dass, diese Folge-

  100. Eric

    Ja, ich geh jetzt mal essen oder keine Ahnung.

  101. David

    Genau, ich hab ja immer noch nicht gefrühstückt. Das wird jetzt auch noch mal Zeit. Wir haben ja innerhalb, wir haben ja schon mal jetzt so 15 Uhr. Es ist ja kein Geheimnis, dass wir jetzt eigentlich die Sendung immer vor Montag aufnehmen. Deswegen hast du auch eben in der Vergangenheit gesprochen inweise Voraussicht. Sei's drum, das war die hundert, hunderterste Komma fünf. Nächste Woche hören wir dich, Erik, auch noch mal wieder. Gelle?

    Da geht es nämlich dann, Technikwürze wird genau zwei Jahre alt. Am 9. Dezember 2005 ging die erste Folge online. Das Ding, Technikwürze war ja schon in Planung Anfang 2005. Na, wie gesagt, nächste Woche, blicken, blicken wir. Wir gucken ein bisschen zurück und überlegen uns, was hat sich in diesen zwei Jahren tatsächlich so geändert. Ja, ich denke, ganz interessante Geschichte nächste Woche dann.

  102. Eric

    Rekonvention.

  103. David

    Genau. Okay. Ja, dann danke, dass du dabei warst und wir hören uns wieder nächste Woche Montag. Danke, Erik.

  104. Eric

    Danke dir. Ciao.

  105. David

    Ciao.

  106. Einspieler

    Mehr Qualität im Webdesign durch Webstandards. Tipps und Tricks zur Umsetzung findet ihr bei den Webkrauts auf Webkrauts.de. Für ein besseres Web.

    Weitere Informationen und die Links zur Sendung auf Technikwürze.de.

Nach 50 Minuten lustiger Sendung mit vielen Details haben wir uns auf die Schulter geklopft. Doch statt dem Programm die Rechenzeit zu geben, die Aufnahme zu kodieren, hab ich das Programm geschlossen - die Aufnahme war futsch. Gut, dass sich Eric dazu bereit erklärt hat, noch einmal eine Sendung zu machen. Die zweite Aufnahme von Technikwürze an einem Tag - eine gute Leistung. Danke Eric.

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Adventskalender

Viel zu lernen gibt es an jedem Tag in Dezember bis Weihnachten. Die Webkrauts sind wieder los und schreiben ihr Wissen zusammen - kompakt gesammelt in der dritten Artikelserie.

Fußnoten

  1. Link entfernt, da nicht mehr erreichbar ↩ a ↩ b

Erwähnungen 1

Kommentare 20

  • Zum Thema Beruf und Berufung:
    Das von Roger Johansson Gesagte finde ich da immer noch sehr passend:

    Why are you working in the Web business if you’re not interested in it? Go flip burgers instead.

    Leider gibt es noch immer viel zu viele 9-to-5-Worker in unserem Business...

  • Tja, das was hier in der aktuellen Ausgabe berichtet ist an deutschen Hochschulen nicht anders. Unsere Vorlesungen in dem Bereich sind auch komplett inaktuell und die Dozenten sind auch nicht wirklich gut in der Thematik und einige Studenten haben sicherlich mehr drauf. Weiterbildung fehlanzeige.

  • Hi,

    sehr schöne Sendung. Unterhaltsam und schön bei der Arbeit zu hören. Vielen Dank dafür.

    Nett im Zusammenhang mit Adventskalendern (neben dem der Webkrauts auf den ich natürlich auch schon hingewiesen habe) ist noch dieses Pendant:
    http://24ways.org/

    Und auch wer Expression Engine einsetzt darf jeden Tag ein Türchen mit Infos zu EE öffnen:
    http://www.jambor-ee.com/

    Viel Spaß damit...

    marc

  • Hi,

    wieder mal eine tolle Sendung :)
    Auch wenn das Thema eher traurig ist, schade das
    sowas heute echt noch an der Tagesordnung zu sein
    scheint.

    PS:

    Ich habe jetzt schon in mehreren Sendungen gemerkt das der Herr Eggert nur schlecht zu verstehen ist.

    Wäre cool wenn Ihr euch da mal was einfallen lässt damit man Ihn auch bald in verständlicher Qualität hören kann :)

    Schöne Grüße und weiter so
    Gonzo )

  • Hallo !

    Bis jetzt war ich mit den Podcast's von Technikwürze zufrieden.
    Leider hat sich jedoch auch in Episode 101.5 gezeigt das
    der Inhalt immer mehr in eine Selbstdarstellung mündet.
    Als Randglosse mag die Story mit dem Prof. ganz spannend sein.
    Aber als nützliche Information kann ich damit nichts anfangen.

    Bitte !!!!!!!!!!!!!!

    Achtet mehr auf verwertbare Informationen. Hört mit der übersteuerten Selbstdarstellung auf !!!!!!!!

    Im Vergleich dazu habe ich mir die Folge 65 ( CMS ) angehört.
    Eine rundum gelungene Sache mit hohem Nutzwert.

    Sicher ist es kompliziert eine neue Episode aus dem Boden zu stampfen. Aber ich denke Klasse geht vor Masse !

    Mit freundlichen Grüßen

    Stephan aus der Programmierhöhle im Erzgebirge

Weitere 15 Kommentare anzeigen
  • Lieber Stephan. Hast du bei Folge 65 aufgehört, oder auch die Folgen 66 - 100 gehört? Ich kann deine Meinung nicht ganz nachvollziehen, bin aber weiterhin offen für Themenvorschläge. Kanäle dafür gibt es genug: Blog, E-Mail, Telefonnummer oder persönliches Gespräch.

  • Ich stimme Stefan zu - Der Nutzwert der #101.5 tendierte gegen 0 - aber ich gehöre nicht zu den "3 absoluten Experten" und bewerte das vielleicht ganz anders als ihr...

    Was soll ich noch sagen... in letzter Zeit stellt sich beim Hören von Technikwürze immer öfter ein Gefühl von schleichender Langeweile ein, sei es ob der ewigen Selbstweihräucherung ("Webkrauts", ...), der ewig gleichen Gäste (gut, so groß ist die "Szene" nicht und manche Pro's sind sich wohl zu schade für TW, trotzdem)

    Würde vorschlagen ihr dreht die Frequenz etwas runter und macht vielleicht nur mehr alle 2 Wochen eine Sendung, dafür mit besserem Inhalt. Gibt's nicht mal wieder was von Sevenload zu erzählen, vielleicht wieder mal ein Video was ihr Jungs da so macht, etc.

    Von Jens Meiert will ich auch unbedingt noch einmal ausführlich was hören, aber das hast du ja ohnehin geplant oder David?

    Und Eric Eggert kann sich über die miese Ausbildungssituation in Österreich ja beim Barcamp im Jänner auslassen... wir laden betroffene LV-Leiter ein und konfrontieren sie damit...

    Liebe Grüße aus Wien,
    Moritz

  • Hallo.

    Gonzo:

    bq. Ich habe jetzt schon in mehreren Sendungen gemerkt das der Herr Eggert nur schlecht zu verstehen ist.

    Wir werden uns was einfallen lassen um die Sprachqualität zu verbessern.

    Stephan und Moritz:

    Das Thema CMS mit dem Thema Ausbildung zu vergleichen ist ja schon per se unfair, aber gut. Technikwürze - und das ist zumindest mein Verständnis - ist sehr breit gefächert und wenn man das nicht zu unterschätzende Thema Ausbildung 1% der Sendungen ausmacht, dann ist das noch relativ wenig.

    Es war nie meine Absicht nur aus dem Nähkästchen zu plaudern, ich hätte gerne eine Diskussion darüber gehabt wie man die wichtigen Themen in die Unis und Schulen bekommt. Vielleicht wurde das dann nicht mehr klar.

    bq. Und Eric Eggert kann sich über die miese Ausbildungssituation in Österreich ja beim Barcamp im Jänner auslassen… wir laden betroffene LV-Leiter ein und konfrontieren sie damit…

    Wenn LV-Leiter kommen gerne. Diskurs ist super und wahrscheinlich gibt es auch viel bessere Lehrveranstaltungen und ich habe nur die schlechteren erwischt. Ich habe auch betont, dass die LV-Leiter echt gut sind in anderen Teilbereichen. Es gibt aber Nachholbedarf in anderen Bereichen und dazu gehört nunmal die Frontend-Webentwicklung. Das ist nicht nur an Unis und Schulen so, sondern auch in vielen Firmen.

    Übrigens: Wer sich über zuviel Konzentration beschwert: In den letzten 10 Sendungen (90–101, die 100. hab ich mal außen vor gelassen) kamen insgesamt 12 Gäste in den Sendungen vor, nur sieben mehr als einmal und immer in unterschiedlicher Zusammenstellung. Wenn ihr euch andere/ bessere/ interessantere/ lustigere/ intelligentere Gäste wünscht, dann schlagt konkret welche vor und fordert nicht nach irgendwelchen

    bq. Pro’s

    die nicht gerne in die Sendung kommen würden. Zu schade für Technikwürze ist sich da sicher keiner.

    Und das Format der Sendung und die Gäste, die er einlädt, bestimmt David noch immer selbst. Danke für eure Aufmerksamkeit.

  • Dennis Sterzenbach
    Dennis Sterzenbach

    Hey Jungs,

    ihr habt alle Recht und finde es gut, dass ihr von eurem Recht Gebrauch macht, einen Kommentar hier zu hinterlassen. Ja, einerseits sind die Themen nicht für jeden etwas, andererseits kommen manche Sachen oder Namen etwas häufiger vor.

    Dennoch müssen wir doch alle (neidvoll?) zugeben, dass es schon eine Leistung ist, die Technikwürze überhaupt auf konstant hohem Niveau zu halten und wöchentlich mit neuen und abwechslungsreichen Themen herauszubringen.

    Durch die technischen Probleme, die leider in den letzten Folgen desöfteren zugeschlagen haben, kamen einige Sendungen auch nicht ganz so flüssig rüber. Das ist blöd und kann natürlich kaum kompensiert werden.

    Nun muss ich leider aber auch sagen, dass die Frage nach "mehr Pro's" oder "neue Infos zu Sevenload" mir persönlich doch ein wenig Fragen aufwerfen...
    Fiele das nicht auch wieder in gewisser Weise in die Kategorie "Selbstweihräuchern 2.0" und "immer nur Webkrauts 2.0" oder doch die Rubrik "Selbstdarstellung 2.0"?
    Ich finde, wenn man eure Kommentare einander zusammengefasst gegenüber stellt, ergibt sich ein ziemlicher Konflikt.

    Leider kann auch die Technikwürze es nicht jedem Recht machen. Aber dafür macht sie es - verglichen mit sehr vielen anderen Podcasts die ich gehört habe - mit einem konstanten Ergebnis. Und noch dazu in recht guter Tonqualität.

    Viele Grüße
    Dennis

  • Hi,

    ich bin klar gegen noch mehr von Sevenload :). Ich meine, ich kenne die Webseite und es ist schön das du dort arbeitest, aber ich brauche nicht noch extra versteckte Werbung :)

    Wenn von der Technik hinter Sevenload erzählt wird ist das IMHO in Ordnung, jedoch wenn es mehr ein "wir erzählen jetzt mal was von Sevenload" wird, dann bin ich klar dagegen.

  • Es wird in Technikwürze keine versteckte Werbung geben. Und ich werde ganz sicher nicht Webseiten empfehlen, nur weil sie von meinem Arbeitgeber sind. Aber: Ich werde natürlich gern von meinem Beruf erzählen - der mitunter natürlich eben bei sevenload statt findet. Denn das ist schließlich das, wovon ich am meisten Ahnung habe, weil ich ein Pro in diesem Bereich bin und es das ist, worum es bei Technikwürze geht. Und genau das trifft auf meine Gäste allesamt genauso zu.

  • Fein, dass doch mal eine Grundsatzdiskussion zu Themenvielfalt etc. aufkommt. So etwas vermisse ich oft bei Weblogs. Es spricht eindeutig für die Bedeutung der Technikwürze, dass hier so viel eingefordert und verlagt wird. Ergo: Kritisieren auf hohem Niveau. Das, David, würde ich zunächst einmal als dickes Plus verbuchen.
    Ich möchte auch betonen, dass eine Sendung auf Dauer nur interessant durch Vielalt wird. Und wenn für ein kostenfreies Produkt von und für die Szene darf und sollte sich auch die Szene ein bisschen einsetzen. Das umfasst sowohl konstruktie Kritik, aber auch, und das vor allem!, Themenanstöße.
    Weshalb ich dafür plädiere, mal so eine Art offenen Diskussionsstrang in TW zu öffnen, wo über so etwas nachgedacht werden kann. Denn in einigen Folgen später, ist diese Diskussion praktisch im TW-Archiv verborgen. Aber, und das ht David mehrfach betont, die Anregungen können natürlich auf allen hier gebotenen Kanälen platziert werden. Also ran, Leute.

  • Danke Marcel, du hast ein paar wichtige Punkte angesprochen. Wenn ich Technikwürze scheisse finden würde, würde ich es ja auch einfach nicht mehr hören und den Mund halten, meine Kritik ist also insofern natürlich als Zeichen zu verstehen, dass ich die Sendung schätze und interessant finde.

    Nur (nochmal, ich bin ja keiner der "3 absoluten Profis") stellt man halt doch hohe Qualitätsansprüche... ist wohl auch eine Frage der Betrachtung. Eine boulevardesk anmutender Sendungstitel a la "Lehrmethoden in Österreich" ist meiner Meinung nach einfach dem Anspruch von TW unwürdig (Eine Sendung von Profis für Profis und Interessierte).

    Nichts gegen Eric, aber er kennt allerhöchstens die "Lehrmethoden in Wien" und hier auch nur an der TU. Wie es in Hagenberg, an der (meiner Meinung nach in IT - Fächern wesentlich besseren) TU Graz oder der University of Applied Sciences JOANNEUM Graz (ein Wolfgang Bartelme hat dort zB studiert) aussieht wird nicht berücksichtigt.

    Das es Defizite gibt, habe ich selbst erfahren (u.a. auch an besagtem Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft mit seinen "Multimedia-Journalismus"-Kursen), und es ist gut und absolut wichtig, dass so etwas angesprochen wird! Nur bitte auf eine andere Weise. (Das war jetzt EIN Beispiel)

    Zu den Webkrauts kann man geteilter Meinung sein (jetzt hier aber wohl nicht Inhalt der Diskussion glaube ich).

    Liebe Grüße,
    Moritz

    P.S: Noch ein persönlicher Wunschgast für die Sendung: Alp Uçkan

  • bq. Nichts gegen Eric, aber er kennt allerhöchstens die “Lehrmethoden in Wien” und hier auch nur an der TU. Wie es in Hagenberg, an der (meiner Meinung nach in IT – Fächern wesentlich besseren) TU Graz oder der University of Applied Sciences JOANNEUM Graz (ein Wolfgang Bartelme hat dort zB studiert) aussieht wird nicht berücksichtigt.

    Das kann ich ja auch gar nicht berücksichtigen, wie ich schon mehrere male sagte und schrieb. Wenn du das so aufgefasst hast, dann ist das falsch. Zudem Studiere ich auf der Universität Wien, was noch einmal ein Unterschied ist. „Lehrmethoden in Österreich“ ist vielleicht kein guter Titel. Geschenkt.

    Ich bin mir sicher, dass es auch bessere LVAs und LV-Leiter gibt. Das hab ich mehrmals betont. Trotzdem habe ich meine Situation dargestellt und versucht das auch ein wenig humoristisch zu verpacken. Ich kann und will keine Dinge beurteilen, die ich nicht erlebt habe. Genau deshalb habe ich in der Sendung von mir gesprochen.

    Es ging nie darum Hochschulen zu bewerten oder gegeneinander antreten zu lassen, weil mir der Vergleich fehlt. Wenn ein Ergebnis der Diskussion ist, dass eine Grazer Hochschule als besser empfiehlst, vielleicht weil du gute Erfahrungen dort gemacht hast, dann ist das doch schon ein Gewinn und gibt Orientierung für andere.

  • Der Titel stammt aus meiner Feder. Und wer mich kennt, und alle 100 Folgen gehört hat, weiß: Ich trage öfters mal dick beim Titel auf. Und auch halte ich nochmals fest: Technikwürze ist primär ein Podcast, der uns privat richtig Spaß macht. Und diese Folge hat mir einfach nur Spaß gemacht - auch wegen Eric. Punkt.

  • Ich konnte leider erst heute die 101. hören und muss meine Sicht als Mediengestalter-Azubi (Nonprint, 3. Lehrjahr) darstellen:

    Das Wissen, das an Berufsschulen in Sachen Webdesign vermittelt wird, ist katastrophal. Selbst heute wird noch teilweise noch behauptet, dass eine Tabelle immer noch die beste Möglichkeit sei, eine Webseite zu zentrieren. Da bin ich aufgestanden und hab den Raum verlassen. Das Thema „Doctypes“ wurde nicht mal angesprochen. Ich habe dann in der Projektarbeit viel Aufklärungsarbeit leisten müssen – und musste selber teilweise passen, da ich mit der ganzen Tabellengrütze und Quirksmodus-Verhalten nicht mal mehr klarkam!

    Ein weiteres Ding: Beispielsweise hat man in der Abschlussprüfung 1999 (ok, schon eine Weile her …) ernsthaft „HTML“ als Antwort auf die Frage „Was ist eine Programmiersprache“ verlangt (Multiple-Choice-Test). Da sind mir die Fußnägel in die horizontale geschnellt!

    Bildet euch selber über die Abschlussarbeiten (zumindest einer winzigen Auswahl) ein Bild:
    http://www.zfamedien.de/ausbildung/mediengestalter/pruefungen/ergebnisse.php

    Selbst hier gibt’s noch Leute, die nie was von einem Doctype gehört haben. Und allen scheint ein grafisches Menü mit JavaScript-Mouseover das Maß aller Dinge zu sein.
    Wenn ich das mit meinem, Eric sagte es schön, Herzblut, dass ich jeden Tag in meine Arbeit stecke, vergleiche, dann könnte ich einfach nur kotzen.

  • Wie schon kurz in twitter angedeutet hat mich die Folge "101.5" ziemlich empört. Der Informationsgehalt tendierte gegen null.

    Angenommen ich wär ein Student, der HTML nicht fließend spricht, wüsste ich nun zwar, dass es kein -Element gibt, was man aber anstatt dessen verwendet oder worin sich jetzt eigentlich und -Elemente unterscheiden wüsste ich jetzt auch nicht. Hinzu kommt wahrscheinlich, dass der betreffende Prof wahrscheinlich von Eurer Kritik nichts hat und deshalb weiter fleißig sein Halbwissen unterrichten wird. Genau das ist nicht Sinn vom sozialen Netzwerk-Gedanken.

    Was soll ich noch sagen… in letzter Zeit stellt sich beim Hören von Technikwürze immer öfter ein Gefühl von schleichender Langeweile ein, sei es ob der ewigen Selbstweihräucherung (“Webkrauts”, ...), der ewig gleichen Gäste (gut, so groß ist die “Szene” nicht und manche Pro’s sind sich wohl zu schade für TW, trotzdem)
    Dem gibt's nichts hinzuzufügen. Wie wäre es mit mehr Qualität, statt Quantität? Es wäre schade um Euch!

    Grüße vom Leichtmatrosen

  • Hallo,

    macht auf jeden Fall weiter so!

    Technikwürze wird nicht langweilig, weil jede Sendung anders ist. Wenn einmal weniger relevante Themen dabei sind, dann gewiss das nächste Mal.

    Dem Podcast merkt man an, dass ihr ihn ernst nehmt. Vielen Dank für die Mühe und Arbeit, die ihr da hinein steckt, um uns Hörer immer wieder aufs neue zu überraschen!

    Liebe Grüße
    Doro

  • Hi!
    Ich möcht nur kurz sagen, das es auch anders geht :-) Ich studier auf der TU Wien und wir hatten wirklich guten Content, einmal hatten wir sogar eine blinde Frau eingeladen, die uns erklärt hat wie man so eine Website als Blinde/r erlebt, auf was man achten soll, etc. Danach gleich ein paar Live-Tests mit div. Readern zum echten erleben und zum Testen von Seiten. Es gibt also auch engagementierte Prof. :-)
    lg
    Roland

  • Hallo zusammen!

    Erst einmal vielen Dank für die interessanten Sendungen. Wenn in einigen Sendungen mal was dabei ist, was individuell nicht "passt" - so what?

    Oft sind auch die eher "banalen" Dinge wichtig fürs Web-Business.

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