Barrierefreiheit im Netz der Daten Technikwürze 151
Auf dem Symposium für Barrierefreies Webdesign hat Chris Heilmann, Yahoo-Web-Evengelist einen Vortrag über Barrierefreiheit im Netz gehalten. Die Aufzeichnung dieses sehr interessanten und kurzweiligen Vortrag hört ihr in dieser Folge der Technikwürze.
Transkript der Folge
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David Herzlich willkommen, liebe Freunde, zur 141. Technikwürze.
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Einspieler Herzlich willkommen zu Technikwürze, eurem Design- und Webstandards-Podcast. Von und mit David Matyiewski.
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David Die letzte Sendung, denk ich, war 'n Riesenerfolg für uns. Neben der interessanten Sendung haben wir viel Feedback von euch bekommen. Zum einen sind bis heute so aktuell 42 Kommentare eingetrudelt mit Dankesregen und Vorschlägen, was wir denn so ändern können an der Webseite und an unseren Inhalten und zum anderen haben wir über 120 Hörer gewinnen können, die an unserem Gewinnspiel mitmachen. Denn zusammen mit Unimall verlosen wir derzeit immer noch, und zwar bis zum 31.
Oktober, das Grafiktablett Wacom Bamboo. Ist nigelnagelneu, haben wir in der letzten Sendung vorgestellt und das Coole an diesem Grafiktablett ist, dass es 'ne Multitouch-Steuerung durch die Finger hat, genauso wie am MacBook. Also: Das Einzige, was ihr dazu tun müsst, um das Ding zu gewinnen, ist, ihr geht auf Technikwürze.de, ah, Blödsinn. Ihr geht auf unimall.de/Technikwürze oder auf Technikwürze.de und klickt dort den Link zu Unimall an.
Füllt das Formular bei Unimall aus und, mit 'n bisschen Glück habt ihr nächsten Monat das Grafiktablett in der Hand. Liegt hier übrigens noch bei mir. Ich hab das immer noch im Einsatz und, bin immer noch hellauf begeistert. Das werd ich dann schön zusammenpacken, Schleifchen drum machen und dann zu euch schicken, wenn ihr der Gewinner seid. Was natürlich auch super interessant war in der letzten Woche beziehungsweise in der aktuellen Woche, war natürlich das Feedback. Logisch, ja.
Also wir wollten von euch wissen und möchten immer noch von euch wissen, : Wie seht ihr sie, die Sendung in der Zukunft? Was können wir verbessern? Was können wir machen? Was für Themen wollt ihr haben? Also schreibt uns, wenn ihr Vorschläge habt, 'ne E-Mail an echo@Technikwürze.de, besucht unsere Webseite oder hinterlasst uns dort 'n Kommentar. Natürlich nehmen wir auch gerne Audiodateien an, ne, weiterhin. Rückblickend, was uns extrem überrascht hat, ist wirklich eure Spendenbereitschaft.
Also das, fand ich persönlich richtig der Knüller. Denn in der letzten Sendung hatten wir ja zum Spendenmarathon aufgerufen. Und zwar wollen wir so circa 1.500 bis 1.600 Euro in neues Aufnahmeequipment stecken, damit wir euch in Zukunft noch spannendere Sendungen produzieren können. Aktuell zur Stunde haben 57 Hörer unseren Aufruf, gehört und haben uns exakt 935,23 Euro überwiesen, beziehungsweise gespendet. Richtig, richtig geil.
Also ganz ehrlich, wir hätten es nie erwartet, dass wirklich so viele Hörer in dieser kurzen Zeit, also knapp einer Woche, so viel spenden. Zumal andere Podcasts öfters irgendwie zu Spenden aufgerufen haben und, nicht großartig über Amazon-Buchbestellungen hinaus kamen. Also wenn ich mich nicht ganz irre, sind wir sogar der erste Podcast, der es, sowieso erreicht hat, binnen dieser kurzen Zeit so viel Spenden akquirieren zu können. Aber es geht um Inhalte, liebe Freunde.
Ich glaube, dass wir heute mit eurer Hilfe – und da bin ich mächtig stolz auf euch – die, die 1.000-Euro-Spenden-, -Grenze quasi knacken. 600 Euro fehlen uns quasi noch. Also würden euch, wir- würden euch, würden uns natürlich richtig freuen, wenn ihr uns noch 'n Obolus überweist, denn wir wollen mehr Inhalt bringen, wir wollen, bessere Audioqualität bieten und uns in Zukunft, öfters auf Barcamps und so weiter rumtreiben, dort mit 'nem mobilen Aufnahmeequipment unterwegs sein.
Und das, denk ich, wird auch 'ne ganz spannende Geschichte. Grundsätzlich, wenn ihr sagt: „Okay, ich möcht euch was spenden, aber ich hab nicht so viel Geld.“ Wenn jeder Hörer der Technikwürze nur einen Euro spendet, ich denke, dann sind wir locker, locker, locker, locker weit über unserem Ziel, was wir erreichen wollen. Die Spendenseite von Technikwürze selbst, da ist immer aktuell jeder Hörer, der uns spendet, drauf verzeichnet. Soll sich ja auch 'n bisschen lohnen für euch.
Aber ich bereite da noch mal was vor in den nächsten Tagen, dass ihr auch sehen könnt, wie viel Prozent von dem, was wir eigentlich erreichen wollen mit unserem neuen Aufnahmeequipment, ist denn schon erreicht. Okay, kommen wir mal zum eigentlichen Inhalt dieser Sendung. Und zwar war ich ja, auf der Best of Accessibility in Düsseldorf und hab Chris Heilmann in eine Audiospur gepresst und mitgebracht. Der hielt nämlich dort auf der BoA einen Vortrag über Barrierefrei im Netz der Daten.
Das klingt zunächst einmal ziemlich dröge und absolut unspannend, doch wer Chris kennt, weiß, dass er extrem spannend und unterhaltend werden kann. Und das war's wirklich. Also für euch, jetzt Chris Heilmann in voller Länge seinen Beitrag, Barrierefreiheit im Netz der Daten.
Ich wünsch viel Spaß beim Hören und dann, hören wir uns wieder nächste Woche, wenn ich wieder hoffentlich tolle Meldungen hab, zu dem Spendenmarathon von Technikwürze, neue Teilnehmer an unserem Gewinnspiel mit Unimall, die uns das Wacom-Tablett zur Verfügung stellen oder was auch immer. Bis dahin.
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Einspieler Die Expertenrunde.
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Chris Heilmann Wie gesagt, bin gerade erst eingeflogen, hab das im Flie, im Flieger geschrieben. Also ich weiß auch nicht ganz genau, was es ist, aber das werden wir schon alles haben, weil das alles Sachen sind, die ich seit längerer Zeit jetzt schon mache und, auch sehr, sehr wichtig finde, dass wir, als, gerade als barrierefreie Entwickler und barrierefreie-
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Chris Heilmann Fans das Problem haben, dass wir weit, weit hinten dran sind in der Technik der, des Internet. Wir, wir zählen noch Sachen, sie müssen irgendwelche, Vorgaben von 1999 erfüllen oder irgendwelche Seiten sind nicht möglich, so zu erstellen, weil der und der Browser dann doch noch dabei ist.
Während Leute wie Facebook und andere Seiten sich nicht mehr daser, da so drüber stören und auch da leider bei, leider auch damit wegkommen, total nicht barrierefreie Seiten zu bauen, weil eben wahnsinnig wenig Leute sich darüber beschweren und wahnsinnig wenig Leute, Leute auch zeigen, wie's anders gemacht werden kann. Also was ich in diesem Vortrag zeigen werde, ist, dass es Möglichkeiten gibt, Seiten, die jetzt im Internet sind, vollkommen zu verändern, ohne dass man Zugang zu diesen hat.
Und das ist ganz, ganz wichtig, weil ich kann mich mit dem Mund fusselig reden, wenn ich zu Firmen gehe und zu anderen Leuten in meiner Firma gehe und sage, wir müssen das so und so machen, aber die hören doch nicht zu. Wenn ich andererseits die Seite umbaue und ihnen anzeige, wie das aussieht, dass sie schon mit rumspielen können, dann geht das ganz verständlich herein und darum geht's heute.
Also Webentwickler haben's schwer und das ist eigentlich seit langer Zeit so, weil Webentwickler sind von anderen Entwicklern nicht so wirklich als Entwickler angesehen. So: „Ja, ihr macht nur den HTML-Kram, das kann ja jedes Kind, ist ja was für Mädchen." Und so, und andere Leute in der Firma haben das zweite Problem Webentwickler, dass Barrierefreiheit immer das Problem vom Webentwickler ist. Wahnsinnig oft merke ich es an Firmen, die sagen: „Oh, unsere Seite muss barrierefrei sein.
Das macht unser HTML-Typ." Während der Designer was ganz anderes gebastelt hat, was überhaupt nicht barrierefrei sein kann, weil's eben keine Labels für verschiedene Input-Elemente gibt, weil's Texte gibt, die so groß sind oder alles, absolut positioniert ist und Navigationen nicht sich verbreitern können und so weiter und so fort. Und Projektmanager interessiert sowieso nicht.
So im Endeffekt als Webentwickler wird man immer, hat man immer das Problem, dass wenn was falsch läuft auf der Seite, ist man der Mensch, der angesprochen wird. Ich hab oft genug, Texte in Datenbanken gehabt, die totaler Blödsinn waren und dann habe ich irgendwelche Bug-Reporte bekommen, dass ich doch bitte das abändern soll.
Oder ein Editor hat was gebastelt in dem What-you-see-is-what-you-get-Editor und ganz tolle Font-Tags reingebaut und au, und auf einmal meinten andere Entwickler: „Hä, du schreibst hier mit Font-Tags. Ja ganz, ganz böse." Was das zweite Problem ist, dass das Problem Barrierefreiheit auf uns abgeschoben wird, weil jeder meint, es ist ein technisches Problem. Es ist ja, oh, Browser machen's nicht richtig und Screenreader sind ganz, ganz schwierig und bla, bla, bla.
In, in Wirklichkeit ist es ja ein menschliches Problem. Das ist ja ein Problem: Wie fange ich ein Produkt an? Fange ich ein Produkt an, indem ich sage, das muss so und so aussehen und mein Logo muss drauf sein und das muss so und so viel Millionen Nutzer haben? Oder fange ich ein Produkt an, indem ich sage, Leute kommen mit einem Problem zu meiner Webseite und ich löse das Problem für sie? Und das ist immer mein größtes Ding.
Ich gehe irgendwie beim Council in England beispielsweise hin und versuche, meine Mülltonnen abholen zu lassen und hab dann irgendwie eine Seite, wo ich sechzehn verschiedene Formulare ausfüllen muss in drei verschiedenen Navigationsparametern und sonst was und denk mir so: „Wer hat dieses Ding gebaut?" Ich will nur sagen: „Holt meinen Müll ab." Das sollte ein Knopf sein.
Für mich müssten, müssten wir schon nach zehn, zwölf Jahren Webentwicklung müssten wir schon so weit sein, dass sich Webseiten meinen Problemen anpassen. Wenn ich jetzt beispielsweise zu, zu der Webseite komme und fünfmal, fünfmal denselben Schritt mache, sollte ein Knopf dafür erstellt werden für mich. Vielleicht willst du noch mal fünfmal denselben Schritt machen, indem du einen Knopf drückst.
Und die Technik dafür ist da, aber niemanden interessiert's wirklich, weil wir dann doch, ist viel wichtiger, ob wir jetzt den Font verwenden können oder diese Farbe oder dann doch das Logo drüberstellen können und ein schönes Bild drunter machen können und solche Sachen. Und wenn wir dann was fast barrierefrei erstellen, die Einzigen, die zurückkommen und meckern, sind, sind Webentwickler.
Ich habe noch nie jemand Behinderten gehabt, der mir eine E-Mail geschickt hat und gesagt hat: „Deine Seite kann ich verwenden." Aber ich kriege an die dreihundert E-Mails von irgendwelchen Webentwicklern, die meinen, sie müssen das Web für mich lösen und sagen: „Da ist ja ein, ein Und-Zeichen drin, das falsch encoded ist. Das ist aber nicht barrierefrei." Und so geht es die ganze Zeit und es geht mir ziemlich auf die Nerven.
Das Haupt, die Hauptursache für dieses Dilemma ist, dass wir das Web falsch anpacken und das sieht man immer wieder. Jeder-- Leute machen das Web wie Printseiten oder wie ein Fernsehsender oder wie ein Radiosender, anstatt zu sehen, dass das Web eben nicht auf jedem Browser gleich aussehen darf. Das ist ja das Hauptproblem. Jeder meint, wir müssen die Webseite entwickeln, die muss überall gleich aussehen. Und damit mache ich das Web kaputt.
Das Web ist dafür da, sich anzupassen zu den Bedürfnissen des Benutzers. Und das geht im Fernsehen eben nicht, das geht im Radio nicht, das geht im, in Zeitungen nicht und deswegen haben wir ein Problem damit. Das ist ein neues Medium, das wir immer noch nicht verstanden haben, zwölf Jahre später. Wenn deine Webseite in jedem Browser gleich aussieht, hast du was falsch gemacht.
Wir sollten im besseren Browsern gut aussehen und in Nicht-Browsern wie IE6 wirklich nur die Daten den Leuten geben, dass die Leute mit umgehen können. Und das ist eben ganz, ganz wichtig, dass Leute das verstehen. Webtechnologie ist nicht so schlecht, wie wir sie immer darstellen. Jeder meckert: „HTML ist nicht gut genug. JavaScript ist ganz böse.
Flash ist sowieso was, was für Leute, die Leute Behinderte hassen." Und mir geht es auch auf die Nerven, weil es wirklich nicht so der Fall ist, weil die Webtechnologien sind gut genug, wenn wir sie richtig verwenden. Erinnert sich noch jemand an das Ding? Der Commodore 64. Meine erste Maschine, mit der ich Geld gemacht hab und Computersachen gemacht hab und Spiele entwickelt hab und sonst was.
Und als Grafiker hatte man hundertsechzig mal zweihundert Punkte Auflösung in sechzehn Farben und alle, und in jedem acht mal acht Block hatte man vier Farben. Das war alles, was wir hatten und da gab's keinen Weg drum rum. Und die ersten Produkte, die dann rauskamen, sahen dann eben so aus. Das war die Grafik, die Leute gemacht haben. Cool.
Damals war das ein: „Boah, klasse, das ist ja der Hammer." Und dann später haben ein paar Firmen gemerkt, weißt du was, wenn wir ein bisschen mehr Arbeit reinstecken, dann können wir so was erstellen. Und das sah dann schon besser aus. Und dann kamen die Freaks. Dann kamen die Kids wie ich, die zu Hause sitzen, anstatt rauszugehen und mit dem Computer spielen und so lange dran rumfummeln, bis wir mit denselben Vorgaben, denselben Parametern solche Sachen erstellen können.
Das ist dieselbe Grafikkarte, das, das, dieselben, dieselben Vorgaben, aber der Typ hat an die zwanzig Stunden reingesteckt anstatt vier Stunden. Und dann andere Entwickler kamen dann an und haben dann die Technik so weit ver-verändert, dass man jetzt mit Überlagerung von zwei Bildern dann eine doppelte Auflösung hatte und sonst was. Das ist immer noch der gleiche Rechner. Das ist immer noch das gleiche Grafikformat.
Das ist nur, nur was bisschen verändert und schon konnte man solche Sachen basteln. Und mit Webentwicklung sind wir die ganze Zeit nur am Meckern, dass die Sachen nicht gehen. Anstatt zu bedenken, vielleicht müssen sie gar nicht so sein, wie wir die ganze Zeit sie haben wollen. Webtechnologien sind gut genug, wenn man sie richtig anwendet. Und ja, richtig anwenden ist lustig.
Nur mal im Web sich umzugucken als Datenmensch wie ich und zu schauen, welche Seite jetzt wirklich HTML ist und wirklich UTF8,, hat und eben keine falschen Zahlen, Zeichen drin hat und keine falschen Daten drin hat, ist wahnsinnig schwer zu finden. Das war ein super Beispiel bei uns zum Beispiel auf der UK TV yahoo dot com Seite.
Das war die Search Bar, die wir seit fünf Jahren drin hatten und das Ding war wirklich, Links mit JavaScript drauf, die eben dies, das Formular umgeschrieben hat und dann eben woanders hingeschickt hat, wenn man auf die einzelnen Links geklickt hat. Wenn ich jetzt auf meinem Blackberry bin oder auf anderen Sachen, die kein JavaScript hatten, konnte ich mich dumm klicken auf diese Links und es ist nichts passiert. Es hat immer eine Websuche gemacht, egal welche ich ausgewählt habe.
Ob ich habe Bilder ausgewählt und es kam nichts, es kam Web zurück und das ist einfach nicht gut genug für mich. Das ist einfach so was, sowas packe ich nicht live. Und dann haben wir es angeguckt. Gut, was machen wir mit den Webstandards? Und haben HTML angeguckt. Radiobuttons und schon ist das ganze Ding, funktioniert das auch für jeden. Und dann haben wir es mit CSS so gestylt, dass es aussah wie das alte.
Das zweite, was wir damit gemacht haben, wir haben dann eben, je nachdem, welchen Radiobutton du ausgewählt hast, haben wir auf dem Server weitergeschickt zu einer anderen Suchmaschine und dann konnten wir auch diese ganzen Sachen, die ganzen Daten nach, nachschauen, wer jetzt was geklickt hat, anstatt es noch mal mit einem extra JavaScript machen zu müssen.
Aber das möchte ich, möchte ich Leuten mal mitgeben: Schaut auf eure, wenn ihr, wenn ihr Sachen bekommt vom Designer und es sieht so aus, schaut nicht nach, wie das auszusehen hat, sondern schaut nach, was ist die Aufgabe, die jemand erfüllen will hier. Und das ist entweder Web, Images, Video oder Audio auszuwählen und eine Suche zu starten und nicht so, oh, das muss so aussehen mit dem Pixelkram und dem Teil. Gleiche hier.
Wohl das Übelste, was man als Webentwickler jemals, jemals erstellen muss, sind die TV Schedules. Und zwar ist das ein Problem, weil wir schauen es an. Ja, ist eine Tabelle kein Problem. Dann hat man aber so Fernsehsendungen, die drei Minuten lang sind und wir haben das lange angeguckt, haben wir mit rumgespielt. Und wenn wir jetzt da CSS ausschalten, das ist da, das ist der, die, das HTML dahinter. Headlines und Ordered Lists und jeder kann das verstehen. Blinder Mensch kann das verstehen.
Ich kann es auf meinem Blackberry angucken, ich kann es auf meinem iPhone angucken, ich kann's, eben so sehen, wie es hübsch ist in meinem, in meinem Browser auch. Im Endeffekt baut das zuerst und dann baut das Hübsche. Aber wir bauen immer erst das Hübsche und dann meckern wir, dass die Webstandards nicht gut genug sind, das, das zu können. Das ist der, der Currency Converter von Yahoo.
Und zwar, benutze ich den wahnsinnig oft, weil ich in vielen Ländern unterwegs bin und es hat mich immer genervt, dass ich bei jedes Mal, wenn ich meine, wenn ich eine andere Währung auswähle, die Seite neu laden musste. Und das ist der Erste, der das jetzt macht, indem ich nicht neu laden muss. Es geht ganz schnell für mich in den Browser mit JavaScript und funktioniert wunderbar.
Wenn JavaScript ausgeschalten ist, habe ich eben diese Dropdown Lists und muss meinen Amount eingeben und einen Convert Button klicken und kriege meine Daten zurück. Funktioniert für jeden. So haben wir angefangen wieder mal und nachher sah es dann so aus.
Wenn JavaScript, da ist, werden das Inputboxen und ich kann was eingeben und die geben mir dann diese Autocomplete Controls, wo ich dann eingeben kann, dass ich eben nicht von dieser Liste von sechstausend verschiedenen Währungen auswählen muss, sondern automatisch US und er gibt mir die US-Dollar und ich habe nicht mehr das Problem, dass ich viel tippen muss.
Das Schöne an dem Ding ist, dass es auch noch mit diesem Quick Guide kommt und, eben die Ergebnisse mir zurückgibt und dass es auch vollkommen barrierefrei ist, weil, weil wir es mit Screenreadern getestet haben, weil wir es mit Tastatur getestet haben, weil wir es mit allem getestet haben, was, was es draußen gibt. Vorteil natürlich, da es einer der Entwickler blind war. Hat nicht jede Firma, aber ist ganz, ganz gut zu haben.
Und es ist ganz, ganz interessant auch zu, zu bemerken, wenn man mit anderen Entwicklern spricht und sagt so: "Hey, der Typ, der schneller PHP programmiert als du, ist blind übrigens." So, das nächste Mal, wenn du sagst, ich habe keine blinden Nutzer, sollen aus dem Netz raus, schau ihn an, er, er ist im Netz und er ist besser als du. Also komme nicht mit dem Gedanken.
Also der Trick bei den ganzen Sachen, was wir viel gemacht haben, wir haben Aria verwendet, aber wir haben auch viel einfach nur, in, Eingabefeld Labels umgeschrieben, je nachdem was eingegeben wurde. Also wenn man die, wenn man CSS abschaltet und das Ding ausprobiert, ergeben die Labels und die Inhalte der, der, der Felder immer einen ganzen Satz. Und das ist ziemlich, ziemlich interessant zu sehen. Es war auch ziemlich interessant zu basteln.
So, das, was die meisten Leute vergessen, ist, dass das Web nicht die Seite ist. Wir packen immer, fangen immer mit der Seite an und oh, das ist die Internetseite. Und dann hat man Entwickler und die kommen an. Ja, das Web ist der Code, der Source Code. Ich, ich kenne wahnsinnig viele Leute, die schauen eine Seite das erste Mal an und schauen sich den Source Code an und finden diesen einen nicht geschlossenen Div Tag und dann, oh, die kann ja gar nichts.
Was das Web für mich seit jetzt zwei, drei Jahren ist und ich fahre damit ganz gut, ist, dass das Web einfach aus leckeren Daten besteht, kleinen, kleinen Süßigkeiten von Daten, die im ganzen Web verteilt sind und die man zusammenbasteln kann, wie man möchte. Und es ist keine,, keine Kunst, das zu machen, sondern es ist eigentlich ziemlich einfach, wenn man, wenn man die, wenn man sich mal die Techniken anguckt, die wir haben und es wird immer einfacher.
Das ist unsere Yahoo Seite neunzehnachtundneunzig oder so, als ich noch meine Haare hatte und so. Und da war alles richtig schön. Jakob Nielsen, blaue Links, Unter, Underlines und, wunderschöne GIF Icons, die ni-nicht wirklich animiert, optimiert waren. Und, ja, es war grausam eigentlich, aber damals war das der Hammer. Dann hatten wir eine Phase, wo wir meinten, wir wissen ganz genau, was Leute wollen und haben dann wahnsinnig viele Informationen denen gegeben.
Also hier sind, hier sind die Nachrichten und, hier ist, hier sind Sachen vom Fernsehen und da ist was über Autos und da ist was. Also du hast alles in einem Interface gehabt und konntest reingehen, wo du hingehen wolltest. Und es war schön, schnell für Enduser, aber auch ziemlich nervig für Leute jetzt beispielsweise mit, Lernbehinderung. Weil dann stehst du da: Mein Gott, das ist viel zu viele Optionen. Was geht hier ab? Und wenn man betrunken nach Hause kommt, kann das auch passieren.
Auch schönes Beispiel, wenn man so mal die Endnutzer vom Internet bedenkt, die, der Todesfall von Michael Jackson hatte mehr Nutzer als Nine Eleven auf unserer Webseite. Da war ich erst mal geschockt, weil der sah ja schon tot aus paar Jahre lang. Aber gut.
Die neue Yahoo-Seite ist schlanker und was wir jetzt machen, sagen: „Pass auf, du hast unsere Daten, die kannst du aber wegklicken, kannst deine eigenen Daten reinbasteln." Und das haben wir langsam kapiert und das haben wir auch lange gebraucht, den Leuten beizubringen. Im Endeffekt, der Endnutzer sollte deine Seite bearbeiten und sollte deine Seite einstellen können, wie er sie braucht und nicht, was du meinst, dass der Endnutzer haben sollte.
Und da haben wir auch so schöne Sachen drin wie beispielsweise Facebook. Und Facebook ist ja der Bügelknabe eines jeden blinden Entwicklers, weil Facebook ja ganz schwer zu navigieren ist im Screenreader und ganz, ganz übel ist.
Durch unsere Homepage kann jetzt jeder blinde Entwickler Facebook benutzen und jeder bli-blinde Nutzer Facebook benutzen, weil es voll screenreaderkompatibel ist, per Tastatur erreicht werden kann und auch, richtig schöne Labels hat, die zwar nicht sichtbar sind, aber einen, richtig auch hinführt, wo man hingehen muss. Falls eine, falls Ihre Firma auch, Facebook, blocken sollte, durch die Yahoo-Homepage sollte es auch gehen. Aber das sagte ich jetzt nicht.
Aber es war schön, das eben mit Facebook da zu sitzen und zu sagen: „Jungs, so haben wir es gemacht. Könnt ihr es nicht auch einbauen?" Und das ist eben, was ich jetzt von euch auch will, was ich von Menschen will, die im Netz Sachen bearbeiten. Anstatt zu meckern, dass, dass große Firmen es nicht können, zu zeigen, wie große Firmen es richtig machen können. Zugang zu diesen Daten zu erlauben, bedeutet Barrierefreiheit. Und das ist für mich das Einzige, was wichti-- wirklich wichtig ist.
Wenn das Interface schlecht ist und es gibt eine API, es gibt eine Zugangsmöglichkeit, kann ich das Interface basteln, das funktioniert und zur Firma zurückgehen und sagen: „Jungs, so könnt ihr es basteln. Bitte, bitte mach das." Und es geht mit APIs und ProgrammableWeb beispielsweise jetzt hat eintausendvierhundertsiebenundvierzig APIs. Das ist eine Menge Daten, die man im Netz holen kann und daraus neue Inter-, Interfaces zusammenstellen kann.
Und es-- viele Firmen haben einfach kapiert, dass intern die Seite auf einer API aufzubauen, auch um einiges Sinn macht, weil dann kann man die Seite immer schnell verändern. Es kann so viele Nutzer haben, wie man will. Die Datenbank geht nicht runter, weil es durch eine API geht. Und wir haben das in Yahoo auch gemerkt.
Wir haben alles auf API aufgebaut und deswegen finde ich es ganz wichtig, dass Leute auch bedenken, wenn sie Daten haben, ins Netz stellen wollen: Bitte, bitte schaut eine API an und komme ich auch zurück später noch. Um Daten einfach zu verwalten, macht es Sinn, sie im Netz zu verteilen. Und das kapiere ich, das mache ich immer wieder. Ich habe alles, was ich mache, schmeiße ich im Netz in alle Ecken rein und packe es dann wieder zusammen.
Ich habe keine Lust, dass mein Server runtergeht und man findet gar nichts mehr von mir im Netz. Ich habe meine Fotos auf Flickr, ich habe meine Delicious Links, ich habe meine Blogposts, ich habe meine Artikel in andere, auf andere Seiten. Wenn ein Server runtergeht, habe ich kein Problem. Ich bin immer noch im Netz. Wenn ich, wenn ich nur eine Seite habe und dort alles ablager, was ich habe, habe ich ein Problem, wenn die Seite runtergeht. Und darum gehts beim, bei Webentwicklung heutzutage.
If Jemand, falls jemand anfängt, heutzutage eine Webseite per Hand zu schreiben, dann möchte ich ihm einfach auf den Hinterkopf hauen und sagen: „Jungs, lasst das mal. Das haben wir 1997 gemacht. Das müssen wir nicht mehr machen." Ein Content-Management-System sollte in der Mitte der Seite stehen. Immer. Weil dann kann jeder, der der Seiten, der Seite was schreiben will, kann auch was schreiben, ohne ein Frontentwickler, Entwickler zu sein.
Und ich kann auch eine andere, ein anderes Design erstellen, während die Daten noch in der Datenbank drin sind, unabhängig von den Inhalten der Seite. Und dann nehme ich das CMS und schmeiß sie, schmeiß meine Daten ins Datennetz und pack die wieder zurück. Fotos auf Flickr.
Ich-- warum sollte ich meine Fotos, warum sollte ein End-,, ein CMS-Nutzer Fotos vergrößern und verkleinern, wenn Flickr das automatisch für mich macht und auch eben auf dem Server hostet, der ganz schnell für, für Bilder optimiert ist? Google Maps für Adressen. Finde ich immer ganz lustig, wenn Leute Adressen schreiben und dann ein PDF-Dokument erstellen, das nicht barrierefrei ist, wie man denn bitte auf diese Seite, auf diese Adresse kommen sollte.
Wenn man gleichzeitig auch sagen kann, okay, ich mache einen Google-Maps-Link dazu, dann kann ich auch sagen, wo ich herkomme und nicht nur, wie ich von einer Ecke zu, zu deiner Adresse komme, sondern wie ich von überall zu deiner Adresse komme. Dafür ist Google Maps da, dafür ist Yahoo Maps da und wir sollten es dafür verwenden. Upcoming für Events, XING und LinkedIn für, für Lebensläufe.
Ich kenne wahnsinnig viele Webseiten, wo, wo es heißt, „Über uns" und da stehe ich noch mit drin, obwohl ich seit 1997 nicht mehr in dieser Firma arbeite, weil niemand diese Seite bearbeitet. Wenn ich jetzt sagen würde, jeder, der in der Firma eingestellt wird, kann bei XING oder LinkedIn sich, sich, ein eigenes Profil erstellen und ich nehme diese APIs und puck-- packe diese Daten zurück in meine Firmenseite, ist die immer up to date.
Wenn was Neues geschieht, wenn der Men-, wenn der, wenn der Mensch heiratet und sein Name sich, sein Name sich ändert, wird er sich auch auf meiner Seite ändern. Wenn dieser Mensch aus der Firma rausgeht und den Firmennamen in XING oder LinkedIn ändert, zeige ich den, den, den Nutzer nicht mehr an und fertig. Da muss ich gar nicht drüber nachdenken, ob der Mensch jetzt hier noch arbeitet oder nicht. Und ich habe keine Profilseite im Web, die einfach tot ist und alt ist.
Delicious für Links, YouTube für Videos. Wahnsinnig viele Leute kommen an und sagen: „Ich muss meine Videos selbst hosten und dann gebe ich sie als WMV an und dann gebe ich sie als dieses Format an." Pack sie auf YouTube und pack die ein. Dann kann man sie auch runterladen dort, wenn es, wenn es nötig sein sollte. Twitter für Updates, aber das macht ja noch nicht jeder. Und das Schöne mit diesen ganzen Sachen ist ja dann auch, dass die mit Link, mit Tags und mit Links miteinander verknüpft sind.
Das heißt, ich kriege dann Tags, Comments, Connections und Embeds aus dieser Seite raus und kann die zurück in mein CMS packen. Was ich, wenn ich jedes Mal was,, einen von meinen neuen Artikeln bei Delicious einbinde und dann einen Tag später sehe ich, was für Leute für Tags eingegeben haben, die richtig gute Schlüsselwörter dafür sind, wo ich nicht drüber nachgedacht habe.
Dann habe, dann schreibe ich eine Zeile in PHP, hole die Delicious Tags zurück, pack die in meine Seite rein und schon habe ich mehr Keywords, schon habe ich bessere Suchmaschinenoptimierung. Ich benutze das Datenweb, um meine Seiten zu verbessern und das, darum geht es eigentlich nur, wenn diese Daten rausgeschmissen werden. Indem wir die Daten und die Darstellung voneinander trennen, können wir aufzeigen, wie barrierefreie Lösungen aussehen.
Beispielsweise hier, das ist ein Flickr,, ein Flickr-Mashup, das ich geschrieben habe für Leute mit Lernbehinderungen, die eben Probleme hatten mit wahnsinnig vielen kleinen Icons und Thumbnails und was immer das war. So hier drei große Bilder. Bei dem gehst du vorwärts, bei dem gehst du rückwärts und hier ist das Bild in der Mitte. Und, ist ganz gut angekommen. Problem, das ich hatte: Ich habe nicht gesa-- nicht geguckt, dass wirklich diese Bilder auch alle Creative Commons sind.
Und was ich an Leuten, an E-Mails bekommen habe, dass ich doch ihre, ihre Bilder auf meiner Seite anzeigen würde, weil ich eine Suchmaschine für Flickr gebaut habe. Ich hatte einen Typ, der hat mir acht E-Mails geschrieben, dass sein Bild jetzt bei MSN-Bildersuche, auf der sechzehnten Seite das zweihundertsiebzehnte Ergebnis ist und auf meine Seite linkt.
Ich hab nur gemeint: „Hol dir 'ne Freundin oder irgendwas." Und das sind dann so Leute, die auch nicht kapieren, die auch nicht kapieren, dass das Netz so funktioniert, dass eben Google und My MSN Sachen indiziert und ich kann nicht sagen: „Löscht das mal aus eurer, aus eurer Datenbank raus." Das geht, geht einfach nicht. Ich hatte auch so 'n, ich hab 'n Twitter-Mashup gemacht, wo man seinen Twitter-Namen eingeben kann.
Das zeigt einem dann, wenn man, Leute hat, die einen verfolgt haben und Leute, die einen verlassen haben, je nachdem, was man vorher gesagt hat. Und da kam dann auch so 'ne Dame aus Deutschland an und meinte – nicht, dass alle Damen aus Deutschland so sind, aber die war sehr lustig – weil sie meinte, ich zeige ja ihre protected Twitter im Internet an und ist eine Schweinerei und ich bin ja ein Pirat und ich sollte doch das sofort aufhören. Und ich stand dann so da: „Wä? Hä?
Wenn ich dein, wenn ich dein Twitter eingebe, sehe ich nix." Und sie so: „Ja, wenn ich es eingebe, sehe ich's." Und ich so: „Ja, du bist ja authentifiziert dafür." „Ja, meine Freunde sehen's auch." „Ja, die sind ja auch authentifiziert dafür." Also ihre Freunde und sie konnte es sehen, weil sie den Freunden und sich erlaubt hat, diese Sachen zu sehen. Ich selbst war nicht authentifiziert. Ich konnte es also nicht sehen. Es hat trotzdem zwölf E-Mails gebraucht, bis sie das kapiert hat.
Ich habe aber dann die, ich habe dann, ich habe einen Vortrag gehalten in Denver über Datensicherheit und da habe ich eben dieses Beispiel auch genommen, dass seine Twitter-Updates anzuzeigen, zu protecten total Blödsinn ist, weil ich innerhalb von zwei Zeilen habe ich sie am Bildschirm angezeigt von jedem, der im Publikum seine Twitter-Updates protected hatte, weil die kann man ganz einfach anzeigen. Gut, dann habe ich YouTube angeguckt und, YouTube war das, war auch das zweite Problem.
Menschen mit Lernbehinde-Lernbehinderungen standen da und: „Boah, was geht denn hier ab? Viel zu viel. Keine Ahnung, was abgeht." Für mich heute klar, Sie können auch die Comments ausschalten, weil die will ich total für die Hühner senden. Da ist ja nichts drin, was irgendeinen Sinn macht. First. Was ich dann entwickelt habe, ist dieses, Easy YouTube.
Sieht aus wie Fisher-Price, mein erstes YouTube und ist für, ist für Leute mit, mit Lernbehinderungen und ich hab's dann eben Open Source rausgeschmissen im Netz und hab gemeint: „Leute, was meint ihr? Ist das, was ihr wolltet?" Und hab an die hundert E-Mails bekommen von blinden Nutzern, die jetzt gesagt haben: „Junge, ich kann endlich YouTube-Videos angucken oder anhören in dem Fall." Was immer wieder geil ist, so: „Warum machst du YouTube zugänglich für Blinde?
Das ist doch totaler Blödsinn." Und ich so: „Ja, wie viel, wie viel Vorträge sind auf YouTube? Die hörst du doch auch gerne mal an." „Ach ja, stimmt." Und, F-Firmen, die Touchscreens machen für irgendwelche, Rollstühle, benutzen das jetzt auch. Und also ich habe wahnsinnig viel gutes Feedback bekommen.
Grundschulen haben gemeint, sie können jetzt den Kindern eben Videos auch zeigen und deswegen habe ich dann eine Playlist-Funktion noch eingebaut, falls, wenn ich Kindern allen Videos zeigen sollte. Also einfache Bedienungen, Suchfunktion, Copy-and-paste-URL zum Weiterleiten, verschiedene Videogrößen, einfache Lautstärkenregelung, Playlist mittels Delicious, YouTube-Suche und Open Source. Das war das ganze Ding. Hier sind zwei Videos, die man auch angucken kann.
Die Slides sind nachher erreichbar und auch die Links werde ich auf meinen Blog schmeißen. Und auf der linken Seite ist eine, Sängerin mit einer Lernbehinderung und sie hatte wahnsinnig Videos, wahnsinnig viele Videos von sich selbst, von Konzerten auf YouTube und hat niemals, geschafft, die zu erreichen. Konnte nie ihre eigenen Videos sehen.
Und, die Interviewerin stand mit ihr da und hat gemeint: „Jetzt schau doch mal das Easy YouTube an." Und sie hat dann ein bisschen sich durchge-durchgehangelt und ihre Videos angeguckt. Und nach drei Minuten meinte sie so: „Weißt du was? Du kannst jetzt gehen. Ich brauche dich nicht mehr.
Ich kann meine Videos angucken." Und das kam so gut rüber für mich, weil wir könnten, ich hätte da viel Geld für bekommen können, aber ich habe es während ihrem Vortrag habe ich angefangen, diese Easy YouTube zu schreiben. Und, auf der linken Seite ist eine blinde, auf der rechten Seite ist eine blinde Nutzerin, die gemeint hat, das Internet ist totaler Schwachsinn, weil es immer wieder was verspricht und dann nicht hält.
Sie war also total, desorientiert vom Internet und hat gemeint, ich will es nicht mehr haben und hat dann eben Easy YouTube angeguckt auch und nach einer Minute hat sie auf einmal gemeint so: „Da ist ein Play Button. Ich kann den Abspielknopf finden. Das ist ja so genial.
Wie-- das habe ich noch nie erlebt." Und das ist wirklich nur so gut geworden, weil vorher bei einer anderen Konferenz eine andere Sprecherin, Antonia Haid, eben gemeckert hat über dieses ganze Problem und hat gemeint, sie hat Tests gemacht mit Leuten mit Lernbehinderungen und Videoabspieler sollte, Videoabspieler, na egal, sollte das, sollte das erfüllen. Also ich hatte, ich hatte richtig gute Spezifikationen, nach was ich bauen sollte.
Was sind das Pro-- Was sind die Probleme, die behinderte Menschen haben und die ich umgehen muss? Nicht wie viel Farben das haben soll, wie groß es sein soll, wie viel Text drin sein soll. Was sind die Probleme, die ich umgehen muss? Und diese Spezifikationen sind ganz selten zu kriegen. Und wenn man sie mal hat, kann man als Entwickler ganz schnell was basteln. Und ich habe dann dieses genommen und bin dann zu den Video-Yahoo-Leuten gegangen.
Und wenn man jetzt video.yahoo.com anguckt und, einer von den sechzehn Nutzern ist weltweit und dieses Video anguckt, dann kann man eben auch, CSS ausschalten und man hat diese Knöpfe unten dran. Und schon ist das Ganze barrierefrei für, für Screenreader, für, Keyboardnutzer und funktioniert auch für, für Leute, die eben kein CSS haben und es nicht darstellen wollen.
Das Problem mit Flash ist, dass Flash, egal wie, wie barrierefrei du deinen Flash machst, ja nicht per, per Tastatur erreichbar ist. Und wenn du eben JavaScript nimmst, ganz böse JavaScript und eben solche Knöpfe erstellst, mit denen du das, mit denen du das Video erreichen kannst, die sind ja per Tastatur zugänglich und die sind ja auch per Screenreader zugänglich. Und schon ist das ganze Problem gelöst. Trick eins mit Flash: Abspielknöpfe außerhalb des Films ablegen.
Das Ganze geht dann auch für Musik. Es gibt diesen Sound Manager Two, was ein ziemlich geniale, geniale API ist für JavaScript, um Audio abzuspielen auf Webseiten. Und er ist von Scott Schiller geschrieben, der für Flicker arbeitet natürlich. Audioentwickler Flicker, egal.
Und der entwickelt das jetzt auch mit Video und allem drum und dran und es funktioniert wunderbar, dass man einfach das in eine Seite reinpacken kann und dann hat man eben Abspielknöpfe und man hat per Tastatur erreichbare Funktionalität, um Musik anzuhören in einem Browser. Was jetzt mit Audio in HTML5 ja auch irgendwann mal kommen wird, aber jetzt mit dem auch schon verwendbar ist.
Und ich habe die HTML5-Leute angeschrieben und gemeint: „Schaut auf diese API, bevor ihr selbst was erstellt, was genauso blödsinnig ist wie eure Drag-and-drop-API. Schaut dieses Ding an und nehmt das und schreibt es einfach und fertig. Kleine, kleine Buttons, egal, kann man, kann man stylen, wie man möchte.
Und was richtig lustig ist, da war ein Typ in Thailand, der hat eine Karaokemaschine aus diesem Ding gebastelt in JavaScript, was eigentlich ziemlich zweckfrei ist, aber was das Schöne daran ist, da-- durch diese Karaokemaschine habe ich herausgefunden, dass es ein Lyrics-Textformat gibt.
Es gibt ein XML-Format, das für Texte von, von Liedern da ist, die auch mit Timestamps und allem Möglichen drin hat, dass man auch später beispielsweise für Captions oder für Subtitles verwenden könnte, wenn die normalen Sub-Subtitling-Formate wie SRT dann doch zu schwierig sind. Ich habe das angeguckt, das sieht ganz witzig aus und das, das ist eben das, was ich, was ich, haben will.
Viel mehr, dass Leute einfach spielen und sagen nicht: „Browser sind böse, Technologien sind böse, das funktioniert alles nicht, sondern einfach jetzt: „Pass mal auf, ich probiere das mal aus. Und wenn ich auf was stoße, dann helfen mir andere Leute, das zu lösen. Wir, wir sind immer so: „Das geht nicht im Browser, deswegen machen wir's nicht. Es gibt diesen JW FLV-Media-Player auch.
Das ist eben ein Videoplayer, der, vollkommen einbindbar ist in Webseiten und eben auch Sachen wie, wie,, Untertitel unterstützt und der ist auch Open Source. Der ist, ich glaube, für eine, für eine Firma zahlt man fünfzig Dollar oder so was. Also ist auch ziemlich günstig und der ist auch wahnsinnig gut geschrieben und die API ist ziemlich einfach, zu verwenden.
Und ich habe damals mit YouTube habe ich eben auch gespielt, als der YouTube-Player rauskam, auf dem auch dieses Easy YouTube aufgebaut ist, dass ich gesagt habe: „Pass auf, jedes Mal, wenn du, wenn du Pause drückst, wär's eigentlich ganz gut, eine kleine Caption dafür zu schreiben. Das Problem mit YouTube-Comments ist ja, dass der Comment über den gan-- über das gan-- den ganzen Video geht.
Wenn ein Kommentar jetzt über ein Video, über einen bestimmten Moment in dem Video geht, macht der Kommentar wahnsinnig viel mehr Sinn. Wittler.com macht das beispielsweise. Der-- YouTube hat das jetzt auch teilweise drin, dass wenn ich Leuten erle-- erlaube, zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Kommentar abzugeben, statt einen Kommentar abzugeben fürs ganze Video, kommen da eben auch sinnvolle Kommentare dabei raus und nicht nur: „Dude" and „Wow, cool. First. Das kam ganz gut an auch.
Das haben wir dann auch, ein Format, ein JSON-Format zum Abspeichern und ich schreibe jetzt auch noch, dass wir das Ganze dann mit auch JW-Player verarbeiten können, weil beispielsweise, wenn man jetzt Untertitel schreibt für Videos und Magpie verwendet, das ist auch schmerzhaft. Das ist wie eine Zahnwurzelbehandlung, teilweise, das Ding zu benutzen.
Aber so ein, so ein, so ein Format, ich ge-- ich ha-- ich stoppe das Video, gebe eine neue Textbox, kann was schreiben, starte das Video, stoppe das Video und so weiter und so fort. Wäre eine einfache Möglichkeit, richtig gute Captions und Subtitles zu schreiben. Das kam raus und das-- wir haben auch ein bisschen drüber geredet und mit YouTube auch und dann jetzt hat eben YouTube eben auch Subtitles und eben auch Captions drin. Das Problem ist, nur im Player.
Weil wieder in dem, in dem Flash-Player drin, ich habe keine Chance, an diese Daten ranzukommen und das war das Hauptproblem dabei. Weil ist ja schön, dass ihr jetzt Untertitel habt, aber es wäre auch ganz schön, beispielsweise im Screenreader diese Untertitel zu geben, aber die kriege ich nicht, weil sie im Flashfilmchen drin sind. Und, die Annotations, die Leute jetzt in YouTube machen, sind auch teilweise sehr wah-wahnsinn, wie viel, wie viel Arbeit die Leute reinstecken.
Das ist das Video von, von Speed Racer, von dem Film. Hat den jemand gesehen? Ich habe ihn angeguckt und denke: Habe ich gerade irgendwelche,, Pilze gegessen oder was war das bitte? Das liegt es irgendwie in, in sechs Sprachen und die haben diese Annotation, wo das mal im Deutschen heißen würde, sind auch in sechs Sprachen dann eingetippt worden. Und die Leute haben richtig sich Arbeit gemacht, diesen ganzen dumm, dieses ganze dumme Lied wirklich zu beschreiben in diesen Annotations.
Und das ist eben, weil sie Spaß dran haben. Nicht, weil sie Magpie verwenden müssen und Untertitel schreiben müssen, sondern weil sie einfach Lust darauf haben, das zu machen, weil sie Lust haben, dieses Video verständlich zu machen. Nihilistic.Decay, der Typ hat dann, dann, hat dann eben auch in diese API sich reingeschalten und hat dann eben eine, eine Annotations-API geschrieben, die diese in Formularfelder eingeschrieben hat, damit sie dann eben auch für Screenreader erreichbar sind.
Blöderweise gibt's diesen XML-Output nicht mehr und ich bin nächste Woche bin ich in Kalifornien. Da werde ich mal mit denen drüber sprechen, ob ich sie wieder einbauen kann. Das Zweite, was eine Firma gemacht hat, war TubeCaption.com und die haben, die Idee gehabt, dass man Leuten, die Möglichkeit gibt, Untertitel für, YouTube-Videos zu schreiben für Geld.
Wenn Leute Untertitel schreiben, kriegen sie Geld dafür und haben dafür dann auch, Google Ads genommen und Google Ads haben dann gemeint, das ist nicht so wirklich für unsere, Terms und Conditions und deswegen ist die Seite auch nicht mehr da. Aber ich fand die Idee absolut genial. Warum nicht? Ich meine, das kann man heutzutage mit, auch mit, Mechanical Turk machen, aber leider war das mal nicht so.
Ich denke, das Hauptproblem war, dass auch die Filmindustrie gemeint hat, so was darf nicht sein, weil wir wollen dann doch unsere DVDs verkaufen. Und das ist eins der größten Probleme heutzutage, dass viele Sachen, was wir im Netz machen, die Daten kommen von Leuten, die dies wirklich kapieren und auch nicht kapieren wollen, dass wenn man Sachen im Netz rausgibt, gute Sachen zurückkommen. Bestes Beispiel, Nine Inch Nails. Fünf CDs, no, vier-CD-Pack rausgegeben.
Erste CD vollkommen kostenlos und Creative Commons. Kann jeder remixen, wie er möchte. Wenn man alle vier wollte, haben die, haben die fünf Dollar gekostet. Eins Komma vier Millionen Dollar innerhalb von einer Woche in seiner Hosentasche, anstatt dass irgendeine Firma dafür Geld bekommen hätte. Und man kann mit kostenlosen Sachen im Netz verteilen, Geld machen oder auch bekannt werden. Und das kapieren wahnsinnig wenig, wahnsinnig wenig Leute.
Das Internet zu ändern, ist schwierig, weil ich sage solche Sachen zu Firmen, die so: „Ne." Ich meine, es gibt ja Leute, die versuchen, das Netz derzeit zu verändern.
Und ich persönlich muss ja sagen, i-i-ich freue mich ja als barrierefreier Entwickler auf diesen, Volks-Firewall, die da gebaut werden soll. Weil wenn wir keine Videos und Bilder mehr im Internet haben, dann müssen ja Leute auch gute Alternativtexte schreiben. Und wenn wir keine Videos und Bilder haben, dann ist die, dann ist das mit der Breitbandflächenabdeckung auch nicht mehr so das Problem, weil dann ist es ja schnell genug.
Wenn wir dann noch, PIN-Produkte verbieten, dann, dann geht's auch der Umwelt besser und das ist eine ganz tolle Endlösung, Lösung für das ganze Problem. Und das Gleiche haben wir mit Redesigns von Webseiten.
Webseiten kommen an, werden gebastelt und dann so: „Oh, wir machen jetzt, die machen wir jetzt barrierefrei, ba, ba, ba." Schönes Beispiel in Amerika, wir nehmen eine Toilette und wir machen die zugänglich für Rollstuhlfahrer, indem wir eine Toilette rausnehmen und dann doch die Klorollen auf der falschen Seite lassen. Als ich es gesehen habe, stand ich wirklich da, dass es nicht mehr wahr, aber es ist genauso wie Webseiten redesignt werden.
Anstatt dass wir die Seite von Grund auf neu aufbauen oder die Texte einfacher schreiben, packen wir dann ein kleines Font-Resizing-Widget rein. Das ist mein Lieblingsteil auf irgendeiner Webseite.
Wenn jeder meint, dass die zehn Pixel Arial, die man für den Text genommen hat, nicht groß genug ist und dass man den Leuten die Möglichkeit gibt, die Schrift zu vergrößern, indem man einen zwölf-Pixel-Button irgendwo oben in die Ecke grau auf dunkelgrau anzeigt, wo man dann auch die Schriftgröße verändern kann. Dafür sind Browser da und Browser können das auch. Internet Explorer 6 kann's nicht, aber Browser können's. Menschen lernen am besten, indem sie mit etwas spielen.
Und das kapiere ich immer wieder, wenn ich Training mache. Wenn ich, wenn ich Leute was unterrichte, ich, ich treibe Firmen in den Wahnsinn, weil sie kommen immer an: „Wo ist denn Ihr Folder, den wir dann nachher noch anderen, anderen Trainern weitergeben können?" Ich habe nie einen. Ich will wissen, wer zu meinem Training kommt und neunzig Prozent vom Training kommt von dem Kurs, zehn Prozent kommt von mir. Ich leite nur Leute in die richtige Ecke, weil ich weiß nicht, wie ihr lernt.
Ich habe keine Chance, euch das beizubringen. Ich kann's euch erzählen und es geht über Kopf rüber. Wenn, wenn man was selbst rausfindet auf seine eigene Art und Weise, geht das viel tiefer rein und man kapiert's auch einfach. Und spielen ist wahnsinnig wichtig und Leute kapieren das nicht. Ist immer ganz schön, wenn man reinkommt.
Ich hatte mal mit einer Firma, das war so, eine Bank und sie, sie kam rein: „Ja, Christian, du machst jetzt was über Barrierefreiheit." Und ich komme in den Raum rein, saßen da alle mit ihren Krawatten, total genervt. „Oh, ich muss Training, zwei Tage Scheiße Training, ne. Wir können was anderes machen." Ich muss die Leute erst mal irgendwie aufwecken.
Das Allererste, was ich gemacht habe, ich bin so an die Wei-- an die White Wall reingegangen mit meinem Stift und meinte so: „Oh, mal schauen, ob der geht. Oh ja, der geht." Also wirklich so, so Reh im, Reh im Scheinwerfer auf allen Gesichtern. So: „Boah." Okay, das wird ein anderes Training. Und auf einmal waren die wach, auf einmal waren sie zugänglich. Und das ist auch ganz wichtig, so was einfach mal reinzubringen. Und ihr könnt mit dem Web spielen und was Neues erstellen.
Und das ist eigentlich ganz einfach, weil das Web nicht schwierig ist zu verändern. Eins meiner Lieblingsspielsachen ist Grease Monkey. Grease Monkey ist eine Firefox-Extension. Ja, geht nicht in Internet Explorer, geht aber auch in anderen Browsern. Und was man mit Grease Monkey machen kann: Man kann JavaScript schreiben und DOM-Scripting schreiben, um Seiten umzuschreiben und denen neue Funktionalität zu geben. Und ich benutze das mittlerweile in der Firma für Prototyping.
Anstatt dass ich ein Design mache und Leuten, schicke, wie das aussehen wird, schicke ich denen ein Grease-Monkey-Skript, das sie halt anklicken können und schon sieht die Seite in ihrem Browser so aus. Und schon können sie auch mit rumspielen und auch was mit machen. Und das ist, geht unheimlich gut rein und Leute verstehen's dann auch um einiges besser, als einfach nur Designs anzugucken.
Ich war in Frankreich beim Vortrag und da haben sie mir dieses Blog gezeigt und habe dann eben gemeint: „Okay, ich kann in diesem Blog jetzt Flickr-Fotos reinstellen." Und er so: „Nö, kannst du nicht, ist ja unser Blog." Hier ist das Grease-Monkey-Skript, was ich JS Magic genannt habe. Paar Zeilen. Was sind's? Fünfzehn Zeilen. Na gut, eine Zeile sind dann die zwanzig Zeilen, wenn man sie wirklich schreiben würde. Und schon sind Flickr-Fotos in dem, in diesem Blog drin.
Flickr-Fotos von dem, von der Seite, über die sie sprechen. Und je nachdem, welches Blog,, von welcher, von welchem, welche Stadt sie sprechen in dem Blogpost, kommen andere Fotos. Und so was geht ganz, ganz einfach mit Grease Monkey in Seiten reinzubinden. Und man muss nicht ein Coder-Gott sein. Das geht eigentlich ziemlich einfach, wenn man sich's mal anguckt eine Stunde lang. Und Leute meinen immer so: „Ja und toll, du passt jetzt Fotos in die Seite.
Wie macht das, macht das mehr barrierefrei?", ne? Fotos sind doch richtig schwierig, weil alle blinden Leute das nicht sehen können. Leute mit Lernbehinderungen beispielsweise, wenn sie jetzt Fotos kriegen zu einem Text dazu, das die Sinn machen, die, die eben diese Sachen auch anzeigen, anstatt den Text lesen zu müssen, oder Leute, die Dyslexie, Dyslexia haben, machen Fotos Sinn.
Also denkt nicht immer daran, die Sachen einfach zu machen und nur Text zu machen für alle, sondern auch, dass multimediale Elemente wie Videos und Musik Sachen barrierefreier machen können, als sie vorher sind. Arthur Ortega, der wahrscheinlich auch mal hier war irgendwann mal, hat mich darauf gebracht und er ist eben unsere,, er ist eben mein blinder Entwickler, der neben mir sitzt und auch ein total netter Mensch ist. Und er hat eben für-- Wir haben diese internen Hack Days.
Also alle drei Monate, vierundzwanzig Stunden wird keine Arbeit gemacht, sondern wir können alle unsere Daten nehmen im Netz, alle unsere APIs nehmen und was Neues erstellen innerhalb von vierundzwanzig Stunden. Und dann zeigen wir's der Firma und, innerhalb von sechzig Sekunden müssen wir's vorführen und dann schauen wir, was davon gut ist. Es gibt Preise und Pizza und Bier. Gut.
Aber ich kann ehrlich sagen, dass wahnsinnig viele Leute noch bei der Firma sind, obwohl andere Sachen passieren oder andre, andere Angebote bekommen wegen diesen vierundzwanzig Stunden, die wir Leuten erleben, erlauben zu spielen und eben auch mal sich gegenseitig zu zeigen, wie einfach es ist, was zu entwickeln, wenn man nicht auf den Projektmanager warten muss.
Und Arthur hat eben, an dem Tag hat er gemeckert, dass unsere Suchmaschine, Suchmaschinenergebnisse keine, Language Attribute drin haben. Das heißt, du hast, englische, französische und deutsche Ergebnisse bekommen und hast sie vom Screen Reader alle auf Englisch ausgelesen bekommen. Und einen Deutschen zu hören, der Englisch spricht, oder einen Englischen zu hören, der Deutsch spricht, ist einfach furchtbar, wie es bei mir jetzt gerade ist. Und er wollte eben das mit Grease Monkey machen.
Habe ich ihm Grease Monkey installiert, weil leider die Installation nicht mit dem Screen Reader geht und da sind wir auch noch dran. Und er hat dann eben ein Grease-Monkey-Skript geschrieben für sich selbst und hat dann eben als blinder Entwickler stand er vorne und hat gemeint: „Guck mal, ich habe unsere Seite jetzt zugänglich für Screen Reader gemacht." Und hat eben auch die vorlesen lassen in verschiedenen Sprachen. Genau, ja, das macht um einiges mehr Sinn.
Ich war abends zu Hause und ein, einer der Entwickler, der die Suchmaschinenseite macht, hab ich ihm das gezeigt. Er so: "Können wir das nicht schnell einbauen?" Und er so: "Ja, gut, probieren wir's." Und war Bucket Testing nur für, für zehn Prozent unserer Nutzer, haben's eingebaut. Wir sind jetzt die einzige Suchmaschine mit vollkommen natra, natürlichen Sprachauszeichnung in den Suchmaschinenergebnissen. Und nur, weil er gemeckert hat und weil er's auch gleich gebastelt hat.
Nicht weil er nur gemeint hat, wir sollten es einbauen. Sonst wär das nie was geworden.
Ich hab das auch mal genommen dann eben um die, um die Google, die Google Translation API, die's gibt, die eben Sprachen erkennt, hab ich dann durch Twitter auch durchgejagt und dann bei Twitter-Ergebnissen die Language Attribute mit eingebaut, was auch ziemlich gut ist für Suchmaschinen beispielsweise, weil wenn, wenn 'ne Suchmaschine weiß, was für eine Sprache, was für eine Sprache deine Seite ist, können wir die Schlüsselwörter indizieren. Ansonsten indizieren wir alles.
Und Sachen wie da, der, die, das, wo, oben. Solche Sachen machen keinen Sinn zu indizieren, weil ich, aber ich weiß es nur, wenn ich die Sprache kenne. Und daher machen solche Sachen um einiges Sinn. Und deswegen ist so eine API supergut zu bearbeiten hier. Der Trick, um mit dem Netz zu spielen, wenn man das auf Serverseite machen will und nicht in, in eben jemanden dann Firefox haben will, ist Curl.
Curl ist 'n, ist 'n, 'ne, 'n Programm, das einem erlaubt, auf der Command Line und eben auch von PHP, Java ins Netz zu gehen und sein eigener Browser zu sein. Ich kann mit Curl jeden Browser simulieren. Ich kann mit, mit Curl, Formulare abschicken. Ich kann mit Curl, Cookies simulieren. Ich kann damit machen, was du im Netz mit dem Browser machst, kann ich's vom, vom Programm aus machen. Beispielsweise hab ich, aus Spaß mal hier die Twitter-Seite genommen.
Das ist eine ganz altes, ein ganz alter Screenshot, und hab die mal im, im durchgeguckt im Firebug, was denn diese Following, Followers und Updates Nummern sind und hab die einfach die IDs rausgefunden und dann hab ich gemacht: Jetzt machen wir was mit Curl, machen wir was Hübsches draus. Und hab daraus dann so ein kleines Ding gemacht, das du dir auf deinen Blog schmeißen kannst. Ein kleines Bild, wo du rausfindest, was für ein Twitter-Nutzer bist du. Folgen dir Leute? Verfolgst du Leute?
Machst du nur Updates und keiner will davon wissen? Das Ganze ist jetzt in Curl geschrieben und benutzt die API, zwei APIs vom Flickr, von, von Google, um das zu erstellen. Und das ist der gesamte Code. Ich werd jetzt nicht dur-- nicht durchgehen, aber es ist wirklich nicht schwierig, das Ganze zu schreiben.
Ich, ich hol mir die Seite twitter.com User, dann mache ich,, reg-reguläre Ausdrücke, um die Sachen zu finden und dann schreibe ich meine Daten aus und erstelle 'ne Gra--, erstelle 'ne Grafik von der Chart API mit Google und schon ist die Sache gegessen. Also ich kann das Twitter-Interface in einen Graph umwandeln innerhalb von zehn Zeilen PHP, wie ich's richtig mache.
Nico Steiner DE, der bei eins zu eins arbeitet, glaub ich, hat diese Website mal angeguckt und,, es war sein Lieblingskino, Schauburg. Und die Seite ist halt Frames. Richtig heftig Frame Sets, Nested Frame Sets, sonst was. Vollkommen unmöglich, im Screenreader zu erreichen, vollkommen unmöglich, mit der Tastatur zu benutzen. Richtig, richtig schlimm.
Und er hat dann eben,, YQL, YUI und Yahoo Pipes genommen, wo ich dann gleich drauf kommen werde, und diese Seite umgebastelt in eine, die, die funktioniert für ihn. Also das sind Overflow, das sind jetzt keine Frames mehr und er nimmt die ganzen Daten von der Seite runter, ohne irgendwie groß Da--, selbst ein Programm schreiben zu müssen, indem er diese Pro--, diese Produkte verwendet.
Und die haben wir dann auch der Schauburg zurückgeschickt und gemeint: "Können wir hier was ändern?" Jetzt werden sie auch die Seite ändern. Sie würden's nicht ändern, wenn wir's einfach nur, wenn wir einfach sagen würden: "Oh, Frames sind böse, könnt ihr was machen?" Pipes ist ein Programm von Yahoo, pipes.yahoo.com, wo ich alle Daten im Netz mir holen kann und in diesem visuellen Art und Weise verknüpfen kann mit anderen Daten und Sachen daraus basteln kann.
Ist wie Visio, ist wie ein Datenbankprogramm und es ist ganz schön für Leute, die visuell arbeiten. Für blinde Entwickler vollkommen unmöglich. Für, für mich auch ziemlich nervig, weil wenn's, weil wenn man was abändern will, muss man irgendwie in den Editor reingehen, es abändern, speichern unter 'nem anderen Namen speichern.
Es gibt auch kein Version Controlling und es ist superintelligent gemacht, aber nicht sehr, benutzerfreundlich, wenn man dann doch so ein kranker Entwickler ist wie ich, der gerne mal 'ne Command line verwendet. Und deswegen haben wir YQL verwendet. YQL ist Yahoo Query Language und hat nur mit Yahoo was zu tun, insofern, dass wir das Ding anbieten. Man muss es nicht, man muss nicht zu der Yahoo-Seite gehen, um es zu verwenden.
Man muss nicht auf der Yahoo-Seite sich anmelden, um es, um es einfach mal zu verwenden, sondern nur, um diesen, um diese Konsole hier zu verwenden, um damit umgehen zu können. Und das macht um einiges mehr Sinn, als jetzt, als die Dokumentation durchzulesen. Was YQL ist, ist eine Sprache fürs Netz. Ich kann also sagen: Select was from wo, wenn, wer Kondition und geb diese, und krieg diese Daten zurück.
Ich kann das gesamte Netz und auch sogar unsere gesamten APIs in dieser Sprache nun verwenden, anstatt zur Seite gehen zu müssen, die API-Dokumentation durchlesen zu müssen, die,, zu verstehen, welche Authentifizierung ich brauche, welche Daten reingehen, welche Daten rauskommen. Den ganzen Quatsch muss ich nicht mehr benutzen. Ich sag: Gib mir was von wo, wer die Konditionen sind. In der Konsole gibt man seine Sache hier ein.
In diesem YQL-Statement gibt ein: Ich will XML oder JSON haben und kann das austesten. Man gibt-- man kriegt dann die Rest Query als Copy-and-paste-Adresse zurück. Das heißt, wenn du in der Konsole fertig bist, kopierst du das in den Browser, kopierst es in Curl Script, du kopierst das in die Command line, egal was du haben willst, und du kriegst diese Daten zurück, ohne YQL verwenden zu müssen, weil YQL selbst eine API in sich ist.
Ich krieg die Daten zurück in einem Formatted View, was jetzt in dem Fall XML ist, oder in einem Tree View. Dann kann ich eben die Daten so durchfiltern und so lange, solange meine, mein YQL-Statement verändern, bis ich nur die Daten zurückbekomme, die ich auch wirklich haben will, anstatt alle Daten und dann wieder re-reguläre Ausdrücke schreiben muss und Filtering schreiben muss und sonst was. Was wir drin haben, sind die Recent Queries.
Also wenn man was falsch geschrieben hat, gibt's 'ne, gibt's 'ne History, was man vorher eingegeben hat. Also man kann zurückgehen einen Schritt und vorgehen einen Schritt. Und Example Queries, was auch ganz wichtig ist, weil bevor ich euch YQL erkläre, könnt ihr zu dieser Konsole gehen, anfangen zu klicken und dann einfach zu sehen: Ah, so geht das. Ich kann's euch erklären, aber ich weiß nicht, wie ihr's verstehen würdet. Wenn ihr's selbst ausprobieren könntet, geht es um einiges einfacher.
Und dann haben wir diese Data Tables. Und die Data Tables sind die ganzen HT--, die ganzen APIs, die wir anbieten: Flickr-, Geo, Music, My Bloglog, Search, Upcoming, Wetter, Yahoo selbst, mit der, wo man die Yahoo-Verknüpfungen zu anderen Benutzern bene-- verwenden kann.
Und das Schöne an dem ist, ich kann jetzt Flickr-Fotos in einer Zeile schre-- in einer Zeile schreiben und in meine Seite reinbringen, anstatt durch-- mich durch die Flickr-Dokumentation schrei-- lesen zu müssen, Authentifizierung lesen zu müssen, anzumelden und sonst was. Jede von diesen Data-Tabellen kommt mit der, kommt mit 'nem Description-Link. Da kann ich draufklicken, dann kommt eine Erklärung, was die denn ist, was sie erwartet, was bei rauskommt.
Muss ich auch nicht mich auf die Seite von der API zurückschalten. Und beispielsweise, was ich gebastelt hab hiermit, ist 'ne Seite von Frankfurt. Und zwar hab ich die, die Beschreibungen von Wikipedia, was Frankfurt ist, hab mir al-- hab nebendran 'ne Map angesta-- gezeigt, Flickr-Fotos, Events und das Wetter.
Und diese ganze Seite ist vollkommen auf anderen API aufbasi-basierend, ohne dass ich eine von denen durchlesen musste und verstehen musste, weil ich's einfach nur im YQL zusammengeklickt habe und dann 'n bisschen PHP geschrieben habe, um die Seite zusammenzubasteln. Hauptfunktion, die ich verwendet habe, ist 'ne Curl-Funktion, die einfach nur was lädt und sagt, wenn's nicht, wenn's nichts gefunden hat, "Error retrieving data, please try again later".
Otherwa--, im anderen Fall gibt's mir den Buffer zurück. Dann hab ich meine Query API. Das ist die API, die, die Flicker, die YQL selbst ist. Hab meine City und meine Location beide in Frankfurt, weil City und Location kann unterschiedlich sein. Es kann ja beispielsweise M-München sein und ich will Munich als Suchbegriff haben. Und dann hab ich Select Star from HTML, where URL is Wikipedia and X Path is this and that. Und das gibt mir die Daten zurück, die ersten drei,, Para, Paragraphen.
Dann zeig ich die an und fertig. Gleiche mit Upcoming und das Gleiche mit Flickr-Fotos. Also, ohne ich mich einlesen zu müssen und zu verstehen müssen, was da geht bei diesen ganzen APIs, kann ich sie in YQL ganz einfach schnell verwenden. Select Description vom RSS, Wetter, Wetter API anzeigen, fertig. Jetzt ist immer das Problem, wenn die Seite keine API anbietet.
Ist ja schön, dass es APIs gibt von allen Daten, aber meistens braucht man genau diese Daten von Firmen, die eben keine, keine API anbieten. Da hat man dann das Problem: Wie z-wie zeig ich das jetzt an? Und das ist von dem Star-Trek-Fi-Film Kobayashi Maru, ist dieser Test, der nicht, der nicht gelöst werden kann und nicht gelöst werden soll und er findet halt 'n Weg drum rum. Und genauso sieht's mit YQL auch aus.
Wenn ich jetzt beispielsweise eine Firma hab, die keine API hat, aber eine haben sollte, kann ich's denen anzeigen, wie viel Möglichkeiten es gäbe, wenn sie doch 'ne API hätten. Beispielsweise die Fragen von der Allgemeinen Zeitung. Select Star from HTML, where URL is faz.de and X Path is H2. Das gibt mir alle Headlines im z--, in der zweiten, Stärke von der FAZ-Seite. Das Zweite, was es für mich tut, das könnte ich mit Curl auch machen, kein Problem.
Das Zweite, was es für mich tut: Es jagt die Seite durch HTML, taggt die durch, findet also Probleme in der Seite und löst die für mich, dass sie dann wirklich als Datensatz erreichbar ist für mich und lesbar ist. Und dann kann ich jetzt diese Daten nehmen beispielsweise und kann sie durch Google Translate durchjagen und sag: Select Star from Google Translate, where Question in, Select from A from HTML, where FAZ.de and X Path H2 and target is English.
Ich kann also die Übe, die Überschriften aus der FAZ nehmen und auf Englisch übersetzen innerhalb von einer Zeile von Code und in 'ne anderen, in 'nem anderen Interface wieder darstellen. Und das ist, was, was YQL mir erlaubt, mit dem Netz zu spielen. Ich kann eben-- jede Daten nehmen, die ich irgendwo finde, wieder zurücknehmen, zusammenschustern, was zusammenbasteln.
Ich kann beispielsweise jetzt, gleichzeitig zwei Twitter, Accounts abfragen und kann sagen: Gib mir den Titel vom Twitter, also was ich eingegeben habe, von Twitter User Timeline, where the title like HTTP, also wo der Titel 'n HTTP drin hat und die ID entweder meine Code Poet oder die ID YDN ist. Was das jetzt macht: Es findet alle Twitter-Updates von mir oder vom YDN, die 'n Link drin haben und gibt mir die als XML-Daten zurück.
Wenn ich's mit der Twitter API machen würde, hätt ich wahrscheinlich die zwanzig, dreißig Zeilen Code zu schreiben. In dem Fall ist es in einer Zeile und ich krieg sie zurück als Jason, als XML und ich kann sie mir auch runterfiltern und sagen: Gib mir ohne, gib mir nur drei oder fünf oder sonst was. So, die Vorteile von YQL. APIs kann man ganz einfach mischen damit, ohne die APIs kennen zu müssen. Und es gibt eintausendvierhundertsiebenundvierzig verschiedene APIs.
Alle durchlesen, viel Spaß dabei. Deswegen haben wir auch YQL, YQL erstellt. Wir haben intern haben wir Hunderte von APIs und wir hatten eben-- v--, wir haben viel zu viel Zeit damit verwendet, uns darüber zu streiten, wie jetzt die API sein sollte, statt sie einfach zu verwenden. Deswegen nehmen wir jetzt YQL, um diese Daten in ein kleines Programm reinzupacken, so win-- dass wir nicht miteinander streiten müssen.
Man kann Resultate ausfiltern, wie gesagt, like so und so oder Limit oder sonst was, genau wie es im S-SQL auch geht. Man kann die einfache API-Anmeldung. Die meisten APIs haben einfache Anmeldung. Man muss sich einschreiben für 'n API-Key, man muss durch OAuth durchgehen und sonst was. Das passiert alles in YQL für den Endnutzer schon. Ich muss das nicht selbst machen und das ist ganz praktisch.
Ich kann's als, als Konsole oder als Code verwenden, also in die Konsole reingehen und meine Sachen filtern oder gleich direkt vom PHP reingehen. Die Dokumentation kommt inklusive, ohne dass ich nachlesen muss und die meisten Dokumentationen von APIs sind grausam. Und Yahoo Server als Proxy und Zugang ist 'ne andere, ist 'ne andere Möglichkeit, die auch ganz gut ist.
Weil wenn jetzt beispielsweise ich zur FAZ gehen würde von meinem Server aus ihre Headlines abrufen würde, würden sie mich wahrscheinlich blocken. Einen Yahoo-Server zu blocken wär dämlich, weil dann die Suchmaschine auch nicht mehr kommt. HTML als Datenquelle, wollen sie immer die, die, die Microform-- Microformat-Leute sagen, HTML ist die Datenquelle und meistens ist HTML einfach zu grausam und zu schlecht geschrieben, um richtige Datenquelle zu sein.
Andererseits hab ich gezeigt, für 'ne Konferenz auch, dass man jetzt beispielsweise 'ne Seite wie diese, die irgendwie von 1997 geschrieben wurde, die eben nur so 'n paar,, 'ne, 'ne Liste hatte von kleinen, kleinen Scherzen übers Fernsehen, als Datenquelle verwenden kann, indem man YQL verwendet. Ich habe in YQL eben ein Select HTM, Select Star from HTML, where X Path is LI gemacht und das ist das ganze JavaScript, das ich schreiben musste, um diese Seite in so 'n kleines Widget abzuändern.
Also ich hab jetzt Funny TV Facts und kann immer 'n, 'n Knopf klicken und, und 'n anderen Fact zu bekommen. Und die Daten, die dieses, die dieses Widget treibt, ist auf dieser Website. Also ich kann jetzt beispielsweise eine Liste ablegen und von jemandem in einem Content-Management-System bearbeiten lassen und die später auf der anderen Seiten, auf der anderen Teil meiner Seite als Widget anzeigen, indem ich durch YQL gehe.
Und ich habe kein Problem damit, dass die Seite, dass die Seite nicht mehr up to date ist, weil die Daten aus dem HTML rauskommen. Das Schöne an YQL ist auch, dass die, dass die Daten, die wir diese Datentabellen, die jetzt nur, nur Yahoo sind, vollkommen offen sind.
Wenn jetzt sagen wir jemand wie, wenn jetzt eine Firma beispielsweise eine Suchmaschine hat, die einen RSS-Output hat, kann ich jetzt zwanzig Zeilen XML schreiben, kann die auf, kann die auf meinen eigenen Server legen und auch verlinken in YQL oder kann sie in GitHub reintun und wir holen die uns dann und schon ist die API von ihrer Firma in YQL drin.
Und das ist absolut genial, weil, weil viele Firmen denken daran, APIs zu machen, aber wollten keine Serverfarm kaufen, haben da ein Problem damit, die, die Seiten zu erstellen und mein Gott, wer, wer schreibt diesen ganzen Entwicklern zurück? Und was sie jetzt machen müssen, sind zwanzig Zeilen XML zu schreiben, uns zu sagen, dass sie eine API haben. Wir schreiben drüber, Leute benutzen sie und schon haben wir sie. Ich war kürzlich bei, Newsweek, bei der Zeitschrift in New York vor vier Tagen.
Die wollen eben jetzt eine API rausbringen und hatten eben auch das Problem, dass sie keine Server haben, keine Server kaufen wollen. Hab ihnen das gezeigt, die werden jetzt welche basteln. Demnächst kann man dann Newsweek-Daten als XML oder JSON durch YQL bekommen, die man vorher nicht bekommen konnte.
Die, das National Maritime Museum in London witzigerweise hat jetzt alle, alle Ausstellungsstücke, die es in diesem, Museum gibt, als XML und als JavaScript für mich im Netz, weil sie eben eine von diesen Zeilen geschrieben haben und ihr API-Server ist ein Desktop auf dem Schreibtisch bei denen.
Weil das Zweite, was YQL macht, ist, dies, ist die Zugänge auf zehntausend pro Stunde und hunderttausend pro Tag pro Entwickler runterzuschrauben und wir cachen die auf unseren Server für fünfzehn Minuten. Also ihre API, d-der Endserver wird nicht so belastet, wie wenn ich die API das machen würde. Und das kostet dann doch viel Geld, wenn man eine eigene API schreiben will.
Diese Open Tables schrei, erlauben auch Read and Write, wenn man jetzt eine API hat, dass Leute Daten haben, Daten eingeben dürfen, anstatt, anstatt selbst ein Formular zu bauen, selbst eine API zu bauen, kann man das auch durch YQL machen. Beispielsweise hier Bitly kann man Shortening oder auch, WordPress kann ich durch YQL ein Update machen.
Also alles, was in der normalen API geht, kann man auch durch diese Tabelle dann machen und Yahoo nimmt die meisten, Anfragen für einen selbst auf, anstatt selbst auf den Rechner zu gehen. Machen wir Geld damit? Nö. Können wir Geld damit machen? Nö. Können wir, können wir, können wir mehr Zugang haben, indem ihr uns Geld gebt? Leider nicht. Aber wir brauchen YQL selbst und deswegen besteht es.
Und wir haben gemerkt, dass wenn wir das aufschreiben und Leuten erlauben, ihre eigenen Daten zu, ihre eigenen Open Tables zu schreiben, haben wir wahnsinnig viele wunderbare Daten in einem Interface, die wir zusammen vermischen können. Beispielsweise ist Google Translate ist eines von diesen O, offenen Tabellen, die vorher nicht da waren. Man kann von jeder API die schnell schreiben.
Und zwar im Interface, wenn man diese Show Community Tables anklickt, kann man eben diese ganzen Tabellen sehen und wir haben Amazon, wir haben Google, wir haben Microsoft Bing, wir haben New York Times.
Und diese ganzen Firmen haben gesagt: „Gut, wir wollen keine API bauen, aber wir können es gerne mal ausprobieren, indem wir eine von diesen offenen Tabellen schreiben und spiel doch mal damit.“ Und es ist eine wahnsinnig schöne Nachricht, Leuten zu geben und zu sagen so: „Okay, unsere Webseite ist schlecht, ist nicht barrierefrei, aber hier sind unsere Daten.
Zeigt uns doch mal, was für Interfaces man bauen könnte, um diese Seite barrierefrei zu gestalten.“ Und es ist wahnsinnig wenig Firmen machen das derzeit, aber das ist das Einzige, wie wir das Web barrierefrei machen können. Weil wir können uns den Mund fusselig reden, dass wir es richtig machen sollen. Wenn die Firma selbst die Seite baut, benutzen wir viel zu viel Zeit damit, und, mit Design und mit Branding und mit Marketing und die Barrierefreiheit kommt immer zu kurz.
Anstatt sich auf die Daten zu konzentrieren und zu sagen: „Hier sind Daten und jetzt gebt uns Beispiele, was wir falsch machen.“ Und das ist ganz, ganz, hat, hat ziemlich gute Effekte bisher. Die ganzen offenen Tabellen sind auf GitHub abgelegt, was so, was ein soziales Netzwerk für Entwickler ist. Und was hilft uns beim Webseiten erstellen? Ich hätte über Daten geredet. Gut, ich kann jetzt mal Daten hin- und herzeigen, kleine Widgets anzeigen. Wie mache ich sie barrierefrei?
Was kann ich machen? Und eine der größten Dinge, die, die derzeit gut sind, sind Libraries. Wenn ihr eine Seite baut, bitte, bitte, bitte, bitte fangt nicht an, Code zu schreiben. Nehmt eine Library, jQuery, Dojo, Mootools, YUI, ist mir scheißegal welche. Aber nehmt eine Library, weil Library sind dafür da, dass Browser nicht Müll sind, dass Browser sich richtig gut be-benehmen. Weil Browser derzeit gebe ich irgendwas, das sagt: „Ja, verstehe ich, kein Problem.
Und hä, ich zeige es dann doch anders an. Mä-hä-hä.“ Während eine Library geht um diesen ganzen Sachen drumherum. Jeder Browser ist gleich durch eine Library, weil wir eben diese ganzen Libraries, die Browser abändern und den Browsern das geben, was sie verwenden können, anstatt alles zu geben. Und jQuery ist riesengroß, ist, ist wunderbar. Dojo ist, ist, ist ein ziemlich großes Framework und hat auch ziemlich viel,, Geld von IBM drin und sonst was. Mootools ist ganz witzig.
YUI ist klasse, wunderbar klar. Ich muss ehrlich sagen, seitdem ich bei Yahoo angefangen habe, ich habe, bei Yahoo angefangen vor drei Jahren und habe, gerade mein JavaScript-Buch rausgebracht und in meinem JavaScript-Buch habe ich gesagt: „Ja, Library sind klasse, sind wunderbar, aber, ja, braucht ihr nicht wirklich, weil ihr seid ja echte Männer, ihr könnt ja JavaScript selbst schreiben und CSS selbst schreiben.“ Und dann war meine erste Aufgabe war: „Hey Chris, das ist Yahoo Maps.
Das ist ein Flash Interface. Du hast jetzt drei Monate, das in JavaScript und CSS umzuwandeln. Go.“ Und ich schon da, wie, so mit dem ganzen Fading und Hin- und Herschieben und allem drum und dran. Das muss genauso aussehen. Ja, und es wäre gut, wenn es barrierefrei wäre. Okay. Und dann habe ich eben YUI angeguckt und es war alles drin. Ich konnte die Sache ganz schnell zusammenbasteln und wir haben es innerhalb von zweieinhalb Monaten fertig gemacht und auch richtig verwendet. Das war schön.
Und ja, schaut euch Libraries an und, seid auch vorsichtig, weil gerade bei jQuery: Das Problem bei jQuery ist, dass jeder jQuery weiterentwickeln kann und eigene Plugins schreiben kann, aber auch nicht wirklich dann die ganze Zeit schaut, wie diese Plugins später weiterverwendet werden müssen. JQuery UI ist gut, weil das sind die, die offiziellen Erweiterungen, die auch wirklich durchgetestet werden auf allen Browsern. Wenn ein neuer Browser rauskommt, werden sie auch damit getestet.
Sonstige Plugins, die man irgendwo im wilden Web findet. Wenn der Entwickler keinen Bock mehr drauf hat, wird das Ding auch nicht mehr weiterverwendet. Das ist, das ist das richtige Problem dabei. Weil Entwickler halt dann doch immer gerne de, das Rad neu erfinden, damit man's halt doch in dem Fall jetzt mal pu, purpur machen kann oder blau oder sonst was.
Jedes Mal, wenn man, wenn wir richtig entwickeln, richtigen Männern, irgendwelche Libraries gibt, dann sagen die: „Das kann ich selbst besser machen und ich schreibe meine eigenen Extensions und sonst was. Und ja, was machst du in einem Monat, wenn du in Urlaub gehen willst? Nehmt Sachen, die Leute schon gebastelt haben. Das ist nicht, das ist kein Problem vom Stolz und dass die Firma das nicht machen sollte.
Diese ganzen Libraries sind Open Source, können legal verwendet werden von der Seite und YUI beispielsweise wird auch von Google verwendet und wir haben da kein Problem mit, weil warum sollten sie was eigenes schreiben, wenn's sowieso schon funktioniert? Und wenn YUI, einen Fehler hat, hat eine Yahoo-Seite einen Fehler und das ist ein Problem. Und deswegen ist es ganz gut, wenn wir Feedback bekommen von Leuten.
Deswegen schmeißen wir diese ganzen Sachen kostenlos raus, weil Leute, Entwickler im Netz viel mehr wissen als wir selbst. Jeder, jeder draußen hat andere Probleme und findet neue Möglichkeiten, die Sachen zu verwenden und findet ein Problem, wo wir drüber nicht über nachgedacht haben. Wenn die uns sagen, dass sie das Problem haben, können wir es mit der Person lösen und auf einmal ist unsere Library um einiges besser, als sie vorher war. ARIA ist das Zweite, was richtig gut ist.
Und zwar ARIA ist, erlaubt es uns, Screenreader und, an-andere assistive Tech, Assisti, assistive Technologien, zugänglich zu machen. Und zwar, was ARIA ist im Endeffekt, es zeigt nur an, dass was, was, was sein soll, auch was ist. Wenn ich jetzt einen Link habe hier beispielsweise, sagt der Screenreader: „Link Graphic okay", was nicht wirklich Sinn macht.
Wenn es aber mit Y ARIA eine Rolle bekommen hat und einen Sta, einen Status bekommen hat, heißt's: „Button okay to activate press Space Bar." Und es macht es auch in verschiedenen Sprachen.
Der, der Endnutzer wird also dare, darüber informiert, was das Ding ist und wie er es zu verwenden hat, anstatt uns einen schönen Button zu schreiben und dann zwanzig Zeilen drunter zu schreiben: „Bitte benutzt doch diesen Button so und so." Weil das ist die Aufgabe von dem Browser, das ist die Aufgabe von der assistiven Technologie. Da müssen wir nicht selbst unsere Sachen schreiben und mit ARIA kann man das ganz gut machen.
Problem ist natürlich, dass jeder sagt: „Oh, schreibe ich ARIA, sind meine Sachen barrierefrei." Nicht wirklich, weil kognitive, Sachen muss man auch bedenken. Man muss auch Leute bedenken, die nicht richtig lesen und schreiben können. George W. Bush war ein Beispiel. Um was barrierefrei zu machen, ist eben nicht nur für Blinde und nicht nur für Keyboardnutzer, sondern für alle.
Aber ARIA erlaubt es uns eben, diese Sachen zu schreiben, ohne dass wir groß drüber nachdenken zu müssen, ohne dass wir uns mit HTML, einen abbrechen müssen, dass wir mit, versteckten Formularfeldern Status geben und sonst was. Y ARIA erlaubt uns, das in Browsern zu machen und es ist schon unterstützt. Firefox, Dojo, Safari, Jaws, Orca, Yahoo, IBM, Window Eyes, diese ganzen Firmen, diese ganzen assistiven Technologien verstehen ARIA zu einem bestimmten Bereich.
Manche können es besser, manche können es nicht so toll. Internet Explorer meint, sie Zeigt, was in euch steckt. Ich will, dass jetzt Leute auch mal rauskommen und sagen: Ich habe euch gezeigt, es ist nicht schwierig, das Web zu ver-Web zu vermischen. Ich kann auch mal via URL die Konsole schnell zeigen, das noch mal durchgehen, dass das einfach auch jeder kann, der so ein bisschen mit der Tastatur und Browser umgehen kann und nicht wirklich ein Entwickler sein müsste.
Ich hab diese Konferenz veranstaltet in London vor einem Jahr, die heißt Scripting Enabled. Ist eine Konferenz am ersten Tag hatte ich Leute mit verschiedenen Behinderungen oder Leute, die mit Behinderten arbeiten, direkt, auf der Bühne, die gesagt haben: Hier ist es die Behinderung, hier ist die Probleme und hier ist, wo diese Leute im Netz stecken bleiben. Hier ist, wo ich, wo ich nicht bei Facebook reinkomme. Hier ist, wo ich keine Google Maps verwenden kann.
Und anstatt, eine Testing-Firma oder irgendjemand von einer, von einem Konsortium oben zu haben und zu sagen: „Macht doch bitte mal was für Blinde, macht doch bitte mal was für, für Leute mit,, mit Hörschaden", standen diese Leute eben oben da und haben uns erzählt, genau was das Problem ist. Und das ist wahnsinnig, selten, dass man eben auf Konferenzen-- Wie viel behinderte Sprecher hatten wir auf dieser Konferenz? Einen, zwei.
Das Schöne war eben, dass Entwickler auch mal gemerkt haben: So, wart mal, so ist das ja nicht wirklich. Vor allem diese: Jeder Blinde ist so, jeder Gehörlose ist so. Jeder, der, der, der Alzheimer hat, kapiert das so nicht mehr. Also die, die Keynote war eine Freundin von mir, die hat MS und ihr täglich, fast wöchentlich ändert sich ihre, ihre Probleme im Internet. Deswegen braucht sie 'n Rechner, der sich anpasst. Deswegen habe ich ihr einen Mac gekauft.
Weil wenn 2009, wenn man Operating System raus, rausbringt, sollte da ein kostenloser Screenreader drin sein. Leider hat Windows es nicht gemacht. Bei Mac, bei OS X ist einer mit drin und ist auch ganz einfach, die Schriftgrößen zu ändern und sonst was.
Aber Scripting Enabled dann am zweit, am zweiten Tag war, hatte ich dann Entwickler drin, da sind diese Fotos von, die eben dann was, was sie am ersten Tag gelernt haben, umgesetzt haben, um neue Sachen zu erstellen, um eben ein Google Maps zu erstellen, das ein blinder Nutzer benutzen könnte, um ein Facebook-Plugin zu schreiben, das Facebook zeigt, wie einfach es doch wäre, wenn man wichtige Headlines verwenden würde oder solche Sachen, solche magischen Sachen hier.
Und dann habe ich das rausgeschrieben und gesagt: Ja, kostenlose Konferenz kann jeder dieselbe Konferenz machen. Alles was ich will, ist, dass die Konferenz kostenlos ist, dass die Vorträge von wirklichen Behinderten kommen oder auch von wirklichen Arbeit mit Behinderten kommen und nicht irgendwie Designagenturen meinen so: „Hey, das, so arbeiten wir für Blinde", bla, bla, bla. Und, alles, was dort rauskommt, muss als Open Source rauskommen und dann eben auch weitergegeben werden.
Die Videos sind alle er-erreichbar, die Videos sind auch alle beschrieben worden, die, die Vorträge sind alle erreichbar und der Code erstellt wurde, ist auch auf dem Wiki drauf. Eine Firma hat sich gemeldet innerhalb vom Jahr und eins gemacht. Das war Adobe InSerto. Und das finde ich einfach schwach. Das finde ich einfach traurig, weil diesen, das sind genau diese Veranstaltungen, die wir brauchen.
Wir müssen die Barriere zwischen Entwickler und Accessibility World oder Barrierefreiheit World,, abbrechen. Entwickler müssen, müssen Barrierefreiheit als was sehen, wie man Sachen verbessern kann. Nicht als was, wie man: „Oh mein Gott, jetzt muss ich's barrierefrei machen", weil das dann doch in dieser fünf null acht oder in der DDA oder in der BITV oder was in Deutschland ist, drinsteht.
Leider habe ich's noch nicht geschafft, 'ne, 'ne richtige, 'ne Bewegung von Accessibility Hacking zu starten, aber ein paar Sachen kamen ganz gut raus und jetzt ich schrei noch rum und, wahrscheinlich gibt es demnächst eine in Australien, weil ich war vor zwei Tagen auf Accessibility TO und hab da den Leuten es auch vorgestellt und die meinten: „Ja, ist eine gute Idee, vielleicht machen wir's mal." Und es kostet nicht viel.
Ich hab für die ganze Konferenz habe ich fünfhundert Pfund ausgegeben, weil ich genau die richtigen Leute gekannt habe. Es waren hundertfünfzig Leute am ersten Tag, es waren vierzig Leu, vierzig Leute am nächsten Tag.
Ich hatte Wireless für alle, ich hatte Vorträge für alle und ich habe diese ganzen Sachen dann ins Netz gestellt kostenlos, weil ich die richtigen Leute kannte und den richtigen Leuten gesprochen habe, anstatt zu sagen: Jetzt mache ich die teuerste und beste Konferenz für Barrierefreiheit, die jemals gemacht wurde. Und ich will, dass ihr mir helft, Leuten wie mir das Web weiterzuentwickeln und dabei nicht Barrieren zu erstellen. HTML5, Canvas, Chrome Frame. Tolle neue Lösungen, wirklich derzeit.
Ganz, ganz schlecht in Barrierefreiheit. HTML5 ist, ist ein Witz. Ich meine, wenn ich jetzt einen Date Picker in HT, in HTML5 einbaue, in, in Opera hat dieser Date Picker kein Keyboard. Ich kann nicht mit der Tastatur in diesen Date Picker reingehen. Das ist ein na-nativer Date Picker. Das ist nicht, was ich in JavaScript geschrieben habe. Und das Ding hat keinen Tastaturzugang, weil niemand drüber nachgedacht hat in HTML5.
Wir haben ja viel zu viel Zeit zu sagen, das muss so heißen und so heißen, anstatt es zugänglich zu machen für Menschen. Canvas ist zwar ein Problem, Canvas ist absolut genial. Ich kann super Sachen in Canvas bauen, aber Canvas ist vollkommen nicht,, screenreader accessible, hat auch keinen Zugang für Tastaturen bisher. Wir müssen Canvas auch so eben reparieren, weil es ja eigentlich auch sonst haben wir wieder Java Applets, wie wir schon mal hatten, 1997, 98.
Chrome Frame ist ja gestern rausgekommen. Vorgestern, glaube ich. Und was Chrome Frame ist, ist, ist ein Plugin, das man sich einbauen kann in Internet Explorer sechs, um dann eben in Internet Explorer sechs die Seiten in Chrome anzuzeigen, dass sie eben dann auch richtig aussehen und auch richtig funktionieren. Ist schön, aber ist halt doch ein riesengroßer Frame und ist nicht tastaturbedienbar und ist auch nicht per Screenreader bedienbar. Kann man aber ändern, weil's ja auch Open Source ist.
Man braucht nicht alles alleine zu machen. Wir alle wollen das Gleiche: Ein Web, das funktioniert. Und was meine Hauptsache hier ist: Redet miteinander. Habt keine Angst vor dem Datenweb. Habt keine, habt keine Angst, mal zu sagen: „Weißt du was? Wir haben jetzt fünf Stunden diskutiert über dieses Logo. Wie machen wir dieses Formular zugänglich für meine Mutter?" Weil das ist auch, was Leute nicht bedenken. Leute denken immer so Behinderte.
Wenn wir da frei, was barrierefrei machen müssen, denken wir immer an den Blinden. Wir denken an den Gehörlosen. Wir denken an den Mann, der keine Arme hat. Neunzehnhundert, nein, 2006 in Amerika, achtundsiebzig Prozent der Einnahmen durch E-Commerce waren Leute, die über fünfzig Jahre alt sind. Und das muss man mal bedenken, wie viel Geld das ist und was Leute über fünfzig Jahre alt haben.
Die haben auch nicht mehr die besten Augen, die haben auch nicht mehr die besten, Hände, um, um durch die fünfzehn Level Navigation durchzugehen. Also, wenn ihr über Barrierefreiheit nachdenkt und irgendwas Barrierefreiheit, denkt, denkt an eure Oma und nicht an den Mann, der behindert ist. Nicht an den Mann, der nicht sehen kann und, nicht hören kann und keine Maus benutzen kann. Denkt einfach an Oma und dann bastelt was, was Oma gerne benutzen würde. Bestes Beispiel: Nintendo Wii.
Nintendo Wii. Meine Eltern benutzen keine Computer. Sie hassen Computer. Sie, sie haben so auf der, auf der Bankkarte die, den, den Ding zerkratzt, weil man Computer nicht trauen kann. Und an Weihnachten habe ich meiner Familie einen Wii gekauft. Innerhalb von zwanzig Minuten war die ganze Familie am Bowling spielen. Und mein Vater: "Ja, kompletter Scheiß, aber das war eigentlich gar nicht schlecht." Und genau so sollte Barrierefreiheit funktionieren, dass Leute eben frei von Barrieren sind.
Und das ist Schöne im Deutschen. Barrierefreiheit ist ein viel besserer Ausdruck als Accessibility. Hatten wir kürzlich im Büro Accessibility, kam eine interne E-Mail, war ein JPEG. Sah auch noch scheiße aus, witzigerweise. Und ich sitze eben neben Artur und sage so: ", diese E-Mail ist ein JPEG. Kannst du da irgendwas lesen?" Und er so: "Nö, natürlich nicht." Weil er eben blind ist.
Und hat dann seinen Chef angeschrieben, hat gemeint, : "Beschwer dich doch mal darüber, dass wir interne E-Mails haben, die vollkommen nicht zugänglich sind für mich." Und sein Chef sitzt in Amerika, hat dann die Leut-, die Dame angeschrieben und die E-Mail von ihr zurück war dann: "Ja, Sie können diese E-Mail access-- Sie können diese E-Mail nicht accessen, weil Sie in Amerika sind, weil das eine englische, eine englische E-Mail ist und auf dem Server hier ist." Da habe ich gesagt: "Okay, bevor die, bevo-bevor die Schreierei anfängt, angeht", bin ich, habe mich hingesetzt.
Der Mann ist blind. Wenn er jetzt sich durch den englischen Server anmelden würde, würde er nichts nicht sehen können. Das geht leider nicht. Also Access in dem Fall bedeutet nicht, das Ding zu bekommen, sondern auch es benutzen zu können, während Barrierefreiheit schön ist, weil alle Barrieren sind weg und das ist eben das schönere Thema. Und deswegen sollte Barrierefreiheit im Deutschen auch viel mehr menschlich sein als hier: Oh, jetzt macht doch mal das, um das Gesetz zu befolgen.
Und das war alles, wozu ich sprechen wollte. Danke schön.
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Einspieler Mehr Qualität in Webdesign durch Webstandards. Tipps und Tricks zur Umsetzung findet ihr bei den Webkrauts auf Webkrauts.de. Für ein besseres Web.
Weitere Informationen und die Links zur Sendung auf technikwürze.de.
Gewinne das neu Wacom Bamboo
Zusammen mit Unimall verlosen wir bis 31. Oktober das nagelneue Grafiktablett Wacom Bamboo mit Multitouchfunktion. Füllt zur Teilnahme einfach das Formular bei Unimall aus. Einem Test hatten wir das Tablett in der 150. Technikwürze 1 unterzogen. Viel Glück!
Wir wollen Technikwürze verbessern und benötigen eure Hilfe
Auf unsere Spendenseite 1 haben wir bisher alle Unterstützer zusammengetragen. Die 1.000-Euro-Marke dürften wir bald knacken - Dank euch! Aber uns fehlen noch ca. 600 Euro, bis wir das neue Aufnahmeeqipment finanzieren können. Helf uns, damit wir euch noch bessere Sendungen produzieren können.
Barrierefreiheit im Netz der Daten
In Technikwürze 150 1 hatten wir im Rahmen der Berichterstattug zum Symposium für Barrierefreiees Webdesign, Best of Accessibility in Düsseldorf, ein Interview mit Chris Heilmann gebracht. Er ist Yahoo-Web-Evengelist und hielt auf der BOA einen Vortrag über Barrierefreiheit im Netz der Daten. Diesen Vortrag könnt ihr hier in voller Länge hören.
Links zum Vortrag:
- Blogbeitrag 1
- Folie bei SlideShare
- Vortrag als PDF
Erwähnungen 13
Kommentare 10
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well done, aber wie soll man die ganze barrierefreiheit denn in einer webseite unterbringen, wenn man nicht dafür sorgen soll, dass die webseite in jedem browser gleich aussieht?
wäre es da nicht direkt klüger eine startseite zu erstellen, die dann auf die unterschiedlichen einschränkungsgruppen auf unterseiten weiterverlinkt? schwierig dabei wird es aber vorallem weil es ja nicht nur einschränkungen gibt die sich in statische gruppen zusammen fassen lassen (nur blind, nur taub, nur motorisch eingeschränkt, nur lernstörung usw.) schwierig schwierig aber denoch ein thema für das web2.0 und es darf nicht erst mit dem web3.0 gelöst werden. -
Danke an Chris Heilmann für diesen Vortrag. Für mich war das "großes Kino", vor allem die Tipps und den Code zu YQL. Hab das mal ausprobiert, und klappt. Sogar mit Seiten, die gar keine API anbieten, wie meine eigene.
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Vielen Dank für die Sendung, so macht das Spaß. Mehr Barcamp-Spontan-Interviews, mehr Vorträge, finde ich gut und hab deshalb auch mal 5€ meines bescheidenen Budgets gespendet.
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Sehr interesanter Vortrag / Podcast - wie Thomas Weise schon erwähnte "ganz großes Kino" - da werd ich mir wohl den ein oder anderen Hinweis für meine künftige Webentwicklung mit verwenden. Da seh ich schon wegen diesem Vortrag meine 5,- EUR gut angelegt ;)
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Kurzweilig, inspirierend, beeindruckend. Das eröffnet einen ganz anderen (spannenden) Blick auf das Thema.
@sam: Um als Nutzer mit Barrieren im Internet umgehen zu können, muss ich die freie Wahl haben, wie ich das Internet nutze. Diese Entscheidung beginnt ja schon mit der Wahl des Betriebssystems und des Browsers (oder noch früher: mit der Wahl des Geräts). Genau diese Entscheidungsfreiheit darf nicht durch die erzwungene Gleichmachung der Ausgabe unter jedem Umstand konterkariert werden. Ich denke, das soll die Aussage bzgl. gleichem Aussehen (unter anderem) vermitteln.
Meines Erachtens geht es nicht um die Aufteilung und Abgrenzung von bestimmten Benutzergruppen und die Errichtung gesonderter "Krücken" sondern um die Anreicherung der Website mit Eigenschaften und Funktionen, die immer mehr Benutzergruppen den einfachen Zugang ermöglichen. Eine Aufsplittung von der Startseite aus halte ich da für wenig sinnvoll.Danke an David und alle, die Technikwürze möglich machen und es ermöglichen, so viele wertvolle Informationen einer solchen Tagung mitzunehmen, selbst wenn die Gelegenheit ausblieb, selbst dabei zu sein. Ich glaube, ich drücke meinen Dank gleich erstmal in Euronen aus.
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@ #5 lebt aka mirko,
okay wenn ich nur eine einzige seite für möglichst alle zugänglich mache, wie "aufgebläht" wird die webseite im sourcecode dann sein? die wartung, erweiterung oder anpassung dürfte dann immer schwieriger werden. eine möglichkeit, die ich mir vorstellen könnte, wäre bestehende html/css tags um zugänglichkeitsfunktionen zu erweitern. anstatt immer neue und zusätzliche tags zu erschaffen. im js bereich dürfte es doch sicher möglich sein. da die browser sich immer weiter von einander entfernen und das w3c eher rückschritte macht, kann und muss man andere techniken dafür nutzen und js erscheint mir für die richtige wahl. -
Super Vortrag, selten so gern eine Vortrag zugehört. Da ärgere ich mich schon, dass ich nicht beim BOA dabei war. Da sind meine 5 Euro gut angelegt, wenn man dafür weiterhin so gute Mitschnitte erhält. Weiter so!
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Gutes Format, Vorträge von Konferenzen und Barcamps mitzuschneiden! Mehr davon.
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Angenehmer Vortrag - Vielen Dank!
@sam: Ich denke Barrierefreiheit heißt nicht, das man immer mehr und neue Tags o.ä. erfinden und einbauen muss, sondern das man auch eigentlich schon ausreichend vorhandene techniken (Überschrifthierarchie; Alt-Tags; Label; cite, strong, etc.) sinnvoll verwenden sollte. Vielleicht fehlt das ein oder andere noch, aber sehr viel komplexer muss es vielleicht gar nicht werden. Man muss es nur clever verwenden und das tun ja heutzutage leider die wenigsten. Ein Screenreader kann dann schon seine Arbeit machen und Hierarchien und Tag-Zusammenhänge bei richtiger Verwendung und Verknüpfung für den Nutzer aufbereiten.
Ein Startseite mit Unterseiten etc. kommt mir da sehr komplexer und aufwendiger/umständlicher (ähnlich IE6-Fixes) daher als seine Daten richtig auszuzeichnen.
mfg
der CRI -
Danke für die Aufnahme. Man merkt, dass Chris ein erfahrener Redner ist, sehr guter Vortrag, inspirierend.
Mashups, Baby!