Einfach persönlich 1/2 Technikwürze 7
Der einfach persönliche Podcast: Der bekannte Blogger Jörg Petermann von "einfach-persönlich.de" im Interview Teil 1 / 2.
Transkript der Folge
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David Technikwirtse Podcast Nummer sieben. Mein Name ist David Matzeski. Heute ist der neunte Februar zweitausendsechs. Der heutige Podcast ist ein ganz besonderer, denn er ist einfach persönlich. Ich habe einen Interviewgast hier. Es ist Jörg Petermann. Jörg, herzlich willkommen zum Technikwirtse Podcast. Du bist angereist woher?
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Jörg Aus der Nähe von Magdeburg. Ein nettes Hallo und in der Form einfach persönlich nette Grüße in die Runde.
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David Jörg Petermann hat ein Weblog. Das nennt sich "Einfach persönlich", ist unter der Internetadresse einfachpersönlich.de zu erreichen. Und, ich kann noch nicht so wirklich greifen, wie du schreibst. Aber es ist was ganz anderes, als ich es bisher erlebt habe. Also auf einigen Weblogseiten lese ich sehr technische Details wie, du musst eine Liste so gestalten oder du musst was ganz anderes machen und du machst es sehr, sehr persönlich, einfach unter dem Motto "einfach persönlich".
Also mit welchem Ziel schreibst du für deine Leser?
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Jörg Ja, wo ist das Ziel? Also für mich gibt es grundlegend einen Spruch, der mich die ganze Zeit begleitet hat, dass der heißt einfach "Der Mensch macht's". Das heißt, dass für mich das, was die Leute tun, im Wesentlichen dadurch lebt, dass es, vom Menschen umgesetzt wird. Und einfach persönlich ist, recht witzig entstanden. Zunächst einfach mal einzig und allein, weil ich für mich schreiben wollte. Ganz zum Anfang.
Dass es in der Zwischenzeit für eine wesentlich größere Fangemeinde, und Leserschaft geworden ist, hat sich mehr oder minder, ja, relativ dynamisch ergeben.
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David Hast du dir ein, ein, quasi ein Tagebuch gebaut, womit, viele eigentlich ein Weblog verwechseln? Du hast für dich erst mal geschrieben und daraus hat sich irgendwas anderes entwickelt. War es ein Tagebuch oder...?
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Jörg Mhm. Ich denke mal, das ist 'ne, 'ne relativ intensive Auseinandersetzung mit der, mit der, mit dem Weblog und der Bloggerszene insgesamt und die kritische Reflexion dessen, was ich erlebe und, umsetze, in unterschiedlichster Form.
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David Jörg, du hast letztens eine Serie gestartet, Webtrends zweitausendsechs. Du hast sehr, sehr viele Webdesigner, auch gestandene Webdesigner und Webdesignerinnen gefragt: Wie siehst du deine persönliche Sicht? Wie siehst du in die Entwicklung des Internets, von CSS, von der Barrierefreiheit ganz generell, Farbtrends? Wie siehst du das zweitausendsechs?
Und es haben unglaublich viele mitgemacht, auch bereitwillig haben sie all deine Fragen beantwortet und du hast, jede dieser Antworten auf, täglich, einmal gab es eine Folge von, von diesen Webdesignern. Wen hast du angesprochen? Wie, wie kamst du auf die Idee, die Webdesigner zu fragen, wie sie zweitausendsechs in der Entwicklung sehen?
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Jörg Mir ist, im Dezember aufgefallen, dass, es zwei Veröffentlichungen im Wesentlichen gegeben hat, auf die ich mich bezogen hatte. Wie das im Jahr drauf, auch der Fall war. Da hatte im Prinzip Adam Passeri einen Farbtrend veröffentlicht und einige hatten über ein paar Erwartungen geschrieben. Im Dezember war diesbezüglich eigentlich relativ wenig zu lesen und schon gar nicht in der deutschen Szene.
Und zum Anfang des Jahres war das für mich einfach der Impuls zu sagen, es würde mich unwahrscheinlich interessieren, was für Erwartungen eigentlich deutsche Webdesigner haben, weil die Szene war diesbezüglich relativ ruhig.
Und da ich nicht nur alleine darüber schreiben wollte, war einfach die Frage, Impulse zu senden, sich darüber auszutauschen und, durchaus mal ein Stück weit aktiver, in die Runde zu, zu, zu schauen, und Impulse zu geben, die womöglich dem einen oder anderen Leser, Hinweis, Orientierung, vielleicht auch nachdenkenswerte, Impulse liefern. Und dass das dann auf so guten, Boden gefallen ist und so viel mitgemacht haben, hätte ich am Anfang ehrlich gesagt nicht gedacht.
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David Also es, es war für mich auch unglaublich spannend. Jeden Tag gab es eine neue Sicht der Weise. Ich meine, du hattest auch mich befragt, über einen Weblog, wie ich die Trends zweitausendsechs sehe. Was ich dabei interessant war:, als ich dir die Antwort geschickt hatte, wusste ich noch nicht, was die anderen schreiben.
Ich war quasi noch nicht beeinflusst, meine Meinung dementsprechend zu ändern, indem ich sage: "Okay, die anderen sehen das so, vielleicht mache ich das dann doch anders." Also ich fand's wirklich spannend zu sehen. Ich habe meine Sachen beantwortet und, erst viel, viel später kamen die ganzen Antworten von den anderen Webdesignern zurück und ich fand es interessant, wie, die anderen Leute auch die Fragen interpretieren. Was verstehen sie unter der Frage?
Also wie sehen die, die Farbtrends oder was auch immer. Warst du genauso gespannt oder w-- mit welcher Erwartungshaltung bist du rangegangen? Hast du glau-- hast du daran gedacht: "Okay, antworten die, die Webdesigner oder sagen sie: 'Mensch, ich habe jetzt eh keine Zeit.'" Oder, oder hast, hast du irgendwelche Erwartungen rangesetzt an das Interview?
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Jörg Was für mich im Prinzip im Wesentlichen im Vordergrund stand, war zunächst einfach mal weniger an Trendbarometer, weil Trends sind, heute da, morgen nicht. Die Mode hat auch immer wieder unterschiedliche Trends. Was mich wesentlich mehr interessiert hat: Was gibt es für persönliche Erwartungen? Relativierten Webdesigner, die sich zu, einer Farbauswahl spielt für ihn das eine Rolle? Wo sind Erwartungen?
Welche sind, realistisch, welche sind vielleicht auch übertroffen, und 'ne gegenseitige Befruchtung zu erreichen, indem, man gemeinsam darüber sich zu einem Thema eine Meinung bildet. Zum Anfang habe ich ehrlich gesagt nicht gewusst, wie das Echo ist. Ich habe also zwei, drei Leute angerufen und, mal spontan gefragt, ob die mitgemacht haben. Die Bereitschaft war da, die Idee fanden sie gut.
Und um dem Ganzen ein bisschen einen Rahmen zu geben, habe ich also einen Fragenkatalog, entwickelt, mit den für meine Begriffe damals, wichtigsten oder am häufig diskutiertesten Themen. Einfach um, im Wesentlichen ist ja, das, die Interviewserie doch relativ stark auf E-Mail Basis gelaufen, einfach um das zeitliche Volumen der, Webdesigner da nicht über Gebühr in Anspruch zu nehmen. Und, von daher hatten die, die zum Anfang geantwortet haben, es sicherlich, schwerer.
Der Björn hat angefangen, also der war, für den war's, am allerschwersten, überhaupt 'ne, 'ne Orientierung und Antwort zu finden. Ich denke, das hat er bravourös gemeistert. Für die anderen war's dann einfach 'n bisschen, leichter. Insgesamt, war es, denk ich, unwahrscheinlich spannend. Die Bereitschaft, das Echo war sehr groß, und, das Feedback insgesamt, ist 'n sehr positives. Vom Ruf nach 'ner Fortsetzung bis hin zu internationalen Interviews- -ist also das Echo sehr, sehr breit gewesen.
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David Ich fand's auch viele, viele Webseiten haben dich gerade in diesen Zeiten, wo du die Interviews rausgebracht hast, sehr, sehr viel verlinkt. Also Jörg Petermann habe ich auf sehr, sehr vielen Webseiten überall gesehen, weil eigentlich, auch das, was mich fasziniert hat bei der ganzen Geschichte, ist nicht einfach, du zählst irgendwelche Trends auf und berichtest dadrüber aus deiner Sicht dabei, sondern du guckst erst mal, wie sehen denn die anderen Leute das.
Also nur um mal Namen zu nennen, wer eigentlich dabei war, wen der, Jörg jetzt interviewt hat. Es war Björn Seibert dabei, Gina Paradise, Manuela Hoffmann, die mit dem Björn zusammen das Buch rausgegeben hat, HTML und CSS, Jens Meier, Gerrit van Aken, Michael Breidel, Jens Rothner. Ich kann, ich kann noch stundenlang weitermachen. Also es sind wirklich hochkarätige Namen aus der Webdesigner-Szene, sag ich mal. Und die Antworten waren sehr, sehr ausführlich teilweise.
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Jörg Die Antworten, ja, die Interviews sind im Prinzip recht intensiv vorbereitet worden. Mm, ich habe angefangen und hatte nicht alle Antworten. Von daher war einfach...
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David Aber du hast schon mit der Interviewserie angefangen.
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Jörg Es gab, es gab kein Vorbild. Ich hab keine Interviewserie im Vorfeld gemacht, sondern das war im Prinzip 'ne spontan, ein spontaner Impuls. Ich hab drei Leute angerufen und gesagt: "Macht ihr mit? Wir machen 'ne kurze Serie." Dass das achtzehn Teile werden, war relativ spannend. Was mich gewundert hat, dass mich an der Stelle relativ, spät überhaupt mal in 'ner Randbemerkung jemand gefragt hat: "Was denkst du eigentlich drüber?" Also dass ich darüber stra--
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David Ich hab auch drauf gewartet. Ich hab gesagt: "Mensch, wie denkt denn der Jörg jetzt danach?"
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Jörg Das hat keiner gefragt. Das war witzig. Also, ich brauchte nicht die anderen zu interviewen, um 'ne Meinung zu dem Thema zu haben. Nur ich wollte im Prinzip, ich sag mal, mit der Meinung auch inhaltlich nicht fokussieren, sondern, mm, man kann die Interviews sicherlich grundsätzlich beim, beim zweiten Mal anders führen, die Fragen individueller stellen.
Nur, was ich insgesamt erreichen wollte, 'ne Kernaussage rauszufiltern, die Antworten in gewisser Form auch durchaus vergleichbar zu machen, weil mir ja schon klar war, dass jeder Webdesigner für ein völlig anderes, Klientel arbeitet, andere Zielgruppe hat, andere Aufgabenbereiche von der freiberuflichen Tätigkeit bis hin zur Angestellten und damit im Prinzip auch, von der Grafiklastigkeit bis hin zur eher,, programmiertechnischen Arbeit oder,, ich sag mal, der, der Applikation die unterschiedlichsten Farben dabei war.
Also Gerrit zum Beispiel,, hat mir sehr gut gefallen, weil er einfach 'ne sehr ausführliche Stellungnahme zu den, zu den Fonts-
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David Ja, ja.
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Jörg -, präsentieren kann.
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David Ist auch seine-- Er spezialisiert sich auch ziemlich viel auf Typografie.
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Jörg Ja, natürlich, freilich. Das ist seine, seine, Hauptrichtung. Wiederum andere sind eben in der Anwendungsentwicklung, ne. Wenn ich sage, wenn der Jens sich zu äußert, dann hat er die Applikation eher im Fokus- -, und sieht es im Prinzip aus seiner Perspektive. Wiederum, andere, wie Manuela sehen es aus der grafischen Lastigkeit. Ja. Und dort auch die Wünsche zu artikulieren und zu sagen, welche Wünsche hat jemand? Wir können ja viel drüber reden, was nicht funktioniert.
Viel interessanter ist zu schauen, was funktioniert eigentlich, was wünschen wir uns und worauf agie, worauf wirken wir, auch durch unser Tun hin? Weil, mm, sicherlich gibt es wesentlich mehr Webdesigner und, ich hätt, und es hatten, es hatten im Prinzip auch noch ein paar zugesagt, die es dann einfach aufgrund der zeitlichen Rahmenbedingungen nicht geschafft haben. Ja.
Es gab also von daher nur im Wesentlichen eine, eine Absage und, ich hab jetzt nur, die Interviewserie auch nicht über Gebühr ausdehnen wollen. Weil ich sag mal, über 'n Zeitraum von drei Wochen war es eh schon recht lang. Wenn man's dann im Prinzip, ich sag mal, noch länger macht, denk ich, wird's an der Stelle irgendwo auch langweilig. Zumal wir in den Januar reingekommen sind.
Mm, was den Zeitrahmen betrifft, denk ich, ist der Dezember da wesentlich interessanter für einfach zum Jahresende den Ausblick aufs nächste Jahr zu machen. Aber es ist auch hochinteressant, welche Kontakte, am Rande dieser Interviewserie insgesamt zu Wege gekommen sind, jenseits der Interviews. Ich denke, dass auch für die Designer untereinander es spannend war. Erstens selber mal drüber nachzudenken: Was habe ich eigentlich für Erwartungen?
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David Den Mensch dahinter ver, zu verstehen. Also nicht nur seinen Weblog zu lesen, sondern wirklich mal: Was ist das für ein Mensch? Wie antwortet er auf die gleichen Fragen, die du auch bestellt bekommen hast? So ging es mir zum Beispiel. Also ich denke, der, der Tenor, den ich grundsätzlich herausgelesen habe, sind Webstandards. Das ist ja auch der Tenor, den ich mit dem, Technikwirt zu Podcast natürlich transportieren möchte. Webstandards.
Also jedem ist es wichtig, Webstandards Zu publizieren, rauszubringen, oder, oder vielmehr den Unbedarfen zu erklären, warum musst du denn jetzt barrierefrei programmieren oder warum musst du valide programmieren, hast du es auch feststellen können. Also dass viele sich nicht auf die Fragen d-der Farblehre konzentriert haben, sondern einfach nur Webstandards. Und ich hab auch rauslesen können, dass viele Probleme haben, es Kunden zum Beispiel zu erklären.
Also wie erkläre ich jetzt einem Kunden vor allen Dingen in Sachen des Budgets, wie bringe ich die Webstandards näher?
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Jörg Ich denke, es gibt unterschiedliche Aspekte. Also zum einen war meine, a-a, war mein Ansatz, einen Impuls zur Diskussion zu liefern. Also dadurch, dass es gar keine Diskussion oder keine Meinungsäußerung gab und auch einige sich geäußert haben, dass sie schreiben wollten, es aber doch gelassen haben- -war das für mich einfach eine Lehre. International wird drüber diskutiert, gut, im letzten Jahr nicht so häufig. Das hat mich ehrlich gesagt gewundert.
Das war relat, nur ein paar, ein paar einzelne Ansatzpunkte, mm, dass die deutschsprachigen Webdesigner diesbezüglich eigentlich, sich gar nicht in irgendeiner Form äußern, war für mich einfach ein Manko.
Und da ich recht viele Ideen und Impulse, geben kann und will und auf der anderen Seite weiß, dass mich lange nicht nur Webdesigner lesen, sondern in der Zwischenzeit eine wesentlich größere Fangemeinde- -die sich einfach mit dem Thema Webdesign und Webstandards auseinandersetzt und vielleicht auch noch nicht so im Stoff steht, war ich mir schon klar darüber, dass es schon der erste Aspekt ist.
Ich habe das in der Zusammenfassung geschrieben: Wenn ich mit dem, wenn ich mit meiner Artikelserie zehn Leute erreicht habe und die zehn Leute ihrerseits diesen Grundgedanken oder zwei, drei Grundgedanken weitertragen und wiederum ihrerseits jeweils zehn Leute, mit dieser Botschaft, anstecken- -oder beglücken oder das einfach, weitertragen, für sich persönlich, ausrichten können.
Wenn ich mir das weiterdenke, dann haben wir im Prinzip mit einer solch relativ kleinen konzertierten Aktion eine relativ große Breitenwirkung erreicht. Viel, viel besser, als wenn wir ein Thema zum Gegenstand nehmen, es in irgendeiner Form zu reden, keinen Konsens finden.
Und von daher war für mich im Prinzip die eigentlich eher schwierige Aufgabe zum Schluss in Form des Abschlusses, ohne einem der Webdesigner zu nahe zu treten, die Kernaussagen rauszufiltern, die aneinander zu stellen und das noch so zu machen, dass dabei im Prinzip, ich sage mal, nicht zehnmal das gleiche Thema zur Sprache kommt, sondern, die zehn Tipps für Webdesign waren dann, in aller Regel von der endgültigen Zusammenfassung zehn Punkte, auf die ich das dann noch mal reduziert habe.
Und das war natürlich nichts fundamental Neues mehr.
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David Was sind die, was sind die zehn Punkte?
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Jörg Die zehn Punkte sind im Prinzip, eigentlich Tipps, die man im Prinzip für jede, für jede Entwicklung, einer Webseite zum Ansatz nehmen kann. Es hat ein, es hat Kommentare gegeben, die geschrieben haben, wir könnten eigentlich den, das Jahr 2006 weglassen, weil es gilt quasi, unabhängig davon. Also was war das Wichtigste? Also vielen war einfach wichtig eine konzentrierte und konsequente Trennung von, Inhalt, also Texte, Layout und, und, und, und Texten.
Beziehungsweise, wenn wir das vielleicht mal aufsplitten wollen in das Verhalten der Webseite. Dann hätten wir drei Komponenten. Wirklich eine konsequente Trennung. Schlanke und vor allen Dingen standardkonforme Webseiten, im Sinne der Geschwindigkeit und im Sinne der, Benutzerfreundlichkeit, denke ich, stehen genauso viel im Fokus. Wir werden in Deutschland auch daran denken müssen, dass zukünftig immer mehr flexible u-u-und mobile, Geräte im Einsatz sind.
Das heißt, eine Webseite so zu schreiben, dass sie, unabhängig davon nicht nur an einem PC anzuschauen ist, sondern auf mobilen Endgeräten genauso dargestellt werden kann.
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David Ich glaube, da wird es auch noch eine große Diskussion geben, wenn's wirklich so weit ist, dass jeder mit dem Handy auch surft bei Google oder was auch immer.
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Jörg Ich glaube, die Anforderungen sind international schon viel, viel weiter, als wir das bei uns derzeitig, am, am, an der Umsetzung haben. Da schließe ich mich an der Stelle überhaupt nicht aus. Wir haben zu wenig Trends, aber es wird immer mobiler. Also wir werden zwangsweise über kurz oder lang diesen Trend bekommen.
Einen interessanten Punkt: Mehr Austausch, Interdisziplinarität und Professionalität ist eigentlich so ein Konsens, der zwar nicht von allen, aber doch von relativ vielen, angesprochen worden ist. Wo ich auch, raushöre, die, den Wunsch, sich gegenseitig abzustimmen oder zumindestens auszutauschen, also quasi Kommunikation über, die Fachgrenzen hinaus zu pflegen. Das ist etwas, was die internationalen, Experten in dem Segment schon sehr viel intensiver tun.
Und da denke ich, gibt es durchaus Nachholbedarf. Der, ein fünfter Punkt, relativ interessant auch: guter aufbereiteter Content, auch im soundsovielten Jahr.
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David Inhaltlich stark.
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Jörg Wir brauchen guten und vor allen Dingen aussagefähigen Content. Eine Webseite mit gutem Content ist nach wie vor überall gefragt, nicht nur bei Google, bei den Lesern. Inhalt zählt und wir können durch so viel Masse das Ganze nicht kompensieren. Und dann spielen natürlich Aspekte eine Rolle wie 'ne, 'ne gute Lesbarkeit, Benutzerfreundlichkeit, Barrierefreiheit, und, so Dinge wie, sozusagen Mut zur Grafik.
Farbe, Einsatz von gestalterischen Elementen und nicht zuletzt Kreativität und Experimentierfreude. Und das ist ein Stichwort. Ich denke, das sollte man an der Stelle durchaus mal rauspicken, weil das war für mich ganz besonders interessant und wichtig. Stichwort: Wir haben ja durchaus sehr viel kritische Sicht, zu einigen Entwicklungen. Mit dem Browser sind wir nicht einverstanden. Sie erschweren die Webentwicklung. Die Schriften, die wir zur Verfügung haben, sind nur beschränkt.
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David Auf einigen Webseiten zu klein dargestellt.
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Jörg Die Lesbarkeit. Die Frage einfach, und der Impuls kam auch aus dem internationalen Bereich, Experimentierfreude. Gehen wir doch mit dem Stand, den wir haben, einfach mal flexibler um. Haben wir schon alle Gestaltungsmöglichkeiten, die wir insgesamt zur Verfügung haben, ausgelastet? Ja, also die Frage: In welcher Form nutzen wir Gestaltungsraster? Das, das ist ein weites Thema. Momentan propagiert im Prinzip auch, die, Molly Holzschlag zu sagen: "Gehen wir raus aus dem Raster".
So schön wie der eine oder andere Trend sein mag, CSS we, versus Tabellenlayout. Es muss benutzbar bleiben. Wir müssen an die Kunden denken. Die Kunden haben unter Umständen einen anderen, Ansatzpunkt, als wir, aber auf der anderen Seite auch ganz einfach zu schauen: Nutzen wir die Möglichkeiten? Fangen wir, haben wir die CSS an der Stelle schon ausgelastet, und alle Möglichkeiten ausgetestet?
Und ich denke mal ganz einfach, da ist auch ein Stück weit Kreativität gefragt, aus den Möglichkeiten, die wir haben, etwas zu machen, und mit den bisherigen Möglichkeiten sie auszulasten. Weil das ist natürlich mühselig, wenn ich die Möglichkeiten, die mir zur Verfügung gestellt sind, auch wenn sie beschränkt sind, ich sie noch nicht ausgeschöpft habe, auf der anderen Seite aber danach rufe, dass ich mehr Möglichkeiten habe.
Und es ist vielleicht an der Stelle auch einfach der Punkt: Ich habe das neulich mit einer Kollegin diskutiert, wo einfach die Frage ist, : Stellen wir uns doch mal Fragen, wie wir alternativ weiterkommen. Wenn es uns gelänge, auf die Hersteller von Betriebssystemen und,, Schriften einzuwirken. Dass zum Beispiel, pro Betriebssystem zwei durchgängige Schriften mehr im Angebot wären.
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David Das wäre ein Wunschtraum.
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Jörg Man möge sich nur vorstellen, zwei Schriften auf, drei Betriebssystemplattformen und das im Prinzip, ich sage mal, innerhalb von einem, zwei Jahren würde bedeuten, dass die Schrift- und Gestaltungsvielfalt, im Webdesign um den Faktor, fünfzig oder hundert Prozent größer wird. Das ist eine Kleinigkeit. Von daher ist sicherlich einfach die Frage:, wir können uns damit zufrie, zufriedengeben, dass wir bestimmte Gestaltungsmöglichkeiten haben.
Auf der anderen Seite bringt es nichts, zu diskutieren, ob, ob wir sie haben oder ob wir sie nicht haben. Ich denke, es ist interessant, an den entscheidenden Stellen auch das Wort in die Runde zu bringen und das Gewicht auszuüben, um im Prinzip, ich sage mal, ein Stück weit, ein größeres Ergebnis zu erreichen. Und ich meine, ich vermag nicht einzuschätzen, ob die, ob dieser Fakt realistisch ist.
Ne, ich trete einfach drei Schritte zurück, guck mir das aus einer anderen Perspektive an und frage gan, ganz allen Ernstes: Was bringt uns weiter? Und wenn ich jetzt sage, wir haben nicht zwei Schriften mehr, sondern die Hersteller würden zehn Schriften haben, in der unterschiedlichsten Form.
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David Ungeahnte Möglichkeiten.
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Jörg Ungeahnte Möglichkeiten brauchen wir über irgendwelche Ersatztechniken gar nicht reden. Und es ist für mich unvorstellbar, warum wir nicht wenigstens den Dreh finden, auf den etablierten Systemen, zum Download oder wie auch immer zu einer Verbreitung, zu einem gewissen Prozentsatz zu kommen. Es geht ja nicht von heute auf morgen- -sondern die Grundidee wäre durchaus, das, über eine mittlere Frist hinzubekommen.
Also ich meine, wenn ich-- Wir haben alle noch die Zeiten vom Internet Explorer vier erlebt, und fünf. So lange sind die ja nicht her.
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David Netscape vier sieben.
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Jörg Jetzt haben wir im Prinzip, ich sage mal, ja. Wir haben uns irgendwann vom Netscape vier, verabschiedet. Wir erwarten die Version sieben vom Internet Explorer. Und von daher ist jetzt einfach die Frage, mm, realistisch, in ein, zwei Jahren über eine Schriftvielfalt zu verfügen, wenn es denn im Interesse einer Weiterentwicklung der Systeme läge.
Und ich denke, dass der Aufwand, also, auch wenn die Schriften dann professionell gestaltet sein müssen und,, sicher da, das nicht ganz so einfach ist, aber, ich denke, es gibt genügend fähige Leute, die, sich dort einen Kopf machen können und die Integration im Betriebssystem heute bei der Verbreitung ist kein Thema.
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David Es wäre ein schöner Traum, wenn wir darauf einwirken könnten, was bei den Browserherstellern passiert.
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Jörg Die Mucke.
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David Jetzt spielen wir ein bisschen Musik. Run, Rabbit, The Chase mit Brainbucket, präsentiert von Podsave Music Network. Das war's fürs Erste vom Technikwürze Podcast Nummer sieben. Im Technikwürze Podcast Nummer acht, der nächste Woche erscheint, gibt's denn noch was richtig Persönliches. Der zweite Teil mit Jörg Petermann. Bis dahin. It's rabbit season. Run now rabbit, run now rabbit run, run away. Run now rabbit, run now rabbit to live through today.
Run now rabbit, run now rabbit run, run away. Run now rabbit, run now rabbit to live through today. To live through today. I'm hunting rabbits. See the little bunny. He's so cute and fuzzy, but the man with the gun wants to blow him away. See the little bunny. He's so cute and fuzzy, but the man with the gun wants to blow him away. Blow him away. Run away. Run away. Run away. Run away. Run away. Run away. Run away.
Der einfach persönliche Podcast: Der bekannte Blogger Jörg Petermann von einfach-persoenlich.de im Interview Teil 1 / 2.
Erwähnungen 1
Kommentare 3
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Das war eine Zumutung dies zu hören, wie die Politiker viel reden und nichts sagen.
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Na, wie schön, dass das hören von Podcasts freiwillig ist. ;-)
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Thanks for sharing