Technikwürze

Wer suchet, der findet!

Transkript der Folge

  1. Christian

    Hallo zusammen, mein Name ist Christian Strang und ich bin der Betreiber des Webdesign-Blogs. Ich werde euch heute ein paar Informationen darüber geben, wie ihr den Text auf eurer Website verbessern könnt, um eine höhere Usability zu erreichen.

  2. David

    Mein Name ist David Mezeski und ich heiße euch auch herzlich willkommen zum Technikwürze-Podcast Nummer zweiundzwanzig. Der Christian kommt später noch mit seinen Usability-Tests. Heute geht es in meinem Usability-Test um den Autokonfigurator von Dodge.

    Der Brüller der Woche. Und das war's auch schon wieder mit dem Usability-Test vom Autokonfigurator von Dodge. Denn ganz einfach, Dodge hat gar keinen Autokonfigurator. Ich bin eben drauf gewesen, wollte ja ursprünglich eine Sondersendung zum Technikwürze-Podcast Nummer zweiundzwanzig bringen, indem ich die volle Länge des Testes über den Autokonfigurator bringe. Das Ganze habe ich abgebrochen, da wie gesagt Dodge überhaupt keinen Konfigurator hat.

    Wahrscheinlich wollen die auch kein Auto verkaufen. Grundsätzlich kurz zur Webseite. Sie ist extrem vollgestopft mit Flash. Von, Barrierefreiheit kann hier überhaupt nicht die Rede sein. Selbst mir als die perfekte Zielgruppe, ich bin jetzt knapp dreißig, fühle ich mich überhaupt nicht angesprochen. Das Ganze blinkt und blitzt und da ist alles bewegt, also ist es überhaupt keine Seite für mich. Ich bin von Dodge, aufgrund dessen, dass sie auch keinen Autokonfigurator haben, schwer enttäuscht.

    Also Dodge, wenn ihr in den deutschen Markt etwas bewegen wollt, dann müssen nicht nur die Autos stimmen, sondern auch eure Internetseite.

    Schlagzeilen.

  3. Nadja

    Microsoft IE und Webstandards. Das Webstandards Project möchte enger mit den Entwicklern des Internet Explorer 7 zusammenarbeiten und dabei eine wichtige Hilfestellung bieten. Die Zusammenarbeit der Gruppe und Microsoft stößt auf unterschiedliche Reaktionen. Viele befürworten die Zusammenarbeit. Auch Microsoft-Mitarbeiter schätzen das Engagement der Webstandards, da diese eine Gruppe von professionellen Webentwicklern und auch Anwendern darstellen.

    Einige wenige kritisieren angebliche Voreingenommenheit und befürchten, dass eine solch einflussreiche Gruppe wie das Webstandards Project Microsoft-Produkte empfehlen würde, ohne auf eventuelle Probleme wie zum Beispiel fehlende Standardimplementierung hinzuweisen. Robert Scoble und Chris Wilson, beides Microsoft-Mitarbeiter, die sich in diesem Zusammenhang geäußert haben, sprechen sich in ihren Weblogs für Webstandards und ihrer Einbettung in Microsoft-Produkte aus.

    Links zu den entsprechenden Artikeln erhaltet ihr im Blogbeitrag zu diesem Podcast. Usability von E-Learning-Anwendungen. In den letzten Jahren ist sehr viel im Bereich der Benutzerfreundlichkeit und Nutzung von Webstandards geschehen. Immer mehr öffentliche Einrichtungen und auch Unternehmen setzen auf Webstandards wie XHTML und CSS, bieten alternative Formate an und richten ihre Aufmerksamkeit mehr auf die Besucher ihrer Webseiten. Auch die Forschung hat viel im Bereich der Usability erreicht.

    Während man sich jedoch hauptsächlich auf Webseiten konzentrierte, wurden andere Bereiche vernachlässigt. Dazu gehört eben auch das E-Learning. E-Learning von dem englischen Electronic Learning, also elektronisch unterstütztes Lernen, nennt man alle Formen des Lernens, bei denen digitale Medien zum Einsatz kommen. Studien zur Usability von E-Learning-Angeboten zeigten die Probleme der verfügbaren Anwendungen auf.

    Das sind unter anderem Mängel in der Bedienung, fehlende Steuerung per Tastatur, wenig bedienungsfreundliche Gestaltung, ein fehlender Bezug zum Alltag, Unterschiede in der Anordnung von Informationseinheiten gegenüber traditionellen Lernmedien und unbefriedigende Darstellung von Orientierungs- und Navigationselementen. E-Learning-Plattformen sind dann brauchbar, wenn sie den Lernerfolg des Anwenders durch die zugrunde liegende Technik nicht negativ beeinflussen.

    Dabei ist es selbstverständlich, dass zudem sämtliche anderen Kriterien der Softwareergonomie und Usability auch für E-Learning-Systeme gelten. Die aktuelle hohe Abbrecherzahl unter den E-Learnern wird teilweise auf die mangelnde Usability zurückgeführt. Eine positive Entwicklung und Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit könnte somit die Motivation erhöhen.

    Und auch für die Vertreiber von Lernsoftware dürfte es von Interesse sein, ob es einen Zusammenhang zwischen der Usability ihrer Software und der Kaufintention gibt. Mehr Informationen erhaltet ihr auf den Webseiten, die wir im Blogbeitrag verlinkt haben. Auf einigen Seiten werden zusätzlich allgemeine Hinweise zur Usability gegeben, die ihr selbst für die Erstellung von Webseiten oder anderen Webinhalten nutzen könnt. Vischeck Photoshop Plugin.

    Manuela Hoffmann veröffentlichte einen neuen Screencast, eine Videoaufnahme des Geschehens auf dem Computer-Desktop. Dieser Screencast beschäftigt sich damit, wie man Webdesigns auf potenzielle Probleme bei Farbblindheit bereits in Photoshop testen kann. Anschauen könnt ihr euch das Video, für das ihr den Quicktime Player benötigt, unter screens.de oder pixelgraphics.de.

  4. David

    Hintergründe. Vielen Dank, Natja, für die News. Der Christian Strang hat auf seinem Webdesign-Blog den Blog Karneval gestartet. Er ist auch der Verfasser der 100 Usability-Tipps, denen sich inzwischen auch Jens Meierht angenommen hat und daraus die 58 Tipps gemacht hat. Der Christian Strang hält für uns eine kleine Serie im Technikwürze-Podcast mit beginnend dieser Folge. Die ersten Tipps in dieser Folge von Christian.

    Tipps.

  5. Christian

    Jedes Element auf einer Website kommuniziert mit seinem Besucher. Dies kann einerseits über die Farbe geschehen oder über die Struktur der Website oder eben auch über den Text in Form von Artikeln oder als Beschriftung der Links. Doch dies ist zugleich auch das Problem, denn überall, wo kommuniziert wird, können Missverständnisse auftreten, meist infolge einer schlechten Kommunikation. Fangen wir einfach mal mit der Schriftgröße an.

    Bei zu kleinem Text kann es passieren, dass wir in den Zeilen verrutschen und immer wieder den Anfangspunkt finden müssen. Bei zu großem Text erschwert uns das das Scannen der Website, sprich das Überfliegen der einzelnen Artikel, um schnell zu unserem Ziel zu kommen. Ein weiteres Usability-Kriterium ist der Kontrast, der zwischen dem Text und dem Hintergrund herrscht.

    Am besten empfiehlt sich hier immer noch schwarzer Text auf weißem Hintergrund, aber auch andere Kombinationen sind ohne Probleme möglich. Usability von Text bezieht sich nicht nur auf die Darstellung, sondern auch auf die Struktur und auf den Inhalt. Daher sollte man gerade bei schwer verständlichen Sachverhalten kurze Sätze wählen und auf unwichtige Nebensätze verzichten. Ein weiteres Mittel, um die Usability auf unserer Website zu erhöhen, ist der Einsatz von logischen HTML-Strukturen.

    Setzen Sie also Überschriften in die dafür vorgesehenen H-Tags. Gewöhnlicher Content kann man einfach zwischen zwei Paragraph-Tags platzieren. Die logische Struktur von HTML ist gerade in Zeiten von RSS sehr wichtig, denn viele User benutzen sogenannte Feedreader, um die Inhalte ihrer Website zu erfassen. Solange Sie kein Stylesheet auf die XML-Datei Ihrer Website definiert haben, werden die Artikel unformatiert ausgegeben.

    Darum sollten Sie auch für Ihre Website prüfen, ob Ihre Inhalte auch ohne Stylesheet gut zu scannen sind. Den letzten Punkt, den ich ansprechen will, ist das sogenannte Paging. Das bedeutet, dass Seiten, die zu lang sind, in mehrere Unterseiten aufgebrochen werden. Als ungefähre Faustregel definiert man hier drei Bildschirmseiten. Sollte man danach immer noch scrollen können, muss der Artikel oder die Seite in mehrere Unterseiten aufgesplittet werden.

    Dies hat zugleich zwei positive Effekte: Einerseits wird der Besucher nicht abgeschreckt durch eine riesige Contentmenge und andererseits lässt sich der Content noch mal aufsplitten, um zum Beispiel später weiterzulesen auf der nächsten Seite. So, das war's jetzt von meiner Seite aus und ich hoffe, ihr könnt aus meinem kleinen Teil einen Nutzen für eure Website ziehen.

  6. Einspieler

    Musik präsentiert von Podsave Music Network.

  7. David

    Vielen Dank fürs Zuhören sagen Christian Strang, Nadja Müller und David Maciejewski. Dies war das Technikwürze-Podcast Nummer zweiundzwanzig und für euch haben wir noch aus dem Podsafe Music Network aus der Kategorie Dance Hungry Lucy mit dem Song Shine, und zwar mit dem F9 Mix. Wir hören uns wieder nächste Woche Montag im Technikwürze-Podcast Nummer dreiundzwanzig. Ich sage viel Spaß und bis dahin.

  8. Einspieler

    Eure Kommentare bitte an echo@Technikwürze.de oder direkt im Kommentarbereich auf Technikwürze.de.

Die Zusammenarbeit zw. WaSP und Microsoft

Usability von eLearning-Anwendungen

  • PDF-Download eLearning White Paper 1
  • Usability von eLearning-Anwendungen 1
  • Kriterien für E-Learning 1
  • eLeaerning-Center, Usability 1

Aktueller Screencast von Manuela Hoffman zum Vischeck Plugin

Die Tutorials gibt es auf beiden Blogs:

  • screenz.de 1
  • pixelgraphix.de 1

Fußnoten

  1. Link entfernt, da nicht mehr erreichbar ↩ a ↩ b ↩ c ↩ d ↩ e ↩ f ↩ g

Kommentare 4

  • Zu: Usability bei Texten

    Neben dem erwähnten -- Schriftgröße, Kontrast zum Hintergrund, etc -- fehlt noch, dass auch auf eine angemessene Zeilenhöhe und -breite geachtet werden sollte. Etwa zwischen 75-80 Zeichen soweit ich es in Erinnerung habe. Auf irgendeiner interessanten Seite las ich von Datentinte. Und statt nur auf die Struktur des HTML-Codes sollte auch auf die Struktur des Textes geachtet selbst werden: Sinnhafte Überschriften und Bilduntertiteln, Platz zwischen Text und Bildern sowie Tabellen, usw. Die Links sollten ebenfalls etwas sagen. Und nicht nur "klicken" oder "mehr". Ach, und es dürfen keine Elemente existieren die 1. keinen Sinn darstellen und 2. nur ablenken. Siehe Dodge.

    Grüße, Sascha.

  • Hallo David. Habe festgestellt, dass der Beitrag von Nadja, eine viel schlechtere Qualität hat als die restlichen Beiträge. Außerdem wäre es schön wenn in zukunft da etwas mehr auf die Hörer eingangen werden würde. Mir war der Text zur Usability viel zu schnell um gleichzeitig alles zu erfassen.

    Grüße aus dem Saarland
    Philip

  • Wir nehmen den Podcast ja nicht in einem zentralen Studio auf. Auf Grund der Entfernung müssen wir unser Equipment erst aufeinander abstimmen. Gib uns ein wenig mehr Zeit.
    In der nächsten Folge werden wir einen Link zu den Usability-Tipps geben, wo du das nachlesen kannst.

  • Zum Kontrast lässt sich gerade im Zusammenhang mit Barrierefreiheit noch anmerken, dass gerade so ein starker Kontrast wie s/w nicht immer zu empfehlen ist. Manche Menschen mit Sehschwäche, aber auch gerade ältere Menschen reagiere auf harte Kontraste u.U. empfindlich. Ein dunkles Grau für die Schrift (wie hier bei Technikwürze ;-) oder eine helle Hintergrundfarbe ist Augenfreundlicher.

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