Technikwürze

Wer suchet, der findet!

Transkript der Folge

  1. David

    Hallo liebe Webfreunde, herzlich willkommen zur Technikwürze einhundertachtzehn.

  2. Einspieler

    Herzlich willkommen zu Technikwürze, eurem Design und Webstandards-Podcast. Von und mit David Maciejewski.

  3. David

    Genau. Wir haben heute zwei Themen für euch, die ich eigentlich schon längst hätte bringen sollen. Und zwar stehen heute im Fokus Sascha Postner und Daniel Jagdzind. Die haben nämlich die Webkrauts 'n bisschen gefragt, wo sie die typischen Probleme sehen bei Projekten mit Kunden oder wie es in der Kundenkomuni-Ko-Kommunikation – schweres Wort –, generell aussieht. Und da haben sie 'ne ganze Menge Antworten bekommen und möchten auch von euch 'n paar Antworten haben.

    Wie gesagt, langer Beitrag gibt es gleich im Anschluss. Danach gibt es von Sascha Postner noch, eine Buchrezension, und zwar von dem Buch „Projektfahrplan für erstklassige Websites" von Shirley Kaiser. Ist im Verlag Sitepoint erschienen. Auch 'ne ganz interessante Sache und da könnt ihr auf jeden Fall mal reinhören.

  4. Einspieler

    Aktuelles.

  5. David

    Ja, eine Geschichte, die wollte ich euch auf jeden Fall, na, eigentlich in 'ne kommende Woche erzählen, aber die ist jetzt eigentlich so dringend, dass ich zumindest erst mal den Artikel aus dem zdnet, Forum, beziehungsweise von der Webseite euch vorlesen möchte, denn das lässt mir keine Ruhe. Ich les das ganze Ding mal vor, lass das unkommentiert und dann unterhalten wir uns in der nächsten Sendung drüber. Überschrift, zdnet Punkt DE, Link kriegt ihr auch noch mal auf Technikwürze.de.

    „Microsoft nennt Details zur neuen mobilen Browser. Microsoft hat erste Details zum Internet Explorer sechs für den Windows Mobile bekannt gegeben. Die mobile Version des Microsoft Browsers soll die Rendering Engine der Desktop-Version des Internet Explorer sechs erhalten. Damit können Windows-Mobile-Geräte zukünftig alle Websites darstellen, die sich auf einem PC mit dem IE sechs anzeigen lassen." Ich hab ja versprochen, keine Kommentare, aber ihr wisst, was ich denke. Weiter geht's.

    „Zusätzlich wird der IE sechs für Windows Mobile Adobe Flash in vollem Umfang unterstützen. Zitat: „Im Browsermarkt für mobile Geräte geht es heute darum, ob eine Seite dargestellt werden kann. Schon bald wird es aber wichtiger sein, ob man bestimmte Aufgaben erledigen kann.

    Genau an diesem Punkt werden wir glänzen", erklärte Tim McDonough, leitender Direktor der Abteilung für Windows Mobile." Weiter im Text: „Mit der neuen Version seines mobilen Browsers wird Microsoft auch eine Funktion einführen, mit der Anwender einfach zwischen der mobilen und der Desktop-Version einer Webseite umschalten können. Dafür schickt der Browser den jeweils passenden User Agent an den Webserver.

    McDonough wollte keine Angaben zum Zeitpunkt für die Veröffentlichung des neuen Browsers machen. Er erklärte lediglich, dass mit dem IE sechs für Windows Mobile noch in diesem Jahr zu rechnen sein." Nein, ich muss es loswerden. Wir hatten ja vorletzte Sendung den Internet Explorer acht vorgestellt. Da wurde ich ja eingeladen von Microsoft nach Berlin.

    Sie haben auch ganz stolz den IE acht Beta zwei dort präsentiert und ich war echt froher Hoffnung, weil es ist ein genialer Browser, und dachte: „Okay, der hat das Potenzial wirklich, dem IE sechs Marktanteile abzunehmen." Und jetzt diese Schreckensmitteilung aus, den Vereinigten Staaten, dass Microsoft jetzt den, die Rendering Engine vom Internet Explorer sechs, die wir Webentwickler ja alle hassen, auf Windows Mobile portieren will. Also, Schreckgespenst.

    Ich find's nicht lustig und wie gesagt, das nehmen wir in der nächsten Sendung noch mal auf. Das nur wegen der Aktualität an dieser Stelle. Und jetzt möcht ich euch erst mal ganz kurz entlassen, zu dem Beitrag von Sascha Postnl und Daniel Jagdzind, wo sie die Webkrauts befragt haben. Jetzt suchen wir noch mal 'n schönen Trailer dafür. Machen wir mal den hier.

  6. Einspieler

    Die Gesprächsrunde.

  7. Sascha

    Ja, hallo liebe Technikwürze-Hörer. Heute mal wieder etwas von, mir und Daniel. Hallo Daniel, herzlich willkommen im virtuellen Studio.

  8. Daniel

    Hallo Sascha.

  9. Sascha

    Ja, liebe Hörer, wir hatten, eine etwas, längere Sendepause und, das lag vor allen Dingen daran, dass sowohl, Daniel als auch ich, uns etwas im Prüfungsstress befinden. Denn, sowohl die Studiengebühren in, Baden-Württemberg als auch die in Nordrhein-Westfalen führen so 'n bisschen dazu, dass selbst wenn man eine gute Auftragslage hat, man doch vielleicht irgendwann mal fertig werden möchte mit dem Studium. Kommst du gut voran?

  10. Daniel

    Es könnte besser sein. Die Auftragslage ist aber nicht schlecht. Nein, ich, ich schieb das 'n bisschen vor mich, vor mir her, aber irgendwann demnächst-

  11. Sascha

    Können wir da noch im Jahr 2009 mit rechnen oder...

  12. Daniel

    So gar vielleicht dieses Jahr noch.

  13. Sascha

    Das wär der Wahnsinn. Ja, also bei mir wird's auf jeden Fall dieses Jahr. Ich arbeite auch dementsprechend weniger. Nichtsdestotrotz, hab ich, einige Projekte zu bearbeiten und nicht nur, weil's da in letzter Zeit wieder etwas Stress gab, haben wir uns gedacht, wir machen mal unter den Webkrauts eine kleine Unter..., eine kleine Umfrage in Form eines, schriftlichen Interviews, die genau auf solche Probleme bei, den typischen Webdesign-Projekten abzielt.

    Und wir haben dann mal, rumgefragt, was so die typischen, Probleme und Beispiele sind, wo es dann mit Projekten hakt und ob, die Webkrauts nicht ein paar Tipps parat haben, wie man damit umgehen kann.

  14. Sascha

    Und wir haben ein überwältigendes Echo bekommen und, ohne zu viel vorwegzunehmen, kann man schon mal sagen, dass eine Antwort so gut wie in jedem Feedback, drinstand. Die werden wir so als Quintessenz dann auch mal nach ganz hinten schieben. Aber es gab auch relativ viel, relativ viel konstruktive Anregungen, wie man denn mit seinen Kunden und seinen Projekten umgehen kann, um so die typischen Fallstricke ein bisschen zu umschiffen.

    Ja, und dann steigen wir auch mal direkt ein, und zwar mit dem Chefhost unseres Podcasts, der uns, als Allererstes eine Antwort lobenswerterweise geschickt hat auf unsere Anfrage. Und er, spricht ein Problem an, das, viele haben, also das wir auch immer wieder haben und auch grade wieder bei einem Kunden haben. Und zwar geht's darum, dass, so der Auftrag und das Angebot gar nicht so genau abgesteckt sind.

    Meistens geht's dabei dann um 'n Relaunch von 'ner alten Seite, oder auch eben jetzt was ganz Neues.

    Und dann heißt es so flapsig: „Wir brauchen da mal eine neue Webseite“, oder, „wir brauchen da mal eine Webseite.“ Und, dann erstellt man da auch ein Angebot zu, aber die Features werden nicht so ganz genau besprochen und, man sagt dann halt: „Na ja, das wird dann so auf dem aktuellen Stand der Technik sein und der Kunde will auch genau das.“ Und am Ende, wenn man dann quasi eigentlich schon fertig ist oder sogar schon fertig ist, dann heißt's: „Ja, wir hatten doch auf der alten Seite aber noch das und das“, oder, „wir wollten doch auch noch das und das.

    Das hatte ich Ihnen noch mal nebenbei gesagt.“ Keiner kann sich mehr genau dran erinnern. Und, Gerrit schlägt vor, das sollte eigentlich so gut wie jedem schon mal untergekommen sein. Natürlich...

  15. Daniel

    David. David.

  16. Sascha

    Was hab ich gesagt?

  17. Daniel

    Gerrit.

  18. Sascha

    Gerrit. Na, da bin ich jetzt schon ein paar Posts zu weit gerutscht, würd ich mal sagen. Ja genau, David schlägt vor, ein Pflichten- und Lastenheft, zu führen und das, quasi mit dem Angebot, zu erstellen, um sich daran orientieren zu können. Tust du das auch?

  19. Daniel

    Ich muss zugeben, ich tue das nicht. David sagt ja auch, dass, dass man, dass man dieses Pflichten- und Lastenheft einen, so wie ich ihn verstanden hab, in als, als Schritt, davor noch machen kann. Also, also sozusagen bevor das Projekt losgeht, mit dem Kunden ein Pflichten- und Lastenheft erarbeiten kann und das dann halt auch noch als extra, Projekt halt abrechnen, um, um dann halt da dann halt noch mal Geld zu kassieren, sozusagen.

    Aber, dann kann der Kunde natürlich dann, auch einen anderen, eine andere Agentur dann, Angebote einholen mit, mit diesem Pflichten- und Lastenheft, was ja dann viel genauer ist und, viel aussagekräftigere Angebote kann er dann sich dann einholen.

  20. Sascha

    Ja, in der Tat. Also ich hab tatsächlich sogar, in letzter Zeit einige solcher Lastenhefte für Kunden erstellt, die dann als Ausschreibungsbasis, gedient haben. Also wo ich jetzt eigentlich noch gar nicht davon betroffen war, ein eigenes Webprojekt zu betreuen, sondern hab quasi mehr an der Ausschreibung mitgearbeitet, weil genau solche Probleme öfter entstanden sind.

    Und, auch grade geht's da um Relaunch, wo wir tatsächlich jetzt grade mit der Agentur, die das hinterher umsetzen wird, ein Lastenheft erstellt haben für den Kunden.

  21. Daniel

    Ja. Ja, stimmt. Das ist natürlich auch noch 'n, ist 'ne gute Art. Ich mach, so etwas nicht, weil, ich hab ja eigentlich nicht so viele Kunden und, ich, kenn die mittlerweile einigermaßen und,, mach einfach, in mein Angebot immer für ihre wahrscheinlich, zu der hinzukommenden und im späteren Projektverlauf in neue Ideen halt, mach ich einfach schon noch gleich mal ein bisschen einen Puffer rein und fang das dann damit ab.

  22. Sascha

    Also du, du, du machst das Angebot teurer, quasi um sozusagen die, zusätzlichen Features, die dann noch kommen, schon mit einzubauen, ja? Gut zu wissen.

  23. Daniel

    Ich ahne.

  24. Sascha

    Nein, ist ja klar. Also das, das mach ich tatsächlich auch, aber, grade bei größeren Projekten und ich denk, David wird auch auf solche anspielen, schließlich tut, arbeitet er ja selber sehr viel an großen Projekten. Grade da ist es besonders wichtig. Also, ich merk das aber auch jetzt grade im Moment bei einem Kunden, den wir betreuen, da ist es ähnlich.

    Da ist es nicht unbedingt die Featurelast, die jetzt zu Problemen führt, sondern es sind so Absprachen, wo dann auf einmal, mündliche Absprachen, die nicht in der Form getroffen wurden nach unserem Verständnis, aber, von dem Kunden so als quasi, Gesetz angenommen werden und, dann da auch noch tatsächlich Missverständnis in der Kommunikation stattgefunden, dass dann auf einmal andere Zahlen im Raum stehen und so.

    Das ist jetzt nicht unbedingt das Pflichten- und Lastenheft, aber es geht da tatsächlich mehr darum, einfach Dinge schriftlich zu fixieren. Und das, weil es ist letztendlich egal, ob's jetzt um die Auftragssumme oder um Abschlagszahlungen geht oder eben um, die Features, die oder die, den Umfang der Webseite, die, über die man dann spricht. Und das ist aber auch 'n, der nächste Punkt, wenn wir jetzt grade über Abrechnungen sprechen, den auch David an noch mal erwähnt.

    Es ist halt, sich nicht über den Tisch ziehen zu lassen quasi und immer nur mindestens kostendeckend zu arbeiten. Sicherlich gibt's auch da Ausnahmen von der Regel. Also wenn man halt weiß, dass man versuchen will, an einen richtig guten Kunden ranzukommen und ihn mit 'nem Schnäppchen lockt.

    Ich hab damit allerdings keine guten Erfahrungen gemacht, weil- Der Kunde nicht im Kopf hat, selbst wenn man das zwanzigmal sagt, dass das jetzt so ein einmaliges Sonderangebot ist, um quasi den Tür, quasi die Tür in den Fuß zu bekommen. Quatsch, den Fuß in die Tür zu bekommen. Er wird beim nächsten Mal eigentlich in der Regel wieder denken: „Ach ja, das ging ja für tausend Euro", sage ich jetzt mal.

    Also erwarte ich die gleiche Leistung auch wieder für tausend Euro, und wird dann nicht sagen: „Na ja, das ist ja super nett gewesen, dass es beim letzten Mal nur tausend gekostet hat. Jetzt, kostet es halt doppelt so viel." Da habe ich einfach keine guten Erfahrungen mehr mit gemacht. Was heißt mehr, sondern noch nie. Und, offensichtlich David auch nicht.

  25. Daniel

    Ja, ich glaube, das kann ich jetzt auch gut verstehen. Also wenn, wenn ich jetzt, warum sollte ich jetzt nicht kostendeckend arbeiten? Klar, das gibt den halt den Grund, okay, dass ich dann überhaupt dieses Projekt bekomme, sonst hätte ich es gar nicht gehabt. Aber, gut, was bringt ein Projekt, wenn ich da selbst noch Geld zu geben muss?

  26. Sascha

    Ja, ist auf jeden Fall richtig. Also vor allen Dingen, weil man muss ja so rechnen: Es gibt da natürlich auch den Unterschied zwischen dem Webdesigner, der jetzt eher nebenbei arbeitet und, da habe ich mich sehr lange auch zu, zu gezählt. Also ich habe das während meines Studiums ja gemacht, um mir ein bisschen was nebenbei zu verdienen und hinterher dann dummerweise mehr nebenbei studiert, um, was nebenbei zu lernen. Ja. Aber das mag da noch mal anders sein.

    Aber auch da gilt ja eigentlich, man möchte gerne kostendeckend arbeiten. Ich habe damals durchaus mal ein Projekt angenommen, um neue Sachen zu lernen. Da habe ich dann natürlich sehr viel Zeit reinstecken müssen, also wesentlich mehr Zeit reinstecken müssen als jemand, der tatsächlich sich dann zum Beispiel schon mit diesem und diesem Feature oder diesem und diesem CMS auseinandergesetzt hat.

    Und für mich war es das dann wert, weil ich hätte mich ja quasi sowieso damit auseinandersetzen müssen. Und so habe ich dann quasi für meine Lernphase noch Geld bekommen und der Stundenlohn war dann einfach total schlecht. Aber im Regelfall, wenn man davon wirklich leben muss, dann ist es halt schon wichtig, darauf zu achten, dass man kostendeckend arbeitet.

    Und du hattest vorher auch schon erwähnt, dass man nicht vergessen darf, dass es ja auch laufende Kosten zu eben den Kosten zählen, wie eben Versicherungen oder solche Dinge.

  27. Daniel

    Ja klar, seine Rentenversicherung oder was weiß ich was man dann als, als Selbstständiger selbst bezahlen muss.

  28. Sascha

    Ja, oder die, Betriebshaftpflichtversicherung, die jetzt-

  29. Daniel

    Die ich nicht habe.

  30. Sascha

    Ja, ich habe die noch aus meinen Zeiten als Veranstaltungstechniker und da ist es schon mal wichtiger, weil wenn da mal einem ein Scheinwerfer auf den Kopf fällt, ist es tendenziell etwas, teurer, als wenn, mal eine Webseite eine Stunde lang nicht erreichbar ist. Aber auch da, ja spätestens wenn man-

  31. Daniel

    Ich habe, ich habe ein schlechtes Gefühl dabei. Das ist die, ich habe aber... Es ist halt Geld.

  32. Sascha

    Ja, das ist richtig. Ich bin sehr gespannt, wie das mal ist, wenn, für einen deiner großen Kunden, wenn da mal irgendwelche Sachen, vorveröffentlicht werden, die noch nicht veröffentlicht werden und du warst schuld. Dann-

  33. Daniel

    Ich bin dann schuld.

  34. Sascha

    Nein, ist klar. Ja, dann ein, dritter Punkt, von David, der auch sehr interessant ist und den wir quasi eigentlich erwartet haben und den wir auch noch von einigen anderen, Webkrauts als, Feedback bekommen haben, ist: Redet euren Kunden Schwachsinn aus. Also David hat das jetzt in allererster Linie selbstverständlich auf Webstandards, bezogen. Es gab aber auch noch einige andere, die das jetzt zum Beispiel auf, Feature-Wünsche, also so alles, was gerade modern ist, Gadget-mäßig.

    Ich m-- Wenn da ein Kunde kommt, was weiß ich, ein Optiker, der dann auf einmal ein Facebook, Gadget, Widget in seiner Seite haben möchte oder so, weil das jetzt gerade super hypermodern ist oder solche Dinge. Redet euren Kunden das aus, versucht mit guten Argumenten zu kommen. Tabellenlayouts gehen halt nicht. Ja, David hatte dann auch noch auf Links, die in neuem Fenster, also mit Target Blank, geöffnet werden.

    Wenn ihr, wichtig ist dabei natürlich, dass ihr es selber glaubt und dass ihr auch selber wirklich Argumente dafür habt. Dann geht hin und überzeugt eure Kunden. Geht nicht mit diesem: „Na ja, dann will er es halt. Ist ja auch egal", weil ihr verkauft ja euer Fachwissen.

    Und die Kunden sind in der Regel davon beeindruckt, wenn man sagt: „Ja, das ist aber nun mal einfach falsch und hier sind die richtigen Argumente dazu." Im Regelfall verstehen sie sie vielleicht nicht unbedingt, aber sie sind beeindruckt davon, dass man tatsächlich da mit Herzblut gegen argumentiert.

  35. Daniel

    Ja, stimmt. Ja. Das, die meisten Kunden haben dann ja nicht so viel Ahnung von, von der Webtechnologie, als dass sie sich da richtig mit auskennen würden. Sie haben das einfach nur auf anderen Seiten gesehen und wollen das halt auch so.

  36. Sascha

    Das ist, ja, das ist richtig. Aber es ist halt auch, es ist auch, sehr schwer. Das muss man, das muss man auch mal dazu sagen. Ich finde, ich finde es sogar etwas leichter noch bei solchen, unterschwelligen Dingen. Also weil ich den meisten meiner Kunden ist es relativ egal, ob da jetzt ein Tabellenlayout drunter liegt oder, ein Standard auf, Webstandards basierendes Design quasi umgesetzt wird.

    Klar, sie sind dann begeistert, wenn man ihnen die wirklichen Vorzüge zeigt, aber das wäre eher so ein Ding, wo sie sagen: „Ja gut, dann machen sie es halt so." Ja, es ist, mir wichtig, wie es aussieht und wenn das dann dabei auch noch skaliert oder, das dann auch, noch von anderen Endgeräten benutzt werden kann besser, dann ist das eher schön.

    Anders sieht es dann aus mit solchen, mit solchen Features, wo man dann tatsächlich mit Engelszungen darauf einreden muss, dass das jetzt an der Stelle nicht mir fällt jetzt kein passendes Beispiel, aber irgend so 'n typisches Web 2.0 Ding, was dann auf einmal alle haben und wo man dann denkt: „Ja, ich weiß doch genau, dass das nächste Woche wieder unaktuell ist.“ Ja, das ist dann schon manchmal schwieriger.

    Wie gesagt, ich betreue jetzt im Moment grade consultingtechnisch auch von 'nem großen, von 'ner großen Firma den Relaunch derer, Pressewebseiten und, da ist es auch teilweise natürlich bei den Kunden schwierig, der, die ich jetzt, ich bin ja quasi mit Teil des Kunden, die Kunden davon zu überzeugen, dass jetzt bestimmte Sachen dann vielleicht nicht sinnvoll sind, grade auch bei der Zielgruppe der Journalisten. Aber es ist es wert.

    Ein nächster Punkt ist mehrfach auch angesprochen worden, und zwar, da geht's um die Uninformiertheit des Kunden und darum, dass er quasi in der Distanz sitzt und so auf diesen Prozess gar nicht oder den Prozess der Erstellung gar nicht mitbekommt. Und, da haben wir mehrere Hinweise zu bekommen und auch 'n paar Ansätze. Also, der Ansgar, Ansgar Hein hat uns, dazu 'ne nette Anregung geschrieben. Er sagt, er handelt es so, dass er die Kunden in den Prozess mit einbezieht.

    Und so ganz verstanden hab ich ihn da jetzt noch nicht, aber denn, also mal abgesehen davon, dass du den Kunden zum Beispiel bei bestimmten Projekten sowieso mit einbeziehst, dass er zum Beispiel Texte liefert oder Fotos und natürlich, siehe, sind wir wieder beim Pflichten- und Lastenheft, dass er, bestimmte Sachen abnimmt, die dann irgendwie erscheinen, oder die dann, fertig sind.

    Und er scheint aber neben den, Hinweisen darauf, dass, man ja 'ne gewisse Timeline hat und Milestones noch 'ne, 'ne weitere Einbindung, vorzuschlagen. Hast du das auch so verstanden?

  37. Daniel

    Ja, also er geht, er, er nennt ja auch das Beispiel, dass, dass man halt Bug-Tracking-Software benutzen sollte und so, und so. Also, vielleicht, ist, ist das halt, das, was er halt mit Kunden-, Integration halt auch meint, dass, dass der Kunde halt, so halt an dem Projekt halt mitarbeiten kann. Ja.

  38. Sascha

    Na ja, also ich mein, generell, da hab ich ihm jetzt 'n bisschen Unrecht getan, wo ich noch mal draufschaue. Also generell, ver-, fordert er erst mal Milestones überhaupt ein und das ist 'ne, das ist halt schon mal sehr wichtig. Das führt erstens dazu, dass, der Kunde informiert ist. Das hat ja jetzt noch nicht unbedingt was mit aktiver Einbindung zu tun. Jenseits dessen schau mal, wir sind jetzt so und so weit. Nimm das bitte ab.

    Das ist ja auch 'n Festhalten für einen selbst, dass man jetzt nicht bis zum Ende arbeitet und dann diese ganze Diskussion aufkommen, sondern man hat dann halt einfach 'n Punkt, wo man sagen kann, so, wir haben jetzt zum Beispiel das Design Abnahme fertig und dann, wenn, wenn man das sich unterschreiben lässt und es heißt, okay, das Design ist, steht so, dann kann man auch im Nachhinein sagen: „Ja, ja schön, dass euch das jetzt an der und der Stelle nicht mehr gefällt, aber ihr habt uns gesagt, das war okay." Und auch wichtiger Punkt, den er nennt: Man kann, mit den Milestones auch gewisse Abrechnungsmodalitäten, verbinden.

    Das hab ich früher auch nie gemacht. Ich war immer jemand, der, als ich sehr kleine Aufträge hatte, immer, dieses hatte: Ich lass mich dann am Ende bezahlen. Und dann kommt natürlich noch dazu, dass die, Zahlungsmoral nicht so toll ist und dann sowieso einen Monat mindestens gewartet wird, bis man zahlt. Ja und dann wartet man halt, exorbitant lange auf sein Geld.

    Und wenn man jetzt solche, Modalitäten, im Vorhinein bespricht und auch im Angebot fixiert, dass man halt mit jedem Milestone quasi 'ne Abschlagsrechnung stellen kann, dann kriegt man auch zwischendurch schon mal 'n bisschen Geld, was eigentlich nur fair ist.

  39. Daniel

    Ja, das stimmt. Das ist 'n ganz guter Trick, ja. Das ist 'ne ganz gute Sache.

  40. Sascha

    Ja, und man ist auch überrascht. Ja, wenn, wenn man, wenn das 'n längeres Projekt ist, dann wird's schon sehr hart auch, ja. Und das vergisst, das, das, vergisst man am Anfang auch gerne und ich hab, bin auch sehr überrascht, ja, dass wenn man wirklich mit Selbstbewusstsein rangeht an so 'ne Geschichte, man, was man dann halt doch bekommt.

    Also, die Kunden, die auch relativ größer waren, auf die ich von Anfang an mit dem Selbstbewusstsein, zugegangen bin, zu sagen: „Also, wir stellen nach, dem und dem Punkt", und das waren relativ frühe, also ich sag mal so zehn bis zwanzig Prozent, der Arbeit geleistet des Gesamtprojekts, die erste Abschlags-, rechnung über zwanzig Prozent oder dreißig Prozent und dann halt noch mal zu 'nem späteren Zeitpunkt, kurz vor, na ja, Final Phase, dann halt noch mal dreißig, vierzig Prozent und dann die Abs-- die Endrechnung dann quasi mit Übergabe.

    Das war so: „Ja, ja, ja klar, klar.", wären wir da hingegangen und hätten gesagt: „Na ja, also, wir zahlen dann am Ende", hätten die natürlich auch gesagt: „Ja, ja, hätten wir auch nicht anders erwartet jetzt." Also nur man ist dann doch mal überrascht, wenn man dann selbstbewusst auftritt, wie selbstverständlich das eigentlich ist.

    Das machen halt alle anderen auch und man selber, der man vorher jetzt als sich als kleiner Kistenkrämer gefühlt hat, der, muss das eigentlich auch einfordern, denn es ist der normale Weg.

    Nichtsdestotrotz hatte ich halt den Eindruck, dass Ansgar da jetzt auch, noch darüber hinausgehend so 'n bisschen, tatsächlich, na ja, die Idee hatte oder das scheinbar eben auch so macht, dass er den Kunden auch 'n bisschen, mehr auf dem Laufenden hält und quasi eben in die Entwicklung 'n bisschen mit einbezieht.

    Also ich denke, er wird einfach 'n etwas intensiveren Feedbackprozess haben und uns wahrscheinlich im Zweifelsfall in den Kommentaren dieser Sendung, korrigieren, wenn wir da was falsch verstanden haben. Und wir hatten auch noch weitere solcher, solcher Ansagen, die einfach, darauf abzielen: Haltet die Kunden auf dem Laufenden. Er kriegt nix mit und, ihn regelmäßig über Fortschritte zu informieren, kann nicht schlecht sein. Ja.

  41. Daniel

    Ja klar, das stimmt, ja. Dann weiß er ja sofort dann halt auch, wenn ihm irgendwas nicht gefällt und dann kann man das dann, dann sofort halt korrigieren und, und es entstehen halt einfach weniger, weniger, mehr Auf-, mehr Aufwand, mehr Arbeit. Aber es ist, ist natürlich auch noch ein Mehraufwand, diese Kommunikation überhaupt zu machen. Also sich andauernd mit dem Kunden einen Kurz zu schließen, ist ja auch Aufwand.

  42. Sascha

    Ja, das stimmt natürlich. Aber nichtsdestotrotz, das Problem ist ja tatsächlich, dass es, auch nicht nur das Wissen des einzelnen Projekts, sondern es gibt ja auch einfach einen Mangel an Fachwissen. Das heißt, Kunden schätzen einfach so was falsch ein. Ich kenne das von mir selber.

    Also ich bin jetzt zwar auch Programmierer, aber jetzt nicht so der Oberprogrammierer und man ist manchmal überrascht, wenn man sagt: „Ja, Moment, aber du sollst doch nur an dieser einen Stelle 'ne Kleinigkeit ändern. Das kann doch jetzt nicht so schwer sein.“, und dann komme ich dann immer mit meinen If-Else, Anweisungen. Ich darf ja nicht mehr Schleifen sagen, habe ich mir sagen lassen. Das ist keine Schleife. Eine If-Else-Schleife ist keine Schleife. Für mich bleiben das Schleifen.

    Daran sieht man auch schon, dass ich, programmiermäßig eigentlich nicht so der Held bin. Aber das ist dann halt genau der Punkt. Dann sagst du deinem Programmierer: „Hey, du sollst doch an dieser Stelle doch eigentlich nur eine Abfrage mehr reinbauen.“ Und dann zeigt er mir eine obskurste Datenmatrix von irgendeiner, Access- oder MySQL-Datenbank und sagt: „Das kann ich nicht machen.

    Da, da wird alles schrecklich und ich brauche da einen Manntag für.“ Und du stehst daneben und denkst: „, wie jetzt? Krass.“ Und das als jemand, der tatsächlich so ein bisschen an der Materie drin ist und der Kunde hat diese Information, was, wie lange dauert ja gar nicht. Und ich habe schon oft den Hinweis auch gehört – das hatten wir jetzt in dieser Umfrage nicht als Feedback bekommen – aber dem Kunden auch transparent zu machen, was wie lange arbeitstechnisch dauert.

    Also das heißt tatsächlich, auch die Abrechnung hinterher dediziert aufzuschlüsseln, wie lange man an was gearbeitet hat.

  43. Daniel

    Das wollten deine Kunden? Also...

  44. Sascha

    Nee, das wollen die Kunden nicht, unbedingt, aber das, schafft ein gewisses Vertrauen. Also ich schlüssel schon sehr explizit auf, welche externen Kosten ich hatte, also wer für mich gearbeitet hat.

    Ich mache jetzt nicht mehr diese, diese Rechnung so, hier Webprojekt pauschal x, x Euro, sondern ich versuche dann darin, das auch ein bisschen aufzuschlüsseln, damit denen klar wird: Ah, der Sascha Posner hat gar nicht so viel von, davon verdient, sondern der hat da den Externen bezahlt, der hat da das Hosting bezahlt und so weiter und so fort.

    Und, dieses eine Feature hat so viel gekostet und das kann einfach auch manchmal sinnvoll sein, weil dann vielleicht der Kunde sich doch durchgesetzt hat und man dann zeigt: „Na ja, komm, das Feature war aber eigentlich, ich hab's dir vorher gesagt und das war das, was den Preis hier so hochgetrieben hat.“ Ja gut, also na ja, aber ja, das sollte jetzt nichts, nee, das ist jetzt natürlich nicht damit gemeint, aber, ich, ich finde, es erschafft einfach eine sehr hohe Vertrauensbasis und, ja, das ist halt so ein, so ein Anschlussding, ja.

    Also man zeigt hinterher: Guck mal, ich zeig dir auch wirklich, was passiert ist und das zahlst du.

  45. Daniel

    Ja, stimmt. Das, das stimmt auf jeden Fall, dass das dann der Kunde, besser einschätzen kann, was du überhaupt gemacht hast.

  46. Sascha

    Ja, genau.

  47. Daniel

    Wenn das stimmt, was du da hingeschrieben hast.

  48. Sascha

    Bei mir stimmt es natürlich.

  49. Daniel

    Wenn er, wenn er sich, wenn er, wenn er glaubt, dass es stimmt, was du, was du ihm geschrieben hast.

  50. Sascha

    Ja gut, das ist jetzt eine sehr philosophische Frage schon wieder. Aber, das ist auch noch ein schöner, schöner Übergang noch mal zu was, was Ansgar, uns geschrieben hatte, der nämlich, und da gebe ich ihm völlig recht, auch, ein bisschen die, Betreuung nach dem Projekt einfordert, aus zweierlei Gründen. Also zum einen sicherlich auch, um den Kontakt zum Kunden zu halten und möglicherweise mit Anschlussaufträgen zu rechnen oder auch deren, Initiation aktiv bisschen so anzuregen. Ja.

    Aber eben auch, einfach ein gutes Gefühl für sich selbst und für den Kunden zu haben. Also, ich habe, ich weiß nicht, hast du dieses Zitat noch gerade greifbar? Ich habe den Zettel hier gerade verlegt, wo er sagte: „Ich habe was Teures, gekauft und jetzt möchte ich auch quasi, die Gewissheit haben, dass es gut ist.“

  51. Daniel

    Genau, eigentlich genau so war das bei mir. Also man hatte was Teures, argumental hochwertig Bewertetes erworben und will sich nun versichern, dass die Entscheidung richtig war.

  52. Sascha

    Genau, also, ich bin ein großer Fan davon, zum Beispiel Kunden auch gleich so eine Evaluation mit zu verkaufen. Also, wenn jetzt ein neuer Shop, ein Shop relaunched wird, dass zum Beispiel im Nachhinein, dass es in einem gewissen Panel ein halbes Jahr und ein Jahr später eine Erhebung gibt, die den tatsächlich den Erfolg, misst, ja, und man mal so ein bisschen sieht.

    Also ich meine, klar, eigentlich sollte er es von selbst merken, aber einfach oder auch bei einer Webseite, dass einfach so, dass man zeigen kann, dass man sich selber auch, ein bisschen unter Druck setzt und sagt: „Wir machen Ihnen nicht nur diesen Relaunch, sondern wir zeigen Ihnen hinterher auch, dass er was gebracht hat. Und wenn er nichts gebracht hat, dann bauen wir das nicht umsonst neu, aber wir, wir setzen uns gerne zusammen und versuchen es dann noch zu optimieren.“

  53. Daniel

    Mhm. Ja.

  54. Sascha

    So, das, finde ich einfach eine sehr gute Sache, die auch einfach echt zu selten passiert.

  55. Daniel

    Das stimmt, ja. Ja, das, da sollte man ja eigentlich auch die, die Gewissheit in sich selbst haben, dass, dass, dass das, was man da macht, schon noch besser ist, was, was der Kunde jetzt vorher hatte.

  56. Sascha

    Ja, auf jeden Fall.

  57. Daniel

    Dann kann man das ja auch so, halt kommunizieren oder dann sogar, sogar beweisen halt. Das ist schon nicht schlecht.

  58. Sascha

    Und mal ganz abgesehen davon, dass man selber auch noch mal was dran lernen kann. Also wenn man, wenn man tatsächlich, Fehler, oder Probleme auf 'ner Webseite durch Usability Tests oder so rausfindet, man ja auch selber weiß dann, wie man die in Zukunft, umschiffen kann.

    Jetzt fällt mir grade auf, bevor wir gleich, zu der Key Message dieser Sendung und dieser Umfrage kommen, dass ich, völlig vergessen habe, Christian Vogt, zu erwähnen, der ebenfalls, zu dem Punkt der realistischen Fristen und zu, den, also der auch gesagt hat, erklärt, warum gewisse Fristen oder gewisse Ziele unrealistisch sind. Und, ich beziehe das jetzt mal auf das, was wir vorhin schon zum Thema Informati..., informier den Kunden, was wie lange dauert und warum was nicht sinnvoll ist, ja.

    Das setz ich jetzt, zieh ich einfach noch mal dazu, deshalb auch Christian hat uns das gesagt. Ja, ich möchte zumindest die Leute mit teilweise mit Namen erwähnen, die das zugelassen haben. Wir haben auch einige anonyme Postings, die, glaube ich, einfach nicht wollten, dass ihre Kunden da, angesickt sind, was wir auch gut verstehen können.

    Und Christian hat aber auch noch einen ganz wichtigen Punkt gesagt und da kommen wir jetzt langsam so in die Dimension rein, wo man sich, als kleiner Kistenkrämer wahrscheinlich, fragt: „Ja, wieso? Das betrifft mich aber nicht.", Christian sagt nämlich, und ich würde ihm völlig zustimmen: „Nehmt nicht zu viele Projekte an.", er sagt, die Auftragslage scheint im Moment relativ gut zu sein. Bin, gespannt auf die Flames, die in, Kommentaren zu dieser Sendung dann auftauchen werden.

    Aber auch ich hab diesen Eindruck, aber wahrscheinlich ist die Rezession ja noch nicht so ganz bei uns angekommen. Nichtsdestotrotz, selbst bei-- zu Zeiten, als es mir nicht so gut ging als, Webdesigner, hatte ich den Eindruck, dass es immer so ist, dass einen Monat lang sich niemand meldet und dann im nächsten Monat sechs Leute grade irgendwas haben wollen.

    Und ich hab tatsächlich auch den meiner Meinung nach Fehler und offensichtlich auch Christians Meinung nach Fehler begangen, dann da vers-- alles Mögliche anzunehmen und zu sagen: „Ja, das krieg ich schon irgendwie hin und dann mach ich dann halt nebenbei und hintereinander." Und, Christian sagt zu Recht, dass also die alleine die Reinfindungsphase zwischen zwei Projekten umzuschalten, weil man weiß, okay, am Mittwoch muss ich da eine Präsentation halten, wo ich grade stehe und am, Montag muss dann, das andere Projekt aber fertig sein.

    Von dem Mittwoch wieder umzuschalten, das dauert halt schon fast 'nen halben Tag, wenn man wieder in den Code reinkommen muss und so weiter, wenn man da sechs Projekte gleichzeitig hat. Und, er sagt, da man sich auch noch zusätzlich selbst völlig überschätzt gelegentlich, ist es besser, ein bis zwei Projekte gleichzeitig zu haben, die schnell abzuarbeiten und dann mit den nächsten anzufangen, als jetzt,, so viele nebenherlaufen zu lassen.

  59. Daniel

    Ja klar, das, das sehe ich auch ein. Ich hatte jetzt, noch nicht diese, diese Betreuung, dass ich jetzt sechs Projekte gleichzeitig hätte machen sollen, aber, auch, auch ich, weiß das aus meiner Erfahrung, dass das halt mehr, mehrere Projekte gleichzeitig, schon, schon schwieriger einfach zu managen sind und halt schwieriger, sich, in die Einzelne wieder reinzufinden.

  60. Sascha

    Na also ich mein, wir haben beide im Moment zwei ganz große Projekte laufen, nämlich, Abschluss, ja, Diplom und so und arbeiten. Und das ist ja schon schwierig unter einen Hut zu bringen, ja. Aber und dann ist das Arbeiten ja auch noch in kleinere Unterprojekte aufgeteilt. Und ich tu mich tatsächlich immer schwer, wenn ich umschalten muss zwischen arbeiten. Ich arbeite zwei Tage die Woche im Moment und ich, brauche immer 'nen halben Tag, um wieder reinzukommen.

    So, also das ist, nicht sehr effektiv, wenn man zwei Tage arbeitet. Ja, also wie gesagt, Fazit tatsächlich in dem Moment, : Bleibt realistisch, auch wenn ihr das große Geld riecht, zieht nicht zu viele Aufträge ran. Hinterher führt das nur dazu, da hab ich auch 'nen Kollegen, jetzt nicht aus dem Webdesign, ist ein anderer Bereich, aber der, hat dann auf einmal angefangen, die Aufträge an andere abgeben zu müssen. Also er hat die angenommen und hat die dann immer nur unterverteilt.

    Ihm ist dann nur erstens nicht dabei aufgefallen, dass ein paar von seinen Unterverteilten, sich dann mal spontan die Kunden hinterher selbst rausgegriffen haben, was ein bisschen blöd war und zum anderen du auch natürlich nicht so viel Einfluss auf die Qualität und, die Einhaltung der Fristen bei den Leuten hast.

    Und dann hast du hinterher auf einmal 'ne Katastrophe, weil du eigentlich mehr am Organisieren bist, und hast dann vielleicht mal einmalig mehr Geld bekommen, aber danach springen die ganzen Kunden ab und alle sind unzufrieden. Furchtbar. So viel, wenn ich das jetzt hier mal, richtig noch mal kurz überfliege zu den, konstruktiven, Aspekten.

  61. Daniel

    Gerrits Aussage?

  62. Sascha

    Ja, die hätte ich jetzt noch mal im Anschluss an, unser, unser Fazit quasi angeschlossen, weil sie sich auch ein bisschen darauf bezieht. Wir kommen jetzt zu der Aussage, die fast einstimmig alle Webkrauts, getroffen haben, was echt sehr beeindruckend ist, zumal wir eigentlich mehr gefragt haben: Was, sind so die typischen Probleme, die auf einen zukommen, was so organisatü-- Organisation, Abrechnung und so angeht? Und die Aussage, die alle getroffen haben, war: Sucht euch eure Kunden aus.

    Das ist mal 'ne Ansage, möchte ich,

  63. Daniel

    Man soll halt sich nicht, nicht, nicht den erstbesten Kunden mit dem zusammenarbeiten, sondern halt nur die Kunden, die bei, bei denen man halt spürt oder, oder halt erfährt, dass halt, dass die halt zu einem passen. Das ist, hört sich erst mal ziemlich krass an, würde ich sagen.

  64. Sascha

    Das ist, richtig. Hab ich auch im ersten Moment gedacht. So, ja, das, kann man jetzt auch nicht jedem sagen. Also wie gesagt, ist im ersten Moment schwierig zu vermitteln. Wenn man aber so 'n bisschen drüber nachdenkt, dann stimmt das.

  65. Daniel

    Ja, stimmt, ja. Dann, wenn man den wirklich, also, ich hatte jetzt glücklicherweise noch nie nicht so 'nen Kunden, der, der wirklich, den ich lieber nicht hätte haben sollen. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass, dass ein solcher Kunde halt wirklich so, so fordernd ist und so viel Zeit von dir, in Anspruch nimmt, dass du in der Zeit locker halt drei andere Kunden hättest machen können, also drei andere Kundenprojekte hättest machen können.

    Und das ist natürlich schon 'ne Sache, die, die einen eigentlich überzeugt.

  66. Sascha

    Ja, das würde ich auch-- Also ich hatte tatsächlich schon mehrfach solche Kunden. Das waren immer sehr kleine Kunden für jetzt so diese ganze, Geschichte. Also lustigerweise waren das auch immer welche, irgendwas mit AT. Ja, ich hatte 'ne T, nee, also mit, nee, anders. Falsch gesagt. Totaler Quatsch. Ich hatte, es war meine drei Hasskunden, ja, das sag ich jetzt einfach, ohne da Namen zu nennen, aber ich sag jetzt mal die Bereiche. Es ist 'ne Telekinese. Quatsch, nee, sag ich auch Telekinese.

  67. Daniel

    Telekinese.

  68. Sascha

    Ah. Dysprokinesis-Praxis, ja, Dysprokinesis-Praxis, 'ne Ergotherapiepraxis und 'ne Psychotherapiepraxis. Also alles so, ja, vielleicht liegt's auch an den Menschen, ich weiß es nicht. Dysprokinesis nur als kleine Klugscheißerinformation ist Physiotherapie für Musiker. Und weil ich mich da so drüber aufgeregt hab, haben immer alle zu mir gesagt: „Was macht eigentlich deine Telekinesepraxis?"

    Jetzt sag ich das selber auch schon. Nein, aber das waren halt, das waren alles schon, Kunden, die nicht viel Geld gegeben haben. Also wo wirklich kleinste Beträge schon wirklich für die war das 'ne richtig große Ausgabe und das führte dazu, dass die den Eindruck haben, okay, jetzt machen wir diese Monsterinvestition von, weiß ich nicht, hundertfünfzig, drei, dreihundert Euro. Ne? Das war in meinen Anfangszeiten.

    Und jetzt hab ich den Typen aber auch gekauft und ich weiß noch genau, dass mich, von dieser einen Praxis tatsächlich die Kundin mal um, ich glaub, halb zwei Uhr nachts angerufen hat, weil sie was fragen wollte. Ja. Und das ist dann so der Moment, wo man denkt: Pass auf, also ich rechne das jetzt mal durch.

    Das ist sowieso schon und dann kommen diese, dann machst du so 'n Pauschalangebot und dann ist genau, dann passiert all das, was wir vorhin durchgesprochen haben und du hast eh schon so 'n Stundenlohn von irgendwie, zwei Euro fünfzig oder so. Und denkst dir: Hört ich, mach das jetzt noch zu Ende und dann lerne ich da draus.

    Und dann wirst du halt um halb zwei Uhr nachts angerufen und heißt: „Ja, das Grün ist aber nicht wirklich grün und so." Und dann musst du erst mal anfangen zu erklären, was mit Wärme auf'm Bildschirm zu tun hat und dass da ihr ganzes Weiß schon rosa ist, ja, auf'm Bildschirm dann irgendwie das Grün auch nicht grün sein kann und so. Na ja, auf jeden Fall. Und ich finde deshalb die Aussage „Sucht euch eure Kunden aus", ist die Message überhaupt.

    Und du hast recht, es ist schwierig, gerade bei Leuten, die jetzt tatsächlich 'n bisschen, rumkrebsen und die jetzt auch der Aussage: „Ja, ja, die, die Auftragslage ist gut", vielleicht eine Absage erteilen würden. Aber was hilft einem das, wenn man dann hinterher 'n Kunden hat, der einem tatsächlich Magengeschwüre bereitet und wo man da hinterher mit, 'nem minimalen Gewinn rausgeht?

    Da wär's vielleicht besser, tatsächlich 'ne Zeit lang zu warten und dann den nächsten richtigen vernünftigen Kunden zu, haben.

  69. Daniel

    Ja, und halt keine Magengeschwüre. Das ist schon 'n Vorteil.

  70. Sascha

    Das ist 'n sehr, sehr großer Vorteil, auf jeden Fall. Das, würde ich auch so sagen. Also, i-ich würd auch gerne noch mal Christian zitieren, der das sehr schön gesagt hat: „Hört auf euer Bauchgefühl in Bezug auf den Kunden.

    Ein Kunde, der vom Internet so viel Ahnung hat wie Biene Maja von Atomphysik, sollte man dabei ganz stark überdenken, denn diese sammeln am Ende Features von anderen Seiten wild zusammen und wollen diese auch noch ganz dringend auf ihrer Seite haben." Ja, auf das aus, auch das Ausreden hilft dann hier meistens nicht mehr, weil diese Menschen einfach null Sinn für die Materie haben. Das ist richtig.

    Dann hat man nämlich hinterher nicht nur 'n Magengeschwür, wenig Geld verdient, sondern der Kunde ist auch nicht zufrieden. Die sind nämlich meistens nicht zufriedenzustellen und man hat noch nicht mal eine tolle Referenz, ja, die man sich auf sein, in sein Portfolio packen kann. So.

    Tja, und, Christian, sagt sogar: „Wenn ihr dann tatsächlich doch mal so 'n Kunden erwischt habt und all die Punkte, die wir vorher erwähnt haben, nicht helfen, dann schießt den möglichst schnell ab." Das tut dem Geldbeutel gelegentlich weh, aber na ja. Man kann in der Zeit, die man gespart hat, um auch hier noch mal wörtlich zu zitieren, dann oft zehnmal so effektive Projekte anfangen. Nicht alle Kunden um jeden Preis behalten. Wann fängst du an, deine Kunden zu feuern?

  71. Daniel

    Gleich morgen. Nee.

  72. Sascha

    Nein, okay. Wie gesagt, ich glaube auch, dass, man muss das, man, man muss 'n bisschen vorsichtig sein. Wir haben jetzt auch Tipps von sehr, großen Webdesignern bekommen. Und da schließ ich jetzt an noch mal kurz an Gerrit an, den du vorhin schon angesprochen hast, der eine etwas andere Botschaft gesendet hat. Nämlich nicht, sucht euch eure Kunden aus. Ich glaub, er würde das auch unterschreiben. Er, sagt: „Verkauft euch so wie ihr seid und, lasst euch nicht...“ Ja, nee, das, das ist-

  73. Daniel

    Verkauft euch so, wie, wie ihr seid und dann suchen eure Kunden euch aus.

  74. Sascha

    Genau, ja. Und, er sagte jetzt also, er hat sehr positive Erfahrungen damit gemacht, dass er quasi auf seinem, Blog, auf seiner Webseite erzählt, wie er arbeitet, was er arbeitet, was er nicht macht, was er gut findet, was er gut kann und, hat bis jetzt einfach noch keine so Probleme mit seinen Kunden gehabt. Toi, toi, toi. Jetzt ist natürlich und das habe ich vorhin auch schon mal kurz gesagt, Gerrit jetzt, na ja, also das ist jetzt auch, er kann sich's auch ein bisschen leisten.

    Jetzt nicht finanziell, das weiß ich nicht, aber, er gehört halt, sagen wir mal, doch schon zur meinungsbildenden Bloggerschaft unter den Webdesignern.

  75. Daniel

    Ja klar, also dass, dass, dass er jetzt über seinen Blog halt mit potenziellen Kund, Kunden in Kontakt tret, tritt, das ist halt vielleicht schon eher eine Ausnahme als, als die Realität.

  76. Sascha

    Wobei das schön ist.

  77. Daniel

    Das ist natürlich,

  78. Sascha

    Also wenn, wenn quasi die Kunden dich aussuchen und du dann aus den Kunden, die dich ausgesucht haben, aussuchen kannst, das, ist natürlich nett. Aber wie gesagt, also, das ist jetzt auch gar keine Kritik, aber Gerrit ist sicherlich, gehört schon zum A-Level-Blogger und, dann hat man natürlich noch mal es ein bisschen leichter. Aber nichtsdestotrotz hat er völlig recht.

    Also, seine Webseite mit Marketingblubb vollzumachen und, quasi alles reinzuschreiben und sich, mit den gleichen blumigen Worten zu verkaufen wie, MediaMarkt seine, Fernseher zu verkauft, ja. Und hinterher stellen alle fest, dass bei ihnen zu Hause das alles furchtbar aussieht und HD irgendwas. Weil mich, durch diese Labels blickt ja auch keiner durch HD ready, HD, HD, HD, HD. Und das ist genau der Punkt.

    Wenn ich dann halt, dann kann ich damit rechnen, wenn ich mich mit Marketingblubb auf meiner Webseite verkauft habe, dass ich dann halt jemanden als Kunden finde, der genau sich so was wünscht. Marketingblubb und kein, super gutes Produkt.

  79. Daniel

    Ja, stimmt. Wenn ich eine Website hätte, die mich verkaufen würde, dann würde ich auch kein Marketingblubb da draufsetzen.

  80. Sascha

    Gut, deine Strategie ist also Mund-zu-Mund-Reklame. Das, ein abschließender, Kommentar von mir. Also ich hab tatsächlich all meine großen Kunden über Mund-zu-Mund-Reklame bekommen von vorhergehenden Kunden. Das ist natürlich-- mit denen hatte ich auch nie Probleme erstaunlicherweise. Die wussten ja auch, was sie erwartet. Gut, also, wir halten fest: Wir haben euch ein paar, Punkte genannt, die die Webkrauts als erwähnenswert in der Organisation, von Kund, Kunde, Projekt, Webdesigner halten.

    Und wir halten als absolute Key Message fest: Sucht euch eure Kunden aus, fordert das, was ihr, verdient und arbeitet kostendeckend und dann, wird der Rest schon von alleine kommen.

  81. Daniel

    Ja, genau. Vielleicht nicht ganz von alleine, aber das, das sind halt die, die Key Messages hier und, dann der Rest, der, der lässt sich dann auch noch überstehen.

  82. Sascha

    Wir sind zuversichtlich. Ja, ich hoffe, ihr habt ein paar Insights, bekommen, wie die Webkrauts solche Sachen angehen. Wir haben dieses Interview einfach mal angesetzt oder diese, diese schriftliche Befragung, um, diesen Modus mal auszuprobieren. Und wir würden das gerne wieder machen, weil, es etwas Interaktivität in, so 'nen Podcast reinbringt. Und wir würden auch gerne euch als Hörer in Zukunft bei solchen Fragen einbeziehen.

    Und da würden wir gerne wissen, was euch so, an Themen interessiert. Entweder in der Riege der Webkrauts oder, also was ist da an, was euch da an Meinungen interessiert oder an Techniken, die vielleicht angewendet werden. Oder eben, was euch auch interessiert in Bezug auf die Hörerschaft von Technikwürze.

    Vielleicht gibt's auch da Sachen, wo ihr sagt: „Ich würd gerne mal wissen, ob das die Allgemeinheit auch so macht wie ich." Sicherlich werden wir da nicht immer die ausgiebigsten Antworten bekommen, aber wenn es so läuft wie jetzt zum Beispiel, dann kann das ja schon mal sehr fruchtbar sein. Ja, hinterlasst uns einfach ein paar Kommentare.

    Sagt uns, worüber ihr in Zukunft was hören wollt und, im Zweifelsfall eure Erfahrungen mit Kunden und dem Projektmanagement und ob ihr eure Kunden aussuchen könnt, ob bei euch die Auftragslage gut ist und, wir freuen uns auf die nächste Woche.

  83. Daniel

    Genau. Das war's dann eigentlich auch schon für uns, oder? Dann haben wir diesmal gar keinen Längenrekord gebrochen.

  84. Sascha

    Das ist richtig. Aber wir können ja jetzt einfach noch, die nächsten... Wie lange war das, die Sendung von David?

  85. Daniel

    80 Minuten oder so.

  86. Sascha

    80 Minuten? Das ist, quasi das Doppelte von dem jetzt. Wahnsinn. Klar, wir lassen jetzt einfach noch bisschen laufen, während ich für meine Klausur lerne und, dann geht das.

  87. Daniel

    Ja, ich schalt mal Pandora ein, dann haben wir was auch zum Hören und dann...

  88. Sascha

    Das, dürftest du eigentlich gar nicht mehr hören. Aber, wir schweißen ab. Wir verabschieden uns, von euch und, wünschen euch eine schöne Woche. Bis, die Tage.

  89. Daniel

    Ja, ciao.

  90. Einspieler

    Beteiligt euch an der Diskussion im Blog auf technikwürze.de.

    Empfehlungen.

  91. Sascha

    Ja hallo liebe Hörer. Im heutigen Review möchte ich euch, das Buch Projektfahrplan für erstklassige Websites von Shirley Kaiser vorstellen. Erschienen ist das, amerikanische Original im australischen Sidepoi-Sidepoint-Verlag, den viele von euch sicherlich kennen, durch die exzellente Webseite sidepoint.com. Wer sie nicht kennt, sollte auf jeden Fall mal reinschauen. Bietet sensationelle Artikel, rund ums Webdesign und um die Webentwicklung.

    Die, Version, die ich gelesen habe, ist die deutsche Version, die im dpunkt.verlag, erschienen ist und für sechsunddreißig Euro käuflich erwär, erworben werden kann. Für Österreicher, für all unsere österreichischen Hörer kostet es dann ein Euro zehn mehr. Das Buch ist jetzt nicht in erster Linie ein Webdesign-Werk, sondern sieht sich selbst als Leitfaden für Webentwicklung. Zielgruppen sind dann auch nicht nur Webdesigner und Entwickler, sondern auch Projektleiter und Auftraggeber.

    Das ist halt was, was mir immer besonders am Herz liegt, wie der ein oder andere vielleicht weiß. Und das ist auch der Grund, warum ich auf das Buch aufmerksam geworden bin und es dann mir reingezogen habe. Ich finde einfach, es gibt viel zu wenig gute Ressourcen für interessante Entscheider, die, helfen können, ein Website-Projekt erfolgreich abzuwickeln.

    Wir stehen halt selber immer wieder vor der Aufgabe, wenn wir kurze Präsentationen halten, zu erläutern, was es mit Usability auf sich hat oder mit Webstandards. Und die Leute haben da nicht so richtig Plan von. Und viele von den Kunden würden sich aber gerne informieren, haben aber einfach nicht die Zeit, jetzt total ins Thema einzutauchen und sich auf ihre Aufgaben intensiv vorzubereiten, indem sie im Web recherchieren oder solche Dinge.

    Und letztlich wird dann oft irgendwann ein Experte hinzugezogen, wenn das Kind schon längst in den Brunnen gefallen ist oder eine, eine Agentur übern Tisch gezogen hat oder halt eben totaler Mist verzapft worden ist. Und ich habe mir gedacht: Na ja, also so ein Buch könnte vielleicht helfen, wenn es gut geschrieben ist, weil man kann es halt unterwegs lesen und, die meisten haben lieber alles in einem komprimiert, ohne sich jetzt durch die ga-ganze Blogosphäre zu lesen.

    Das Buch selbst geht los mit grundlegenden Fragen und im Verlaufe des Buches werden dann aber auch spezielle Sachen, in meiner-- meines Erachtens nicht immer ganz nachvollziehbarer Reihenfolge angesprochen, wie zum Beispiel die Relevanz von Farben, Benutzerfreundlichkeit, Webstandards, Inhaltsverwaltung, Search Engine Optimization und vieles mehr.

    Und ich muss sagen, dass n-nach meinem Gusto eigentlich so gut wie alles enthalten ist, was man als Projektmanager oder Projektverantwortlicher im Laufe der Entwicklung so eines Webprojekts, mal über den Schreibtisch bekommen könnte. Was mich aber auch gleich zu den, Argumenten für das Buch, kommen lässt, die gleichzeitig meinem Erachten nach auch die Schwachpunkte des Buches sind.

    Alle Kapitel sind zum Beispiel als Checklisten geschrieben und haben neben einer kurzen Einleitung und einer Zusammenfassung keinen wirklichen Fließtext. Das erhöht zwar total die Nachschlagsfunktion – wenn ich das also so auf dem Schreibtisch stehen habe und mich erinnere: "Ach, da war doch was.", dann gehe ich mal rein, kann mir diese Checklisten durch, durchgehen – aber, es erschwert einem unheimlich, das Buch am Stück zu lesen.

    Das heißt, eigentlich ist es für denjenigen, der schon wieder ein bisschen mehr im Thema drin ist, super, weil ich nachschlagen kann, aber das, wofür ich es eigentlich ursprünglich mir angeguckt habe, nämlich dass ich es interessierten Leuten in die Hand drücken kann und sagen: "Lies dir das durch, dann weißt du ungefähr, wie du in deinem Projekt vorgehen musst.", dafür ist es nur bedingt geeignet, weil es halt einfach nicht zur Sofalektüre geeignet ist.

    Eine ähnliche Zweischneidigkeit zeigt sich, wenn man sich den Umfang anschaut. Das, ist ein Softcover und der hat immerhin dreihundertzwanzig Seiten und bietet halt oder, oder hat halt den Anspruch an sich selbst, einen Projektfahrplan für Webentwicklung zu geben. Also da ist klar, dass es halt nicht jedes Thema in seiner vollen Ausführlichkeit behandeln kann.

    Problem ist, dass dabei schnell was herauskommt, was für den Auftraggeber zu unverständlich und, für den Webdesigner zu oberflächlich ist.

    Also einerseits wird technisches Wissen als gegeben vorausgesetzt, was halt vielleicht der ein oder andere Projektmanager oder der ein oder andere Auftraggeber gerade bei kleineren Kunden nicht hat und andererseits, wird dann doch wieder das ein oder andere total Banale sehr explizit erklärt, wo irgendwie der Projekt, erfahrene Webdesigner, schon ein bisschen genervt ist, ja.

    Um mal ein Beispiel zu geben: Einerseits könnte ich, glaube ich, niemandem ohne Vorerfahrung zumuten, auf Basis, des Kapitels über Redaktionssysteme ein CMS auszuwählen. Andererseits sind die Hinweise zu Cascading Style Sheets, deren Bedeutung zum Beispiel noch nicht mal sonderlich erläutert wird, viel zu dumm, dünn, um hier wirklich Erkenntnisse als Entwickler auszuziehen. Ja, viele Hinweise und Empfehlungen werden halt einfach nicht weiter erklärt und stehen als Dogmen so im Raum.

    Das heißt, der Leser muss die einfach hinnehmen. Ich habe da jetzt nicht wirklich Fehler drin gefun-gefunden, aber, ja, mir ist etwas unwohl bei der Sache, obwohl ich jetzt eigentlich alle Empfehlungen im ersten Moment unterschreiben würde.

    Mmh, na ja, aber das kann auch ein bisschen an meiner Mentalität liegen, dass ich einfach nicht so gerne so völlig In den Raum gestellte, Grundregeln da sehe, wenn sie, so auch manche Sachen betreffen, wo man vielleicht doch Entscheidungen aus dem Bauch raustreffen muss, ja. Ganz hervorragend hingegen finde ich, die zusätzlichen Ressourcen, die angeboten werden.

    Es gibt halt eine Webseite zum Buch und, da finden sich zum, viele Fußnoten mit Verweisen auf andere Bücher und Onlinequellen, wo man halt weiter recherchieren kann. Das hat mir zum Beispiel für, so Farbwahlgeschichten und, Zugänglichkeit einige neue Lesezeichen beschert, die mir jetzt bei meiner täglichen Arbeit helfen. Also da lohnt sich ein Blick, auch wenn man sich vielleicht das Buch gar nicht an, schaffen will. Ich werde die Webseite dann in den Show Notes auch verlinken.

    Auch das, Kapitel über das Testen der eigenen Projekte, sollte noch Erwähnung finden. Hier gibt die Autorin sehr hilfreiche Tipps. Die meisten Webentwickler, und da darf ich mich mit etwas Scham durchaus einreihen, mal beachten sollten. Die meisten machen, wie ich glaube, zu wenig, zu wenig Zugänglichkeits- und Usability-Tests.

    Ein Thema, das auch noch, entweder, ich weiß nicht, in welcher Reihenfolge wir das senden, schon angesprochen wurde in dem Interview, oder noch kommen wird mit, Jakob Nielsen. Ich würde einfach mal sagen, bei Projektfahrplan für erstklassige Websites, es handelt sich um ein praxisnahes Nachschlagwerk, das dem Praktiker im Laufe der Entwicklung sehr gut in Erinnerung rufen kann, was er in einzelnen Phasen der Ent-- Webentwicklung nie aus den Augen verlieren sollte.

    Erwartet jetzt nur kein Buch, das man, vor dem Kaminfeuer auf dem Lo-Sofa lesen kann und es gibt durchaus Bücher, über Webdesign oder Usability, die das bieten, wie zum Beispiel Don't Make Me Think, ein-- immer noch eine meiner Top- - -Empfehlungen. Und das Buch ist für mich auch nicht wirklich ein Fahrplan, weil es teilweise die temporalen Abfolgen nicht so-- Na, es suggeriert halt eine Reihenfolge, die zumindest mir in meinem Arbeitsläuf--, Arbeitsablauf so nicht vorkommt.

    Zum Hin- und Herspringen im Inhalt, bietet sich das Ganze dann aber doch an, weil es halt eben in dieser Checklisten-Schreibweise, geschrieben ist. Ebenfalls gut geeignet ist es meines Erachtens nach für den bereits leicht vorgebildeten Auftraggeber und/oder Kunden, der sich auf den neuesten Stand, hochschieben will und sein Projekt halt gut begleiten möchte.

    Er hat dann die wichtigsten Themen zur Hand und kann seiner Agentur oder auch seiner Inhouse-Abteilung oder seinem Webdesigner, wie auch immer, die richtigen Fragen stellen und auch mal fundierte Kritik anbringen. Das Buch bietet zwar nicht den Baukasten, um eine gute Ausschreibung zu formulieren. Wer schreibt dafür eigentlich mal ein Buch? Wäre, glaube ich, eine Riesenidee, weil das ist immer das Schrecklichste, schreckliche Ausschreibung.

    Aber auch da kann man das eine oder andere im Vorhinein rausziehen. Das klang jetzt alles vielleicht auch ein bisschen negativ, aber ich halte das Buch trotzdem für eine Kaufempfehlung. Ihr habt vielleicht einen Fachidioten als Kollegen, der nur programmieren oder designen kann, von den Bedürfnissen des Endabwender--, Endanwenders aber keine Idee hat.

    Oder ihr habt einen Kunden, der zwar selber mal mit Frontpage eine Vereinswebseite gemacht hat, dem aber nicht ganz klarzumachen ist, warum ihr Zugänglichkeitstests machen wollt. Oder warum es gut ist, schlanken, validen HTML-Code zu verwenden und das Design vom Inhalt in CSS-Dateien auszulagern.

    Oder ihr habt einen Bekannten, der jammert, weil er sich keinen Berater leisten kann und den Eindruck hat, dass er das Webprojekt für seine Firma überhaupt nicht managen kann, weil die Agenturen keinen Plan zu haben scheinen und er nicht die richtigen Fragen stellen kann. Ich würde sagen, schenkt ihnen dieses Buch.

  92. Einspieler

    Mehr Qualität im Webdesign durch Webstandards. Tipps und Tricks zur Umsetzung findet ihr bei den Webkrauts auf Webkrauts.de. Für ein besseres Web.

    Weitere Informationen und die Links zur Sendung auf technikwürze.de.

Projekte und Kundenkommunikation

Sascha Postner und Daniel Jagszent haben eine Umfrage bei den Webkrauts durchgeführt und viele Antworten erhalten. Die beiden wollten wissen, was die typischen Probleme und Beispiele bei den Projekten sind und wo es dort hakt. Ein spannender Beitrag, bei dem auch ihr gefragt seid.

Buch

Projektfahrplan für erstklassige Websites

(Sascha Postner) Im heutigen "Book Review" möchte ich Euch das Buch „Projektfahrplan für erstklassige Websites“ von Shirley Kaiser vorstellen. Erschienen ist das amerikanische Orginal im australischen Sitepoint-Verlag, vielen sicher bekannt durch die exzellente Webseite sitepoint.com. Die von mir gelesene  deutsche Version hat der dpunkt-Verlag publiziert und ist für 36 Eur (37,10 Eur für unsere Hörer aus Österreich) im Handel erhältlich.

Das Buch ist nicht in erster Linie ein „Webdesign“-Werk, sondern sieht sich selbst als Leitfaden für Webentwicklung. Zielgruppen sind neben Webdesignerns und -entwicklern vor allem auch Projektleiter und Auftraggeber. Das ist etwas was mir besonders am Herzen liegt und auch der Grund warum ich auf das Buch aufmerksam geworden bin.

Es gibt meiner Meinung viel zu wenig gute Ressourcen für interessierte Entscheider, die helfen ein Website-Projekt erfolgreich abzuwickeln. Ich stehe selbst immer wieder vor der Aufgabe in einer kurzen Präsentation zu erläutern was es mit Usability auf sich hat.
Und es gibt viele Kunden, die sich gerne informieren würden, aber einfach nicht die Zeit haben sich intensiv auf eine Aufgabe vorzubereiten. Letztlich wird dann oft erst ein Experte hinzugezogen wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und die Agentur einen über den Tisch gezogen hat und einen totalen Mist verzapft hat.

Hier kann dieses Buch vielleicht einen wertvollen Beitrag leisten. Es geht auf viele wichtige Dinge ein, die bei der Entwicklung einer Website bedacht und berücksichtigt werden müssen.

Es geht los mit einigen Grundlegenden Fragen. Im Verlaufe des Buches werden dann aber, in meines Erachtens nicht immer ganz nachzuvollziehender Reihenfolge, auch die Relevanz von Farben, Benutzerfreundlichkeit, Webstandards, Inhaltsverwaltung, SEO und vieles mehr vorgestellt.
Ich muss sagen, dass wirklich fast alles enthalten ist, was einem als Projektmanager oder Verantworlichen im Laufe der Entwicklung auf dem Schreibtisch landet.

Dabei sind meine beiden größten Argumente für das Buch auch gleichzeitig die Schwachpunkte.
So sind alle Kapitel als Checklisten geschrieben und haben neben einer kurzen Einleitung und Zusammenfassung keinen wirklichen Fließtext. Das erhöht die Nachschlagsfunktion und die Informationsmöglichkeit zu einzelnen Punkten sehr, muss man doch nur immer ein zwei Absätze lesen um sich zu einem Punkt zu informieren.
Andererseits ist das Buch sehr schwer am Stück zu lesen. Man fühlt sich ständig im Lesefluss unterbrochen und die Verknüpfung einzelner Bulletpoints ist nicht immer gut gelungen.

Gleiche Zweischneidigkeit zeigt sich wenn es um den Umfang geht. Das Softcover versucht immerhin auf 320 Seiten einen umfassenden „Projektfahrplan“ für Webentwicklung zu geben. Da ist es klar, dass nicht jedes Thema in seiner vollen Ausführlichkeit behandelt werden kann.
Problem ist, dass dabei schnell etwas herauskommen kann, was für den Auftraggeber zu unverständlich ist, weil es technisches Wissen als gegeben voraussetzt, und für den Webdesigner zu oberflächlich, weil es eigentlich „banales“ sehr explizit erklärt.

Einerseits könnte glaube ich niemand ohne Vorerfahrung auf Basis des Kapitels über Redaktionssysteme ein CMS auswählen, andererseits sind die Hinweise zu CSS (dessen Bedeutung nicht sonderlich erläutert wird) zu dünn um hier wirkliche Erkenntnisse als Entwickler heraus zu ziehen (vorausgesetzt man hat schon mal „etwas“ mit CSS gearbeitet).

Viele Hinweise und Empfehlungen werden einfach nicht weiter erklärt und stehen als Dogmen im Raum, die man als Leser einfach hinnehmen muss. Zwar habe ich keine wirklichen Fehler gefunden und würde problemlos fast alle Empfehlungen unterschreiben, aber etwas unwohl ist mir dabei dennoch. Das kann aber auch an meiner Mentalität liegen.

Ganz hervorragend finde ich hingegen die zusätzlichen Ressourcen die angeboten werden. Neben der Webseite zum Buch finden sich zu vielen Themen Fussnoten mit Verweisen auf anderer Bücher und Onlinequellen. Das hat mir z.B. für die Farbwahl, Design und Zugänglichkeit einige neue Lesezeichen beschert, die mir bei der täglichen Arbeit helfen.

Auch das Kapitel über das Testen der eigenen Projekte sollte noch besondere Erwähnung finden. Hier gibt die Autorin einige sehr hilfreiche Tipps, die die meisten Webentwickler, und da darf ich mich mit etwas Scham durchaus einreihen, durchaus beachten sollten. Wir machen glaube ich alle viel zu wenig Zugänglichkeits- und Usabilitytests.

Ich würde sagen, bei „Projektfahrplan für erstklassige Websites“ handelt es sich um ein praxisnahes Nachschlagewerk, dass dem Praktiker im Laufe der Entwicklung sehr gut in Erinnerung rufen kann, was er in einzelnen Phasen der Webentwicklung nicht aus den Augen verlieren sollte. Erwartet nur kein Buch, dass man vor dem Kaminfeuer auf dem Sofa lesen kann (wie z.B. Don't make me think).
Ein wirklicher Fahrplan ist das Buch für mich nicht, weil es teilweise temporale Abfolgen suggeriert, die zu mindest in meinem Arbeitsablauf so nicht vorkommen. Zum hin und her springen im Inhalt bietet es sich aber dank seiner Checklisten Schreibweise sehr gut an.

Ebenfalls gut geeignet ist es für den bereits leicht vorgebildeten Auftraggeber und/oder Kunden, der sich auf den neuesten Stand schieben und sein Projekt gut begleiten will. So hat man die wichtigsten Themen zur Hand und kann seiner Agentur, oder auch seiner Inhouse Abteilung, die richtigen Fragen stellen und auch mal fundierte Kritik anbringen. Es bietet zwar nicht den Baukasten um eine gute Ausschreibung zu formulieren (wer schreibt eigentlich mal dafür ein Buch?), aber auch dazu kann man die ein oder anderen Stichworte herausziehen.

Trotz der vielleicht etwas negativ klingenden Zusammenfassung, halte ich das Buch für eine Kaufempfehlung.
Ihr habt einen Fachidioten als Kollegen, der nur Programmieren oder Designen kann, von den Bedürfnissen das Endanwenders aber keine Idee hat?
Ihr habt einen Kunden, der zwar selber mal mit Frontpage eine Vereinswebseite gemacht hat, dem aber nicht klar zu machen ist, warum ihr Zugänglichkeitstest machen wollt, es gut ist schlanken, validen HTML-Code zu verwenden und das Design vom Inhalt in CSS-Dateien auszulagern?
Ihr habt einen Bekannten, der jammert, weil er sich keine Berater leisten kann und den Eindruck hat, dass er das Webprojekt für seine Firma nicht managen kann, weil die Agenturen keinen Plan zu haben scheinen und er nicht die richtigen Fragen stellen kann?

Schenkt Ihnen dieses Buch! :)

Autoren Shirley Kaiser
Verlag dpunkt.verlag
Preis 36,00 €
Seiten 328

Erwähnungen 1

Kommentare 10

  • Danke für die Kommentare zur Projektorganisation und Kundenkommunikation. Ich kann mich der Meinung der Webkrauts nur anschließen:
    Kunden gewissenhaft aussuchen und im Zweifelsfall auch mal das ein oder andere Projekt ablehnen. Kurze Durststrecken sind nicht so schlimm wie die typischen "ich hab gerad nix zu tun, deshalb mach ich es für 2,50 die Stunde" Jobs. Da zahlt man hitnerher nur drauf.

    Interessant fänd ich mal eine Umfrage zum Thema "Worauf muss man bei einem Relaunch besonders achten!" Wäre schön wenn ihr dieses Thema mal angeht! ;)

    • @Mac@Work: Danke ;)
      @Oliver u. Klaus:
      Die Themenvorschläge werden notiert. Eure Kritik ist sicherlich größtenteils gerechtfertigt. Wir mussten feststellen, dass es etwas schwer ist die Daten dynamisch im Gespräch zu präsentieren, wie wir uns das eigentlich für den Podcast wünschen (gutes Beispiel die IE8 Episode).
      Das werden wir für das nächste mal sicherlich besser geregelt bekommen und vorher die Aufbereitung intensiver betreiben.
      @Klaus: Auch wenn dich die "Krönung" geärgert hat, so erscheint es doch in der Regel zum guten Ton zu gehören, dem unwissenden oder weniger wissenden Kunden in Angeboten oder auf der Webseite mit reinen Marketingworthülsen zu überdecken ohne wirklichen Inhalt zu vermitteln. Daran sind nicht zuletzt auch die Kunden Schuld, die genau das auch oft beeindruckend finden.
      Sicherlich ist Eigenwerbung gut und wichtig. Substanzlosigkeit ist aber langfristig schädlich. (Es muss sich jetzt kein Marketing-Meister auf den Schlips getreten fühlen, ich arbeite selber im Marketing ;))

  • Eine thematisch sehr interessante Sendung habt ihr da gemacht. Ein paar schöne Anregungen für die Arbeit als Webworker. Den Hinweis auch mal einen Kunden "abzuschießen" kann man wirklich nur bekräftigten. Die Unterschiedliche Lautstärke von Sascha und Daniel war nicht ganz so schön, aber zu verkraften.
    Ich hoffe es gibt noch mehr von solchen Sendungen, Themenvorschläge daher am Ende.
    Eine Kritik muss ich an dieser Stelle noch loswerden: Es ging leider ab und zu mal der Fluss der Sendung verloren und ich hatte als Hörer das Gefühl, dass sich die beiden Sprecher nicht so richtig auf den Verlauf der Sendung vorbereitet hatten. So ging das ein oder andere Thema stockend unter wo vielleicht noch der ein oder andere qualifizierte Kommentar gut getan hätte. Daher würde ich mir für eine nächste Sendung einen etwas mehr ausgefeielten Ablauf wünschen.

    Themenvorschläge:
    Das Thema der Stundensätze oder Pauschalbeträge kommt immer zu kurz. Zwar gab es vor einiger Zeit bei pisto einen recht lesenswerten Beitrag aber gerade unter dem Gesichtspunkt "Verkauft Euch nicht unter Wert" wäre eine Sendung/Umfrage zu dem Thema sicherlich interessant. So recht will ja da niemand mit der Sprache raus, also warum nicht mal die webkrauts?

    Außerdem ist die Projektorganisation eine Sache die vielleicht bei vielen zu kurz kommt. Wie halten es denn da die Profis? Wird mit Projektverwaltungssoftware gearbeitet? Sind Bugtrackingsysteme auch für kleine Projekte sinnvoll? usw.

    Es geht ja nicht darum den Standard dafür zu setzen. Einfach mal aus dem Nähkästchen plaudern wie das jeder so handhabt.

  • Der Podcast 118 war der 1. den ich komplett gehört habe. Etwas enttäuscht fand ich den Teil über das Thema "Projekte und Kundenkommunikation" - sehr oberflächlich. Das Feedback der Webkrauts über die Einbindung der Kunden, die wir aus dem Bereich des Projektmanagements schon als Scrum oder Agileansätze kennen, wurden mit Verwunderung kommentiert.
    ("Wie soll man den den Kunden einbinen?) Gleichwohl war man sich aber auch einig das die Erstellung eines Lastenheftes sehr mühsam ist (und der Kunde ja dann ein offene Ausschreibung machen könnte - wer hat den da Angst vor der Marktwirtschaft und beschwört schon in jungen Jahren den Protektionismus ).
    Die Krönung für mich waren dann noch der Umgang mit dem Begriff 'Marketing' der schlicht einfache Vorurteile bedient.
    Klar gibt es ach schlechtes Marketing oder auch schlechte Werbung aber deshalb ist nicht alles 'Marketing Blob'

  • Hallo Technikwürze,

    ich bin, wie immer, super froh, dass es diesen Podcast gibt! Mit der Qualität des Tons oder der des Gesprächsflusses kann ich wunderbar leben. Schließlich handelt es sich hier nicht um ein kommerzielles Hörspiel oder dergleichen, sondern um eine freiwillige Leistung aller Beteiligten. Aus diesem Grund sollte man meiner Meinung nach die Maßstäbe, die man anlegt, auch entsprechend der Rahmenbedingungen anpassen.

    Ich fand den Podcast sehr interessant, weil uns das allen etwas für die Praxis bringt. Wünschen würde ich mir eine Vertiefung des Ganzen in z.B. folgende Themen/Fragen an die Podcastgemeinde:

    • Welcher Projektablauf ist z.B. bei einer überschaubaren Unternehmenswebsite empfehlenswert?

    • Welche kostenpflichtigen und kostenfreien Tools werden eingesetzt, um Arbeitszeiten zu dokumentieren?

    • Wie werden Webprojekte anständig dokumentiert?

    • Über welche Workflows werden Ideen zur Gestaltung generiert?

    • Wie sammelt man gezielte Informationen über bestimmte Zielgruppen?

    • Welche Neuigkeiten ergaben sich in den letzten sechs Monaten im Bereich SEO?

    • Wo geht der Trend im Bereich CM-Systeme, Community-Systeme, Shopsysteme Blogsysteme und Forensysteme hin?

    Das ist nur mal ein kleiner Auszug von Fragen, die mich derzeit beschäftigen. :-)

    Viele Grüße

    manela

  • Hallo Jungs,

    das nenne ich sehr souverän. Meine Kritik war hart und ich war sehr gespannt wie ihr damit umgeht.Sascha hat recht mit seinen Ausführungen und der Differenzierung was das Thema Marketing angeht.

    Weiter so!
    Gruss
    Klaus

Weitere 4 Kommentare anzeigen
  • Hallo TW!

    Ich finde es richtig gut mal andere Bereiche der Webentwicklung zu hören. Diese Ausgabe war schon mal richtig interessant.

    Mich würden folgende Themen interessieren:

    -- Wie sehen bei den Webkrauts Angebote und Verträge aus.
    -- Wie hoch sind Eure Stundensätze? Allein hier in Österreich schwanken die Stundensätze extrem, abhänig von der Region. Wäre interessant zu sehen, wie es bei euch in DE so aussieht.

    lg
    Marcus

  • Hallo,

    in einigen Punkten eine interessante Sendung. Was mich persönlich echt genervt hat war, das man Danial kaum verstanden hat. Ich höre eure Podcast-Sendungen oft im Auto oder wenn ich unterwegs bin. Bei den vielen nebengeräuschen im Auto, war Danial so gut wie gar nicht zu verstehen. An diesem Punkt solltet ihr zukünftig besser achten.

    Zum Thema Projektmanagement, Lasten/Pflichtenheft kann ich jeden Webworker nur raten der Selbstständig arbeitet, diese Mehrarbeit zu leisten.

    1. Es schützt vor bösen Überraschungen wenn der Kunde mit "vielen tollen Ideen" um die Ecke kommt und sagt: "Sie haben mir doch einen Pauschalpreis gemacht".
    2. Über Milestones kann man Abschlagszahlungen in Rechnung stellen. Bei kleineren Projekten kann man ja eine Endrechnung stellen. Bei größeren Projekten geht Ihr in totaler Vorleistung wenn ihr keine Abschlagsrechnungen stellt.
    3. Projektmanagement, Pflichten/Lastenheft kann man als Kostenpunkt mit ins Angebot nehmen. Das versteht auch jeder Kaufmann.
    4. Ein Pflichten/Lastenheft mit einer Zeitskala erleichtert einen die eigene Strukturierung.

    @manula
    Grundsätzlich kann ich zu Fragen wie Projektablauf, Dokumentation, Zeiterfassung raten, Googlen ;-) oder mit Kollegen sprechen.

    Wenn es um Konzeption geht:

    • Website Konzeption, Galileo Design (edition Page), von Maria Grotenhoff und Anna Stylianakis
    • Website Konzeption, dpi-Verlag, von Jens Jacobsen

    Zeiterfassung:

    PM: Für Excel Fans gibt es noch:
    -Projektmanagment mit Excel, Addison-Wesley, von Ignatz Schnels

    • Hallo Peter,

      zunächst erst einmal vielen Dank für deine Tipps.

      Aber sag´ mal ehrlich..., denkst du wirklich, ich würde nicht zur Google-Gemeinde gehören, obwohl ich mir hier die Podcasts anhöre? ;-)

      Selbstverständlich beziehe ich viele Infos aus dem Netz, aus Büchern, Weiterbildungen, Workshops, Blogs, etc. Mir gehts primär darum, wie die genannten Punkte von anderen in der Praxis gelebt werden. Und da gefragt wurde, welche Themen uns interessieren, habe ich als aktiver Hörer auf diese Frage meine Antworten gegeben.

      Von Mite bin ich persönlich nicht überzeugt. Die Aufmachung und der Workflow ist sicherlich klasse, aber 60 € jedes Jahr "nur" für die Zeiterfassung und deren Projektzuordnung zu bezahlen ist mir zu viel Geld. Die Hälfte und das einmalig wäre für mich ok. Mehr aber nicht. Da schreibe ich mir lieber selbst ein Tool, wenn es gar nix besseres gibt.

      Bezüglich der Website Konzeption kann ich z.B. das Buch von Jens Jacobsen empfehlen. Trotzdem interessieren mich aber die Meinungen, Vorgehensweisen und Empfehlungen auch von anderen. :-)

      Viele Grüße

      manela

  • Lieber Sascha, bitte lies dir mal das und das hier durch und du wirst anders über „Mund-zu-Mund“-Reklame (-Propaganda) reden … ;)

    An sich eine wirklich tolle Sendung. Ich befinde mich selber gerade in der Gründungsphase und man sucht viel Input, gerade im Bereich Organisation und Kunden-„Management“. Man kann ja leider nicht alles wissen.
    Allerdings hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, mehr von den Kommentaren der Krauts. Werden die eventuell veröffentlicht (anonym wenigstens)?

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