Selbständigkeit total Technikwürze 172
Der Schritt in die Selbständigkeit birgt immer ein gewisses Risiko und sollte daher gut überlegt sein. Marcel Böttcher und Stefan Nitzsche geben einen Einblick in ihre fünf selbständigen Jahre und beantworten in zwei Stunden viele Fragen zum Arbeitsleben.
Transkript der Folge
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Marcel Technikwürze 172. Stefan Nitsch ist heute zu Gast. Hallo Stefan.
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Stefan Hallo Marcel.
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Marcel Und wir reden heute über unsere Selbstständigkeit. Mein Name ist Marcel Böttcher. Hallo.
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Einspieler Herzlich willkommen zu Technikwürze, eurem Design- und Webstandards-Podcast.
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Marcel Stefan, wann, hat dich heute dein Wecker rausgeworfen und, ins Büro getrieben?
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Stefan Mein Wecker hat mich heute rausgeworfen um acht Uhr dreißig.
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Marcel Wie kommt's?
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Stefan Ich hatte, gleich zwei Termine zur gleichen Zeit. Nämlich hatte ich jemanden da, eine Gestalterin, der ich, unter die Arme greifen sollte, die bei einem befreundeten Dienstleister in einem Projekt steckt und nicht so richtig weiß, wie sie weiterkommen soll. Und, der habe ich ein bisschen Hilfestellung gegeben und ein guter Freund von mir ist vorbeigekommen und hat bei mir im Büro auch ein bisschen gearbeitet.
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Marcel Wann klingelt dein Wecker normalerweise?
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Stefan Gar nicht.
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Marcel Komplett gar nicht?
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Stefan Ich habe keinen Wecker normalerweise. Also ich habe ein iPhone und das iPhone, hat natürlich eine Weckfunktion, die genutzt wird, wenn's wichtig ist, aber generell richte ich mich eigentlich nicht so richtig danach.
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Marcel Ja, da, da geht es mir ähnlich und, ich glaube, das ist einer der größten Vorteile der Selbstständigkeit. Seit wann bist du selbstständig?
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Stefan Seit dem 28. Mai 2007.
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Marcel Auf den Tag genau weiß er das?
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Stefan Auf den Tag genau weiß ich das, weil das ein ziemlicher Akt war, das, noch rechtzeitig hinzukriegen. Und weil ich's natürlich auch jedes Jahr erneut, begieße.
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Marcel Ist das so? Du feierst das?
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Stefan Ja, auf jeden Fall.
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Marcel Okay, ich hab, ich hab mein, ich hab mein letztes Jubiläum, das zweijährige. Ich hab mich, Mitte, Mitte Mai müsste es gewesen sein, 2008 selbstständig gemacht und ich, mir ist irgendwo vor Kurzem aufgefallen, dass ich die ersten zwei Jahre geschafft hab, und vergessen hab, es zu begießen. Unter, unter welchen, äußeren Umständen hast du dich denn selbstständig gemacht? Also wie ist es bei dir dazu gekommen?
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Stefan Ich war angestellt in der Agentur, in der ich meine Ausbildung gemacht habe zuletzt, wieder angestellt. Also ich bin nicht übernommen worden nach meiner Ausbildung, sondern hab erst woanders gearbeitet und, bin dann zurückgekommen irgendwann. Und, ja, ich war sehr, sehr unzufrieden mit meiner Arbeit dort und, also nicht nur mit meiner eigenen Arbeitsleistung, sondern auch mit den Umständen, unter denen die, Leistung erbracht wurde.
Und, ich war unzufrieden mit Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen meiner Chefs und, sah das Ganze immer mehr den Bach runtergehen und, bei meinen Chefs war das halt ähnlich und, ja, dann ist irgendwann die Entscheidung gefallen, dass die Agentur nach und nach halt geschlossen wird und mittlerweile gibt's sie, glaube ich, noch so ansatzweise, aber auch nicht mehr so wirklich und ich bin dann, gekündigt worden und, das war für mich so der Punkt, an dem ich, gewusst habe: Jetzt oder nie.
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Marcel Okay, also dementsprechend das schon ein bisschen länger geplant gehabt, oder? Beziehungsweise nicht, nicht geplant gehabt, dass es so starten soll, aber dass du grundsätzlich dich irgendwann noch mal selbstständig machen willst.
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Stefan Genau, also ich war, die ganze Zeit immer demher so'n bisschen selbstständig. Das blieb natürlich unter 'nem gewissen Betrag im Jahr, sodass man dann nicht irgendwie, Probleme kriegte mit der Steuer und so weiter, aber, das war immer schon, lief immer schon so mit. Und, der Wunsch war immer da, das irgendwann mal, größer zu machen und eventuell sich auch mal selbst komplett drauf verlassen zu können, aber es war nicht so akut vorher.
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Marcel Okay. Na, bei mir war's, also ich hatte, ich hatte, ich wurde nicht vor die Tür gesetzt und, hatte eigentlich auch gar nicht so wirklich den, na ja, schon den Drang schon länger, dass ich mich selbstständig machen wollte. Beziehungsweise ich bin eigentlich schon relativ lange selbstständig. Ich hab mir damals mit, 16 einfach beim Finanzamt 'ne Steuernummer geholt und losgelegt. Dafür braucht man zum einen Eltern, die das mitmachen und einen dafür nicht vor die Tür setzen. Die hatte ich.
Und zum anderen entweder einen netten Familienrichter oder einen Steuerberater, der weiß, wie das geht. Letzteres hatte ich auch und, muss allerdings sagen, ich kann das nicht unbedingt jedem empfehlen, weil es ist schon relativ viel stressig, vor dem 18. selbstständig zu machen. Aber das Ganze lief dann natürlich so'n bisschen als, als Nebengewerbe.
Ich bin dann auch klassisch ins Agenturleben eingestiegen und hab dann, irgendwann einfach den, das Angebot bekommen, dass ich in einer anderen Agentur, eine Tätigkeit, auf die ich damals ziemlich heiß war, ausüben konnte und, die mir genug Geld zum, zum Überleben gegeben haben und das für eine Arbeitszeit, bei der ich auch noch die Chance hatte, mir nebenbei ein bisschen was aufzubauen. Das Ganze halt auf, auf, selbstständiger Basis und das war so'n bisschen mein, mein Sprungbrett dann.
Aber du bist, du bist in die Selbstständigkeit gesc..., gesprungen aus einer Kündigung heraus, wenn ich das richtig gehört hab?
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Stefan Genau, also es war sogar ein bisschen theatralischer. Ich war im, ich war im Urlaub im Januar 2007, und, bin von allen Seiten be-be-, ja, ge-getreten worden. Ich müsste mich selbstständig machen und ich hab damals halt, war ich in 'ner Phase, wo ich nicht wusste, ob das das Richtige für mich ist. Das weiß man halt wirklich auch dann erst, wenn man's wirklich ausprobiert hat. Und, bin aus dem Urlaub zurückgekommen und wusste, ich will das machen oder ich will das versuchen.
Und, ich kam zu meinem Schreibtisch am ersten Arbeitstag und da lag 'n Umschlag. Und dann hab ich den Umschlag aufgemacht, dachte ich: „Ja, Gehaltsabrechnung." Und da waren aber zwei Schreiben drin: einmal die Kündigung und einmal die Gehaltsabrechnung. Und, dann, kam mein Chef zwei Stunden später erst ins Büro, was ich schon sehr freundlich fand, und machte mich dann darauf aufmerksam, dass er gerne kurz mit mir reden würde. Und ich habe ihn angestrahlt und habe gedacht: „Ja, gerne.“
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Marcel Du könntest dir schon denken, worum es ginge?
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Stefan Genau, richtig. Und, dann bin ich halt ins, in sein Büro, kurze Zeit später und da saß dann sein Partner noch mit und die guckten mich beide – der eine etwas bedröppelter als der andere – aber beide guckten mich relativ bedröppelt an und machten mir also klar, dass das jetzt nicht mehr weiterginge. Und ich habe gegrinst und habe mich gefreut und war, ich habe so gestrahlt dabei. Ich glaube, so ein Gespräch hatten die noch nie in ihrem Leben.
Und, ich war so dankbar und so froh, dass das vorbei war, diese Zeit. Ja, und dann, aus der Situation heraus, wusste ich dann, jetzt geht's rund. Und das war so für mich der Moment auch, wo ich in dem, in dem genau richtigen Moment halt das Signal bekam: So geht's eh nicht mehr weiter, dass ich dann halt wusste, das, das muss jetzt so sein, das ist jetzt so und, eine bessere Gelegenheit als jetzt gibt's nicht.
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Marcel Also dement-dementsprechend hast du schon, schon länger, weil du ja kein direktes Sprungbrett, außer jetzt eine Kündigung, hattest, was, da kommen wir sicherlich, dann später auch noch mal zu, auch so ein paar Vorteile hat, aber ansonsten hattest du ja jetzt, nicht schon den ersten Job an der Angel oder so was.
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Stefan Nee, überhaupt nicht.
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Marcel Also deme-dementsprechend war es einfach schon der längere Wunsch, sich, sich mal selbstständig zu machen und da dann die entsprechende Möglichkeit, das da in dem Umfeld zu tun. Okay. Wie, wie ging das dann bei dir los? Du, du hast dann bei der nächsten Metzgerei angerufen und gefragt, ob die eine Internetseite bräuchten. Du würdest dich in zwei Tagen selbstständig machen, direkt nach deiner Kündigung, oder?
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Stefan Nee, überhaupt nicht. Ich habe, erst mal, mir, Literatur besorgt natürlich. Ich habe, Leute gefragt, die selbstständig sind. Ich komme auch aus einer Familie, wo Selbstständigkeit, eine lange Zeit lang, die Regel war und, insofern hatte ich da schon ein gewisses Gefühl für und ein gewissen, gewisses Wissen darüber, was natürlich irgendwie sehr diffus war, aber es war auf jeden Fall da und, deshalb fühlte ich mich jetzt nicht ganz so alleingelassen. Und ja, einen Steuerberater hatte ich.
Mit dem, hatte ich ein paar Jahre vorher schon mal eine kurze Zusammenarbeit wegen einer, Selbstständigkeit und, wusste also genau, wo ich hingehen musste, habe mich dann beraten lassen und habe halt von überall Unterstützung bekommen. Und, ja, und dann, dann bereitet man sich so darauf vor. Das dauert ja auch eine Zeit, also bis man das dann alles erst mal eingetütet hat und bis man die Sachen zusammengetragen hat, da vergehen ja Wochen. Und, ich hatte eigentlich geplant, am 1.
Juli 2007 mich selbstständig zu machen. Und, ja, dann hatte ich eine Anfrage, weil ich so ein bisschen gestreut hatte kurz danach. Du hattest ja gerade nach den ersten Akquise,, Aktionen gefragt. Ich habe halt in meinem Freundeskreis und in meinem Bekanntenkreis, der so auch, in dem, in dem, in, in der Werbung oder, oder in der Internet, Branche irgendwie, sich aufhielt, habe ich so ein bisschen gestreut, dass ich mich jetzt selbstständig machen werde.
Und, jemand, den ich kannte damals, also sowohl im realen Leben als auch, über tägliches, ICQ und, und, und E-Mails und so, dem hatte ich das dann auch irgendwann so im Nebensatz erzählt und der forderte sofort von mir einen Lebenslauf an. Und ich habe das gar nicht ernst genommen und, habe das nicht gemacht, weil ich darauf überhaupt nicht vorbereitet war.
Und, zwei Wochen später hat der das wieder angefordert und hat gesagt: „Mensch, mach doch mal, ich habe da was.“ Und dann wurde mir klar, dass das wohl doch nicht so eine hohle Phrase ist, sondern, irgendwie ernst gemeint sein muss. Ja, und dann habe ich mein, meine Sachen zusammengestellt, abgegeben und das war das erste Projekt. Das ging dann auch relativ lange direkt und startete halt mit der Maßgabe: Es geht nicht am 1. Juli, sondern es muss unbedingt noch Ende Mai, sein.
B-besser noch früher, aber früher hätte ich es auf keinen Fall geschafft. Und dann war der Starttermin der 28. Mai und das ging auch gerade so auf.
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Marcel Okay, bei mir ging das ein bisschen... Also ich glaube, ich habe eher mich erst selbstständig gemacht und mir dann entsprechend Gedanken darüber gemacht, weil sich da, wie gesagt, die entsprechende Möglichkeit, aufgetan hatte. Ich habe davor eigentlich gar nicht so wirklich daran, an einen, an einen Jobwechsel gedacht. War allerdings auch so ein bisschen mit dem, ja, mit dem, mit dem Arbeitsumfeld gar nicht mal kollegial oder so.
Das war super oder wie ich mich mit den Leuten verstanden habe, sondern einfach die, Tätigkeiten, die ich dann zum Schluss auszuführen hatte, damit war ich nicht mehr ganz so zufrieden. Deswegen kam diese Möglichkeit da halt sehr, sehr, ja, passend und, ich weiß gar nicht mehr, wie viel zwischen, zwischen dieser besagten E-Mail, mit dem Angebot und, meiner Kündigung dann verging. Es, kann allerdings nicht großartig mehr als dann ein paar Wochen gewesen sein.
Ich habe dann, mit meiner Lebensabschnittsgefährtin, die, die übrigens immer noch dieselbe ist, also dementsprechend hat sie die Selbstständigkeit, hat sie die Selbstständigkeit überlebt. Ja, das halt abgesprochen, ob das für sie in Ordnung wäre, dass ich mich da in eine gewisse Unsicherheit begebe, auch wenn es erst mal mehr Geld bedeutet hat, aber das halt auch nur zugesagt für ein paar Monate und danach kam dann natürlich erst mal, das, das, große Ungewisse auf einen zu.
Ja, aber das war, das war in dem, in dem Moment in Ordnung und insofern habe ich das dann, gewagt und mir eigentlich dann erst angefangen,, auch so was wie Lektüre zu holen und noch mal mit ein paar Leuten zu sprechen und mir zu überlegen, wie es danach eigentlich erst weitergehen sollte, weil, diese entsprechende Chance dann halt auch vergänglich schien.
Aber ich glaub, so im Nachhinein, haben sich unsere Wege dann doch ziemlich, ziemlich geglichen, was so halt, Lektüre und, Planung und so weiter angeht. So du bist jetzt seit drei Jahren selbstständig. Dein, dein täglicher Ablauf, dein typischer Tag sieht ungefähr wie aus?
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Stefan Da muss ich dich enttäuschen. So was gibt's eigentlich nicht und das ist ja genau das, worauf du wahrscheinlich auch hinaus wolltest.
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Marcel Enttäuscht mich gar nicht mal so sehr.
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Stefan Ich wollt grad sagen. Also, ich mag das sehr, dass ich, jeden Tag im Prinzip, größtenteils nicht weiß, was auf mich zukommen wird. Natürlich gibt's so, statische Elemente wie die Geschichte, dass man irgendwann zwischen früh morgens und spät mittags aufstehen muss, dann, irgendwo hingeht, wo man arbeitet. Ob das jetzt... Also früher war's mein Wohnzimmer. Ich hab früher von zu Hause aus gearbeitet. Das heißt, eigentlich war's eher 'n, 'n Arbeitszimmer mit 'ner Couch drin.
Es war ursprünglich mal als Wohnzimmer gedacht, aber das hatte sich dann ziemlich schnell erledigt. Und, jetzt ist es momentan, 'n Büro, 'n externes, was auch 'ne Art Regelung so ins Leben bringt, weil das Privatleben ist dann halt doch mehr Privatleben, auch wenn wenig da ist. Aber es ist halt privat dann das, was zu Hause ist. Und, wenn man ins Büro fährt, ist halt, wirklich Arbeiten angesagt und da, zieht allein aufgrund des Standortwechsels so 'ne st-stärkere,, Splittung einfach, ein. Ja.
Und, dann macht man sich auf den Weg ins Büro und, beginnt den Tag wie jeder andere auch mit E-Mails und Blogs und so weiter und so fort und Anrufen. Und, das geht dann so lange, wie man das machen möchte.
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Marcel Ab wann kann man dich morgens immer so ungefähr oder mittags im Büro dann erreichen?
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Stefan Das ist sehr unterschiedlich halt. Also, es gibt, ich hab Gott sei Dank grandiose Kunden. Es gibt Kunden, die, wissen das, wann sie mich erreichen können. Die machen dann davon auch, in Anführungsstrichen schamlos Gebrauch, was sie natürlich auch sollen. Es gibt Kunden, die rufen mich nachts um, weiß ich nicht, zweiundzwanzig Uhr an. Das ist dann auch in Ordnung. Wenn sie mich kriegen, dann, dann und ich drangehe, dann bin ich auch da für sie.
Und, es gibt Kunden, die,, versuchen's dann halt um acht Uhr und merken dann halt, dass sie mich nicht kriegen. Ich, ruf dann natürlich auch zurück. Also man erreicht mich irgendwann zwischen acht und elf eigentlich. Also das ist, die Regel. Ich geh auch zu Hause natürlich ans geschäftliche Telefon, ans Handy, wenn es, 'n Anruf gibt, um die Zeit. Aber die meisten wissen das halt aus, Erzählungen.
Es gibt halt wenige Kunden, mit denen ich so über Telearbeit einmal gemailt und Auftrag erteilt oder so. Das gibt's halt relativ wenig, sondern die Zusammenarbeit ist schon relativ, persönlich, auch wenn sie oft über Telefon stattfindet, aber man lernt sich dann doch schon 'n bisschen kennen.
Und, ich glaube, dass diese große Flexibilität und, dieses, dieses eigenbestimmte Arbeiten doch die Kreativität eher fördert als unterbindet und das wissen Kunden zu schätzen und deshalb akzeptieren sie das.
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Marcel Ist 'n guter Punkt. Trennst du Telefon und Handy nach privat und geschäftlich? Also hast du beides doppelt, oder?
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Stefan Also ich hab, natürlich 'n Geschäftsanschluss hier im Haus liegen, also in dem, in dem Büro, in dem ich arbeite, mit 'ner geschäftlichen Nummer. Ich hab, 'ne private Nummer, die halt Freunde kennen und sonst keiner. Und, mein Handy ist eigentlich mein geschäftliches Handy. Natürlich telefoniere ich damit auch privat, aber, wenn ich das dabeihabe und es kommt 'n Anruf, dann geh ich da ran.
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Marcel Ja, das ist bei mir, bei mir ähnlich. Das ist allerdings, hat sich insofern noch mal gewandelt, dass ich gemerkt hab, wie, unpraktisch so 'n Festnetztelefon ist und deswegen bin ich dann irgendwann, auf das, quasi digitale Festnetz, also 'n, 'n, Voice-over-IP-Anschluss.
D-dementsprechend kommt irgendwie diese komische alte Faxnummer dann schon per E-Mail an und, mein, mein Festnetzanschluss ist meistens auf mein, mein Handy weitergeleitet, so, dass man mich zwar auf 'm Festnetz erreichen kann oder beziehungsweise das Gefühl hat, man würde eine Festnetznummer wählen und entsprechend auch finanziell dann das Gleiche dabei rumkommt. Entschuldigung.
Aber ja, dass dann halt, man mich dann trotzdem mobil erreicht, weil ich im Moment sowieso relativ viel in Agenturen und so bin.
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Stefan Ja, ich, bekomm das immer wieder angetragen von einem, guten Bekannten von mir, der mir eine Telefonanlage verkaufen möchte, mit der man unglaublich viele Dinge einstellen kann, von denen ich noch nie gehört habe. Aber das, der, der wichtigste Vorteil, den er immer schildert und das seh ich tatsächlich auch so und das ist auch der einzige Grund, warum ich mir das immer wieder mal, zwischendurch für ganz kurze Momente überlege.
Es gibt ja Telefonanlagen, mit denen kannst du a-auch,, von der Anlage aus 'n Voice over IP machen. Das heißt, du kannst zum Beispiel zu einer Telefonanlage ein einzelnes Voice-over-IP-Telefon dazunehmen mit einer einzelnen für sich geblockten Nummer und dann kannst du einfach irgendwo auf der Welt, wo du im Hotel grade bist, kannst du das einstöpseln in das, Ethernet und, dann läuft das. Oder über WLAN. Und dann klingelt es da, wenn die deine Essener oder A-A-Hannoveraner Nummer anrufen.
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Marcel Genau, und ich, nehm da mein, mein Webinterface und richte meine Rufumleitung dann dahin ein. Ist natürlich, teurer, also jedenfalls was die Minutenpreise angeht. Wenn das Ganze dann auf eine Festnetznummer nach sonst wo weitergeleitet werden muss. Aber i-ich muss sagen, also zum einen bin ich nicht so viel im Ausland unterwegs, zum anderen, glaub ich, ist es dann auch in Ordnung, wenn man mich mal drei Tage nicht auf 'm Festnetz erreicht.
Warum ist dir oder wa-was sind für dich jetzt die großen Vorteile eigenes, eines eigenen Büros? Weil, ich, - Habe meine Agenturen, wo ich, in ein, zwei Agenturen auch meinen, meinen festen Schreibtisch inzwischen habe, weil ich relativ viel da sitze. Aber ansonsten, wenn ich für meine eigenen Kunden arbeite, dann passiert das entweder, von einem Café aus, von einer schönen grünen Wiese an einem See oder, dann doch meistens von meinem Homeoffice aus.
Was ist beim Büro so der große Vorteil für dich? Weil es ist ja auch irgendwo ein Umstand, jeden Tag da zu wandern, wenn man eigentlich es nicht unbedingt müsste.
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Stefan Ja, ich geb dir recht. Wobei im Café oder an den See musst du halt auch erst mal kommen, ne. Also das zählt dann nicht als Argument, aber-
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Marcel In mein Homeoffice aber nicht.
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Stefan Das stimmt.
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Marcel Außer in mein Wohnzimmer dann.
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Stefan Das stimmt. Also so sehr man diese, diese, diese Freiheit, lieben kann, die man hat, wenn man zu Hause arbeitet, es, schleicht sich da dann doch irgendwann, schleicht sich da Dinge ein, die man halt nicht so gerne hat. Also zum Beispiel der klassische Freelancer, der sitzt halt schon mal einen halben Tag im Schlafanzug oder in Unterwäsche am Schreibtisch.
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Marcel Na gut, das tue ich nicht.
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Stefan Ich hätte auch nicht von dir erwartet, dass du das jetzt zugeben würdest, aber nein, um Gottes willen.
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Marcel Zugeben, hin, also diesen, diesen Cut zwischen, zwischen ich, ich schlafe und ich arbeite, den brauche ich dann doch noch.
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Stefan Ja, aber es gibt, es gibt ja – also ich bin auch nicht so'n Typ, der das dann, unbedingt,, machen muss, aber, es gibt halt schon mal den, den einen oder anderen, der sich dazu hinreißen lässt und, ich, ich weiß gar nicht, ich, ich, ich glaub, für mich war das immer so 'ne fehlende Hürde einfach.
Also diese Tatsache, dass man innerhalb seiner vier Wände arbeitet und lebt, sorgt halt dafür, dass man auch noch weniger rauskommt, dass man keinen wirklichen Schnitt hat zwischen dem einen und dem anderen, was bei Selbstständigkeit sowieso extrem schwierig ist, find ich. Weil du bist eigentlich ja immer im Einsatz, egal wann und wo du bist.
Ob jetzt am Wochenende ein Kunde anruft und einen Notfall hat, ein Problem hat oder so, ob, unter der Woche du bis nachts arbeiten musst oder am Wochenende auch mal 'ne Nacht durcharbeiten musst oder so. Das passiert halt mal, aber, diesen, diesen Cut zu machen, das ist sowieso schon schwierig genug, aber ich glaube, der ist notwendig, damit du 'ne, Regenerationsphase auch einfach hast, in der du dann dich wieder auf deine Arbeit freuen kannst. Und, deshalb empfinde ich das als ganz nett.
Ich, mein Büro ist, etwa eins Komma drei Kilometer. Ich habe das relativ genau nachgemessen bei Google, etwa eins Komma drei Kilometer von meiner Wohnung entfernt. Das heißt, ich habe einen Fußweg von circa 15 Minuten und, einen, Weg mit dem Auto von, zwei, drei Minuten, das, was unglaublich komfortabel ist und, was genau so weit weg ist, dass man sich aufs Arbeiten einstimmen kann und, man aber nicht für jeden Kram nach Hause rennt und dann doch mal zu Hause bleibt, sondern man, man geht dahin.
Der Grund, warum ich mir ursprünglich das Büro angeschafft habe, war einfach die Sache, dass, das Wohnzimmer auf Dauer bisschen zu klein wurde fürs Arbeiten und Leben, beziehungsweise wohnen. Man, man wollte sich dann mal auf die Couch setzen und 'n Film gucken, aber nebenan steht halt der Rechner und der Stapel mit der Arbeit. Das sorgt auch dafür, dass man mental irgendwie davon nicht so richtig loskommt.
Und, dann wurden's immer mehr Bücher und immer mehr Equipment und noch 'n Rechner hier und dann, brauchte man 'n Windows-Testrechner und noch 'n zweiten Bildschirm und 'n großen Drucker und 'n Fax und 'n sonst was, 'n Server vielleicht und 'n paar Platten. Und das alles dann im Wohnzimmer aufzubauen, ist dann doch 'n bisschen wagemutig. Ja, und dann war irgendwann halt die Frage: Wo kann man das hinschaffen? Wo kann man sich was suchen? Und dann, hab ich gesucht.
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Marcel Das ist im Moment auch so'n bisschen oder beziehungsweise, schon seit Längerem der eigentlich so der einzige Grund, der mich, überlegen lässt, mich doch noch mal irgendwo anders niederzulassen. Den ganzen Kram, den man dann halt so hat, der dann doch nicht zu unterschätzen ist. Jedenfalls bei mir und so wie ich das raushöre, bei dir ja auch.
Bei mir ist es allerdings halt so, dass ich im Moment und schon seit Längerem so viel in Agenturen sitze, dass, wenn ich die, die Miete des Büros dann auf Stunden umrechne, ich mir wahrscheinlich auch ein Hotelzimmer für die Zeit mieten kann oder so. Wobei ich dadurch natürlich nicht den Vorteil hätte, dass ich meinen Kram stehen lassen könnte, aber sei's drum. Jedenfalls, es würde sich bei mir nicht so wirklich lohnen oder beziehungsweise ich hätte nicht das Gefühl, dass es sich lohnen würde.
Und insofern sitze ich noch in meinem Homeoffice, was allerdings, dank dieser Notebook-Erfindung und, einer, Freundin, die das alles, sehr gut mitmacht, lässt sich das im Moment auch noch ganz gut bewerkstelligen, muss ich sagen.
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Stefan Ja. Das große, die große logistische Herausforderung ist ja auch nicht, deinen Kram alles immer,, ins Hotelzimmer zu kriegen, sondern die große logistische Herausforderung ist ja, deine Telefonnummer von der Telekom jedes Mal mit ins Hotelzimmer zu nehmen und deine feste IP auch dorthin zu kriegen. Das stelle ich mir schwierig vor.
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Marcel Das stelle ich mir in der Tat auch sehr schwierig vor, ja.
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Stefan Nee, aber, eigenes Büro hat schon Vorteile, hat aber auch Nachteile. Klar, es kostet Geld, es, muss, geputzt werden, es muss unterhalten werden. Du brauchst Mobiliar mehr als du für 'n Homeoffice brauchst. Du möchtest dann auch mal 'n Kunden mit dahin nehmen. Das heißt, du brauchst auch irgendwie mal 'ne Kaffeemaschine, 'ne zusätzliche und du brauchst Stühle und 'n Konfitisch und, 'n Präsentationsrechner. Vielleicht brauchst du 'n Beamer und so weiter und so fort. Es läppert sich auf jeden Fall.
Also das ist nicht zu unterschätzen.
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Marcel Und du hast, den Vorteil, dass du dann nicht die gan, den ganzen Tag alleine sitzt.
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Stefan Genau. Richtig.
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Marcel Den haben andere nicht. Also mir macht das, wie gesagt, aufgrund meiner vielen Abwesenheit und, meinen, ich sag mal, Kollegen auf Zeit, macht das Ganze nicht, nicht so viel aus. Aber ich kenne Leute, ehemalige Kollegen von mir, die sich dann auch irgendwann selbstständig gemacht haben, ihre Nische gefunden haben. Finanziell lief alles super. Sie waren glücklich mit der Arbeit, kamen dann trotzdem nach einem halben Jahr wieder zurück und, haben um eine Festanstellung gebettelt.
Einfach aufgrund dessen, dass sie in ihrer Selbstständigkeit quasi ver, vereinsamt sind, weil sie einfach nicht rausgekommen sind und, ja, so täglich keinen, keine Bezugsperson hatten. Das empfinde ich halt, wie gesagt, zum einen aufgrund meines relativ vielen Rumkommens nicht so schlimm, zum anderen habe ich auch gar nicht das Gefühl, dass ich überhaupt alleine in meinem Büro sitze.
Denn, irgendwie ist man ja trotzdem dann den ganzen Tag vernetzt und, hat so seine festen Skype-Partner, mit denen man sich den ganzen Tag lang dann nebenbei hin und wieder mal unterhält. Und insofern muss ich sagen, ich, ich vereinsame jedenfalls nicht in meiner Selbstständigkeit.
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Stefan Das sehe ich ganz genauso. Also ich bin halt auch ziemlich oft unterwegs. Es gibt auch Jahreshälften, wo ich mehr unterwegs bin unter der Woche als, zu Hause und, das genieße ich sehr. Ich habe das total gerne zu reisen und bei Kunden zu sein und, ich wohne auch gerne mal im Hotel. Das muss jetzt nicht ein halbes Jahr lang durchgehend so sein, aber das kann gerne mal ein, zwei, drei Wochen so sein.
Neue Städte, neue Kollegen zu sehen, neue Teams, sich zu integrieren und zu arbeiten und so, das ist, das macht schon sehr viel Spaß. Und gerade die Vernetzung zu Hause oder im Büro, du sagst es ja, man sitzt nicht alleine da. Mir hat das noch nie gefehlt. Ich habe ja ganz lange auch – Entschuldigung.
Ich habe ganz lange auch, in der, Wohnung, in der ich vorher gearbeitet habe, die jetzt nur noch Wohnung ist, auch alleine gesessen an meinem Schreibtisch und, in meiner-- Ach so, das könnte ich vielleicht noch erklären: Ich hatte vorher eine Wohnung, da habe ich ein halbes Jahr war ich da drin selbstständig. Das waren dreißig Quadratmeter oder wahrscheinlich sogar nur achtundzwanzig, irgendwie so was. Und, ich hatte ein riesengroßes Bett.
Das war eigentlich so, ich meine, ich bin halt zwei Meter groß. Da stand halt ein riesengroßes Bett in diesem Raum, ein Kleiderschrank, ein großer Schreibtisch. Ich hatte ein Fenster, im Wohnraum, ein Fenster in der Küche. Die Küche war ungefähr so anderthalb Quadratmeter groß. Ich hatte ein kleines Bad, in dem man, also man hätte noch Platz sparen können, aber es war wirklich schon so klein, dass man sich kaum rumdrehen konnte und einen kleinen Flur.
Und da habe ich ein halbes Jahr lang gewohnt und gearbeitet. Und insofern, also mir macht das nichts aus. Auch alleine arbeiten macht mir nichts aus. Wenn ich allerdings kein Skype und kein Twitter und kein Adium mit ICQ, MSN und so weiter um mich rum hätte und nicht wüsste, ich könnte die Menschen, die ich mag,, jederzeit erreichen oder kein Telefon oder so, dann würde ich wahrscheinlich mich einsam fühlen. Aber durch diese ganzen Technologien ist das halt einfach nicht so.
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Marcel Lass uns mal zu den, also ich stimme dir da noch mal kurz in allen Punkten zu. Lass uns noch mal kurz über die, über die Kunden sprechen. Du meintest ja am Anfang, du hattest da dann deinen Startauftrag. Wie lang ging der ungefähr?
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Stefan Das waren neun Wochen.
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Marcel Hast du danach direkt Anschluss gefunden? Und wenn ja, wie?
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Stefan Also das war, das war ein sehr komischer Zufall. Ich habe, damals in, für eine Berliner Agentur in Mainz gearbeitet, für neun Wochen und, habe dann, während ich in, Mainz war, auch Kontakt ge, bekommen zu Jens Kochdreiß, unserem, CSS-Buddha. Und, und, ja, der hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, da bei den Big Crafts mitzumachen. Die hatten kurz vorher so eine kleine Pause und, haben, so ein bisschen reflektiert und sich neu geordnet und so.
Und damals lief das alles so wieder an und dann bin ich dazugekommen, habe mich halt mit ihm getroffen. Wir waren auf dem Frankfurter Webmontag und, als ich mich dann in der Liste vorgestellt hatte, während ich dort unten in Mainz war, wurde Dirk Ginader, der jetzt bei Yahoo in, San Francisco arbeitet – Grüße an der Stelle an ihn herzlich –, wurde irgendwie auf mich aufmerksam. Der arbeitete damals bei, Bartenbach in Mainz und, fragte, ob ich nicht, Lust hätte, ihn mal dort zu besuchen.
Und dann habe ich das gemacht und das war der nächste Job.
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Marcel Grundsätzlich, w-würdest du sagen, über welche Kanäle, über welche Wege bekommst du deine Jobs am ehesten?
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Stefan Das lässt sich ganz schwierig auseinanderdifferenzieren. Also ich habe, mittlerweile kommen sehr viele Jobs rein durch Empfehlung, weil ich einfach, ein paar Projekte gemacht habe und Leute, die dann halt in diesen Projekten sind, andere freie Projektleiter und andere freie Entwickler und so weiter, machen halt Werbung, wenn sie mit der Leistung zufrieden waren, die man gebracht hat. Das ist auch eine wichtige Empfehlung: Immer gut sein, immer gute Leistung bringen, engagieren.
Empfehlung ist eigentlich das Allerallerallerbeste. B-bessere Werbung kann man nicht bekommen. Die zweite Sache ist: Ich habe am Anfang über Xing mir Agenturen rausgesucht zum Beispiel, die ich, dann unter die Lupe genommen habe, ob die Design machen oder Kunden haben, die mir gefallen könnten und habe einfach mal überlegt: Welche Kunden möchte ich denn haben? Welche, für welche Agenturen möchte ich denn arbeiten? Und, habe die einfach angeschrieben.
Ich habe mir da den, Human-Resources-Verantwortlichen rausgesucht oder Projektleiter oder Creative Director oder so und habe, die angeschrieben und habe gesagt: „Ich bin frei. Ich bin, Spezialist in den und den und den Bereichen und ich würde mich gerne mal vorstellen.“ Und das habe ich dann irgendwie zum Beispiel in München habe ich mich, bei, habe ich zehn Agenturen angeschrieben und, habe über den Zeitraum von vier Tagen, glaube ich, sechs Termine gekriegt.
Und hab dann hinterher für drei dieser Agenturen dann auch gearbeitet. Und, das hat eigentlich immer ganz gut geklappt. Warum ich das nie in Essen gemacht habe oder hier in der näheren Umgebung: Ich hab keinen einzigen Kunden, in Essen, keinen einzigen Kunden in Düsseldorf, keinen einzigen Kunden irgendwo in der näheren Umgebung. Das Nächste ist irgendwie tatsächlich Frankfurt im Moment.
Aber das, das hat immer ganz gut geklappt und man konnte das dann gut verbinden mit Freunde besuchen und andere Städte sehen und so. Und das hat, das war 'ne Form von Akquise, die mir gefallen hat.
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Marcel Ich hab über XING am Anfang es insofern versucht, dass ich, diejenigen angeschrieben habe, die direkt in ihr Profil geschrieben haben, dass sie gerade einen Webdesigner, einen Spezialisten im Feld XY suchen. Das ist ziemlich grandios gescheitert. Ich hab da einfach mal, keine Ahnung, irgendwie die, die ersten 20, die mir da einigermaßen vernünftig erschienen, angeschrieben. Da ist so ziemlich gar nichts draus geworden und das kann ich auch nicht großartig empfehlen.
Ich kam damals jetzt leider nicht so wirklich auf die, Idee, da, weniger als auf Einzelpersonen als auf Agenturen zu gehen. Ich denke, das kann doch deutlich besser funktionieren. Deswegen hab ich, hab ich XING dann eine Zeit lang, eher links liegen gelassen und mich wieder auf meine, persönlichen Kontakte gestützt. Und ich hatte am Anfang ja auch genug erst mal zu tun, um davon, über die Runden kommen zu können. Das war eher noch so Bonus on top, was ich da gesucht hab.
Und, ja, aber verrückterweise sind über, über XING über die Zeit dann doch noch, obwohl ich mein XING-Profil nicht großartig pflege, da irgendwie großartig Zeit reinstecke und auch mir seit Langem mal über, irgendwie auf meine To-do-Liste geschrieben hab, dass ich da mal wieder das reinschreibe, was ich eigentlich mache und nicht das, was ich vor zweieinhalb Jahren mal gedacht hab, machen zu wollen oder so, was ich spätestens jetzt machen muss.
Na ja, aber jedenfalls hab ich das dann alles so'n bisschen liegen gelassen und, muss sagen, über die Zeit sind dann doch so ein, zwei Aufträge darüber zusammengekommen, teilweise auch Kunden mit einer, Größe, bei denen ich nie gedacht hätte, dass sie einfach über XING losgehen und suchen, dass meine XING-Bilanz dann doch wieder relativ positiv ist.
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Stefan Ich glaub, das Problem mit den, Leuten, die grade dringend suchen, weil wenn man über XING sucht, dann glaube ich, muss man schon eine gewisse Schmerzgrenze überschritten haben. Also was gar nicht negativ gemeint ist, aber es kann ja sein, dass man einfach niemand findet. Ich glaube, dass du dann, selber 'n Preis ausgesucht wirst, was oft 'n Killerkriterium ist halt.
Und, wenn du einen spezifischen Suchauftrag einstellst für einen Freelancer im Bereich Front-End zum Beispiel, dann gibt's einfach naturgemäß mehr Bewerber. Und, mehr Bewerber heißt weniger Aufmerksamkeit pro Bewerber, dem du ihn schenken kannst, die du ihm schenken kannst, die Aufmerksamkeit als, als, Auftraggeber. Und, dann hast du nicht die Möglichkeit, dich den anzugucken und das scheitert halt dann öfter.
Wenn du aber eine Agentur ansprichst in Zeiten, in denen sie gar keinen Bedarf hat, dann ist es natürlich etwas unwahrscheinlicher, dass du überhaupt interessant bist.
Aber wenn du das geschickt machst und 'n bisschen frech bist und, aber auch selbstbewusst und, und, und gute Referenzen hast, dann, freuen sich die Agenturen darüber auch, weil die sind immer begeistert, wenn die ihren Pool erweitern können eigentlich an, potenziell fähigen Leuten und dann, kriegt man eine Einladung und, dann funktioniert das, glaub ich, besser.
Du hast dann, die haben mehr Aufmerksamkeit dafür, die haben gerade keine Stoßzeit, die brauchen jetzt gerade nicht unbedingt irgendjemanden, sondern können sich das in Ruhe angucken. Und, es ist auch nicht so gewesen, dass sich bei mir daraus sofort Sachen entwickelt haben. Das passiert dann in den nächsten sechs Monaten. Also diese Akquisi, Akquise ist halt, ich würd sagen, eher mittelfristig.
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Marcel Ich glaube, grundsätzlich sind Akquiseformen, die eher mittelfristig ausgelegt sind, die deutlich effektiveren. Effektivität im Sinne von, auch Qualität der Jobs – kommen wir sicherlich gleich auch noch mal drauf zu sprechen – die da entsprechend ankommen. Weil ich glaube, man hat immer dann doch 'n Problem, wenn man jetzt unbedingt was braucht, einfach um seine Miete zu bezahlen, weil das derjenige auf der anderen Seite meistens dann auch entsprechend mitbekommt, würd ich sagen.
Bist du noch bei mir?
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Stefan Ich bin noch bei dir. Ich versuche grade nachzuvollziehen, was du gesagt hast.
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Marcel Ah, okay.
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Stefan Vielleicht äußerst du diesen Gedanken noch mal. Dann, vielleicht schaff ich's beim zweiten Anlauf.
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Marcel Also ich glaube, dass Akquiseformen, die längerfristig angelegt sind, die man anlegt, wenn man nicht den, finanziellen Druck im, im Nacken hat, weil man in den nächsten drei Wochen 'nen Auftrag abschließen muss, um seine nächste Miete bezahlen zu können, insofern, sowieso immer deutlich effektiver sind, weil der andere nicht merkt, dass einem halt die Zeit und das Geld im Nacken sitzt und man irgendwelche finanzielle Probleme hat.
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Stefan Absolut, ja. Ja, kann ich dir nur zustimmen.
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Marcel Insofern, glaube ich, sollte man am Anfang schon irgendwie 'nen Start haben und um auch so'n bisschen entspannter reinzukommen, vielleicht schauen, dass man kurzfristig sich seine finanzielle Lage vielleicht 'n bisschen oder seine, seine finanziellen Ansprüche, 'n bisschen runterschrauben kann, dass man, bevor man sich selbstständig macht, irgendwie was anspart.
Auf jeden Fall so, dass man 'n bisschen entspannter an die ganze Lage rangehen kann und, nicht darauf angewiesen ist, dass nach, 'nem Monat oder so die, das, das Auftragsbuch voll ist, weil man dann halt einfach, wie gesagt, mit dieser Grundentspanntheit auch in die Akquise geht und dass einfach der, derjenige, der, gegenüber gegebenenfalls den Job zu vergeben hat, dann halt auch merkt.
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Stefan Der, der Herr, der Air Berlin gekauft hat übrigens, mir fällt grad sein Name nicht ein, hat letztens in 'nem Interview gesagt, er hat, zu der Zeit, wo er noch freiberuflich unterwegs war, immer darauf geachtet, dass er mindestens fünf Jahre ohne Einkommen auskommt. Also der hat so ein Polster sich aufgebaut, dass er fünf Jahre lang leben konnte, ohne irgendeinen Job annehmen zu müssen. Das ist natürlich sehr komfortabel.
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Marcel Ich hab lange überlegt, wie ich darauf jetzt antworte, aber ja, hätte ich auch gern.
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Stefan Genau, ja, ich auch.
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Marcel Ist aber halt einfach nicht so. Aber ja,, grundsätzlich klar. Wenn man das halt ist, war bestimmt deutlich entspannter als der Rest. Wie ist im Moment bei dir so die Verteilung? Oder auch wie hat sich die gegebenenfalls in den letzten bei dir drei Jahren entwickelt, so der Anteil, der Aufträge, die von Agenturen kommen und der Anteil, der dann, ja, quasi Endkunden sind oder Eigenkunden, sagen wir mal?
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Stefan Geplant war es ursprünglich in diesem wunderbaren Pamphlet, was sich Businessplan nennt, in drei Säulen und das war Dozententätigkeit, Agenturtätigkeit und, Tätigkeit für direkte Kunden. Die Agenturen waren am Anfang deutlich dominant, so im Arbeitsaufwand insgesamt, wenn man's rumgebrochen hat.
Die direkten Kunden waren erst mal nicht so auf meiner Liste, weil ich, damals mit direkten Kunden auch assoziiert habe, mehr Abstimmungsaufwand, größere Kraft, um sie zu überzeugen von gewissen Dingen, weniger Fachkenntnis, und so weiter. Dass es aber auch direkte Kunden gibt, die, unglaublich entspannt sind, die einem eine Menge Vertrauen schenken, die, einfach auch ein Designverständnis haben und, die Arbeit, die man macht, wertschätzen können, war mir damals nicht so klar.
Ich kannte das noch aus der Agentur und, hab halt oft Horrorgeschichten erlebt, mit diesen Kunden und mir erschien das am Anfang unglaublich interessant, dass eine Agentur für mich die Akquise macht. Ich dann von der Agentur, Geld bekomme dafür, dass ich deren Arbeit mache oder einen Teil von deren Arbeit übernehme und, im Prinzip ich keine Abstimmungstermine mit dem Kunden habe. Ich bekomme halt meine Aufgabe, die erledige ich und geb die ab.
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Marcel Das hat sich jetzt geändert?
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Stefan Ja, das hat sich jetzt schon geändert, weil, ich hab entdeckt, dass es Unternehmen gibt, nicht nur, die so toll sind, sondern die die besten Eigenschaften von beiden in sich vereinen, nämlich Designverständnis. Beispielsweise große Konzerne haben eine Marketingabteilung, die müssen nicht unbedingt so schlecht sein.
Und, wenn man für Konzerne arbeitet, dann, kann man unter Umständen wirklich Glück haben und, auf, auf Design oder, oder auf Marketingabteilungen treffen, die, Ahnung haben und auch Vertrauen schenken können und sich beraten lassen. Und ich hab das Glück, da mehrere sehr, sehr tolle Kunden zu haben im Sinne von, das Miteinander stimmt und das Vertrauen ist da und, die, der, die Qualität, stimmt auch über mehrere Projekte jetzt schon. Und, das macht eigentlich am meisten Spaß.
Wobei ich jetzt nicht sagen würde, ich, würde jedem empfehlen, nur Konzerne zu machen. Das ist natürlich auch schwierig, weil da gibt's auch Schattenseiten wie Unternehmenspolitik oder, -
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Marcel Zahlungsmoral.
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Stefan Restriktion, Zahlungsmoral natürlich, lange Zahlungsziele und so weiter. Das, das passiert natürlich auch, wobei ich auch da sehr gute Erfahrungen gemacht habe bis jetzt, aber auch halt ein paar schlechte. Ich würd auch immer noch den Friseur um die Ecke nehmen und den Bäcker und den Kiosk. Ich kann mir aber genauso gut vorstellen, für 'ne internationale Bank zu arbeiten. Also es ist,, man muss das machen, woran man Spaß hat.
Wenn man die, den Luxus genießen kann oder sich erarbeitet hat, die Jobs rauszusuchen, die man macht, dann, ist man sowieso der glücklichste Mensch auf der Welt als Freelancer. Das kann man aber nicht immer. Und, man sollte drauf achten, dass man sich nicht verbrennt einfach bei manchen Jobs.
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Marcel Ich finde eigentlich den Mix zwischen den dreien so am entspanntesten, weil halt, wie du ja auch schon meintest, alle drei so i-ihren eigenen Vorteil haben. Also, für, für Konzerne zu arbeiten, kann natürlich insofern ziemlich interessant sein, weil man, mit sehr großen Aufgaben, ja, halt in, in Verbindung kommt, weil man 'ne Menge Verantwortung gegebenenfalls da in der Hand hat, wenn es um, w-wichtige Kernbereiche der Website geht, die man da konzipiert, gestaltet, umsetzt, was auch immer.
Hat aber wie gesagt halt auch die, die Schattenseiten. Ein Konzern, ja, hat oftmals nicht unbedingt so das Verständnis für einen Freelancer, was, was halt die Zahlungswege angeht. Da geht's dann halt um für Konzernverhältnisse so klitzekleine Beträge, dass, die auch gern mal hin und wieder ein bisschen länger liegen. Muss natürlich auch nicht bei jedem Konzern so sein, hab ich aber leider schon das eine oder andere Mal dann doch erlebt.
Klar, bei Agenturen, wie du schon sagtest, man muss sich nicht um die Akquise kümmern. Man kann, täglich hinfahren, hat seine Arbeit da, die man abarbeiten kann und, kann sich darauf voll konzentrieren. Und bei kleinen Kunden hat, hab ich so die Erfahrung gemacht, kann man sich oft, dann doch 'n bisschen mehr, mehr austoben. Und dadurch, dass, man niemanden über sich sitzen hat, der die Beratungsarbeit gegebenenfalls schon gemacht hat, ko...
hat man dann manchmal mehr Gestaltungsspielraum, aber es muss auch nicht so sein.
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Stefan Also ich hab jetzt zum Beispiel, wenn ich für Agenturen gearbeitet habe, ganz selten nur bei denen vor Ort gearbeitet. Also das, mein erstes Projekt war halt, vor Ort beim Kunden, was auch irgendwie 'ne Vor-Ort-Situation war natürlich, aber, meine, die, die, die meisten Jobs, die ich gemacht habe für Agenturen, hab ich von meinem Büro aus erledigt. Also ich hab noch nie 'n festen Schreibtisch in irgend'ner Agentur gehabt.
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Marcel Nein, wie gesagt, ich hab, so was schon. Ich find das auch nicht unbedingt besonders schlimm oder eigentlich schon fast eher vorteilhaft. Wie gesagt, man hat dann seine Kollegen auf Zeit und, kommt auch mal so 'n bisschen raus. Aber das ist, alles, alles Geschmackssache, würd ich sagen.
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Stefan Absolut.
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Marcel Hast du dich in deiner Zeit von Kunden trennen müssen?
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Stefan ...
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Marcel Also Auftrag, Aufträge ablehnen, mein ich damit jetzt weniger, weil man zu viel zu tun hat oder es einfach einem nicht liegt oder man keinen Bock darauf hat, sondern wirklich, dass mal ein, Kundenverhältnis auseinandergegangen ist. Nicht weil man einfach alles erledigt hatte, sondern weil's gegebenenfalls Unstimmigkeiten gab oder Ähnliches.
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Stefan Also ich, mhm, hab bis jetzt noch nie – ich muss kurz überlegen. Ich glaube, nee, ich, es, es stimmt. Ich habe bis jetzt noch nie einen Job vorzeitig hingeschmissen. Es gab,, immer, also an dem Punkt, an dem ich Jobs beendet habe, aus, aus, von mir aus, habe ich immer einen Punkt abgepasst, wo das demjenigen nicht wehtat, weil ich das unfair finde. Das will ich auch nicht mit mir gemacht wissen. Insofern habe ich mich da immer dran gehalten. Ich habe immer, Jobs an Stellen abgebrochen.
Also ich bin nie mit,, wie sagt man? Mit wehenden Fahnen,, geflohen, sondern, ich habe immer, vorher drüber gesprochen. Ich habe immer gesagt: „Bis dann und dann bleibe ich. Sucht euch was Neues. Ich unterstütze euch gern weiter bis dahin, aber es klappt halt einfach nicht mehr.“ Das passiert mal, aber das ist nicht die Regel auf gar keinen Fall. Natürlich ist das schon passiert, klar.
Also wenn man, einfach merkt, dass das Arbeitspensum nicht zur Bezahlung passt zum Beispiel, also krass nicht zur Bezahlung passt, wenn die Arbeitsbedingungen sehr unangenehm sind, wenn man falsch informiert wurde aufgrund von, Intrigen, die gesponnen werden in Projekten. Ich sag, also ich hab, schon vor zwei Jahren mal mit einem Konzern zusammengearbeitet, wo dann, mir vorgesetzte Projektleiter, mh, an mich falsche Informationen weitergegeben haben, um mich aus dem Projekt rauszukriegen.
Das ist passiert. Es passieren auch eigene Fehler, nachdem man dann vielleicht auch von selber mal seinen Hut nimmt und sagt: „, sorry, an der Stelle, habe ich was verbockt. Vielleicht ist, das Vertrauensverhältnis jetzt beschädigt.“, dann geht man vielleicht auch von selber. Das ist mir jetzt noch nie passiert, aber das kann auch eine Motivation sein.
Also nicht, dass mir noch nie ein Fehler passiert ist, um Gottes willen, aber dass ich aus so einer Situation gegangen wäre, ist noch nicht passiert. Das ist immer mal wieder nötig und das ist nie eine schöne Situation. Ist auch mal passiert, dass ein Kunde eine Abschlagssumme nicht gezahlt hat oder eine Vorauszahlung nicht geleistet hat und deshalb das Projekt schon vorher geplatzt ist. Dann geht man natürlich in dem Moment, wo man es merkt.
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Marcel Ja, bei mir sind, hat sich zweimal ein, ein Weg getrennt. Auch nie mitten in einem Projekt oder-- Mitten in einem Projekt schon, aber nach einem, festgelegten Abschnitt, so wo der Nächste auch noch nicht, komplett geplant, sondern nur angedacht war.
Einfach aufgrund dessen, dass man, ja, halt auch gemerkt hat, dass der, dass, dass, das Pensum halt, wie du meintest, krass nicht zu der Bezahlung passt, und der, das Gegenüber sich einfach auch eine, eine etwas andere Arbeitsweise vorgestellt hat, was ja auch oft vorkommt oder ein, ein, oft vorkommt nicht, aber vorkommen kann. Und, das andere Mal, da wurde halt auch die, die, die Vorauszahlung nicht geleistet.
Leider hat der Kunde, war nicht bereit, mit mir darüber zu sprechen, sondern, ist dann eher abgetaucht, was ich sehr schade fand, weil ich mich da um eine offene Klärung bemüht hatte. Der, Kunde war gerade in Gründung und hatte sich da einfach scheinbar finanziell übernommen und, konnte dann den eigentlich gegebenen Auftrag wohl nicht mehr bezahlen.
Ich hatte da Gott sei Dank schon vorweg ein etwas unsicheres Gefühl und habe deswegen halt auch die Anzahlung vereinbart, was man meiner Meinung nach gut machen kann, wenn man den Kunden noch nicht lange kennt oder da sowieso ein Vertrauensverhältnis zu, zu aufgebaut hat. Aber ansonsten ist bei mir zum Glück auch noch nie irgendwas im, im großen Streit auseinandergegangen oder, mitten in einem Auftrag und da bin ich auch relativ glücklich drüber.
Aber ich glaube, wenn man merkt, dass man mit einem Kunden nicht klarkommt, oder der Kunde mit allem nicht klarkommt, weil man einfach verschiedene Ziele hat, verschiedene Vorstellungen von der Arbeit, ist es das Beste, was man machen kann, das Verhältnis an, an der Stelle, wo es, wo es gut zu machen ist, wo es für beide Seiten fair ist, dann entsprechend zu beenden und, gegebenenfalls an einen Kollegen verweisen, der dafür vielleicht eher geeignet ist.
Denn, ansonsten letztendlich, ja, schätze ich, w-w-- ist keiner der beiden Seiten damit zufrieden und gegebenenfalls das Arbeitsergebnis dann auch nicht das, was man sich vorgestellt hat. Wie ist das bei dir?
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Stefan Im Ge-Im Gegenteil, ich habe schon echt gutes Feedback dafür bekommen. Also ich habe, einen Auftrag, wo ich gemerkt habe, es zieht sich einfach wahnsinnig lange hin. Ich werde ihn nicht schaffen, weil ich ein Anschlussprojekt hatte und, ich-- Es war eine kleine Sache, aber ich habe dann der Kundin gesagt, dass ich, den Auftrag gerne abgeben würde, weil ich es einfach nicht mehr schaffe.
Ich, hab eine Klausel normalerweise in den Verträgen, dass, bei A-Aussfall, fünfzig Prozent Ausfallhonorar fällig wird. Ich habe ihr gesagt, das lassen wir. Wir-- Ich kann es nur einfach jetzt nicht mehr machen.
Und sie war unheimlich glücklich darüber, hat dann sich noch, erkundigt nach,, Kollegen von mir, die ich empfehlen könnte und hat mich immer mal zw-wieder zwischendurch draufschauen lassen und hat gesagt: „Und, wie finden Sie es denn jetzt, wo Sie es nicht selber machen?“ Und das war eigentlich ein sehr, ein sehr nettes Verhältnis. Also das muss nicht zum Super-GAU werden. Das kann, wenn man das offen, ehrlich und transparent irgendwie kommuniziert, dann, kann das durchaus sehr positiv sein.
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Marcel Ja. Wie ist das bei dir mit, Referenzen? Darfst du-- Wie viele Projekte darfst du so nennen? Wie, was sind da so deine Erfahrungen, was die, netten drei Buchstaben NDA angeht?
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Stefan Also ich hatte meine, meine erste Erfahrung mit dem, mit den drei Buchstaben, zu dem Zeitpunkt wusste ich noch gar nicht, was sie bedeuten, ganz am Anfang meiner Selbstständigkeit beim ersten Projekt.
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Marcel Vielleicht solltest du das ganz kurz erläutern für die, die es auch-
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Stefan NDA heißt Non-Disclosure Agreement und, meint auf Deutsch Verschwiegenheitserklärung. Und, diese Verschwiegenheitserklärung beinhaltet normalerweise, ein Verbot, über Projekte und,, Teilaspekte von Projekten zu sprechen, damit zu werben oder die Ergebnisse von Projekten zu nutzen für Akquise zum Beispiel.
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Marcel Muss allerdings auch nicht so weit gehen. Kann zum Beispiel auch einfach nur, was die Regel ist, wenn man in einer Agentur beispielsweise arbeitet, dass man firmenintern das nicht weitergibt und so weiter. Kann aber wie gesagt halt auch so weit gehen, dass man auch nicht mal darüber sprechen darf, was man gerade wo macht.
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Stefan Also firmeninterner wird sogar vom,, vom,
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Marcel Gesetz?
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Stefan Heißt es, heißt es Arbeitsgesetz? Ich glaube schon. Also du, du, du darfst nicht über Firmeninterna reden. Das ist, glaube ich, sowieso so. Das steht auch in jedem Anstellungsvertrag und das steht auch in jedem Freelancer-Vertrag. Aber es gibt natürlich immer noch Kunden, die sind der Meinung, das ist nicht genug und, das sind sie manchmal zu Recht, manchmal aber auch nur aus übertriebener Vorsicht.
Aber das muss ja jeder selber wissen und das muss auch jeder wissen, der so was übrigens unterschreibt. Man muss das nicht unterschreiben. Man kann auch auf so einen Auftrag verzichten oder man kann auch offensiv auf den Kunden zugehen und kann sagen: „Lieber Kunde, ich arbeite gerne für dich, aber das unterschreibe ich nicht, weil es ist mir einfach zu heftig." Es gibt natürlich Sanktionen wie Konventionalstrafen, die dann in die Zigtausend Euro gehen.
Ich hatte mal, ich glaube, das Höchste, was ich hatte, war mal fünfundsiebzigtausend Euro Konventionalstrafe, in einem Vertrag stehen. Das ist natürlich eine Wucht und das ist gemacht, um einzuschüchtern, um deutlich zu machen, wie wichtig das eigentlich ist. Und, ja, man muss da drüber reden, wenn man das nicht machen möchte.
Und ich rate auch jedem, diese Art von Konventionalstrafen nicht zu akzeptieren, weil man ist sowieso schon per se dazu verpflichtet, den Schaden, den man mit der, mit dem Bruch einer Geheimhaltungsvereinbarung,, ausgelöst hat, zu begleichen. Das muss man sowieso. Dann muss man nicht noch fünfundsiebzigtausend Euro obendrauf legen.
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Marcel Das ist wohl wahr.
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Stefan Und wenn man's sagt und wenn man's verspricht, muss man sowieso die Klappe halten.
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Marcel Aber dementsprechend, gut, das ist jetzt zum einen halt wie gesagt, die, die Firmengeheimnisse, dessen Weitergabe sowieso, gesetzlich geregelt ist.
Das, das andere ist halt, dass, die, die Nennung des Projektes, was besonders im Agenturumfeld meistens verboten ist und ja, ein Stück weit natürlich ein Problem ist, weil, wenn ich über einen Zeitraum irgendwo arbeite und anschließend damit nicht werben kann, wird's natürlich schwierig, dann im An, im Anschluss gegebenenfalls, da eine Anschlussarbeit zu, zu finden.
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Stefan Absolut. Und das ist auch der Grund, warum ich jedem empfehle, der, mit solchen Projekten umgeht, sich das bezahlen zu lassen. Ne?
Also du musst ja für das Loch, was danach kommt – du weißt vielleicht auch nicht, wann ein Projekt ausläuft – oder du musst vielleicht sogar unterschreiben, dass, der Auftraggeber ein Vorrecht hat auf deine Zeit im Falle einer Verlängerung, dann musst du einfach ein gewisses,, zeitliches, Stück Anschluss einfach, dir freihalten, sodass du da halt nicht unbedingt arbeiten musst und das geht durch Geld.
Das kann dein Auftraggeber dir ermöglichen, dass du diese Flexibilität ihm gegenüber zeigst und das m-muss man sich bezahlen lassen im Zweifelsfall.
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Marcel Wollen wir beim Bezahlen lassen bleiben, wo du grad mir diese volle Wache Überleitung da anbietest.
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Stefan Ich hab, ich hab noch, ich hab noch bevor du überleitest, habe ich noch eine Frage zu beantworten, die du mir ganz am Anfang gestellt hast, die ich natürlich, in bester Politikermanier nicht beantwortet habe. Fünfund-- über fünfundzwanzig Prozent meiner, Auftraggeber kann ich reden etwa und über fünfundsiebzig Prozent nicht.
Und die Lösung der Referenzen mache ich eigentlich so, dass ich das, was ich zeigen darf, zeige und das, was ich nicht zeigen darf, zeige ich natürlich nicht, aber darüber schreibe ich zum Beispiel ano, ein, eine anonymisierte, Case Study, so 'ne Fallstudie. Also wenn ich zum Beispiel neun Monate lang in einem großen Projekt arbeite oder meinetwegen auch über ein Jahr, dann, schreibe ich, auf: In welcher Größenordnung war das? Was für eine Art Konzern war das?
In welcher Form, fand meine Arbeit statt? Was habe ich dort gemacht? Welche Produkte habe ich benutzt? Welche Content-Management-System lag dem zugrunde? Wie sah das Entwicklungsumfeld aus? Und so weiter. Also ich schreib so ein bisschen die, die, weicheren Fakten des Projekts auf und skizziere so ein bisschen, wie das abgelaufen ist, was meine Aufgaben waren und so weiter.
Natürlich ohne Namensnennung und natürlich verzichte ich auch darauf, den Auftraggeber so stark zu umschreiben, dass es schon fast klar sein muss, wer das war.
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Marcel Wo du grad bei der Auftragslänge bist: Kannst du sagen, wie lang im Schnitt oder beziehungsweise wie so die Verteilung der wie lange andauernden Projekte bei dir ist?
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Stefan .
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Marcel Schwierige Frage.
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Stefan Eine ganz schwierige Frage. Also ich bin zurzeit in einem Projekt, das dauert schon insgesamt seit Juli vergangenen Jahres und wird sicherlich noch bis September, Oktober diesen Jahres dauern. Es gibt aber auch Projekte, die dauern einen Tag. Also ich hab schon Beratungsdienstleistungen erbracht, zum Beispiel bei einem Konzern in Hamburg, wo ich dann halt mal einen Tag hinfahre und dann halt auch wieder zurück und dann ein halbes Jahr später noch mal einen Tag hinfahre und wieder zurück.
Das, gibt's auch, aber so im Durchschnitt würde ich sagen, so um ein, zwei Wochen bis hin zu mehreren Wochen und Monaten.
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Marcel Ich könnte auch sehr, sehr schwer sagen, was das im Schnitt ist. Also ich hab auch ein Projekt, das inzwischen seit, ich glaub, sogar schon seit Mai letzten Jahres geht, also dementsprechend schon so in Richtung vierzehn, fünfzehn, sich jetzt wahrscheinlich noch in Richtung sechzehn, siebzehn Monate bewegen wird.
Meine, meine Projekte, die ich so als, als Eigenkunde dann habe, das ist dann oft halt so die klassische Unternehmenspräsenz, bewegt sich meistens eher so in 'nem Bereich von unter 'nem Monat. Hängt aber auch davon ab, wie, wie gut gebucht ich grundsätzlich im Moment bin. Bei dem, Projekt, was jetzt über ein Jahr ging, oder geht, war ich am Anfang voll gefordert und voll gebucht.
Das, wird jetzt immer weniger und dementsprechend, habe ich dann einen gewissen Prozentteil meiner Zeit halt wieder frei, um für andere Kunden zu arbeiten. Das kommuniziere ich dann auch entsprechend, wie es im Moment bei mir aussieht und dann in welcher Zeit ich, das Projekt dann, stemmen kann. Deswegen kann es mal sein, dass ein Projekt, was eigentlich zehn Arbeitstage, also zwei Wochen dauern würde, auch mal über zwei Monate geht.
Deswegen ist es halt relativ schwierig zu sagen, wo da so der Schnitt liegt. Bei mir ist es auch sehr verteilt. Wobei ich, glaub ich, noch... Na doch, ein Ein-Tages-Projekt hatte ich auch schon, sogar drunter.
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Stefan Sogar drunter? Oh, okay.
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Marcel Ja, eine, eine sehr kurze Kurzanalyse über sechs Stunden.
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Stefan Ach so, ja genau. So Gutachten oder so was, das ist natürlich manchmal auch, schneller abgehandelt.
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Marcel Genau, genau. Okay, wollen wir zu den Finanzen kommen?
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Stefan Gerne.
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Marcel Wollen wir mit dem, Tages- und Stunden- und Monats- und Jahressatz anfangen?
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Stefan Wenn ich dir jetzt sage, was mein Jahressatz ist, dann weißt du ja ziemlich genau, was ich, gerne hätte im Jahr als Einkommen. Deshalb, möchte ich darüber nicht sprechen, aber ich kann natürlich-
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Marcel Nein, du sollst mir ja auch gar nicht, du sollst mir ja auch gar nicht sagen, was du im Jahr verdienst.
Grundsätzlich kann man, glaub ich, sagen, dass das, abhängig natürlich zum einen von der Projektlänge ist, weil wenn mich jemand, morgen drei Tage oder morgen ein Jahr bucht, er darüber dann über diese lange Buchungszeit, wie du ja auch schon angedeutet hast, einige, mir einige Risiken abnimmt, einige, Aufwände – so, ich muss mich dann halt über zwölf Monate gegebenenfalls nicht um eine Neukundenakquise und so weiter kümmern –, indirekt abnimmt und das schmälert natürlich den Preis.
Zum anderen geht’s auch so ein bisschen darum, was man macht. Also, erzähl doch einfach mal nicht, wo dein Tages-, Stunden-, Jahres-, Monats-, Quartals-, was immer Satz liegt, sondern einfach, was man da so berechnen sollte oder beziehungsweise wie man zu so einer Berechnung kommt und was man da mit einberechnen sollte.
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Stefan Also, es gibt immer zwei Möglichkeiten, auf so einen Tagessatz zu schließen. Ich nehme jetzt einfach mal den Tagessatz. Es gibt die Möglichkeit zu sagen: „Ich möchte das und das verdienen.“ Also von dir aus hergehen und, das ableiten, was am Anfang meistens ganz elegant ist, weil man natürlich, wenn man startet in die Selbstständigkeit, hat man, hat man natürlich niedrigere Kosten, als wenn man schon drei Jahre, vier, fünf Jahre selbstständig ist.
Da sammelt sich halt einiges an, was man, zu bezahlen hat, ein eigenes Büro und so weiter, Hardware, keine Ahnung, Leasing, Miete, und so weiter. Wenn man, startet, kann man das also relativ frei entscheiden und das ist auch gleichzeitig mit eine Gefahr natürlich, weil du ja, wenn du ein, jetzt ein, ein Zeichen setzt, indem du sagst: „Mein Tagessatz liegt jetzt bei dreihundert Euro“, dann, ist dein Tagessatz erst mal bei dreihundert Euro.
Du kannst ja nicht hergehen und bei dem einen Kunden dreihundert Euro nehmen, bei dem nächsten siebenhundert, dann wieder fünfhundert, sondern da muss ja eine Konsistenz drin sein.
Und du hast halt sehr schwierig bei einem Tagessatz von dreihundert Euro, bei dem dich wahrscheinlich zurzeit, ziemlich viele Leute buchen würden, weil das deutlich niedriger ist als das, was – oder nicht deutlich niedriger, aber doch niedriger ist als das, was üblich ist –, würdest du wahrscheinlich, eine Menge, Anfragen bekommen beziehungsweise Aufträge auch bekommen können. Davon aber wieder loszukommen und den Tagessatz zu steigern, ist natürlich unheimlich schwierig.
Deshalb ist das so, ein zweigleisiges Pferd, sag ich immer, ne. Du hast-
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Marcel Das hast du schon mal gehört und auch noch nie gehört. Ja.
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Stefan Ich hab’s bis vor Kurzem auch noch nie gehört. Man kommt halt, irgendwann in eine Situation, wo das vielleicht nicht genug ist, wo man investieren muss, man braucht einen neuen Rechner und so weiter. Am Anfang achtet man darauf, dass man einfach nur leben kann und ist ja erst mal froh, wenn man seine Rechnungen bezahlen kann. Dann kommen aber Überlegungen: Okay, nach zwei Jahren brauche ich einen neuen Rechner.
Ich, muss, eventuell, Dinge abschreiben, die ich mir kaufe und kann die nicht sofort in meine Betriebskosten voll reinnehmen und so weiter und so fort. Dafür brauche ich Geld, um das zu finanzieren. Ich, möchte mich fortbilden. Ich möchte auch mal in den Urlaub. Eine Konferenz kostet Geld, ein Workshop kostet Geld. Ich muss Bücher kaufen. Ich muss eventuell mal einen anderen Freelancer dazu einkaufen und muss den bezahlen, bevor mein Auftraggeber bezahlt.
Und so werden die Bedürfnisse immer höher und immer höher. Und, das kann dann irgendwann natürlich kollidieren mit dem, mit dem zunächst sehr niedrigen Tagessatz, den man sich rausgesucht hat. Insofern gibt es noch eine andere Möglichkeit, sich einen Tagessatz rauszusuchen. Man kann sich einfach nach den branchenüblichen Tagessätzen orientieren. Das heißt, man überlegt sich: Wie gut ist man? Ist man – ich teile das jetzt mal ein in, Junior, Normal und Senior.
Als Junior, also wenn du direkt nach der Ausbildung zum Beispiel oder nach dem Studium startest in die Selbstständigkeit, kannst du sicherlich keine achthundert Euro am Tag abrufen. Da wird dann wahrscheinlich eher was so um die drei-, vierhundert Euro,, das Richtige sein, vielleicht sogar noch drunter. Wenn man, schon ein, zwei Jährchen selbstständig ist oder vielleicht schon ein bisschen Agenturerfahrung hat, kann man natürlich ein bisschen mehr nehmen.
Und wenn man drei, vier, fünf Jahre selbstständig ist, gute Referenzen hat, gute Empfehlungen hat und, ein gewisses Standing oder auch eine gewisse Bekanntheit erreicht hat, dann kann man durchaus mal, darüber hinausgehen. Und je besser man ist, desto mehr, Wert transportiert man ja auch,, oder, oder, oder gibt man de-seiner Arbeit und damit auch, den Kunden als, Endergebnis.
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Marcel Wo liegt denn der branchenübliche Tagessatz? Also, sind das bei dir, sind das bei dir einfach nur, -- Oder was heißt „einfach nur“? Sprichst du da so von, quasi Erfahrungswerten, die man irgendwie erfüllen muss? Oder sprichst du da von irgendwas, was irgendwer mal in irgendein Buch geschrieben hat?
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Stefan Nein, also Bücher hab ich darüber eigentlich noch nie gelesen. Das ist was Erfülltes. Also generell bist du ja sowieso immer das wert, was jemand für dich bezahlt. Also wenn du, wenn du zu einem Kunden gehst und sagst: „Ich hätte gerne zweitausend Euro am Tag“, und der zahlt zweitausend Euro am Tag, dann bist du zu der Zeit zweitausend Euro wert. Das ist einfach so. Wenn ein Kunde aber sagt, weil du dreihundertfünfzig anstatt dreihundert haben,, haben möchtest – nein, umgekehrt.
Dass du dreihundert... Nee, doch. Können wir das schneiden? Wenn du jetzt nicht gebucht wirst, weil du, dreihundertfünfzig anstatt dreihundert Euro-, haben möchtest, dann bist du unter Umständen halt diese dreihundertfünfzig Euro nicht wert für den Kunden.
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Marcel Beziehungsweise letztendlich gar nichts mehr.
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Stefan Ja genau, in dem Moment dann halt gar nichts und musst versuchen, deine Arbeit jemand anderem zu verkaufen. Das, weil das – Festanstellung ja ganz genauso. Du gehst mit einer gewissen Gehaltsvorstellung zu deinem Arbeitgeber, zu deinem späteren vielleicht, und, sagst diese Vorstellung ihm und wenn er dich nimmt, dann bist du das wert und wenn er dich nicht nimmt, dann bist du das nicht wert. Und wenn er dich nach drei Monaten feuert, dann warst du's halt nicht wert. Ja.
Das, muss man immer sehen. Die Qualität seiner eigenen Arbeit in Relation zur Qualität anderer in der Branche lässt sich sowieso unheimlich schwer abschätzen und weiß auch nicht von jedem den Tagessatz. Höchstens wenn man mit ein paar enger befreundet ist, zum Beispiel Kollegen oder wenn man mit denen mal zusammengearbeitet hat, dann weiß man das halt.
Aber, das zu vergleichen ist unheimlich schwer und, branchenüblich ist irgendwas, ich würde sagen, zwischen vierhundert und sechshundert Euro in unserem Bereich.
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Marcel Boah.
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Stefan Wie ist deine Erfahrung?
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Marcel Mmm, ist die Frage, wovon du da jetzt, sprichst: Ist das ein Endkunde? Ist das 'ne Agentur? Wie lange ist der Auftrag und so weiter.
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Stefan Oh, das ist interessant. Machst du da Unterschied zwischen Endkunden und Agentur?
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Marcel Einfach aufgrund dessen, dass meine Agenturzusammenarbeit immer deutlich länger ist.
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Stefan Ah, okay, gut. Also es gibt ja Leute, die sagen: „Mein Agenturtagessatz ist der und der und mein Direktkundentagessatz ist der und der.“ Ich bin der Meinung, meine Arbeit ist immer gleich viel oder halt gleich wenig wert. Ob – wer sie jetzt abnimmt, ist mir da relativ egal eigentlich. Also natürlich-
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Marcel Kann man bei dir... Beim Überlegen dieser Frage hab ich, über die, über das Level der, der, des, des, des Kritischen daran über, nachgedacht:, kann man bei dir verhandeln? Also dementsprechend, gehst du immer mit einem festen, Satz, den du dir vorher festgelegt hast, in eine, in ein Jobgespräch, um es mal so auszudrücken, oder, s-sind das bei den, bei dir eher, eher Richtwerte, die du dann, ja, an den Faktoren dann dementsprechend noch mal eher grob umlegst oder so?
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Stefan Oder so. Meine... Also-
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Marcel Danke.
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Stefan Sehr gerne. Generell ist das 'ne schwierige Frage, weil es gibt natürlich Kunden, bei denen du nicht verhandeln lässt mit dir und es gibt Kunden, bei denen du gerne verhandeln lässt. Wenn jetzt ein Kunde sagt – also wenn ich jetzt in eine Verhandlung gehe und sage: „Ich hätt gern sechshundert Euro am Tag", und der Kunde sagt: „Ich kann dir aber nur fünfhundertneunzig geben", dann würd ich nicht sagen: „Nee, dafür arbeite ich nicht." Ja.
Wenn ein Kunde aber sagt, : „Ich kann dir nur vierhundert zahlen", dann muss es erstaunlich gute Argumente dafür geben, um das mitzumachen. Natürlich gibt es, Zusatzleistungen, die man abrufen kann, die eventuell das Geld wert wären, wie zum Beispiel ein irre gutes Testimonial, wie zum Beispiel Empfehlungen, wie zum Beispiel der direkt versprochene Anschlussauftrag, wie zum Beispiel, 'n Rahmenvertrag, der dir in irgendeiner Form, eine längere Arbeit, Zusammenarbeit mit dem Kunden, garantiert.
Oder andere Dinge wie, – lass mich überlegen – was gibt's noch da in dem Bereich? Viel mehr fällt mir eigentlich, glaub ich, gar nicht ein.
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Marcel Ist ja auch schon mal was.
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Stefan Natürlich gibt's, gibt's Faktoren, die da noch 'ne Rolle spielen. Ob das Projekt dir zum Beispiel unheimlich Spaß macht. Also wenn jetzt ein Kunde zu mir kommt und sagt: „Ich hab das geilste Projekt, was du jemals gesehen hast, vor und ich möchte dich dafür haben. Ich kann dir aber nur zweihundert Euro zahlen." Und er erklärt mir das Projekt, weil ich interessiert bin und ich muss ihm zustimmen.
Es wird das beste Projekt, an dem ich jemals teilgenommen habe und ich kann mir das leisten, für zweihundert Euro für ihn zu arbeiten, dann würd ich das wahrscheinlich tun. Wenn ein Projekt aber extrem schmerzt oder meine Auslastung sehr hoch ist, dann muss Mehrarbeit natürlich dann auch bezahlt werden.
Wenn ich jetzt eh schon 'ne Auslastung von acht Stunden am Tag habe und ein Kunde möchte unbedingt mit mir zusammenarbeiten und kommt zu mir und fragt mich, ob ich Zeit hätte, dann guck ich, was ich für ihn tun kann.
Und wenn ich ihm dann sage: „Ich kann noch vier Stunden drauflegen für dich pro Tag", dann kann ich mir die vier Stunden natürlich aber nicht für, weiß ich nicht, dreißig Euro die Stunde bezahlen lassen, sondern wenn ich schon meine Freizeit opfere oder die Zeit, in der ich normalerweise dann halt Verwaltungsarbeit machen würde und die ganzen anderen Arbeiten, die man als Selbstständiger so tun muss, dann muss das auch bezahlt werden, und zwar fair.
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Marcel Um noch mal so zu den stark reduzierten, aufgrund, toller Projekte basierenden Stundensätzen zu kommen: Ich habe mir, das war so September 2008 oder so, bin ich auf ein Gesuch gestoßen, damals auch über Xing, eines Vereins, der da in Gründung war, der, sich um, – ich, ich kürze das mal ab – Kinder in Tansania, kümmert, aus 'ner sehr, sehr, sehr genialen Idee raus, wie ich, wie ich fand.
Das war damals noch eher 'n grober Plan als, wirklich in der Umsetzung und ich hab mich dann daraufhin da gemeldet und das hat menschlich sehr gut gepasst und führte dann dazu, dass ich, Ende 2008, Gründungsmitglied dieses Vereins wurde und, seitdem da zu dem verminderten Stundensatz von genau null Euro mich drum kümmer, einfach als, ja, aus, aus Charity-Gründen quasi. Um das allerdings mal vorwegzunehmen: Damit ist mein, mein Charity-Limit allerdings auch komplett erreicht.
Dafür sollten jetzt noch Vereine zuhören. Ich hab leider keine Zeit mehr für so was. Aber ja, das ist, das ist so mein bisheriger stark verminderter Tagessatz.
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Stefan Also, da geb ich dir natürlich recht. Das ist, diese Art von starker Verminderung gibt's natürlich auch noch. Die gibt's natürlich auch für mich jederzeit und die sollte es auch immer geben, Leuten zu helfen. Es passiert auch, dass 'n Freund von mir anfragt und sagt, ich hab hier 'n Projekt. Ich, brech grade aus allen, Nähten und, platz grad aus allen Nähten und ich muss das unbedingt jetzt fertig kriegen. Kannst du mir 'n halben Tag unter die Arme greifen? Da schreib ich keine Rechnung für.
Natürlich nicht. Das ist 'n, das ist 'n Gefallen. So was passiert, alle Nase lang natürlich an irgendwelchen Stellen. Man hilft sich gegenseitig. Das passiert natürlich auch andersrum genauso. Man zeigt sich gegenseitig Dinge, lässt die begutachten oder man arbeitet halt auch mal für 'ne, gemeinnützige Organisation oder man spendet halt auch mal. Also es kann auch passieren, dass ich 'n Projekt mache und einfach mal die Hälfte davon spende. Das kann auch passieren.
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Marcel Ja, ich glaub, damit haben wir dann den Tagessatz auch in, voller Breite beleuchtet und, damit, ach, denke ich, jetzt kommt eine wunderbare Überleitung, den, den, das erste Fältchen im Businessplan gefüllt.
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Stefan Wow.
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Marcel War das nicht Wahnsinn? Du hattest ja am Anfang erzählt, dass du so richtig klassischen Businessplan geschrieben hast und ich glaub, du, ja konntest dich da gar nicht wie ich zu entscheiden oder auch nicht, sondern wurdest quasi dazu gezwungen aufgrund deiner Gründungsform, wenn man so will.
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Stefan Genau. Also ich hab, wie gesagt, gegründet mit dem Existenzgründungszuschuss im Rücken, der, dann gezahlt wird, wenn du aus einer Arbeitslosigkeit heraus gründest. Und, da schreibt man einen Businessplan und muss noch zahlreiche andere Dokumente irgendwie vorlegen, wie zum Beispiel 'ne Liquiditätsvorschau und solche Geschichten.
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Marcel Und ich glaub, man musste gekündigt worden sein und durfte nicht selbst gekündigt haben, oder?
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Stefan Richtig, genau. Sonst hast du 'ne Sperre von einer bestimmten Zeit, die ich nicht genau kenne. Richtig.
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Marcel Das hört sich lang an.
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Stefan Das kann ich dir nicht sagen. Ich glaube, es waren drei Monate oder einer oder irgendwie so was.
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Marcel Google hilft da jedem, der so gut-
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Stefan Genau. Oder die Wikipedia. Man weiß es nicht. Ja genau, Businessplan. Du hast, du, du hast grad gesagt, du konntest dich ja entscheiden. Hast du dich denn entschieden?
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Marcel Nee, aufgrund, der Kürze der Zeit, in der ich mich selbstständig gemacht hab, hab ich, ja auch, wie ich gesagt hab, quasi erst nachträglich dann überlegt: Für wen möcht ich dann eigentlich so arbeiten und, wie, wie soll das laufen? Wo kommen die her und was kost ich und all den ganzen Krams, hab ich mir ja quasi erst im, im Anschluss überlegt.
Da ist dann natürlich kein klassischer Businessplan mehr bei rumgekommen, weil ich m-musste gestehen, irgendwie das, was ich, was ich so zu dem Thema gefunden hab, wie so 'n Businessplan jetzt aufgebaut zu sein hat, gefälligst, fand ich nicht ganz so charmant.
Deswegen hab ich dann natürlich noch für mich so die wichtigsten Fragen geklärt und mir auch mal Gedanken darüber gemacht, wie das so alles laufen könnte und wie soll das laufen, wenn das nicht läuft und all die ganzen tollen Fragen, die man sich da stellt. Aber so 'n wirklich klassischen Businessplan hab ich nicht geschrieben. Fandst du's für dich wirklich wichtig, dass, dass du so 'n, so 'n Businessplan mal erstellt hast?
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Stefan Es gibt, es mag Menschen geben, die regt so einen Businessplan, den man schreiben muss, dazu an, überhaupt initial erst mal drüber nachzudenken. Aber ich glaube, dass die, der Businessplan kann auch, ist, ist ersetzbar durch Nachdenken.
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Marcel So hab ich das jedenfalls versucht. Hat bisher ganz gut funktioniert.
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Stefan Genau. Und insofern, der, der Businessplan ist halt,, so was wie 'ne, 'ne Glaskugel, ne. Also es gibt, glaub ich, kein Unternehmen, was sagen kann: Ich, plane jetzt grade – oder die wenigsten, sagen wir mal so –, die sagen können: Ich plane jetzt die nächsten drei Jahre, und zwar bis ins Detail, mit Liquiditätsvorschau. Alleine nur eine Liquiditätsvorschau, soll ja nur absichern, dass man nicht pleitegeht.
Die geht aber so weit, dass man ja 'ne Mutmaßung darüber anstellen soll, wie viel man wohl in den ersten drei Jahren so verdient. Und allein das ist ja relativ utopisch. Also hätte mich jemand am Anfang der Selbstständigkeit gefragt, wie viel ich verdiene, hätt ich bestimmt etwas anderes oder wie viel ich in drei Jahren verdiene, dann hätt ich bestimmt etwas anderes gesagt, als jetzt die Realität ist. Und zwar mit Sicherheit läg es weit daneben, in welcher Form auch immer.
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Marcel Okay. Verdammt, die Frage hab ich jetzt.
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Stefan Ja. Gott sei Dank.
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Marcel Also insofern, insofern, meinst du, es ist vor allem wichtig, sich darüber Gedanken zu machen. Muss aber jetzt nicht der klassische, weiß ich nicht, ich, ich, ich sag jetzt einfach mal Fünfseiter sein, wie er im Vorlagenbuche steht.
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Stefan Nee, er muss es nicht sein. Er kann es sein. Also es gibt Menschen, die bevorzugen das. Es gibt Menschen, die haben so was eher im Kopf oder auf einer Seite oder in 'ner Tabelle. Das kann man machen, wie man möchte. Man muss nur 'ne Idee haben, was man da tun möchte, weil ohne Idee sich selbstständig zu machen, ist halt keine besonders gute Idee.
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Marcel Hast du noch im Kopf, also war dieser Businessplan dann 'ne Voraussetzung dafür, dass du, die Förderung bekommen hast? Oder hättest du die-
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Stefan Absolut. Absolut. Der Businessplan war ein Teil, eine Komponente der, der Unterlagen, die man abliefern musste. Ich hab's nicht mehr ganz genau auf der Uhr, aber das war auf jeden Fall eine sogenannte Liquiditätsvorschau, ein Gutachten einer fachkundigen Stelle. Also diese fachkundige Stelle musste den Businessplan lesen, den für, Hieb und Dingfest,, bestätigen und genauso, das Gleiche auch für die Liquiditätsvorschau. 'Ne fachkundige Stelle kann ein Notar sein oder kann ein Steuerberater sein.
Was wolltest du fragen?
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Marcel Genau eigentlich das. Also das muss beziehungsweise hört sich ja eher so an, als könnte das gar keiner wirklich vom Fach sein
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Stefan Ich glaube, da gibt's auch Beratungsstellen, die so was machen, weil nicht jeder kann sich ja am Anfang einer Selbstständigkeit unter Umständen leisten, jetzt zum teuren Steuerberater zu gehen. Manche Steuerberater machen das so als Einstiegsdienstleistung halt auch so mit und manche machen's halt, gegen Gebühr und manche machen's gegen hohe Gebühr.
Ich hab da keine Erfahrung, weil ich hab das ja bis jetzt nur einmal machen müssen, aber,, das, da, da gibt's auch unter Umständen kostenlose Stellen, die das tun. Hab ich gehört.
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Marcel Hat dann, um, um das Thema dann auch mal abzuschließen, die, die Stelle, die dir dein Geld zahlt – ich weiß nicht, welche Stelle das dann ist, der vielen-
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Stefan Das ist das Arbeitsamt.
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Marcel Hat die sich das Ding auch noch mal angeguckt und gegebenenfalls was dazu gesagt? Oder könntest du theoretisch drei Seiten Lohrn Y mit Notarbestätigung abgeben?
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Stefan Ja, die Frage ist ja zunächst mal, ob dein, Notar, sich nicht dafür zu schade ist, das zu unterschreiben. Aber...
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Marcel Gut, aber mal davon, also davon mal ab.
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Stefan Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht. Ich hab ja nicht zugeguckt. Das Einzige, was ich weiß, ist, dass du es abgeben musst und du bist nicht dabei, während die das untersuchen. Ich bin-
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Marcel Sie haben dir auf jeden Fall Geld gezahlt.
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Stefan Ich bin nun auch nicht abgelehnt worden. Genau, ich bin also, es ist anerkannt worden. Ich weiß nicht, was passiert oder was passieren muss, damit man das nicht kriegt. Weil wenn der Steuerberater sagt, das ist okay, wer ist das Arbeitsamt, dass sie sagen, der Steuerberater hat unrecht? Also da ist natürlich die Frage, ich hab da keine Ahnung, was da dann mit diesem Antrag passiert.
Ich glaube, es ist einfach nur wichtig, dass alle Unterlagen da sind und ich glaube, durch das Arbeitsamt f-findet nicht noch mal eine qualitative Begutachtung des Materials statt, sondern es wird nur kontrolliert: Hat der Steuerberater, ist das ein Steuerberater? Gibt's den? Hat er sein, seine Unterschrift drunter gemacht und, wie sieht der das?
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Marcel Was stand denn in deinem Businessplan zum, zum Thema, welche Anschaffungen du machen willst und w-was ist davon dann Realität geworden?
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Stefan Ei, Mobiliar, Laptop, Software, so was in der Art halt.
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Marcel Und das ist dann auch so dementsprechend. Also was sind so die Dinge, die man deiner Meinung nach, in, in unserer Branche am Anfang sich auf jeden Fall anschaffen muss, wenn man's nicht sowieso schon hat?
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Stefan Also 'n Rechner ist ganz vorteilhaft generell, 'n Internetanschluss, Telefonanschluss,, je nachdem, ob man möchte oder nicht, 'n Handy, was man über die Firma laufen lässt. Software sollte man bezahlen. Ich hab zum Beispiel, seitdem ich, selbstständig bin, also seit wirklich seitdem ich selbstständig bin, kein einziges, Softwareprodukt, was ich nutze, nicht bezahlt. Ich hab alles,, rechtmäßig erworben.
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Marcel Ich muss allerdings auch sagen, wenn man, wenn man, einmal Adobe bezahlt hat, dann ist alles, was danach kommt, auch verhältnismäßig langweilig, oder?
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Stefan Ja, wobei, also da-das war halt auch 'n, 'n großer Teil dieser Entspannung meiner ersten Phase. Ich hab halt durch unglaubliches Glück, diesen ersten Auftrag gekriegt und konnte mir davon nachher dann ganz entspannt von diesem Polster, die Dinge leisten, die ich brauchte. Und, ich hab, also es gibt immer so zwei Aspekte. Natürlich gibt's 'n gewissen Grundstock, den man braucht.
Auf der anderen Seite erlebe ich halt auch viele Freelancer oder, oder, generell Selbstständige, die auch vielleicht fest frei für Agenturen arbeiten, die sich halt nicht die Ausstattung, leisten, die ihnen Spaß macht. Und ich glaube, dass du als Freelancer Spaß an der Arbeit, auf Spaß an der Arbeit nicht verzichten kannst, sondern du musst das, haben, damit du das leisten kannst, was von uns erwartet wird. Und, insofern ist es auch gut, 'n Equipment zu kaufen, an dem man Spaß hat. Und-
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Marcel Ich denk allerdings, dass man, sich damit vielleicht am Anfang 'n bisschen Zeit lassen sollte, weil ich hab, ich hab auch schon Leute gesehen, die haben sich selbstständig gemacht und waren, schneller pleite als sie, als der Testzeitraum ihrer gekauften Software abgelaufen wäre.
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Stefan Ich, sag... Sehr schön. Ich sag ja auch nicht, dass, man sich jetzt sofort in dem Moment, wo man sich selbstständig macht, auf Kredit etwas kaufen sollte. Das auf gar keinen Fall.
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Marcel Das wollte ich nur noch mal entsprechend erwähnen.
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Stefan Ja, das ist auch vollkommen richtig. Ich bin generell Investitionen gegenüber aufgeschlossen, weil ich der Meinung bin, das muss sein. Ich, arbeite gerne an gutem Equipment und mit guter Software. Ich, hab auch Spaß daran, neue Dinge auszuprobieren. Ich bin auch so 'n kleiner, Gadget-Freak natürlich, wie viele bei uns aus der Branche und, insofern, das spielt alles 'ne Rolle mit.
Aber, ich hab mir mein ganzes Leben lang zum Beispiel 'n, 'n tollen Monitor gewünscht und das Erste, was ich mir gekauft habe von meinem, ersten Auftrag, war, ein toller Monitor und ein toller Laptop. Und der ist immer noch da und der funktioniert auch noch und der ist auch im Einsatz. Und, ich wollte mein ganzes Leben lang, solang ich halt in der, in dem, in dem Bereich gearbeitet habe, schon immer, diese, dieses Adobe,, diesen Karton endlich im Schrank stehen haben.
Und, das ist auch eine der ersten Sachen, in die ich investiert hab danach. Und, das war so mein Grundstock. Also, mein Grundstock: Laptop, Adobe Creative Suite und,, der Monitor. Genau.
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Marcel Also ich hab mit, ich glaub, so das erste halbe Jahr mit ziemlich beschnittener Hardware gearbeitet. Ich hatte, und das war in, insofern relativ gut, weil damit waren schon mal fünfundneunzig Prozent meiner Investitionen abgedeckt. Ich hatte schon so 'n Adobe-Karton, der, mir von einem, vorherigen Arbeitgeber gestellt wurde, mit dem ich dann erst mal losgerannt bin. Bin mit einem, dreizehn-Zoll-Plastik-MacBook in die Selbstständigkeit gegangen.
Das ist dann allerdings relativ schnell einem MacBook, Pro gewichen, das jetzt kürzlich durch eine aktuellere Version wieder ersetzt wurde. Aber, also ich bin damit auch gut zurechtgekommen. Also es hat natürlich nicht so viel Spaß gemacht, auf irgendwie dreizehn fullzigen Zoll beim Kunden mit sich nicht schön anfühlender Plastikhardware zu sitzen und, auf einem nicht so schnellen System zu... Aber man konnte sich damit selbstständig machen.
Also, ich erlebe es relativ häufig, dass Leute dann am Anfang erst mal aus eigenen Mitteln oder aus, Kreditmitteln sich ihre Traumzusammenstellung da kaufen und die am Anfang meiner Meinung nach nicht unbedingt benötigen würden.
Aber ich gebe dir recht, das sollte eigentlich dann schon das sein, wo man dann als Erstes drauf hin spart, weil damit mache ich nun mal meine Arbeit und meine Arbeit ist ein ziemlich großer Teil allein so stundentechnisch, in meinem Leben, den ich da irgendwie gestalte und das sollte mir natürlich auch irgendwo Spaß machen und mir die Möglichkeit bieten, dass ich das in der Qualität abliefere, wie ich mir das auch so vorstelle.
Und da ist natürlich die Hardware und die Software 'n, Teil dieses Weges.
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Stefan Richtig. Also, das war jetzt auch kein Plädoyer dafür, sein Geld wieder zum Fenster rauszuschmeißen. Man sollte über jede Investition, die man macht, natürlich nachdenken. Man kann sich aber auch durchaus mal einen Wunsch erfüllen, wenn man dadurch die, den Spaß an der Arbeit steigert und wenn das 'n, irgendwie 'n Mehrwert hat für, für die Arbeitsleistung oder für die Arbeitsqualität.
Aber es gibt 'n schöne, 'ne schöne Analogie, die, der Jason Fried und David Heinemeier Hansson in ihrem, aktuellen Buch Rework geschrieben haben. Hast du's gelesen? Sehr gut. Ich, hätte dich auch strafend angeschaut, wenn du das jetzt, nicht getan hättest.
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Marcel Brauchst du nicht.
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Stefan Aber die haben diesen wunderbares, dieses wunderbare Beispiel von, der Van Halen-Gitarre, gebracht. Und zwar haben sie gesagt: „Wenn jetzt irgendjemand, der ein bisschen auf der Gitarre spielen kann, sich die gleiche Gitarre holt wie Van Halen und darauf spielt, dann hat er eine Menge Geld ausgegeben, aber er klingt halt noch wie er.
Wenn Van Halen aber seine alte Gitarre nimmt, klingt die alte Gitarre wie Van Halen." Also, man, hat natürlich mit besserem Equipment und mit mehr Equipment andere Möglichkeiten. Aber die Frage, wie viel Qualität man damit erzielt, ist immer noch 'ne Frage, die größtenteils von seinen eigenen Fähigkeiten bestimmt wird und nicht von der Qualität des Equipments. Deshalb, man sollte drüber nachdenken.
Man kann sich Wünsche erfüllen und man kann Spaß an der Arbeit haben, aber man sollte auch nicht übertreiben.
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Marcel Ich zähle zu Equipment auch gar nicht mal nur so die, die, die reine Hardware oder auch die rein, die reine Software, sondern so 'n bisschen auch, die, die Zeit, die ich in mein Equipment investiert habe, um mir vernünftig Gedanken darüber zu machen, wie ich meine Daten handle, wie ich irgendwie mit Mails umgehe und so weiter, um mir einfach dann irgendwie tagtäglich darüber keine Gedanken mehr zu machen.
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Stefan Absolut. Man erkauft sich, Sicherheit mit, mit Investitionen in Hardware zum Beispiel oder in gute Software erkauft man sich Sicherheit. Man erkauft sich, Sorgenfreiheit, wenn man über Backups redet zum Beispiel oder über Redundanzen. Wenn man darüber redet, dass man zum Beispiel jederzeit 'n Gerät hat, was im Ausfall des Hauptlaptops reaktiviert werden kann, wo auf dem man arbeiten kann, ohne dass man wahnsinnige Schmerzen dabei hat.
Dann redet man einfach von Sicherheit und auch von für, von Sicherheit für Kunden, die dann einfach beruhigt sein können, dass die Daten sicher verwaltet sind, geschützt sind und im Falle eines Falles, wenn dem Freelancer halt der Laptop, auf,, auf dem Klo vom Schoß fällt, dann weiß man einfach, es liegt irgendwo noch ein zweiter und den kann man benutzen. Das ist nicht verkehrt. Wobei ich jetzt nicht dafür bin, zwei Laptops zu kaufen, sondern nur das Altgerät aufzubewahren.
Nicht falsch verstehen, bitte.
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Marcel Ja, das, stimmt. Lass uns noch mal über 'n anderes Verwaltungsthema sprechen, kurz. Die finanzielle Verwaltung. Hast du getrennte Konten?
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Stefan Ja, ich habe, tatsächlich drei Konten.
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Marcel Von Anfang an?
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Stefan Ja, von Anfang an.
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Marcel Ich kann das, je nachdem, was man Konten nennt, würde ich fast sagen, ich hab fünf. Hm, ein, ein, ganz normales privates Giro, ein, geschäftliches Girokonto. W-wir pflegen ein Haushaltskonto, auch einfach der Übersicht halber. Und dann kommen noch dementsprechend zwei Kreditkarten, eine private und eine geschäftliche.
Sieht immer ziemlich brutal aus, wenn ich mein Portemonnaie öffne und da gucken so fünf Karten raus, aber, hat sich für mich ei-einfach so als, als beste Möglichkeit herausgestellt. Ich hab allerdings auch zu der, zu der, geschäftlichen Kreditkarte und zum, geschäftlichen Konto erst verhältnismäßig spät mich dann entwickelt, aber die Übersichtlichkeit, die ich seitdem habe, schätze ich da doch sehr und das ist, die paar Euro im Monat mehr der, mir dann doch wert gewesen.
Aber ich-- Ist auch wieder eine, eine der Sachen, die man am Anfang jetzt nicht unbedingt braucht. Ich glaub, man kann sich auch vorher selbstständig m-machen und das ist ja gut.
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Stefan Absolut. Ich bin nur 'n Schussel und ich, weiß, also wenn ich, wenn ich morgen Geld abhole, weiß ich nicht mehr, weiß ich übermorgen nicht mehr, was ich dafür gekauft habe. Und, ich, würde, glaub ich, an der Differenzierungsarbeit, was ist privat, was ist geschäftlich, sterben, wenn ich nur ein Konto hätte. Insofern hab ich ein privates Girokonto und ein geschäftliches. Ich hab noch 'n Tagesgeldkonto, wo ich, Rücklagen aufbewahre.
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Marcel Das kommt auch noch hinzu?
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Stefan Na siehst du. Da hast du uns eins unterschlagen.
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Marcel Da hab ich, eins unterschlagen. Dann sind wir schon bei sechs.
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Stefan Genau. Ja und, dann hab ich, -
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Marcel Wobei ich-
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Stefan Ja, bitte.
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Marcel Wobei ich da an meine Kärtchen in meinem Portemonnaie gedacht habe und da zählt das Tagesgeldkonto ja nicht dazu.
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Stefan Genau. Und ich hab halt auch 'ne Kreditkarte fürs private Konto und eine Kreditkarte fürs geschäftliche Konto.
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Marcel Aber welch eine Überleitung. Tagesgeldkonto, das, hast du ja sicherlich zum Rücklagen schaffen und zum Risiken abdecken und dem ganzen Krams, oder? Wow. Na komm, das war jetzt schon naheliegender. War jetzt kein Wow angebracht. Ja, erzähl mal zwei Sätze dazu.
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Marcel Ist wichtig.
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Stefan Rücklagen sind unglaublich wichtig. Rücklagen, mit Rücklagen erkauft man sich den Luxus, oder mit Rücklagen kann man sich den Luxus leisten, Aufträge abzulehnen, was unter Umständen sehr wichtig sein kann. Nicht wenn man dekadent erscheinen möchte oder sich rar machen möchte, sondern einfach weil eventuell mal ein Auftraggeber nicht passt oder, das Miteinander nicht gut ist oder man einfach kein Interesse an dem Job hat, weil man auch vielleicht mal eine Auszeit braucht.
Rücklagen sind wichtig für Zeiten, wie wir sie gerade hinter uns hatten, oder haben oder hoffen zu haben...
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Marcel Hast du von diesen Zeiten was gemerkt?
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Stefan Nein. Witzigerweise war das Jahr mein bestes bisher.
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Marcel Witz-- Ja gut, bei mir gibt's noch nicht so viele Jahre, dass ich da wirklich, einen, einen relevanten Ver-Vergleich ziehen könnte. Ich hatte einen Kunden, der argumentiert hat, er könne sich das jetzt nicht leisten aufgrund der Finanzkrise. Das war allerdings eher die Angst vor dem, was laut den Medien da jetzt alles in den nächsten zwölf Monaten kommt und der war eigentlich super liquide und ansonsten hab ich davon nur im Fernsehen was gesehen.
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Stefan Ja genau, so war's bei mir im Prinzip auch. Also es hat, es gab viel M-m- Jammerai. Das hat man schon, gemerkt. Also, Freunde von mir haben zum Beispiel eine Firma für, Maschinenbau, Technologie, mit denen sie, Brauereien beliefern. Und, natürlich in solchen Sektoren, wo dann Stahlpreise plötzlich, nicht mehr die alten sind oder Lieferengpässe da sind oder, einfach Aufträge ausbleiben, weil man nicht in Großmaschinen investiert, das, da merkt man's schon, klar.
Aber, ich glaub, das ist in unserem, in unserer Branche eigentlich, nicht üblich.
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Marcel Nee, hatte ich jetzt auch nicht großartig das Gefühl. Aber was ich zum Beispiel, nach 'n paar Monaten gemerkt hab oder nach 'n paar Wochen mir so aufgefallen ist, ist, dass Rücklagen zum Beispiel auch einfach dafür ganz gut sind, weil, diese Rück, dieses Rücklagenkonto, j-jeden Tag dann schrumpft, wenn man sich dieses Urlaub gönnt, was ja, -
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Stefan Dieses Urlaub.
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Marcel Wa-was ja, was ja viele Selbstständige vergessen, dass es das gibt. Und, ja, also, na ja gut, also d-das ist halt, da muss man sich auch erst mal drauf einstellen, dass einem keiner weiter Geld zahlt, wenn man einfach Urlaub macht. Nicht so wie bei den, guten alten Festangestellten.
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Stefan Wobei ich meine,, mein, mein Urlaubsgeld oder mein, mein Gehalt, was ich mir zahle vom Geschäft auf, das Privatkonto, im Urlaubsfalle tatsächlich aus den Einnahmen, aus den normalen Einnahmen f-finanziere und nicht aus meinen Rücklagen. Also meine Rücklagen versteh ich als, Notpolster. Da ist natürlich, also ich hab das nicht eingeteilt in einen einzigen Betrag, sondern das sind für mich, Anteile. Ich hab da 'n großen Steueranteil natürlich.
Also ich, überweise dort, die Sachen hin, bei denen ich weiß, die muss ich am Ende des Jahres, als Einkommensteuer zahlen. Da kommen, andere Dinge hin, wie Rückstellungen für Investitionen dahin. Also wenn ich jetzt Geld spare dafür, um mir irgendwann, einen neuen Rechner zu kaufen oder irgendwann ein neues Auto zu kaufen oder irgendwas in der Art, dann kommt das dahin. Das ist also aufgeteilt, aufgesplittet in verschiedene, kleinere Beträge.
Aber, das ist eigentlich nichts, wo ich tagtäglich drangehen würde oder, mich bedienen würde im Falle eines Urlaubs.
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Marcel Nö, aber das ist ja 'ne reine, reine Händlungssache.
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Stefan Klar, absolut. Je nachdem, was du drauf tust. Wenn du das Geld drauf tust, was du für 'n Urlaub,, einsparen möchtest, dann nimmst du's da auch wieder runter. Klar.
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Marcel Das ist ganz spannend. Ich hab kürzlich herausgefunden, dass Numbers, also quasi so das Excel-Pendant von Apple, relativ einfach auch mit, Tagen hantieren und man diese auch subtrahieren kann und, hab dann einfach mal so die, die, Spalten, Rechnungsdatum und Zahlungseingangsdatum, miteinander in Zusammenhang gebracht und da so den Durchschnitt gezogen und ich, ich lande so bei, irgendwas sechs Komma irgendwas, also so gerundet sieben Tagen, nach Rechnungsstellung. Wie sieht das bei dir aus?
Hast du das im Blick?
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Stefan Ich hab das im Blick. Ich hab auch so 'ne Numbers-Liste und, ich, führ das auch seit drei Jahren kontinuierlich seit meiner ersten Rechnung durch diese Untersuchung und, hab das gepflegt immer tagesaktuell. Dass, du so gute Erfahrungen mit deinen Kunden hast, ist schön für dich.
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Marcel Ich freu mich da auch sehr drüber.
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Stefan Das glaub ich. Ich hab auch solche Kunden zum Teil. Aber ich hab halt auch Kunden, die, -
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Marcel Dir deinen Schnitt versauen.
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Stefan Mir meinen Schnitt versauen, ganz genau. Also meine, meine Kunden, das hab ich mal nachgeguckt, sind im Schnitt acht Komma drei Tage über Zahlungsziel. Was allerdings nicht daran liegt, dass die alle so böse sind, sondern ich hab 'n paar wirkliche Ausreißer drin. Also ich hab, beispielsweise zwei Rechnungen drin, die, das re, gleiche Projekt betreffend sind, die gleiche Agentur, betreffen und die beide hundertfünfunddreißig Tage über dreißig Tage Zahlungsziel sind.
Das heißt, hundertfünfundsechzig Tage nach Rechnungsstellung.
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Marcel Hast du 'n Gefühl, wie's sonst so aussieht, wenn du jetzt mal die Extremfälle von, ich sag mal, über fünfzig Tagen oder so da mal abziehst? Oder einfach die eine Agentur rausnimmst?
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Stefan Also ich, ich, i-ich bin mir ziemlich sicher, ich hab... Also generell hab ich, vierzehn Tage Zahlungsziel, es sei denn, der Kunde möchte etwas anderes. Wenn das vorher klar ist, ist das ja auch in Ordnung und, ich denke, dass die Agenturen und sonstige Kunden natürlich auch, immer innerhalb von sieben bis vierzehn Tagen zahlen. Also das ist so meine Wahrnehmung. Ich bin auch nicht böse, wenn es mal, länger dauert, wenn der Kunde anruft und sagt: Hey, ich, hab's verschludert.
Ich kann's erst beim rechten, beim nächsten Zahlungslauf machen oder wenn sonst alles in Ordnung ist und das ist der einzige Ausreißer, bei der, Bezahlung der Rechnung, dann ist das in Ordnung. Wichtig ist, dass man drüber redet und dass man eine Planungssicherheit hat.
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Marcel Wie hältst du's mit dem Mahnwesen? Also w-wenn du, wenn du von Zahlungen von hundertfünfzig Tagen oder so was sprichst, dann geh ich mal davon aus, wirst du da auch das ein oder andere Mal gemahnt haben oder gegebenenfalls das sogar rausgegeben haben. Ich weiß nicht, ob du schon mal, gibt dann ja noch die Möglichkeit des Inkassos.
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Stefan Genau. Also ich hab, bisher gute Erfahrungen mit einem eigenen Mahnwesen gemacht. Es ist nur ein einziges Mal überhaupt dazu gekommen, dass ich was rausgeben musste. Aber auch das hat dann letzten Endes funktioniert. Im Allgemeinen ist es so, dass, ein straffes Mahnwesen ist halt immer gut. Das heißt, sofort nach dem ersten Tag Verzug oder direkt am ersten Tag Verzug erkundigen. Ich persönlich rufe gerne an, weil ich das persönlicher finde.
Man hat keine E-Mail, die man ignorieren kann und man hat keine, Antwort, in der man sich rausreden kann und über die man sich lange Gedanken machen kann, sondern man kann sich sehr offen drüber unterhalten und kann das auch sehr offen ansprechen. Was ich dann mache: Ich schick natürlich dann noch 'ne Zahlungserinnerung hinterher per E-Mail, in der steht, was man grade besprochen hat.
Und wenn dann nicht innerhalb einer gewissen Frist, ich sag jetzt mal einfach sieben Tage oder so, keine Zahlung eingegangen ist, dann, kommt eine Mahnung und, -
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Marcel In schriftlicher Form dann, oder?
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Stefan In schriftlicher Form, ganz genau. Das kann aber natürlich in einer E-Mail passieren. Das kann aber natürlich auch in Form einer E-Mail passieren. Und, dann gibt es natürlich immer noch die Möglichkeit, das rauszugeben. Ich hab, wie gesagt, erst einmal rausgegeben und in dem Fall hab ich an dem Tag, an dem ich's herausgegeben habe, noch mal angerufen und gesagt: „Ich geb es heute ans Inkassounternehmen, wenn nicht gezahlt wird.
Wenn gezahlt werden sollte, hätt ich gerne heute einen, kopierten Überweisungsträger, auf dem abgestempelt ist, dass es heute rausgegangen ist oder ein Screenshot vom Onlinebanking, in dem die relevanten Informationen zu sehen sind. Ansonsten geht's heute raus.“ Das ist nicht passiert. Es ist rausgegangen. Zwei Wochen später hatt ich das Geld.
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Marcel Also ich, vielleicht, vielleicht erzählst du noch kurz, bevor ich zu meinen Erlebnissen komme, wie das so, so grundsätzlich mit dem Inkasso ist. Sprich, was sind das für, für Konditionen? Wer trägt die? Und das Ganze drumherum.
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Stefan Also ich hab jetzt, ein Inkassounternehmen hier in Essen gefunden, mit dem ich w-wie in dem einen Fall halt sehr gute Erfahrungen gemacht habe, die 'nen sehr kompetenten Eindruck machten. Wichtig ist halt, dass so 'n Inkassounternehmen es nicht lästig wird, eine kleine Forderung einzuziehen. Also es gibt Inkassounternehmen, die auch Kleinstforderungen einziehen von bis zu wenigen zehn Euro.
Dadrunter macht's eigentlich gar keinen Sinn, weil die Arbeitszeit natürlich die, das Mahnwesen,, auffrisst und, man i-im Endeffekt dann noch mehr Verlust macht. Aber ab wenigen zehn Euro bis, wenigen hundert Euro und dann natürlich aufwärts, macht es Sinn.
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Marcel Wobei ich auch sagen muss, dass ich noch nie in meinem Leben eine Rechnung von unter hundert Euro gestellt habe.
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Stefan Ich weiß gar nicht, ob ich das mal, eine-
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Marcel Doch, ich hab einmal, ich hab einmal ein, eine Webtrend-Map für eine Agentur mitbestellt und, die dann denen einfach in Rechnung gestellt hat. Das waren unter hundert Euro, aber eine Dienstleistungsrechnung noch nie.
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Stefan Nee, eine Dienstleistungsrechnung hab ich auch noch nie gestellt unter hundert Euro. Wie viel Rechnungen hast du überhaupt in deiner Selbstständigkeit schon gestellt?
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Marcel Aufgrund dessen, dass ich ja jetzt ziemlich lange, für eine große Agentur gearbeitet habe, sind es noch verhältnismäßig wenig. Ich müsste nachschauen, aber ich glaub, ich bin bei fünfunddreißig. Über dementsprechend jetzt so fünfundzwanzig Mo..., sechsundzwanzig Monate.
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Stefan Okay. Ich bin bei, drei Jahren und zwei Monaten. Noch nicht ganz, also sagen wir mal zwei Jahren und, drei Jahren und, anderthalb Monate. Und ich bin auch, ich hab gestern meine hundertzwanzigste Rechnung geschrieben. Und, das liegt aber auch natürlich daran, dass es Projekte gibt mit Abschlagszahlungen oder mit, Drittelungen oder, Hälfte vorher, Hälfte nachher.
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Marcel Also bei Agenturen, das ist vielleicht auch noch ganz interessant, bei denen ich länger arbeite, mach ich meistens so 'ne klassische Monatsabrechnung zum Ende des Monats dann, und arbeite da nicht irgendwie, teil das nicht durch vier oder sonst irgendwas. Kommt den Agenturen dann meistens auch insofern entgegen, dass sie das dann einfach mit ihren normalen Gehältern mit rausschicken. Ansonsten ja meistens nach Projektende, wenn es nicht über, ich sag mal, mehr als zwei, drei Monate oder so geht.
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Stefan Ja, 'ne ganz gute Versicherung dafür, dass der Auftraggeber am Ende auch zahlt und, damit man weiß, dass er's ernst meint, ist halt auch die, fünfzig Prozent, Abschlagszahlung bei Auftragsbeginn und fünfzig Prozent bei Abnahme oder halt 'ne Drittelung, wenn's länger dauert. Das hat sich, bewährt auf jeden Fall.
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Marcel Ist von mir auch 'ne Sache, die sehr legitim ist, über die man auch reden kann.
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Stefan Ja, manche Auftraggeber haben halt 'n bisschen Probleme damit, das zu verstehen, dass das, eventuell doch, gar keine schlechte Sache ist.
Allerdings, wenn man ihnen erklärt, dass man halt selbstständig für sie arbeitet und dann mal so einen Monat komplett nur für sie geblockt ist und, ja auch Kosten hat, laufende Kosten und auch 'ne Sicherheit haben möchte, dass es dann am Ende bezahlt wird und nicht man auf einem Monat Arbeit sitzen bleibt, dann, ist das sowieso, denk ich, nicht so schwer, den Auftraggeber zu bewegen.
Das sollte man übrigens grade dann, mit dem Auftraggeber besprechen, dass das so gemacht wird, wenn der Auftraggeber im Ausland sitzt. Denn, oft akzeptiert er nicht, dass der Gerichtsstand der des Dienstleisters ist. Das wird meistens vorausgesetzt, dass es der des Auftraggebers ist. Und wenn du dann in der Schweiz sitzt oder so, hat man selten Chancen, ohne große Kosten an das Geld zu kommen.
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Marcel Ansonsten ist es auch die gerechteste Verteilung insofern, weil dann jeder ungefähr zu gleichen Teilen in Vorleistung geht, weil so wie der Auftraggeber finanziell in Vorleistung gehen muss, geht man selbst ja einfach mit seiner Arbeitskraft in Vorleistung. Und da gibt es eigentlich auch keinen Grund, warum ich jetzt, zu hundert Prozent in Vorleistung gehen soll, ohne dass, ich schon die entsprechende Gegenleistung, die vereinbart wurde, nämlich Geld dafür bekomme.
Okay, lass uns zu, den letzten zwei Blöcken kommen. Das eine sind die Versicherungen. Das ist natürlich als Selbstständiger auch ein interessantes Thema, denn man... Ach so, wir haben den, Disclaimer vergessen. Was wir hier erzählen, ist, alles Laienwissen, was wir so aus der Praxis irgendwie mitbekommen haben.
Bevor wir hier was zu, Versicherungen oder Steuern oder sonst irgendwas erzählen, wonach sich nachher wer richtet, bitte sich doch da noch, bevor man da irgendwas macht, noch mal an einen Experten zu wenden, der da sich auch theoretisch mit allen Einzelheiten auseinandergesetzt hat und nicht nur so ein bisschen so einen Praxisanteil hat. Ich glaube, wir geben hier einfach nur mal so ein paar Inspirationen weiter oder so.
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Stefan Don't try this at home.
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Marcel So sieht's aus. Man, ist ja erst mal grundsätzlich entbunden von den meisten Versicherungspflichten, die sonst so ein Angestellter hat, jedenfalls die gesetzliche Version. Natürlich muss man sich krankenversichern. Hier hat man dann entsprechend die Wahl, ob man sich privat oder, gesetzlich versichern möchte. L-Letzteres ist weniger zu empfehlen. Du hast das, glaube ich, am Anfang gemacht.
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Stefan Ja, ich habe das am Anfang leider gemacht, weil ich, vom früher noch mitbekommen habe, private Versicherungen sind böse, die werden ganz schnell ganz teuer und, man kommt da ja kaum rein. Und wenn man dann so ein, zwei Nahrungsmittelallergien hat oder so, dann ist, ist schon alles vorbei und, gesetzliche Versicherung ist ja sowieso viel besser. Und letzten Endes hat sich herausgestellt: Gesetzliche Versicherungen haben, eine Basisleistung, die nicht schlecht ist, aber auch nicht besonders gut.
Man hat halt das Zwei-Klassen-System, dann immer noch, zumindest in Teilen.
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Marcel Doch, das merkt man schon noch deutlich.
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Stefan Also ich habe auch schon Ärzte erlebt, wo ich es nicht so gespürt habe, aber ich habe auch ein, zwei Ärzte, wo, die, die halt nur Privatpatienten, behandeln und, da ist der Service und die Praxis viel entspannter und viel angenehmer. Das ist auf jeden Fall so.
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Marcel Also ich lag letztes Jahr, ein paar Tage im, Krankenhaus und da kam dann nach der ersten Nacht, jemand ins Zimmer und, war ganz aufgeregt: „Herr Böttcher, wir haben ja übersehen, Sie sind ja privat versichert und wollen Sie denn nicht den Privatservice?" Und von da an habe ich dann ein, deutlich schöneres Zimmer mit eigenem Bad und der Zeitung morgens und, den, ganzen Sonderwünschen.
Und dann kam immer so eine Dame mit so einem PDA und hat gefragt, wie ich denn meine Mittagsmenü-Zusammenstellung... Also das war schon deutlich was anderes, muss ich sagen.
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Stefan Okay. Ja, im Krankenhaus ist es natürlich immer was ganz anderes, ne. Also bei einem, bei einem ganz normalen Arzt, bei einem niedergelassenen Arzt ist es halt, je nach Arzt unterschiedlich. Es gibt Ärzte, die mögen diese Zweiklassengesellschaft und leben die und es gibt Ärzte, die wollen das unterbinden und leben das halt nicht. Ich finde beides irgendwo legitim natürlich auch.
Wobei ich es besser finden würde, wenn die Ärzte dann, die das nicht leben wollen, den besseren Service allen bieten, anstatt den schlechteren Service auch den Privatpatienten. Aber im Krankenhaus ist es natürlich ganz anders. Da buchst du ja auch die ganzen Sachen dazu, wie Chefarztbehandlung und, Einzelzimmer oder Zweibettzimmer oder so was.
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Marcel Grundsätzlich ist noch dazu zu sagen, um da so ein bisschen die Entscheidung treffen zu können, sollte man sich, bewusst sein, dass es nicht bis immer so einfach möglich ist, zurückzuwechseln, denn, es wird ja alles teurer im Leben. Bei der Privaten läuft das aber ein bisschen anders. Da wird es in der Regel jährlich immer ein bisschen teurer. Das heißt, die letzten Jahre sind die teuersten. Dementsprechend ist es nicht, unendlich lange, möglich, einfach zurückzuwechseln.
Ich glaube, ab fünfundfünfzig geht das nicht mehr, wenn man weiter selbstständig ist. Dementsprechend, das sollte man zum einen berücksichtigen, zum anderen, ist die Situation, wenn man, Nachwuchs bekommt, ein bisschen eine andere, weil bei der Gesetzlichen die Kinder bis achtzehn und einen Keks irgendwie mitversichert sind. Das ist bei Privaten nicht so. Die müssen hier dann extra einzeln versichert werden, was auch dementsprechend noch mal teurer wird.
Das soll jetzt nicht irgendwie einen davon abhalten. Wir sind ja beide privat versichert und, würden das, glaube ich, auch wieder tun, aber man soll es sich einfach, ja, man soll es im Hinterkopf behalten. Die, Pflegeversicherung wird dann darüber dementsprechend auch gleich mit abgeschlossen. Das ist dann ein kleinerer Anteil dessen. Und, ja, das ist so die Kranken- und Pflegegeschichte. Hast du da noch irgendwas hinzuzufügen, Stefan?
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Stefan Ja, falls man sich entscheiden sollte, in der Gesetzlichen zu bleiben, dann sollte man sich das gut überlegen, denn sobald man ein bisschen mehr verdient und als Selbstständiger kann man durchaus mal, ein gutes Jahr haben und danach wieder ein schlechtes, zahlt man einfach mal eben, den Höchstsatz, weil man über diese sogenannte Beitragsbemessungsgrenze, die irgendwo bei Ende dreitausend Euro liegt, also dreitausendneunhundert, dreitausendachthundert oder so.
Ich weiß nicht, ob Gewinn oder Umsatz. Ich glaube, Gewinn wird, ja, doch, ich bin mir ziemlich sicher, Gewinn wird, zugrunde gelegt. Aber wenn man mal ein gutes Jahr hat, wird man so halt bemessen und im nächsten Jahr zahlt man dann so weiter, obwohl das Jahr vielleicht schlecht sein kann. Und das, diese prozentualen Schwankungen hat man natürlich dann bei der, bei der privaten Krankenkasse nicht. Die bleibt halt gleich hoch oder gleich niedrig, je nach dem, in welcher Phase man ist.
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Marcel Ach so, natürlich sollte man auch beachten, dass es, je nach Einstiegsalter insbesondere und Vorerkrankungen-- Also Vorerkrankungen sind oft ein Ausschlusskriterium für einige Tarife und das Eintrittsalter ist, grundsätzlich dann entscheidend, wie viel man halt entsprechend zahlt. Die zweite Versicherung, bei der man sich auch komplett gegen sie entschieden ha, haben kann, was man oder was wir beide jetzt inzwischen auch getan haben, ist die Arbeitslosenversicherung.
Da läuft das ein bisschen anders als, als normaler Festangestellter. Da, ist es ja 'ne prozentuale Berechnung. Hier gibt es, glaube ich, einen komplett festen Satz oder irgendwas um die zwanzig Euro, die man zahlt.
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Stefan Ja, knapp drunter, glaube ich sogar mittlerweile.
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Marcel Okay. Man bekommt allerdings dafür auch nur einen festen Satz zurück, wenn man denn von der Arbeitslosenversicherung dann, Anspruch, die, die in Anspruch nimmt und sich arbeitslos meldet. Und das hängt davon ab, was für einen, ja, verkürzt, was für einen Bildungsgrad man mitbringt. Also hat man in dem Beruf, in dem man arbeitet, eine Ausbildung abgeschlossen? Hat man irgendwas studiert et cetera? Oder kommt man komplett ohne, ohne Ausbildung daher?
Danach richtet sich das und so unendlich viel ist es auch nicht. Also ich glaube, der, der Höchstsatz liegt da bei eins zwei oder so, was man bekommt. Wenn man mit einem wunderbaren Studientitel um die Ecke kommt. Und, ja, meistens hat man sich als, Selbständiger die, die Kostenseite dann, bis man scheitert, schon so hoch gehängt, dass man von den eins zwei dann auch nicht mehr allzu viel hat, würde ich sagen.
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Stefan Richtig. Ich würde aufgrund meiner Ausbildung, halt irgendwie knappe tausend Euro bekommen, so neunhundertsechzig, siebzig, irgendwie so was in der Art. Und, das ist, glaube ich, so um das Existenzminimum in Deutschland herum und, das macht eigentlich schon fast gar keinen Sinn mehr, das zu machen. Zumal ich A: nicht verstehe, warum jemand, der gebildeter ist, mehr Geld braucht. Vielleicht können die weniger mit Geld umgehen. Ich weiß nicht.
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Marcel Das ist eine schöne Herleitung.
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Stefan Ja, ich weiß nicht. Und, es erscheint, es fühlt sich ein bisschen ungerecht an, aber wie gesagt, es ist, in der Höhe, ob's zweihundert Euro mehr sind oder so weniger sowieso nicht entscheidend. Das ist für das erste Jahr vielleicht nicht schlecht, wenn man das als, Fallback quasi mal einkalkulieren möchte, wenn man seine Kosten niedrig halten kann, aber, sobald die Kosten ein bisschen steigen, hilft einem das auch nicht mehr wahnsinnig viel weiter.
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Marcel Genau, wenn man sich trotzdem dafür entscheiden will, muss man das, ich glaube, innerhalb der ersten vier Wochen irgendwie so was in dem Dreh machen. Denn natürlich ist es einfach, sich um 'ne Arbeitslosenversicherung zu kümmern, wenn man merkt, dass es bergab geht nach 'nem Jahr. Daher diese Regel. Ja, wir beide haben's nicht gemacht. Es geht nicht um, um Monsterbeträge. Kann man überlegen. Ich glaub, man kann aber auch jederzeit das Ganze wieder canceln, oder?
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Stefan Ja, ich hab das tatsächlich auch die ersten zwei Jahre gemacht, weil mir die Beiträge auch nicht so hoch erschienen. Als mich dann irgendjemand mal schief angeguckt hat, hab ich drüber nachgedacht und musste recht geben:, es macht einfach nicht so den erweiterten Sinn.
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Marcel Okay. Die nächste und, so dann auch die letzte der klassischen Sozialversicherungen, ist insofern ein ziemlich gefährliches Thema, weil man wird da zu nichts gezwungen. Es geht um die Altersvorsorge. Man muss halt nicht in den gesetzlichen Pot eins zahlen, was natürlich ein Riesenvorteil ist, weil man sich privat vor, vorsorgen kann, sich privat absichern kann. Allerdings, zwingt einen auch keiner dazu.
Dementsprechend kann man dann auch gerne mit Mitte sechzig von Sozialleistungen leben, was dann wahrscheinlich nicht dem, wie sagt man so schön, Lebensabend entspricht, den man sich vorgestellt hat. Dementsprechend sollte man, ja, as soon as possible damit anfangen. Ich bin eher da so der Verfechter der, der klassischen und, etwas sicheren Varianten.
Hat, glaube ich, auch besonders so die letzten paar Jahre gezeigt, dass, ja, ich, ich, ich schätze mal, da gab's dann doch den einen oder anderen Selbstständigen, der mit einem irgend einem Fondtopf auch seine, Altersvorsorge den Bach runtergehen gesehen hat. Da hab ich so mittelmäßig viel Lust drauf.
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Stefan Verständlich.
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Marcel Teilst du die Ansicht?
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Stefan Also ich, ich hab da,, 'ne, 'ne andere Meinung ein bisschen zu. Ich, mach zwar auch 'ne Basisvorsorge natürlich, also mit der ich absehen kann, dass ich irgendwann mal, zumindest nicht ganz ohne Würde, alt werden kann. Davon kann man keine Fünf-Sterne-Seniorenresidenz irgendwie bezahlen, aber irgendwas, Anständiges geht schon. Ich glaube nur, dass die reale Inflation, diese Geschichten sowieso auffressen wird und, bin dementsprechend etwas, pessimistischer.
Und, ja, ich denke, dass man, wenn man in sein eigenes Geschäft investiert und, mehr und mehr aufbaut und auch selbst dafür sorgt, dass man Geld zur Seite legt, dass man dann durchaus mehr Rendite erwirtschaften kann als, eine Versicherung, in der dann X Prozent noch nicht mal garantiert werden. Aber das ist meine Meinung. Ich,, bin da auch noch nicht, abschließend drüber mit mir im Reinen, aber das muss man sehen. Ich weiß es nicht.
Ich sorg basis, Basisvorsorge ist da und, über alles, was drüber hinausgeht, mache ich mir zu der Zeit Gedanken, wo ich weiß, was ich tue.
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Marcel Okay. Ja, magst du noch mal so, so aufteln, wogegen man sich noch so grundsätzlich als Selbstständiger absichern kann, was da, sinnig erscheint, was man gegebenenfalls optional machen kann, aber nicht unbedingt muss?
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Stefan Also, was auf jeden Fall auch noch Sinn macht, ist, drüber nachzudenken, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Für den Fall, dass man berufsunfähig wird, kann man sonst halt noch auf die Sozialleistungen zählen bis zu dem Moment, wo man seine Altersvorsorge in Anspruch nehmen kann. Wenn man das privat abgeschlossen hat, geht das natürlich auch erst ab einem bestimmten Alter. In dem Moment, wo man das früher haben möchte, muss man, starke Einbußen in Kauf nehmen natürlich.
- Weil der ganze Zinseszinseffekt wegfällt und man im Prinzip in 'n halbgefüllten Topf nur greift. Die nächste Geschichte, die man sich überlegen sollte auf jeden Fall, ist, auch gar nicht so wahnsinnig teuer, weil in unserem Gewerbe, ja keine,, Gefahren drohen, Menschen oder so. Das ist 'ne Haftpflichtversicherung. Manche Auftraggeber, fordern das auch, dass man das unterschreibt, dass man eine hat, meistens kombiniert mit 'ner Vermögenshaftpflicht.
Das heißt, dass man auch gegen Vermögensschäden, abgesichert ist in 'ner Höhe von mehreren Millionen Euro, geht das problemlos. Das kostet dann ein paar hundert Euro im Jahr. Was noch 'ne Frage ist, ist, also wenn man ein eigenes Büro hat, dann natürlich 'ne geschäftliche, Hausratversicherung, dass man sich, absichert gegen, Brand, Wasserschaden und so weiter und so fort, wo es darum geht, dass man auch wirklich für die Elektronik schnell Ersatz kriegt.
Wichtig ist dabei, darauf zu achten, dass man halt, neuwertige Geräte dafür kaufen kann und nicht den Zeitwert ersetzt bekommt, weil dann fällt man auch auf die Nase. Zwar nicht so heftig wie jetzt, wenn man keine Versicherung hat, aber halt trotzdem. Hab ich noch was vergessen? Genau, das Thema Rechtsschutz. Viele, Versicherungs-, berater, Agenten, sagen, es gibt, für Selbstständige Vertragsrechtsschutz ist, unerschwinglich. Das stimmt so nicht.
Es gibt Versicherungen, die das machen und es gibt Versicherungen, die das sogar kombinieren mit 'ner Inkassoabwicklung im Falle eines, eines überschrittenen Zahlungsziels und keine Reaktion auf die Mahnung, übernehmen die dann die Abwicklung des, des Einzugs des Geldes und, berechnen Inkassogebühren weiter an den, Schuldner und oder, oder säumigen Zahler. Ja. Hab ich noch irgendwas vergessen? Fällt dir noch was ein?
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Marcel Spontan weniger.
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Stefan Spontan weniger. Lass mich noch ganz kurz überlegen. Haftpflicht, Vermögenshaftpflicht, 'ne Elektronikversicherung. Wer, wie wir ständig mit Gadgets unterwegs ist, auf Konferenzen und so weiter, wird sich über eine Elektronikversicherung, freuen, die dafür sorgt, dass wenn man eine Kamera fallen lässt, liegen lässt, jemandem in die Hand gibt, sie geklaut wird oder so, ein neuwertiges Gerät bekommt.
Ganz wichtig: Wenn man zum Beispiel auf 'ner Konferenz mal spricht, stellt seinen Laptop in der Pause, aufs Podium, lässt ihn da stehen, geht kurz raus, kommt wieder rein, ist weg, ist das sehr ärgerlich und, in so einem Fall machen so hundertfünfzig bis zweihundert Euro im Jahr, dann auch schon wieder Sinn. Aber das kann natürlich sich stark summieren. Wichtig ist, dass man den Überblick behält, weiß, was für Gefahren man sich aussetzt und wirklich, sich jetzt nicht überversichert.
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Marcel Ja. Würd ich auch so sehen. Also von dem, was du aufgezählt hast, hab ich beispielsweise vieles gar nicht. Ja, dann lass uns zum letzten Thema kommen, den, Steuern und dem Finanzamt und a-alles, was so damit zusammenhängt. Also grundsätzlich kann man sagen, der Aufwand zur Gründung ist, glaub ich, ziemlich gering.
Man, schickt da so 'n Formular hin und gibt da so 'n paar Dinge an und bekommt dann 'n paar Tage später 'n Zettelchen zurück auf die, auf der dann so 'ne Steuernummer steht und dann, hat man grundsätzlich als Einzelunternehmer gegründet. Das ist da alles, was man machen muss. Ja, ich würd sagen, grundsätzlich kann man auch das ganz gut unterteilen, was man so an, ich sag mal, laufendem Aufwand hat, in, in zwei Dingen. Einmal gibt's 'n großen Aufwand am Ende des Jahres.
Da muss man seinen Jahresabschluss, seine Einkommensteuer und den ganzen Mist, gegebenenfalls die Gewerbesteuer, irgendwas da abgeben, was man meiner Meinung nach eigentlich nur vernünftig von 'nem Steuerberater machen kann, machen lassen kann, wenn man nicht total verrückt ist. Das andere ist die Umsatzsteuervoranmeldung, nicht Mehrwertsteuer, lieber Stefan. Ich habe es gelernt. Ich wurde oft korrigiert, aber ich habe es gelernt. Die Umsatzsteuervoranmeldung.
Dazu ist zu sagen, dass es da auf, zweierlei Dinge ankommt, die man bei der Gründung festgelegt hat. Das eine ist, ob man ein Kleingewerbe oder ein – was ist 'n das Gegenstück dazu? – ein reguläres Gewerbe.
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Stefan Ja, auf jeden Fall kein Großgewerbe.
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Marcel Genau, kein Großgewerbe. Halt, ob man ein normales Gewerbe oder ein Kleingewerbe betreiben möchte. Wenn man ein Kleingewerbe betreibt, muss man keinerlei Umsatzsteuer abführen und dementsprechend auch keine Umsatzsteuervoranmeldung machen. Das erspart einem einiges an Papierkram. Ist möglich, wenn man, im letzten Jahr nicht mehr als siebzehneinhalbtausend, nicht... Nee, Quatsch, warte, warte, warte, warte.
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Stefan Euro Umsatz.
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Marcel Genau, Umsatz. Genau. Umsatz gemacht hat. Das ist also dementsprechend relativ schnell erreicht. Und die Schätzung für das aktuelle Jahr, weil wenn man gründet, hatte man ja noch kein letztes Jahr, darf die fünfzigtausend Euro ebenfalls Umsatz nicht überschreiten. Das heißt dementsprechend, im zweiten Jahr fällt man dann sowieso wahrscheinlich von seinem Kleingewerbe wieder zurück, wenn wir da richtig informiert sind. Ich, erinnere an den Disclaimer von vor zehn, fünfzehn Minuten.
Und man hat den, also die, die Umsatzsteuer ist bei einem ja sowieso nur ein durchlaufender Posten, denn, ich schreibe sie auf, meine Rechnung, bekomme sie von meinem Kunden bezahlt, gebe sie ans Finanzamt. Mein Kunde selbst, sagt dem Finanzamt: „Ich hab hier 'ne Rechnung bezahlt, da ist neunzehn Prozent Umw-,, Umsatzsteuer drauf. Die hätt ich gern erstattet“, und, bekommt sie dann dementsprechend wieder. Daher ein durchlaufender Posten.
Das heißt, wenn ihr jetzt nicht für, beispielsweise selbst jemanden tätig seid, der ein Kleingewerbe hat, ist es sowieso egal, ob ihr 'ne Umsatzsteuer auf eure Rechnung, on top schlägt oder nicht. Das, - Bekommt euer Kunde in der Regel sowieso wieder.
Der Nachteil allerdings, wenn man ein Kleingewerbe hat, ist, dass man sich die Umsatzsteuer auch selbst nicht wiederholen kann, so wie man sie halt auch nicht, ausgeben, Quatsch, auszeichnen muss, kann man sie sich beispielsweise von tollen Gadgets und so weiter, grundsätzlich nicht wiederholen, was natürlich ein ziemlicher Nachteil ist, denn die neunzehn Prozent zahlt ihr dann obendrauf. Daher würde ich das dazu nicht raten. Stefan, hast du dem noch etwas hinzuzufügen oder Einwände?
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Stefan Nein.
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Marcel Okay, also dementsprechend, ja, zum Kleingewerbe würde ich jetzt erst mal nicht großartig raten, außer ihr macht euch selbstständig und wollt nur für Kleingewerbetreibende quasi tätig sein. Dann macht das natürlich Sinn, weil die wiederum sich ja auch nicht die Mehrwertsteuer wiederholen, Umsatzsteuer wiederholen können. So, auf diesem Anmeldebogen zu eurer Gründung ist, n-noch ein, Feld relativ wichtig, da das richtige Kreuzchen zu machen und das ist die Ist- beziehungsweise Sollbesteuerung.
Stefan, dein Einsatz.
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Stefan Mein Einsatz. Die Istbesteuerung bedeutet, dass wenn ich eine Rechnung stelle, die Umsatzsteuer erst dann fällig wird als durchlaufender Posten für mich weiterzugeben an den Staat, die ich bekomme, in dem Moment, wo das Geld eingeht. Wenn ich einer Sollbesteuerung unterliege, muss ich in dem Moment, wo ich die Rechnung gestellt habe, die Umsatzsteuer abführen, weil der Staat davon ausgeht, dass ich die Rechnung ja bezahlt bekomme. Punkt.
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Marcel Das ist richtig. Das ist, allerdings nur auf deine Rechnungen anzuwenden. Bei Rechnungen, die du bekommst, kannst du dir die Umsatzsteuer in dem Moment wiederholen, wo du die Rechnung auf dem Tisch hast. Egal, ob Ist oder Soll. Also Haken bei „Ist“ machen. Sonst müsst ihr, wenn ihr die, fünfhunderttausend-Euro-Rechnung bekommt, daraus die, Umsatzsteuer entsprechend schon abführen, bevor ihr die fünfhunderttausend Euro auch wirklich auf dem Konto habt und dann seid ihr gegebenenfalls pleite.
Ja, das ist die Umsatzsteuervoranmeldung. Ist relativ viel Papierkram. Du machst es so, dass du einfach, alles, was du so an Belegen, Taxi, Rechnungen und weiß ich nicht was alles hast, in einen großen Schuhkarton packst und das deinem Steuerberater schickst, oder? Genau, ich mache das noch so von Hand. Ich will wenigstens so ein bisschen wissen, was da passiert. Bei der zweiten Geschichte am, Jahresende beziehungsweise das ist dann, da hat man dann noch, einige Monate Zeit für.
Muss man nicht direkt am Jahresende machen, aber, nach Ablauf eines Jahres kommt dann die, ja, große Abrechnung quasi und, die wiederum sollte man dann doch schon seinem Steuerberater übergeben.
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Stefan Auf jeden Fall.
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Marcel Da bekomme ich dann am Ende so einen Stapel Papier, vorgelegt. Das blättert er durch und erklärt mir das alles. Ich habe am Ende alles wieder vergessen, mache eine Unterschrift und bin froh, mich darum nicht mehr kümmern zu müssen. -
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Stefan Echt, der erklärt dir das?
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Marcel Na ja, der, der sagt mir so, na ja, was heißt erklärt? Also der, der sagt mir schon: „Guck mal, das ist irgendwie das, was du da gemacht hast und da kommt das her und deswegen ergibt sich das.“ Also der, der erklärt mir schon so grob wenigstens, was da passiert. Dir nicht?
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Stefan Nee, ich will das gar nicht.
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Marcel Ach so.
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Stefan Ich hab, ich hab, so eine Allergie gegen Recyclingformulare. Ich kriege am Ende des Jahres so ein, sehr schön geformtes, so, so eine Kladde irgendwie oder so einen Umschlag. Die mache ich auf. Da sind irgendwie drei, gelbe Post-its dran, wo draufsteht: „Unterschrift hier bitte.“ Da unterschreibe ich. Das schicke ich dann ans Finanzamt. Ein Exemplar behalte ich und was da drinsteht, habe ich mir noch nie angeguckt.
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Marcel Siehst du und ich komme immer vorbei, lasse einmal durch das, chlorgebleichte Papier meines Steuersbera--, meines Steuerberaters, durchblättern. E-er, er zeigt dann auf die drei Stellen und sagt: „Unterschreib da mal und schick das dann ab.“ Aber ansonsten ist es bei uns relativ identisch. Ich glaube, selbst machen ist totaler Wahnsinn, oder?
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Stefan Absolut, ja.
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Marcel Also das Problem dabei ist, es ist nicht wirklich gefährlich, kann nur ziemlich teuer werden, weil wenn man da Fehler macht, dann, geht das ziemlich schnell in ziemlich hohe Geldbeträge. Also das Finanzamt ist grundsätzlich nett. Das muss man auch noch mal sagen. Jedenfalls ist es bei mir so, die ganzen Horrorstories kann ich absolut nicht teilen. Weiß nicht, wie das bei dir ist.
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Stefan Ich hab genau die gleiche Erfahrung gemacht wie du. Mein Finanzamt ist, total super. Ich komme mit denen wunderbar klar, die sind sehr freundlich und, ich grüße hiermit das, Finanzamt Essen Süd.
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Marcel Ja, damit, möchte ich mich, was das, Finanzamt Hannover Süd angeht, ebenfalls dem anschließen. Ich habe erst heute mit den Jungs telefoniert. Wir hatten da ein, eine kleine bürokratische, Aufgabe zu erledigen. Das ging, flott. Sie waren glücklich, dass ich mich bei denen gemeldet habe. Ich war glücklich, dass sie mir das erklärt haben und das läuft in der Regel immer so.
Also, die wollen zwar schon irgendwie das, das Geld von einem, was man eigentlich ja auch behalten will, aber ansonsten davon mal ganz abgesehen, verfolgt man doch schon irgendwie die gleichen Ziele, nämlich dass man das alles geregelt und so schmerzfrei wie möglich für beide Seiten über die Bühne bekommt. Jedenfalls habe ich da immer so das Gefühl, deswegen.
Also ich kann mit den Jungs eigentlich recht gut, muss aber ehrlich gesagt auch nicht so viel mit denen machen, weil dafür habe ich dann, wenn's hart auf hart kommt, ja meinen Steuerberater. Ja, also dementsprechend, man kann sicherlich auch seine Einkommensteuererklärung und so weiter, am, am Ende des Jahres selbst machen, wenn man Bock hat, sich 15 Tage durch 30 Bücher zu wälzen, aber ich kann es relativ bis... Nee, ich kann's nicht empfehlen.
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Stefan Nein.
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Marcel So, was haben wir noch vergessen? Die Gewerbesteuer.
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Stefan Die Gewerbesteuer.
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Marcel Dein Einsatz.
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Stefan Mein Einsatz. Ja, die Gewerbesteuer-
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Marcel Mein Lieblingssatz.
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Stefan Ist ganz gemein, immer die Verantwortung. Abzugeben. Die Gewerbesteuer ist, 'ne kommunale Steuer. Das heißt, die führt man in der, Kommune ab, in der man lebt, in der Stadt.
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Marcel Man tut da was Gutes, wo man wohnt. Oder arbeitet, besser gesagt.
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Stefan Die Gewerbesteuer ist die Steuer, die die ganzen großen Unternehmen in den Städten, in denen man wohnt, nicht zahlen. Ja, daran kann man die ganz gut erkennen. Die, wird dann fällig, wenn man im Jahr mehr als, also mit Abzügen und Hinzurechnungen und so weiter – da gibt's so ganz, wunderbare Fachbegriffe. Grob gesagt kann man sagen, wenn man im Jahr mehr als vierundzwanzigtausendfünfhundert Euro Gewinn macht, fällt man in den Bereich grob, wo man, Gewerbesteuer zahlen darf.
Das ist von Kommune zu Kommune unterschiedlich. Die haben noch entsprechende Umsetzungs-, Umrechnungsfaktoren, eingebaut. Ablauf ist der: Man gibt seine Steuererklärung ab beim Finanzamt. Das Finanzamt kontrolliert diese Steuererklärung, übermittelt dem Gewerbeamt der Stadt einen sogenannten Gewerbesteuermessbetrag und, diesen Gewerbesteuermessbetrag nimmt das Gewerbeamt und errechnet daraus dann die zu zahlende Gewerbesteuer.
Und errechnet natürlich auch für die nächsten Jahre eine Vorauszahlung.
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Marcel Genau. Die Gewerbesteuer ist zum Beispiel der Grund, warum, das kleine Städtchen Walldorf mit irgendwie zehn, fünfzehntausend Einwohnern irgendwo in Baden-Württemberg, die, wirtschaftlich, erfolgreichste Gemeinde in unserem wunderschönen Land ist, denn SAP hat da seinen Sitz und, deswegen, die, die schwimmen da in Geld und pflastern ihre, ihre Wege mit, weiß ich nicht, Granit oder so.
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Stefan Die scheinen das ja zu zahlen.
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Marcel Die scheinen das da zu zahlen, genau.
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Stefan Ja, in Essen ist das nicht so üblich.
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Marcel Deswegen pflastert ihr eure Straßen gar nicht mehr.
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Stefan Nö, deswegen ist der Bahnhof zum Beispiel, seitdem wir Kulturhauptstadt sind, immer noch nicht fertig geworden, obwohl wir ja schon in der zweiten Hälfte des Jahres sind. Aber das ist ein anderes Thema.
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Marcel Okay, alles klar. Was muss man so zahlen? Womit muss man so rechnen, wenn man sich einen Steuerberater nimmt?
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Stefan Das kommt ganz drauf an, was man ihm für Pflichten,, aufgibt. Das kann-
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Marcel Stimmt.
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Stefan Bitte?
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Marcel Ich-- Stimmt.
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Stefan Ach so. Ja, das stimmt. Der Steuerberater kann alles übernehmen von der, vom Jahresabschluss, also reiner Jahresabschluss, bis hin zur Umsatzsteuervoranmeldung, Belege sortieren, Buchungen, Kommunikationsvollmacht mit dem Finanzamt, Entscheidungsvollmacht mit dem Finanzamt, Entscheidungen treffen, und so weiter und so fort. Das, kann der Steuerberater alles machen. Widersprüche, Einigungen, Verhandlungen und so weiter, falls man in die Bredouille gerät irgendwann.
Das wird dementsprechend natürlich auch honoriert. Ich weiß nicht ganz genau, wo es startet. Ich weiß nur, was ich zahle und bei mir sind's knapp über zweihundert Euro im Monat.
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Marcel Genau, also so für so 'n, für so 'n Abschluss, hängt's halt auch sehr davon ab, wie viel man entsprechend irgendwie an, Umsatz gemacht hat, aber auch vor allem, wie gut man das Ganze da sortiert reinreicht. Und, da kann man so mit, ich, es fängt wohl irgendwie so bei sechshundert ungefähr an, und geht dann so in den Anfang Tausender-Bereich. Jedenfalls das, was da-- irgendwo dazwischen lieg ich meistens und, ist auch so das, was ich so gehört hab.
Wenn man dementsprechend, alles machen lässt und auch die Umsatzsteuervoranmeldung, dann geht da so im Jahr, na ja, sagen wir mal, ein kleines MacBook Pro noch mit drauf.
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Stefan Genau. Wobei ich bei mir sagen muss, also es ist nicht so, dass ich dann meinen Jahresabschluss noch mal extra zahle, sondern der ist mit drin in der monatlichen, in dem monatlichen, Honorar für den Steuerberater, sodass sich das, also sehr gerade und glatt, verlaufend übers Jahr gleich hält mit den Kosten.
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Marcel Genau. Sucht euch am besten den Selbstständigen in eurer näheren Umgebung, den ihr, mit dem ihr so am besten klarkommt und fragt, ob der mit seinem Steuerberater auch gut klarkommt und dann geht am besten zu dem, weil, ich find es enorm wichtig, dass man zu seinem Steuerberater 'n sehr gutes Verhältnis hat und, und ja, da, da nicht nur 'n rein, 'ne rein geschäftliche Beziehung hat beziehungsweise 'ne geschäftliche Beziehung, die sich nicht rein geschäftlich anfühlt oder irgendwie so was.
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Stefan Richtig. Ich habe schon an schlechten Steuerberatern Geschäftsmodelle und Firmen scheitern sehen. Und das ist nicht schön und das kann passieren. Deshalb, also Vertrauen ist wichtig. Ein guter Steuerberater ist auf jeden Fall sehr, sehr wichtig.
Wenn ein Steuerberater einen nicht davon unterrichtet, dass man immense Beträge nachzahlen muss, gerade wenn man dann in den Bereich kommt, dass man vielleicht 'ne Vierhundert-Euro-Kraft hat oder vielleicht auch mal 'n Angestellten hat in 'ner größeren, mit 'ner größeren monatlichen Belastung dann an Personalkosten und so weiter, dann, kommt man ganz schnell in die Lage, dass man, da Fehltritte machen kann, wenn man nicht ordentlich beraten wird.
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Marcel Genau. Also am besten, am besten ist es, ihr, ihr sucht euch einen, der am Anfang auch so 'n bisschen entspannt mit einem umgeht und einem das so alles irgendwie erläutert und einem erklärt, worauf es ankommt.
Ich, ich fand's ganz angenehm, dass mein Steuerberater da direkt am Anfang nicht so auf die Uhr geschaut hat, sondern erst mal dafür gesorgt hat, dass ich da vernünftig irgendwie reinkam und das als, Investition auch mit in sein eigenes Geschäft dann langfristig gesehen hat, und vor allem mir auch schon so, das ist halt, wie gesagt, enorm wichtig, auch schon am Anfang mitgegeben hat, worauf ich mich dann zu dementsprechend gegebenenfalls am Jahresende, einzustellen hab und welchen Anteil meiner Einnahmen ich doch bitte, feinsäuberlich geordnet auf mein Tagesgeldkonto schieben soll.
Gibt es sonst noch irgendwas zu dem Punkt Steuern, Finanzen, Finanzamt, Abrechnungen, den ganzen Mist zu erzählen?
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Stefan Eine letzte Sache vielleicht noch, die mir gerade einfällt. Allgemeiner Tipp: Bei Sachen mit dem Finanzamt, bei Sachen mit Steuern im Allgemeinen, Gewerbeamt und so weiter, nicht die Augen zumachen. Es wird alles immer schlimmer, wenn man nicht hinguckt. Man muss sich den Sachen sowieso stellen und deshalb macht man's lieber früher als später. Man sollte genug Geld zurücklegen. Lasst euch beraten von euren Steuerberatern.
Die sagen euch, was für Summen von einer Rechnung ihr zurückstellen müsst, für die Steuer. Und, haltet euch dran, sonst erwacht ihr irgendwann ganz böse. Okay. Und, damit das jetzt nicht das Schlusswort war, zu negativ, Marcel: Wer sollte sich selbstständig machen? Magst du uns ein Fazit mit auf den Weg geben?
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Marcel Also ich glaub, das Wichtigste ist auf jeden Fall, dass man hinter dem, was man, was man tut, vollkommen steht, weil, als Selbstständiger ist es, nicht so leicht möglich wie vielleicht in der einen oder anderen, Festanstellung, sich so durch den Tag zu schummeln. Da, wenn man da erfolgreich sein will, glaube ich, muss man schon sehr hinter dem stehen, was man, was man kann und natürlich irgendwie auch was können. Für mich war ziemlich wichtig, dass so mein soziales Umfeld hinter mir steht.
Ich glaube, da sollte man auch zuvor drauf achten, dass man da Halt hat oder, ansonsten dafür sorgen, indem man darüber spricht. Und ein bisschen Disziplin ist, glaube ich, auch noch wichtig, um einfach so mit Geld umgehen zu können, am Ende noch was für die Steuer zu haben und so irgendwie seinen Papierkram zusammenzuhalten.
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Stefan Wunderbar. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
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Marcel Alles klar. Dann danke ich dir sehr herzlich für die, ich hab nicht drauf geschaut, aber inzwischen bestimmt sieben Stunden.
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Stefan Zehn.
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Marcel Ja, ich denke, ich denke, da, werden jetzt noch, viele, viele Rückfragen kommen, vieles, was wir vergessen haben. Ich wär sehr dankbar, wenn, ja, das einfach in den Kommentaren gesammelt wird. Vielleicht auch, was wir falsch gemacht haben. Wir haben ja von vielem auch nur so 'ne, so 'n gefährliches Halbwissen.
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Stefan Absolut. Sehr gefährlich.
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Marcel Insofern, ich glaub, wir werden da vieles vielleicht noch in den Kommentaren beantworten können. Löchert uns mit Fragen zu, Stefans privater Versicherungslage. Könnt ihr ihn gerne privat und nicht öffentlich fragen. Und, ja, ansonsten kommt da bestimmt noch mal 'ne Sendung hinterher. Dank dir, Stefan.
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Stefan Danke dir, Marcel.
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Marcel Und bis nächste Woche.
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Stefan Bis dann. Ciao.
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Einspieler Mehr Qualität im Webdesign durch Webstandards. Tipps und Tricks zur Umsetzung findet ihr bei den Webkrauts auf Webkrauts.de. Für ein besseres Web. Weitere Informationen und die Links zur Sendung auf technikwürze.de.
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Stefan „Ey Mann, du kannst doch nicht einfach eine Schlägerei in meinem Laden anfangen.“ Oder so.
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Marcel Ja, das bringen wir.
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Stefan Nein. Das hast du jetzt doch nicht aufgenommen, oder?
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Marcel Nein.
Buchtipps zur Sendung
Rework
| Autoren | Jason Fried und David Heinemeier Hansson (37signals) |
|---|---|
| Preis | 14,95 € |
| Seiten | 279 |
| ISBN | 978-0-307-46374-6 |
| Verlag | Crown Business |
Parcours
Existenzgründung für Designer
| Autoren | Sophia Muckle |
|---|---|
| Preis | 35,00 € |
| Seiten | 280 |
| ISBN | 978-3-87439-771-8 |
| Verlag | Hermann Schmidt Mainz |
Erwähnungen 55
Kommentare 34
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Schöner und informativer Podcast! Finde ich wichtig auch mal "nicht technische" Themen zu besprechen. Gerne mehr davon!
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Vielen Dank für die Einblicke in Eure Erfahrungen und Denkweise.
Ich kann mir gut vorstellen, dass das teilweise nicht so leicht gefallen ist, beispielsweise beim Thema Preisfindung die richtigen Worte zu finden.Aber es tut mal gut, andere über ihre Selbständigkeit reden zu hören.
Die meisten Dinge sehe ich auch selbst so wir ihr das dargelegt habt.
Nur bei den Tagessätzen mal so Untergrenze 300 eus, da hab ich andere Erfahrungen (also weniger).
Das liegt aber vielleicht einerseits daran, wie man sich verkauft, oder auch an Entscheidungen für Projekte, die weniger bringen, dafür aber Spaß machen.Zum Thema Businessplan, ich hatte meinen damals von der IHK bestätigen lassen, da ich sonst keinen geeigneten Befürworter fand.
Meine bescheidenen, aber aus meiner Sicht reellen Einkommensvorausberechnungen fanden dort keine Zustimmung.
So hab ich wirklich dort gleich die Angaben soweit geschönt, dass bei der Endsumme das Dreifache herauskam.
Das haben die akzeptiert und so war dann auch das Arbeitsamt zufrieden. Also nicht ernst nehmen den Businessplan. -
Das Thema "ARGE" und Businessplan ist echt ein sehr Merkwürdiges. Also, da ich das weiß, hab ich bloß den ersten Monat gemacht und dann mit meiner RA zusammen den Rest. Die ARGE und die IHK und die SAB warens denn auch zufrieden.
Allerdings finde ich, man sollte seinen eigenen Businessplan durchaus ernst nehmen! Vielleicht ist das im ersten Augenblick egal, weil man fängt ja erst an, aber ehrlich gesagt, ich hab bei meinem BP schon drauf geachtet, dass es realistisch ist und wirkliche Ziele vorgibt.
Thema Stundensatz habe ich mich informiert und da hat mir nun wieder meine RA ganz gut geholfen, allerdings komme ich auch nicht auf einen Tagessatz von 300€, aber hier gibet es auch echt viele Mediengestalter :))
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Wir sind ein wenig gerührt, ziemlich stolz und sehr glücklich: Über 1 Million Mal wurde Technikwürze seit 2005 - auch mit dieser Folge - runtergeladen und gehört. Wir danken euch, liebe Hörer!
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Schöne Sendung, mich wundert aber, dass ihr nicht auf die Künstler-Sozialkasse verwiesen habt. M. W. dürfen da auch Webdesigner Mitglied werden. Das macht die Sozialversicherung wesentlich billiger. Auch die Kosten für einen Steuerberater erscheinen mir ein wenig hoch, vor allem für einen Einsteiger in die Selbstständigkeit.
Ach ja, Gratulation zum 1. Mio. Download, macht weiter so, Jungs!
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Richtig, Künstlersozialkasse ist sicher ein Option. Kenn ich als freier Journalist, wusste gar nicht, dass das auch für Webdesigner gilt. Aber unbedingt das Kleingedruckte beachten. Die Höhe der Abgabe richtet sich nach dem erwarteten Einkommen für das laufende Jahr - möglichst realistisch schätzen! Das erspart Ärger mit etwaigen Nachzahlungen etc. Den Arbeitgeberanteil übernimmt dann die KSK.
Aber: Jetzt fehlt mir die Erfahrung im Detail. Ich meine, dass Journalisten ihren Auftraggebern angeben müssen, wenn sie in der KSK sind, das hat Auswirkungen auf den Auftraggeber, der dann ggfll. von der KSK eben zur Kasse gebeten wird. Denn aus solchen Firmenzuweisungen speist sich das Budget, aus dem die KSK Zuschüsse zahlt.
Fazit: Schlau machen vorher.
Noch ein Tippt zur Freiwilligen Arbeitslosenversicherung. Da gibt es aktuelle Neuregelungen. Erste Infos hier beim Journalisten-Verband - aber das sind ja allgemeingültige Infos für Freiberufler.
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Soweit ich weiß, hängt die Abgabe seitens des Auftraggebers an die KSK paradoxerweise nicht davon ab, ob der damit beauftragte Kreative Mitglied ist oder nicht. RTL durfte ja jüngst auch KSK-Nachzahlungen für Dieter Bohlens "kreative" Leistung im Rahmen von DSDS und Co leisten - ohne dass der da Mitglied wäre.
Habe die Sendung bislang nur zur Hälfte durch und muss Stefan für seine Art ein großes Kompliment machen. Du bist Freiberufler durch und durch, hast die notwendigen Instinkte für den Job, weißt Dich zu verkaufen, besitzt Geistesschärfe und Sinn für Strategie, und Du bist diplomatisch. Gut so! Weiter so!
Hinzu gesellt sich, denke ich, aber auch eine Prise glücklicher Umstände zu Beginn, die dazu geführt haben, dass Du Deine Talente zur rechten Zeit am rechten Ort entfalten konntest, wodurch die Buchungsmaschinerie überhaupt erst ordentlich ins Rollen gebracht wurde.
In Sachen Erreichbarkeit würde ich gerne aus meiner Warte beisteuern, dass ich sehr davon abrate, Kunden eine Handynummer zu geben. Leider rufen eher die Nasen permanent darauf an (anstatt auf Festnetz), die zu blöd sind sich zu organisieren, und die auch wenig Feingefühl dafür haben wann etwas einen Anruf und wann eine E-Mail wert wäre. Wenn ich für meine Kunden etwas tun kann, dann sowieso nur wenn ich an meinem Platz sitze und nicht an der Supermarktkasse oder im Auto (und ich will mir dann auch nicht alles für später merken müssen). Das meiste ist sowieso nicht annähernd so wichtig wie mancher Kunde es meint.
Und bin ich mal längere Zeit unterwegs, dann kann ich immer noch das Festnetz umleiten.Das das Thema kurz aufkam: Stefan, schau Dir mal den Anbieter Sipgate an, der Dir gerne eine VoIP-Nummer bereitstellt, und dann holst Du Dir einfach dieses Cisco WLAN VoIP Telefon und nimmst es auf Deine Reisen mit. Damit bist Du immer unter Deiner Festnetznummer erreichbar, egal wo auf der Welt Du in einem WLAN eingebucht bist.
Gute Folge habt Ihr da beide zusammengestrickt, danke sehr!
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Wieder mal eine sehr nette Sendung…
Bezüglich der Krankenkasse habe ich mich VOR dem Wechsel zur privaten mich erkundigt ob man als Selbständiger in die öffentlichen zurück wechsel kann. Das geht NICHT! Einmal privat, immer privat! Ich wäre froh wenn das nicht so wäre - aber der Schritt kann man nicht revidieren - aber man wird wieder angestellt. Nicht nur Kinder sondern Partner (Stichwort Familienversicherung) sollte man beachten - und auch die Zeit wo man keine Einnahmen mehr hat - egal ob jung oder alt … Überlegt es euch gut!
Ansonsten kann ich nur empfehlen die ganze Rechnungs- & Buchhaltungskiste gut zu organisieren. Buchhaltung muss sein - wenn das gut durchdacht ist macht das auch Spaß. Dabei ist Konten trennen auch sehr wichtig - genauso wichtig wie die Rücklagen.
Gute Strukturierung und Automatisierung schafft euch den Kopf frei und befreit euch von der Plakerei! -
sehr sehr gute sendung. vieles durchlebe ich auch gerade in meiner gründung bzw. habe ich wohl noch vor mir. danke für die ehrlichen einblicke!
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Danke für die schöne Folge, die kam wie gerufen für jemand, der am Ende seines Studiums steht und überlegt, ob er seine Nebenbei-Freiberuflerei ausbauen soll. Ihr habt mir Mut gemacht und wichtige Informationen gegeben, danke dafür!
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Toller Podcast, vielen Dank für die Einblicke!
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Vielen Dank für die Korrekturen/Hinweise, und natürlich auch für das Lob! Ist ein schwieriges Thema … umso schöner ist es zu hören, dass man es geschafft hat, etwas interessantes zu produzieren. Danke sehr!
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Interessanter Podcast!
Mal ne kurze Frage zu den Tagessätzen, ich hab damit noch gar keine Erfahrung. Wie lange dauert denn ein Tag überhaupt :-P
Wenn ich mal von 8 Stunden ausgehe wären das bei 300 Euros Tagessatz 37,5 Euro. Wenn man dann die Aquise, Buchhaltung, etc. abrechnet kommt man da ned über die 30 Euro pro Stunde brutto...lg
Roland -
Vorab: Ich bin ein absolut begeisterter Technikwürze Fan! Aber was habt ihr denn aus diesem interessanten Thema gemacht? Ich habe mich zwei Stunden gelangweilt.
Natürlich seid Ihr keine Spezialisten was Existenzgründungen angeht. Aber ich hatte dann erwarten zumindest interessante Geschichten aus euren Einzelschicksalen zu hören. Die Aufregung vor dem ersten Auftrag, der erste größere Kunde, Probleme mit Kunden/Konkurrenz, Strategien und Ideen die funktioniert haben oder gescheitert sind. Konkrete Geschichten eben. Stattdessen nur allgemeines Palaver. Schade.
Naja, war wohl nur ein Ausrutscher und anderen scheint es ja gefallen zu haben.lg David
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Hey, David!
Danke für die Kritik – und: Schade, dass es Dir nicht gefallen hat. Das Problem: Die „interessanten Geschichten aus unseren Einzelschicksalen" kann man theoretisch mal bei einem Getränk erzählen, aber nicht in der Öffentlichkeit. Kunden erkennen sich wieder, Mitarbeiter aus Teams, etc. Außerdem arbeite ich, wie auch beschrieben, in 75 % aller Projekte unter NDA. Zwar lässt sich alles umschreiben, wird dadurch aber weniger konkret.
Ich hoffe, auch wenn es für Dich nicht so spannend und konkret war, hat es trotzdem geholfen, ein paar Fragen zu klären, die man sich allgemein stellt, wenn man an die Selbständigkeit denkt.
Viele Grüße,
Stefan. -
Tolle Ausgabe! Hat mir sehr gut gefallen. Sehr interessant wenn man solche Eindrücke direkt von zwei Selbstständigen aus passender Branche mitbekommt.
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Mal wieder ein klasse Podcast! Tipp zum Thema "Zahlungsmoral": Man sollte in seinen Verträgen unbedingt aufführen, dass das Nutzungsrecht erst bei Projektende UND vollständiger Bezahlung an den Kunden übergeht. So kann man notfalls dem Kunden die Nutzung der erbrachten Leistungen (z.B. Content, Design, Code) gerichtlich untersagen.
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Hallo Jungs (wo sind eigentlich die Damen in Eurem Team?)
Sehr schöne Sendung in der ich noch einiges interessantes entdecken konnte. Danke für die Einblicke.
Die Unterhaltung zu den Tagessetzen finde ich ebenfalls interessant - und auch erschreckend: 300€/Tag sind schon recht wenig, wenn ich daran denke was manche Leute als Angestellte in normalen Unternehmen "fürs Rumsitzen" verdienen.
Es ist immer ein Kampf mit dem Kunden, bei dem man natürlich auch den Markt und Angebot/Nachfrage berücksichtigen muss.
Dennoch @all: trau Euch was! Wer für gute Arbeit nichts bezahlen will hat sie nicht verdient oder bekommt was er verdient hat.
@Stefan/Marcel: Ihr erwähnt eine Versicherung mit angeschlossenem Inkasso-Unternehmen. Dazu wünsche ich mir einen Link in den "Show-Notes".
Grüße aus dem Norden
Holger -
Sehr interessante Sendung zum Thema Selbstständigkeit. Für mich persönlich war wenig wirklich Neues dabei, was man bei mehrjähriger Selbstständigkeit aber auch nicht erwarten muss. Dennoch finde ich das unheimlich wichtig mal zu hören wie das "Die Anderen" machen. Die ein oder andere Anregung war schon dabei.
Gerne würde ich auch mehr zu dem Thema hören, vielleicht mit dem Fokus der täglichen Arbeit. Also, wie geht man mit Kunden um, welche Tools eignen sich zur Arbeitsorganisation, Wozu können Netzwerke hilfreich sein und wie kann man sich solche aufbauen, ist es hilfreich als Einzelkämpfer auf zu treten oder eher als "Unternehmen". Solche Sachen.
@Marcel: Lass Deinen Gesprächspartner ruhig immer ausreden ;-)
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Interessanter Podcast, obwohl für uns "alte Hasen" nicht viel neues dabei war. Leider wurden Punkte wie Scheinselbstständigkeit, oder auch die Problematiken, ob man wirklich als Freiberufler anerkannt wird, aussen vor gelassen. Man braucht z.b. hier und da keine Gewerbesteuer zahlen.
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So, jetzt habe ich endlich Euren 2h-Brocken durch, hat etwas länger gedauert...
Ich habe noch eine Anmerkung zu Steuer, Buchhaltung und Steuerberater:
Ich kann die Aversion gegen die Zahlen nicht nachvollziehen. Der Chef muß doch die Zahlen kennen, gerade am Anfang. Und wenn man sein eigener Chef ist, muß man das halt selbst... Wenn man 1x im Monat die Belege für die Buchhaltung zusammenstellt, fällt auch einem Schussel wieder ein, wo das Geld geblieben ist und man kann beim Steuerberater die "Schuhkarton-Gebühren" sparen.
Vor zwei Jahren gab es übrigens noch Förderung von der ARGE, wenn man sich selbständig gemacht hat, um mit einem StB eine Einführung zu machen. Keine Ahnung, ob es das noch gibt, aber für die 1.000 EUR, die da rauskamen hat sich mein Steuerberater damals für eine Existenzgründung ganz entspannt hingesetzt und auch dem "Frischling" in aller Ruhe Grundlagen der Buchführung und der (ernsthaften) Liquiplanung erläutert. Vielleicht gibt's das ja noch.Eine Entscheidung für eine private Krankenversicherung ist eine Entscheidung für's Leben. Nicht nur die Entscheidung privat gegen gesetzlich, sondern auch die Entscheidung für eine bestimmte Gesellschaft bei der PKV. Die Versicherungen sind nämlich gesetzlich verpflichtet, Altersrückstellungen zu bilden, dummerweise kann man die nicht von einer Gesellschaft zur anderen mitnehmen. Wenn man also wechseln wollte wären die verschenkt und die neue Versicherung entsprechend teurer. Also nichts übers Knie brechen, lieber noch einen Monat gesetzlich versichert bleiben...
Da ist ein guter Versicherungsmakler fast so wichtig wie ein guter Steuerberater. Wenn der gut ist, findet der Angebote, von denen man gar nicht wußte, daß es sie gibt. Sucht euch einen, der nicht an eine bestimmte Gesellschaft gebunden ist und nur "seine" Sachen verkaufen will, oder noch besser einen, der Beratungshonorar bekommt und dem völlig schnuppe ist, was von seinen Angeboten man sich aussucht. Ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht.
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Moin
also ein echt Super das ihr das Thema Selbständigkeit mit aufgenommen habt, für Leute die sich Selbstständig machen wollen sehr informativ.Was sehr wichtig finde, als alles andere ist die Kundenakquise.
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Eine prima Sendung reiht sich an die vorhergehende, dankeschön.
Ich möchte mich den Vorwarnern bzgl privater Krankenversicherung anschließen. Falls Ihr auch nur ansatzweise in Erwägung ziehen, nicht nur Software sondern auch etwas fürs Leben - sprich: Kinder - zu produzieren, dann solltet Ihr Euch das sehr sehr sorgfältig überlegen in die private Krankenversicherung zu wechseln. Bedenkt: Jedes Kind erzeugt nicht nur einen erheblichen Bedarf an Zeit, Pflege und Liebe - die es Euch aber auch schenkt -, es benötigt auch eine private Krankenversicherung mit erheblichen zusätzlichen Kosten. Sollte die Eltern eine Weile nicht arbeiten, so müssen sie auch in der Jahren der Kinderaufzucht die private Krankenversicherung in voller Höhe weiterbezahlt werden. Für jede Person, ob Vater, Mutter und die ganze Kinderschar. In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es eine Flatrate, die zwar höher ist als die Tarife der gesetzlichen Versicherung ABER die ganze Kiste deckelt.
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@Oliver/HH
Nicht, dass ich Kinder plane (ganz im Gegenteil), aber interessanter Aspekt. Danke für die Information. -
@MACX -- " Nicht, dass ich Kinder plane (ganz im Gegenteil)
"--Was soll das denn bedeuten? :-D
Spaß bei Seite
Super Sendung (Warum kam die nicht 1 Jahr früher?)
Gruß Julian
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Sehr interessante Folge, mal etwas anderes zu den sontigen Themen.
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Hallo zusammen
Super Sendung. Danke für eure Offenheit.
Mich würde es noch interessieren, wie ihr das macht mit der Lohnzahlung an euch selber?
Ihr habt sauber getrennte Konti. Ihr macht Einnahmen und Ausgaben bei eurer Firma. Wie "übertragt" ihr nun Geld vom Firmenkonto auf das Privatkonto?
Zahl ihr euch Lohn aus? Läuft viel über Spesenauszahlung?Lg Theo
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Ich hab nur ein Konto. Einen Lohn gibt es nicht. Wenn man nur ein Konto hat empfehle ich ca. 50 Prozent von den Einnahmen zurückzulegen, das Finanzamt will ja auch bezahlt werden. Ich hab schon von anderen Freiberuflern gehört, die nicht mehr Ihre Steuer bezahlen konnten, weil schon alles ausgegeben wurde. Lohnzahlungen und Lohnabrechnung mache ich nicht, das ist zu Aufwändig.
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Echt schöne Sendung, sehr Informativ (um was gings nochmal) äh Spass beiseite, ne ist wirklich gut gemacht und man merkt das ihr (grade was das Betreibswirtschaftlich betrifft) da schon ein wenig Ahnung habt.
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Tolle Sendung, wirklich informativ und so richtig schön lang!
BTW: Der Disclaimer kam ja gerade noch rechtzeitig ;)
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Hey liebes Technikwürze Team,
danke für die seh interessante Sendung. Leider habe ich als Student noch in paar andere Probleme zu lösen als die bereits angesprochenen. Mir brennen jede Menge Fragen auf der Zunge die Ihr oder eure Hörer mir vielleicht beantworten könnt:-
Habt ihr eine Ahnung was man als Student beachten muss wenn man sich selbstständig macht?
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Gibt es eine Möglichkeit als Privatperson Projekte anzunehmen und diese dann Pirvat abzurechnen?
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Lohnt sich Selbstständigkeit für Studenten überhaupt?(Eigene Versicherung, kein BaföG, ...)
Bis jetzt war ich die ganze Zeit Schüler und habe alle meine Projekte zu abgerechnet dass ich als 400€ Jober angemeldet war, mit all den Nachteilen dieses Verhältnisses(Arbeitszeit zieht sich über Monate, die Gehaltszahlungen ziehen sich...).
Über Kommentare und Rat wäre ich sehr glücklich.
Macht weiter so.
Gruß Markus
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Zum Thema Businessplan: Der steht und fällt doch mit den Umsätzen. Aber Niemand kann wirklich voraus planen, ob er tatsächlich Aufträge bekommt.
Thema Geschäftskonto: Sobald Umsätze kommen, empfiehlt sich schon ein Geschäftskonto.
Das vereinfacht die Buchführung.
Gruß rockpianist -
sehr informativ, danke! würde mich auf einen zweiten teil freuen, in welchem ihr vielleicht ein paar fragen hier aufgreift.
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Tolle Infos, zweiter Teile wäre spitze!