Technikwürze

Wer suchet, der findet!

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Transkript der Folge

  1. Sebastian

    Hallo liebes Technikwürze-Team, hallo liebe Zuhörer von Technikwürze. Ich bin der Sebastian und ich habe eine E-Mail an echo@technikwurz.de geschrieben mit einem Audiokommentar im Anhang. Diesen habt ihr wahrscheinlich schon gehört beziehungsweise werdet ihr gleich hören. Und ja, das muss ich sagen, das hat sich richtig gelohnt, denn ich habe eine Tweety-Lizenz gewonnen mit diesem Audiokommentar. Deswegen wollte ich mich noch mal auf diesem Weg bedanken.

    Muss sagen, das hat alles super geklappt und wünsche euch jetzt noch viel Spaß bei Technikwürze. Bis dann. Tschau.

  2. Einspieler

    Herzlich willkommen zu Technikwürze, eurem Design- und Webstandards-Podcast. Von und mit David Maciejewski.

  3. David

    Herzlich willkommen zur Technikwürze 136. Mein Name ist David Maciejewski und mit mir an Bord dieses Mal zum ersten Mal Ansgar Hein. Grüß dich.

  4. Ansgar

    Hallo.

  5. David

    Und zum zweiten Mal in der Technikwürze der Peter Rozeck.

  6. Peter

    Hallo.

  7. David

    Ich hoffe, ich habe deinen Namen richtig ausgesprochen, Peter.

  8. Peter

    Ja, war goldrichtig.

  9. David

    Wunderbar. Sag ganz kurz doch noch mal, wer du bist, Peter.

  10. Peter

    Also ich bin freiberuflicher Webdesigner, sitze hier in Herne, das ist in der Nähe von Dortmund, mache Webseiten, Corporate Design, ja, und nebenbei betreibe ich ein kleines Büro, nennt sich Think Green Neue Medien. Das ist eigentlich alles so weit. Den Rest findet man im Internet.

  11. David

    Okay, wunderbar. Dann mal viel Spaß beim Googlen. Ansgar, du bist das erste Mal dabei. Einigen solltest du bekannt sein, jetzt auch das neue, durch das neue Webstandards-Magazin, worüber wir uns auch un-- heute unterhalten wollen. Aber du machst ja nicht nur das Webstandards-Magazin, sondern bist natürlich auch selbstständig. Erzähl doch mal kurz.

  12. Ansgar

    Ja, wobei selbstständig trifft's nicht ganz. Ich bin, der Teil einer Selbstständigkeit. Ich betreibe mit meinem Geschäftspartner zusammen 'ne Agentur, daneben den Barrierekompass, das Best of Accessibility Symposium. Also Gründe, mich zu kennen, gibt's vielleicht, muss aber nicht.

  13. David

    Reichlich. Sehr schön. Auch den Link zu deinem Blog packen wir noch mal in die Show Notes. Und, wir haben am Anfang an der Technikwürze gleich schon so 'n Audiokommentar gehört eines glücklichen Gewinners der letzten Sendung, der dann 'ne Tweety-Lizenz gewonnen hat. Und auch in der 135. Sendung hatten wir 'ne Verlosung. Und zwar wollten wir verlosen DynaMite.

    Das ist, 'ne Lizenz von einem, Mac-Programm, was ihr euch oben in die Menüzeile packen könnt und könnt dann, den Web, selbstständigen, Uhrzeit, trackenden Dienst Mite fernsteuern sozusagen, ja. Also mal gucken, wie lange brauche ich jetzt für einen Kunden und das dann später abrechnen zu können, die Fernbedienung DynaMite. Und, wir haben gerade mal eben geschaut. Nach dem Zufallsprinzip haben wir aus euren Kommentaren jemanden ausgesucht und gewonnen hat, tata: Finzi. Nee, Flinzi hat gewonnen.

    So hat er sich eingetragen in den Kommentaren. Du wirst per E-Mail von uns noch benachrichtigt und bekommst dann, vom Meta Atelier in der Schweiz, war das die Schweiz oder Österreich? Ich muss noch mal schauen, die, DynaMite-Lizenz. Also herzlichen Glückwunsch. Okay, würde ich mal sagen, starten wir mal direkt in die Sendung mit unseren Empfehlungen für diese Woche. Ich hab gleich zwei am Anfang, und zwar, bin ich ja in Sachen PHP, sage ich mal, ich bin jetzt nicht der mega Supercrack.

    Also das habe ich speziell bei Sevenload gemerkt, als ich da gearbeitet hatte. Aber dennoch reicht es, um meine eigenen Shops zu programmieren und, OOP und so was. Das ist alles so gar keine Schwierigkeit. Und von daher habe ich relativ viel... Also ich kenne viele, viele Befehle und, was ich damit anstellen kann. Und ich bin ja auch, sehr fit in Sachen jQuery.

    Aber auch in jQuery gibt es manchmal Situationen, dass man, das eigene, das eigene Tool, die eigene Webseite ein bisschen erweitern möchte und greift dann natürlich zu JavaScript, zu regulärem JavaScript. Und, oft habe ich irgendwas im Kopf, in Sachen PHP, wo ich denke: „Mensch, also in PHP würde ich das jetzt genauso machen mit dieser Funktion und dann würde ich das machen und das machen und das würde ich relativ schnell runterschreiben.

    Nur wie sieht das ganze Ding jetzt in JavaScript aus?" Großes Fragezeichen. Und da hat sich jemand die Arbeit gemacht, und hat da 'n kleines Framework sozusagen geschrieben, und zwar nennt sich das PHP-JS und, ist, sofern man das installiert, gibt es einem die Möglichkeit, PHP-Befehle anzuwenden, die dann in JavaScript quasi umgemünzt werden. Das heißt, man schreibt quasi PHP und der macht dann das, entsprechende Equiva-equivalent dazu.

    Das ist nicht das, was ich empfehlen möchte, sondern ich möchte den Dienst als solches empfehlen, denn er bietet natürlich auch 'ne Suchfunktion, wo ich jetzt, in PHP, wenn mir da 'ne Funktion vorschwebt, dass ich diese Funktion da einfach eintrage und suche und bekomme dann einen Quelltext, mit einer Entsprechung in JavaScript. Das heißt, ein Äquivalent zu dieser PHP-Funktion und ein hervorragender Service, finde ich.

    Also hat sich jemand wirklich mal richtig Mühe gegeben und hat sich das Ding angeschaut. Ich bin echt begeistert von der Geschichte. Habt ihr euch das mal angeschaut?

  14. Ansgar

    Ja, ich hab's mir angeguckt. Fand das von Anfang an wahnsinnig spannend. Ich bin jetzt kein PHP-Programmierer vor dem Herrn. Die paar Zeilen PHP, die ich kann, gut, das reicht nicht wirklich weit. Aber wenn ich sehe, dass man halt eben quasi eins aufs andere mappen kann und sich quasi in einer Sprache nur auskennen muss, das ist schon toll.

  15. David

    Ja, also interessant bei der Geschichte ist es ja vordergründig, auch JavaScript zu lernen. Also ich nutze es eben dafür in allererst, um zu gucken, wie macht man's in JavaScript um, um dann zumindest mal ganz, ganz schnell 'ne Art von Google zu haben, wo man was nachschauen kann, ne.

  16. Peter

    Ja, also ich hab's mir auch angeguckt und, wie gesagt, ich bin genauso wie Ansgar auch nicht wirklich der PHP-Mensch. Das ist, also die paar Zeilen wirklich, die ich kenne und, die ich da lesen kann, das, damit kommt man nicht sehr weit. Damit wird man auch nicht besonders glücklich. Aber an sich ist...

  17. David

    Oh, ist der Peter kurz weg? Peter? Ah ja, du warst mal ganz kurz weg in der Leitung.

  18. Peter

    Ja, genau.

  19. David

    Magst du es noch mal wiederholen, was du zuletzt gesagt hast?

  20. Peter

    Also dieses PHPJS habe ich mir auch angeschaut und, ich bin genauso wie Ansgar, also auch nicht der PHP-Mensch. Also die paar Zeilen und das bisschen, was ich da irgendwie lesen kann und schreiben kann, da, damit kommt man nicht sehr weit und wird man auch nicht besonders glücklich mit.

    Aber, so an sich die Idee, also das PHP in, in JavaScript sozusagen zu übersetzen halt, über so 'n Framework, ist, finde ich, 'ne spannende Sache und für Leute, die, da ihr Handwerk sozusagen drin sehen und, das auch täglich, benutzen, PHP, finde ich, ist 'ne gute Ergänzung halt.

  21. David

    Ja, oder zumindest als Nachschlagewerk.

  22. Peter

    Ja, zumindest als Nachschlagewerk.

  23. David

    Kommen wir zur nächsten Geschichte. Die möchte ich nur kurz anreißen, und zwar, das finde ich eigentlich, 'n großen Schritt, in die Richtung, das Web semantischer zu machen. Und zwar soll jetzt Google in den englischen Suchergebnissen, so hat es zumindest deren Blog proklamiert, Microformats und, PD-PDF/A? Das habe ich nur falsch aufgeschrieben, oder?

  24. Peter

    Ich glaub, da ist 'n Tippfehler drin. Ich hab auch schon.

  25. David

    RDFA soll das wahrscheinlich heißen, oder?

  26. Peter

    Ja. PDF/A gibt’s auch.

  27. David

    Okay, da seht ihr schon, dass ich mich mit den, Mikroformaten sehr eingehend beschäftigt habe, aber mit dem anderen eben noch nicht. Hintergrund dessen ist, dass ich das Webstandards-Magazin noch nicht ganz durchgelesen habe, denn dort gibt es nämlich noch 'n Artikel über beide Sachen, über Mikroformate und, dem anderen. Und, ganz entscheidend dabei, bei dieser ganzen Geschichte ist, dass Google sich bisher für die Mikroformate im Speziellen überhaupt nicht interessiert hat.

    Die Mikroformate als Beispiel sind ja eigentlich dazu, ich sag mal, erfunden worden, dass wir Menschen, wenn wir jetzt 'ne Adresse sehen, dann wissen wir sofort vom Angucken: „Aha, da ist 'ne Postzahl drin, da ist 'ne Straße drin. Das muss 'ne Adresse sein.

    Das kann ich mir kopieren und speicher mir das irgendwo ab, falls ich mir 'n Kontakt speichern will.“ Oder wenn wir ein Datum sehen und dahinter ist 'ne kleine Beschreibung, dann weiß ich: „Aha, das ist jetzt 'ne Information für eine Veranstaltung.“ Nur wenn jetzt, Google als Suchmaschine oder andere Suchmaschinen beziehungsweise Computer im Allgemeinen sich diesen Text anschauen, dann, dann ist es für die kein Zusammenhang.

    Ja, da sind zwar irgendwelche Zahlen und ich könnte das eventuell, zumünzen zu einem Datum, aber ich wüsste jetzt als Maschine nicht, ob jetzt die Beschreibung dazu, also ob das jetzt 'n Termin ist oder was auch immer, davor oder hinter oder was auch immer ist. Also ziemlich unmöglich, für Maschinen, da jetzt relevantere Informationen rauszusuchen. Warum muss das so sein?

    Ganz klar: Wenn ich zum Beispiel 'n Veranstaltungskalender habe, ist es natürlich für mich interessant, dass diese Veranstaltungstermine, die ich da eintrage, natürlich auch bei Google gefunden werden. Und deswegen gibt es ebenfalls dieses, Mikroformate, und, andere Geschichten. Und sofern ihr die jetzt in euren Webseiten einbaut, wie gesagt, nähere Informationen dazu über Google oder im Webstandards-Magazin, dann werden die bei Google in der englischen Suche zumindest unterstützt.

    Denke ich, ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, ne?

  28. Peter

    Ja, auf jeden Fall.

  29. David

    Ne, weil bisher immer gesagt: Also Mikroformate sind zwar schön und gut, ich hab's jetzt stellenweise auch mal eingesetzt, aber da bisher die, die richtige Relevanz, also die große Größe, zum Beispiel eben Google fehlte, kam das ganze Thema meines Erachtens nicht so weit vorwärts und ich denke, das wird jetzt noch mal 'n kleinen Schub geben, zum-zumindest wenn es auch in Deutschland mal langsam, ins Rollen kommt.

  30. Peter

    Ja, denke ich auch.

  31. Ansgar

    Zumal ja auch, Yahoo mit SearchMonkey 'ne ähnliche Technologie schon seit längerer Zeit verfolgt. Und, das jetzt auch im Prinzip 'n logischer, logischer Zirkelschluss war, dass Google jetzt um die Ecke kommt. Spannend ist da dran eigentlich, find ich, dass die Suchmaschinenszene sofort aufgesprungen ist und jetzt fragt: „Wie kann ich das nutzen, um meine Seite in den Suchergebnissen zu pushen? Muss ich jetzt RDFA und Microformats unbedingt einsetzen?

    Kann ich damit irgendwas pushen, wie zum Beispiel Bewertungen, die jetzt aus Amazon kommen oder so was, ob irgendwelche Bücher sind, Rezensionen, dann klarmachen, um das für Google Books interessanter zu machen, um über Nebensuchen aus Google dann wieder Traffic zu generieren?“ Also da sieht man direkt schon wieder eine ganze Branche irgendwie,, aufspringen auf einen Zug und ich bin mir sicher, über kurz oder lang wird das auch der Fall sein, dass das Suchergebnisse mit beeinflussen wird in Google.

  32. Peter

    Denk ich auch. Denk ich auch. Da, denke ich mal, kann man von ausgehen, dass das passieren wird halt.

  33. David

    Okay, dann kommen wir mal zum nächsten, zur nächsten Empfehlung. Wer hat sie eingetragen?

  34. Peter

    . Ich glaube, das ist noch 'n Überbleibsel aus der Liste. Ich spring einfach mal zu FireDiff direkt.

  35. David

    Gerne.

  36. Peter

    Und, das ist 'ne Extension. Ich glaub, jeder von uns hat, mittlerweile diesen kleinen lustigen Käfer unten in seiner Firefox-Leiste, nämlich Firebug, und spielt an Seiten rum, verändert Dinge, ob das jetzt Styles sind, ob das im HTML ist oder sonst irgendwas. Und nachher hat man relativ viel geändert, um halt eben beim Debugging möglichst, effektiv zu arbeiten. Aber was habe ich jetzt eigentlich geändert?

    Und genau da hilft FireDiff an der Stelle und, hebt genau diese Dinge hervor visuell, die man geändert hat. Also 'n visuelles Diff-Tool im Browser.

  37. David

    Sehr schöne Geschichte. Ich, schaue mir das auch grad an der Webseite an. Ist das so 'n bisschen ähnlich wie, wie SVN, Versionsverwaltung, dass ich dann eben in Grün sehe: „Hier hast du was geändert“, oder da ist was in Rot, „Das hast du weggenommen“, und so weiter und so fort.

  38. Peter

    Richtig. Also wer irgendwie mit, mit Track oder so was arbeitet, oder Tortoise, der kennt das eigentlich schon.

  39. David

    Das heißt, ich hab mir das Tool noch nicht, im, im Firefox angeschaut, aber ich denke mal, dass er deine Änderungen, solang, solang du die Webseite nicht neu lädst, mit trackt und dir dann quasi davon 'n Listing gibt. Ist das richtig?

  40. Peter

    Ja, er hebt halt, im Prinzip visuell hervor. Ich hab jetzt nicht so gruselig viel Erfahrung damit, sammeln können bisher. Das, was ich gesehen hab, fand ich aber ganz spannend. Also mein Debugging hält sich momentan aufgrund der Webstandards-Magazin-Arbeit extrem in Grenzen. Insofern, muss ich sagen, ich weiß nicht, ob man das nachher als Liste exportieren kann oder nicht, aber ich fand's schon mal sehr spannend, überhaupt zu sehen: Was hab ich jetzt alles geändert?

  41. David

    Ja, genau. Genau.

  42. Peter

    Ja, das weiß man manchmal dann eben gar nicht mehr. Wenn man da so viel rumändert und so viel rumfingert in den Geschichten, dann s-sitzt man davor und denkt sich: Oh Gott, was habe ich denn jetzt eigentlich gemacht irgendwie? Und da kann das natürlich schon sehr hilfreich sein, aber ich habe es bisher auch noch nicht ausprobiert.

  43. David

    Ja, ich kann mich an 'ne Geschichte erinnern, von, von ein, zwei Kollegen am Anfang, wo ich in die derzeitige Rentur eingetreten bin, die jetzt inzwischen auch nicht mehr da sind. Aber die haben es am Anfang so gemacht, dass sie, Firefox offen hatten und eben auch, die Firebug-Extension und haben dann da direkt in CSS irgendwas rumgefuhrwerkt, um ihr Layout fertig zu machen.

    Und da sie dann eh nicht mehr wussten, was sie geändert haben, haben sie, den ganzen Quelltext, den ihnen dann, Firefox serviert hat, rübergecopy pastet in ihre, schlussendliche Applikation. Und, das sind immer so Situationen, wo mir die Fingernägel kräuseln, weil ich dann an die Codequalität denke und denke: Mensch, eventuell hat der noch was gemacht. Also es war mehr so das Prinzip Try and Error. Muss aber nichts heißen.

    Also wenn man das gewissenhaft macht und wirklich weiß, was man tut, dann, ist Firebug in Verbindung auch gerade mit Firedev natürlich sehr interessant, weil es doch irgendeine Geschichte geben kann, die man jetzt mal eben übersehen hat und die man dann manuell eintragen will in, im Quelltext.

  44. Peter

    Ja, also Copy und Paste sollte man das natürlich nicht machen. Nee, das ist, sollte man eigentlich tunlichst unterlassen.

  45. David

    Nicht so gut, aber da gibt es ja für Firebug auch 'ne andere Latte von Extensions. Ich bin jetzt nicht mehr so der Firefox-User, weil ich dann umgestiegen bin auf Safari. Da könnt ihr sicherlich ein bisschen mehr drüber erzählen, ne.

  46. Ansgar

    Ja, also ich persönlich, mittlerweile ist Firebug irgendwie das meist überlagene, Extension-Paket auf meinem Firefox und, mit YSlow, Firecookie, Codeburner, kennt man vielleicht noch als Firescope von früher. Das sind so ein paar, die man nutzen kann. Was ich ganz spannend finde, ist Firespider. Jeder von uns hat irgendwie Seiten mit toten Links und Firespider hilft dann noch dabei, tote Links in der Seite aufzufinden, beispielsweise über eben jene Firebug-Extension auch wiederum.

  47. David

    Das heißt, es trackt die Webseite, macht 'ne Quest dahin und guckt, was da für eine Response wahrscheinlich zurückkommt.

  48. Ansgar

    Genau, richtig.

  49. David

    Mhm. Okay.

  50. Ansgar

    Also früher musste man dann irgendwie komplexe Tools laufen. Ich glaube, eins davon hat einen unaussprechlichen Namen, dieses Xenu Link Sleuth oder wie das heißt. Anglophile mögen mich da korrigieren. Dieses Tool war eigentlich oder ist immer noch die Königsklasse unter diesen Spidern, find ich aber ganz, ganz gruseliges Interface und von daher, seit ich einen Mac hab, benutze ich es nicht mehr.

  51. Peter

    Also ich mag es auch nicht. Ist mir, ist mir zu gruselig, ehrlich gesagt. So dieses, ja. Nee.

  52. David

    Das, was macht das Firecookie? Das Firecookie macht irgendwas mit Cookies wahrscheinlich, ne?

  53. Ansgar

    Muss ich passen. Hatte ich in meiner, hab ich in meiner Liste,, drin, aber ich benutze es, glaube ich, nicht.

  54. David

    Okay, Firecookie. Ich hab's gerade hier. Firecookie is an extension for Bi-Firebug that makes possible to view and manage cookies in your browser. Okay.

  55. Ansgar

    Ah.

  56. David

    Ich weiß jetzt nicht, was, was Firebug, standardmäßig in Sachen Cookies ausgibt. Ich dachte eigentlich, dass es auch schon relativ schlüssig ist, dass es eigentlich Cookies macht. Oder war das die Web Developer Toolbar, die das so gemacht hatte?

  57. Ansgar

    Die Web Developer Toolbar macht das eher. Also die hat 'ne ganz, ganz coole Cookie-Funktion. Insofern, ich glaube, Firecookie brauche ich deswegen auch nicht, weil ich's mit der Web Developer immer mache.

  58. David

    Okay, genau. Also wer sich denn, dann auf den Firebug konzentrieren will, kann sich dann auch mal Firecookie anschauen. Sieht eigentlich ganz interessant aus, um einfach mal zu gucken, beim Entwickeln: Was werden hier zu Cookies gesetzt? Werden die richtig gesetzt? Habe ich das richtig gemacht? Und so weiter und so fort.

    Denn auch kleine Besonderheit bei PHP-Webseiten: Wer sich mit PHP und Cookies ein bisschen beschäftigt, der weiß, sofern ein Cookie im Browser akzeptiert wird, dass er die Seite wechseln muss, beziehungsweise die Seite neu laden muss, von seiner Applikation her, weil, wenn ich jetzt 'n Cookie setze, ist der noch lange nicht gesetzt, sondern da muss ich erst auf die nächste Seite kommen und dann ist er denn da. Und damit kann man das wunderbar sch-- kontrollieren. Okay, nächstes Ding, Peter.

  59. Peter

    Ja, Pixelperfect. Bin ich über Twitter gekommen. Ist 'ne Extension für 'ne Extension, also sprich, so ein Aufsetzer auch für den Firebag, Firebug, wo man dann, ja, mehr pixelgenau arbeiten will oder pixelgenau arbeiten muss. Für den ist das, denke ich mal, 'ne, interessante Alternative halt. Also man kann natürlich, klar, einfach einen Screenshot machen, in den Photoshop reinziehen, dann, über das, Layout legen und gucken: Wo stimmen, wo muss ich noch nachbessern?

    Oder man nimmt halt einfach Firebug, beziehungsweise Pixelperfect. Man, zieht einfach lokal aus dem Ordner, ein JPEG oder eine PNG-Datei, zieht die da rein und die wird dann im Browser über sozusagen, die, über deine Seite gelegt und dann kanns, kann man schauen halt, wie pixelgenau man jetzt gearbeitet hat. Wobei immer dieses pixelgenau arbeiten, ja, ist, also ich hab etwas gespaltenes Verhältnis dazu.

    Also ich weiß, dass es bei vielen Agenturen immer gerne gewünscht ist und, es steht dann auch letztlich dann so, sag ich jetzt mal, im, im, im, im Vertrag drin oder dann bei der, bei beim, bei der Besprechung halt für das jeweilige Projekt, dass das auch dann pixelgenau umgesetzt werden soll und mir sträuben sich dann so ein bisschen mal die Fingernägel dann immer so: „Oh ja, wieder pixelgenau. Alles klar."

  60. David

    Na ja, das ist-

  61. Peter

    Ist halt immer nur die Frage: Wie, wie weit wird das getrieben halt, diese, diese, diese Pixelperfektion halt. Also-

  62. David

    Da hat jemand das Internet wieder nicht verstanden.

  63. Peter

    Ja, also ich sag mal, okay, klar soll natürlich irgendwie, die fertige Webseite natürlich schon wie das Layout aussehen, was, was der Grafiker gemacht hat, aber ob man da jetzt wirklich bis auf den allerkleinsten Pixel links, rechts, oben, unten alles wirklich super hypergenau haben will, ja, ein bisschen schwierig finde ich das. Also vor allen Dingen, für welchen Browser will man das dann optimieren halt? Also wo soll's dann pixelgenau sein? Soll's im Internet Explorer pixelgenau sein?

    Soll's im Firefox pixelgenau sein? Soll's im Opera pixelgenau sein? Also-

  64. David

    Nein, Netscape 4.7, das wär, das wär interessant. Da haben wir alle viel zu viel.

  65. Peter

    Groß, großartig. Mosaik. Also deswegen, - Ich sag mal, pixelgenau kann man ja gerne arbeiten, aber man sollte dann immer doch beim Kundenbriefing also zumindest so eine Toleranzgrenze so setzen von ein paar Prozent, wo man sagt: „Okay, also es kann nicht immer alles in allen Browsern genau sein, aber dass es möglichst stimmig ist halt."

  66. Ansgar

    Kommt, kommt wahrscheinlich aber wieder zurück, wenn man sich jetzt die Zoom-Funktionen der Browser anguckt.

  67. David

    Definitiv.

  68. Ansgar

    Schönes Seitenthema aufmachen mit Pixelperfektion und Zoom-Technologie, wo ich immer sage, die befruchten sich gegenseitig.

  69. David

    Absolut. Also ich wollte noch mal eben was ganz kurz zum Netscape 4.7 erzählen, aber das mache ich gleich im Anschluss. Ich denke auch, gerade durch den Zoom, der jetzt auch schlussendlich im letzten übrig gebliebenen Browser angekommen ist, nämlich Safari. Die anderen haben es bisher unterstützt. Das heißt Internet Explorer 8, Firefox, und Opera, die zoomen jetzt so, dass, wirklich die gesamte Webseite inklusive Bilder geszoomt wird und nicht nur einfach die Schriftgröße des, des Textes.

    Und, deswegen gibt es bei weiterer Verweiltung der Browser für mich speziell gar keinen Grund mehr, jetzt wirklich explizit was anderes zu suchen außer Pixel.

  70. Ansgar

    Macht ja auch aus, aus der Barrierefreiheit dann wiederum kommend. Pixel ist ja auch eine relative Einheit. Ich höre immer wieder: „Pixel als Schriftgröße ist ja keine relative Einheit." Gab es mal einen schönen Artikel vom Gerrit van Aken zu, müsste ich jetzt noch mal raussuchen, wie relativ Pixel dann doch wiederum sind. Insofern irgendwann werden wir das sehen, dass wir Pixel-Layouts wieder haben. Ich glaube, das macht Dinge auch wiederum etwas einfacher für die Webentwickler.

  71. David

    Absolut, genau. Aber eine Sache wollte ich noch sagen zu dieser Pixelperfektion. Ich glaube, das ist doch noch mal eine andere Geschichte. Denn das eine ist die Maßeinheit Pixel, der ich zutraue, der ich ein Comeback zutraue, definitiv. Das andere ist die Geschichte: Muss es wirklich pixelperfekt sein?

    Und, da hatte ich eine dunkle Erinnerung, oder beziehungsweise damals an die Netscape 4.7-Zeiten, da hatte ich für Danzas Euronet, bevor die – ich weiß nicht, ob ihr euch daran erinnern könnt – zur DHL wurden.

    Deutsche Post hat ja DHL irgendwie auf, gekauft oder gegründet oder was auch immer und die haben dann Danzas Euronet, also diese LKW-Sparte übernommen und die Interimswebseite, also ich glaube, ein paar Monate bevor es zu DHL firmiert wurde, die hatte ich damals gemacht und ich saß wirklich bei den Danzas Euronet-Leuten hier in Hannover im Büro und, hatte wirklich die Aufgabe, das war wirklich, im Corporate Design stand das von der Deutschen Post, also ganz, ganz schrecklich.

    Das Layout muss wirklich pixelgenau sein von Netscape 4.7 und Internet Explorer 5 oder so. Ich weiß nicht, was da derzeit der aktuellste war. Und ich muss sagen, dass, wenn man was in Netscape 4.7 macht, dass es alles andere als logisch ist oder zumindest wenn man da was einträgt und meint, das wäre für den richtig, ist es noch lange nicht richtig.

    Da war der Internet Explorer damals wirklich ein giganto geiler Browser, weil der hat es wirklich so gemacht, wie man das eigentlich wollte und das wirklich hinzukriegen. Seitdem mag ich Pixel-Out-, pixelperfekte Geschichten gar nicht mehr. Da Okay, kommen wir am besten-

  72. Ansgar

    Mir geht’s, mir geht’s ähnlich wie dir. Ich habe da auch noch so eine Erinnerung. Als ich das pixelperfekt gelesen habe in der, in der Liste, habe ich mich spontan an Dreamweaver zurückerinnert gefühlt, den ich, glaube ich, auch ewig nicht mehr wirklich im Programm hatte. Da gab es nicht so ein Tracing-Bild, was man dahinter legen konnte, was auf eine ähnliche Art und Weise funktioniert hat, um zu überprüfen, ob man jetzt pixelperfekt gearbeitet hat.

  73. David

    Aber ich glaube, wofür es ganz interessant sein könnte, wäre, auch unter anderem für Anfänger, die sich in HTML und CSS noch nicht so ganz sicher sind, was jetzt irgendwie CSS-Eigenschaften eigentlich tun, dass man dann das Layout eben mal drüberlegt und kann da vielleicht ein bisschen dran üben, oder?

  74. Peter

    Ja, also ich denke mal, ganz, ganz, umsonst ist es natürlich nicht. Also man kann es natürlich schon nutzen, klar. Für Anfänger oder auch selber, wenn man ein Layout, umsetzt, ist es mit Sicherheit nicht verkehrt. Nur, ob man das unbedingt wirklich bis auf den Pixel genau machen will, na ja, das ist...

  75. David

    Das ist schon noch mal eine andere Geschichte.

  76. Peter

    Das ist eine andere Frage. Also ich habe da auch so ein paar dunkle, böse Erinnerungen, die möchte ich am liebsten verdrängen.

  77. David

    Dann verdrängen wir das mit dem nächsten Tipp, Peter.

  78. Peter

    Genau. Ja, HTML5-Autor Ian Hickson hat, bei dem... Moment, jetzt muss ich noch mal selber schnell gucken. Bei The Web Standard Project, ein schönes Interview geführt oder beziehungsweise ist in dem Interview drin, wo er über HTML5, WAI-ARIA und Accessibility etwas erzählt.

    Und also für alle, die sich momentan, mit dem Thema Accessibility, WAI-ARIA und HTML5 auseinanderschlagen oder, daran interessiert sind, ist es mit Sicherheit ein sehr interessantes Interview, zumal es mal, auch, ja so ein paar etwas tiefere Einblicke gibt halt, in die Thematik und welche Problematik so, man als, Editor und, wenn man in der Arbeitsgruppe drinsteckt, was man da so, na ja, für Problemchen hat, so mit denen man alltäglich halt dann, zu tun hat, wenn man versucht halt, einen neuen Standard zu etablieren.

    Und, also ich fand das Interview so gesehen ganz, ganz, ganz spannend und, mo-momentan finde ich also das Thema WAI-ARIA und HTML5, sowieso, also für mich persönlich halt und auch, für, für, für, für die tägliche Arbeit ganz...

  79. David

    Wichtig, elementar. Zumindest kann ich das unterstreichen. Ja.

  80. Peter

    Ja. Und wie gesagt, sollte man auf alle Fälle mal gelesen haben. Da ich ja auch, hin und wieder immer wieder auch in dem Thema Accessibility unterwegs bin, komme ich zum nächsten Punkt: Screen Reader beherrschen.

    Und, jeder, der schon mal eine Webseite getestet hat mit einem Screen Reader, oder es zum ersten Mal macht, wird sich wahrscheinlich eher einfach die Seite erst mal komplett runterlesen lassen von dem Screen Reader und, macht sich vielleicht so mit der Zeit erst mal so Gedanken, dass es da auch bestimmte Tastaturbefehle vielleicht geben könnte. Man bestimmte Links anspringen kann und so weiter und so fort. Überschriften, sich vorlesen lassen kann und so.

    Und, ebenfalls der Hintergrund von dem Artikel ist, dass es also nicht nur darum geht, also eine Webseite überhaupt für einen Screenreader zugänglich zu machen, sondern auch, dass es darauf ankommt, ja, einen Screenreader zu beherrschen, weil, die Seite kann noch so zugänglich sein, oder meinetwegen auch, so gut wie perfekt barrierefrei, aber, der Screenreader-Nutzer ist letztendlich derjenige, der, ich sag mal, dann mit der Seite umgehen muss.

    Und wenn er mit dem Screenreader nicht wirklich, wenn er das Ding nicht wirklich beherrscht, dann, ja, ist natürlich ein gewisses Problem. Und, so gesehen war dieser Artikel auch ein recht interessanter Einblick, wie komplex teilweise auch ein Screenreader sein kann von den Bedienungen her. Also ich kann so ein Ding immer komplett noch nicht bedienen. Also dazu bin ich, ja...

    Man hat halt immer noch seine eigenen zwei Augen im Kopf und man versucht es zwar immer wieder, aber, ja, es ist, also ich staune, wenn ich das immer sehe, wenn Leute mit dem Screenreader, umgehen, wie entweder schon allein die, die, die, das hohe Tempo, wie, das Vorlesetempo eines Screenreaders, da komme ich da nicht mehr mit. Da steige ich aus.

  81. David

    Da muss ich vielleicht jetzt mal, dr-drüber, nee, schmunzeln ist das falsche Wort. Ich bin immer errasch-, überrascht wirklich, wie schnell die sich das teilweise vorlesen lassen. Schlussendlich, schlussendlich kann ich es absolut nachvollziehen. Das heißt, wenn ich mir am Anfang, am Anfang würde ich wahrscheinlich auch mit normaler Geschwindigkeit, fortfahren.

    Nur irgendwann denke ich: Ach, jetzt komm doch mal in den Quark und ach, da erzählt er wieder so drum rum in seinem Text und kommt nicht auf den Punkt. Erzähl doch mal schneller. Und das geht mit diesen Screenreadern, ja. Aber ich glaube, das ist auch ein interessanter Link deswegen, um einfach mal hinter die Kulissen zu blicken. Also was ist denn das überhaupt, diese Bedienung mit einem Screenreader? Und wieso sollte ich denn meine Webseite jetzt dafür optimieren?

    Also für diejenigen, die darauf angewiesen sind, das zu nutzen. Also macht es, schaut drauf.

  82. Ansgar

    Ich denke, eine ganz wichtige Sache an der Stelle ist auch noch zu erwähnen: Wenn man’s testet, zwei Dinge zu tun. Monitor am besten nicht nur ausschalten, sondern abklemmen, weil ansonsten bescheißt man sich ja mit dem Gucken. Die zweite Sache ist Maus abklemmen und wegtun, weil wenn ich nicht sehen kann, wo sich mein Mauszeiger befindet, bringt mir meine Maus auch nichts und damit ist man an die Tastatur gebunden in dem Moment.

    Diese beiden Dinge, also wenn ich mit dem Screenreader teste, mache ich eigentlich immer. Das gibt die genialsten Testergebnisse einfach, weil, man ist komplett auf sein Hören verlangt und, ab dem Moment muss man sagen, dann weiß ich auch, warum Screenreader-Nutzer die Lautstärke so hochdrehen, weil Nebengeräusche lenken total ab. Also ich habe dann hier wirklich richtig ordentliche Lautstärke. Das mache ich auch meistens abends nach Dienstschluss, wenn sonst keiner mehr hier ist.

    Das ist richtig, richtig laut dann, damit ich rund mich rum, mich dadrauf konzentrieren kann.

  83. Peter

    Ja. Ja.

  84. Ansgar

    Also das ist schon ein ganz besonderes Erlebnis, wenn man sich nur noch auf einen,, Sinn dann verlassen kann. Nämlich aufs Hören.

  85. Peter

    Also ich weiß noch, wie ich das erste Mal eine Webseite mir hab vom Screenreader vorlesen lassen. Da ist mir so: Oh, oje. Und, wie ich mich dann mit dem Thema mal weiter ein bisschen auseinandergesetzt hab und dann auch gesehen hab, wie tatsächlich dann Leute, die mit dem Ding umgehen, auch dann das täglich handhaben und wie schnell die sich die Seite vorlesen. Und ich habe mich gefragt: Wie versteht der Mensch überhaupt was? Ich komme da gar nicht mehr mit.

  86. David

    Ja, ja.

  87. Peter

    Ich, ich steige da einfach aus. Das ist für mich dann irgendwie schon, ja, man kann sich das teilweise gar nicht... Klar, man kann’s versuchen zu simulieren. Man kann den Monitor abklemmen, man kann die Maus beiseitelegen und auch komplett abklemmen und so weiter.

    Aber ich sag mal, ich denke mal immer noch, wenn man diese Webseite erstellt hat oder wenn man an dem Erstellungsprozess dann beteiligt ist, hat man immer noch, sage ich mal, vor dem geistigen Auge noch so ein bisschen so diese Webseite. Man weiß im Prinzip, wie sie aussieht, wo die Navigation ist und, wo, wo die Sidebar ist und, und so weiter und so fort.

    Aber letztendlich ist der, der Artikel auf jeden Fall sehr interessant geschrieben für alle Leute, die sich mit Accessibility, barrierefreier Webseitengestaltung und, auch mit dem Umgang mit Screenreadern halt, da interessiert sind. Auf jeden Fall lesenswert und sollten sich das auf alle Fälle mal anschauen. Kann ich empfehlen. Ja, für alle jQuery-Fans, habe ich vor Kurzem mal eine Webgalerie entdeckt.

    Da sind unterschiedliche Referenzseiten zu dem Thema vorgestellt und, alles dreht sich um jQuery und, von ganz dezenten Geschichten wie, Tab Contents oder einfach mal irgendwelche Dinge, die sich ein bisschen bewegen, bis zum absoluten totalen Feuerwerk, wo die Seite komplett über, ich sag mal jetzt schon fast über jQuery animiert wird, wo man schon vielleicht den Eindruck hat, das ist eigentlich eine Flash-Seite. Es ist, ja, ganz interessante Galerie.

    Kann man mal reingucken, was, was manche Leute alles mit jQuery anstellen.

  88. David

    Achtung, eine Warnung an dieser Stelle für alle, die unter 18 und über 18 sind: Wenn ihr nicht viel Zeit habt, schaut euch bitte diesen Link nicht an.

    Ich war gerade versucht, da drauf zu schauen, um... Nee, keine gute Idee.

  89. Peter

    Nee, also wie gesagt, also da, da ist schon was Wahres dran. Ich, wie ich mir den, die Seite mal angeschaut... Also ich weiß nicht, wie viel, also ich so ein bisschen die Zeit verloren darin, ganz ehrlich. Also das ist schon, man, man kann da schon recht staunen, was man mit jQuery alles anstellen kann.

  90. David

    Ja, sie ist gut gemacht und vor allen Dingen zeigt sie auch ein paar Galerien, wo wirklich, ein paar Top-Designer, das kann ich nur so sagen- -, auch ihre Sachen hinterlegt haben. Und, ja, da hat man... Das habe ich ja schon mal angesprochen. Das, ja, lassen wir das. Nein, nein. Also wenn ihr viel Zeit habt, schaut euch das an. Wenn ihr, wenn ihr noch was zu arbeiten habt, dann hebt euch das für die Freizeit auf.

  91. Peter

    Genau. Am besten fürs Wochenende oder-

  92. David

    Okay, oder ihr benutzt MooTools oder was anderes und dann ist euch das eh egal.

  93. Peter

    Genau. Dann kann man nicht in die Versuchung kommen, also manches Feuerwerk sich anzugucken. Ja, Flick to Tweet, für alle, die einen Flickr- oder einen Twitter-Account haben und, gerne Fotos, gleichzeitig sozusagen publizieren möchten, für den ist mit Sicherheit Flick to Tweet, 'ne interessante Geschichte halt. Man kann dann halt, ja, Bilder gleichzeitig hochladen und, sie sind dann sowohl bei Flickr als bei Twitter dann auch zu sehen halt.

  94. David

    Das heißt, ich lade bei diesem, Flick to Tweet mein Bildchen hoch und der macht 'n Tweet daraus. Und schiebt das Flickr hoch. Genau, das hab ich jetzt unter Umständen so gemacht, dass ich, wenn ich, 'n Bild online stelle, dann mach ich das bei Flickr. Und, wie hieß dieses RSS-Fetching-Tool? Weiß ich jetzt nicht, komm ich jetzt grade nicht drauf. Flickr. Nee, ist auch egal, wie es heißt. Das saugt sich den RSS-Feed von Flickr und twittert das dann dementsprechend, wenn da ein neuer Eintrag ist.

    Wahrscheinlich ist das dann auch 'n schnellerer Weg.

  95. Peter

    Ja, das ist total easy halt, vor allem auch von, ich sag mal jetzt so vom Interface her ist die Webseite so was von, einfach zu bedienen. Also das ist ratzfatz gemacht irgendwie. Man muss halt nur bei Flickr und bei Twitter 'n Account haben und dann geht das.

  96. David

    Steht oben auch drüber very beta. Bleibt nur zu hoffen, dass die wirklich mal Tools machen für die Handys, insbesondere auch fürs iPhone, beziehungsweise 'ne API anbieten, dass man, über die ganzen Tools, die jetzt auch zum Beispiel auf dem iPhone drauf sind, wo man jetzt zu Flickr oder zu, wie sie alle heißen, da was hochladen kann, dass das auch über API bereitgestellt werden kann, dass man da was posten kann. Weil ansonsten bleibt jetzt derzeit nur auf die Webseite gehen und da was eintragen.

  97. Peter

    Ja. Ja, ja, das ist halt momentan das Manko halt. Also es ist momentan halt auch sehr viele halt Beta-Geschichten gibt halt oder dann halt es fehlen einfach APIs für, für, fürs iPhone und so weiter. Aber es ist zumindest, ganz interessant und, wer da keine-- Wer es gerne einfach haben möchte, kann das einfach Flick to Tweet.

  98. David

    Okay, sehr schön. Ansgar.

  99. Ansgar

    Ja, ich hab in der letzten Zeit sehr viel mit Yahoo Pipes rumgespielt. Das ist ähnlich wie jQuery. Also man fängt einmal an und, dann gehen Zeit, Stunden, Tage und Jahre herum und hat vergessen, sich zu rasieren und, steckt nur noch in Pipes drin. Als ich das zum ersten Mal gesehen hab, hab ich gesagt: „Okay, ich hör auf zu arbeiten.

    Das, Ding programmiert sich irgendwann von alleine." Wer Pipes nicht kennt, vielleicht ganz kurz vorgestellt: Mit Yahoo Pipes kann man im Prinzip Informationen, auf visueller Basis wie mit 'nem Flowchart zusammenfügen, kombinieren, Selektoren anwenden. Programmierer können damit sicherlich noch viel mehr machen. Ich glaub also, du, David, dürftest damit wahrscheinlich deine große Freude haben.

    Mir sagen viele dieser Dinge gar nichts, aber ich hab's zumindest so weit gebracht, dass ich meine kompletten RSS-Feeds, die ich bekomme, zusammen mit Suchmaschinenergebnissen, Mappe und, zu bestimmten Stichworten einfach dann mir einen eigenen RSS-Feed zusammenbastele, den ich mir dann in, meinem Feed-Reader abonniert habe, passenderweise bei Google dann. Aber mit Pipes kann man da wirklich schon sehr lustige Sachen machen.

  100. David

    Mhm. Also Strippen ziehen sozusagen.

  101. Ansgar

    Strippen ziehen, genau. Und mich erinnert es irgendwie ganz brutal früher so an, an Fischertechnik und so was. Also man steckt dann zusammen, warum man gar kein Teil hat davon und am Ende funktioniert es trotzdem. Also ist großartig.

  102. David

    Ja, wunderbare Sache. Verlinken wir auch.

  103. Ansgar

    Ich hab da auch noch ein kleines Video jetzt mit dazu gepackt, so 'n Video-Tutorial für alle, die irgendwie nur 'n bisschen gucken wollen. Das ist schon 'ne, 'ne, 'ne ganz schön spannende, ganz schön spannende Sache, die die da gemacht haben.

  104. David

    Ich hab grad 'n Videolink hinzugefügt. Der muss noch mal überprüfen, ob das der ist, den du verlinken wolltest. Ansonsten kommst du da noch dahinter.

  105. Ansgar

    Ja, und mach ich grad. Gut. Ich red aber direkt schon mal weiter-

  106. David

    Bitte.

  107. Ansgar

    -weil das nächste liegt mir eigentlich sogar fast, noch 'n bisschen mehr. Das ist die Memorabilia Wall at Hard Rock Cafe. Die ist mit Silverlight gemacht und, ich find, Silverlight steht so 'n bisschen zu Unrecht im Schatten von Flash, weil es 'ne Microsoft-Technologie ist. Klar, muss man direkt erst mal als Webentwickler dissen und sagen: „Boah, ist das schlecht.

    Lieber Flash nehmen.", ich find aber grade solche Techniken, wie sie hier gezeigt werden mit dem Deep Zoom und, die ganzen Sachen, die dahinter stehen, das ist schon 'ne fette Sache, und ganz großartig die Geschwindigkeit, in der das passiert. Also da kann sich auch Flash noch 'ne Scheibe von abschneiden, wenn man solche Dinge damit bauen will. Dann braucht man, 'n bisschen mehr Hardware und 'n bisschen mehr Softwareeinsatz und 'n bisschen mehr Programmiereinsatz.

    Wie lässig man das mit Silverlight aus der Hand schütteln kann, ist schon beeindruckend, find ich.

  108. David

    Ich komm grade nicht drauf. Die We-- Ah, jetzt hab ich sie. Okay.

  109. Ansgar

    Also wenn du kein Silverlight-Plugin hast, dann...

  110. David

    Ja, ja, genau.

  111. Ansgar

    Das ist wohl noch der Hauptnachteil, dass Flash mittlerweile echt-

  112. David

    Ich wollte noch drumherum kommen, aber irgendwie, okay. Mhm.

  113. Ansgar

    Aber es ist echt nett anzusehen, und, für jeden eigentlich wirklich 'ne, 'ne spannende, Sache, was man da machen kann. Man kann mit dem Mausrad rein- und rauszoomen. Find ich ganz groß.

  114. David

    Mhm. Sehr schön.

  115. Ansgar

    Ja, ich bin auch so 'n, so 'n, so 'n kleiner Statistikfanatiker. Leider gibt's kaum gute Statistiktools, abseits von, von Google und denen mag ich meine Statistiken eigentlich nicht immer anvertrauen. Gibt noch hier mit, Piwik ein, ein Werkzeug, was ähnlich gut ist auf, JavaScript-Basis, aber ich sag mal ganz ehrlich, die meisten von uns haben Apache Logs und, werten die entweder, ja, mit alt hergebrachten Tools aus.

    Awstats ist mittlerweile auch schon so 'n Programm,, was sich da etabliert hat, sieht aber ganz furchtbar aus.

  116. David

    Richtig, genau.

  117. Ansgar

    So die Neunzigerjahre-Anfangs-Style. Und ich war sehr beeindruckt von Jawstats. Das ist einfach nur eine jQuery-Erweiterung für, Aw- Awstats, die dem Ganzen auch mal so 'n richtig, glamourösen Web,, 2.0-Look quasi schon verleiht und auch neue Funktionen hinzufügt, das Ganze wesentlich übersichtlicher, dynamischer und auch spaßiger macht. Also man kriegt ein viel besseres Gefühl dafür. Also hat mich sehr beeindruckt. Habe ich auch hier im Einsatz.

    Es führt nur manchmal dazu, dass mein Prozessor anfängt zu qualmen.

  118. David

    Was dann aber eher am Flash liegt, ne?

  119. Ansgar

    Ja, vom Silverlight im Hintergrund vielleicht, aber...

  120. David

    Da hilft nur eins: Prozesse aufstocken.

  121. Ansgar

    Oder Rechenleistung.

  122. David

    Ja, ich hab letztens auch was getwittert, dass mein Rechner ein bisschen langsam ist, wenn ich Photoshop CS4 und VMware parallel laufen lasse mit Windows, und, ich dann die lapidare Antwort bekommen habe: „Ja, rüste doch einfach deinen Speicher auf.“ Wohingegen ich maximal zwei, Gigabyte drin habe und ich laut, Mainboard gar nicht mehr nachrüsten kann. Hilft immer sehr viel an dieser Stelle. Aber sei es drum, ja.

    Aber ich verstehe grundsätzlich nicht, warum diese Serverstatistik-Tools, generell nicht aufgefrischt werden. Also die wurden irgendwann Anfang der 90er wurden die entwickelt und seitdem sind die auf diesem Stand steckengeblieben, ne. Also wer aber trotzdem auf die Statistik, wer auf die Server-Logs zugreifen will und andere Statistik fahren will, was immer eine ganz andere Geschichte ist als diese JavaScript-Lösungen, die dann, mittels der Webseite gecheckt werden.

    Das ergibt ja grundsätzlich, was ja schon an der Einbindungsmethode liegt, Unterschiede. Wer, wie gesagt, auf die Logs zugreifen will, denke ich, 'ne schöne Geschichte. Jawstats.

  123. Ansgar

    Vielleicht resigniert vor Google und Analytics und den anderen großen Anbietern.

  124. David

    Ja. Okay. Gut, dann kommen wir mal zum nächsten. Und zwar wollten wir diese Ausgabe speziell auch ansprechen, das Webstandards-Magazin. Das liegt mir nämlich sehr am Herzen, dass wir das machen. Denn das wir ein bisschen-

  125. Ansgar

    Mir, mir auch. Also ich-

  126. David

    Glaub ich dir. Deswegen hab ich dich, glaub ich, auch eingeladen. Nein. Ganz, wer ein bisschen TechnikWitze gehört hat, weiß, worum sich die ganze Sendung dreht, nämlich um Webstandards. Deswegen bin ich, umso froher – blödes Wort – dass es auch mal jetzt eine Printvariante gibt, denn eine Printvariante, aber da gehen wir später auch mal drauf ein, eignet sich ja ganz besonders, dazu, dass man das mal mitnehmen kann, ein bisschen knautschen kann, bisschen was zum Anfassen hat..

  127. Ansgar

    Oder in der Badewanne lesen.

  128. David

    Ja, ich, der Ort war schon richtig, aber, gehen wir nicht so sehr ins Detail. Aber Ansgar, du bist ja jetzt auch, Mitherausgeber vom Webstandards-Magazin. Wie kam es denn überhaupt auf die Idee? Wie bist du da hingekommen und hast dir überlegt: „Mensch, wir müssen jetzt was mit Print machen.“

  129. Ansgar

    Es ist eigentlich wie viele Ideen bei uns hier, entstehen, aus Frust. Frust dadrüber, wie bestimmte Dinge funktionieren. Ist ja nicht so, dass wir jetzt irgendwie erst seit gestern Webstandards haben und erst seit gestern Barrierefreiheit, sondern das sind ja Entwicklungen, die sind jetzt, zehn Jahre und älter, von den Standards her. Sagen wir mal so, dass man es richtig produktiv einsetzen kann, sechs, sieben Jahre vielleicht. Dass es schön geworden ist, vielleicht vier Jahre.

    Es gibt aber kein Sprachrohr nach außen hin. Dann gibt’s, etablierte Magazine, die das Thema definitiv totgeschwiegen haben, jetzt auch nicht mehr so sehr tun. Und wenn man dann Leserbriefe geschrieben hat und Gegendarstellungen, geschrieben hat, wurden die auch nie gedruckt, was wir auch häufiger mal getan haben.

    Und dann haben wir mal gesagt: „So, also warum nicht ein eigenes Magazin machen?“ Und, dann haben wir angefangen und haben mal recherchiert: Was muss man denn tun für ein eigenes Magazin? Das ist jetzt ungefähr ein Jahr her, dass wir damit angefangen haben. Und das ist im Prinzip dann sehr schnell gegangen alles, dass wir Partner gefunden haben, die gesagt haben: „Mensch, das, was ihr vorhabt, ist eine super Idee.

    Wir glauben da dran und, wir unterstützen euch dabei.“ Das, war dann zum Beispiel unser Vertriebspartner und die Druckerei, die einfach mit an diese Idee geglaubt haben und immer noch dran glauben, was den Prozess beschleunigt hat einfach.

  130. David

    Wunderbar. Also kompetente Partner im Hintergrund.

  131. Ansgar

    Ja, die, die braucht man. Also ich mein, jeder weiß, dass wir 'ne, kleine Agentur sind, die, auch noch andere Dinge tut. Also wir ernähren uns nicht schwerpunktmäßig von Magazinen und, auch von Barrierekompass und Best Practability können wir nicht so leben, dass wir jetzt sagen: „Boah, das ist jetzt, der Megarenner.“ Also wir betreiben als Agentur schon Agenturgeschäft und, -

  132. David

    Muss ja auch weitergehen.

  133. Ansgar

    Damit auch Kunden. Ja, also das, was uns am meisten Spaß macht, das muss man ganz klar sagen. Das ist unsere, unser Beruf, unsere Berufung und das andere ist 'ne Passion, der wir uns hingeben.

  134. David

    Es ist aber nicht so ganz einfach, wie, wie sich der manch andere das vorstellt, dass er sagt: „Okay, wir machen jetzt mal ein Printding und ich gehe jetzt mal zur Agentur, weil, die kenne ich. Da habe ich mal ein Praktikum gemacht und ich sage: Druck mir das Ding mal.“ Das ist ja doch nicht so ganz einfach, ne. Du hast schön als Stichwort gesagt, das finde ich großartig, deswegen möchte ich es mal vorlesen: Wie man Herausgeber wird, in Klammern, ohne wahnsinnig zu werden.

  135. Ansgar

    Ja, da, da gehört schon, also es gehört eine Portion Wahnsinn dazu, um das überhaupt anzugehen, weil, es ist halt eben auch eine finanzielle Investition. Das muss man ganz klar sagen. Und wenn ich dann irgendwo in einem Blog lese, sieben Euro achtzig für ein Magazin, was dreimonatlich rauskommt, hundert Seiten umfasst, ist teuer. Ja, es ist extrem günstig, will ich mal dazu, drunterschreiben. Allein schon was Papierpreise anbelangt, was Druckpreise anbelangt, und dergleichen mehr.

    Das macht man, da macht man sich keine Vorstellung von, wenn man’s nicht weiß. Also ich gebe das offen zu, wenn ich’s nicht wüsste und nicht jeden Tag auch mit Print zu tun hätte im Agenturgeschäft, dann würde ich auch denken: Boah, das ist teuer. Davon wollen aber auch noch Leute bezahlt werden, die, die Hand aufhalten für bestimmte Dienstleistungen, nämlich der Vertrieb, damit das Heft bis in den Handel kommt. Die Deutsche Post will irgendwas dran verdienen und, und, und.

    Also die Kette ist relativ lang und, dann kriegt der Staat auch noch seine sieben Prozent davon ab. Alles nicht so leicht. Also da muss ich sagen, das von den Kosten her ist der eine Punkt.

    Der zweite Punkt ist der gewesen, das alles in der kurzen Zeit richtig hinzubekommen, Projekte weiterlaufen zu lassen, qualifizierte Autoren zu finden, wo ich jedem, der im ersten Magazin und im zweiten und im dritten und überhaupt für uns schreiben will und wird, herzlich Danke sagen möchte, weil ohne die Autoren wär's nie so weit gegangen und auch ohne andere Hilfe nicht.

    Da muss ich an vorderster Stelle die Silvia Egger nennen, die einfach, einen großartigen, Job da gemacht hat für die, für die erste Ausgabe. Also das, das geht nicht alleine, das geht nicht in so einem kleinen Team und, dafür braucht man ein Netzwerk. Und da bin ich eigentlich schon ganz froh, dass wir, glaube ich, ein ganz gutes Netzwerk haben, mit dem das funktioniert, das dabei geholfen hat, dass wir nicht komplett wahnsinnig geworden sind in der Zeit.

  136. David

    Habt ihr eine Nullnummer vorbereitet oder war die Zeit dann schlussendlich so kurz, dass die erste Ausgabe eure Nullnummer ist?

  137. Ansgar

    Genau. Also wir haben, im Prinzip hatten wir eine, ja, also keine echte Nullnummer, sondern wir hatten einen, einen, einen Probelauf gehabt, der mit Content gelaufen ist, den wir selber zur Verfügung hatten und, aber ohne den jetzt zu verteilen. Also es gab keine echte Nullnummer draußen im Handel, wie man es sonst klassischerweise kennt. Insofern die erste Ausgabe, da haben wir gute Microsoft-Technik gemacht. Die besten Beta-Tester sind die Nutzer und, haben's direkt-

  138. David

    Genau, vielleicht für diejenigen, die nicht ganz wissen, was eine Nullnummer ist. Eine Nullnummer ist im ganz allgemeinen Klatsch zusammengeschrieben. Wenn man jetzt ein neues Magazin macht, eine neue Zeitung oder was auch immer, dann macht man 'ne, 'ne Ausgabe für sich selbst. Und zwar, schreibt die ganzen Texte dafür, oder holt sich die Texte zusammen, layoutet das Ganze schon mal, schickt es in die Produktion, guckt einfach, wie funktioniert der Ablauf in der Absprache?

    Müssen wir noch ein paar Sachen bedenken, die schieflaufen können? Das ist wirklich noch eine Ausgabe zum Lernen und die kann man erstens nur machen, wenn man ganz, ganz viel Geld hat, ganz, ganz viel Zeit, und auch die Geduld. Ja. Und deswegen ist dann eine Nullnummer, standardmäßig kommt diese Nullnummer nicht in den Handel, es sei denn, sie wird noch verteilt, damit man, auch noch mal ein bisschen Feedback einsammeln kann.

    Aber ansonsten ist das so die Ausgabe vor der Nummer, Nummer eins, also der ersten Ausgabe, deswegen auch Nullnummer und, na ja. Nee, das, die erste Ausgabe sieht nicht aus wie eine Nullnummer, muss ich dazu sagen.

  139. Ansgar

    Nee, die sieht schon, die sieht schon sehr fertig aus. Die hat auch Geld gekostet. Insofern jeder, der das gekauft hat, darf natürlich auch erwarten, dass dieses Magazin, professionell gemacht ist, was es auch gemacht ist. Aber wir müssen definitiv sagen und da greife ich jetzt eigentlich auch schon mal ein bisschen in der, in der Liste jetzt vor:, wir werden weiter verbessern und das ist wie mit einer Website. Ich glaub, wirklich fertig ist man so mit einem Magazin nie.

    Wir haben super viel Feedback bekommen, neunundneunzig Prozent extrem positiv. Das hat uns sehr überrascht, wo ich sagen muss-

  140. David

    Mein Telefon. Nee, das war mein Telefon. Ja, ja, ich hab's hier leider liegen lassen, aber das macht nichts. Okay.

  141. Ansgar

    Wo ich sagen muss, also es ist eine wirklich, großartige Feedbackrunde gewesen für das erste Magazin. Neunundneunzig Prozent positive Meldungen. Das kann man eigentlich, nur so sagen, dass wir getroffen haben mit dem Magazin und, -

  142. David

    Trotzdessen, dass einige diese elendige Diskussion angeführt haben. Ich find, ich find doch tausend Blogs. Wieso soll ich da jetzt im, im Printbereich noch was lesen? Ich dachte, Print wäre eh tot wahrscheinlich.

  143. Ansgar

    Ja klar, also das ist, das ist das Hauptargument. Dem kann man auch nichts entgegensetzen, diesem Argument. Da, da gibt's nichts, was ich sagen könnte, das, das wiegt das jetzt auf oder so was. Sondern man kann den Leuten nur sagen, dieses Magazin ist eine, Zusammenstellung von Informationen in geballter Form.

    Das heißt, man spart sich den Suchaufwand, man spart sich das, aufwendige Recherchieren nach Informationen und man kann's überall hin mitnehmen, wenn man jetzt nicht gerade irgendwie, m-m-mit dem Handy unterwegs so 'n permanenten, Internetzugang hat oder so. Und selbst dann hat man ja meistens andere Sachen im Kopf, die man tut. Ich glaub, so 'n, so 'n Magazin ist immer noch so mal so 'n Rückzugspunkt, für 'ne Zeit, wenn man mal nicht Web macht.

    So webversessen ist unsere Gesellschaft dann doch noch nicht.

  144. David

    Ich denke auch.

  145. Ansgar

    Ja, mir ging's ja auch-- Huch. Also mir ging's ja auch so ähnlich, wie ich das erste Mal von dem Magazin gehört hab. Ich dachte so: „Oh ja, Webstandards-Magazin, mutig. Also ein Printmagazin da rauszubringen zu dem Thema, wobei man ja...“ So ging's mir dann auch. Man kann ja alles im Prinzip so in den Blogs nachlesen oder sonst wo. Wenn man anfängt zu googeln, dann kriegt man ja soundso viel Ergebnisse und kann da aus den Vollen schöpfen.

    Und dann noch mal so 'n Printmagazin, da hab ich gesagt: „Na ja, okay, gut, aber einfach mal abwarten.“ Und, wie das Magazin rauskam, hab ich mir das dann auch gekauft und, ja, so jetzt schlo-schlagen so 'n bisschen so, ja, so zwei Herzen in meiner Brust. So einerseits find ich das supertoll, dass, dass man dieses Magazin jetzt, dass es so 'n Magazin aufm Markt gibt. Auf der anderen Seite dann so denk ich mir: Ja, braucht man wirklich das? Ist das wirklich...

    Weil, ja, es gibt im Prinzip alles, mehr oder weniger im Internet zu finden, aber wie Ansgar schon sagt, so 'n Magazin kann dann bestimmte Themen einfach dann noch mal, kompakter auf den Punkt gebracht und, noch mal zusammenfassen und ja, man kann es halt einfach irgendwo hin mitnehmen, wenn man nicht gerade online sein will oder online sein kann, oder einfach, sag ich mal, im Café beim Schmökern oder so was, wenn man da einfach irgendwie jetzt nicht irgendwie wieder die Tageszeitung lesen will, ist es mit Sicherheit, 'ne gute Sache und, -

  146. Peter

    Auf jeden Fall war das, würde ich mal sagen, aufm Markt auch notwendig, dass es so ein Magazin gibt halt. Also

  147. David

    Ich find die Printausgabe wirklich einen entscheidenden Vorteil. Nämlich einerseits, Ansgar, das hattest du gerade gesagt, ist es, diese Bündelung von Themen. In den Blogs finden wir immer nur Einzelaspekte und Einzelmeinungen und, das Magazin, das Webstandards-Magazin fasst das nicht nur ganz gut zusammen, sondern bringt das noch mal auf den Punkt, worum es da geht. Und ich mein, das machen wir in ähnlicher Form ja auch mit in, in Technikwürze.

    Insbesondere vorhin haben wir diese Empfehlung gemacht, was, über was sind wir so derzeit gestolpert? Was interessiert uns gerade? Das fassen wir für euch zusammen, damit ihr, falls ihr mal gerade irgendwie unterwegs seid und, und seid nicht so auf dem neuesten Stand, eine Mitteilungs-, eine Zusammenfassung habt. Und, bei Technikwürze machen wir das Ganze auditiv.

    Und was du beim Magazin deutlich besser machen kannst, ist, dass du richtig in die Tiefe gehen kannst, im Gegensatz zum, zum Audiomagazin. Weil, was ich in den ganzen Ausgaben, den hundertsechsunddreißig, da sind wir jetzt derzeit, was ich noch nie gemacht habe, weil's einfach nicht funktioniert, ist irgendwelche CSS-, Quelltexte oder HTML-Quell, Quelltexte euch vorzugeben und zu sagen, runde Klammer auf, eckige Klammer zu, Ausrufungszeichen. Das funktioniert auditiv gar nicht.

    Und, das ist im Magazin natürlich sehr schön gelöst. Und was ich auch ganz entscheidend finde dabei, warum, man das Ganze, also Web in, in Print konvertiert braucht, ist ganz einfach:, ich sitze, also ich persönlich und, ich denke, das, das Team, das ich in der Agentur habe, ebenso. Wir sitzen den ganzen Tag vor diesem Bildschirm und, und arbeiten uns die Finger wund und irgendwann wollen wir auch mal Pause haben.

    Und, wir haben beispielsweise bei uns immer 'ne Stunde Pause, jeden Tag bis auf Freitag und, essen da größtenteils und da willst du nicht unbedingt, 'n Bildschirm vor dir haben, es sei denn, du guckst irgendwie 'n Video bei YouTube oder so, dann ist es mal ganz angenehm. Deswegen mache ich das. Ich nehme mir von zu Hause die Tageszeitung mit, find's aber auch sehr spannend, wenn ich wirklich mal trotzdem noch im Job bin, wie dem Webstandards-Magazin, aber ich hab mal was anderes.

    Ich hab was, zu lesen und kann wirklich meine Augen teilweise ein bisschen entspannen, weil ich nicht die ganze Zeit aufm Bildschirm glotze. Und von daher wunderbar. Bitte weitermachen.

  148. Ansgar

    Wir werden weitermachen. Auch noch aus 'nem ganz anderen, ganz banalen Grund. Denn, das hat mein Opa schon immer gesagt: „Was du schwarz auf weiß hast, kannst du getrost nach Hause tragen oder aber zum Kunden.“, denn so 'n, so 'n Weblog, so 'n Link zum Weblog irgendwo, den kann man 'nem Kunden schicken und sagen: „Gucken Sie sich das da mal an.

    Technik XYZ.“ Da ist die Technikwürze schon ein bisschen besser, aber dann will auch nicht jeder die ganze Zeit 'ne Stunde irgendwas hören und dann, sich Informationen raussammeln. Dann helfen die Links schon mal auf der Seite. Das ist schon mal toll. Aber bei 'nem Magazin ist es so, jetzt gerade bei der ersten Ausgabe mit dem Schwerpunkt E-Commerce, dass man wirklich auch, zu 'nem Kunden gehen kann und sagen kann: „Hier, so sieht's aus.

    Lassen Sie uns doch mal beispielsweise am Wording arbeiten Ihrer Seite. Das ist wichtig.“ Also da haben wir jetzt schon sehr viel positives Feedback auch dahingehend bekommen, dass, Agenturen gesagt haben: „Genau dafür ist es super. Selbst wenn wir's ansonsten vielleicht gar nicht nutzen würden, was wir nicht tun, aber dafür ist es super, dass man mal 'nem Kunden 'nen Auszug, 'ne Kopie schicken kann und sagen kann: „Steht doch im Webstandards-Magazin drin.““

  149. Peter

    Mhm. Ja, auf jeden Fall. Denk ich mal, ist mit Sicherheit sinnvoll.

  150. Ansgar

    Kann man auch gut so benutzen, ja.

  151. David

    Gab's denn auch was Negatives am Magazin an Rückläufen, was ihr erhalten habt?

  152. Ansgar

    Ja klar. Also, i-i-es ist nicht so, dass wir jetzt irgendwie den perfekten Volltreffer gelandet hätten. Und, wie ich schon eben sagte, ich glaub nicht, dass es das gibt. Wir haben schon mehr getroffen, als wir uns das für die erste Ausgabe erträumt hatten. Insofern muss ich sagen, das war schon super. Aber es gab natürlich auch Kritik, klar.

    Der beispielsweise ein ganz banales Beispiel ist: Der Text läuft zu sehr in die,, in die Innen, in den Innenbereich der Seite rein, in diesen Falz rein, sodass man das Heft sehr extrem knicken muss, vielleicht sogar hinten dann bricht. Das ist natürlich unschön und, das werden wir in der zweiten Ausgabe in jedem Fall korrigieren. Das Gleiche gilt zum Beispiel für die Screenshots. Da haben wir das ganz aufwendig gemacht und die immer in 'nen schönen Monitor montiert..

  153. Peter

    Löblich.

  154. Ansgar

    Ist nicht immer so, dass sich viel Arbeit auszahlt. Viele haben gesagt, wir würden gern aber mehr vom Bild sehen und weniger Monitor.

  155. Peter

    Also das mit dem Monitoren fand ich jetzt eigentlich so ganz, ganz neckisch. Was mich, was mich eher so gestört hat, war gerade so bei den Praxisteilen, gerade wenn man da so den, den, den CSS oder das HTML, sich in, in, in diesen Kästchen anguckt, dann musste ich da schon immer ganz genau hingucken, weil das war so, ja, was ist das? So 'n, so 'n, na ja, so etwas, etwas mehr Kontrast hätte es sein dürfen.

    Da stand, hm, musste ich zuerst mal ganz genau hingucken, weil bin selber Brillenträger und dann ist es schon manchmal ein bisschen anstrengend, wenn dann so das so, wenn einem so wirklich der Kontrast fehlt. Also sonst an sich halt...

  156. David

    Aber schlussendlich sind es auch so Kleinigkeiten, an, an die man natürlich fext, ne. Also das sind so-

  157. Peter

    Ja klar, das sind, sag mal, das sind, das sind wirklich Kleinigkeiten. Also es ist jetzt nicht so, dass man generell sagen kann irgendwie: „Okay, das ist jetzt hier irgendwie toll, 'n Magazin, aber pff, muss man jetzt nicht unbedingt haben.“ Also ich denke mal, dass wie gesagt, was ich auch schon sagte, das Magazin ist auf jeden Fall sinnvoll.

    Hat der Markt auch im Prinzip, denk ich, auch gebraucht halt, weil, es gibt so viele Magazine mit der Page oder auch, T3N oder wie das Ding noch mal heißt und so. Das ist... Also wenn man da was über, über Webstandards mal gelesen hat, dann, dann war das so, ja, ich will jetzt nicht sagen Randthema, aber-

  158. David

    Nee, nee, du fasst das eigentlich gut zusammen. Also das Webstandards-Magazin ist wirklich, im Gegensatz zu den anderen

  159. Peter

    Wirklich mal Magazin für uns, also was sich mit unserer Arbeit beschäftigt, ne.

    Ja, genau.

    Und, ich muss sagen, wir diskutieren auch hier auf ganz hohem Niveau. Also das ist nicht so, dass da, irgendwo Sachen sind, wo wir sagen, das geht gar nicht. Das Ding ist wirklich super professionell gemacht. Und es gibt sicherlich einige Sachen, die man verbessern kann, aber wie gesagt, nichts ist perfekt.

    Nein, das ist-

    Ich versuche, über Technik kurz anzufangen, was man da besser machen könnte. Ich glaub, da gibt's 'ne Sondersendung drüber.

    Das, das ist alles, das sind alles Kleinigkeiten, ich sag mal, und, so, da wächst auch ein Magazin im Prinzip und das, nimmt man als Feedback mit und, ändert man das dann dementsprechend auch. Aber das ist jetzt nicht so, wo man jetzt sagen könnte, das Konzept ist jetzt völlig irgendwie, aus der Luft gegriffen oder völlig am Markt vorbei. Also das auf jeden Fall nicht. Also das ist schon, da hat man schon, sag ich mal, eine Punktlandung, hin, hingebracht. Aber, okay, wie gesagt, Kleinkram.

    Alles, alles im Prinzip Kleinigkeiten, die man, für die zukünftigen Ausgaben berücksichtigen kann.

    Aber wichtig, wichtig ist-

  160. Ansgar

    Deckt sich auch mit dem...

  161. Peter

    Ja, also wichtig ist, glaube ich, zu sagen, dass man, dass der Hauptkritikpunkt die Gestaltung war. Und Gestaltung ist geschmäcklerisch. Das muss man auch ganz klar sagen. Bei Inhalten ist es so, da kann man Fakten aufführen und kann sagen: „Super, das passt, das stimmt, das ist richtig, das ist korrekt.

    Das hätte man vielleicht ausführlicher machen können“, aber, das ist ein bisschen anders beim Design und deswegen verwundert's uns auch nicht, dass, die Hauptkritikpunkte sich um, um die Gestaltung ranken. Ja, und da muss ich sagen, wenn ich mir den Printmarkt angucke von den Magazinen, die es gibt, wie schnell sich das immer wieder ändert. Da werden wir uns anpassen, werden unsere Fehlerquellen kennen und suchen, dann werden andere motzen.

    Ein bisschen, ein bisschen, Härte gehört auch mit dazu, zu sich selbst und zu anderen, dass man auch mal sagt: „Machen wir so wie zum Beispiel, beim, beim Logo“, ja, dass da durchaus sehr kontrovers diskutiert wird, aber ich habe lieber ein Logo, was kontrovers diskutiert wird, als eins, was gar nicht diskutiert wird.

    Irgendwelche Reibungspunkte braucht man ja. Müssen ja auch da sein.

  162. Ansgar

    Daraus entsteht Wärme, Reibung und Wärme.

  163. Peter

    Und wir wollen auch alle sicher aufgehoben sein in der Wärme.

  164. Ansgar

    Genau. Der Winter kommt wieder. Ich sag's only.

  165. Peter

    Wir haben natürlich auch eine Webseite dazu, Webstandards Magazin mit Minus und ohne Minus. Auch dazu gab es Feedback, ne?

  166. Ansgar

    Ja, das meiste ja eigentlich. Da ist auch der Wunsch natürlich, dass im, im Web noch mehr gemacht wird. Wir haben jetzt erst mal für die ersten beiden Ausgaben die komplette Kraft auf das Magazin selbst, auf den Printbereich gebündelt.

  167. Peter

    Ja, würde ich auch machen. Ja.

  168. Ansgar

    Klar. Für die Website gilt natürlich ganz extrem wie für nichts anderes, die muss verbessert werden und da muss auch noch ein bisschen was passieren. Es wird aber keinesfalls so sein, dass wir im, im Web jetzt ein Angebot schaffen werden, das, ich nenne mal das T3N Magazin mit dem, mit dem kompletten Ybase, drumherum. Das ist großartig. Also das ist eine Community. Die Community füttert das Magazin, gibt neuen Input. Das ist ganz großes Tennis, was da gespielt wird.

    Das wird es nie geben im Webstandards Magazin. Dafür haben wir andere Pläne mit dem Magazin und mit der Website. Die Website soll so ein bisschen das Magazin unterfüttern. Aktuelles gibt es bei uns über Twitter und, wir werden sicherlich auch bei der Website noch ein paar Dinge davon einbeziehen, aber es wird eher ein, ein kleiner, feiner, ein bisschen Community-lastiger Auftritt vielleicht noch, aber nichts Großes.

  169. Peter

    Twitter-Account kann ich sehr empfehlen von euch. Da wird immer viel passiert. Also wer da auf dem Neuesten gehalten werden will, findet auch mal ein paar interessante Aspekte, ringsherum das Magazin.

    Ja. Kam immer sehr viel am Wochenende.

  170. Ansgar

    Ich hab heute aus der Sendung einige der Links kamen mir sehr spontan bekannt vor, weil ich die auch schon, irgendwo auf dem Twitter-Kanal gesehen hab.

  171. Peter

    Ja, genau. Also das ist, man kann da unheimlich viel rausziehen aus so einem Twitter-Kanal. Also ich glaub, ich würde sogar sagen, ich glaub, die Hälfte von meinen Links kam auch aus, kommt auch aus Twitter.

    Genau, Twitter ist auch, ein gutes Stichwort für das Magazin, denn, Twitter hat auch sehr viel, gerade in Ausgabe eins, eine Rolle gespielt, ne?

  172. Ansgar

    Ja, wir haben unter anderem, diesen Twitter-Ticker, der, in Printform eigentlich etwas aufgreift, was Non-Print ist, was dann auch sehr gut zu dem, zum Titel der Sendung passt so ein bisschen, dass man halt, Dinge aus dem Internet auch mal in den Printbereich bringt. Und das war, eine herrliche Idee von, von Silvia, die meinte: „Lass uns das mal probieren.“ Und, ich war sehr skeptisch, ob das funktionieren kann. Die Rückmeldungen dahingehend waren aber derart positiv, dass wir es auf jeden Fall-

  173. Peter

    Es ist großartig. Also gerade für mich muss ich sagen, ich hab mir zur Lebensaufgabe gemacht, wirklich, Twitter-Nachrichten auch mal zu ignorieren, weil sonst komme ich gar nicht mehr zum Arbeiten. Während, während andere sich ihr, ihren Twitter-Feed per RSS abonnieren und wirklich jeden Einzelnen durchgucken, ob es da was Interessantes gibt. Ich gucke ich nur sporadisch bei mir, in Tweety drauf, beziehungsweise auf mein Twitter-Programm und guck mir nur die obersten wirklich an.

    Und wenn was runterscrollt und ich habe eine halbe Stunde nicht draufgeguckt, ist mir das egal. Ich scrolle auch nicht runter. Deswegen ist es umso interessanter, wenn da jemand ein Auge drauf hat und fasst es noch mal im Groben zusammen. Das ist der erste Aspekt.

    Zweiter Aspekt ist, dass dadurch eigentlich in, in meinen Augen die Brücke zwischen Print und Web gut geschlagen wird,, weil ich dann eben sehe: Mensch, das sind die User, die sich mit der Materie beschäftigen, tagtäglich in ihrer Arbeit oder weil sie das berufsbedingt machen oder warum auch immer oder interessenshalber. Und die bringen wir ins Magazin. Und, das Dritte, was ich daran toll finde, ist, eventuell noch mal neue Twitter-Kontakte knüpfen.

  174. David

    Ja, also es ist, tatsächlich auch genau der Hintergrund, dass man mal so'n bisschen so'n Querschnitt gibt. Es ist natürlich immer nur ein Querschnitt dessen, was man selber auch in den eigenen,, Tweets so mitbekommt. Ich versuche eigentlich auch, Twitter nach Möglichkeit oder habe es versucht, aus dem Weg zu gehen. Mit dem Magazin hat sich da sehr viel geändert. Man wird gezwungen, mit neuen Technologien zu arbeiten. Meine angeborene Technologiefeindlichkeit, kann ich da gar nicht ausleben.

  175. Ansgar

    Also ich hab ja auch eine Zeit lang versucht, Twitter zu irgendwie ignorieren. Hab ich gesagt: „Was willst du denn mit Twitter? Hallo? Nee, komm, das brauchst du nicht wirklich.

    Das brauchst du nicht fürs Leben wirklich und, ist nicht unbedingt nötig.“ Aber dann habe ich irgendwann gesagt: „Okay, komm, jetzt machst du mal so'n Account und guckst dir das Ding mal an und spielst damit mal ein bisschen rum.“ Und mittlerweile so, ja, muss man auch teilweise wirklich so sagen, muss man sich da auch wirklich ehrlich gesagt disziplinieren und sagen: „Nein, ich guck dich jetzt nicht an. Ich guck dich erst in drei Stunden an.“

  176. David

    Dazu muss ich sagen, wer in Google jetzt mal, die folgenden Worte, Wörter eingibt, und zwar Trip, Twitter und Tripper, der wird auf Platz eins 'n Artikel sehen, den ich im Jahre 2007 geschrieben habe. Aber nur so nebenbei..

  177. Ansgar

    Ja, das Internet vergisst nie.

  178. David

    Nee, nee. Heute nutze ich Twitter sehr aktiv, also von daher freue ich mich natürlich. Aber auch mit da drin. Also wie gesagt, vielleicht sollen wir noch mal auf die Inhalte drüber, eingehen, was das derzeitige Magazin hat, also die Ausgabe eins E-Commerce. Ansgar, du hast es schon angesprochen. Rundherum: Was kann ich mit Webseiten machen? Wie kann ich ins Wording eingehen?

    Es gibt einen Shop-Vergleich, YAML spielt noch eine große Rolle, auch das Design natürlich und, und viele Sachen drumherum. Also ihr habt euch fürs Webstandards-Magazin wirklich immer so Hauptschwerpunkte gesetzt, in, in anhand dessen sich die Artikel im Groben, mit ein paar schönen Ausreißern natürlich halten, ne.

  179. Ansgar

    Ja klar. Das ist das, was mich an anderen Magazinen immer genervt hat. Du musst irgendwie zwanzig Magazine sammeln. In dem einen stand mal ein Shop-Vergleich, im nächsten stand was übers Design von einem Shop. Zwischen diesen beiden Ausgaben lagen zwei Jahre. Ja, dann habe ich es mir also doch wieder im Web zusammengesucht und, meine, meine Bookmark-Liste gepflegt. Ich glaub, Webdesign und, und gerade der Bereich Webstandards bedeutet, dass man interdisziplinär bestimmte Themen betrachten muss.

    Dass man über die, über diesen, Zaun ein bisschen guckt, über diesen Tellerrand hinweg guckt und sieht: Womit hat das eigentlich was zu tun? Das eine, die Konzeption hat aber auch schon was mit der Technik zu tun. Das Design hat etwas mit der Technik zu tun. Diese ganzen Dinge laufen ineinander und diese beiden Artikel vom, Michael Jendrischik, und, vom,, jetzt überlege ich gerade, ich komme nicht drauf. Zum Thema Semantik, Web und, RDFa, großes Tennis in der Richtung, ne.

    Ja, die vernetzen sich gegenseitig und, zeigen einfach: Was geht? Wie kann man diese beiden Dinge zusammenbringen? Und das ist schon toll. Das, ist das, was ich mir für ein Magazin gewünscht hatte, dass man interdisziplinär bestimmte Dinge einfach abfrühstücken kann, oder? Und-

  180. David

    Das war übrigens Matthias Pfefferle, der den Artikel geschrieben hat.

  181. Ansgar

    Danke. Danke. Ich hatte den Namen hinterm Kopf. Entschuldigung, Matthias, es kommt nicht mehr vor.

  182. David

    Er hat auch den schönen Artikel geschrieben gerade, den ich auch anfangs, erwähnt hatte, eben mit, RDAF, RDFa. Meine Güte, ich, ich muss es noch lernen, ja. Und, Web, jetzt haben wir beide 'n... Microformats. Danke schön. Okay.

  183. Ansgar

    Lese, Lesebefehl fürs Webstandards-Magazin.

  184. David

    Lesebefehl, genau. Nein, auch interessant bei der Geschichte ist: Es gibt immer noch 'n, 'n kleinen Rückzugspunkt sozusagen für uns Webkrauts. Auch hinten bei der Seite, wo man noch mal nachlesen kann: Was hat sich denn in den Webkrauts getan oder in welche Richtung geht das? Ne? Das machen wir hier bei Technik wirt sie auch. Ja, aber Themenschwerpunkte: Was ist denn jetzt für die nächsten Ausgaben geplant beziehungsweise wann kommt denn Ausgabe zwei mit welchem Themenschwerpunkt?

  185. Ansgar

    Ausgabe zwei ist schon im, im Anmarsch. Du hast eben ja schon, richtig gesagt, vierteljährlich kommt's raus und am 26. Juni, wird Ausgabe zwei im Handel erhältlich sein. Themenschwerpunkt dann, ist etwas, wodrauf ich mich persönlich sehr freue: das Thema Webanwendungen, also alles rund um Air, RIA, Flex, Silverlight, Flash. Deswegen auch gerade eben aus den Linktipps so'n paar Dinge, die in diesen Bereich reinspielen, dass man sieht, womit ich mich gerade eben am meisten auseinandergesetzt hab.

    Das ist das Thema für die, für die zweite Ausgabe. Und darüber hinausgehend sind auch schon Ausgaben drei und vier weitestgehend in den Schwerpunkten klar. Also Ausgabe drei wird das Thema Frameworks aufgreifen. Auch wieder durchgehend durch alle Bereiche. Da freue ich mich persönlich sehr schon auf den Designbereich, wo wir auch ein bisschen was zum Framework-Thema erzählen werden. Das kann man nämlich auch da drauf tatsächlich anwenden.

    Und in Ausgabe vier wird es dann, wohlweislich um das Thema Suchen und Finden gehen im Schwerpunkt. Also, interessant wird es dabei vor allen Dingen jetzt, werden, dass wir immer mehr so'n bisschen auch, dieses, dieses, Design-Thema noch ein bisschen ausrollen, denn das war auch noch 'ne Anfrage. Also Design und Projektleitung werden in den nächsten Ausgaben, noch ein bisschen mehr Gewicht bekommen.

  186. David

    Wo du gerade sagst, Suchmaschine und so weiter: Wolfram Alpha ist gestartet. Das wollte ich an dieser Stelle noch mal kurz erwähnt haben. Wolfram Alpha, ja, kein Pardon zur Google-Suchmaschine, aber eine Suchmaschine, die zum Beispiel ausspucken könnte, wie die Aktienkurse von A zu B sind oder wie viel Einwohner in, der Stadt X, im Vergleich zu der Stadt in Y sind und so weiter und so fort und wird vielleicht auch eventuell eine Rolle im Magazin spielen, wenn sich da jemand mal drauf einschießt.

    Ist wie gesagt jetzt gestartet. Verlinken wir auch noch mal in Technik wirt sie.

  187. Peter

    Das ist tatsächlich auch geplant, darüber was zu machen.

  188. David

    Na siehst du. Sehr schön. Soll noch einer sagen, dass das, Printmagazin nicht aktuell wäre.

  189. Peter

    Zu dem Zeitpunkt, wenn's rauskommt, weiß ich das nicht, aber zum gegenwärtigen Planungszeitraum ist es auf jeden Fall aktuell.

  190. David

    Ich kann's euch empfehlen, das Webstandards-Magazin. Ihr könnt was in der Hand halten und, da spielt dann wieder die Haptik 'ne Rolle. Abonniert euch das. Ansonsten kauft euch erst mal 'ne Ausgabe und abonniert es dann.

    Wie gesagt, wir verlinken das Ganze auch noch mal und, insgesamt, also von meinem persönlichen Standpunkt aus 'ne sehr, sehr runde Geschichte und ich freu mich wirklich, dass, jemand wie du jetzt auch den Mut gehabt hat, das wirklich mal auf schwarz zu weiß zu pressen in der Druckerei. Wunderbar.

  191. Peter

    Freu mich.

  192. David

    Dann denk ich, kommen wir mal zur Meckerecke, denn da gibt's auch noch was zu meckern. Tja, was haben wir denn zu meckern diese Woche?

  193. Peter

    Ja, nervt: Spam Followers bei Twitter. Also, seitdem ich ja auch diesen Twitter-Account habe, kommen da ab und zu dann immer irgendwelche Leute, die dann einen mitverfolgen, die, ja, eigentlich nur auf der Suche sind nach dem, um ihr, weiß ich nicht, ihre Follower von zweitausend auf fünftausend zu steigern oder halt die dann, einfach nur, pff, irgend...

    Wenn man, ich sag mal, dann auf den ihren Link klickt, was im, im Profil steht, landet man auf irgendeiner Verkaufsseite für ich weiß nicht was, für irgendwelche merkwürdigen ominösen Geschichten und so was. Also das kann dann schon manchmal etwas nervig sein, weil ich bin dann von Natur aus einfach 'n bisschen neugierig. Guck dann immer so ganz gerne, wer verfolgt mich denn da eigentlich dann so.

    Und wenn man sich dann so manches Profil anguckt, dann denkt man sich: „Oh nee, nee, nicht schon wieder so einer, der nur irgendwas verkaufen will oder der jetzt irgendwie seine sechstausend oder siebentausend, Verfolger haben möchte oder so was." Und das ist dann irgendwie 'n bisschen nervig.

  194. David

    Ja ja, also m-muss ich auch sagen, es nervt mich auch tierisch. Twitter hat 'n bisschen reagiert und Twitter hat da jetzt von Text-E-Mails auf HTML-E-Mails umgeschwenkt, was bedeutet, dass, diese E-Mails, die jetzt angereichert sind mit Informationen, euch in HTML-Form zugeschickt werden.

    Und zwar, sofern man das eingestellt hat, schickt euch Twitter ja immer 'ne E-Mail, : „Du, da ist 'n neuer User, der followt dich jetzt, also der liest das, was du geschrieben hast." Und, der bisherige Weg über diese Text-E-Mail war ja immer draufklicken und mal gucken: Ist der interessant für mich? Könnte ich da eventuell auch Informationen für mich rauszie-ziehen, dass ich den auch followe oder lass ich's stecken?

    Und, jetzt mit diesen HTML-E-Mails steht drin, der hat so und so viel Followers, der hat so und so viel Updates gemacht und er selbst folgt so und so viel Leuten. Und, ich, ich, ich hab in den letzten 14 Tagen wirklich dermaßen extrem viele Spam Followers gesehen, was ich am ersten Blick schon erkenne, dass da, zweitausend oder zwanzigtausend Followers sind und die gleiche Anzahl an following people.

    Und dann seh ich sofort, dass ich mir noch nicht mal die Mühe machen muss, auf die Twitter-Seite zu gehen. Was ich bisher leider versäumt habe, ist, und, das will ich eigentlich mal machen, ist, dass ich da dann draufgehe und die wirklich blocke, ja. Also selbst dazu gibt es auch, in Twitter jetzt diesen Link in der HTML-E-Mail, Block, wie auch immer, ne. Aber das nervt schon, zu Ginzt und,, ich hoffe mal, dass es da auch bald irgendwie mal 'ne Funktion geben wird, die zu bannen oder so.

  195. Peter

    Wobei die HTML-Mail-Funktion aber auch extrem nervig ist. Also ich find, das könnte man auch ohne die HTML-E-Mails machen.

  196. David

    Kriegt man ohne HTML auch besser hin, ja.

  197. Peter

    Geht auch ohne HTML, ja.

  198. David

    Ich bin ja sowieso Verfechter davon, keine HTML-E-Mail zu versenden, sondern bitte, bitte immer nur Text, aber...

  199. Peter

    Dito. Dito. Aber als ich das meinen Eltern zum ersten Mal erklärt habe, sagt meine Mutter: „Aber kann man gar nichts bunt machen."

  200. David

    Ja, ja. Nee.

  201. Peter

    „Kann ich ja nichts sehen." Entschuldigung, Mama, wenn du's hörst. Ich glaub's aber nicht.

  202. David

    Und du, ich bin ja auch dafür, Text-E-Mails zu verwenden, aber bau doch beim Mitte den Banner mit ein. Ja, ja. Ich glaub,, ist 'ne andere Geschichte, über die wir meckern könnten. Okay.

  203. Peter

    Man könnte, man könnte auch Energie sparen damit, aber das führt uns zu 'nem, zu 'nem, zu 'nem ganz neuen Thema.

  204. David

    Ja, ja. Ich glaub, das ist was für die Mecker-Ausgabe der nächsten Ausgabe. So, was wir diese Woche hatten. Und zwar möchte ich mich diese Woche beschweren über, die TYPO 3 Extension Templar Voila. Ich sag immer Template Voila. Verzeiht mir das bitte. Und zwar, benutzen wir das von Haus aus bei uns in der Agentur nicht. Also wir machen sehr, sehr viel mit TYPO3 und, sind auch, sehr gut in der Lage, uns irgendwelche Extensions selber zu schreiben oder TYPO3 richtig zu konfigurieren.

    Also wir wissen schon, wie's funktioniert. Nur da-dennoch gibt's da einige Hilfelein, in Sachen von Extensions, die ganz hilfreich sind und sehr nützlich sind und definitiv aus meiner Sicht gehört dazu nicht Templar Voila. Was macht diese Extension? Diese Extension soll eigentlich den Miss, stand von TYPO3 'n bisschen aufbessern, indem man mal schnell zwischen Layouts hin- und herspringen kann.

    Beispielsweise hab ich für eine Seite, auf einer Seite hab ich 'n Dreispalter, auf 'ner anderen Seite hab ich 'n Zweispalter und dann hab ich ganz andere Bedürfnisse, mal schnell flexibel was machen zu können. Und, viele waren der Meinung, auch dieser TYPO3-Entwickler, der dieses Template Voila gemacht hat, fragt mich jetzt nicht, also der Name ist mir auch völlig egal.

    Der war eben der Meinung, dass dieses TYPO3 viel zu umständlich ist, das so hinzubiegen, dass man damit flexibel in Sachen Layouts arbeiten kann. Und dann wurde diese Template Voila Engine, eingeführt, diese Extension. Und die nistet sich halt richtig ins System ein. Und, ich hatte, wie gesagt, noch nie, anfangs oder ander... Ich fang noch mal anders an.

    Anfangs, als ich mich mit TYPO3 beschäftigt habe, als ich in die Agentur gekommen bin, hatte ich natürlich auch gelesen viel: „Oh, benutzt doch Template Voila, geht viel, viel besser." Und die, Meinung, die man, wenn man jetzt, nach TYPO3 im Template-System irgendwas sucht, dann findet man immer Template Voila und viele sagen: „Geil, benutzt das. Ist alles einfach.“ Das ist die Meinung, die man per Google aufgedrückt bekommt.

    Und deswegen, ich hatte mich nie damit beschäftigt und inzwischen, wie gesagt, haben wir uns so fit gemacht in TYPO3, damit wir unseren Kunden wirklich alles richtig optimieren können. Zum Beispiel gibt es ja 'ne, TYPO3 Conf. Da ist 'ne, in diesem Verzeichnis ist 'ne Datei, die heißt extables.php.

    Da kann man TYPO3 schon explizit so richtig geil konfigurieren, dass man auch, problemlos dem Kunden 'ne Möglichkeit verpassen kann, zwischen Drei-Spalter, Zwei-Spalter oder was auch immer hin- und herzuschalten. Und, wie gesagt, diese Woche hatten wir, nee, was diese Woche?

    Genau, diese Woche hatten wir 'n neuen Kunden bekommen, der 'ne TYPO3-Webseite aus dem Jahr 2008 irgendwie, eine Agentur hat denen das gemacht und, die haben sich dann irgendwie nicht verstanden, sind zu uns gekommen und wir sollten diese Webseite ändern. Und, das war das erste Mal, dass ich mich, wie gesagt, richtig eingehend mit Template Voila beschäftigt habe.

    Und die erste Ausgabe, die erste Aufgabe bei mir bestand eben darin, das HTML und CSS mal richtig sauber zu machen, weil das eben ein Schwachpunkt an der Webseite war.

    Und, normalerweise, wenn ich in TYPO3 irgendwelche Sachen im Template ändere, in der HTML-Datei, dann ruf ich die in meinem Editor auf, mach meine Änderungen, drücke Speichern und da ich in TYPO3 eingeloggt bin, wird der Cache auch nicht angeschmissen und ich sehe sofort direkt die Änderung, ohne dass ich irgendwo 'n Knopf drücken muss. Und selbst dann, wenn ich das Caching eingeschaltet habe, dann brauche ich nur mal neu laden und dann hab ich die ganzen Geschichten da.

    Was muss ich mit Template Voila machen? Template Voila: Ihr schreibt euch irgendeine HTML-Datei und habt da ein paar Divs und habt da ein paar ULs und was auch immer. Und ihr geht in dieses Template Voila rein und mappt quasi Funktionen oder Bereiche auf dieses HTML, indem ihr sagt: „Dieses Div-Element benutze bitte für mein Menü, dieses Div benutze bitte für Inhalte und so weiter und so fort.“ Ihr baut ein richtiges Mapping auf.

    Daraus entsteht dann eine XML-Datei, wo diese Sachen dann noch mal drinstehen. So, ihr merkt schon das Problem. Das Erste ist, dass ihr einerseits diese Mapping-Funktion habt. Das heißt, wenn ihr jetzt mal euer HTML umschmeißt, weil ihr da was umschreiben wollt, dann seid ihr in den Hintern gekniffen, weil ihr A:, dieses Template neu mappen müsst komplett und B: dass dieses XML, was daraus generiert wird, ähmm, euch richtig in die Hose gehen kann.

    Also wenn ihr jetzt 'ne Änderung in diesem HTML-Template macht und das musste ich am Anfang sehr viel machen und das ist ja immer, du schreibst irgendwas, entwickelst, guckst dir das an, gehst dann wieder zurück und machst immer so weiter. So entwickeln wir sehr viel und jedes Mal bedeutet das, du gehst rein in TYPO3 nach deiner Speicherung und das wird nicht direkt angezeigt, diese Änderung.

    Nee, nö, erst mal in TYPO3 reingehen, in Template Voila, dann in Datenordner, dann sehe ich mein Mapping. In dieses Mapping klicke ich auch noch mal rein und sag: „Bitte Remap“, speicher das Ganze. Danach muss ich noch mal den Cache komplett leeren und kann dann meinen Browser refreshen, um dann mal zu gucken, wo jetzt meine Änderung an dieser Sache ist. Und das muss ich wirklich jedes Mal machen. Und das Ding hat mich so abgenervt. Darüber hinaus ist die Übersichtlichkeit, ganz, ganz schlimm.

    Also wir haben das bei uns, bei unseren Kunden mit TYPO3 Boardmitteln, zum Beispiel diese extables.php, so angepasst, dass wir sagen: „Okay, wenn du 'ne Sidebar hast und 'n Inhaltsbereich, dann nennen wir das auch so. Sidebar rechts, Inhaltsbereich.“ Und ich sehe die beiden nebeneinander, den Rest blenden wir aus. Oder da hat einer einen Drei-Spalter, dann schreiben wir Sidebar links, Inhaltsbereich, rechte Sidebar oder was auch immer.

    Das heißt, wir passen diese Inhaltsbereiche dementsprechend an. Was macht Template Voila? Es macht diese Übersicht super kompliziert in, in, in meinen Augen, baut da noch so ein paar Boxen drum und, jetzt war diese Seite auch noch mit englischer Übersetzung. Das heißt, ich habe ständig noch zusätzlich die englischen, Texte dazu gesehen. Also die Übersicht war für den Kunden, weil der sich nicht auskannte, katastrophal.

    Das habe ich in der Schulung gesehen und, mich als Entwickler hat’s genervt, den Kunden hat’s genervt und ich hab’s rausgeschmissen und deswegen wollte ich über Template Voila meckern. Aber ich bin nicht der Einzige, der drüber meckern kann, ne?

  205. Ansgar

    Nee, ich kann das gleiche Horn tuten, und zwar, nicht zu knapp. Also wir haben gerade auch ein ähnliches, also ich könnt das, jetzt noch mal nacherzählen, was du erzählt hast. Wir haben auch ein Projekt übernommen, wo ich glaube schon wahrscheinlich drei Agenturen, wenn man das im Code sich anguckt, dran rumgefrickelt haben. Kann man gar nicht anders sagen.

    Und es ist tatsächlich auch eine sehr große Seite, mit einem Unternehmen dahinter, was eigentlich das Ganze finanziell auch besser hinkriegen sollte, aber scheinbar immer wieder an Agenturen geraten ist, die keine Ahnung haben. Da ist auch Template Voila im Einsatz und das tat schon richtig weh. Also, diese Seite hat, glaube ich, will nicht lügen, ich sage mal, um die 40, 50 Seiten bloß. Trotzdem 'ne sehr bekannte Seite. Das schränkt den Raum ein, oder?

  206. David

    Wir sagen keine Namen.

  207. Ansgar

    Nein, ich, ich darf ja nicht werben und krieg ja auch nix dafür. Und das, das Interessante ist, da waren 55 Template-Voila-Templates dahinter.

  208. David

    Oh je. Oh je. Oh je.

  209. Ansgar

    Und das Spannende ist, wir sollten einfach dann am Ende einen Link im Impressum ändern.

  210. David

    Vergiss es, ja.

  211. Ansgar

    Im-Impressum liegt in der Fußzeile. Und, wir durften 55 Templates ändern, weil die Fußzeile in 55 Templates unten verdrahtet war.

  212. David

    Ja, und das Schicke dabei ist, dass du, wie gesagt, alles neu mappen musst beziehungsweise neu refreshen kannst. Da ist es nicht nur eben was unten reinschreiben, ja.

  213. Ansgar

    Nein, nein, nein. Überhaupt gar nicht. Also ich sage, also 55-mal das Ganze machen und mappen und hin und her. Ich, ich glaube, die Seite würde besser funktionieren, wenn sie statisch ist.

  214. David

    Ja, ja. Ja.

  215. Ansgar

    Also das wäre für den, für den Kunden günstiger, für alle wartungsfreundlicher. An der Stelle muss ich sagen: Sorry, das war scheiße.

  216. Peter

    Ja, so ähnliche Erfahrungen hab ich auch gemacht. Also eben aktuell, aktuelles Projekt, was auch grade hier am Laufen ist und, was auch mit TYPO3 umgesetzt, wird und auch vom Kunden so gewünscht ist, dass es auf TYPO3 läuft. Und, also ich hab diese Templavoila-Geschichte nicht selber gemacht. Also ich mach das nicht selber. Ich hab jetzt im Prinzip nur, die Grafik gemacht, das HTML geliefert und, manage das ganze Projekt und, die ganze TYPO3-Geschichte macht mein Partner.

    Und, also jetzt momentan muss ich sagen, jetzt aktuell, wie wir im Projektstand sind, bin ich da so weit eigentlich, eigentlich ganz zufrieden. Allerdings gab’s da so, wie gesagt, im, im Projektverlauf ’n paar Geschichten, wo ich mir dann gedacht hab irgendwie, ob man das Ganze hätte nicht irgendwie einfacher machen können halt.

    Und, grade wenn’s darum ging, wieder, noch mal das, das, das Layout noch mal zu ändern oder man musste am Template noch mal kurz was ändern und das war dann halt immer so ’ne Sache. Man konnt dann nicht einfach irgendwie jetzt mal schnell irgendwie ’n paar Diffs ändern oder so was. Man musste dann tatsächlich irgendwie über diese Templavoila-Geschichte die ganze Sache neu, neu mappen und, das war, teilweise wirklich irgendwie, ja, et-etwas, etwas schwierig.

    Wie gesagt, Gott sei Dank musst ich das nicht machen. Hatt ich damit nix zu tun, aber, mich hat das vor allen Dingen auch genervt, wenn man dann über den Editor dann noch Text eingegeben hat, schon mal so ’n paar Dummy-Texte, um zu sehen, wie das dann im Frontend aussieht und, dass dann, über TYPO3 dann immer noch irgendwelche merkwürdigen Diff-Konstruktionen und, irgendwelche ganz merkwürdigen Konstruktionen mit Definitionslisten dann noch ausgegeben wurden.

    Ich hab gesagt: „Was ist denn das für ’ne Scheiße?“ Da hab ich gesagt: „Weg damit, weg mit diesem ganzen Blödsinn. Dat will ich nicht haben.“ Das war schon wirklich,, ja, aber na ja. Also jetzt, sieht das Ganze ganz ordentlich aus. Also ich bin jetzt noch nicht 100 % zufrieden, aber das ist man wahrscheinlich sowieso nie. Aber zumindest ist es so, dass es,, was am Frontend ausgegeben wird, halt auch an HTML, -

  217. David

    Dass es sauber ist.

  218. Peter

    Sa-sauber ist. Man kann damit leben.

  219. David

    Also dazu muss man auch wissen, dass TYPO3 als solches ja auch ’n Content-Management-System ist, was per se keinen sauberen Code ausspuckt. Ganz im Gegenteil. Man muss sich TYPO3, bevor man anfängt, vernünftige Projekte zu machen – und das kann man mit dem sehr gut –, muss man das auf null konfigurieren.

    Und zwar, man muss richtig massiv und heftig mit richtig viel Gehirnschmalz, sich TYPO-Script-Anweisungen überlegen, in PHP-Dateien rumfuhrwerken, um, um diesen ganzen Bunch, der da rausgeschickt wird in HTML mit diesem Diff-Container drum rum und, Listen und bladas und, und.

    Da wird richtig Scheiße, Entschuldigung, Scheiße reingepackt in das, in das Quelltext und das muss man richtig auf null reduzieren und wirklich sagen: „TYPO3, jetzt bist du mal vernünftig und spuckst nicht mehr aus.“ Wir haben das inzwischen so gemacht, dass wir, in, in, wir haben, ’ne Basisanwendung geschrieben, also ’n TYPO3 clean sozusagen. So nennen wir das.

    Das ist also ’ne Grundinstallation, so wie wir sie bei jedem Kunden verwenden und die ist wirklich schon komplett unserer Meinung nach perfekt für unseren Einsatzzweck, wie gesagt, runterreduziert und fertig eingestellt. Und diese TYPO-Version, da ziehen wir nur ’n TGZ-, Archiv davon und ’n MySQL-Dump und haben so innerhalb von, von drei, vier Minuten, übers Terminal haben wir da ’ne neue TYPO-Version installiert, die wirklich auf null runtergesetzt ist.

    Denn das muss man wie gesagt wissen: TYPO3, muss man erst mal ganz, ganz viel konfigurieren, bis da irgendwas passiert. Ja, und das Template Voila hat, wie gesagt, noch mal eins obendrauf gesetzt und das Ganze noch mal viel schlimmer gemacht. Und, -

  220. Peter

    Richtig. Wie geht ihr mit Updates um in der Version?

  221. David

    Mit Updates im Generellen ist es eigentlich sehr einfach, ja. Also es ist ja nur die Konfiguration. Also dieses TYPO3 clean, was wir jetzt gemacht haben, ist wirklich so die Basis. Da sind nicht viele Extensions drin, sondern nur die wir brauchen. Wie Kontaktformular oder da ist jetzt der neueste Editor drin, der in jedem Browser funktioniert. Und wenn jetzt Updates von Extensions kommen, also die bleibt auch wirklich klein, diese Version.

    Wenn jetzt Updates von Extensions kommen, gehen wir da rein, updaten das, probieren noch mal, funktioniert das jetzt und erstellen dann quasi ’ne neue Source-Datei davon. Also die halten wir quasi immer aktuell, aber da sind wie gesagt, News sind schon drin. Was ist da noch drin? Kontaktformular ist da schon drin, und die Sachen, die wir brauchen. Also wirklich die, die Basis, die jeder Kunde eigentlich haben will und die ist schon runter fertig konfiguriert.

    Und das ist auch so unsere kleinen Teststationen, die wir in einer zweiten Instanz, wie gesagt, haben für neue Sachen. Wenn wir sagen, okay, wir finden jetzt was Neues, dann installieren wir das da auf dieser Grundinstallation, testen das da aus, können auch gerne was kaputt machen, weil wir’s übers Backup wieder zurückspielen und sind damit sehr schnell in, in der Lage versetzt, schnell ’n TYPO3 aufzusetzen.

    Aber wie gesagt, wenn man TYPO3 richtig einsetzen muss und das ist noch mal ’n Kritikpunkt und passt deswegen gut in die Maker-Ecke: Man muss sehr, sehr viel dafür tun, um das System effektiv auch in Sachen Webstandards und Accessibility wirklich nutzen zu können.

  222. Peter

    Das ist richtig.

  223. David

    Und, da muss ich grade in der nächsten Version, die da geplant ist, muss ich da ’ne ganze Menge tun. Ich glaub, wenn die, wenn die die nächste Version jetzt kommt, genauso schlimm machen, denk ich mal, wie die aktuelle Version, dann wird TYPO3 nicht ’ne allzu große Zukunft haben. Kleine Prognose.

  224. Peter

    Ich hab dazu vor ’n paar Jahren auch schon, was geschrieben, TYPO3 barrierefrei, ob das nur so ’n, so ’n Kinderreim ist oder, -

  225. David

    Schüttelreim, glaub ich.

  226. Peter

    Schüttelreim, genau.

  227. David

    Schüttelreim hattest du geschrieben, glaube ich.

  228. Peter

    Schüttelreim oder, Kurz oder so. Ich weiß es gar nicht mehr. Sehr, sehr spannendes Thema, was du da grade angeschoben hast. Es scheint sich noch nicht so viel geändert zu haben in TYPO3, beziehungsweise ich weiß, dass sich nicht sehr viel geändert hat da drin. Aber wenn ich den Artikel lese vom Kai Naborenz, in der letzten Webstandards-Magazin, im aktuellen Webstandards-Magazin, dann hab ich Hoffnung, dass TYPO3 da, durchaus für die neue Version, für die Fünfer dann lernfähig ist.

  229. David

    Also von dem, was sie versprochen haben, so viel, muss ich auch wieder zugestehen, passiert da ’ne ganze Menge. Es ist ja auch ’n neues Framework da im Einzelnen im Hintergrund, und scheint wirklich mal State of the Art zu sein.

    Aber wie gesagt, TYPO3, wenn man den Entwicklern auch, auch die Geschichte nachvollzieht oder guckt, wie das Menü aufgebaut ist oder wie die Oberfläche aufgebaut ist- Dann muss das System alles können und, alles richtig umständlich können und deswegen ist alles überfrachtet an einem Punkt. Und wie gesagt, das muss man erst mal runterdampfen, runterreduzieren.

    Schlussendlich könnte man auch sagen: „Okay, wir nehmen 'ne, 'n, 'n kleines CMS, was nur wirklich die Basis hat und, und programmieren da noch was hinzu." Das wird, könnt wahrscheinlich schneller gehen, als Typo drei runter-runterzudampfen. Aber wie gesagt, andere Geschichte.

  230. Peter

    Ja, also mittlerweile, seit-- Also wie ich das erste Mal mit Typo drei in Kontakt gekommen bin, das ist jetzt auch schon ein bisschen her. Also da-- und das Backend gesehen hab, dachte ich auch: „Oh Gott, was ist das denn irgendwie? Das ist ja fürchterlich irgendwie.

    Da tausend Knöpfe, hier kann man was einstellen, dort kann man was einstellen, hier kann man was machen." Und, bei der aktuellen Version, die wir für dieses Projekt fahren, muss ich auch schon sagen, dass das Backend schon besser aussieht. Also-

  231. David

    Ja, man, man kann’s reduzieren. Also auch gerade für den-

  232. Peter

    Ja, man kann’s reduzieren.

  233. David

    Gerade für den Kunden, was ja auch der Sinn ist von Typo drei.

  234. Ansgar

    Genau. Also Typo drei ist ja kein im Sinne, dem Sinne Content-Management-System, sondern ein Framework. Das muss man ja auch ganz klar erkennen. Und die Tatsache, dass man Typo drei für alles einsetzen kann, bedingt nicht, dass man es für alles einsetzen soll.

  235. Peter

    Nee. Nein, nicht wirklich.

  236. Ansgar

    Das ist, glaube ich, ganz wesentlich.

  237. David

    Okay, also ich empfehle auch jun-jedem, der das dem Kunden zur Verfügung stellt, gebt dem Kunden auch einen Administratorzugang, aber bitte einen Zugang, als Benutzer, mit dem er arbeiten kann, wo er wirklich nur die essenziellen Dinge, die er zum Bearbeiten braucht, dass das auf das Wesentliche reduziert ist. Das betrifft die Menüpunkte, das betrifft aber auch die Oberfläche mit den ganzen Optionen, die man als Administrator eventuell braucht.

    Aber als Benutzer, der jetzt wirklich Texte einträgt, der braucht das überhaupt nicht. Deswegen, wie gesagt, das ist auch so 'ne, so 'ne Sache, die wir haben in unsere Grundinstallation, wie gesagt, runtergedampft und die ist schon fertig und so können wir sie einsetzen.

  238. Peter

    Das, das hab ich auch gesagt. Also wenn wir das Ding dem Kunden übergeben, dass für den Kunden das Backend so weit reduziert wird, dass er wirklich nur das Notwendigste, also das, was er eigentlich nur machen braucht, Texte eingeben, Inhalte einpflegen, Bilder einfügen und so weiter und so fort. Und alles, was überflüssig ist, alles, was er nicht braucht, auch am Editor, wo man nur Unsinn anstellen kann, alles raus, alles weg.

    Praktisch so weit runterdampfen, dass der Kunde damit arbeiten kann, dass er damit auch relativ in Anführungsstrichen Spaß hat, dass er nicht überfordert ist und denkt: „Oh Gott, Hilfe, was muss ich denn hier alles einstellen?“, sondern dass es so einfach wie möglich für ihn ist und dass, er da, der Kunde letztlich nur das in dem Backend hat, was er braucht und alles andere raus.

  239. David

    Im Übrigen sehe ich genau darin den Sinn eines Content-Management-Systems. Auch damals, als ich die selber programmiert habe für meine Kunden während der Selbstständigkeit. Ich hab sie nur alle selbst gemacht, weil ich auch privat würde ich weiterhin, wie ich das tue, alles selbst programmieren, weil ich kein perfektes System finde. Aber ich, ich finde, das System eines Content-Management-Systems, wenn man es als solches einsetzt, dann muss es so einfach wie möglich sein.

    Ne, aber andere Geschichte.

  240. Peter

    Im Prinzip muss, sollte es intuitiv bedienbar sein.

  241. David

    Danke schön.

  242. Peter

    Genau. Und ich sage mal, um eine Schulung kommt der Kunde zwar bei Typo drei nicht drumherum. Es muss leider sein, aber so, dass er-- kriegt auch noch ein Handout mit. Aber im Prinzip so, dass er, wenn er jetzt, weiß ich nicht, nach einem Monat da noch mal einen Inhalt was ändert, sondern nicht gleich irgendwie sich fragt und denkt: „Ja, wie, was, wo, was, was muss ich denn jetzt noch mal hier machen?

    Wie war das denn jetzt noch mal?“, sondern dass er einfach davor sitzt: „Ah, okay, hier, hier kann ich meinen Inhalt einpflegen. Das ist der Bereich für die Sidebar und so weiter und so fort.“ Und dass er da auch dann möglichst schnell ran und nicht dann sofort in so eine Frustration gerät und denkt: „Oh Gott, was haben die uns denn da für einen Scheiß verkauft?“

  243. David

    Da fällt mir auch gerade mal ein: Wir hatten, an dieser Stelle wollte ich eigentlich sagen, für unsere Kunden machen wir es generell so: Die kommen immer zur Schulung, die ist auch fest mit, einbudgetiert sozusagen. Diese Schulung Typo drei, die lassen wir mitlaufen, nehmen das quasi mit Kamera und Ton auf und, den, den Screen, was wir klicken, und das geben wir später auf DVD immer noch mit. Aber das ist auch 'ne, eine Geschichte, wo man’s ein bisschen einfacher machen kann für die Kunden.

    Aber wie gesagt, das soll’s, soll’s sein mit Typo drei. Ich wollte irgendwas noch sagen, aber das ist mir jetzt irgendwie entfallen.

  244. Peter

    Nicht, nicht Typo drei nutzen.

  245. David

    Wäre auch eine Möglichkeit. Wäre auch eine Möglichkeit, ja.

  246. Peter

    Nehmt andere Sachen.

  247. David

    Aber kommen wir mal zur nächsten Sache. Mal Schluss mit Typo drei jetzt. BITV 2.

  248. Peter

    Genau. Auch schon ein Thema.

  249. Ansgar

    Ja, super. Also für mich das, das momentane Nervthema schlechthin, weil, es berührt so ziemlich jeden Bereich, in dem ich momentan irgendwas tue. Und spannende Dinge, die sich da abzeichnen. In anderthalb Wochen ist ein, ein Treffen des Aktionsbündnisses für barrierefreie Inter-Informationstechnologie, wo’s um dieses Thema BITV 2 geht. Spannend ist, dass das sowieso alles hinter verschlossenen Türen stattgefunden hat. Da waren nur wenige elitäre Zirkel zugelassen.

    Man weiß relativ wenig dadrüber und ich hab jetzt, spannenderweise einen, einen Entwurf in die Hände bekommen und muss sagen, das ist nach 1852, glaube ich, die zwanzigste deutsche Sonderlösung, die ich sehe und, wieder mal ein Ausbruch aus Standards. Wir haben hervorragende WCAG 2.0 bekommen, die hier in NRW Gott sei Dank auch, Bestandteil der Gesetzgebung werden sollen. Aber für den Bund wird’s eine BITV 2.0 geben, die wiederum nicht die WCAG 2.0 ist, sondern ein Sonderweg.

  250. David

    Na, wie schön.

  251. Ansgar

    Und das heißt für alle wieder neu lernen, neu eingewöhnen, bestimmte Dinge, die dort nicht funktionieren. Zum Beispiel alles das, was im Englischen mit diesen Techniques hinterlegt ist, sehe ich im Deutschen in der BITV 2 nicht berücksichtigt. Das heißt, wir haben wieder Interpretationsspielraum, wieder Möglichkeiten,, für Grauzonen geschaffen, statt wirklich mal Fakten, an denen man wirklich arbeiten kann.

    Und das ist schon durchaus, bemerkenswert, wie sich Deutschland da drum rumdrückt, ob das jetzt Rauchverbot ist oder BITV, internationale Standards mal an sich anzuerkennen. Vor allen Dingen, ich, ich versteh's auch nicht.

    Also wie gesagt, die, die WCAG 2 mit den Techniken, sie ist ja sehr gut und auch, sehr hilfreich und auch wirklich alles, nicht alles, aber zumindest doch vieles sehr gut erklärt und auch sehr umfangreich und auch so weit offen formuliert, dass man auch zukünftige Entwicklungen mit berücksichtigen kann und dass man dann jetzt schon wieder irgendwelche Extrawürste braten muss, irgendwie, weiß ich nicht, verstehe ich nicht.

    Also dass man das dann auch hinter verschlossenen Türen macht, ist mir dann an sich schon völlig unbegreiflich irgendwie, dass man das so: „Okay, wir machen das jetzt mal hier im stillen Kämmerlein. Wir brüten uns jetzt mal was Schönes aus. Das legen wir dann vor und dann dürft ihr dann damit umgehen.“ Ja hallo, danke.

  252. David

    Ja, auch 'ne Geschichte für sich. Okay.

  253. Ansgar

    Ja. Und, wenn man sich schon nicht mit Barrierefreiheit so auseinandersetzt, dann, wenigstens über, Ladezeiten.

  254. David

    Ja, Performance. Ganz wichtig.

  255. Ansgar

    Ja, da, da, da, werden wir uns ja im Herbst dann auch noch sehen, Thema.

  256. David

    Definitiv, ja. Vielleicht sollten wir das ganz kurz erzählen:, wir wollen jetzt eigentlich über lange Ladezeiten in, DSL reden. Auf der Best of Accessibility, die du auch ausrichtest, da werde ich auch einen Vortrag halten mit Dirk Jesse. Da geht es, insbesondere auch um die Performance. Also bitte fleißig hinkommen da. Aber ich will dir nicht vorwegnehmen, was du eigentlich erzählen willst. Also erzähl doch erst mal.

  257. Ansgar

    Ja. Was mich ganz spontan genervt hat, war die Seite Zeit.de. Eins Komma zwei MB heute, auf der Startseite. Das ist das, was man früher Benutzern zugemutet hat als Download für eine komplette Browserinstallation. Das hat heute,, ein, eine einzelne Website, eine Startseite, wo ich sagen muss, in welcher Welt leben diese, Menschen, die so was entwickeln? Also das, das, das kann ich mir nicht vorstellen, dass das auch nur annähernd gut ist.

    Ich meine, ich habe DSL, ich bin froh drum, aber wir sehen zunehmend mobile Webnutzung und, immer dann, wenn ich auf UMTS zurückgreifen muss, weiß ich schon, wenn da noch einer in der Parzelle mit drin ist, dann brauche ich Zeit. Für eine normale Website und Zeit.de brauche ich noch mehr Zeit. Aber vielleicht hängt das auch mit so einem Wortspiel oder so. Ich weiß nicht.

  258. David

    Ja, man braucht Zeit. Also man muss Zeit mitbringen für die Zeit. Ich hatte letztens von, Gerhard von Aken, der hatte einen Vortrag gehalten und da hatte ich mir das Video im Internet angeschaut und er hatte auch eine Webseite aufgerufen. Ich muss mir die unbedingt noch mal raussuchen. Er hatte eine Internetseite aufgerufen, die wirklich, ich glaube zehn oder 20 Sekunden hat ge, zu laden.

    Das war von, von einer Grafikerin, die, die wirklich Talent hatte, das wirklich gut aussah, aber die hat da so viele Grafiken rein und Schischi, Micki und Frau eben. Und so viel drumherum und machen und tun und bunt hier und klicki da und da noch mal, dass das wirklich so extrem lange geladen hat, wo ich mir überlegt habe: „Also, okay, also ein Bild, was du da gezeigt hättest, das zeigt, wie kreativ du sein kannst, hätte vielleicht aus, genügt.“, ja.

    Also trotzdem, also was wir sagen wollen: In Zeiten von DSL sollte man die Webseite trotzdem optimieren. Nachschauen, ob die Bilder wirklich so groß sein müssen, wie sie groß sein müssen.

    Kleines Beispiel ist: Ich hatte, hab noch, hier oder da Kontakte, zu, zu anderen Agenturen, wo ich mal ein bisschen nach und nach, vorbeischaue oder mal Hallo sage, einfach nur mal, um in Kontakt zu stehen und hatte diese Woche wieder eine so halbjährlich in meinen Kontakten durchgesehen und gedacht: „Mensch, guckst du dir jetzt mal die an und rufst mal an, ob da jetzt alles in Ordnung ist und so.“ Und, die hatten ein neues Redesign gemacht, also neues Logo, neue Webseite und dabei ist mir aufgefallen, dass diese Webseite mit, mit jQuery angereichert ist, eigentlich ziemlich fix war, aber dieses Teaser-Bild, auf jeder Seite, was eigentlich nicht groß ist, das ist, keine Ahnung, 300 mal 70 Pixel hoch, also wirklich ein kleines Ding eigentlich, dass das immer extrem langsam geladen hat in der Agentur.

    In der Agentur hatten wir, glaube ich, 16 Mbit haben wir da und, ich habe mich gewundert: Warum lädt das so lang? Ich habe mir das Ding runtergeladen, diese Datei, hab’s in Photoshop angeschaut. Erst mal wurde die Datei angelegt, nicht mit 72 dpi, sondern mit 100 dpi. Dann wurde sie in Sachen JPEG noch nicht mal runterkomprimiert.

    Also schlussendlich hatte die Datei, wie sie auf dem Server lag, 75 Kilobit und in Photoshop ganz generell, wenn ich jetzt nicht großartig meinen Gehirnschmalz verwende, um das Ding runter zu komprimieren, bin ich alleine schon auf ein Drittel gekommen, nämlich um die, 20, womit ich das hätte abspeichern können. Das ist der Alltag.

  259. Ansgar

    Genau, und das sind einfach so Sachen, die müssen einfach gar nicht sein. Also ich meine, wenn ich mir das, wenn ich mir die Webseite mit dem iPhone angucke, das ja jetzt nicht den schnellsten Prozessor hat, dann dauert das noch mal 'ne Ecke länger, als wenn ich mir das im Normalbrowser anschaue. Und, das sollte man berücksichtigen.

  260. David

    Genau da hingeht ja auch der Tenor. Also, man muss einfach berücksichtigen, es gibt Stadtgebiete. Also beim diesjährigen, bei der Verleihung zur diesjährigen Biene hat jemand was ganz Interessantes gesagt, dass nicht mal das komplette Stadtgebiet von Berlin mit DSL 100 % abgedeckt ist. Das heißt, wir reden nicht irgendwie über 'ne, 'ne Minderheit oder so, sondern wir reden über eine Minderheit, die DSL hat, und es nutzt.

    Und das ist, glaube ich, ein ganz wesentlicher Bestandteil, dass wir hier, mit langen Ladezeiten zu dieser Digital Divide, zu dieser Spaltung des Netzes extrem beitragen. Und, das muss nicht sein. Gerade Grafiken und so kann man machen. Und da hat man einen schönen Zirkelschluss zu den Linkempfehlungen am Anfang, nämlich mit YSlow, bekommt man ein Werkzeug in die Hand, wo man’s wirklich sich angucken kann.

    Und das kann man auch wirklich einem ganz normalen Redakteur an die Hand geben und sagen: „Guck, da klickst du drauf und dann siehst du, wie lange deine Seite lädt. Das sind die Bilder, die du eingebaut hast und die führen dazu, dass die Seite so lange braucht.“ Und wenn du dieses Werkzeug einsetzt, ich sag jetzt mal einfach IrfanView

  261. Ansgar

    Da gibt's mittlerweile ein Plugin für, WebSafe,, womit man hervorragend Bitkomprimierung erzielen kann. Zumindest schon mal so gut, dass es einfach nicht mehr wehtun muss. Und ich finde, es gibt keine Aus-- es gibt keine Ausrede mehr dafür, wenn man irgendwie, lange Ladezeiten hat. Also klar, gibt Flash, es gibt immer irgendwas mit jQuery, was man noch bauen kann. Habe ich Verständnis für. Aber man muss sich auch fragen: Wo zieht man denn mal so eine natürliche Grenze?

    Und ich finde so alles, was, über dreihundert Kilo weit rausgeht, das ist schon, das ist schon heftig. Da sollte man sich dann überlegen, ob man dann nicht irgendwie mit Nachladetechniken arbeitet oder Sonstigem.

  262. David

    Ja. Okay. So viel zum langsamen, zu langsamen Webseiten. Next one. Oh, und das ist auch ein Thema, da kann ich, glaube ich, auch gut meckern.

  263. Peter

    Man braucht halt Zeit.

  264. David

    Auch da bei dem nächsten. Genau, worum geht's?

  265. Ansgar

    Es geht darum, jeder, der irgendwie mit Mozilla drei surft, hat das mit Sicherheit schon mal erlebt. Man kommt auf eine Seite und, klickt auf einen Link und bekommt eine Seite, die erst mal aussieht, wie huch, vier null vier-Fehler, ist aber dann eigentlich ein Hinweis darauf, dass man auf eine HTTPS-Seite, geklickt hat oder auf eine, Seite, die HTTPS-geschützt ist, sprich SSL-verschlüsselt.

    Und, der Mozilla drei weist einen freundlich darauf hin, dass das, Zertifikat, was dort in dem, verankert ist auf dem Server, nicht zu der Domain passt. Das ist vor allen Dingen dann, wenn man irgendwelche Virtual Hosts hat-

  266. David

    Mhm, genau.

  267. Ansgar

    -die eben alle auf der gleichen IP laufen, ein etwas größeres Problem. Und dann muss man in Mozilla eine Ausnahme hinzufügen und dieser Weg dahin ist so lang und so schmerzvoll, und für Benutzer, die sich nicht auskennen, definitiv nicht geeignet.

  268. David

    Werden die auch niemals tun. Genau.

  269. Ansgar

    Nein. Genau. Und, ich weiß nicht, wie viele, wie viele Leute da schon,, aufgehört haben und abgebrochen haben, weil sie einen Fehler entdeckt haben. Also mich persönlich als,, Profi nervt das schon.

  270. David

    Ja, extrem.

  271. Ansgar

    Ich will gar nicht wissen, wie der Frust aussieht bei Leuten, die, ja keine Ahnung von haben.

  272. David

    Also ein SS...

  273. Ansgar

    Man will irgendwas bestellen.

  274. David

    Man kann sehr, sehr viel falsch machen beim SSL-Zertifikat. Es, es kann ablaufen oder es kann nicht wirklich exakt auf die Domain passen. Und, ich finde es ja als solches gut, dass der Browser sagt: „Pass auf, Vorsicht, dieses Webseite könnte gefährlich sein.“ Der eine oder andere Browser geht damit, anders um und der Firefox beziehungsweise Mozilla machen's eben so, dass sie sagen: „Pass auf, wir geben dir erst mal diese Seite.“ Und was muss man denn genau tun?

    Also ich, ich sage, ich möchte für die, also ich als Administrator mache das. Der User wird's nicht verstehen und der wird diese Webseite nicht benutzen. Also im ungünstigsten Fall wird er euren Webservice nicht nutzen, weil ihr zu schusselig wart, irgendwie ein, ein SSL-Zertifikat extra zu kaufen und da zu installieren. Okay, was macht der Nutzer? Der sagt erst mal: Ich möchte eine Ausnahmeregel hinzufügen.

    Diese Ausnahmeregel hinzufügen, da klicke ich drauf, dann öffnet sich ein Fenster, wo ich Folgendes machen muss. Ich sage nicht einfach: „Okay, diese Webseite möchte ich jetzt besuchen, weil ich weiß, wer dahintersteckt. Und ich bin mir im Klaren, dass dieses, das interessiert mich nicht, dieses SSL-Zertifikat. Lass mich einfach.“ Nein, ihr müsst Folgendes machen: Ihr müsst euch händisch dieses Zertifikat runterladen. Dieses Zertifikat klickt ihr also und lädt es euch runter im Browser.

    Als Nächstes müsst ihr dieses Ex, Zertifikat erst mal angucken und bestätigen. Und dieses Bestätigen heißt dann Ausnahmeregel hinzufügen, was auch nicht jeder Benutzer versteht. Und erst wenn ihr dieses Zertifikat runtergeladen habt und ba, ba, ba, ba, ba gemacht habt, dann könnt ihr wieder zurück zur Webseite gehen, um sie dann zu nutzen. Also ein Normaluser wird das niemals tun.

    Das heißt für uns im Umkehrschluss, wenn wir wirklich unsere Webseite auch für jeden zur Verfügung stellen wollen, heißt es, je nachdem, was, was wirklich ins Geld gehen kann, je nach Provider: Ich kaufe mir eine eigene IP-Adresse für diese Webseite. Ich kaufe mir ein eigenes zertifiziertes SSL-Zertifikat. Da reicht bei GoDaddy für, für, dreißig Euro im Jahr gibt es einen Domain-based Service schon mal, nur als Tippempfehlung. Nichtsdestotrotz ein eigenes erstes Zertifikat.

    Das zu installieren ist sowieso nicht ganz einfach. Das können nur Administratoren, die sich ein bisschen mit der Thematik beschäftigen und auskennen. Und, wenn ich das dann installiert habe und habe das im DNS so richtig verfrachtet, dann kann ich das umschiffen. Ja, aber es ist wirklich nicht ideal in, in Firefox. Wie machen es die anderen Browser denn eigentlich? Ich bin mir jetzt gar nicht so sicher.

    Also ich glaube, der Internet Explorer macht dann die, die, die Menüzeile, also die Adresszeile einfach rot und sagt: „Hier Vorsicht, da ist was. Du kannst aber Knöpfchen drücken und das Ding weiterhin nutzen.“

  275. Ansgar

    Richtig. Ich glaube, Opera geht damit ähnlich um. Safari muss ich jetzt gerade passen.

  276. David

    Safari macht es, glaube ich, auch so, dass es dir zwar eine Seite zeigt und sagt: „Hier Vorsicht“, aber du klickst drauf und sagst: „Okay, ich nutze es jetzt einfach.“

  277. Peter

    Ja, du kannst es, ja genau, du kannst es nutzen.

  278. Ansgar

    Was ja auch ausreichend ist. Also ich finde ein Hinweis darauf, dass sei jetzt Vorsicht geboten ist, ist ja auch super. Ist ganz toll, finde ich ganz großartig.

  279. David

    Absolut.

  280. Ansgar

    Aber der Weg, den Mozilla da geht, finde ich, Sicherheit kann auch mal zu weit gehen, habe ich auch in den Kommentaren gesehen.

  281. David

    Genau. Und interessant, dass es nicht Microsoft ist, die diesen Weg gegangen sind, ne.

  282. Ansgar

    Es würde eigentlich eher nach, nach Redmond passen. Das stimmt.

  283. David

    Genau. Okay, kommen wir zum Nächsten.

  284. Peter

    Genau, die haben sich da ein bisschen einfacher gemacht. Ja, Website Awa, Award NRW 2009. An sich finde ich ja so, ich sage mal jetzt so Awards oder so Preise, die für, für Webseiten oder für, für, für Corporate-Design-Geschichten vergeben wird, an sich positiv gut, zeigt immer so, wo man aktuell oder wie aktuell der Trend ist, auch Best-Practice-Lösungen halt.

    Es gibt dann auch, ich sage mal, Preisverleihungen, wo ich mich dann im Nachhinein frage irgendwie: Einerseits, nach welchen Kriterien hat die, die Jury die Prämierten sozusagen ausgewählt?. Oder wer sitzt alles in dieser Jury halt, um die, aus einem Pool von Einreichungen halt dann sozusagen die besten Seiten rauszuzu-zu picken.

    Und da war für mich so ein Erlebnis Anfang dieses Jahres, wie gesagt, dieser NRW Website Award 2009, der die Best-Practice-Lösungen, ausgezeichnet hat, in Sachen Zielgruppenansprache und technische Umsetzung.

    Bei der Zielgruppenansprache, okay, mag sein, dass damit vielleicht teilweise auch,, ganz gute Seiten herausgepickt worden sind halt, aber in der technischen Umsetzung habe ich mich dann wirklich gefragt irgendwie, ob man denn irgendwie noch was von Webstandards und von Semantik und dass man doch vielleicht Tabellen eigentlich für Layouts eigentlich gar nicht mehr nehmen sollte. Ob da irgendwie, sage ich mal jetzt, irgendwo was, vorbeigegangen ist, an, an den Leuten.

    Weil, also eine Seite, die zum Beispiel, auch prämiert worden ist, das ist, eine, ja, 'ne, 'ne Brauerei in, in Köln und, Gaffel Kölsch, jetzt nenne ich sie auch. Da ist die, die, die ist die gesamte komplette Website, die besteht nur aus Tabellen, so wie, weiß ich nicht, irgendwie von 1900, anno tuck irgendwie. Also optisch zwar irgendwie jetzt ganz nett gemacht halt, aber technisch, so wirklich überhaupt nicht, Webstandard-mäßig.

    Oder, ja, da hab ich mich irgendwie nur noch dann irgendwie an den Kopf gefasst und gedacht: Das kann ja jetzt nicht wahr sein. Das kann man doch nicht wirklich als Best Practice in technischer Hinsicht irgendwie herausstellen.

  285. David

    Besonders, 'tschuldigung, besonders die Startseite davon ist schon mit Tabellen gemacht, wo eigentlich ein einziges Div gereicht hätte.

  286. Peter

    Ja. Man, man baut da Sachen zusammen, wo ich mir dann denke: Hallo, das kann eigentlich nur mit einer Dreamweaver-Version von, weiß ich nicht, Dreamweaver, weiß ich nicht, sechs, fünf oder sieben oder so was gemacht worden sein. Oder ich weiß nicht, oder vielleicht sogar mit, mit, mit, mit, mit, wie hieß dieses Ding von Microsoft? Oder heißt das Ding von Microsoft?

  287. David

    .

  288. Ansgar

    Heute heißt es, heute heißt es Expression, Expression Web. Früher hieß es mal Frontpage.

  289. David

    Frontpage, genau. Mhm.

  290. Peter

    Ja, genau. Frontpage. Genau dieses fürchterliche Teil. Richtig. Und, da hab ich mich dann wirklich nur gefragt, das, das kann ja jetzt nicht wahr sein, aber offensichtlich halt, hat man das in technischer Hinsicht halt auch, auch als vorbildlich, hinstellen wollen. Gibt da noch zwei weitere Seiten, die, prämiert worden sind. Das ist einmal purador.de. Das ist ein Onlineshop, der, auf I... aufsetzt, der jetzt mal von, von Webstandards her schon ganz ordentlich ist.

    Zwar nicht, nicht perfekt und da ist, kann man mit Sicherheit noch vieles verbessern, aber ich denke mal, die Macher von, von dem Onlineshop haben, ich vermute es mal einfach, schon fertige Templates genommen und die im Prinzip eigentlich jetzt, ja, vom, vom, vom Look her so ein bisschen angepasst halt, was Far..., was die Farben betrifft, was die, was die Grafiken betrifft und was das Logo und so weiter.

    Dass man da im Prinzip eigentlich so auf einen fertigen gu-guten Baukasten zurückgegriffen hat und den noch mal ein bisschen angepasst hat. So gesehen schon, ja, schon ganz ordentlich, ganz vernünftig. Optisch sieht die Seite auch, ganz nett aus. Und, die, die dritte Seite, die prämiert worden sind, das ist vom, das ist ein Bestattungsinstitut, gewesen, beziehungsweise ist ein Bestattungsinstitut und, da hat man zwar auch, ohne Tabellen versucht zu arbeiten, teilweise.

  291. David

    Versucht zu arbeiten ist auch nett.

  292. Peter

    Ja, versucht. Man muss es sagen. Man hat drumherum mit, mit ohne Tabellen, aber dann teilweise im, im Textbereich eigentlich hat man wieder Tabellen reingebaut, wo überhaupt keine Tabellen notwendig sind, wo überhaupt auch keine Tabellen gebraucht werden.

    Und, ich fürch, ich fürchte auch, dass bei dieser Seite halt wirklich der, der Designer das oberste Wort gehabt hat und auch das letzte Wort gehabt und gesagt hat: „Nein, ich will, dass mein Layout nicht kaputt gemacht wird.“ Sondern man, man, man quetscht den Text zwischen zwei Balken im Prinzip ein und, man muss den Text in einem kleinen Kasten, der vielleicht irgendwie fünfhundert mal fünfhundert Pixel, ja, vierhundert, vierhundert Pixel breit und, dreihundertfünfzig Pixel hoch ist und ich den, den Text immer rauf- und runterscrolle, wenn man was lesen will.

    Hallo? Weiß ich nicht. Also deswegen, also so was, so was find ich einerseits schade, weil es werden Beispiele gezeigt, die nicht wirklich, Best Practice sind, wo man wirklich auch Seiten, zeigen könnte oder prämieren könnte, die wirklich besser sind. Ist natürlich immer die Frage, ob solch, wer die Seiten einreicht und, welche Seiten da eingereicht wer, werden halt.

    Aber, lässt für mich den Umkehrschluss, zu, dass man vielleicht auch, ich sag mal, bei den Initiatoren von, von solchen Awards darüber nachdenken sollte, ob man sich, in die Jury vielleicht dann nicht auch jemand auch reinholen sollte, der, in Sachen Webentwicklung vielleicht doch ein bisschen mehr den Durchblick hat.

    Alles andere okay, ist ja, ist ja auch okay und ist ja auch schön und gut, aber doch gerade in technischer Hinsicht sollte man sich dann doch vielleicht jemanden reinholen, der ein bisschen mehr Sachkompetenz und ein bisschen mehr überhaupt Erfahrung hat, was, in der Webentwicklung und in der Gestaltung und, in Sachen Webstandards eigentlich so am Markt aktuell ist und dass der das dann auch tatsächlich beurteilen kann und nicht einfach nur so, na ja, sieht ganz ordentlich aus.

  293. David

    Das ist halt das Problem bei manchen Lehrstühlen. Eric Eggert hat’s in dieser Sendung mal angesprochen gehabt, dass er bei Weitem wesentlich mehr Ahnung hatte von Web als, als, seine Professoren, die ihm eigentlich was beibringen wollten und nicht mal im Ansatz irgendwie was, was richtig machen konnten.

    Oder bei uns in der Agentur ist es auch so Und da wir, wir haben zwei Auszubildende und da geht es jetzt gerade darum, dass der Lehrer jetzt, irgendwie auf dem Lehrplan stehen hat, wir müssen den Kiddies mal jetzt, Datenbanken beibringen und der Typ eigentlich gar nicht weiß, was eine Datenbank ist.

    Und, das Problem dabei ist, dass er jetzt irgendwie so 'ne ganz, ganz schlaue Webseite gefunden hat und, die hat er den Schülern gegeben und die sollen sich da jetzt was anschauen und sollen davon lernen. Und diese Fragen hat er sich da jetzt auch irgendwie raus, also für den Test hat er sich jetzt irgendwie Fragen rausgeschrieben, von denen er selbst nicht wirklich eine Ahnung hat, was sie bedeuten.

    Und, es ist ganz fürchterlich und fordert wirklich von den Lehrern, von, von den Schülern, Fragen zu beantworten, wo, wo ich als Experte in meinem Beruf, sage ich jetzt mal, bin ich jetzt, die ich noch nicht beantworten könnte, ja. Also da sind Fragen von, weiß ich nicht, von 'ner Oracle-Datenbank drin, die jetzt, völlig am Ziel vorbeischießen. Und, das sind also grundsätzlich Probleme, wo vielleicht 'n Webstandards-Magazin helfen könnte.

  294. Peter

    Ja, vielleicht, vielleicht.

    Ich glaub, wir sind kein Allheilmittel, mit dem wir den Bogen wieder zuschlagen.

    Aber vielleicht sollte man für den Website NRW Award 2010 den, den der Jury doch einfach mal, ich sag mal, ein oder zwei Magazine zusenden und denen sagen: „Hier Leute, bevor ihr euch die Technik anguckt, guckt erst mal da rein, lest euch das durch oder seid so schlau und holt euch jemanden irgendwie, auch vielleicht von jemand von den Autoren, die sind alle kompetent, die da, was schreiben.

    Nehmt euch den doch einfach mit in die Jury rein, damit der einfach den technischen Aspekt auch begutachten kann. Und dann ist man auch dieser Sache, wenn man schon so was, beurteilen will und auch prämieren will, auf der sicheren Seite und prämiert nicht Tabellenlayouts von Anno Türk.

  295. David

    Ja, ja. Ich fand's auch ganz interessant und diese kleine Randnotiz, letztens noch mal 'nen Kunden gehabt, dem, hab ich mal Technikwürze ein bisschen empfohlen, sollte mal reinhören, nur interessenshalber ganz einfach mal und er nachsagte: „Du, weißt du was? Jetzt kenn ich deinen Standpunkt, von wegen, zu Webstandards, wie du das denkst. Nicht nur einfach ja, ist schön, sollte man nutzen, sondern, ich hau auch jedem drauf, der anderer Meinung ist." Aber sei's drum.

    Ja, wie gesagt, dann sind wir durch mit der Meckerecke. Wir haben, wie gesagt, 'ne ganz, ganz lange Sendung gemacht. Könnte sogar ein Rekord werden. Nichtsdestotrotz fand ich's interessant. Zum zweiten Mal mit dabei, Peter Rocek. Vielen Dank.

  296. Peter

    Bitte, bitte.

  297. David

    Und fürs erste Mal dabei, fand ich auch sehr interessant, Ansgar Hein.

  298. Ansgar

    Ja, danke schön für die Einladung.

  299. David

    Und dann, wie gesagt, gratulieren wir noch mal im Ansch, im Nachhinein den Flinzi. Du hast, wie gesagt, die Dynamite-Lizenz vom Meta Atelier gewonnen. Damit viel Spaß, geht dir zu. Wir werden demnächst noch mal 'ne Verlosung haben in Technikwürze. Und zwar hab ich hier immer noch Bücher Einführung in XHTML, CSS und Webdesign von, Michael Jendrischik. Den laden wir auch noch mal in die Sendung ein. Den könnt ihr auch noch mal seine Stimme hören.

    Wie gesagt, wir haben noch einiges für euch geplant. Ansonsten, die Print-Oscar Webstandards haben wir auch schon genannt. Ich wünsche euch viel Spaß für die kommende Woche und sage danke für, danke fürn, danke schön fürs Zuhören. Bis dahin. Bye bye. Ciao.

  300. Einspieler

    Mehr Qualität im Webdesign durch Webstandards. Tipps und Tricks zur Umsetzung findet ihr bei den Webkrauts auf Webkrauts.de. Für ein besseres Web.

    Weitere Informationen und die Links zur Sendung auf technikwürze.de.

Mit in der Sendung sind dieses Mal Ansgar Hein und Peter Rozek

Der Gewinner der DynaMite 1 vom Media Atelier aus der letzten Sendung 1 ist: „Flinsi“.

Empfehlungen

  • phpJS 1 - Äquivalent einer PHP-Funktion in JS. (David)
  • Google untertützt in der englischen Suche nun auch Microformats und RDFa (David)
  • Firebug-Extension Firediff 1 - Firefox-Erweiterungserweiterung für Firebug, mit der Änderungen, die am DOM, CSS, etc. vorgenommen wurden visuell hervorgehoben werden (Stichwort Debugging)
    • weitere Extensions: YSlow 1 Firecookie, FireSpider 1 und natürlich CodeBurner 1 (ehemals FireScope)
    • Pixelperfect Erweiterung für alle die Pixelgenau arbeiten wollen oder müssen (Peter)
  • HTML5 Autor Ian Hickson über HTML 5, WAI-ARIA und Accessibility, Interview bei Web Standard Project. (Peter)
  • Den Screenreader beherrschen - Zugängliche Websites sind nur der eine Teil. Im Acces-for-all-Blog wird erklärt wie man einen Screenreader bedient. (Peter)
  • Für alle jQuery Fans: Webgalerie mit unterschiedlichen Referenzseiten wo jQuery zum Einsatz kommt. Von Dezent bis totales Feuerwerk. (Peter)
  • flick.to.twitt 1 - Für alle mit einen Account bei Flickr und Twitter. Fotos bei Flickr und Twitter in one Step veröffentlichen. (Peter)
  • Informationen zusammenführen, auswerten und aufbereiten mit Yahoo Pipes 1 - für Spielkinder und Informationssüchtige (Ansgar)
    • wer nur kurz gucken will: Video 1 und Video-Tutorial 1
  • Memorabilia-Wall @hardrockcafe: DeepZoom mit Silverlight und warum Silverlight eine Alternative zu Flash sein kann (Ansgar)
  • Kein neues Statistik-Tool, sondern AwStats mit jQuery aufgehübscht: JAWStats (Ansgar)
  • WolframAlpha - Die neue Suchmaschine

Webstandards-Magazin

Wir unterhalten uns über das neue Webstandards-Magazin 1 und die Reaktionen der Leser.

  • in 9 Monaten von der Idee zum fertigen Magazin
  • wie man Herausgeber wird (ohne wahnsinnig zu werden)
  • wie man einfach so eine Redaktion macht
  • Twitter als elementares Bindeglied
  • Warum Print? Es gibt doch alles online in Blogs?
  • welche Rolle spielen Webstandards und warum wir ein Mag dafür brauchen
  • Themensammlung und -verdichtung
  • stärkere Beachtung außerhalb der „Szene“
  • Was uns am Magazin gefällt, was nicht?
  • bis dato sehr unterschiedliche Rückmeldungen, der Haupttenor jedoch positiv
  • Terminübersicht wird angenommen
  • Hauptkritikpunkt ist die Gestaltung: Titel-Schriftzug, die Schrift an sich, die Weissräume, die Screenshots in den Monitoren etc.
  • Wird die Webseite ausgebaut?
  • Was hat ihr für die kommenden Ausgaben geplant?
    • Schwerpunkt in Ausgabe 2: Web-Anwendungen: AIR, Flex, Silverlight, Flash, RIA
    • Schwerpunkt in Ausgabe 3: Frameworks
    • Interessanter Schwerpunkt in den Wunschlisten: Mehr Design-Themen

Meckerecke

  • Nerv: Spam followers bei Twitter
  • TYPO3 TemplaVoila - Eine Template-Extension, die extrem nervt.
    • Umständliche Layoutanpassung über wiederkehrendes Mapping
    • Unübersichtlich für Kunden in der Seitenstruktur
    • Mit TYPO3-Bordmitteln (Anpassung typo3conf/extTables.php) wesentlich besser handelbar.
  • BITV 2.0 - Schon wieder eine deutsche Sonderlösung
  • Lange Ladezeiten trotz DSL: 900kB sind einfach zuviel!
  • SSL-Ausnahmen in Mozilla / Firefox hinzufügen: Sicherheit kann auch mal zu weit gehen ...
  • Website Award NRW 2009 1 - Hauptkriterium bei der Preisvergabe sind Best Practice bei der Zielgruppenansprache und technische Umsetzung.
    • Bei der technische Umsetzung finden man Tabellenlayouts bis fast Webstandards (Von allen ein bisschen aber nichr richtig)
    • Warum eine Website die komplett aus Tabellen besteht (www.gaffel.de) Best Practice darstellt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Erwähnungen 7

Kommentare 14

  • Hi, super Sendung und schön lang. :-)
    Beim Thema SSL muss ich euch aber wenigstens in Teilen widersprechen. Klar, mich nervt diese übermäßige Sicherheit auch ein wenig, aber der Firefox macht das nicht ohne Grund. Der Opera zeigt nur ein Popup an, das man bestätigen muss, der IE (8) blockiert hingegen ebenfalls die Seite, bietet aber direkt einen Link zum Weitergehen und färbt dann die Adresszeile rot.
    Allerdings existieren im Web mittlerweile jede Menge ungültiger Zertifikate, sodass diese mittlerweile schon ein Gewöhnungspotenzial haben und viele User einfach weiterklicken, weil sie sich sagen »Ach was, ich sehe doch, dass ich banking.foerde-sparkasse.de eingegeben habe, die Seite ist also die, die ich haben will«. Aber gerade das ist ja der Fehler. Nur weil die Domain die gleiche ist, heißt das nicht, dass der DNS-Cache nicht »vergiftet« oder die Verbindung nicht umgeleitet wurde.
    Von daher finde ich es schon gut, dass Firefox da sehr vorsichtig geworden ist. Dass das aber dennoch ein wenig userunfreundlich ist, das stimmt. Ich benutze seit einiger Zeit aber Firefox 3.5 Beta und da ist das ein wenig schöner gestaltet. Dort werden zwei Links angezeigt. Einer für »Technische Details« und einer der da lautet »Ich kenne das Risiko«. Wenn man auf Letzteren klickt, klappt eine kleine Beschreibung mit einer letzten Warnung aus (eben der Hinweis, dass die Seite auch dann nicht die Richtige sein muss, wenn die Domain stimmt). Klickt man dann auf den (nun sichtbaren) Button »Ausnahme hinzufügen« geht das von euch beschriebene Fenster auf. Dort kann man dann auf »Zertifikat herunterladen« klicken, muss man aber nicht, da dies nach 3 Sekunden automatisch passiert. Man muss als nur noch auf »Sicherheits-Ausnahmeregel bestätigen» klicken. Mit insgesamt drei Klicks ist man also ohne groß nachdenken zu müssen auf der Seite.
    Wenn’s euch wirklich nervt, könnt ihr ab 3.5 in der about:config über security.alternate_certificate_error_page;certerror aber auch eure eigene Fehlerseite angeben.
    Ich halte es jedoch für wichtiger, darauf zu achten, dass das Zertifikat gültig ist, auch wenn das aufwendig ist. Verschlüsselung und Authentifizierung sind zwar zwei verschiedene Dinge, aber das eine ist ohne das andere relativ witzlos. Außerdem gewöhnt man die Otto-Normaluser da draußen dann nicht an ungültige Zertifikate und verstört auch nicht das Vertrauen des Users, was sehr wichtig ist. Ein gültiges SSL-Zertifikat sollte also schon dazugehören, ansonsten sollte man HTTP ohne S verwenden. Es muss ja nicht gleich eine grüne Adressleiste sein, aber ungültige Zertifikate auf öffentlichen Seiten sind pfui-bah. ;-)
    Auf nicht-öffentlichen Seiten nutze ich zwar auch gerne mal SSL mit selbst unterschriebenem Zertifikat (da ich es dann kenne, kann ich dessen Echtheit ja nachprüfen), aber ihr redetet von Usern, die durch die Warnung den Service niemals nutzen würden, weil sie nicht wissen, das das soll (was ja auch Zweck der Warnung ist), weshalb ich davon ausgehe, dass ihr öffentliche Sites meintet.
    Wenn ihr das für nicht-öffentliche Sites verwendet, könnt ihr euch aber auch ein eigenes Zertifikat erstellen oder das CCC-CA-Zertifikat nutzen, dieses einmal im Browser akzeptieren und damit dann all eure Zertifikate unterschreiben, die ihr nur für euch nutzt. Dann müsst ihr nicht immer wieder die Meldung bestätigen.

  • Wow, großartige Sendung. Gerne mehr von der Dauer ^^. Jetzt bloß nicht nachlassen, für die nächste Sendung bin ich gespannt auf News zu Wordpress 2.8 & Co. zwinker

    Da waren ja nun so viele Sachen, dass man gar nicht weiss was man jetzt schreiben soll, aber der Kommentar ist einfach verdient ;O)

    • phpJS ist wirklich eine unglaublich praktische Sache, hat aber bis vor kurzem noch einen ziemlichen Overhead verursacht, weswegen ich's bisher nur in Intranetapps benutzt habe. Dass man da jetzt die benötigten Funktionen selbst zusammenstellen kann ist total toll. Jeder der es benutzt sollte aber immer nochmal in die einzelnen Funktionen reingucken und es nicht übertreiben, sonst wirds pervers. JS ist eben nicht PHP. Siehe include() etc.
    • jQueryStyle: Ich dachte zwar der WebsiteGallery-Trend wär vorbei, aber knuffig ist's schon. Schade irgendwo dass man da auf Masse statt Klasse setzt und die Funktionalitäten nicht besser beschreibt. Riecht mir etwas zu streng nach made for ads.
    • TwitterSpam: War absehbar, oder ?
    • Typo3: Ist sowieso viel zu friemelig.
    • SSL+Firefox: Ist wirklich bescheuert. Wenn man Teaminterne Applikationen gratis absichern möchte, schlägt man sich mit "Ich komm nicht auf die Seite" Invasionen herum.
    • Gaffel-Kölsch: Dazu muss man nichts mehr sagen und für den Award ist's wirklich ein Armutszeugnis. (Dieses DWX CMS aus Leverkusen muss wirklich der Hammer sein fg)
  • Alexander Murmann
    Alexander Murmann

    Zum Thema Firefox 3 + SSL: Wenn ich selber im Internet surfe, finde ich die Meldung auch nervig und uebertrieben. Wenn nun aber meine technisch unversierten Eltern auf die Seite ihrer Bank gehen und eine solche Meldung bekommen und mich dann veraengstigt anrufen, bin ich froh, dass Mozilla das so geloest hat. Ich habe lieber oft, nervige Fehlalarme, anstatt, dass meine Eltern ein einziges Mal auf eine Phishingseite hereinfallen und ihre Kontodaten verlorengehen.
    Wozu benutzen wir denn ueberhaupt SSL-Authentifizierung, wenn wir alle Warnungen komplett ignorieren? Wenn etwas an einem Zertifikat falsch ist, dann kann ich das Zertifikat nicht guten gewissens dennoch akzeptieren, ohne es vorher angeschaut zu haben. Woher soll ich denn sonst bitte wissen, dass es sich bei dem Betreiber der Seite dennoch um denjenigen Handelt, der er zu sein vorgibt? Dazu muss ich das Zertifikat anschauen und genau das ist der Workflow den Mozilla hier unterstuetzt.
    Mozillas Entscheidung hat definitiv mehr Bewusstsein geschaffen fuer das Thema Authentifizierung, Phisching und SSL-Zertifikate, auch bei technisch weniger versierten Nutzern. Leider Gottes ist das Thema komplex und fuer Laien schwer verstaendlich, dennoch stellt es jedoch keine gute Loesung da, das Thema quasi zu ignorieren, was die bisherigen Browsermeldungen gefoerdert haben. Wenn uns Profis das zu laestig ist und wir sowas darum geaendert sehen wollen, dann ist das sehr schade, denn es geht zu Lasten der unversierten user.
    Selbiges gilt fuer die nervigen Meldungn unter Windows.Die meisten Windowsuser sind unversiert und wenn die sich alle Viren einfangen ist Microsoft teilweise zu Unrecht der Beschuldigte. Das schwaechste Glied in der IT-Sicherheit ist leider halt immernoch der (ungeschulte) Benutzer.

    Vielleicht wuerde hier eine Verpflichtung zum PC-Fuehrerschein helfen und wir koennten uns in Zukunft solche Warnungen sparen.

  • In Zusammenhang zur Linkempfehlung "Screenreader beherrschen" bei Access-for-all empfehle ich noch das Video bei DingoAccess, Refreshable Braille and the Web http://www.dingoaccess.com/accessibility/refreshable-braille-and-the-web/

    Sehr schöne und anschauliche Erklärung wie eine Braille-Zeile in Kombination mit einem Screenreader genutzt wird.

  • Die Meckerei über TemplaVoila kann ich nicht nachvollziehen. Gerade was Übersichtlichkeit im Backend und Accessibility angeht ist TemplaVoila die Waffe der Wahl. Eigene FCE, die der Kunde nur mit Text befüllen muss und am Ende sieht es exakt so aus wie es aussehen soll? Ich möchte es nicht missen.

    Klar, man kann das auch extrem "verhunzen", aber wenn man das von vornherein sauber strukturiert aufbaut und globale Inhalte wie eine Fusszeile als solche definiert, muss man auch nicht >50 Templates anpassen.

Weitere 9 Kommentare anzeigen
  • Silverlight ist technisch gesehen klar geil, weil Hardwarebeschleunigt...

    Aber Macrosaft hat wohl eher nicht vor ein Plugin für Linux rauszubringen, von Authoring Tools fangen wir mal lieber gar nicht erst an.

    Ausserdem versucht Macrosaft den Silverlight Einsatz zu erzwingen (exklusiv Verträge für die Olympischen Spiele, NFL, NBL...)

    Wer Silverlight benutzt bevor M$ bereit ist das Format zu öffnen zerstört aktiv Standardisierung und Interoperabilität im Web.

    Wie könnt ausgerechnet Ihr das so unkritisch empfehlen!?
    Was kommt als nächstes? ActiveX Controls sind doch eigentlich auch ganz toll!?

    • @Jörg Reinhardt: Silverlight steckt in den Kinderschuhen und ist ebenso wie Flash kein offener Standard. Mit Moonlight gibt es auch eine noch sehr rudimentäre Linux-Unterstützung. Ich persönlich halte nichts von M$-Bashing ohne Grund. Und solange SVG derart begrenzte Möglichkeiten bietet, braucht es andere Tools, wie Flash, Silverlight oder Java. Es sind keine offenen Standards, aber De-facto-Standards.

  • Schöne Sendung! David klingt etwas wie aus ner Dose.

  • Ein Webstandards Magazin-Abo sollte Pflicht werden für Berufsschullehrer (der Mediengestalter, etc. im NonPrint-Bereich), sowie Web Awards-Jurymitglieder. Bin ich ernsthaft sehr dafür!

    Gute, informative Sendung, danke!

  • ich muss typo3 mal etwas in schutz nehmen. nach eurer abfuhr von 3 seiten ... :)

    wie jedes system kann auch typo3 total falsch benutzt werden. da sollte man eher die typen der agentur verunglimpfen als das system an sich.
    der unsaubere code´ist nicht abzustreiten, jedoch schnell und einfach zu bereinigen. und ich bin mir sicher wenn erst die neue version erscheint - werden alle zweifler wieder im boot sitzen.

    ansonsten gelungene sendung. merci und weiter so!

    martin

  • Also ich muss euch auch beim Thema Typo3/TemplaVoila widersprechen. Der Vorteil von Templavoila ist gerade das die vorarbeiten um sauberen Code zu erstellen begrenzt werden. Mit Contentelements und Pagetemplates ist das viel einfacher und meiner Meinung auch übersichtlicher für den Redakteur.

  • Gute Sendung wie immer, nur eine Kleinigkeit:

    WolframAlpha – Die neue Suchmaschine

    Aus dem FAQ:

    Is Wolfram|Alpha a search engine?

    No. It's a computational knowledge engine

  • Hey David,

    vielen herzlichen Dank für die DynaMite-Lizenz! Ist vorhin bei mir in den Posteingang reingedröppelt!

    Viele Grüße

  • @David
    Outest du dich jetzt als Printmagazinfan? Augenzwinkern Das merk ich mir. Sonst, als Printjorunalist: danke, dass ihr auch diesen Bereich mit bedenkt und ihm sogar noch als "übermächtig" bezeichnet.

    Da habe ich aber meine Zweifel.

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