Technikwürze

Wer suchet, der findet!

Transkript der Folge

  1. David

    Herzlich willkommen zur Technikwürze einhunderteinundvierzig. Microsoft Total haben wir die, Sendung genannt. Ich bin David Maciejewski. Neben mir im Langenhagener Studio, nach wiederholtem Male Marcel Böttcher. Hallo Marcel.

  2. Marcel

    Hallo.

  3. David

    Per Skype zugeschaltet Jens Grochtdreis.

  4. Jens

    Hallöchen.

  5. David

    Und, die besan-besonderen Gäste dieser Sendung von Microsoft direkt zugeschaltet und per Telefon Kay Giza.

  6. Kay

    Ja, hallo.

  7. David

    Und der Daniel Melanchthon.

  8. Daniel

    Ja, auch Hallo von meiner Seite.

  9. Einspieler

    Herzlich willkommen zu Technikwürze, eurem Design- und Webstandards-Podcast. Von und mit David Maciejewski.

  10. David

    Damit die Zuhörer wissen, wer ihr seid oder was ihr so macht, stellt euch doch mal kurz vor und sagt, was ihr genau bei Microsoft zu tun habt. Ich würde dir das Wort kurz übergeben, Kai.

  11. Kay

    Okay, fangen wir kurz an. Also erst mal, ich freue mich sehr oder wir freuen uns sehr, dass ihr uns eingeladen habt. Ja mein Name ist Kai, Kay Giza. Ich arbeite bei Microsoft in, in Deutschland in der, Developer Platform and Strategy Group. Also das ist im Prinzip die Abteilung, die sich um, ich formuliere es mal, die, die Techies,, kümmert bei Microsoft. Ich kann da gerne noch ein bisschen detaillierter drauf, drauf eingehen, wenn ihr möchtet.

    Im Prinzip sind es, die Entwickler und IT-Professionals bei, beim, bei Microsoft, um die wir uns kümmern, so MSDN und TechNet, so wie ihr das kennt. Und, ich bin da Marketing Manager und kümmere mich da, zudem um das Online-Portal MSDN. Und, unter anderem machen wir auch so was wie das Besser Web, wie, wo ihr mich auch angeschrieben habt und gefragt habt: „Hey, hättest du mal Lust? Wollen wir uns mal darüber unterhalten?“ So grob skizziert.

    Wenn ihr Fragen nachher noch dazu habt, einfach drauf losfragen, dann erzähle ich euch noch mal alles genau im Detail.

  12. David

    Sehr gern. Daniel.

  13. Daniel

    Ja, mein Name, mein Name ist Daniel Melanchthon. Ich bin Evangelist bei Microsoft. Das ist eine, Berufsbezeichnung, die in Technologieunternehmen, gerade in Amerika, sehr weit verbreitet ist. Es hat wenig zu tun mit Kirche. Also ich bin selbst praktizierender Atheist. Sondern es hat viel mehr mit Begeisterung für Technologien zu tun und wie man diese Begeisterung Kunden entgegenbringt.

    Das Team, in dem ich arbeite, ist in der gleichen Gruppe aufgehängt, also Developer Platform and Strategy Group, auch meine Abteilung, aber ich bin in einem Bereich, der sich insbesondere um IT-Pros kümmert. Und IT-Pros sind für uns, ich sage mal ganz platt gesagt, alle, die mit IT zu tun haben und nicht selbst entwickeln. Also besonders Administratoren, Serverbetreiber zum Beispiel, Leute, die Hardware verkaufen, Software vorkonfigurieren, die damit beruflich zu tun haben.

    Und meine Aufgabe besteht darin, neue Technologien diesen Kunden, begeisterbar zu machen, die damit zu begeistern. Und ich habe unter anderem für den Internet Explorer die Kommunikation gerade in der Breite übernommen, zum Beispiel auf der CeBIT, 2007 und 2000-- nee, 2008 und 2009, so um das. Und habe dort die Vorträge gestaltet zu dem IE8. In der Pressekonferenzen bin ich entsprechender Ansprechpartner für die technischen Teile. Das sind so meine Aufgaben.

  14. David

    Mhm. Wunderbar.

  15. Marcel

    Okay, vielleicht noch kurz: Ihr, ihr sitzt wo genau? Geografisch, damit man euch ein bisschen einordnen kann.

  16. Kay

    Ja, ich sitze in-- normalerweise,, bei Microsoft in Unterschleißheim. Jetzt sitze ich gerade mitten von, von, von München sozusagen, und bin per Telefon bei euch zugeschaltet.

  17. Daniel

    Ja, ich sitze normalerweise in Berlin. Microsoft hat, Büros in Deutschland in Unterschleißheim, klar, das ist das größte. Dann in Hamburg, in Köln, in ganz moderates Office, in Berlin, in Stuttgart, also næriger Stuttgart, in Böblingen. Und mein eigentlicher, Eigentumsort ist halt Berlin. Da habe ich ein Büro und ich sitze immer Berlin ist die Stadt, wo ich Miete bezahle für eine Wohnung, die ich gemietet habe.

    Und jetzt bin ich gerade in Stuttgart, weil ich gerade bei Lenovo gewesen bin und habe denen ein bisschen was gezeigt.

  18. Marcel

    Ja, alles klar. Gut, dann, dann können wir euch auch geografisch zuordnen. Ja, Kai, wie du ja schon gesagt hast, wir, wir sind eigentlich über Besser Web so ein bisschen zusammengekommen. Haben wir ja auch schon in der Vergangenheit ein bisschen drüber erzählt. Vielleicht erzählst du trotzdem noch mal ein bisschen, wo, wo das Ganze herkommt, was ihr genau macht und wie das entstanden ist.

  19. Kay

    Okay, kann ich gerne machen. Also, oder sehr gerne. Ich weiß gar nicht. Ich glaube, ich habe euch alle drei, aber ihr, ihr die wahrscheinlich, aber ich habe euch alle drei so gut vor einem Jahr, glaube ich, schon mal in Berlin kennengelernt.

  20. David

    Richtig, genau. Das war für einen Internet Explorer 8 Beta.

  21. Marcel

    Du, du hast so ein bisschen gelogen, weil mich auf jeden Fall nicht.

  22. David

    Aber Jens und mich.

  23. Marcel

    Jens war auch richtig.

  24. Kay

    Genau. Und, ja, da haben wir uns ja schon mal kennengelernt und von daher habe ich mich jetzt sehr gefreut, dass ihr, dass ihr mich kontaktiert habt und da haben wir auch schon mal die, die ersten Gespräche über, über das Thema, Browser und Internet Explorer, gehabt. Die, die Seite Better Web ist natürlich, wie soll ich sagen,, die ist natürlich sehr, sehr, das Besser Web.

    Wir können natürlich nicht das Besser Web machen, aber es ist extra dazu auch ge-gedacht, ein bisschen Aufmerksamkeit zu machen, weil in der Tat wollen wir wirklich das Web ein bisschen besser machen. Warum? Ich glaube, wir haben alle sehr, sehr viel und ihr habt in den vergangenen, euren, euren Podcasts auch sehr viel über das Thema auch geredet, wenn ich mir das so angeschaut habe. Und, generell seid ihr auch die Experten zum Thema Web Development.

    Also muss ich euch gar nicht mehr grundlegend zu der ganzen Thematik viel erzählen. Was-- Waru-warum haben wir diese Seite gemacht? Ich glaube, wenn, als wir uns damals in Berlin getroffen haben, haben wir uns, glaube ich, nicht nur wir, wir zwei oder wir drei, sondern wir haben uns auch viel, mit anderen Leuten, die dort zu Gast waren, unterhalten. Also unter anderem war ja auch Presse da und so weiter.

    Und, ich glaube, das könnt ihr mir alle zustimmen, hoffentlich gleich, dass das Thema mitunter gar nicht so, einfach zu erklären ist. Stimmt mir im Grunde genommen zu, richtig? Also wie kriege ich meine Webseite vielleicht Standard-konform hin? Was muss ich bei der ganzen Sache beachten und so weiter. Und das, was wir oder ich uns dabei eben halt gedacht haben, ist, : Wie kriegen wir vor allem diese Thematik, relativ einfach, dem Kunden sozusagen, dem Benutzer des Browsers rüber?

    Ja, weil ich, ich, das schönste Beispiel ist immer, mein, mein Hausmeister, bei dem ich ab und zu mal, der mich ab und zu mal aus dem Bett klingelt und sagt: „Mein Rechner geht wieder nicht. Kannst du nicht mal kommen so sonntags morgens?“ Und, wenn ich dem dann sage: „Du, Mensch, du da, dein Browser, der ist irgendwie drei Jahre alt.

    Willst du den nicht mal aktualisieren?“ Dann fragt er mich immer: „Browser was?“, ich sag': „Das Ding, womit du ins Internet gehst.“ Dann sagt er: „Ja, ja.“ Und das, das war einfach, hat ihn dann interessiert. Und, das ist die eine Seite. Das heißt, wir wollen auf einfache Art und Weise mal so ein bisschen erklären: Hey, womit bist du da eigentlich gerade im Internet?

    Und auf der anderen Seite, und ich glaube, da könnt ihr mir auch zustimmen, gibt es, unendlich viele Menschen und Zuhörer, die uns wahrscheinlich auch gerade zuhören. Ich nenne sie einfach mal alle die, die, die Webmaster, die, die ihre Firmen-Homepage in der Firma betreuen, die aber auch irgendwie nur eine Seite online haben, die, die einen Lebenslauf, beinhaltet zum Beispiel, oder einfach nur, wo ich vielleicht meine Fotos mit meinen Freunden und Bekannten in der ganzen Welt austausche.

    Und ich glaube, da gibt es jedenfalls sehr, sehr viele und auch da habe ich festgestellt und da kann ich meinen, meinen Bruder zum Beispiel, nennen, der mal einfach so irgendwie damals für eine Bewerbung eine, eine Webseite ins Leben gerufen hat. Hat, irgendeinen x-beliebigen Webeditor genommen, hat die Seite zusammengezimmert, hat, ein bisschen im Internet gesucht und hat dann da mal einen Tag eingebaut, da mal einen Code eingebaut. Und, ihr wisst, was am Ende dann dabei rauskommt.

  25. Marcel

    Ja, auch ich habe mal so angefangen, ja. Mit erschreckenden Resultaten.

  26. Kay

    Ja, ich auch. Um Gottes willen. Ich glaube, so hat hier jeder angefangen. Und aber genau, darum geht’s halt auch. Ich glaube, die Leute, die professionell, sich mit dem Thema auseinandersetzen, die wissen sehr wohl um diese ganze Thematik, glaube ich, Bescheid.

    Ich glaube aber, dass es sehr, sehr viele gibt, die sich nicht vierundzwanzig Stunden am Tag, wollte ich gerade schon sagen, also sich nicht irgendwie acht Stunden am Tag mit der Thematik auseinandersetzen und auch die wollten wir darüber erreichen. Und in Summe, so wie es da im Prinzip steht, wollten wir auf der einen Seite ein bisschen aufklären. Auf der anderen Seite wollten, wollen wir wirklich die, die Webseiten, die dort gemeldet werden, auch wirklich kontaktieren.

    Und das tun wir auch gerade jetzt, schon und mit den Leuten reden, ihnen erklären, dass, dass jemand oder jemand Drittes – also die Leute können das ja anonym melden oder gerne auch mit Namen – gesagt haben: „Hey, deine Seite funktioniert gerade nicht.“ Zum Beispiel Shell DE wurde uns gemeldet. Da rufen wir dann bei Shell an und reden mit denen. Aber es werden natürlich auch sehr, sehr viele Seiten gemeldet, die, die gerade vielleicht, die, die funktionieren.

    Mein schönstes Beispiel ist – jetzt muss ich mal schnell gucken, bevor ich euch anlüge – mein schönstes Beispiel ist gamesformac.de.

    Ja. Die Seite wurde uns gemeldet und, wenn man die Seite aufruft im Internet Explorer 8, funktioniert die vollkommen prächtig und okay. Rufe ich sie zum Beispiel im Internet Explorer 6 oder 7 auf, oder in irgendeinem anderen Browser, kann es dazu zu Darstellungsproblemen führen, ja. So, und da habe ich-- Die Seite konnte ich jetzt halt nicht zulassen in der Liste, weil die funktioniert ja.

    Aber auch den Betreiber habe ich halt angerufen und, und, und habe mit der Redaktion da ein ganz nettes Gespräch geführt, und habe ein bisschen gesagt: „Hey, in welchen Browsern gibt es vielleicht welche Pro-Probleme?“ Und habe sie einfach mal darauf hingewiesen. Und da haben wir auch ein ganz nettes Gespräch geführt und in der Art und Weise wollen wir jedenfalls versuchen, ein wenig das Thema zu vermitteln, weil ich glaube, das Thema ist gar nicht so einfach zu vermitteln.

  27. Marcel

    Das heißt, ihr kontaktiert diejenigen wirklich persönlich. Also nimmst du dann jedes Mal den, den Hörer in die Hand und, wie viele Anfragen kriegt ihr darüber so?

  28. Kay

    Also auf der Seite kann man – das kann ich ja noch mal kurz erklären, wer die Seite noch nicht kennt –, auf der Seite kann, kann jedermann hingehen, und, und Seiten, die in Internet Explorer 8, und zwar in der ganz normalen Standardansicht, ja, also nicht in irgendeiner Kompatibilitätsansicht et cetera oder was man sich da auch ausdenken kann, sondern wirklich Internet Explorer 8 aufmachen und in der ganz normalen Standardansicht und Seiten, die dort nicht funktionieren oder nicht richtig angezeigt werden, können dort gemeldet werden, und zwar die eigene oder aber auch die von Dritten.

    Und der, derjenige, der sie meldet, hat die Auswahl, ob er seinen Namen veröffentlichen möchte oder nicht. Und, das prüfen wir auch. Also ich habe, wir, wir prüfen die Seiten auch vorher und, nachdem wir sie geprüft haben, veröffentlichen wir sie, um einfach auch, wie ich gerade erzählt habe, dann wirklich zu gucken, woran liegt es. Und, wenn ich auch feststelle, dass es vielleicht in anderen Browsern genauso ist, dann merke ich mir das auch.

    Und in der Tat kontaktieren wir dann die Leute beziehungsweise die Betreiber der Webseiten, sofern wir sie ausfindig machen können, was in Deutschland einigermaßen gut ist, weil da ist es ein Interesse und eine Pflicht. In anderen Ländern ist es schon einigermaßen schwieriger, aber in Deutschland klappt das ganz gut. Und, da reden wir mit den, mit den Betreibern, sofern sie das gerne möchten und weisen sie darauf hin.

    Sollten sie zum Beispiel nicht telefonisch erreichen, dann schreiben wir ihnen eine E-Mail und wir versuchen unser Bestes und, bis jetzt haben wir auch noch keinen Betreiber gefunden, der irgendwie nicht erreichbar war oder nicht, nicht mit uns über das Thema reden wollte, sondern eigentlich sehr positiv die Sache aufgenommen hat.

  29. Marcel

    Das heißt, danach passiert auch wirklich was. Also zum Beispiel bei, bei Shell hat sich danach wer bei Shell hingesetzt und die Probleme gefixt?

  30. Kay

    Genau das Problem. Das Problem ist-- nein, nicht das Problem. Wir, wir kontaktieren wirklich jede Seite, jeden Seitenbetreiber, der gemeldet wird. Wir kontaktieren sie nicht sofort, weil es ist mitunter relativ kompliziert. Also zum Beispiel die, die Domain Siemens wurde uns auch gemeldet.

    Da ist es mitunter bei so großen Konzernen gar nicht so, so einfach, so nach dem Motto: Einfach mal anrufen und sagen: „Gib mir mal den, den Webserver-Admin.“ Ja, dann hörst du auf der anderen Leitung erst mal ein großes Fragezeichen und, : „Oh, okay.“ Und da, da müssen wir halt auch andere Wege gehen. Von daher funktioniert das auch nicht in, in, in Echtzeit.

    Das heißt, ich kann schlecht bei einer Stelle anrufen und kann euch versprechen, dass innerhalb von drei Tagen das Problem gelöst worden ist. Aber in der Tat, so gehen wir da im Prinzip vor. Wenn wir Betreiber eben halt wie gesagt nicht per Telefon erreichen, schreiben wir auch eine E-Mail und nicht nur eine, sondern zwei oder drei. Auch das machen wir nicht immer sofort. Das heißt, wir gucken uns die Sachen auch zwei an und schauen, worüber müssen wir genau mit den Betreibern reden.

  31. Marcel

    Wie viele Anfragen habt ihr bisher so bekommen?

  32. Kay

    Ich müsste sie jetzt zählen. Bin ich schlecht vorbereitet, aber es ist ja öffentlich einsehbar. Ich glaube, wir haben jetzt irgendwie, ich scrolle mal die Seite runter und schätze mal jetzt so grob fünfzig, sechzig Seiten.

  33. Marcel

    Anfragen oder Seiten, wo sich dann auch was getan hat?

  34. Kay

    Nein, sechzig Seiten, die, die gemeldet worden sind, wo wir, zum Großteil auch schon mit den Seitenbetreibern in Kontakt sind oder in Vorbereitung, um mit ihnen in Kontakt zu treten. Wie gesagt, es ist manchmal auch gar nicht so, so einfach, da den richtigen Ansprechpartner zu finden. Und, aber die Seiten sind ja öffentlich da. Das heißt, ich müsste sie jetzt wirklich zählen, aber ich glaube, die sind so um die fünfzig, sechzig im Moment.

  35. Marcel

    Verstehe ich das dann richtig, Kai, dass ihr, in zwei, in zwei Richtungen, einfach, ja fortbilden, Fortbildungen machen wollt? Zum ei, zum einen dem, dem Endanwender das Internet erklären und zum anderen den, manchmal sogenannten Profis unter die Arme, greifen, dass sie ihre Webseiten, besser machen. Verstehe ich das so richtig?

  36. Kay

    Ja, im Prinzip ver-verstehst du das richtig. Ich würde es vielleicht ein bisschen anders formulieren, aber, ja, in der Tat. Nee, also wirklich, in der Tat ist es, ist es so: Ich nehme, ich nehme wirklich immer meinen, meinen Hausmeister. Oh Gott, hoffentlich hört der das nie. Den nehme ich immer so als bestes Beispiel, wirklich, dem die Thematik ein bisschen näherzubringen und vor allem auch, ihr habt ja alle selber Webseiten, von daher muss ich euch das nicht erzählen.

    Wir haben zum Beispiel auch ein, ein, ein Video dafür veröffentlicht, wo wir, wo wir auch sagen: „Hey, im Prinzip, im Prinzip ist es die Thematik ja auch relativ einfach.“ Ich glaube, die Webseiten, die sehen in dem einen Browser so aus, in dem anderen sehen sie so aus und bei der nächsten Seite ist es genau andersherum.

    Und, ich glaube, das Einfachste, was man immer machen kann und was viele einfach unterschätzen oder vielleicht einfach nicht machen oder keine Lust und Zeit haben, aber ich glaube, das Einfachste ist es, wenn man einfach auch mal den, den Webseitenbetreiber kontaktiert und ich glaube, da reicht einfach irgendwie ein Einzeiler und sagt: „Hey, du, ich habe hier folgendes Problem.

    Kann irgendwie deine Seite nicht benutzen.“ Alleine so kleine grundlegende Schritte haben wir mal erklärt oder dass es, dass es eben halt auch, viele, viele, viele Leute, glaube ich, draußen gibt, die, die einen Browser haben und sich irgendwie zum Beispiel nicht trauen oder ich weiß es nicht, ihren Browser einfach mal zu aktualisieren, auf die neueste Version zu bringen.

    Also, wirklich das beste Beispiel war mein Hausmeister, der dann da stand und sagt: „Ja, da kam immer so eine Meldung und die habe ich dann immer weggeklickt.“ Ja? Und auch einfach mal zu erklären, wo-wofür das da ist. Nicht nur allein aus Sicherheitsgründen, sondern auch wirklich, um alle neuen Services und Technologien irgendwie zu nutzen, die die ganzen neuesten Browsergenerationen mitbringen.

    Und auf der anderen Seite, in der Tat wollen wir wirklich alle Betreiber von, von Webseiten, die uns hier gemeldet werden und nicht nur denen, sondern alle, die sich auch interessieren und die Webseite besuchen, versuchen, auf einfache Art und Weise ein bisschen an die Thematik heranzuführen.

  37. Marcel

    Vielleicht als, als letzte Frage, um die, um die BesserWeb-, Thematik dann, erst mal abzuschließen, um, um da auch in unseren Themen ein bisschen weiterzukommen. Was mich noch interessieren würde, ist, wie da die, die Response aus den, aus den, aus der Endnutzerfraktion wirklich ist. Weil, ich habe mir mal in der letzten Woche angeschaut, was ihr da so macht und das ist ja gar nicht mal so wenig, auch was es da an, an, an Videomaterial gibt.

    Und, ja, ich habe mir mal überlegt, ob ich, ob ich das wirklich meinen Eltern zum Beispiel, die da nicht so versiert im Thema, Internet sind, ob ich denen das zeigen würde, ob die das überhaupt wissen wollen. Oder-- Also ich schätze, dass, die meisten Nutzer das einfach bedienen möchten und, wie du halt auch schon sagtest, deinen Hausmeister das nicht wirklich interessiert, warum jetzt irgendwas nicht funktioniert.

  38. Kay

    Richtig, richtig. Die meisten Leute sagen einfach, ich glaube, das kennen Sie: „Ich will einfach, dass es funktioniert richtig.“

  39. Marcel

    Richtig. Deswegen, deswegen die Frage.

  40. Kay

    Ja. Also ich glaube ganz kurz. Ich glaube, das, das, ich kann dir die Frage nicht beantworten, weil, potenziell vierzig Millionen Internetnutzer haben wir in Deutschland und ich glaube, ich kann nicht so wirklich einschätzen, wie vierzig Millionen, Internetnutzer, reagieren und generell mit ihrem Browser umgehen und wenn mal was nicht funktioniert, was sie dann machen.

    Aber ich glaube, wenn man mal, die ganzen Community-Webseiten und Hilfeseiten und Support-Webseiten et cetera, die ihr alle kennt, mal, mal durchsucht. Ich glaube, da ist schon ein sehr, sehr großes Interesse, dass, dass Menschen feststellen, hier funktioniert vielleicht irgendwas nicht so. Wie kann ich irgendwas besser machen? Wie kann ich irgendwas anders machen? Wo finde ich das, eine Add-in oder das andere Add-on et cetera. Das heißt, ich glaube, da ist schon Interesse da.

    Ich glaube, sonst würden solche Videos auch, glaube ich, nicht, gar nicht erst angeguckt werden. Ja, ich glaube schon, dass da Interesse da ist und

  41. Daniel

    Wir haben bisher auch, das muss ich jetzt vielleicht sagen, aber ihr könnt es ja wirklich glauben. Wir haben auch wirklich, bisher, eigentlich nur sehr, sehr positives Feedback daraus bekommen.

  42. Jens

    Gut. Daniel, wir haben jetzt-

  43. Daniel

    Andersrum. Darf ich eine Gegenfrage noch stellen? Wie, wie habt, wie habt ihr denn zum, also wie habt, wie habt ihr das denn empfunden, als ihr das gesehen habt? Weil, also du fragst jetzt ja gerade: „Was glaubst du, wie sind die,, wie denken die Leute dadrüber oder wie finden sie die Videos?“, wie habt ihr es denn empfunden? Weil ihr seid ja jetzt, sage ich mal, die, die Experten, die jeden Tag acht, neun, zehn Stunden sich mit der Thematik vielleicht befassen. Wie habt ihr es denn empfunden?

  44. David

    Na ja, das ist gemischt. Also ich bin, als ich aus Berlin zurückkam, hatte ich ja auch in der Technikwürze erzählt oder im Gespräch mit Jens haben wir das getan, war ich sehr erstaunt von Microsoft bis dato, dass, dass ich dachte: „Mensch, die Jungs gehen jetzt mal wirklich auf ihre Nutzer und auch auf die Webdesigner zu.“ Andererseits, also sehen wir, dass ihr sehr viel mit der Community machen wollt. Wir sehen aber andererseits wieder Sachen, die nach hinten rausspielen.

    Also zum Beispiel das Gewinnspiel. Da gehen wir nachher noch mal ein bisschen drauf ein, wo ich da ein T-Shirt drauf sehe, wo so ein seltsames, Webstandardzeug drauf ist. Das ist so ein gemischtes Verhältnis. Also ich glaube, ja, schwierig zu erklären. Das ist nicht, nicht ganz so eindeutig, dass man sagt: „Okay, die gehen jetzt da mit Power voran.“, das ist noch ein bisschen gemischt.

  45. Jens

    Ich fi-, ich find’s schon mal prima, dass ihr, genauso wie, wie die anderen Browserhersteller endlich mal nach draußen tretet und versucht, mit, mit Entwicklern und mit, ja auch mit dem Endv-, Endverbraucher, über Qualität im Netz zu kommunizieren. Und, da werdet ihr sicherlich auch genügend, Feedback auch wiederum bekommen, dass dann vielleicht eure Position, dann auch wieder, zu justieren hilft. Also das ist schon mal etwas. Der, der Beginn der Kommunikation ist schon mal etwas.

    Ansonsten habe ich mir keine Videos angeguckt. Ich bin ja nicht die Zielgruppe. Nicht wirklich. Daniel, ich hatte da jetzt noch, ich hätte da mal 'ne Frage. Und zwar, zwar hat jetzt Kai ja sehr viel, über, die Möglichkeit gesprochen, dass man, Seiten melden kann, die im, IE8 nicht gut aussehen, die nicht, nicht gut funktionieren. Das ist ja mal, das ist ja 'ne ganz neue, Funktion, die ihr euch da ausgedacht habt, so 'ne Petze-Funktion.

    Und, kombiniert ist das Ganze ja mit, diesem Kompatibi-, Kompatibilitätsmodus. Fürchterliches Wort. Kompatibilitätsmodus. Was wiederum, ja eine Weiterentwicklung der, der vorherigen unterschiedlichen Modi ja ist. Wir haben da ja jetzt im Prinzip 'nen, 'nen richtigen Browser noch mal, 'nen zusätzlichen Browser drin. Vorher hatten wir ja nur so 'ne Möglichkeit, so 'nen Standardmodus, 'nen Quirks-Modus aus, auszuwählen. Das war ja schon prima. Und jetzt haben wir ja im Prinzip zwei, zwei Browser.

    Wie, wie funktioniert das technisch? Haben wir jetzt wirklich zwei echte komplette Browser drin? Und hättet ihr nicht gleich noch den IE6 mit reinschmeißen können? Und, was bringt das Ganze?

  46. Daniel

    Das ist so eine Summe. Erst mal einen Schritt zurücktreten und sich anschauen: Was ist eigentlich das zugrunde liegende Problem? Ich hör mal ganz oft von Kunden die Antwort sozusagen für die Frage, die man nicht gestellt hat, nämlich, warum man meint, dass das das Problem ist.

  47. Jens

    Irgendwo überschlägt sich-

  48. Daniel

    Im Grunde das Verständnis-

  49. Jens

    Du hältst.

  50. Daniel

    Dass eigentlich das Problem im IE liegt und wir nur den magischen Schalter betätigen müssten und dann wäre das Webstandard konform und alle Seiten wären hochqualitativ. Ja, das ist ungefähr die, die Vorstellung, die bei vielen im Kopf, existiert. Und das Problem ist einfach, kompliziert. Versuchen wir mal zusammenzufassen. Es existieren auf Hundemilliarden Webseiten. Ja, die sind da und denen müssen wir uns stellen.

    Und viele der Seiten beinhalten Browserweichungen, weil in der Vergangenheit das so gewesen ist, dass unterschiedliche Browser Inhalte unterschiedlich interpretiert haben. Das hat eine ganze Menge Gründe, auf die wir nachher vermutlich noch ein bisschen zu sprechen kommen, wenn es gerade darum geht, was für neue Innovationen Browser denn implementieren sollten und ob man erst warten sollte, ob die standardisiert werden oder nicht. Kommen wir nachher auf den Entwickler dazu.

    Wir können erst mal festhalten: Es gibt unendene Webseiten da draußen, die vom Browser unterschiedlich dargestellt werden. Und das versuchen wir jetzt zusammenzubinden. Also wir versuchen, dieses Problem zu lösen.

    Da müssen wir einen Spagat hinbekommen von: Wie kriegen wir das hin, dass die alten Seiten weiter funktionieren und dass wir aber die neuen, Seiten, die jetzt neu geschrieben werden, dass die per se standardkompatibel geschrieben werden können, sodass sie keine Browserweichungen mehr brauchen. Und dieser Aufgabe versucht sich der IE jetzt zu stellen.

    Das heißt, wir müssen auf der einen Seite eine Möglichkeit mitliefern, alte Seiten sauber darstellen zu können, weil der Anwender es einfach erwartet. Also wenn er den Browser aktualisiert auf eine neue Version und seine Webseite, mit der er jetzt meistens im Intranet arbeitet, nicht mehr richtig dargestellt wird, dann ist ihm das völlig egal, ob das nun an der Standardkompatibilität liegt oder an, an, an Wetter draußen.

    Er hat den Browser verändert und der neue Browser stellt die Seite nicht richtig dar. Also ist für ihn der Browser kaputt. Das ist eine ganz simple Vorstellung. Und für die, für den Anlass, den ich ganz oft höre: „Wann sperren wir endlich mal alle zu fast und, legen jetzt einen Browser hin, der halt die alten Sachen einfach kaputt darstellt.

    Da wird endlich mal Zwang ausgeübt, dass die Leute ihre Webseiten aktualisieren.“ Ich muss mal dazu sagen: Menschen mögen das halt überhaupt nicht, wenn ihnen Zwang auferlegt wird. Ja. Also das mag zwar jetzt mal so ganz locker flapsig mal als Forderung formulieren, aber spätestens wenn man selbst davon betroffen ist, wird man aufschreien und sagen: „Wieso, schreibt Microsoft mir jetzt vor, dass ich meine Webseite zu ändern habe?

    Ja, w-w-wer seid ihr eigentlich, dass ihr glaubt, das machen zu können?“ Das heißt, es ist gar nicht so simpel, jetzt all diesen Anforderungen gerecht zu werden. Und deswegen hat der Browser jetzt verschiedene, Möglichkeiten und nachher bringt er tatsächlich verschiedene Renderer mit. Jetzt kann man natürlich diskutieren und sagen: Welche sollte er denn noch mitbringen? Ja, IE8 Standardkompatibilitätsmodus, das ist die Variante, mit der er standardmäßige Webseiten rendert.

    Jede Webseite, die ihr aufruft, die sich nicht speziell meldet, die ihr nicht speziell erkennen kann, die wird standardkompatibel rendern, zum Beispiel CSS zwei Punkt eins nach dem, W3C-Standard interpretieren und darstellen. Da ist IE acht zum Beispiel der standardkompatibelste Browser, den wir momentan auf dem Markt haben.

    Und wenn wir aber jetzt eine Webseite erkennen, die, möchte, dass sie abwärtskompatibel dargestellt wird, ja, weil sie zum Beispiel für IE sieben oder IE sechs optimiert wurde, dann wechseln wir die Render Engine innerhalb des Browsers und stellen dann diesen, diesen Tab – wir können das auf einen einzelnen Tab runterbrechen – eben mit der alten Render, Render Engine dar im abwärtskompatiblen Modus, sodass die Seite ordentlich dargestellt wird.

    Also wir können innerhalb derselben Browsing Session auf, in einem Browserfenster, also in einem Chrome, das es inzwischen heißt, mehrere Tabs haben und die Tabs können in unterschiedlichen Modi betrieben werden. Das heißt, in einem Tab kann ein IE acht, gezeigt werden im standardkompatiblen Modus und im anderen halt ein abwärtskompatibler Modus, damit diese Seite richtig dargestellt wird.

  51. Jens

    Hat, hast du mal, aus Redmond gehört, warum die nicht gleich den IE sechs da auch noch mit reingeschmissen haben? Denn der, der Siebener ist ja eigentlich nur der Sechser in ein bisschen besser und, die eigentliche Inno, die eigentliche Verbesserung, eurer Browser ist ja, ist ja eher der Achter, also eher der Achter.

    Da hätte man ja eigentlich gleich den Sechser auch noch mit reinschmeißen können für, und hätte, hätte dann zumindest ein, ein Argument gehabt, dass die ganzen großen Firmen ihre Intranets endlich mal mit einem vernünftigen Browser aus, statten könnten und nicht dauernd noch den Sechser, vorhalten. Das wäre ja schon mal etwas gewesen, oder?

  52. Daniel

    Also die, die Quintessenz ist, dass wir natürlich irgendwo eine Grenze ziehen müssen. Vor allen Dingen auch in der Hinsicht, was noch supported wird. Ich glaube, bei, Windows 2000 ist noch IE fünf drauf gewesen, den wir noch momentan immer noch patchen, weil der Support für Windows 2000 bisher noch nicht abgelaufen ist. Also das ist, glaube ich, kurz vor dem Ende oder gerade erreicht.

    Also wir haben wirklich zehn Jahre lang den Browser unterstützt und wir mussten natürlich die Frage stellen:, wie viel wollen wir jetzt mitstatten? Wie viel Druck können wir ausüben, dass sich Dinge verändern? Weil ja auch klar ist, wenn wir in IE acht, sage ich mal, alles abbilden, was alle IE-Versionen davor von der eins nuller, sage ich mal, an sich verhalten haben, dann bleibt das Web so, wie es ist. Ja, dann wird kein Bedarf gesehen, irgendwas zu verändern.

    Ich erinnere nur an die ganze Diskussion, die wir hatten, als wir mit IE acht überhaupt an die Öffentlichkeit gegangen sind und gesagt haben, wir wollen standardkompatiblen Modus einbauen und standardmäßig möchten wir so rendern, wie halt der IE bisher gerendert hat, damit wir so wenig wie möglich brechen von Webseiten, die es im Netz gibt. Aber die, die halt standardkompatible Webseiten schreiben, können einfach einen Tag setzen und schon rendern wir die im standardkompatiblen Modus.

    Das wäre eigentlich die Variante gewesen, die am wenigsten Aufwand jetzt verursacht hätte, am wenigsten Webveränderungen erforderlich gemacht hätte, entsprach aber überhaupt nicht den Wünschen, die insbesondere Webmaster gehegt haben, weil natürlich die Angst besteht, wir zementieren damit die Vergangenheit, nämlich dass die alten Webseiten alle weiterhin so existieren.

  53. David

    Genau, kann mich da an eine Diskussion erinnern.

  54. Jens

    Ja, das-- Ich mein, ich mein, das, das ist ja auch, das ist ja auch, das, was du jetzt eben, eben die ganze Zeit be-beschrieben hast, das, das ist so, das, das, das Mantra von, von Microsoft meinetwegen, auch diese, diese ewige, dieser ewige Produktsupport. Nur dummerweise, spricht das Medium komplett gegen diesen, gegen, gegen einen zehnjährigen Produktsupport. Und, wenn ihr jetzt irgendein kleiner, Klitschko-Verein wärt, dann wird, würde mich das vollkommen, wenig interessieren.

    Ihr seid aber dummerweise der, der Hersteller mit den, mit den meisten Marktanteilen und dementsprechend muss es mich interessieren, dass, da jetzt also noch ein Browser existiert, der, der acht Jahre alt ist.

    Und es ist schon ein schlechtes Zeichen, finde ich, wenn man mit einem, mit einem Browser auf einen Markt kommt und sagt: Na ja, der ist ja jetzt neu, also der kann Farbe, aber standardmäßig, wenn ihr den Fernseher jetzt anschaltet, dann kommt nur schwarz-weiß und ihr müsst dann aber noch mal einen extra Knopf drücken, damit der auch wirklich Farbe kann. So, so in der Art, hab, wurde ja der, wurde der IE acht, ja, beworben.

    Also er rendert erst mal als IE sieben und wenn ihr aber wollt, dann ihr Webentwickler, dann müsst ihr so, so einen komischen neuen selbsterfundenen Tag, in, in den Kopf der Seite reinschreiben. Und das ist, das ist auch ein-- Ich finde, das ist so ein, so ein Angsthasen-Vorgehen. Wenn, wenn man sich die anderen Browserhersteller anschaut. Firefox schmeißt jetzt drei fünf, Firefox, Mozilla schmeißt Firefox drei fünf raus.

    Die denken, die interessiert doch nicht mehr, die, die Pflege von Firefox zwei. Und, Apple interessiert sich auch nicht mehr für, für, Safari eins null. Und das ist doch gut so. Das ist ein schnell vorangreifendes, Medium.

  55. David

    Daniel, kannst du dich an die, an die Szene erinnern, wo es diesen Aufschrei gab und, Microsoft, umgedenkt hat, in, in dieser Situation, dass ihr gesagt habt: Okay, wir machen es jetzt eigentlich genau andersrum, wie einige Webdesigner auch forderten, nämlich dass ihr standardmäßig, in den, in die Webstandards-, Rendering geht und per Knopfdruck in den Kompatibilitätsmodus wechseln könnt.

  56. Daniel

    Der, die Quintessenz, zu der ich sagen muss, ist, wir können es keiner Seite recht machen. Der Aufschrei, den wir gehört haben, der ist da gewesen, weil wir diese Entwicklung so beschrieben haben. Wir hatten ja durchaus auch prominente Fürsprecher für unsere Position. Aber wir kriegen genau den gleichen Aufschrei oder vielleicht sogar einen lauteren für die andere Entscheidung. Das, das, was du jetzt gerade formuliert hast, ist aus der Sicht, aus deiner Sicht, sage ich mal, völlig, transparent.

    Du sagst, Medium entwickelt sich sehr schnelllebig. Ich will hier neue Technologien einsetzen, dass, alle halbe Jahre was Neues. Wozu so, Sachen so lange supporten? Das ist eine Sichtweise, die ich durchaus verstehe. Aber es gibt auf der Welt über eine Milliarde Anwender von Windows. Und das Internet besteht eben auch aus Benutzern, die möglicherweise andere Ansichten haben.

    Also die Ansicht von einem Webmaster, der die neuesten Technologien einsetzen will, sind überhaupt nicht die Ansichten zum Beispiel von dem Administrator von, der Firma im medizinischen,, Umfeld. Noch mal ein Beispiel: Also wenn eine Pharmafirma eine IT einsetzt, dann muss sie IT als Prozess betrachten. Das bedeutet, dass für die Entwicklung von einem Medikament als Beispiel unglaublich genau dokumentiert werden muss: Wann wurde dafür was wie eingesetzt?

    Das heißt, die Möglichkeit, Dinge zu verändern in dem Netzwerk, das die haben, ist mit wahnsinnigen Kosten und Aufwänden ver-,, versehen, die zudem der Dokumentationspflicht genügen müssen, die da gesetzlich vorgeschrieben ist. Und das wollen wir auch alle, weil wir wollen, dass Medikamente halt sicher entwickelt werden. Das heißt, in dem Bereich ist eine halbjährliche Änderung oder noch kürzere Updatezyklen von einem Browser Feedback nicht akzeptabel.

    Da wird die komplette Umgebung, mit der dann diese Medikamente entwickelt werden, zertifiziert auf den Status X und danach darf daran nichts verändert werden innerhalb von einem bestimmten Zeitraum.

    Das heißt, die Entwicklungszyklen, die Firefox hinlegt, die mag funktionieren für die Firefox-Community, die problemlos auf eben, auf ihrem Rechner die nächste Version draufhaut, kriegt aber massive Probleme in jedem Form von Unternehmensnetzwerk, wo es einen Aufwand vielleicht darstellt, eine neue Version jeden Monat aufzuräumen. Und genauso, was den Support angeht, mag das vielleicht für Apple funktionieren, dass sie den Support einfach einstellen.

    Ja, mal ein Beispiel: Ich habe mir Ende 2005 sowohl einen Samsung-Laptop gekauft als auch einen Apple Laptop, einen MacBook. Und das MacBook kann ich heute mit Snow Leopard nicht mehr verwenden, ja. Das wird eben nicht mehr unterstützt. Die Hardware kann ich wegwerfen, technisch gesehen. Während ich Windows 7 problemlos auf dem Samsung-Rechner installieren kann, mit den ein Gigabyte RAM, die der hatte, out of the box läuft das Ding wunderbar.

    Das sind einfach zwei völlig verschiedene Philosophien und verschiedene,,, Kundensegmente, die da bedient werden. Und Microsoft ist sich einfach der Verantwortung bewusst, die wir haben für diese Riesen-Kundenmenge, die wir haben. Das ist einfach ein Unterschied. Eine unterschiedliche Zielgruppe, die wir da adressieren.

  57. Jens

    Gut, okay. Marcel?

  58. Marcel

    Ich denke, interessant wäre noch mal zu, zu erläutern, was, was der Kompatibilitätsmodus jetzt wirklich aus technischer Sicht heißt. Also was, was habe ich als, was gibt es da für Möglichkeiten? Wie, wie wird so was dann wirklich technisch umgesetzt?

  59. Daniel

    Okay, also wir müssen hier-- ich sage mal ein paar Fälle unterscheiden. Nehmen wir mal den Anwendungsfall, dass ich der Anwender bin und mit dem Browser unterwegs bin und im Netz surfe und, auf eine Webseite stoße, die wird komisch dargestellt. Ja, ein Formular funktioniert zum Beispiel nicht. Ich kann dort eine Suche nicht abfeuern.

    Dann kann es möglicherweise daran liegen, dass diese Webseite eine Browserweiche installiert hat, die erkennt, dass sie mit dem IE surfe und halt dem IE eine IE-typische Webseite zuschickt und die ist leider optimiert auf IE sechs oder IE sieben und weiß noch nichts von IE acht. Das heißt, IE acht wird hier einfach auf die Nase fallen und kann diese Webseite nicht vernünftig darstellen im Abwärtskompatibilitätsmodus.

    Der Anwender hat jetzt keine andere Chance, weil er kann ja den Webserver nicht beeinflussen, noch nicht den Webadmin. Deswegen hat er bei sich im Browser einen Knopf, mit dem er auf den Abwärtskompatibilitätsmodus umschalten kann. Das soll aber der absolute Ausnahmefall sein. In der Regel soll es so sein, dass derjenige, der die Webseite geschrieben hat, sich darum einfach kurz Gedanken machen kann, ja.

    Er weiß, wenn die Webseite entwickelt, es gibt jetzt ein paar neue Browser, es gibt eine neue Version von Safari, es gibt Google Chrome, es gibt den IE acht. Also würde er in der Regel eigentlich die Browser nehmen, die es auf dem Markt gibt, und seine Webseite testen. Wenn er da feststellt, dass es irgendwie ein bisschen merkwürdig aussieht, kann er sich halt entscheiden, was er machen möchte.

    Entweder fixt er die Webseite oder, wenn er den Aufwand dann nicht reinsteckt, nach dem Motto: Wer bezahlt mir das denn? Ist er in der Lage, einen Flag zu setzen. Er kann innerhalb der HTML-Code im Header einfach einen Eintrag einfügen, eine Zeile, in der er deklariert, dass ein IE acht diese Webseite abwärtskompatibel darstellen soll. Das kann er als Webseitenentwickler machen.

    Und wenn er die Webseite dynamisch erstellt oder Template-basierend, vorlagenbasiert macht, ist es ein recht geringer Aufwand, das einmal einzupflegen und danach wird diese Seite eben von IE acht sauber dargestellt, ohne dass er die Seite verändern muss. Das ist die einfachste Variante. Dann gibt es noch den Fall, dass vielleicht der Webadministrator, also der, der Webdesigner, gar nicht ergreifbar ist.

    Also man stellt sich eine Firma vor, die hat mal eine Webseite in Auftrag gegeben für eine Internapplikation und die läuft seit fünf Jahren zur Zufriedenheit und die soll einfach weiterlaufen. Keiner weiß mehr, wie das funktioniert hat. Dann ist das ja irgendwie serverseitig installiert, was weiß ich, Java, Servlet, Ding, mit einer Excel im IS, was auch immer, wie das konfiguriert ist. Und er kann das technisch gar nicht selbst ändern.

    Dann hat er aber trotzdem die Möglichkeit, als Webseitenbetreiber, in seinem Webserver eine Konfigurationsoption zu setzen, dass er in der Antwort, die der Webserver an den Client liefert, wenn die Seite angefragt wird, einen zusätzlichen Eintrag mitschickt, ja, unabhängig von dem, was die Webseite im HTML-Code und alles mitliefert, dass er also einen HTTP-Response-Header, so nennt sich das, schickt, in dem er sagt: Bitte diese Seite oder alles, was jetzt hier kommt, abwärtskompatibel darstellen.

    Das sind so grob gesagt die technischen Möglichkeiten, die es gibt. Also der Webadmin hat es in der Hand, der Webdesigner hat es in der Hand und wenn sich keiner darum kümmert, hat der Anwender zumindest noch einen Knopf, mit dem er sich selbst helfen kann. Vielleicht noch, ganz, ganz kurz dazu. Ich habe, ich habe dazu mal, ein, ein Webcast gemacht und habe mich versucht, kurz und knapp zu dem Thema zu halten. Bin dann irgendwie bei anderthalb Stunden gelandet.

    Ganz kurz: Da sind auch ein ganz paar Fragen zurückgekommen. Vielleicht, ich habe einfach mal, für heute so zwei, drei wichtige Fragen,, rausgepickt, die da kamen. Wollen wir die einmal ganz kurz durchsprechen zu dem Thema? Habt ihr noch Lust?

  60. Jens

    Ja klar.

  61. Kay

    Okay, also eine sehr, sehr häufige Frage, die da eben kam, war, war eben halt auch okay, es wurde immer sehr häufig in, in, in den einschlägigen IT-Medien über diesen Kompatibilitätsmodus et cetera geredet, ja. Und entsprechend den, den Text dazu. Das heißt, ich könnte jetzt einfach hingehen.

    Ich stelle jetzt fest, dass eure Webseite, wo ihr eure Podcasts und diesen Podcast nachher anbietet, dass die vielleicht, nicht, nicht, nicht in der standardkompatiblen Ansicht, also sprich, der Benutzer macht den Internet Explorer 8 auf, die standardkompatibel, kompatibelste Ansicht und die Seite funktioniert vielleicht nicht. Ja, wäre so ein Szenario.

    Dann könnte man, könnte der User jetzt eben halt hingehen, könnte diesen Knopf drücken und, die Seite würde in dem entsprechenden IE-Rendering-Modus laufen. Auf der anderen Seite könntet ihr jetzt hingehen und diesen Kompatibilitäts-Metatag einbauen oder wie Daniel gerade gesagt hat, auf dem Server das, integrieren, ja, als Szenario. Und eine sehr häufige Frage kam eben halt auch: Okay, wer sticht denn hier wen über und warum kann ich das denn jetzt überhaupt implementieren?

    Und was, was ist denn überhaupt, wenn, wenn ich das jetzt nach einem Dreivierteljahr feststelle und ganz, ganz viele User haben meine Seite irgendwie getaggt. Und, was mache ich denn dann jetzt? Jetzt setze ich mich daran, weil jetzt haben wir gerade hier in dem Podcast darüber geredet und, ich, ich, setze mich hin und, arbeite an meiner Seite, mache sie eventuell standardkonform et cetera pp. und die, die Seite läuft dann.

    Jetzt haben aber ganz, ganz viele Leute mich vielleicht schon hinzugefügt zu ihrer Liste, weil das können die User ja selber auch. In dem Moment wird man ja in eine Liste geschrieben mit der Domain bei dem User auf dem Rechner. Und, was mache ich denn dann? Also es gibt noch diverse Metatags, die man auch einfügen kann, die zum Beispiel einfach schlichtweg sagen: Hey Leute, egal was, was der Benutzer draußen sagt, ich laufe hier standardkompatibel.

    Ja, also das wäre zum Beispiel ein Szenario, was, was vielleicht passieren könnte, dass ich jetzt mal nach einem Jahr oder so feststelle, huch, da läuft irgendwas schief mit meiner Webseite, setze mich hin und damit ich halt nicht diese User, verliere, kann ich zum Beispiel auch sagen, im Gegensatz zu so einem Kompatibilitätsmetatag, füge ich zum Beispiel ein: Leute, ich bin standardkonform, alles passt, zeigt mich in der standardkompatibelsten Ansicht an.

    Auch auf diese Möglichkeit gibt es die Frage, kamen sehr häufig. Auch eine Frage kam: Was mache ich denn jetzt zum Beispiel, wenn ich, eine riesigen, riesige, Webseitenfarm habe, ja, mehrere, zig, zehntausend Seiten? Und dann ist ja die einfachste Variante, dass ich hingehe und baue zum Beispiel diesen Kompatibilitätstag ein, weil ich ihm halt sage, da brauche ich jetzt mal eine Dreiviertelstunde, Quatsch, ein Dreivierteljahr, um, um meine komplette, Webseite entsprechend anzupassen. Ja.

    Es gibt eine Möglichkeit, ich nenne sie immer Überstich-Untermöglichkeit, was man jetzt relativ einfach zum Beispiel machen könnte und das Szenario gibt es auch sehr häufig. Ich habe eine Webseite, sagen wir mal mit fünfundzwanzigtausend einzelnen Seiten. Und um die Zeit jetzt zu überbrücken, bis ich mich da jetzt gleich mal ransetze und, die Seite entsprechend anpasse, baue ich jetzt diesen Kompatibilitätstag ein.

    Damit ich das nicht auf fünfundzwanzigtausend Seiten machen muss, füge ich das einmal in diesen Serverheader ein. Und da kam halt sehr häufig die Frage: Was muss ich denn jetzt tun, wenn ich auf einer bestimmten Seite oder auf, sagen wir mal hundert, hundert von diesen Seiten habe ich irgendeine Firma beauftragt, die mir ein Gästebuch programmiert hat. Und das Gästebuch ist irgendwie ein, ein Kauderwelsch an Code und läuft irgendwie nur in diesem Kompatibilitätsmodus.

    Wie bekomme ich denn das jetzt hin, dass nur diese eine Seite entsprechend gerendert wird? Und da kam auch sehr häufig die Frage ganz einfach. Das heißt, ich kann einmal von meinem Server aus steuern, wie alle Seiten angezeigt werden sollen, entsprechend mit so einem Serverheader.

    Und wenn ich dann hingehe und, auf einzelnen Webseiten diesen Metatag einbaue im, im Sourcecode, überschreibt der zum Beispiel diesen, diesen Header-Tag und sagt: Hey, diese einzelne Seite, die wird jetzt anders dargestellt. Das auch noch so als zweite häufige Frage, warum es diese verschiedenen Möglichkeiten gibt, also diese Überstich-Unter-Funktion. Und die dritte Frage, die sehr häufig kam, mal gucken, ob ihr, ihr sie auch habt. Diese Kompatibilitätsansichtsliste von Microsoft.

    Ist die jedem bekannt von euch?

  62. Jens

    Ich habe sie mal, ich habe sie, bei dir im Blog gefunden vor Kurzem und, war, war ganz, war ganz fasziniert, welche Seiten ich da auf gesehen habe.

  63. Kay

    Okay, also soll ich darüber auch noch kurz zwei, drei Sätze verlieren? Weil die Frage kam auch sehr häufig: Wie ist die Liste entstanden und warum ist sie da? Und, -

  64. Jens

    Mach einfach mal.

  65. Kay

    Okay, also.

  66. Jens

    Nur kurz.

  67. Kay

    Kurz. Machen wir es kurz und knapp. Also, ich glaube,, Daniel hat das, hat vorhin das schon so schön erwähnt. Ich glaube, Microsoft ist sich dessen ja auch sehr bewusst, dass, dass das, das Webmarkt oder Webseitenbetreiber halt jetzt einige Zeit brauchen entsprechend, um ihre Webseiten eventuell anzupassen, ja, weil sie halt für verschiedene Browserversionen optimiert von sind. Und was Microsoft jetzt also gemacht hat: Microsoft bietet für den Internet Explorer 8 ein, ein optionales Update an.

    Das heißt, man kann sich bis sozusagen, diese Liste hinzufügen in seinem Browser und in der Liste sind, ich lieg euch jetzt an, also nagelt mich nicht auf die Zahl fest, aber ich glaube, so round about dreitausendeinhundert Domains sind im Moment gelistet. Und die, die Liste, die Microsoft da gemacht hat, die kann man praktisch zu seinem Browser dazuschalten.

    Das heißt, diese Webseiten, die dort gelistet sind, wenn ich irgendeine dieser Webseiten beziehungsweise Domains besuche und ich habe dieses optionale Update installiert, was regelmäßig gepflegt wird, dann muss ich nicht mehr zum Beispiel diese Seite in diesen Kompatibilitätsmodus schalten. Das heißt, da pflegt Microsoft schon eine Liste für den, für den Kunden und sagt, : "Für diesen Webseiten, da, da wissen wir, da könnte es potenziell vielleicht Probleme geben.

    Mit diesen Webseitenbetreibern sind wir schon in Kontakt." Und, dieses optionale Update gibt es nun halt dazu. Und da kam auch sehr häufig die Frage auf: „Ja, wie wurde die denn gepflegt und was passiert dann, was passiert denn, wenn ich da jetzt entdecke, ich steh da drauf?“ Also vielleicht entdeckt heise.de, dass, dass, dass sie da draufstehen und fragen sich: „Hey, wie konnte das denn passieren?“ Und, wenn, wenn dem der Fall ist, gibt es halt auch zwei, zwei kurze und knappe Antworten.

    Also Microsoft hat während der Betaphase und auch im, im aktuellen Betrieb, messen wir sehr häufig, haben wir sehr häufig gemessen, wie viele, Kunden setzen verschiedene Webseiten in den, in den Kompatibilitätsmodus und haben auch sehr, sehr viele andere Methoden dafür angewandt, entsprechend auch wenn uns Webseitenbetreiber angerufen haben. Das heißt, daraufhin haben wir die Liste aufgebaut und wir sind da auch mit den meisten der Betreiber in Kontakt.

    Und möchte jemand zum Beispiel nicht, dass er dort, gelistet ist, gibt es eine E-Mail-Adresse und Telefonnummer et cetera. Die kann ich euch nachher noch mal schicken, dass ihr sie mit in euren Kommentaren veröffentlichen könnt. Und ist auch ein Link auf der Messer-Webseite ist auch noch hinterlegt dafür, wo diese Adresse hinterlegt ist. Da kann man einfach Microsoft anschreiben und sagen: „Hey, bitte entfernt mich da raus, weil ich möchte das einfach nicht mehr.“ Punkt, Schluss, Ende, aus.

    Sodass man da auch relativ schnell wieder runterkommt.

  68. Jens

    Wenn man mitzuteilen gerne.

  69. Kay

    Da hat der Kunde, genau, da hat der Kunde, da hat der Kunde einen relativ einfachen Weg, eine ziemlich große Anzahl an weit verbreiteten Domains beziehungsweise Webseiten schon sozusagen vorinstalliert seinem Browser hinzuzufügen, sodass ich nicht immer ständig wild auf diesen, Webseiten herum, klicken muss und diesen, Kompatibilitätsmodus anklicken muss. Und da jetzt auch, das schließt sich vielleicht ein bisschen der rote Faden.

    Wenn ihr jetzt zum Beispiel feststellt, dass ihr auf dieser, Liste drauf seid, ja, was ja bedeuten würde, dass die Kunden, die dieses Update installiert haben, entsprechend eure Seite im Kompatibilitätsmodus, zu sehen bekommen und ihr wollt das jetzt nicht mehr und jetzt, sagt ihr: „Hey, wir haben jetzt dran gearbeitet, das müssen wir ändern“, dann könnt ihr wiederum mit diesen verschiedenen anderen Tags, weil es gibt ja nicht nur diesen Kompatibilitätstag, sondern verschiedene Modi, die man angehen kann.

    Könnt ihr jetzt auf der anderen Seite sagen: „Hey, hört mal zu, es ist mir egal, welche Liste der, der Benutzer in seinem Internet Explorer hat. Ich möchte gerne, dass meine Webseite im folgenden Modus angezeigt wird.“ Und ihr könnt es damit wieder überschreiben, zum Beispiel.

  70. Jens

    Gut. Ich bin immer wieder fasziniert, wenn ich, wenn ich solche, Statements, höre oder lese, dass es dann, darum, darum geht, dass, Webseiten möglicherweise im IE8 einfach, kaputt aussehen können. Weil,, eigentlich gehe ich ja da mal von aus, dass, dass jemand Webseiten so schreibt, dass sie in allen Browsern vernünftig, vernünftig rüberkommen. Und bislang war es ja so, dass alle anderen Browser, die nicht Internet Explorer heißen, dem Internet Explorer, technisch, um Längen voraus waren.

    Dementsprechend, wenn ich dann einen, Safari oder einen Chrome oder einen, Firefox hatte, konnte ich die Seite ja trotzdem angucken, auch,, wenn sich die, wenn sich die Hauptentwicklungszeit auf den I-Internet Explorer 6 meinetwegen, konzentriert hat. Deswegen verstehe ich eigentlich im, im Nachhinein so diese Fixierung auf, auf diesen, auf diesen Petzen-Modus da, auf diesen Kompatibilitätsmodus nicht so ganz.

    Aber mich würde doch mal so richtig interessieren, was ihr, wo ihr glaubt, jetzt mal Daniel als Erstes bitte, wo der IE8 mit den anderen Browsern technisch mittlerweile mithalten kann. Denn bislang waren Browser von Microsoft, in den letzten Jahren, sagen wir es so, technisch immer hintendran und vor vielen Jahren waren sie technisch vor-vorne weg, muss man ja dazu sagen.

    Also Internet Explorer 3, und 5 und auch der 6 am Anfang waren ja spitze, aber das, ist ja dann, hat sich ja dann über die Zeit, dann einfach abgeschliffen. Das, würde mich jetzt mal interessieren, wo ihr glaubt, dass der I-IE8 jetzt den anderen auch das Wasser reichen kann.

  71. Kay

    Also das sind ja im Prinzip zwei Fragen, die du jetzt gestellt hast. Fangen wir mit der ersten mal an. Also warum ist das so, dass im IE8 Seiten kaputt aussehen können, die andere Browser richtig darstellen? Dafür sehe ich primär nicht zwei Gründe. Ein Grund ist, dass die Webseite eine Browserweise benutzt, die unterscheidet nach, benutzt der Anwender einen Internet Explorer oder einen anderen Browser.

  72. Jens

    Ja, a-also einfach schlecht, schlecht vom Entwickler gemacht einfach.

  73. Kay

    Schlechte Browserweise, genau.

  74. Jens

    Genau, schlechte Browser.

  75. Kay

    Den gleichen Kram wie IE6 und 7. Und damit ist der IE8 machtlos, dagegen was zu tun, weil er kommt, kommt aus Code eben, der für alte IEs, gerendert wurde, und kann den nicht richtig darstellen im Standardkompatibilitätsmodus.

  76. Jens

    Genau. Also Fehler beim Entwickler, nicht bei euch.

  77. Kay

    Das ist ein Problem, dass der Entwickler die Browserweiche anpassen muss. Deswegen haben wir diesen Punkt auch in der MSDN zum Beispiel sehr, sehr dediziert dargestellt. Die Browserweichen eben, die nur auf IE testen, dort auf die Nase fallen.

    Der zweite Punkt ist der, dass natürlich, die alternativen Browser, die dem Marktanteil vom IE, sage ich mal, natürlich hinterhergelaufen sind sehr lange Zeit, bestrebt waren, die, Besonderheiten nachzubilden, also so möglich die Seite genauso zu rendern, wie der IE sie rendert, unabhängig von Standardkonformität.

    Das bedeutet, dass,, sich im Safari oder im Firefox möglicherweise bestimmte Eigenarten von IE6 nachgestellt hat, und das genauso gerendert hat, auch wenn der Standard eigentlich vorsehen würde, dass man das falsch rendern müsste. Ja?

  78. Jens

    Also Entschuldigung, das kenne ich nur vom, das kenne ich nur vom Opera in der Version 5 und 6 und ich glaube, beim 7er haben sie schon wieder aufgegeben. Ich glaube, das das können wir uns, das können wir vergessen. Das gibt's nicht. Die, die, die anderen Browser haben bislang immer, Features im-implementiert oder was heißt Features?

    Die haben HTML einfach dann, sukzessive weiter implementiert, was sie vorher halt nicht hatten, haben dann neue Elemente hinzugenommen oder neue CSS-Eigenschaften, aber die haben nicht drauf ge-- drauf geachtet, dass sie meinetwegen auch die, die, die Fehler des, IE übernehmen, damit es genauso aussieht wie im IE. Wenn dem so wäre, dann hätten sie auch, die JavaScript-Engine fehlerhaft imple-implementiert, wie es bei euch ist. Also das können wir, glaube ich, erst mal streichen.

  79. Daniel

    Ja, wir können nicht von dem heutigen Standpunkt aus sagen, dass das nie so gewesen ist, sondern das ist ein Entwicklungszyklus gewesen, der über mehrere Jahre ging. Da müssen wir wirklich Jahre zurückblicken. Du hast ja selber gerade eben gesagt: „Ja, ältere Browserversionen haben das gemacht, neuere haben das verändert, weil dann das Thema Browser-Einstieg noch aufkam.“ Das ist halt ein dynamischer Prozess an der Stelle.

    Aber das sind aus meiner Sicht die beiden klaren Punkte, die auftreten können, dass die Sachen unterschiedlich dargestellt werden. Wenn wir jetzt uns die zweite Frage anschauen, die du gestellt hast, nämlich: Was, worauf haben wir Wert gelegt bei IE8? Man kann ganz klar sagen, bei IE8 wird darauf gelegt, existierende Webstandards zu implementieren. Also Stichwort zum Beispiel, was uns ganz wichtig war: CSS 2.1.

    In der Vergangenheit war das so gewesen, dass, CSS wurde ja sehr lange entwickelt und wir haben mit IE6 ja Teile von CSS implementiert in der Art und Weise, wie es damals diskutiert wurde und die Specs haben sich dann entsprechend auch verändert. Das heißt, in IE6 haben wir Dinge zementiert, die dann in einer späteren Spezifikation so nicht mehr drin, standen, die halt dann entschieden wurden. Und dieses Problem existiert per se immer.

    Das heißt, wann immer wir, Dinge implementieren, die noch nicht standardisiert sind, laufen wir Gefahr, dass der Standard sich in eine andere Richtung weiterentwickelt und wir dann Fakten schaffen, auf-- mit einem sehr hohen Verbreitungsgrad, den es dann schwer, wo es wirklich schwer ist, es nachrichtig zu korrigieren. Und deswegen haben wir uns halt fokussiert auf die Specs, die wirklich, schon stabil sind.

    Das waren also CSS 2.1, um erst mal die populärsten herauszuheben und natürlich auch, ein paar Funktionen von HTML5, wie zum Beispiel DOM Storage, was schon sehr, stabil in der Definition gewesen ist. Andere Dinge von neueren Standards wie CSS3, die wirklich noch tief in der Entwicklung sind, haben wir bewusst so noch nicht implementiert, weil erstmal nicht absehbar ist, wohin sich das entwickelt. Und wie die letzte Woche ja gerade gezeigt hat, ist das durchaus auch nicht schlecht gewesen.

    Denken wir an Dinge wie dieses Audio- oder Video-Tag, das in, neueren, Browsern jetzt schon implementiert wird, wo jetzt noch gar nicht klar ist, wie das genau implementiert wird. Wenn ich das richtig verstanden habe, wurde gerade entschieden, dass die, die Vorschrift, diese Tags zu unterstützen, komplett gestrichen wird, weil man sich nicht einigen kann, welche Codecs entsprechend unterstützt werden sollen.

    Und das sind alles Punkte, die es natürlich schwierig machen, in der Browserentwicklung für so einen großen Markt, den wir adressieren, dort so Vorreiter zu spielen, wie das vielleicht jemand machen kann, der generell sich nur Browserentwicklung kümmert und dem die Abwärtskompatibilität zu anderen,, existierenden Webseiten so vielleicht nicht so sehr in Vorderung steht.

  80. Jens

    Inwiefern ist denn, also in s-- Wo siehst du da die Nachteile, wenn man CSS3 jetzt, weiter implementieren würde? Mal abgesehen davon, wie stabil das nun wirklich ist.

  81. David

    Beziehungsweise könnte man ja es ja auch so machen, wie Firefox, und Safari das machen im, im Web-WebKit, dass sie vor den Eigenschaften, die in CSS3 abzusehen sind, immer ihre eigenen, na ja, Vorschalttext sozusagen sagen. Also „-webkit“ und „border-radius“ oder „-moz“, was der Mozilla macht.

    Wäre das nicht eine Option von Microsoft zu sagen: „Okay, wir machen jetzt „-IE“, sodass die Webentwickler damit schon mal auf jeden Fall arbeiten können und das implementieren können, und wir was für die Zukunft tun in Sachen deswegen, dass, wir auch wirklich das Web fördern. Oder sagt Microsoft: „Nein, also wir wollen das jetzt wirklich nur implementieren, wenn es ganz fertig ist und wir halten uns aus der Zukunftsentwicklung des Internet ganz raus.“

  82. Daniel

    Wir sind-- Ich rede da noch. Also das ist ein Balanceakt, den wir da eingehen und wir haben noch ganz andere Ideen, auf die wir vielleicht nachher noch sprechen können, wo wir mit Dach und Web hinkommen. Weil im Prinzip, bei der Webbrowser-Entwicklung über kurz oder lang in der Sackgasse landen. Das können wir ganz klar sagen.

    Das heißt, wenn wir jetzt die Möglichkeit in Betracht ziehen, ein Tag einzuführen, das dann sagen: „So ab hier jetzt IE-spezifisch und dann machen wir jetzt unsere eigene, Installation zum Beispiel oder so wie wir glauben, wie CSS3 sich jetzt weiterentwickeln wird“, dann landen wir bei derselben Kritik, die wir bekommen hatten, als wir überhaupt angefangen hatten, über diesen Kompatibilitätstest nachzudenken.

    Also, es ist immer so leicht zu sagen: „Ja, warum machen wir das nicht so?“, wenn wir es genauso machen wie andere, heißt das nicht zwangsläufig, dass es Microsoft genauso zugestanden wird, es so zu machen, wie das andere machen, sondern wir werden immer sehr, sehr kritisch gesehen bei etwas. Und sobald wir etwas mit IE Spezifisches einbauen würden, würde sofort der Hausfrei da sein, dass wir versuchen, das wieder zu zementieren, dort eine inkompatible Eigenheit einzubauen.

    Die Gefahr ist einfach groß. Deswegen sind wir da momentan sehr, sehr vorsichtig an der Stelle und haben uns erst mal primär darauf festgelegt, mit IE8 die Dinge zu implementieren, die standardisiert sind.

    Und auch da haben wir gerade gesehen, dass, dieses Vorantreiben und das, Vor implementieren von zukünftigen Ideen, die noch mal nicht fixed sind, ich sage mal, nicht wirklich unbedingt zielführend sind, weil man muss sich auch darauf einigen, dass derartige Funktionen interoperabel implementiert werden. Und dazu brauchen wir primär eine vernünftige Testsuite. Und die Testsuite ist das, was eigentlich gepflegt werden muss.

    Das heißt, die Möglichkeit, dass jeder Browserhersteller gegen eine, umfangreiche Testsuite dann so testen kann und man sagen kann: „So und so und so haben wir das implementiert, haben uns an die Standards gehalten, an der und der Stelle, haben wir das so und so interpretiert und das und das ist das Ergebnis.“ Also wir haben auch das Problem, dass der Standard oder die Standardisierung generell nicht alle Fragen lösen wird.

    Es gibt Punkte im Standard zum Beispiel, die der Standard bewusst offenlässt, wo drinsteht, wie das interpretiert wird, obliegt dem Browser, das ist Geschmackssache. Und, das bedeutet aber an der Stelle, dass die Browserhersteller sich ja irgendwie auf etwas einigen müssen, wie das dann alle implementieren, damit das auf allen Engines auch entsprechend gleich ausschaut.

    Und deswegen legen wir aus unserer Sicht ja wesentlich mehr Wert darauf, nicht nur die Standardisierung sorgfältig durchzuführen, sondern begleitend zur Standardisierung eine umfangreiche Testsuite zu erstellen, die es erlaubt, dann die Browser auch vergleichbar testen zu können. Und so haben wir zum Beispiel für die CSS2.1 Testsuite vom W3C-Konsortium, über siebentausend Test Cases eingereicht, um die Implementierung von CSS2.1 sauber durchtesten zu können.

    Und meinem Kenntnisstand nach ist IE8 der einzige Browser, der die offizielle Testsuite vom W3C-Konsortium für CSS2.1-Kompatibilität zu hundert Prozent erfüllt.

  83. David

    Wie sieht das aus? Ich kann mich noch daran erinnern, damals, zur Browserkriegzeit, Internet Explorer gegen Netscape, ist Microsoft ja sehr forsch rangegangen an dieses Thema. Und auch gerade, was du sagst, dass du mit dem, dass Microsoft mit dem W3C da in Verhandlung steckt, ist es für mich eher etwas, was, ziemlich im Hintergrund passiert, was der Normaluser oder wir Webentwickler nur mitbekommen, wenn wir ein bisschen nachbohren.

    Und damals hatte ich so das Gefühl, dass Microsoft jetzt wirklich vorne richtig massiv, Sachen voranpresst, gerade um auch, den Marktanteil, des Internet Explorer acht, des Internet Explorer, der damals eben draußen war, zu erweitern gegenüber Netscape. Heute hat der Internet Explorer immer noch die meisten User, also der Marktanteil ist da. Macht ihr jetzt mehr im Hintergrund und, und versucht, die normalen Kunden jetzt da rauszuhalten aus der ganzen Diskussion?

    Oder, inwiefern wollt ihr beide Sachen immer unter einem Hut bringen? Weil BesserWeb, so hat ich es am Anfang der Sendung eben interpretiert, versucht, diese Brücke eben zu schlagen.

  84. Daniel

    Also wir versuchen natürlich, die Brücke zu schlagen. Man muss auch ganz klar unterscheiden: Mitte der Neunzigerjahre war das Internet ein sehr exotischer Platz. Also das mögen... Ich weiß nicht, ich habe mich eingewählt bei der Uni mit einem viertundvierziger Modem und war stolz wie Bolle, weil mein normaler Provider hätte nur ein Sechser-Modem erlaubt. Ja, das waren die Zeiten damals und die Anzahl der Nutzer im Internet war doch verschwindend gering im Vergleich zu heute.

    Das heißt, die Fortentwicklung von den Browsern konnte ganz anders geschehen, insbesondere weil das, worauf man Rücksicht nehmen musste, nur rudimentär vorhanden war. Es war eine ganz simple HTML-Umsetzung damals möglich oder HTML in Syntaxen möglich. Das heißt, das war eine sehr stürmische Fortentwicklung.

    Mittlerweile sind wir aber in einem Marktsegment und in einem Funktionalitätensegment angelangt, dass wir nicht mehr so einfach alles über den Haufen werfen können und alles neu machen können. Es gibt einfach Milliarden Webseiten. Es gibt, ich schätze, vermutlich über eine Milliarde Nutzer im Internet und es gibt die verschiedensten Interessensgruppen, die natürlich dort, ihre Positionen auch verteidigen wollen.

    Das heißt, was wir einfach sehen, ist, dass der Weiterentwicklungs-, oder die Möglichkeit, Dinge weiterzuentwickeln, sich verlangsamen wird. Wir sehen das ja schon an der Standardisierung von HTML5, wie schwierig das ist, hier allen berechtigten Interessen wirklich gerecht zu werden. Und natürlich wünscht man sich als Webentwickler hier deutlich schnelleren Fortschritt.

    Man will moderne Funktionen schnell einsetzen, man wünschte, dass alle Browser das unterstützen, dass diese Hemmnisse aus dem Weg, geräumt werden. Nur im realen Leben ist es halt schwer. Man kann ja niemanden mit der Vorhaltenden Pistole zwingen, den Browser zu aktualisieren. Ja, das ist so ein bisschen die schlechte, die wir sehen.

    Das heißt, die Entwicklungsgeschwindigkeit im Web hat sich im Vergleich zum Erkenntnisstand, abgeschwächt, einfach weil immer mehr davon betroffen sind, immer mehr Parteien gehört werden, immer mehr Ideen aufkommen und es ist nicht mehr so einfach, die beste Idee setzt sich durch. Vielmehr gibt es auch parallel also gute Ideen und dann muss wirklich entscheiden man irgendwann, wie geht's weiter.

    Und dahin spielt ja auch die dezentrale Struktur vom Web ein bisschen, weil es eigentlich keine oberste Instanz gibt, die dort das Ganze vorantreiben kann. Wenn man sich andere Formate anschaut, dann gibt es da in der Regel immer noch ein Konsortium, einen Hersteller, eine Gruppe, was auch immer, deren Interesse es ist, das voranzutreiben und dort auch Konsens zu bilden. Und das ist im Web halt einfach aufwendiger, weil es einfach mehr und mehr Leute betrifft.

  85. David

    Wie sehen denn die Pläne seitens Microsoft aus, in, also HTML5 zu unterstützen beziehungsweise die Entwicklung da voranzutreiben und CSS3? Gibt es da irgendwelche Pläne oder, ist es das offizielle Statement: „Nein, wir warten, bis es wirklich fertig ist und testen vielleicht im Vorfeld mit dieser neuen Suite dann, dass wir den, Internet Explorer 9 darauf ausrichten.“, wie sind da die Pläne?

  86. Daniel

    Kai, willst du oder soll ich?

  87. Kay

    Ja, also du kannst, gerne reden. Ich habe, ich komme gleich noch mal darauf zurück.

  88. Daniel

    Okay. Erst mal haben wir momentan keine öffentliche Diskussion über Features, die wir in ein, reinbringen werden. Das heißt, wir können zum momentanen Zeitpunkt nicht öffentlich darüber reden, wie das auf kurz und knapp aussehen wird und welche Funktionen da reinkommen und so weiter. Das sind Dinge, die wir auch intern erst mal abstimmen möchten, bevor wir damit an die Öffentlichkeit gehen.

    In der Vergangenheit ist es so gewesen, dass wir oftmals mit, Ideen, die wir haben, sehr, sehr frei an die Öffentlichkeit gegangen sind, was halt zu ganz unterschiedlichen Feedback geführt hat. Also es ist zur einen Seite begrüßt worden und,, positiv diskutiert worden. Zur anderen Seite hat uns aber auch in Versuchung führen oder eben zur Abbildung, weil man denkt, das ist schon komplett durch bei uns in der Diskussion, dabei ist es gerade mal eine Diskussionsgrundlage.

    Und deswegen sind wir momentan ein bisschen vorsichtiger. Man merkt das auch bei den Produkten, die wir jetzt zuletzt entwickelt haben und herausgegeben haben, dass sich unsere Informationspolitik generell verändert hat. Und primär schauen wir uns momentan eher an, was denn Anwender möchten, wie wohin sich der Markt entwickelt, wie stabil einzelne Funktionen sind.

    Und wir werden sicher in IE9 HTML5-Funktionen einbauen, aber das ist noch aus meiner Sicht oder aus Microsofts Sicht zu früh, sich öffentlich dazu zu äußern, was wir implementieren und was wir nicht implementieren. Ganz wichtig ist uns natürlich, dass hier möglichst ein Konsens gefunden wird und, ein Standard, festgelegt wird, an dem man sich am, am besten reiten kann.

    Nie-- Auch unter anderem, weil wir natürlich aufgrund der, der Marktposition, die wir haben, einer besonderen Kontrolle unterliegen, die halt kein anderer unserer Markt, Begleiter sonst hat. Das heißt, wir müssen auch auf die rechtlichen Konsequenzen von dem achten, was wir entsprechend implementieren. Deswegen macht das die Arbeit nicht so wirklich einfach für uns.

  89. Jens

    Kai, ich hätte da noch, noch 'ne Frage. Ich find das, ich find das ja auch mittlerweile, ich find das ja richtig gut und das habe ich auch schon mehrfach, entweder im, bei Technikwürze geäußert oder, gebloggt, dass, Microsoft, jetzt, auf diesen, auf den Webstandards-Zug endlich aufgesprungen ist, und das Ganze auch, vorantreiben möchte. Finde ich klasse. Man kann sich, darüber streiten und da sind wir fünf uns sicherlich auch nicht einer Meinung, in welcher, in welcher Form das, das geschieht.

    Also wir, wir drei jetzt hier, hätten als Entwickler, natürlich schon gerne, dass ihr auch bei HTML5 und CSS3 mitmischt, aber das hatten wir ja jetzt eben gerade schon. Mich, mich fasziniert bei der ganzen Geschichte, ein, ein Detail, das, das glaube ich, gerne, gerne übersehen wird, das aber, das aber dieser, dieser Tendenz in Richtung Webstandards ein wenig, widerspricht, nämlich die Web Slices.

    Das, ist, ist ja von eurem Marketing, so ge-gepusht worden, als wär's die geilste Erfindung seit der Erfindung von geschnittenem Brot. Und, ich finde das ja auch 'ne ganz charmante Geschichte.

    Nur der, der, der Gag an der ganzen Geschichte ist ja, dass es nicht wirklich 'ne, 'ne Microsoft-Innovation ist, sondern, das ist nichts anderes als das Microformat H-Atom, H-Atom, wo die Entwickler in, in Redmond dann einfach aus dem, aus dem, aus der Klasse, die H-Atom zugrunde liegt, ein H-Slice gemacht haben. Haben sogar noch das H dabei be, belassen. Und da stellt sich mir schon die Frage, warum nicht einfach das, das Original, genommen wurde.

    Es ist wirklich nur dieser eine Unterschied, sondern warum da eine Fälschung implementiert wurde. Es hat auch überhaupt gar keinen Vorteil für euch, weil, innerhalb von zwei Tagen, gab's dann schon das Plugin für Firefox, und jeder Entwickler, der das gerne nutzen möchte, der schreibt dann halt noch seine Klasse, seine, seine zusätzliche, Microformat-Klasse da rein.

    Also eigentlich ist das Ganze witzlos und ich finde aber, dass mit solchen kleinen Details, dann, die, so dieses, dieses allgemeine Mantra „Wir folgen jetzt Webstandards" ein wenig, konterkariert wird, auch wenn das nicht ein Webstandard ist von W3C. Ist ja völlig egal. JavaScript ist auch nicht von W3C.

    Es ist halt ein anderer Standards, Standardisierungsprozess und es ist ein, es, ja, es ist so eine Art Standard, der sich durchgesetzt hat und leider hat, Microsoft jetzt einen anderen Weg gewählt. Ist das nicht 'ne, 'ne Gefahr, dass ihr euch da, gerade jetzt in Entwicklerkreisen ein bisschen unglaubwürdig macht?

  90. Daniel

    Okay, ja, also Frage ist verstanden. Ich muss dir nur auch ganz offen und ehrlich sagen, ich bin beim Thema Web Slices nicht so firm, dass ich dir jetzt deine Frage komplett beantworten könnte und würde. Deswegen kurze Frage: Darf ich deine Frage aufnehmen und -

  91. Jens

    Gerne.

  92. Daniel

    Ich würde sie dir im, im Web beantworten.

  93. Jens

    Ja, kannst du auch gerne machen. Oder, oder, oder Da-Daniel, du, du hast ja damals in Berlin die Web Slices vorgestellt. Im Prinzip ist es nichts anderes als H-Atom. Man hätt's auch H-Atom nennen können. Das-- Jetzt nur aus Marketinggesichtspunkten zu sagen: „Hey, ich hab da was Neues erfunden", was im Prinzip die Kopie des, von was anderem ist, ist ja eigentlich auch doof, weil das ist ja innerhalb von drei Sekunden herausgefunden.

    Da hat mal jemand in den Code reingeguckt und gesagt: „Ach, das kenne ich doch irgendwoher, dieses Muster." Ist doch bisschen dumm, ne?

  94. Daniel

    Also erst mal, wir machen da keinen, keinen Hehl daraus, dass wir uns an H-Atom angelehnt haben. Also wenn du in die HTML guckst, zum Beispiel in die Spezifikation von der Web Slice Format, auf der anderen Seite der Version 0.9 ist ganz klar drin, dass wir uns hier, an H-Atom angelehnt haben und auch Eigenschaften von H-Atom mit übernommen haben. Ich bin jetzt nicht der Meinung, dass man das eins zu eins austauschen kann, also nur, Web Slice quasi durch Search Replace da durchjagt.

    Es gibt da sicher auch noch andere Unterschiede, aber um das im Detail zu beantworten, müsste ich mir das noch mal selbst ansehen. Also es ist nicht, versteckt von Microsoft in irgendeiner Art und Weise, sondern es ist wirklich direkt auch von uns so dokumentiert, woran wir uns hier, hier halten und wir haben die Spezifikation selbst ja auch nicht als unseren eigenen Besitz betrachtet, sondern wir haben sie unter einer Creative Commons Public Domain, Lizenz veröffentlicht.

    Also ich denke nicht, dass man hier Microsoft wirklich, einen massiven Vorwurf machen kann, es sei denn, es wird sich gerne so was, so ein bisschen das Führungstechnisch was gedreht wird.

  95. Jens

    Okay, Marcel?

  96. Daniel

    Aber lass, lass uns doch, lass uns doch ganz, also ganz kurz: Wir nehmen den Punkt mal auf und, lass uns ihn, also weil wir können ihn jetzt hier, glaube ich, nicht, ausdiskutieren. Wir nehmen den Punkt auf und, und, lass uns diesen im Nachgang, diskutieren, also entweder im Web oder in einem eurer nächsten, Podcasts, ja?

  97. David

    Genau, da schlei-schließen wir uns noch mal kurz und, werden das dann noch mal in Technikwürze bringen. Ob wir uns dann noch mal telefonisch zusammenschalten oder das mal kurz erwähnen, da finden wir schon einen schönen Weg.

  98. Daniel

    Okay. Ganz kurz, ich wollte noch die Frage vom Jens aufgreifen, wo's, wo's darum ging, dass, dass ihr das

  99. Kay

    Sehr nett und sympathisch fand, wie wir die Sachen mit der, der Entwicklungsgeschichte angegangen sind und woher das Ganze kommt. Und die andere Geschichte oder die andere Frage war, zum Thema: Wo kommuniziert Microsoft? Wie kriege ich zum Beispiel mit, was der Daniel erzählt hat? Inwiefern wir wo mit dem B3C-Konsortium, vielleicht in Kontakt stehen oder zusammenarbeiten et cetera.

    Also erste Sache versuche ich mal so zusammenzufassen: Wenn wir uns das Thema soziale Netzwerke, anschauen, da hatten wir eigentlich vor Jahren, als die hochgegangen sind, da sind wir alle mit, mit jubeln und, und, haben alle unsere Nachbarn eingeladen und sind in diese sozialen Netzwerke reingegangen und haben uns super wohl gefühlt und haben alle unsere Fotos und et cetera dort hochgeladen.

    Und, auch da haben wir immer mal irgendwie nebenbei läufig gemerkt: Huch, ja, das ist vielleicht gar nicht- Das mache ich denn da, wenn ich meine Fotos und meinen Name und meine Religionsangehörigkeit irgendwo hinschreibe. Aber das war auch alles okay. Wir haben ab und zu mal irgendwo ein paar, ein paar Warnmeldungen gelesen. Heutzutage wird dieses Thema extrem heiß diskutiert, ja. Ich glaube, das liegt einfach auch daran, dass die Zeit sich extrem geändert hat.

    Und unter uns: Ich glaube, wir müssten noch viel, viel mehr bei diesem Thema, wie gehe ich mit sozialen Netzwerken, wie gehe ich mit meinen privaten Daten um, die ich dort, darstelle, da müssten wir eigentlich noch viel, viel mehr alle mal zusammen diskutieren.

    Das Interessante an der ganzen Geschichte ist, dass die einen zwar mehr und die anderen mal weniger, aber dass im Prinzip alle diese sozialen Netzwerke auf diese Thematik die ganze Zeit hingewiesen haben und, auch die Medien mal mit unter. Jetzt ist so ein Zeitpunkt gekommen, wo sich das alles ziemlich schnell über die Jahre entwickelt hat, wo, wo das sehr heiß diskutiert wird, und zwar auf eine ganz andere Art und Weise, und die nehmen das Ganze auch ganz anders wahr. Und, Entschuldigung.

    Und auch so, sehe ich das Ganze bei dem Thema: Wie schaffen wir das, zusammen mit, mit den Betreibern von Webseiten, dem Anwender, und allen Experten, die wir, die wir im Internet finden, dieses Thema anzugehen. Schönstes Beispiel in zehn Sekunden erklärt:, wir hatten letztens ein Teammeeting, sind da auf die Webseite gegangen, wo wir in das Restaurant gehen wollten und haben festgestellt, die Seite ist überhaupt nicht darstellbar.

    Ich habe alle mir bekannten Browser aufgerufen und festgestellt: Huch, auch da gleiches Problem. Am Ende des Abends habe ich mal den, den Chef des Hauses gefragt: „Du, weißt du überhaupt, man kann bei dir gar nicht die Telefonnummer finden, weder das Impressum aufrufen, weil der Link einfach hinter irgend so einem Menü versteckt ist.“ Und derjenige ist total hochrot aufgelaufen, im Gesicht und meinte: „Das kann ja gar nicht sein. Warum hat sich da noch niemand beschwert?

    Die Webseite ist schon zwei Jahre lang im Netz.“ Ja, das heißt auch da, versuche ich zumindest, da wo ich kann, auch ein bisschen, darauf aufmerksam zu machen. Das heißt, wir alle zusammen müssen an dieser ganzen Thematik arbeiten. Wir alle müssen uns gegenseitig darauf hinweisen, wenn wir sehen, dass Webseiten vielleicht nicht richtig dargestellt werden, wie und wo, auf worum auch immer. Dass man aber auch einfach vielleicht einfach mal denjenigen, dem die Webseite gehört, darauf hinweist, ja.

    Und ich glaube auch da, das haben wir auch immer alle getan die ganzen Jahre rüber, wenn ich mich auch an Self-HTML und Co erinnere. Überall stand das zwischen den Zeilen drinne. Man selber ist dafür verantwortlich et cetera und, weise andere darauf hin. Aber ich glaube, auch da hat die Zeit einfach geändert, dass wir da anders miteinander umgehen, ja. Und, auch da, wieso wir das so machen, wie wir es jetzt gerade machen.

    Ich glaube, dass das einfach auch der richtige Weg ist, dass wir alle zusammen dieses Thema angehen.

  100. David

    Genau, also das, was- Da gehören ja immer zwei Seiten dazu. Einerseits die Webentwickler, andererseits die Browserhersteller. Und das, was wir auf jeden Fall, zur Kenntnis genommen haben und auch gerne wieder immer wiederholen, ist das, was damals nicht so war, dass Microsoft auf jeden Fall den Dialog sucht.

  101. Kay

    Genau. Und apropos Dialog, die, die zweite Frage, also wirklich vielen Dank noch mal, das ist auch so wert. Die zweite Frage war: Wo bekomme ich denn diese Infos her, die zum Beispiel auch der Daniel vorhin so schön erwähnt hat? Ich glaube, da kann, da, da, da gibt es so blöde, wie, wie es leider klingt.

    Ich bin auch kein Fan von solchen Geschichten, aber erstens betreibt Microsoft wirklich ein, ein, ein, Portal, ein, ein Presseportal für die Presse, wo wir wirklich solche sehr offiziellen Kommunikationen heraussenden. Und, in der Tat, in Vorgesprächen zu diesem Podcast, da haben wir uns ja auch mal unterhalten. Da kam auch mal die Frage auf: Das ist ja sehr kompliziert mitunter bei Microsoft.

    Es gibt ja sehr, sehr viele Portale und ja, uns fliegt leider in der Natur der Sache, weil es auch sehr, sehr viele Produkte und Services anbieten, aber um die Frage zu beantworten. Also ein, ein sehr, sehr guter Kanal ist wirklich die-dieser Pressekanal.

    Und der zweite Punkt ist: Es gibt zum Beispiel einen Internet Explorer-Blog, der betrieben wird von dem Internet Explorer-Produktteam direkt in den USA und die eigentlich sehr regelmäßig und, und auch sehr genau, dort unterschreiben und dokumentieren, was sie gerade tun und warum sie das tun. Also jetzt alleine, diese, diese Test Cases, die der Daniel vorhin erwähnt hat, auch die sind dort sehr, sehr ausführlich, dokumentiert.

    Da wurde gesagt, wenn ich mich richtig erinnere, mit wem man gesprochen hat, wann man da gesprochen hat, warum man das gemacht hat. Und ich glaube, vorgestern, wurde da auch zum Beispiel die Fragen aufgenommen zum Thema Dialog, die, die dort in den Kommentaren gestellt worden sind, zum Thema Kompatibilitätsansicht und Meta-Tags und was mache ich, wenn ich riesig große Webseiten habe.

    Also das sind so mal zwei Quellen, die ich euch wirklich, empfehlen kann zu diesem Thema, wo man regelmäßig diese offiziellen Kommunikationen auch erhalten kann.

  102. Marcel

    Okay. Ja, das ist eigentlich auch eine ganz gute Überleitung zu dem Thema, wo ich, wo ich als Nächstes hinwollte, nämlich den, den Blick über den großen Teich. Man hatte in der Vergangenheit oft das Gefühl, dass man mit, mit dem, was man hier in Deutschland so bloggt, in, in Podcasts erzählt und so weiter, nicht, nicht wirklich irgendwas großartig bewegen kann.

    Und, das ist auch eine Frage, die, die aus der Community, als wir so ein bisschen rumgefragt haben, was denn so, was wir euch so stellen sollen, oft kam. Zum, zum einen- Ja, wie, wie läuft die Kommunikation untereinander? Also habt ihr überhaupt hier in Deutschland Mitspracherecht oder, seid ihr nur diejenigen, die dann, das, was in, in den, in den Staaten veranstaltet werden, hier in, in das rechte Marketinglicht gerückt werden muss?

    Oder, ja, wie läuft das intern und, ja, wo, wo landet das, das Feedback, was hier aus der deutschen Community kommt?

  103. Kay

    Okay, soll ich einfach mal direkt starten? Also erstens, wir sind, wir sind eine, eine Auslandstochter von Microsoft, ja. Seid ihr noch da?

  104. Marcel

    Ja, wir sind noch da.

  105. Kay

    Ah, okay. Entschuldigung. Ich hatte grad so einen Riesenknacken in der, in der, in der Leitung. Okay. Also erstens, wir sind, wir sind 'ne Auslandstochter der Microsoft Corporation. Wir sind eben diese weltweit rund, roundabout neunzigtausend Mitarbeiter und, wir sind halt eine Auslandstochter und, wir haben sehr, sehr guten Kontakt natürlich in, in die Produktgruppe und, wir tauschen uns auch sehr, sehr regelmäßig aus. Das muss man ja auch alleine.

    Wie Daniel vorhin so schön erwähnt hat: Es gibt da, nicht nur Millionen Anwender, es gibt da Milliarden Anwender, teilweise unserer Produkte und das heißt, da müssen wir wirklich sehr, sehr genau nicht nur mit, also nicht nur die, die Kollegen aus Redmond aus dem Mutterkonzern reden nicht nur mit uns in Deutschland, sondern da muss sehr, sehr speziell in die verschiedenen Länder und Märkte geschaut werden. Und da findet ein sehr, sehr großer regelmäßiger Austausch statt.

    Und, zudem sind wir auch kein kleiner Markt hier in Deutschland, in Europa. Das heißt, da findet schon ein sehr, sehr großer und regelmäßiger Kontakt statt. Und da können wir uns alle, glaube ich, glücklich schätzen. Wir haben hier in Deutschland aber auch zudem 'ne sehr, sehr große Community. Also Community meine ich wirklich mit, Anwendergruppen, meine ich, Leute wie euch, die, die sich zusammenschließen und, und Podcasts machen, ja.

    Ich glaube, da haben wir schon was sehr Spezielles hier in Deutschland und darüber bekommen wir sehr, sehr, sehr viel Feedback. Alleine kennt ihr das Thema MVP-Star?

  106. Marcel

    Das Thema was?

  107. Daniel

    Ja, ja.

  108. Kay

    Das Thema MVP-Star. Genau, also alleine, wenn man diese ganze MVP-Community sich anschaut, darüber wird auch sehr, sehr viel Feedback aufgenommen, und viele andere Communitys. Also ich glaube, da, da, da gibt es einen regen, regen Austausch und wir führen auch all dieses Feedback wirklich immer eins zu eins wieder zurück, wo dann wieder auf, auf großer globaler Ebene wieder drüber diskutiert wird.

  109. Daniel

    Man kann vielleicht noch, dazu erwähnen, dass man von außen kommende Vorstellungen hat, wie Microsoft intern arbeitet. Wir sind kein, hierarchischer, zentralistischer Konzern, sondern wir haben intern bei Microsoft auch wahnsinnig viele Community-Elemente.

    Also es gibt sowohl einen offiziellen Feedback-Kanal, zum Beispiel über das MVP-Programm, zum Beispiel über die Möglichkeit, an MS Wish als Microsoft.com E-Mail zu schicken, zum Beispiel über, Dinge, die wir in Webforen selbst lesen, wie zum Beispiel unseren eigenen TechNet MSDN-Foren, wo, auch von Corp, also von, Microsoft, den Redmond-Seiten aus genau mitgelesen wird, was die Anwender entsprechend schreiben.

    Haben wir, wenn ich Unterteilung mal sehe, zum Beispiel Unterteilung auch weltweit, aufgestellt und die wird sehr, sehr oft von den Produktgruppen benutzt, um Feedback einsammeln zu können über den lokalen Markt, weil das in Redmond so gar nicht zu adressieren ist. Aber völlig unabhängig davon gibt's zum Beispiel eine Mailingliste bei uns intern, die heißt, EE Discussion.

    Und wenn ich mal so aus dem Bauch schätze, ist das von den Mailinglisten, die ich abonniert hab, glaube ich, die auf Platz zwei. Also Windows sieben pflegt sie momentan noch. Aber der, der Austausch ist da wahnsinnig rege zwischen einerseits den ganzen Kollegen weltweit und natürlich auch die Interaktion mit den Kollegen, die dann in Redmond selbst sitzen. Und darüber lassen sich oftmals ganz, ganz über ganz kurze Wege, Dinge verändern oder auch Dinge, kanalisieren.

    Weil alleine das Stellen einer Frage dort oder das Begründen, warum man diese, diese Änderung zum Beispiel auch vorschlägt, dann sehr, sehr schnell bei der entsprechenden Person landet. In Summe sind das vielleicht zwei bis drei weitere Hops, die die Mail läuft und schon redet man tatsächlich mit der Person, die dafür verantwortlich ist und kann mit der diskutieren. Da gibt's verschiedene Möglichkeiten.

    Entweder hat man tatsächlich recht mit dem, was man hier einwirft und dann diskutiert, ob man das sinnvoll umsetzen kann, oder man bekommt einfach als andere Sichtweisen als Antwort zurück. Weil ganz oft sehen wir in den Europa 'n Problem halt aus unserer europäischen, Brille. Und was uns einfach fehlt, ist dann vielleicht die Sicht von, 'nem asiatischen Markt oder von 'nem,, arabischen Markt. Ja, was ist mit Ländern, die halt nicht von links nach rechts schreiben, sondern von rechts nach links?

    Was ist mit, Ländern, die Zeichen benutzen und keine Buchstaben? Es gibt 'ne ganze Reihe von kulturellen und länderspezifischen Eigenschaften, die wir mit, aus Europa, sag ich mal selbst, immer ziemlich deutlich unterschätzen und die halt in den Redmond zusammengeführt werden.

    Und ganz oft bekommt man dann für den Verbesserungsvorschlag, den man, eingibt, zu hören: „Ja, da haben wir doch schon nachgedacht, aber es gibt folgende fünfundzwanzig Punkte, die dagegensprechen und wir wägen ab, wie wir jetzt oder nächsten vorgehen."

  110. Marcel

    Okay. Dann denke ich mal, kommen wir zum Abschluss der Sendung und, da möchten wir euch noch 'n klein, kleines Fenster einräumen. Und zwar, sprecht ihr sozusagen zu denjenigen, die euch manchmal ma, aus Marketingsicht, die, die Steine zwischen die Füße schmeißen, die Webentwickler nämlich. Habt ihr Fragen an die Webentwickler, die wir vielleicht in einer der nächsten Sendungen klären können?

  111. Daniel

    Oder Wünsche.

  112. Kay

    Okay, also mal andersrum gesagt, erst mal muss ich jetzt leider dir widersprechen. Ich glaube, ich, ich hab oder wir haben nicht das Gefühl, dass uns, irgendwelche Entwickler irgendwelche Steine zwischen die Beine werfen et cetera. Also ernsthaft, wir, wir-- Ich liebe das persönlich und wir alle, glaube ich, mühen uns wirklich, wenn wir, -

    Feedback und konstruktive Kritik bekommen, weil wenn man die nicht bekommt, dann kann man manchmal auch Dinge einfach nicht ändern. Also das wirklich mal als, als, als Statement oder Punkt. Wir mögen das, wenn es uns Feedback, egal, in welcher Art und Weise.

    Ich glaube, und wenn ihr es mir über Twitter schickt oder keine Ahnung, wie oder über die offiziellen Kanäle, wie Dani auch so schön, gerade erklärt hat, die eine oder andere Sache finden wir wirklich relativ schnell, den direkten Weg in den Mutterkonzern. Also das nur so vorweg. Eine, eine wirklich,, offene Frage, die ich hätte, nachdem ich mich natürlich bei euch bedanke überhaupt, dass ihr uns heute eingeladen habt. Dafür noch mal vielen Dank.

  113. David

    Sehr gern.

  114. Kay

    Wir haben, wir haben-- Also mein, mein Bauchgefühl, mein Bauchgefühl ist, dass wir sehr, sehr viele Fragen hier auch heute diskutiert haben und ich glaube, wir könnten jetzt noch mal zwei Stunden weiterreden oder drei Stunden habe ich das Gefühl.

    Es gibt ja wirklich zu diesem Thema auch viel zu erzählen und es ist auch, glaube ich, okay, dass, dass man sagt, ich sehe die Sicht der Dinge so und, wir sagen, wir sehen die Sicht der Dinge so und dann gibt es noch die persönliche Meinung et cetera, et cetera. Das heißt, wir könnten da wirklich noch lange diskutieren und es ist auch gut so, dass wir diskutieren.

    Auch, auch, wir haben, auch wir haben sehr, sehr viele, Materialien dazu und da kam auch sehr häufig irgendwie der Punkt auf, : „Okay, die muss ich jetzt erst mal finden. Wie finde ich denn die bei euch?“ Zum Beispiel. Da kam eine Frage auf. Unter anderem, machen wir auch sehr viel so was wie, wie, Webcasts oder Videos oder schreiben Artikel und, und bereiten die auf, in der MSDN Library oder in der Technical Library.

    Und da ist einfach immer die Frage, weil ich habe das heute auch in der Diskussion gemerkt, wenn ihr, wenn ihr zum Beispiel ihr drei oder auch alle, die uns heute irgendwie zuhören, wir, wir machen sehr viele von solchen Videos und Artikeln. Wenn ihr jetzt zum Beispiel Lust hättet, mal eure Sicht der Dinge darzustellen.

    Also ich habe zum Beispiel letztens, über unseren Twitter-Channel mal gefragt: „Hey Leute, mal so ganz einfach, wo würdet ihr denn anfangen, das Thema CSS zu lernen?“ Ja, und habe wunderbare, ich glaube, acht, zehn verschiedene Links gekriegt. Ja. Und ich hätte auch noch mal zehn verschiedene Links, genannt wahrscheinlich.

    Und, auch da irgendwie wirklich der, der, der Aufruf oder die Bitte, wer vielleicht Lust hat, mit uns genau diese Themen, die wir heute auch mal besprochen haben: Wo muss ich die ersten Schritte irgendwie machen? Wo muss ich, woran muss ich denken? Was sind die,, schlimmsten Fehler, die ich machen kann? Schreibt irgendwie eine, ein E-Mail, an, an kaigießer at microsoft dot com gerne oder wo auch immer ihr gerne hinschreiben möchtet, über einen Twitter-Kanal oder egal wohin.

    Ich würde mich sehr freuen, weil, ich habe heute wirklich gemerkt, auch wenn wir uns irgendwie schon lange kennen et cetera, wir haben-- Das ist sehr gut, sehr häufig verschiedene Wege, Heran-, Herangehensweise und Ansichten und auch Quellen, auf die wir hören. Ich würde gerne, mit euch zusammen einmal diese ganze Thematik auch noch mal aufbauen. Also allein wir haben jetzt letztens, ich glaube, David, hast du das gesehen? Die, die, wir haben so Webstandard-Webcasts gemacht, ja.

    Und auch da schaut ihr euch doch mal vielleicht an und sagt: „Hey, ihr habt vielleicht folgende Thematik komplett vergessen", und wir würden das gerne auch zusammen mit euch machen wollen.

  115. David

    Mhm. Ich würde vorschlagen, bevor wir noch mal zu dir kommen, Daniel, und deinem Schlusswort, und deine Fragen an, an die Zuhörer, dass wir uns eventuell, wenn ihr Lust habt, in einem halben Jahr round about noch mal alle vier zusammensetzen und einfach mal die Fragen und Antworten oder die, Entwicklung, des Internet Explorer oder auch des Web noch mal zusammenfassen und einfach ein Resümee ziehen: Was hat sich in der Zwischenzeit getan? Wenn ihr Lust seid.

    Ihr seid also eingeladen zu einer nächsten Sendung im halben Jahr. Okay, dann-

  116. Daniel

    Ja, da bin ich gerne von meiner Seite aus kann ich nur sagen, nehme ich die Einladung gerne an. Mich betrifft ja eher so der, der technische Part in dieser Diskussion. Und was ich mir einfach wünsche, auch so ein bisschen von der Community, ist, dass wir vielleicht neben dem durchaus nachvollziehbaren Wunsch, nach vorne,, ganz vorne dran sein zu wollen mit den neuesten Technologien, eben auch an andere, Ansätze denken, wo man insbesondere auch die Zugänglichkeit braucht.

    Dass, dass wir nicht so sehr nur die neuen Funktionen im Blick hat, sondern eben auch im besten Fall zeigt, dass wir hier auf die Standards setzen wollen, dass wir allen Anwendern unseres Browsers eine vernünftige,

  117. David

    Okay, wunderbar. Dann danke ich für diese sehr interessante Sendung. Mit mir dabei war neben mir Marcel Böttcher. Dann, per Skype zugeschaltet, Jens Krochtreiz.

  118. Jens

    Ja, schöne Grüße aus Mainz.

  119. David

    Und die zwei, wie ich finde, sehr sympathischen und offenen Microsoft-Mitarbeiter Kay Giza.

  120. Kay

    Vielen Dank.

  121. David

    Und Daniel Melanchthon.

  122. Daniel

    Danke auch von meiner Seite.

  123. David

    Und wie gesagt, an euch, liebe Hörer, habe ich noch eine Bitte:, wir haben uns jetzt wirklich viel Mühe gegeben mit dieser Sendung. Ich möchte euch bitten, doch zahlreich, auf Technikwürze.de zu kommentieren. Schickt uns bitte auch Audiokommentare. Auch die ganzen Sachen, die ihr uns jetzt schickt, auch per E-Mail, euch@technikwürze.de, leiten wir direkt an Microsoft weiter, und versuchen, den Dialog aufrechtzuerhalten.

    Ansonsten, wie gesagt, hören wir uns nicht Technikwürze-seitig, da hören wir uns nächste Woche wieder. Ansonsten hören wir uns, in Sachen Microsoft spätestens im halben Jahr und, versuchen dann, ein Fazit, zu ziehen und, gucken, was hat sich geändert und wo geht die Zukunft hin. Ich finde es sehr spannend. Sollten wir wiederholen. Hab mich ganz doll gefreut, dass alle dabei waren. Vielen Dank.

  124. Daniel

    Jo, danke. Ciao.

  125. David

    Bis dann. Tschüss.

  126. Jens

    Ciao.

  127. Einspieler

    Mehr Qualität im Webdesign durch Webstandards. Tipps und Tricks zur Umsetzung findet ihr bei den Webkrauts auf Webkrauts.de. Für ein besseres Web.

    Weitere Informationen und die Links zur Sendung auf technikwürze.de.

p(R). !(imageFrame)/images/blog/microsoftScreen.jpg(Screenshot Microsoft-Webseite)!

Vorstellung der Gesprächsteilnehmer

BesserWeb und Internet Explorer 8

  • Was ist die Aufgabe von BesserWeb und wie ist es entstanden?
  • Der Kompatiblitätsmodus: Was ist technisch möglich und wie funktioniert das?
  • Kann der IE8 wirklich technisch mit anderen Browsern mithalten?

Fragen und Antworten

  • Microsoft im Dialog mit den Nutzern
  • Wieviel Einfluss hat das Feedback aus der deutschen Community?
    • Wie findet der informationsaustausch statt?
    • Werden die Wünsche eigentlich ernst genommen oder bestimmt stets Redmond?
  • Zu IE3-Zeiten war Microsoft technisch vorne mit dabei. Was ist dann passiert?
  • Müssen Innovationen erst reifen, bevor sie implementiert werden? (HTML5, CSS3, SVG)
  • Wie stellt sich Microsoft den neuen Technologien?
  1. BesserWeb
  2. Videos zum BesserWeb
  3. Kompatibilitätsansichtsliste von Microsoft verstehen
  4. Informationen zum Thema WebSlices sowie Web Slice Format Specification - Version 0.9
  5. Offizieller Internet Explorer Weblog 1 Web Slice and Feed Authentication – Developer Guidelines
  6. Generell Informationen für Entwickler auf MSDN zum Internet Explorer
  7. Internet Explorer TechCenter auf TechNet

Audiokommentare zur Sendung und zum Thema an echo (at) technikwürze.de.

Fußnoten

  1. Link entfernt, da nicht mehr erreichbar ↩ a ↩ b

Erwähnungen 11

Kommentare 15

  • Johannes Fürwentsches
    Johannes Fürwentsches

    Sehr interessant und informativ, echt Klasse das ihr den Dialog hinbekommen habt. Die Qualität der Telefonschalte war leider nicht die Beste, aber das ändert natürlich nichts am Inhalt.
    Genial wäre jetzt noch mit anderen Browserherstellern ähnliche Themen zu diskutieren um einen Vergleich zwischen den verschiedenen Standpunkten und Herangehensweisen ziehen zu können.

    Zum Thema der Implementierung von HTML5 und CSS3 kann ich den Standpunkt von MS schon nachvollziehen. Es sind nunmal beides noch Entwürfe und nicht als stable released. Auch wenn die Standards sehr weit voran geschritten sind und in den anderen großen Rendering Engines nach und nach implementiert werden sehe ich es nicht als Blockadepolitik diese erst zu adaptieren wenn sie wirklich final released wurden.

  • Schöne Sendung, auch wenn man nur ebstätigt bekommen hat, was man Microsoft bisher unterstellt hat. Wenn sich der normale User nicht für Updates interessiert, kann man ihm schlecht die Pistole auf die Brust drücken. Das wäre als Drohung ja wirkungslos. Einfach updaten.

  • Ich bin absoluter Technikwürze-Fan und war auch sehr gespannt auf diese Folge. Vielleicht war es ja auch mal gut MS Raum zu geben - aber mir war es zu wenig Diskussion bei so viel Fachwissenden. Aber guter Startpunkt sich mit den Argumenten auseinanderzusetzen und einen besseren IE zu entwickeln (lassen). Und eine Weg zu finden, den IE 6 endgültig abzulösen.

    • @Peter: Eine richtige, lang ausufernde Diskussion hätte die Sendung locker auf die dreifache Zeit gebracht. Du hast die "kompakte Art" zu antworten ja mitbekommen. Zudem werde ich keinen der Micrsofties überzeugen und die mich nicht. Die Zuhörer müssen sich ihr Urteil bilden.Ich habe da bewußt auf zugespitzte Statements gebaut und wollte unseren Gästen mehr Raum geben.

      Ich denke, die wenigsten hören Microsoft richtig zu und kennen deren Standpunkt. Das hilft auch dabei, ihn falsch zu finden :-)

  • Einige Standpunkte von MS kann ich jetzt etwas besser nachvollziehen, wie zum Beispiel die Frage der CSS-Standards und moderner Techniken. Auch wenn ich trotzdem nicht nachvollziehen kann, dass man die Dinge, die experimentell implementiert sind mit einem -ie-Prefix versieht. War es nicht auch so, dass zur endgültigen Verabschiedung eines Standards zwei Implementierungen in Browsern stattgefunden haben müssen?

    Noch viel weniger verstehe ich die Implementierung des Standard-Tags und des Kompatibilitätsmodus. Denn eine wirkliche Daseinsberechtigung sehe ich im Falle der Browserweiche nicht, man versucht hier Fehler anderer zu lösen, die in Folge alter eigener Fehler begangen wurden. Hier wird früher oder später ein Schnitt notwendig sein. Sonst wird der IE 29 noch einen Kompatibilitätsmodus für den IE 7 mitbringen müssen. Man verschiebt das Problem nur einfach in die Zukunft.

  • @ Andreas: Recht hast Du. Das MS grundsätzlich das Potential hat, einen guten Browser zu machen, haben sie bewiesen. Nur leider sind sie auf der Hälfte des Weges einfach stehen geblieben, was für mich nicht nachvollziebar ist. Etwas mehr Mut; auch zu einem Updatezwang auf die neueste Browserversion wäre angebrachter. Dann zieht auch das dusselige "Hausmeister" Argument nicht mehr.

    @ David: Die technische Qualität wird immer besser, Du must wahnsinnig viel Zeit (und Geld) in dieses Projekt investieren. Dank an Dich hierfür!

    Vielleicht magst Du den MS Jungs beim nächsten Mal noch den Gebrauch von Skype erklären, dann können wir ihre "Argumente" besser verstehen. Selbst die schlechteste Skype Verbindungen der Technikwürze Folgen war bedeutend besser wie diese Telefonquali. Schade...

Weitere 9 Kommentare anzeigen
  • Ich bin auch sehr begeistert von dem Podcast hier, nur die letzte Sendung war nicht so nach meinen Geschmack. Erstmal konnte man kaum die zwei von M$ verstehen und zum anderen kamen die nicht so richtig zum Thema. Es wurden nur Themen angeschnitten, irgendwie waren sie auch nicht richtig vorbereitet. Das wundert mich irgendwie, ich dachte immer das Leute in deren Positionen eine bessere Übersicht zu den Themen hätten.
    Der IE wird nie ein guter Browser werden, da können sie machen was sie wollen. Weil er viel zuviel Altlast mitsichführt von den Vorversionen.

    Aber trotzdem von mir auch ein grosses Danke schön für die gute Arbeit hier.

  • Die Statements der MS-Leute hätte man gut und gerne auf 1/8 der Zeit kürzen können und die Aussage hätte nicht weniger Gehalt gehabt. Es war allerdings mal interessant zu hören, aus welchen Gründen sie, bestimmte Entscheidungen gefällt haben und ich kann die eine oder andere aus MS-Sicht sogar nachvollziehen.

    Allerdings den IE8 als den tollsten Browser in diesem Universum anzupreisen fand ich schon extrem übertrieben. Ich verstehe auch immer noch nicht, wo es weh tun soll mit vendor Prefixes neue CSS3 Eigenschaften testweise einzuführen. Damit geht keine alte Seite kaputt.

  • Jens, an der „kompakten Antwortweise“ der Microsofties merkt man doch, dass man MS nicht mehr zuhören kann. Es zeigt, dass MS (Ja ich weiß – zwei Leute repräsentieren nicht unbedingt einen Konzern mit knapp 90.000 Mitarbeitern) nicht zu anständigen und prägnanten Antworten fähig ist und man des Zuhörens sehr bald überdrüssig ist.

    Ich kann es ja nur begrüßen, dass der IE8 nun endlich, nach gefühlten Äonen am aufrechten Webstandards-Gang teilnimmt – so halbwegs irgendwie. Ich kann es auch nur begrüßen, dass MS endlich anfängt, irgendwie den Dialog zu suchen – was allerdings hinten bei rausfällt wird sich zeigen müssen.

    Anfangs war ich ja noch sehr erfreut, dass es vielleicht einen Hauch von Friedensangebot zum Thema gibt, aber hier hat mal wieder ein Microsoft-Mensch bewiesen, für was das ganze Unternehmen steht: Unübersichtlichkeit, Langatmigkeit, Konstanzlosigkeit, Schwafelei. Das ist kein persönlicher Angriff, es vermittelt mir nur den Eindruck, dass man scheinbar bei Microsoft echt der Meinung ist, alle sind doof und man müsse alles breit erklären. Natürlich hat Microsoft – ausgehend vom Statistikwissen über Nutzerschaften – eine verdammte Pflicht, die Nutzer aufzuklären. Ja aber doch nicht auf Youtube mit ein paar Videos, die unbedarften Anwendern sicherlich mehr Fragezeichen aufwerfen, als nehmen. Wenn man einen eigenen Browser ins eigene System klebt und sich auch noch damit brüstet, dass man 1 Milliarde Anwender begnügt, es aber nicht hinbekommt, den Leuten „das blaue E“ zu erklären, dann läuft doch was schief.

    Microsoft versucht seine jahrzehntelang „gepflegte“ Hochnäsigkeit jetzt damit zu rechtfertigen, dass so viele Anwender sich nicht damit abfinden können, dass plötzlich neue Systeme existieren (sogar im hochgelobten „Wie geht’n das mit dem Internet“-Video wird angeraten, doch bitte den Browser stets aktuell zu halten, mit Updates!). Das konkurriert allerdings mit der Aussage, dass der User nicht an Veränderungen interessiert ist. Vielleicht sollte man sich ein sinnigeres Update-Konzept einfallen lassen, statt mit kryptischen Zahlenkombinationen und Informatiker-Gefasel das anzubieten.

    Und freilich kann man den Update-Prozess systemunabängiger Browser (Firefox, Opera – nein, auch Safari hat da durchaus IE-Allüren – Updates via Systemsoftwareupdates) schlecht reden, denn die nutzen nicht die systeminterne Updatefunktion, um aktuell zu bleiben. Und dann kann man auch von „monatlichen neuen Versionen“ reden. Als wäre es beim IE anders! Oder vielleicht wäre genau das der richtige Weg, um dem Nutzer zu vermitteln, dass ein Weiterentwicklungsprozess für die Software stattfindet.

    Warum können die Jungs nicht einfach mal – ein verdammtes Mal – sagen: „Sorry, tut uns Leid, die letzten 8+ Jahren waren der reinste Scheiß, wir konnten’s nicht besser, wir arbeiten dran“ statt stundenlang zu labern, wie toll doch jetzt ihr Support für Probleme ist, die sie sich vor 10 Jahren wie eine Dauergrippe eingefangen haben?! Hätte MS vor wenigen Jahren erkannt, was alles schief läuft, dann hätte man heute nicht nur weniger Stress, auch die Webentwickler sich in ihrem Job wohler fühlen und beim Gedanken „im IE testen“ nicht das eiskalte Schaudern über den Rücken rennt. Ich persönlich betrachte IE6/7/8 nur mehr als sinnlosen Klotz am Bein, der schnellstmöglich abgeschüttelt werden muss. Oder wie ein ausgeworfenes Mikado, wo man schon beim Anschauen die Stäbchen verwackelt.

    Die Argumentation, dass die CSS3-Implementation via Vendor Extensions ein Balance-Akt ist, ist doch völlig aus der Luft gegriffen. Gecko und Webkit arbeiten damit seit Jahren und treiben die Entwicklung voran und Microsoft könnte da entscheidenden Einfluss haben. Stattdessen wird mit haltlosen Argumenten („Vorschreiben von Funktionen, blah blah“) gearbeitet. Bitte? Was soll das? Der Nutzen von Vendor Extensions und deren Funktionen ist freiwillig und soll dem Nutzer Mehrwert bieten, nicht davon abhängen, ob der Webentwickler einen schlechten Tag hat. Wie sich um das Thema rausgewunden wurde, geht echt auf keine Kuhhaut mehr.
    Und auch der Ansatz, HTML5 nur beiläufig zu beachten, zeigt die Innovationsunlust Microsofts.

    Dass sich MS mit dem IE8 nicht – aber auch in keinster Weise – freuen braucht, zeigt dieser Test hier: http://cybernetnews.com/browser-comparison-internet-explorer-firefox-chrome-safari-opera/

    Dass das einfach nur ein Monster-Fail ist, bedarf keiner weiteren Diskussion. Komisch nur, dass andere Browser-Entwickler sowas als Ansporn betrachten würden, MS dagegen redet sich mit Unwägbarkeit raus. Ja nee, is’ klar …

    Sorry, aber das Interview hat mir wieder genau gezeigt, was eigentlich Sache bei MS ist – Daniels und Kays Enthusiasmus in allen Ehren – nichts Neues, alles beim (unerträglichen) Alten. Gratulation.

    Achso, David, das Eingabefenster hier ist eindeutig zu klein. ;)

  • Sorry Jungs, ich hab mir gerade den Podcast in der Bahn angehoert und bei der haelfte des Beitrags hab ich es vor Muedigkeit kaum geschafft, noch konzentriert mitzuhoeren.

    Viel blah, blah um nichts. Stellenweise hatte ich einfach nur das Gefuehl, dass sich die Herrsachften versuchen rauszuwinden und Entschuldigungen fuer Fehler aus den vergangen Jahren zu praesentieren.

    Ich weiss selber nicht so genau, was ich erwartet habe aber Ausreden und Ausfluechte, habe ich sicher nicht erwartet. Im Grunde kann ich mich nur datenkind in vollem Masse anschliessen und euch raten, dass ihr solche Aktionen doch bitte lieber bleiben lasst. Es mag durchaus nobel sein, wenn man jetzt auf die Leute zugeht und sie auf Fehler hinweist und aufklaert aber wer hat uns denn eigentlich zu diesem Punkt gebracht?!

    Die Herrschaften duerfen doch eh nichts neues Erzaehlen und gegen die eigene Firma, wird sich wohl auch niemand stellen. So nutzt das niemandem etwas.

  • Vorab: Ich zähle mich selbst zu der Gattung User mit "gefährlichem Halbwissen", tätig im Bereich Werbung - Marketing - Design.

    Dank dieses nur notdürftig ausreichenden Wissensstandes (das meiner Meinung nach die allermeisten Webdesigner, Programmierer etc. aufweisen) hat diese Sendung wie eine Offenbarung der Firma Microsoft auf mich gewirkt.

    Jenseits aller Details, Schwierigkeiten, Standpunkte, Vor- und Nachteile, die die freundlichen Mitarbeiter von Microsoft erläutert haben, ist bei mir vorrangig eine einzige, niederschmetternde Message hängengeblieben:

    "Wir können keinen guten Browser machen (aus welchen Gründen auch immer), deshalb rufen wir jetzt die Webmaster persönlich an, damit diese ihre Seiten so stricken, wie es IE8 am liebsten hat..."

    Wer um Himmels willen hat sich diesen Wahnsinn ausgedacht?

    Ich hoffe für MS, dass diesen PodCast nicht allzuviele "gefährliche Halbwissende" hören, bei denen unter Garantie eben nur diese extrem geschäfts- und image-schädigende Message hängen bleibt!

    Andererseits wünsche ich mir persönlich, dass diese Message möglichst viele User erreicht, was vielleicht eine merkbare Verlagerung der Browser-Marktanteile zugunsten FF und Safari hätte (ja ja - die Hoffnung stirbt zuletzt... ;-)

    Den Dialog mit Web-Entwicklern und Endverbrauchern zu suchen, ist freilich sehr löblich von MS (eigentlich auch selbstverständlich und nichts erwähnenswertes...).

    Ich erinnere mich an ein witziges Telefonat mit einem meiner Kunden: "Wie muss ich meinen Browser einstellen, damit meine HomePage auch so gut aussieht wie bei Ihnen?" (er war tatsächlich der Meinung, wenn er seine Website auf seinem Rechner mit seinem Browser ordentlich dargestellt bekommt, wäre diese Darstellung dann für die ganze Welt so).

    In wie weit die Tutorial-Videos bei MS BesserWeb auch solch banale (nicht seltene) Problemchen lösen, will ich nicht zu beurteilen.

    Wenn ich als SystemAdmin/Webmaster eines großen Konzerns einen Anruf von Microsoft erhalten würde mit der Empfehlung/Aufforderung, etwas an dem Online-Auftritt des Konzerns aus IE8 Kompatibiläts-Gründen zu ändern, würde ich es vermutlich als Frechheit empfinden.

    Als kleiner Webmaster irgendeiner Klitsche wäre ich vermutlich geschmeichelt.

    Ich glaube, Microsoft würde gut daran tun, diese "dialogfördernden" Maßnahmen still und leise zu vollziehen, wenn sie denn tatsächlich nicht zu vermeiden sind, um IE8 in die aktuelle Browser-Wallhalla emporzuhieven.

    Die lauten BesserWeb Community-Töne halte ich für sehr bedenklich und wenig bedacht aus der Marketing-Sicht.

    "Besserweb: Besser für alle" - ich kenne den Slogan bereits etwas anders: "Einfach für alle"...


    Vielen Dank für den tollen PodCast: weitermachen!

  • Als langjähriger Hörer habe ich gespannt die Zeit für den Podcast frei gemacht und wurde bitter enttäuscht.
    Schön, dass man diese Themen anspricht und Fachleute von MS heran bekommt. Nur leider wurde aus meiner Sicht zu wenig und kontrovers diskutiert, einzig Jens geht ein wenig auf die Themen ein und läßt die nichtssagenden Antworten der MS Vertreter nicht einfach stehen. Der Gehalt der Sendung ist doch recht schmal und man hätte sicher die Antworten kürzen können, ohne Aussagen zu verfälschen. Die Sendung ist sicher ein Chance für MS gewesen, um in den Kreisen der Zuhörer ein wenig Aufmerksamkeit und Gehör zu bekommen - dich Chance wurde verpasst.
    Trotzdem und nicht, dass es in ein falsches Licht gerät; die Sendung ist toll und es schön, dass man sich die zeit zum Erstellen der Podcast nimmt.

  • Ich hab den Podcast jetzt zur Hälfte gehört und irgendwie erinnern mich die beiden MS-ler stark an ganz viele Politiker, die man zu heiklen Themen befragt: Es wird geredet und geredet, aber nichts gesagt!!! Zum einen sagen sie, die User mögen es nicht, wenn man ihnen Zwang auferlegt, und ihm nächsten Satz will man die User doch sanft zwingen etwas zu machen.
    Für eine echte Diskussion war hier einfach nicht genügend Raum. Allein schon durch die Verzögerung durch die Telefonleitung. Sowas kann meiner Meinung nach nur vernünftig auf einem Podium stattfinden.
    Mir fehlt ja noch die Hälfte des Podcasts, aber ich glaube, dass den Technikwürze-Hörern sich leider nix Neues ergibt und sich die bestehende Meinung über den IE nur noch mal bestätigt und verfestigt.

  • Es war sehr interessant, auch mal Microsofts Sicht auf das Thema Browser kennen zu lernen. Ich kann durchaus verstehen, dass das Abschneiden alter Zöpfe für ein weltweites Unternehmen - wie MS es nunmal zweifelsohne ist - ein heikles Unterfangen darstellen kann. Ich denke schon, dass sich viele deren Kunden massive auf die Füße getreten fühlen, wenn das blaue "e" auf Ihrem WIN2K-Desktop nicht mehr das macht, was es sollte. Dennoch ist die Frage berechtigt, warum alte IE6-optimierte Seiten im IE8 evtl. nicht funktionieren - während sie in allen anderen modernen Browsern korrekt dargestellt werden. "Schlechte Browserweiche" ... naja, keine sonderlich plausible Erklärung - schliesslich hätte die Einführung eines neuen Browser-ID-Strings da sicher Abhilfe geschaffen. Oder irre ich mich? Wie dem auch sei: Das Microsofts neuester Browser noch immer am Acid3-Test scheitert, spricht nicht gerade für moderne Technik. Aber immerhin scheint man nun mehr denn je dialogbereit. Ein großer Schritt in die richtige Richtung. Tolle Sendung, vielen Dank!

    • @André Freut mich, dass es doch noch wem gefallen hat ;-)

      Insgesamt möchte ich mich bei allen nochmal für die zwar nicht so zahlreich geschriebenen, dafür aber umso ausführlicheren Kommentare bedanken! Ich kann den Unmut vollstens verstehen, auch wir hätten uns an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Action gewünscht was in einer 5er Telefonkonferenz nicht immer einfach ist. Daher würden wir uns für einen potenziellen Folgetermin zu Microsoft einladen lassen.

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