Technikwürze

Wer suchet, der findet!

Transkript der Folge

  1. David

    So, herzlich willkommen zur Technikwürze sechsundneunzig. Mein Name ist David Maciejewski und heute geht's Fachchinesisch. Was das bedeutet und ganz andere Wörter kläre ich mit Christian Vogt. Hallo Christian.

  2. Christian

    Hallo David.

  3. David

    Der Marcel Schwarzenberger.

  4. Marcel

    Hallo David, aber ich stelle eher die dummen Fragen, wie immer.

  5. David

    Wie immer, dafür bist du da. Und der Dirk Ginader.

  6. Dirk

    Hallo zusammen.

  7. David

    So, meine Leute, es geht um Fachchinesisch. Jetzt wollen wir noch mal gerade die Frage klären: Wir sind ja wieder 'n bunt gemischtes Team. Wo kommt denn alle her? Christian, fangen wir bei dir an. Wo bist du denn gerade?

  8. Christian

    Ich komm wie letztes Mal immer noch aus Magdeburg.

  9. David

    Ja, Magdeburg. Ich hab meinen Hörer, ich hab meinen Hörern versprochen, ich sag jetzt nicht mehr Maagdeburg, sondern Magdeburg.

  10. Christian

    Ja, das hatte ich ja, um ehrlich zu sein, schon letztes Mal bemängelt, aber okay, die letzte Folge ist schon so lange her, da, geht das okay. Also wenn du jetzt Magdeburg sagst. Die Leute hier aus Magdeburg, die sind da immer 'n bisschen, kritisch, was das lange A angeht, weil man sagt ja auch nicht Hannover.

  11. David

    Marcel wird's bestätigen, ich bin ein Dickschädel. Marcel, du kommst, aus der Nähe von Hannover.

  12. Marcel

    Empelde kennt kein Mensch. Klebt direkt an Hannover dran, also lass mal Hannover auch mal gelten.

  13. David

    Ja, da fährt aber noch 'ne Stadtbahn hin. Also von daher geht das in Ordnung.

  14. Marcel

    Super, jetzt hast du mich aber echt geoutet als Provinzler. Ja, ja.

  15. David

    So, ich komme ja aus Langenhagen, das klebt auch an Hannover dran und ist da, wo der Flughafen ist. Also ziemlich einfach, aber ganz weit weg, ist der Dirk.

  16. Dirk

    Ganz genau. Ich sitz hier in London und das London ist heute, wenn ich genau noch sich's vorstelle, es ist regnerisch, es ist neblig und irgendwie bah.

  17. David

    Ja. Solange du nicht mit 'm Messer durch die nebligen Gassen rennst und 'n paar Leute abstichst, ist es doch in Ordnung.

  18. Dirk

    Hatte ich nicht vor.

  19. David

    So, ich hab 'ne Veranstaltungsinfo, die hab ich per Mail bekommen, und zwar die IA-Konferenz zweitausendsieben. Die möchte ich mal kurz in den Raum stellen. Ich les mal jetzt einfach aus der Pressemitteilung vor: Am neunten und zehnten November zweitausendsieben findet an der Hochschule der Medien in Stuttgart die zweite deutsche Konferenz für Informationsarchitektur statt.

    Unter dem Titel „Information Raum geben" bildet sie gleichzeitig das Programm des sechsten Symposiums für Informationsdesign. Veranstalter sind Institut für Informationsarchitektur, IA, nee, I-I-IEA, meine Güte, und der Studiengang Informationsdesign der, HDM, Hochschule der Medien. Schön.

    Die Konferenz versammelt Fachleute auf dem Gebiet der Informationsarchitektur und User Experience aus dem deutschsprachigen Raum und wird durch international bekannte Experten wie, jetzt kommen tolle Namen, Victor Lombardi kommt aus, USA, Thomas Vander Wal, USA, Jess McMullin, der kommt aus Kanada und John, Vandemeule, der kommt aus Belgien, wird das Ganze ergänzt. Wie gesagt, neunter und zehnter November, den Link auf Technikwürze.de. So, da haben wir noch zwei andere Geschichten.

    Technikwürze sechsundneunzig haben wir jetzt. Bis zur Hundertsten ist es nicht weit. Die hundertste Folge werden wir live produzieren am Webmontag in Hannover, und zwar am 26.11. Information auch auf Technikwürze.de. Wer Marcel und mich mal live sehen will, wie wir Technikwürze aufnehmen oder wie was anderes passiert, der meldet's, der kommt einfach mal vorbei am 26.11. Infos auf Technikwürze. So, und eine Sache zum Schluss: Schön, wenn ihr alle so leise seid und ich erzähle nur, das mag ich.

    Die hundertzweite Folge, das wird eine besondere Folge. Da wollen wir von Technikwürze euch liebe Hörer zu Wort kommen lassen. Das hat 'n ganz besonderen Grund: Die hundertzweite Folge wird ausgestrahlt am zehnten zwölften und dann vor zwei Jahren, zweitausendfünf am neunten zwölften ganz genau, kam die erste Technikfolze, Folge Würze raus.

    Zwei Jahre werden wir dann alt und wir wollen das so machen, dass ich euch jetzt 'n bisschen dran erinnere, dass ihr uns einfach Fragen schickt, Fragen über Design, Fragen über HTML, CSS, was auch immer. Heute gibt's ja auch noch 'n paar Fragen, die sich wahrscheinlich auch stellen werden. Schickt uns die Fragen, ruft uns an, oder per Mail oder schreibt's in den Kommentaren.

    Wir sammeln die und machen dann eine schöne, Konferenz, schönen Konferenz-Call und da werden wir euch die Fragen beantworten am zehnten zwölften. So, meine lieben Freunde. Jetzt bin ich mal 'n bisschen ruhig und, dann klären wir mal 'n bisschen Fachchinesisch. Was haben wir denn eigentlich vor, Marcel heute?

  20. Marcel

    Also ich weiß nicht, was ihr vorhabt. Ich hab vor, natürlich heute auch nicht zum Webdesigner zu werden. Das habe ich eigentlich bisher überhaupt nicht vor, aber so 'n paar Fragen haben wir ja so im Vorfeld ja mal zusammengetragen oder 'n paar Begriffe. Und, ihr, die ihr jetzt in der Runde hier mit sitzt, steht oder liegt, ich weiß nicht, wie ihr's hier gerade so treibt.

  21. David

    Ich sitze.

  22. Marcel

    Hoffentlich bequem. Für euch sind ja viele Sachen so furchtbar selbstverständlich, ja. Aber wenn ich mal hin und wieder was mit Webseiten, im Hintergrund zu tun habe, sei es, weil ich mit dir was besprechen muss wegen irgendwelchen Seiten oder so geht's auch vielen anderen Menschen, die vielleicht 'n bisschen rumprogrammieren, sich einfach mal versuchen, aber sonst ja alles, ich sag mal normale Menschen sind.

    Die haben doch viele Fragezeichen und vielleicht kann ich da mal stellvertretend 'n paar Fragezeichen heute in, ja streichen, canceln, wegnehmen und da haben wir ja so 'ne kleine lustige Liste. Jetzt weiß ich nicht, wie du's vorhast. Soll ich dir denn die vorlesen und ihr beantwortet die alle oder möchtest du uns doch 'n bisschen rummoderieren? Ich hab natürlich 'n paar Fragen, David.

  23. David

    Ich meine, die Liste haben wir alle. Fang du doch mal an, dann klingt das genauso, als wenn du eh nicht weißt, worum's da geht. Dann können wir das doch gleich mal klären.

  24. Marcel

    Da müssen wir nicht so tun als ob. Vielleicht nur mal zur Erinnerung: Ich hab ja sonst als Journalist, so der, gehör ich der schreibenden Zunft an, aber hab eben wirklich nicht mit, schreibe nicht für CT oder ähnliche Zeitschriften, sondern Wald- und Wiesenjournalismus. Also ich bin da wirklich Laie und kann da wirklich unbedarft mal rangehen. Und, bevor wir aber wirklich mal zu diesen Hardcore-Worten kommen, die da, na, ich nehme mal so zwei, drei so Microformats oder ein sehr schönes Wort.

    Ach, kriege ich es ausgesprochen: Unobtrusive JavaScript. Unobtrusive. Mal sehen, ob ihr das nachher richtiger, besser oder schöner hinbekommt. Na also so was haben wir dabei. Aber ich habe mal so tatsächlich so eine Einstiegsfrage an euch drei Profis hier. Mmh, Oktober ist ja fast vorbei. Machen wir einfach mal so eine Frage des Monats, sage ich mal. Wie soll ich es formulieren?

    Es gibt zwei Möglichkeiten: Den Begriff, also den fachchinesischen Begriff des Monats oder so eine Art Fachidiotie des Monats, die euch irgendwie untergekommen ist, die ihr nicht unbedingt selber verbrochen habt oder wo ihr Kunden oder Freunden etwas umständlich erklären mu-musstet, sondern was euch, als Anekdote oder lustig oder sonst wie aufgefallen ist. Irgendwas fachidiotisches oder fachchinesisches. Bleiben wir bei dem Wort. Wir wollen ja hier niemanden beleidigen.

  25. David

    Dirk?

  26. Christian

    Ja, es, es gibt ein, ein wunderbares, neues Wort in Anführungsstrichen, das jetzt irgendwie vor, letzten Monat oder so aufkam. Und zwar ist das Posh. Ich weiß nicht, ob ihr das schon mal gehört habt. P O S H.

  27. David

    Posh Spice. Ja.

  28. Christian

    Ja, ganz nah dran. Mit Posh Spice hat es dankbarerweise noch weniger zu tun. Die, die Jungs aus dem Microformats, da kommen wir da drauf, aus der Microformats, Website, haben sich das aus den Fingern gesogen und, beschreiben damit Plain Old Semantic HTML und damit eigentlich nur uns gewöhnliches HTML, das eben, semantisch ordentlich ausgezeichnet ist. Da habe ich jetzt gleich wieder ein paar diverse Neubegriffe aufgeworfen jetzt aber dann gleich im Anschluss.

    Aber das ist so ein Begriff, der ist, so, so krank und eigentlich auf, vielste Art und Weise, unnötig, dass das so eigentlich mein, unnötiger Pick des Monats ist.

  29. David

    Kann ich dir nur zustimmen. Ich hab, w-was ich mit Erstaunen immer feststelle, ist, dass sämtliche Webentwickler, Webdesigner, sich herausstellen möchten, indem sie ganz tolle Begriffe erfinden und damit Werbung machen. Und, sie wollen unbedingt die ersten sein, die, die diesen Begriff geprägt haben, damit sie später, wenn es in die Historie geht, über das Web 2.0, dann als erster genannt werden. Finde ich alles Quatsch, aber da gibt es doch noch einen deutschen Begriff für Posh, ne?

  30. Christian

    Was habe ich da gelesen? Fesh. War das nicht Fesh?

  31. David

    Ich weiß nicht. Irgendwie so was. Also das eingedeutschte Posh sozusagen, aber es klingt genauso bescheuert.

  32. Christian

    Genau das. Das kann man auch nicht genau übersetzen, aber ich glaube, das war irgendwie der Versuch, dass die, die, die Wortbestandteile von Posh ins Deutsche übersetzt haben.

  33. David

    Ich glaube auch, ja.

  34. Christian

    Genauso sinnvoll.

  35. Marcel

    Na ja, das Unwort des, des, des Jahres eigentlich oder eigentlich der letzten zwei Jahre ist, das hast du gerade schon erwähnt, ist für mich eigentlich immer noch Web 2.0. Also das kann für mich vom Unwort her immer noch nicht wirklich so jemand übertreffen.

    Web 2.0 an sich, ist ja eine feine Sache und, ist von den Inhalten her natürlich auch irgendwo vertretbar, aber Web 2.0 wird für mich von zu vielen Kunden und auch Laien im Internet halt oft mit irgendwelchen Designkriterien, zusammengebracht oder auch mit, Ajax, Techniken beziehungsweise Ajax-Techniken, die gar keine Ajax, Techniken sind, sondern einfach, dass irgendwo irgendwas reinflackert und sich da irgendwas bewegt.

    Von daher ist vielleicht wirklich so Web 2.0 für mich immer noch so das, Unwort, also beziehungsweise so das Buzzword, was ich eigentlich, eher selten in den Mund, in den Mund nehme.

  36. David

    Oh Christian, da kann ich dir aber wirklich zustimmen. Also da schließe ich mich auch direkt einfach mal an. Dieses Web 2.0. Ich weiß nicht. Ich glaube, es macht keinen Sinn oder ich halte es nicht für sinnvoll, jetzt euch zu fragen, was ihr darunter versteht, weil es eben so ein Unwort eigentlich ist und was auch, muss ich sagen, von vielen meiner Zunftkollegen ja oft, ja dann auch verbreitet wird, nicht.

    Und so, so macht das ja auch so seine Runde jetzt, ob nun in Za-Tageszeitungen, Magazine oder Funk und, Radio und Fernsehen, ne. Web 2.0. Also könnte ich jetzt mal drüber schmunzeln und meinen, jeder, der ein bisschen mehr als 'ne, Kommentar, Geschichte hat, sondern vielleicht so einen kleinen Blog bei sich auf der Webseite hat, macht schon gleich Web 2.0. Also ich glaube, über Inhalte redet man wirklich nicht.

    Ich schließe mich an und damit haben wir schon mal Web 2.0 als Unwort dieser Sendung gekürt und wir können ja eine Art Kaffeekasse für den David machen. Ja, ihm geht das ja noch mal 2.0 hier im Mund

  37. Christian

    Wie viel? Wie viel? Muss, muss richtig bluten.

  38. David

    Och nee, lassen wir es mal. Ich hab, ich hab eben gerade noch mal-

  39. Christian

    Jetzt muss ich in, in Second Life einloggen und dort 'n David irgendwelche zweitausend.

  40. David

    Oh nee, ja, das lassen wir dann lieber. Ich habe eben noch mal ein bisschen rumgegoogelt nach Posh und bin denn fündig geworden. Ihr werdet lachen. Auf Technikwürze.de, dort habe ich nämlich in der Folge fünfundsiebzig drüber berichtet und ich, lese mal vor: „Webdesigner erfinden wieder tolle Begriffe. Posh. Das steht für Plain Old Semantic HTML. H T M L wär's ja richtig. In Deutsch heißt das Ganze dann FESH, F E S H und steht für feines, einfaches, semantisch kodiertes HTML. Erster Brauch.

  41. Marcel

    Aber jetzt haben wir ja schon mal zwei weitere Begriffe. Also den, ich glaube, der Dirk war es gleich. Den möchte ich gleich bitten, weil der hat das Wort Microformats, gewählt und das steht nämlich auch direkt auf unserer Liste drauf. Aber vielleicht vorher der Christian, du hast, glaube ich, Ajax angesprochen. Oder?

  42. Christian

    Ich glaube, es war eher andersrum, aber das ist ja egal.

  43. Marcel

    Oder andersrum.

  44. Christian

    Wir, wir, wir sind ja. Also nee, also ich habe, Microformats, deswegen mehr, gewählt, weil es eigentlich mich selber immer noch, interessiert, weil ich habe schon so viel drüber gelesen, aber so wirklich jetzt praktisch angewendet habe ich es bisher nicht. Deswegen, war das eigentlich so eher mein Begriff, den man mir eventuell noch mal kurz so zusammenfassen könnte..

  45. David

    Dann tun wir's doch einfach mal. Also Microformats. Also ist für mich wirklich ein Myth im Siegel. Ja. Wie wichtig ist er oder was ist es und wie wichtig ist es? Denn, denn sag ich das doch mal: Ich habe doch für, für privat habe ich so ein paar Webseiten aufgesetzt und da ein paar Leutchen da mal Microformats eingerichtet. Ihr könnt euch das so vorstellen- Auf eine Produktseite zum Beispiel. Also nehmen wir mal einen Onlineshop.

    Wenn ich da Microformats einrichte, das ist nichts weiter, als wenn ich in HTML und CSS ein paar Klassen definiere, die so einheitlich ve-vereinheitlicht sind. Die haben bestimmte, bestimmtes Marker, wenn ich das da reinhaue und ich habe bei Firefox oder bei was für einem Browser auch immer so ein Plugin installiert, was diese Microformats dann erkennt, dann kann ich meine Produkte oder Veranstaltungstermine, kennzeichnen.

    Das führt dann dazu, dass dieses Plugin in Firefox dann erkennt: Moment, du hast die und die Produkte hier aufgelistet. Sieht man zwar auf der Webseite, aber wenn ich jetzt mir das bei Adressen zum Beispiel denke oder bei Terminen, machen wir es mal mit Terminen. Ich habe eine Veranstaltungsübersicht und ich möchte jetzt, alle Termine, besuchen, also in meinem Terminkalender speichern.

    Dann müsste ich ja jeden einzelnen Termin von der Webseite copy and paste in meinen Ka, Terminkalender, ob es iCal auf dem Mac ist oder, oder Microsoft, -

  46. Marcel

    Adressbuch.

  47. David

    -Adressbuch oder was auch immer, die da eintragen. Das wäre ja mühsame Arbeit. Mit diesem Plugin, das findet diese Dinge automatisch und dann kann ich sagen Export zu iCal oder was auch immer und dann haut er die komplett in mein Adressbuch, wenn es Adressen sind oder Termine in den Terminkalender, ohne dass ich mit copy and paste oder irgendwas machen muss. Das heißt-

  48. Marcel

    Weil ich sie dort auf der Webseite markiert habe.

  49. David

    Ja, das heißt, ich kann Informationen durch Microformats anreichern, also dass M-maschinen das sozusagen lesen können, und automatisiert aufnehmen können.

  50. Marcel

    Ist das nur für die Browser-Schnittstelle nützlich oder wird das im Prinzip auch schon genutzt, um jetzt zum Beispiel Servicedienste miteinander zu verknüpfen? Also es ist, wenn ich mir jetzt eine PHP-Applikation schreibe, die Microformats von einer anderen Seite bezieht, zum Beispiel.

  51. David

    Nee, das nicht, aber-

  52. Marcel

    Um jetzt sozusagen so ein, so eine API-Basis zu bilden. Oder ist, also es geht wirklich jetzt nur um den, um den Browser dann.

  53. David

    Ja, praktisches Beispiel fällt mir gerade ein. Zum Beispiel XING, die haben das jetzt, relativ neu drin. Wenn ich in XING jetzt meine Adressen sammle, zum Beispiel, dich, Dirk, oder Christian, und ich möchte diese Adresse jetzt haben von euch mit sämtlichen Telefonnummern. Das wäre eine mühsame Arbeit, das rauszukopieren.

    Die haben jetzt Microformats integriert und dann klicke ich dann auf mein, Plugin, was das erkennt und ich habe eure komplette Adressdatenbank dann quasi in meinem Ei, in meinem Adressbuch drin und, gleich mit Foto und allem Pipapo und das ist schon eine feine Sache. Wird zukünftig-- Also das Problem ist, man muss sich wie gesagt derzeit noch ein Plugin runterladen, damit man das überhaupt erkennt beziehungsweise nutzen kann. Google unterstützt das Ganze noch nicht.

    In Firefox 3 soll aber geplant sein, dass das Ganze dann, gleich mit ausgeliefert wird, also dass das Firefox-3-Ding dann automatisch die Microformats erkennt, wenn ich nicht falsch liege.

  54. Dirk

    Ja, das ist richtig. In der nächsten Internet Explorer Version soll es auch so sein. Es gibt aber auch schon durchaus, Dienste, die da ein bisschen drüber hinausgehen. Zum Beispiel, Technorati dürfte jeder hoffentlich kennen, der sich irgendwie in der Rich, in der Blogging, Gegend irgendwie bewegt. Und die haben, eine wunderbare kleine Applikation in ihrer, Kitchen, also ihrem, Spielplatz, den sie da aufgebaut haben.

    Und, da kann man tatsächlich dann, nach Personen suchen und, wenn man sein, Microformat auf einer jeweiligen Seite bei Technorati angemeldet hat, dann kann man tatsächlich da schon nach den richtigen Personendaten suchen, auch wirklich dann die richtigen Personendaten über die Microformats finden und man kann auch wunderbare Export-Scripts nutzen.

    Also man kann da zum Beispiel hingehen und kann dann, unter seinen, Adressdaten zum Beispiel einen kleinen Link anbieten, der dann eben sagt, jetzt, Visitenkarte runterladen und dann wird die aktuelle Seite, auf der man gerade ist, zu Technorati geschickt, wird geparst und zurück kommt eine richtige Visitenkartendatei, die dann jeder ohne ähnliche Plugins in sein Outlook oder iCal oder was auch immer im-importieren kann. Das funktioniert jetzt schon. Das ist auch eine sehr schöne Sache.

  55. Marcel

    Also wenn ich das mal zusammenfasse, dann, dann wären Microfor- formats so, ich sag mal so, so kleine Hilfsprogramme, die eine Webseite, noch ein bisschen nutzerfreundlicher machen, also auf den Nutzer hin. Was kann er damit machen? Siehe zum Beispiel ich kann automatisch mir irgendwelche Termine zusammenschrauben, die ich irgendwie herunterladen kann oder die ich dann gesammelt kriege, ohne noch mal einzeln zu gucken.

    Alle dreihundert Termine, die zum Beispiel irgendwo in einem Kalender, Online-Kalender eingetragen sind.

  56. David

    Na ja, also im fak, im faktischen Sinne sind es keine Programme, die jetzt ausgeführt werden, aber du, gibst als Webentwickler, diesen Plugins für Firefox zum Beispiel die Möglichkeit, die Information schnell herunterzuladen. Also im Prinzip klar, Komfort für den User.

  57. Marcel

    Entschuldigung, bei mir fährt gerade ein Zug vorbei. Ich hoffe, das heißt nicht, dass es hier zu hören ist.

  58. David

    Wir sind es nicht anders gewohnt. Das ist schon in Ordnung.

  59. Marcel

    Ich schon gar nicht. Gut.

  60. Dirk

    Okay, vielleicht kann ich es gerade noch ein bisschen weiter runterbrechen, denn im Prinzip, sind Microformats tatsächlich einfach nur, eine weitere Dosis Semantik, die man dann, seinem Content hinzufügen kann, was dazu führen führt, dass, Inhalte, die bis zu dem Zeitpunkt nur für dich als Person erkennbar waren, eben dann zusätzlich auch noch für Maschinen lesbar werden und dadurch eben, quasi eine, eine gewisse Grund-API, eben noch zur Verfügung stellen können, auf dass man die Seite eben nicht nur als Person, sondern auch als Maschine lesen kann.

  61. Marcel

    Pardon, eine gewisse, bitte was? Eine gewisse Grundpartie meinst du?

  62. Dirk

    API. Das ist auch noch ein Punkt, den wir, glaube ich, nachher auch noch erklären wollen.

  63. David

    API, das klären wir später noch.

  64. Marcel

    API, API, da kommen wir genau auch noch mal drauf. Ja, super. Freut euch auf das Gespräch mit mir. Gibt es denn so, so verwandte Sachen, die das, die ä-ähnliche Aufgaben auf andere Art und Weise lösen? Also dass ich, ich stelle mir jetzt einfach mal vor, vielleicht machen wir es wirklich auf diese Art und Weise, Webdesigner- und Nutzergespräch beziehungsweise jemand, der eine Webseite von euch haben will und dem ihr das ein bisschen auch erklären müsst.

    Das heißt, ich kann bei mir also Microformats einbauen und gibt es so was Ähnliches auf dieser Ebene noch, was auch noch dazu passt? Solche Aufgaben erfüllt.

  65. Dirk

    Ja, es, es gibt das, in Anführungsstrichen offizielle Pendant zu Microformats. Das, ist das Gegenstück vom, W3C, die sich gedacht haben, dass es durchaus sinnvoll ist, maschinenlesbare Daten auf einer Website bereitzustellen.

    Allerdings ist deren Ansatz, das Ganze nicht in der Webseite wie bei Microformats einfach, den bestehenden Code, weiter anzureichern mit Informationen, die maschinenlesbar sind, sondern deren Ansatz ist, hinzugehen und die Daten in ein, XML, Format auszulagern und parallel zur Webseite abzulegen und auf der Webseite zu verlinken, sodass dann da auch wieder eine Maschine hingehen kann und kann sagen: „Okay, ich möchte Informationen aus dieser Website extrahieren.“ Nutzt man aber nicht die Website selbst, sondern eine parallel liegende, XML-Datei, die besonders strukturiert ist und dann auch wieder Zugriff ermöglicht.

    Ist allerdings, durch Microformats relativ in den Hintergrund geraten, weil die einfach viel, viel mehr, mehr Sex Appeal haben.

  66. Marcel

    Das klingt schön.

  67. David

    Ja, dann denke ich, haben wir die erste Frage beantwortet. Marcel, die nächste.

  68. Marcel

    Sekunde. Ja, wo ist gerade unsere Riesenliste? Ja, API haben wir gerade angesprochen. Ich finde, das, sollte sich dann direkt anschließen einfach mal.

  69. David

    Gerne.

  70. Marcel

    Also groß A, groß P, groß I. API.

  71. David

    Über die API-Geschichte, bevor wir jetzt ins Detail gehen, wird es demnächst noch mal eine Technikwürze-Sendung geben, wo wir das Ganze noch ein bisschen ausführlicher behandeln. Also lasst euch überraschen.

  72. Marcel

    Oh, super.

    Wie beeinflusst API mein Leben als Webnutzer?

  73. David

    Entscheidend. Na ja, also als direkter Benutzer fast ja gar nicht. Also 'ne API ist für, für mich ja erst mal vorrangig für den Programmierer, der letztendlich die Seite, programmiert, die du als Endbenutzer ja benutzt. Und dadurch profitierst du selber ja natürlich schon wieder. Aber 'ne API ist ja in erster Linie erst mal eine Application Pro-Programming Interface. Ja.

  74. Marcel

    Eine Schnittstelle.

  75. David

    Also, deshalb genau. Es ist, es ist eine, eine Schnittstelle, die, den Programmierern für verschiedene Dienste halt die Möglichkeit gibt, diese Dienste in ihre Programme mit einzubeziehen. Kann man sich so vorstellen, was ist ein ganz populäres API, API-Anbieter. Mach mal ein kleines Beispiel an Chronico. Das, betrifft ja dich, Marcel, als, als den, Herausgeber sozusagen.

  76. Marcel

    Hast du was bei, bei, bei Technikwürze was? Weil auf die Seite greifen ja alle zu. Wenn du da ein Beispiel hast, was auf Technikwürze verwirklicht ist, fänd ich das noch...

  77. David

    Nee, 'ne API, 'ne API haben wir da nicht, aber bei Chronico könnten wir dir ja zum Beispiel eine einrichten, indem wir, unsere, Termine online stellen oder was auch immer. Jetzt nicht direkt als RSS-Feed, was aber schon in die gleiche Richtung geht.

    Also, ich programmiere ein Skript, was quasi bei Chronico nicht auf der Webseite, aber auf dem Server darauf zugreift und sagt: „Oh, gib mir mal Termine und gib mir mal das und das und das.“ Und, ich bekomme die zurückgeliefert im ganz normalen Datenformat und ich kann die dann auf meiner Webseite darstellen mit meinem Design und Pampapapapo. Ich glaube, das ist zusammengefasst das, worum es bei der API eigentlich geht, oder?

  78. Dirk

    Kann man im Großen und Ganzen so sagen. Also mein, mein Lieblingsbeispiel ist da, wie so häufig Flickr. Flickr bietet 'ne Unmenge an verschiedenen, APIs, die es dir ermöglichen, als Programmierer eben auf die verschiedenen Funktionen von Flickr zuzugreifen, ohne die Website selbst aufzurufen, sondern nur die Funktion. Du kannst also hingehen und kannst über deine Programmiersprache, welche auch immer,, die Fotos von bestimmten Personen abfragen.

    Du kannst die Freunde von Personen abfragen und bekommst eben, ein strukturiertes Datenformat zurück, das du in deiner Applikation verwenden kannst, um deine eigene Applikation zu schreiben.

  79. David

    Ja, Mensch, ganz berühmt, das fällt mir gerade noch ein. Entschuldigung. Ist Google Maps.

  80. Dirk

    Stimmt.

  81. Marcel

    Ja, genau.

  82. David

    Also überall, überall, Marcel, wo du, auf... Ja, Chronico. Da haben wir es zwar schon eingebaut. Da haben wir für die Termine letztens erst die Google Maps eingebunden. Und zwar spreche ich die API bei Google drauf an und sag mir: „Hey, gib mir doch mal von der und der Adresse die Karte.“ Und die wird bei uns in der Webseite eingebunden.

  83. Marcel

    Ach, richtig. Klasse. Klasse Beispiel. Ja.

  84. David

    Populär würde ich ja sagen, für eine API ist ja auch meistens der Output. Grade im, im Webbereich wird da ja meistens über XML der Output, generiert, ne. Also ich hab letztens mit der API von, was war’s denn?

    FeedBurner bietet ja auch eine API an, gearbeitet, weil ich da ein kleines Textpattern-Plugin geschrieben hatte, was einem zum Beispiel für den jeweiligen RSS-Feed, noch so 'n Begriff, über den jeweiligen RSS-Feed eben die Informationen ausgeben sollte, wie viele Abonnenten dieser RSS-Feed hat. Und über die API konnte ich jetzt, 'n Skript erstellen, was eben auf deiner Homepage zum Beispiel eben darstellen kann, wie viele Leute gerade den RSS-Feed abonniert haben. Ja, und das wäre zum Beispiel.

  85. Marcel

    Also doch, ist 'ne fantastische Sache. Also, weiß das jeder, der sich mal mit, Google Maps zum Beispiel beschäftigt hat, wie er das bei sich auf der Webseite einbindet? Oder gibt-- Ist das sinnvoll, noch mal kurz was zu sagen: Wie findet denn jemand dann bei Google oder wo auch immer diese API?

    Die zum Beispiel ich geb auf meiner von mir gebauten Webseite eine Adresse ein und sage: „So, Google Maps, jetzt zeige mir den entsprechenden Ausschnitt und bitte punktgenau, sprich metergenau auf diese Adresse, die ich dir angegeben habe.“ Geht man da, geht man da auf Google und gibt dann, API ein und dann listet der alle diese APIs auf? Oder wie findet man so was?

  86. David

    API ist ja die Schnittstelle sozusagen. Das kannst du dir vorstellen, jetzt mal auf einen analogen Bereich: Du willst deinen Fernseher mit dem, DVD-Rekorder verbinden. Dann ist die Schnittstelle sozusagen die Steckbuchse, wo du dein SCART-Kabel reinstecken kannst. Und im Prinzip ist das genauso wie auf 'ner Webseite auch. Also ich gebe eine Schnittstelle bereit, also diesen Stecker und du musst nur noch dein Kabel da reinstecken und sagst: „So, jetzt gib mir mal die Daten.“ Im Prinzip.

  87. Christian

    Was du ja auch noch angesprochen hattest, ist ja, also wie man zu den APIs kommt, ist letztendlich, da haben eigentlich alle API-An, Anbieter mehr oder weniger eine Dokumentation, wie man mit der API ja auch umgehen, umzugehen hat, weil da ja auch jeder irgendwo seinen eigenen Standard hat, wie er die API für einen vorbereitet hat. Und bei Google gibt's da mehrere Seiten drüber, wie man eben die, Google Map API ansprechen kann und genauso machen's eigentlich auch alle anderen Anbieter.

    Also bei Flickr gibt's da genauso 'ne Dokumentation drüber, wie man mit der API, umgehen kann, wie bei Feedburner, wie eigentlich bei jedem anderen, API, Anbieter.

  88. Marcel

    Gut, also da gibt's dann schon die eingefleischten, Listen, auf die man dann zugreifen kann. So wie, was weiß ich, wenn ich von Firefox oder so hab, ja was haben die denn so für schöne Plugins grad zu bieten? Das kann man sich ja auch alles auflisten lassen.

  89. Christian

    Ja, so in, so in der Art.

  90. David

    So, nächste Geschichte.

  91. Marcel

    Nächste Geschichte. Da hat, das hatten wir auch schon angesprochen. Na, Microblogging. Das finde ich auch jetzt noch mal, weil wir ja auch schon viel über Twitter und was weiß ich und Flickr und was da alles so dazugehört, also Community- -angeht. Und das war mal ein schöner Über, 'ne schöne Überleitung, find ich, zum Microblogging.

  92. David

    Sehr gut, dann muss ich mich mal eben reinklinken. Wir hatten in der letzten Technikwürze-Sendung ja 'ne kleine Überraschung, indem wir den Gerrit van Aken zugeschaltet haben. Und, genau dasselbe mache ich jetzt auch. Es gibt gleich 'n Überraschungsgast. Der hat grade jetzt sein Headset aufgesetzt, und den werd ich jetzt, in die Sendung einladen und der wird uns auch erklären, was dieses Microblogging, zu tun hat. Und er hat-

  93. Marcel

    Microblogging live. Sehr schön.

  94. David

    Ja. Und er hat erfahren, dass wir Technikwirtse aufnehmen, eben über dieses Microblogging. Und deswegen ist es, glaub ich, 'ne ganz schöne Demonstration. Ich lade ein in die Sendung den Jens Koch-Drais. So, jetzt klingelt's. Jens Koch-Drais?

  95. Jens

    Hallöchen David.

  96. David

    Sehr schön. Hallo.

  97. Christian

    Hallo Jens.

  98. Marcel

    Hallo.

  99. Jens

    Hallo Jens.

  100. David

    Also für dich, Jens, in der Sendung sind Christian Vogt dabei, Marcel Schwarzenberger und der Dirk Ginader.

  101. Jens

    Tag.

  102. David

    So, es geht um Folgendes:, deswegen haben wir dich auch grade in die Sendung geholt. Wir wollen jetzt den Begriff erklären Microblogging und dem Marcel hab ich das grade so erklärt: Du hast erfahren über das Microblogging, nämlich genau Twitter, dass wir jetzt die Technikwürze-Sendung aufnehmen. Willst du mal erklären, was Twitter ist und Microblogging ist?

  103. Jens

    Versuchen wir's mal. Ich gehöre zu denen, die am Anfang, als der Twitter e-erschien, sich gefragt haben: „Was soll denn das denn nun wieder?“

    Also im Prinzip-

  104. Christian

    Da zähl ich dich auch zu.

  105. Jens

    Und Dirk lacht allein schon deswegen so dreckig, weil er ganz genau weiß, dass ich den ganzen Tag, immer wieder Twitter verfolge. T-T-man könnte sagen, Twitter ist ICQ, mit ziemlich vielen Leuten gleichzeitig. Also angef-an-angefangen hatte die Idee wohl, man solle der Welt mal bekunden, was man grade Spannendes tut. So was wie: „Ich rühre grade in meinem Kaffee“, „bin grade aufgestanden“.

  106. Christian

    'Tschuldigung.

  107. Jens

    Oder solche Geschichten.

  108. David

    „Ich steige grade in die Bahn ein und, und...“ Also Müll, ja.

  109. Jens

    Genau. Ja, aber es ist, spannend, wie viele Leute offensichtlich grade im Stau stehen und nichts Besseres zu tun haben, als über das Handy den Leuten mitzuteilen, dass sie grade in einem zwanzig Kilometer Stau vor Stuttgart stehen. Gibt's. Also das im Prinzip die, die, die Grundidee, mit der das startete, ist, extrem unspannend. Denn, was möchte ich denn die ganze Zeit, mitbekommen?

    Dass jetzt grade jemand aufgestanden ist und nach 'm dritten Kaffee immer noch nicht, a-auf die Beine gekommen ist. Das interessiert mich eigentlich überhaupt nicht. Es hat sich aber dazu ausgewachsen, dass ich auf einmal über dieses Twitter mit Leuten zusammen, komme, den ganzen Tag kommunizieren kann, die ich zum Beispiel auf Barcamps getroffen habe und, man dann, dis, ja Diskussionen über die Themen, die man sonst so gemeinsam, hat, auf einmal, weiterführen kann.

    Man kann sich auf einmal, mitteilen: „Ach, da gibt's wi, gibt's wieder irgend 'n neues Social-Dings-Kirchen-Gedöns, Webseite, die man mal austesten kann. Und wie damals auch. Wie letztens mal kurz geschehen, es, wurde irgend 'n neues, Tool getwittert. Alle stürzten sich drauf und nach zwei Stunden war es mal kurz wieder offline, weil, weil es nicht, wie so schön gesagt wurde, nicht skalierte. Also hat dem Ansturm nicht, nicht, standgehalten.

    Oder es wird gebloggt,, wird getwittert, dass, 'n neues Barcamp, geöffnet ist und nach sechs Stunden ist es zu.

  110. David

    Also zur Vorgehensweise von diesem Microblogging, zum Beispiel Twitter, ist es so, dass man auf die Webseite geht, besorgt sich da 'n Account und dann hat man hundertvierzig Zeichen frei für eine Nachricht. Und ich könnte zum Beispiel jetzt reinschreiben:, nehme grade Technikwürze 96 auf. Mit dabei sind bla, bla, bla, bla, bla. Das wäre eine Nachricht zum Beispiel.

    Es gibt jetzt auch Tools, die denke ich über die API, A-API, da ha-haben wir grade erklärt, drauf zugreifen und, dann diesen Dienst dann quasi sozusagen füttern.

  111. Jens

    Mhm. Ja, und, diese, diese, diese Zusatztools, die find ich total praktisch. Also ich, ich nutze Twitter jetzt nicht nur über die Website, weil ich keinen Bock habe, die ganze Zeit diese Website aufzuhaben. Ne? Sondern ich nutze dieses Thnitter, mittlerweile auch ganz gerne. Das ist ein, ein Tool, das unter, in Adobe Air funktioniert, also 'ner, derzeit noch im Test befindlichen Applikation von Adobe.

    Und da, das ist 'ne sehr charmante, Sache, die im Prinzip läuft das so wie mein ICQ oder Skype Client so nebenher und ich seh immer, da kommt grade wieder 'ne neue Nachricht rein und ich kann direkt drauf antworten oder kann sie lesen, kann l-x verfolgen, die da dann gepostet werden. Also es ist, es, man kann es zu einer, großen Informationsquelle nutzen. Man kann's auch einfach nur zum dummen Labern nutzen. Das geht natürlich beides.

  112. Christian

    Ach, wie mit Skype.

  113. Marcel

    Ja, aber du hast ja genau das angesprochen wie bei Skype oder ICQ oder in den Chat irgendwo, wo ich angemeldet bin. Was unterscheidet denn Twitter dabei? Und ist Twitter gleich Microblogging oder ist das nur eine Form davon?

  114. Jens

    Das ist eine und wohl die bekannteste Form. Und was es, ganz groß unterscheidet, ist: Wenn ich jetzt, wenn ich ICQ oder Skype nutze, dann muss ich die Verbindung zu einem anderen auf, stellen. Und ich muss, wenn ich, mit drei Leuten gleichzeitig, schwätzen möchte, muss ich die auch tatsächlich alle drei, über Skype oder ICQ anschreiben und bekommen. Ich muss da aktiv sein.

    Während bei, S-- bei Twitter, da schreibe ich eine Nachricht und ich kann bestimmen, ob die Nachricht, jedermann lesen kann oder nur die, die ich in eine Freundesliste aufgenommen habe. Das sind bei manchen zehn, bei mir sind es, glaube ich, irgendwo hundertzwanzig oder so und die können das alle gleichzeitig mitlesen. Und ich muss mich nicht darum kümmern, ob, mein Kumpel Dirk Gienader jetzt gerade online ist oder nicht.

    Wenn der Bock hat, das zu lesen und er ist gerade nicht online in Twitter, dann kann er das auch später noch nachlesen und kann auch später noch drauf reagieren. Also ich muss mich nicht drum, drum kümmern, ob Empfänger da sind. Das ist eigentlich der große Unterschied. Es ist keine wirkliche direkte Kommunikation. Die kann entstehen, muss aber gar nicht. Das heißt, David hat jetzt bestimmt vorhin getwittert, aber ich war heute noch gar nicht in Twitter.

    Es ist Sonntag und das ist kein Twitter-Tag für mich. Und, dementsprechend werde ich all die Ergüsse, die heute meine Kumpels alle schreiben, werde ich heute gar nicht gelesen haben. Muss nicht sein. Das ist der Riesenunterschied.

  115. Marcel

    Aber ich fr-- stell mir jetzt wirklich die Frage: Wie in Gottes Namen behält man den Überblick, wenn da fünfunddreißig Millionen Leute da jetzt plötzlich da drin.

  116. David

    Na ja, eigentlich ist es ganz einfach. Es gibt da jetzt es gibt auch Leute, die haben jetzt Regeln aufgestellt. Also wie z--, ich hab's letztens gelesen, ich halte mich da auch dran. Ich hatte tatsächlich mal einen Tag den Gedanken: Oh, ich war jetzt zwei Stunden nicht online und jetzt scrollst du noch mal alle Nachrichten runter und liest die alle noch mal nach. Ist Quatsch. Man muss nicht wirklich alles mitlesen und ich halte mich inzwischen da dran, wie ich es auch gelesen hatte.

    Ich hab in meinem Twitterific, das Tool, was ich derzeit nutze, ich hab da die fünf neuesten Meldungen drin und die alten Meldungen interessieren mich nicht. Also man sollte sich nicht unter Druck setzen persönlich und wirklich, auf dem Laufenden bleiben, sondern man liest einfach das Neueste und dann ist gut. Also dann kann man das auch nebenbei machen. Es kann aber auch sehr ablenken von der Arbeit und deswegen sollte man es, wie gesagt, sparsam einsetzen.

    Dirk und, Christian, nutzt ihr das Tool?

  117. Jens

    Ich nutze das ziemlich exzessiv, ja.

    Also, in der Regel ist es so, dass es wirklich, während des normalen Arbeitstags eigentlich immer da ist und man so in unregelmäßigen Abständen, ich sag mal immer so alle halbe Stunde, Stunde irgendwie, wenn gerade etwas Besonderes ist und man eben gerade was Besonderes tut, wenn jemand was Besonderes getan hat, darüber einfach gerade schreibt und einfach immer nur diese Frage beantwortet: „Was tue ich gerade?" Und indem man diese Frage beantwortet „Was tue ich gerade?“, gibt man eben einen gewissen Status an die Umwelt und die Umwelt kann darauf reagieren, kann's auch lassen.

    Und, im Prinzip ist es wirklich einfach nur ein, ein Austausch. Und gerade was Jens auch gesagt hat, solche Geschichten wie, News, die eben gerade aufgekommen sind oder klassischerweise, auch gerne genommen so ein Barcamp gibt neue Tickets frei. Dann ist das eben, Twitter eben genau der Punkt, wo man eben direkt, am Puls der Zeit dran ist. Und wenn da jemand gerade twittert: „Jetzt, gibt es neue Barcamp-Tickets.", Beispiel war jetzt schön beim, Barcamp London.

    Da waren die Tickets zwischen drei, kurzen, Episoden gekommen und die waren jeweils nach wenigen Minuten weg. Und wer eben dann gerade zu dem Zeitpunkt auf Twitter war und gerade zu dem Zeitpunkt gelesen hat: „Oh, es gibt wieder Tickets“, der hat eins und wer nicht, der hat keins.

  118. David

    Das finde ich sowieso krank, dass man sich bei Bar-- diese, diese Dreihunderter-Liste eintragen und dann ist Ende und der Rest ist im Arsch gekniffen. Egal. Christian.

  119. Christian

    Ja, Twitter, ich bin, glaube ich, seit drei, vier Monaten dabei. Manchmal leider, weil wie du schon sagtest, es hindert ein wenig am effektiven Arbeiten manchmal. Weil manchmal macht man es ja an und, sagt sich dann so: „Ach na ja, guckst du ab und zu mal." Aber manchmal hängt man sich halt dran auf. Dann, schreibt der Erik oder wer auch immer, einen interessanten Link rein. Man klickt drauf und schwups ist man wieder beim Surfen, obwohl man eigentlich gerade arbeiten wollte.

    Von daher, in letzter Zeit, nutze ich es eher ein bisschen weniger, aber ich bin im Prinzip ja auch dabei. Und eigentlich ist es ja auch eine geniale Sache und ich frage mich auch, warum vorher keiner wirklich drauf gekommen ist. Weil im Prinzip ist es ja wirklich wie, wie ein Blog, den man pflegt, nur halt mit, unwichtiger, unwichtigeren Sachen und, ja, auch kürzeren Sachen, sage ich jetzt mal.

    Ja, aber ansonsten habe ich mittlerweile immer ein bisschen, eigentlich auch mehr Gefallen dran gefunden und man muss sich halt, ja, wie schon gesagt, ein bisschen dazu zwingen, das Ganze halt, eher im Hintergrund zu betreiben.

  120. Marcel

    Wenn ich da mal einhaken darf, Chris. Ach Pardon. Ja, ja.

  121. Jens

    Es ist im Prinzip ein, ein prima Test für die eigene Medienkompetenz. Da hat er eigentlich schon vollkommen recht. Denn, wenn man nicht gestört werden möchte oder man hat eigentlich genügend zu tun und, möchte in seiner Konzentration nicht beeinträchtigt werden, dann sollte man auch so viel, ja, also so, so gut sein, das, nicht anzustellen. Wenn man es nämlich anstellt, dann ist, wird man sehr schnell abgelenkt.

    Das ist, da noch viel, viel krasser, als wenn man jetzt ICQ oder Skype die ganze Zeit nebenher läuft. Also es ist ein guter Selbstversuch, bei dem wahrscheinlich fast jeder von uns versagen wird. Und, und, und das mit dem Microblogging hat natürlich, also das, der, der Vergleich zu dem Blog, der, der drängt sich ein bisschen auf. Ich würde eher Micro S-- Ich würde eher Internet-SMS, das Ganze nennen.

    Also Microblogging, passt deswegen eigentlich überhaupt gar nicht so richtig, denn wenn man sich mal, diese ganzen Nachrichten, die wir da so austauschen, diese Chatnachrichten, wenn man sich die gesammelt anschaut, dann kann man, kommt man eigentlich nicht auf die Idee, das mit einem Blogeintrag zu vergleichen. Dafür ist das zu, disparat, zu, zu auseinandergezogen, zu sehr der Situation verhaftet und bildet kein normales einheitliches Bild.

    Kann man sich, glaube ich, bei Dirk gut anschauen, der so seine ganzen, Sachen dir so, über Twittert und Last FM und Ähnliches. Das lässt du doch alles in so 'n Live, Stream laufen, ne? Also kann man sich doch dann alles angucken.

  122. David

    Ganz genau.

  123. Jens

    Gut und wenn ich da jetzt mal, das von gestern oder vorgestern mir angucke, dann verstehe ich überhaupt nicht, was du wolltest. Wenn ich nicht die ganzen Antworten von Erik und wer ansonsten noch, die ganze Zeit am, mit der Welt chatten ist, dann mit, gegen, gegenlesen kann.

  124. David

    Jens, danke, danke für diesen Begriff. Also Internet-SMS. Also das finde ich, trifft's jetzt und jetzt hab ich's auch kapiert. Ihr habt mich jetzt noch nicht überzeugt, dass ich mir das jetzt unbedingt angucken muss, aber das ist ja auch nicht Sinn und Zweck der Sendung jetzt oder des Gesprächs. Ich bin da einer und das muss jeder für sich persönlich gucken. Ich probier's, gefällt oder bleibt dabei oder nicht.

    Aber um vielleicht mal 'n Dreh zum, Webseiten bauen oder Webdesign zu kriegen, worum's ja bei TW eigentlich geht und damit wir vielleicht nicht arg zu viel Werbung für Twitter oder Konsorten machen. Ist denn das jetzt einfach nur 'n Trend, ohne dass wir jetzt so rumphilosophieren?

    Oder wie ist es denn, wenn jetzt jemand daherkommt und möchte jetzt auch 'ne Webseite haben und, sagt: „Also pass auf, ich hätt ganz gerne irgendwie 'n Chatter eingebaut oder ich möchte auch vielleicht dazu 'nen Blog haben oder was auch immer. Und da kommt ihr dann her und sagt: „Nein, bitte nicht. Damit outest du dich direkt als medienin kompetent und hast von Webseitenbetreuung überhaupt keine Ahnung.

    Du musst deinen Leuten anbieten, dass sie Microblogging machen und setzt das also jetzt Box und alles andere auch?

  125. Dirk

    Definitiv nein. Definitiv nein. Also es gibt, da die diverseste verschiedene Meinungen bezüglich, kommerziellem Blogging und kommerziellem Microblogging. Es gibt tatsächlich irgendwie, zwei, drei in Anführungsstrichen Firmen, die auch auf Twitter und Konsorten zu treten sind. Allerdings sind das dann auch Firmen, die in eben dieser Branche unterwegs sind und momentan würde ich, keinem Kunden klassischerweise empfehlen, auf diesen Zug jetzt zwingend aufzuspringen.

    Einfach deswegen, weil's, vom kommerziellen Standpunkt her nicht wirklich interessant ist und ganz nebenbei ist es natürlich für den Kunden auch unheimlich ungeheuer arbeitsintensiv und erfahrungsgemäß sind Kunden so viel zu faul, ihre eigene Webseite regelmäßig zu pflegen und dann, auch noch zusätzlichen Traffic drauf. Eher nicht.

    Wenn man aber allerdings natürlich,, viel zu sagen hat und wenn man entsprechenden, nerdigen, geekigen Kundenkreis hat, die auf Twitter zu Hause sind, werden die sich freuen. Also es gibt kein generelles Ja, eher ein Vielleicht.

  126. Jens

    Also ich sehe das eher so, dass das, dass dieses Twitter eine, einen Wunsch, erfüllt, den man sich erst, der, der wahrscheinlich erst in den letzten vielleicht zwei Jahren so richtig aufgekommen ist und einen Nutzen, erst hat, seitdem, wir in, im Internetbereich sehr viel enger miteinander vernetzt sind und uns über solche, solche Sachen wie Webmontage oder Barcamps, nicht nur persönlich kennenlernen, sondern auch auf einer ganz anderen Ebene austauschen, als wir das noch vor drei oder vier Jahren getan haben.

    Wenn man das, man, also wenn du dir das mal für deinen Bereich Journalismus vorstellst, denke ich mir, dürfte es so was überhaupt nicht geben. Das dürfte es, das dürfte es in so ziemlich, gar keiner Branche, gar keinem Berufszweig so wirklich geben. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass es so 'ne, so 'ne Art Bäcker-Barcamp gibt oder für Finanzbeamten oder für Lehrer oder so was. Das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.

    Aber das ist, ist ja nun wirklich irre, dass in den letzten zwei Jahren-

  127. David

    Da heißt es, Pardon, da heißt es Kongress.

  128. Jens

    Ja, aber bei uns gibt's ja auch Kongresse. Bei uns gibt's ja auch Kongresse. Und ich war zum Beispiel vor zwei Jahren auf der AdMedia in London und ich muss dir sagen, jedes Barcamp ist besser als die AdMedia und es kostet auch noch nix, das Barcamp. Die AdMedia ist nett, nett gewesen für das Socializing danach. Man hat 'n paar Leute kennen, aber die Inhalte, die Inhalte, die transportiert werden, sind eigentlich banal gewesen. Das wusste ich vorher auch schon alles. Das bringt mir nix.

    Barcamps bringen was. Webmontage können auch was bringen und das ist 'ne, 'ne ganz andere Art des Austausches. Und dieser Austausch, der wird jetzt auf einmal virtuell weitergeführt oder kann virtuell weitergeführt werden. Das ist jedenfalls in dem Bereich, in, in oder in dem, in dem Zusammenhang, in dem ich bin, bei den Leuten, mit denen ich in Kontakt bin, ist das so. Das ist total spannend und das ist, da, da hat's seinen Nutzen.

    Der einzige wirtschaftliche Nutzen, den ich mir mit Twitter vorstellen kann, ist das, was David auch macht. Der lässt nämlich seinen Server überwachen über Twitter. Das finde ich 'ne prima Idee.

  129. David

    Obwohl es manchmal auch tierisch nervt.

  130. Dirk

    Da muss ich grad mal kurz, ja, da muss ich grad mal kurz Einspruch erheben. Ich finde das grauenvoll, weil es eigentlich an sowohl an der Thematik als auch,, eigentlich das seinen, seinen, Zuhörern in Anführungsstrichen unheimlich auf den Geist geht, weil es, es ist nicht, ein Status, der von ihm ausgeht, aber alle anderen, die ihm lauschen, müssen dafür zuhören.

    Also das ist eigentlich eine von diesen klassischen Missbrauchen von, von Twitter und Microblogging, die zwar funktionieren, aber am Thema vorbeigehen.

  131. Jens

    Ja, da hat, da hat David nämlich irgendwann mal richtig den Vogel abgeschossen. Da muss er seinen Server irgendwie mal richtig ein- oder der Dienst hat nicht funktioniert. Ich weiß noch, da kam alle zwanzig Sekunden irgend so 'ne Statusmeldung den ganzen Abend durch. Man könnte, also ich könnt meinen Twitter eigentlich wegschmeißen. Ich glaube, Erik hatte dich dann sogar kurzzeitig aus Twitter rausgehauen oder so was, weil alles voll war mit diesen komischen Statusnachrichten.

  132. David

    Nee, nee, das war was anderes. Ich kann mich noch gut dran erinnern. Ich hatte nämlich, ich hatte Twitter auch eingebunden in mein WordPress als Plugin. Das funktioniert folgendermaßen: Wenn ich in WordPress für TechnikWitze jetzt irgendwas ändere, oder 'n neuen Beitrag, schreibe, was dann Sinn macht, dann wird bei Twitter 'ne Nachricht, rausgepackt. Hier, TechnikWitze so und so erschienen. Automatisch, ohne dass ich das machen muss. Sehr gut.

    Allerdings, und das war mein Fehler, hat das eben auch 'ne Twitter-Nachricht rausgehauen, wenn ich 'n Beitrag bearbeitet hatte. Und ich hatte mir die Mühe gemacht, sämtliche Beiträge von TechnikWitze noch mal zu überarbeiten, damit, bei die, die Stichwörter bei iTunes besser passen. Das heißt, jeden Beitrag hab ich angefasst und dann ging wirklich jede Minute dann 'ne Meldung raus. Und dann hab ich-

  133. Dirk

    Ich hab geblockt. TechnikWitze Nummer so und so viel.

  134. David

    Richtig, genau. Das waren noch alte Folgen und das ging jedem auf den Sack und ich hab's nicht gesehen, weil ich grad halt beschäftigt war. Ich guck dann bei Twitter rein und sehe dann dreißig Meldungen von mir und dachte: „Ups. Okay, schalt's mal wieder-

  135. Jens

    Da hattest du, da hattest du endlich das erste Mal mehr gebloggt, als Erik Eggers und das ist doch schon mal etwas. Das war das, das war das erste und einzige Mal, dass das jemand geschafft hat.

  136. David

    Ich hab grad geguckt, Erik hat schon über fünftausend Updates, ja.

  137. Jens

    Ja, das, das ist ja-

  138. David

    Also Applaus, Applaus, ja.

  139. Jens

    Ich meine, bevor's das Internet-

  140. Marcel

    Mitleid.

  141. Jens

    Bevor's das Internet gab, war's so, sozusagen unter Männern der Schwanzvergleich und heute ist es sozusagen, wer hat mehr getwittert, du oder ich?

  142. David

    Ja, genau.

  143. Jens

    So, -

  144. Marcel

    Gut, ihr habt mich völlig erschlagen mit-

  145. Jens

    Ganz kurz, Marcel. Jens, du hast grade vorhin 'n Begriff gesagt. Ich, Frage an dich, Marcel:, was verstehst du unter Socializing? Was der Jens gesagt hat, was es nach 'm Barcamp immer gibt. Kannst du dir darunter was vorstellen?

  146. Marcel

    Na, da kann jeder, seine eigenen Sachen drunter vorstellen, aber Socializing, da meint er sicher oder ich versteh's so: das nette Get-together. Also das Zusammenkommen und noch mal schön sozial miteinander sprechen und, ne, sozialer Austausch zwischenmenschlich.

  147. Jens

    Muckads austauschen.

  148. David

    Muckads, genau.

  149. Marcel

    Genau. Oder Kuscheln, wie wir das immer in Frankfurt auf 'm Barcamp nennen.

  150. David

    Kuscheln.

  151. Jens

    Gruppenkuscheln.

  152. Marcel

    Gruppenkuscheln.

  153. Jens

    So, Marcel, such dir noch mal ein anderes Wörtchen aus.

  154. Marcel

    Ja, ich würd jetzt mal sagen, radikalen Wechsel, weil ich seh jetzt hier in diesen Begriffen auf der Liste, die wir hier haben, keinen Begriff, der mir jetzt so viel sagt, dass ich meine, da kriegen wir 'n schönen sanften Übergang hin. Ich möcht jetzt einfach zu meinem Lieblingswort noch mal zurückkommen auf dieser Liste, dieses, sogenannte unobtrusive JavaScript, unobtrusive JavaScript.

    Ich weiß nicht, ob Jens jetzt damit was anfangen kann, so wie ich's gesprochen hab, weil du hast, glaub ich, die Liste nicht da. Ich, setz es dir einfach mal hier in die, -

  155. David

    Doch, ich hab sie.

  156. Marcel

    Du hast sie da.

  157. David

    Ich hab sie mir geschickt.

  158. Marcel

    Unaufdringliches JavaScript haben wir da hinterher gemacht. Also ich würde gern das tatsächlich auch mal erklärt haben und vielleicht, D-David, das ist deine Aufgabe oder si... bitte ich dich mal als Moderator, vielleicht können wir da hinterher mal gucken, so paar Grundbegriffe. Vielleicht hat es auch damit nichts zu tun, aber ich versteh's im Moment so, was, HTML, Tabellenlayout und PHP nicht diese Dinge erklären, sondern sagen: Was tun sie im Grunde und was gibt's für vergleichbare Elemente?

    Also JavaScript, das hat für mich auch was mit der eigentlichen Gestaltung, Programmierung, dem Schreiben von Webseiten zu tun, wenn ich da jetzt nicht ganz falsch liege.

  159. Jens

    Wer möchte?

  160. David

    Dirk hat darüber mal einen wunderschönen Vortrag gehalten.

  161. Marcel

    Wir sind noch bei unobtrusive JavaScript, richtig? Ich hab irgendwie die Frage war mir grade komplett entfallen.

  162. Jens

    Unobtrusive JavaScript. David, nehmen wir tatsächlich das. Ja.

  163. David

    Klar, sehr gerne. Also, grundsätzlich, JavaScript vorausgesetzt, ist erst mal natürlich 'ne kleine Scriptsprache, die, die ermöglicht, Programmabläufe in der Browser zu programmieren, sprich, kleinere Funktionen oder auch größere Funktionen, die im Browser, im Client ohne irgendwelchen Reload, passieren. Und das Ganze, unobtrusive, ist jetzt netterweise im Deutschen fest besetzt worden mit unaufdringlich. Sprich, du, bist davon weggegangen, dein JavaScript in die Seite einzubetten.

    Du bist davon weggegangen, JavaScript, grundsätzlich vorauszusetzen und, JavaScript als solches sollte, wenn es denn unobtrusive ist, eben, erst mal optional sein. Deine Seite sollte auf jeden Fall ohne JavaScript funktionieren und wenn JavaScript vorhanden ist, sollte es entsprechend dann eingreifen und die Seite so verändern, dass, mit JavaScript entsprechend mehr Funktionalität vorhanden ist.

    Die Idee des Unobtrusive ist also, das Ganze unaufdringlich zu haben, dein JavaScript, ist nicht notwendig, es setzt oben auf, reichert deine Seite an und ist jeder Weise eben dadurch auch deutlich barriereärmer und selbst barrierefrei. Mal ganz allgemein gesprochen.

    Der gute Chris Heilmann, der hier neben mir sitzt und versucht, möglichst, wenig Lärm zu machen, hat dafür einen wunderbaren Artikel geschrieben unter ichwill.net und jeder, der auch nur ein Interesse daran hat, sollte sich diesen Artikel reingucken. Der erklärt das viel, viel besser.

  164. Marcel

    Vielleicht was für die Linkliste nachher, David. Vielen Dank erstmal.

  165. David

    Ja, kleines Beispiel hab ich dazu noch. Auf Technikgröße auf 'ne Unterseite sieht man rechts oben das Menü zusammengeklappt. Ist auch mit unobtrusive JavaScript gemacht. Wenn ich jetzt kein JavaScript habe, ist das Menü komplett ausgeklappt auf jedem Beitrag und ich kann direkt drauf zugreifen. Und wenn JavaScript aktiv ist, wird es ganz am Anfang beim Seiten, laden, zugeklappt und dann kann ich's mit Mausklick, aufklappen. Nur als praktisches Beispiel.

  166. Jens

    Speichert der sich das dann auch?

  167. David

    Nö, natürlich nicht.

  168. Marcel

    Also ich verbuch das mal unter der Rubrik Fachchinesisch, also Begriffe, die der Webnutzer, Webkunde, also euer Kundenkreis oder Nutzerkreis nicht unbedingt wissen muss.

  169. David

    Eigentlich ja nicht.

  170. Jens

    Nein, eigentlich nicht, aber der wird, er wird die Auswirkungen, kennenlernen. Und, also das ist eigentlich mehr ein Qualitätskriterium, weil man zu, also es, es hat, zwei, zweierlei Auswirkungen, dieses, unaufdringliche JavaScript. Bleiben wir mal beim, beim deutschen Begriff. Zum einen, trennst, trennst du die, das JavaScript von dem, von deinem HTML. Du schreibst also nicht mehr in einen Link direkt rein onclick und mach dies und jenes.

    Also schreibst nicht direkt in HTML rein, dass etwas bei einem Klick ausgeführt werden soll, sondern das JavaScript schau-schaut danach, ob, irgendwo was geklickt wird und, wenn etwas geklickt wird, dann tut es etwas. Und zum anderen, ist da 'ne, die, die Geisteshaltung steckt dahinter, dass man mit JavaScript das Ganze nur noch verfeinert, veredelt, Funktionalität hinzufügt, die aber die Seite ansonsten nicht unzugänglich macht.

    Also bestes Beispiel sind so Seiten, die, wenn man JavaScript ausschaltet, entweder überhaupt nicht mehr sebar, sichtbar sind, wie mein immer wieder zitiertes Lieblingsbeispiel, ihr wisst, was kommt, die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Schaltet mal JavaScript aus und ihr habt den Optim- Denn die hat den optimalen Weißraum.

    Oder so Sachen, wo dann, wo man es, ich war letztens auf so einer Seite, ich weiß nicht mehr, welche es war, einfach die, einfach die Navi-Navigation, dann fehlt, wenn man JavaScript ausschaltet, weil die Navigation komplett mit, JavaScript geschrieben wurde. Und das komplette Gegenteil ist so was wie bei, bei Technikwürze. Da ist einfach eine Funktionalität, ein Gimmick, ein, kann man sagen, eine Verbesserung der Usability oder wie auch immer, hinzugekommen.

    Aber wenn JavaScript nicht angeschaltet ist, dann kann man trotzdem mit der Seite umgehen und das ist ja eigentlich Sinn der Geschichte. Ich frage mich immer, warum wir da alle vorher nicht drauf gekommen sind.

  171. Marcel

    Also zu, zur HZ sage ich jetzt mal nix, gehört zu einem meiner Auftraggeber, aber man kann sich die Seite ja wirklich mal angucken und nun ja, okay..

  172. Jens

    Also was, was ich auch noch, mit, mit, an, unobtrusive, obtrusive JavaScript in Verbindung bringe, ist populärer Weise sind ja auch die ganzen JavaScript, Frameworks, die, das Ganze im Prinzip für mich aus meiner Sicht zumindest erst so richtig populär gemacht haben, weil es, ich sage jetzt gerade mal so, so mein Liebling jQuery ja mittlerweile mehr als einfach ist, damit unaufdringliches, JavaScript zu fabrizieren, ne.

  173. Marcel

    Richtig. Allerdings muss das dann auch machen. Ich habe also auch schon Seiten gesehen, die voll mit, jQuery oder mit Prototype, erstellt wurden, und wo dann die Entwickler so helle waren und haben dann onClick und tralala reingeschrieben und onClick, onClick wird dann eine Java, eine jQuery- oder Prototype-Funktion aufgerufen. Und da sage ich mir dann natürlich dann auch,, „Gehen Sie direkt ins Gefängnis, gehen Sie nicht immer los. Es zieht sich keine vierhundert Euro ein." Ja, also.

  174. Jens

    Da hat jemand nicht verstanden.

  175. Marcel

    Genau, da hat jemand, da hat jemand über, ist jemand über die Einführung nicht hinausgekommen oder hat einfach die Einführung wahrscheinlich vollkommen überlesen, weil da dürfte es normalerweise immer drinstehen. Also das, das, man, es ist keine Garantie dafür, jQuery zu nutzen.

  176. Jens

    Nee, aber es, es, ich sage jetzt mal, es, es hat dem Ganzen doch ein bisschen Auftrieb gegeben, weil-

  177. Marcel

    Oh ja.

  178. Jens

    Bevor, bevor so die ganzen Frameworks auf den Markt kommen, sagen wir mal ehrlich, die meisten Seiten, die JavaScript benutzt haben, die, das war einfach räudig. Die Seiten, die konnte man entweder wirklich nur mit JavaScript benutzen oder man, man konnte es sein lassen. Ja, die zwei, die zwei Möglichkeiten hatte man.

    Und ich sage jetzt mal, die gerade jQuery macht's, mir als eigentlich doch anfänglichen JavaScript-Laien doch sehr einfach, mal ein paar kleine Funktionalitäten reinzubringen, ohne dabei jetzt meinen, meinen, meinen Quelltext gleich irgendwo aufzublähen oder durcheinanderzubringen. So sehe ich's.

  179. Marcel

    Ja, es ist, es kann es dir sehr viel leichter machen, kann es aber auch leider in die Hose gehen lassen.

  180. Jens

    Hm, jap.

  181. David

    Was ich gerade sehe, wir haben ja schon,, fortgeschrittene Zeit erreicht. Wir haben eine ganz lange Liste für euch, liebe Hörer, vorbereitet an Begriffen, die wir klären wollten. Wir haben jetzt gerade mal vier geklärt. Mehr, ich denke, wir suchen uns noch ein, zwei kurz raus, die wir jetzt in knapp zehn Minuten, maximaler Zeit noch mal, euch erklären werden und den Rest machen wir in einer anderen Sendung. Wollen wir das so, wollen wir das so machen?

  182. Marcel

    Klar.

  183. Jens

    Ja, sozusagen.

  184. Marcel

    Zwei, zwei Kon--, nee, eine konkrete eigentlich auch von unserer Liste, die jetzt, auch schon oder der, der Begriff jetzt auch schon mehrmals mit angegriffen, verwendet wurde, so rum. Das ist Framework. Da hätte ich wirklich gerne noch mal was dazu gehört, aber ich würde dann im Anschluss, wenn ich darf, gerne noch mal auf meine, hmm, komplexe Frage von vorhin, Dirk, zurückkommen, was nämlich, JavaScript also in meinen Augen ein bisschen verwandt ist mit diesen, Grundbegriffen.

    Also wenn oft gesagt wird, „Bitte arbeitet nicht mit Tabellenlayout, Tabellen sind Quatsch.", dann kommt wieder der Begriff Frames. „Hast du Frames auf deiner Seite? Ist das das Gleiche? Ist das, ist das verwandt mit dem Framework?"

  185. David

    Ach, meine Zehennägel.

  186. Marcel

    Ist das mit dem Framework? Ja, erklärt mir das gleich, warum euch die Zehennägel da hochkräuseln dabei. Aber ich denke jetzt einfach mal an das praktische Kunden- und Webdesigner-Gespräch: „Also was wollen Sie haben? Wollen Sie Tabellen, Frames haben oder HTML?"

  187. David

    Nein, nein. Marcel, also da muss ich jetzt mal einsteigen. Also grundsätzlich hat es den Kunden nicht zu interessieren. Also, wenn ich, wenn ich professionell sage, ja, und du bist jetzt mein Kunde, dann sage ich dir nicht, ich arbeite mit unobtrusiv JavaScript, meine Webseiten validiere ich und ich baue das und das und das ein und ich verzichte auf Tabellenlayout. Ich sage einfach, es gehört zum guten Handwerk, dass man sauber arbeitet.

    Das heißt, ich trenne, CSS, HTML, ich trenne sämtliche Styles von irgendwelchen Anweisungen und JavaScript kommt und unobtrusiv rein. Das braucht dich gar nicht zu interessieren. Du hast mir einen Auftrag gegeben, eine Webseite zu machen, und meine – 'tschuldigung – fucking verdammte Pflicht ist es, sauber und professionell zu arbeiten. Punkt. Und, mehr muss man dazu nicht sagen.

    Und ich meine, wenn du jetzt an den Falschen gerätst, dann kriegst du Tabellenlayouts und Frames und das gehört sich alles gar nichts. Da wird Jens Korfhage als Ober-Webkrauter natürlich einiges zu sagen können. Aber wie gesagt, also mein Job ist es, als Webentwickler sauber zu arbeiten. Das betrachte ich als gutes Handwerk und, es sollte für den Kunden eine Selbstverständlichkeit sein, dass er für das Geld, was er bezahlt, auch was Ordentliches bekommt.

  188. Jens

    Denke ich mir auch so. Genauso wie ich bei einer, Autowerkstatt, erwarte, wenn ich, wenn ich den Reifen wechseln lasse, dass die nicht,, einen Nylonstrumpf nehmen, mit dem das ja auch geht, habe ich mir sagen lassen. Aber das ist mehr so, das ist mehr so die Art, die, die wir dann so nutzen würden, wenn wir irgendwo liegen bleiben, dass wir dann den Nylonstrumpf nehmen, falls da niemand zur Hand hat. Aber ich erwarte, dass das in einer Autowerkstatt halt nicht getan wird.

    Und genauso, erwarte ich eigentlich auch von einem Profi, dass der sich professionell verhält und, mir das auch nicht. Also ich, ich gehe davon aus, dass, dass er dies tut und dass er mir das nicht erklären muss. Das, und ich würde es normalerweise auch gar nicht verstehen. Also, das ist ja wie, wie auch wieder bei der Autowerkstatt. Wenn mir versucht der, der Mechaniker da zu erklären, was er da genau macht, da schalte ich doch ab. Ich verstehe das doch gar nicht.

    Also ich, mir geht's jedenfalls so. Und diejenigen, die's verstehen, die diskutieren gerne mit denen. Das sind dann auch die Kunden, die dann mit'm, David oder mir drüber diskutieren würden, wie jetzt mal genau vorgeht. Ich hab auch Kunden-

  189. Marcel

    Über Twitter zum Beispiel.

  190. Jens

    Oder so, ja. Oder wir haben jetzt zum Beispiel einen, einen Kunden, der, der sagt, er möchte gerne seine Webseite mit YAML umgesetzt bekommen.

    Und das ist nicht allzu selten, dass dann Kunden auf einmal, entweder viel Ahnung oder ein bisschen Ahnung haben, dann davon gehört haben von YAML und, für sich ge, erkannt haben, dass das eventuell ein Qualitätsbeweis sein kann oder in irgendeiner Form gut wartbar oder whatever, und dann sagen: „Ich hätt das gerne, ganz gerne, aber damit umgesetzt.“ Und, das, das kann natürlich sein, ist aber eher der seltene, seltenes, seltenste Fall.

  191. Marcel

    Das ist richtig. Ich glaube auch, das wär eigentlich fast was für eine andere Sendung, ne, oder Extrasendung, wenn ihr denn mögt, aber ich entsinne mich, Jens, da hatten wir schon mal so ein ähnliches Gespräch und so was angesprochen.

    Nur mal so als Beispiel, um das vielleicht abzuschließen von meiner Seite,, ne, wenn-- Ich hab jetzt oft genug gehört, dass euch die Zähne hier hoch,, rollen, ja, und bitte nicht Tabellen und ich käme dann hin und sage: „Bitte bau mir keine Tabellen.“ So, aber mehr kann ich auch nicht dazu sagen und nun ja. Okay, aber Framework. Framework steht auf der Liste, Framework habt ihr angesprochen jetzt paarmal.

  192. Jens

    Da, da haben David und ich ja auch schon mal drüber gesprochen, ne? Vor, vor einigen Sendungen, wo ja eigentlich auch eine zweite zukommen sollte. Falls ich das gleich mal noch mal aufgreifen darf, weil ich es damals eigentlich auch kurz erklärt habe: Ein Framework ist, wie der Name schon sagt, so eine Art, Rahmenprogramm, was man sich als Entwickler, als Webentwickler oder auch sonstige Entwickler, greifen kann, um auf Basis dessen Applikationen zu schreiben.

    Also Frameworks gibt's mittlerweile für ziemlich viele Programmiersprachen, ob das eben PHP ist, ob das CSS ist beziehungsweise XHTML mit YAML oder ob das JavaScript ist mit Prototype oder jQuery oder wie sie alle heißen, die Frameworks.

    Ein Framework hat in erster Linie halt die Aufgabe, erst mal meinen Code ein bisschen zu strukturieren beziehungsweise das, das wäre schön, wenn's das tut, die Übersichtlichkeit ein bisschen zu erhöhen und ich denke, der allererste Punkt ist, mir ein bisschen Zeitersparnis zu verschaffen- -beim Entwickeln von Webseiten.

  193. David

    Wenn ich dir das kurz erklären darf, Marcel: Ich hasse es, JavaScript zu schreiben. Ich hab JavaScript mein ganzes Leben lang gehasst, weil's mir zu kompliziert war. Ich hatte keinen Bock da drauf und überhaupt gar nicht. Und dann hab ich mir irgendwann mal jQuery angeschaut und mit jQuery kann ich JavaScript schreiben in, einem Bruchteil der Zeit, den ich normalerweise benötigen würde dafür.

    Denn, es benutzt, ganz smarte Funktionen, womit ich einfach schneller auf irgendwelche Objekte drauf zugreifen kann oder ich kann schneller irgendwelche Sachen realisieren. Also wo ich damals vielleicht, zehn oder zwanzig Zeilen geschrieben hatte, mache ich das heute mit zweien. Und heute liebe ich JavaScript, aber nur durch solche Frameworks. Also die machen wirklich die Arbeit schon leichter.

  194. Jens

    Ein Framework, um, um, ja, ein Framework, um noch mal darauf,, allgemein zu sagen, erledigt, für dich Aufgaben, die, immer wiederkehren. Also es ist mehr eine, eine Sammlung von allgemeinen Problemlösungen. Also wie zum Beispiel YAML.

    YAML, gibt dir die Möglichkeit, eine, eine Seitenstruktur, eine normale Seitenstruktur aufzubauen und die mit CSS so zu stylen, dass du dir nicht ständig darüber Gedanken musst, machen musst, welcher, welchen IE-Bug du jetzt in dieser exakten Situation,, wieder bekämpfen musst, weil es, eigentlich so ziemlich alle Problemlösungen eingebaut hat, wenn du sie richtig anwendest. Also es macht das nicht von alleine, sondern du musst sie schon richtig anwenden. Genau das Gleiche bei jQuery.

    Anstatt irgendwelche, irgendwelche Schleifen zu bauen, und dann, durch-durchzurattern, die Seite durchzurattern, such jetzt mal bitte alle, alle IDs dieser Seite und dann, schmeißen wir das Objekt mit der ID, Schnulli Bulli raus, schreibst du einfach nur eine Zeile rein und fertig. Also da, das ist, es, es vereinfacht, dir Probleme, Problemlösungen. Das, das sind solche Frameworks, die, die sparen dir einfach Zeit.

    Trotz alledem muss man, muss man erst mal die Frameworks lernen und es wäre das Sinnvollste, wenn man eigentlich auch genau weiß, wo was, welche Zeit dir diese Frameworks ersparen.

  195. Marcel

    Oder ob sie denn noch was hinzuaddieren von der Zeit.

  196. Jens

    Richtig. Und es ist auch ein Trugschluss zu glauben, dass man JavaScript nicht, lernen muss und nicht weiß, was jQuery da tut. Dann, dann ist man so ein bisschen blind, im Blindflug. Dann lernt man jQuery, aber ohne tatsächlich zu wissen, was das denn jetzt nun genau tut und wo jetzt nun der, die, das Charmante dieser Lösung liegt.

  197. Marcel

    Ach so, so eine Art Autopilot, der wenn er ausfällt und ich kann per Hand nicht fliegen, dann habe ich ein Problem.

  198. Jens

    Sehr guter Vergleich.

  199. David

    Also ein ganz berühmtes, ein ganz gutes, Framework hat zum Beispiel jeder von euch hat vielleicht einmal in seinem Leben Stefan Raab geguckt. Und Stefan Raab habt ja, glaube ich, aufs-- Ich weiß nicht, ob das heute immer noch so ist, aber der hatte damals mal auf seinem Schreibtisch so ein Pult mit, zehn oder zwanzig Knöpfen. Ich nenne das ganze Ding mal Framework. Hat er auf den Knopf gedrückt, dann kam entweder ein Audio, Tonsignal oder es wurde live ein Video eingespielt.

    Normalerweise sage ich dem Regisseur übers Mikrofon: „, such mir mal bitte in umständlicher Weise, film noch mal so und so daraus, wie eine Frau dreckig lacht und blende mir das jetzt mal zur Sendung ein.“ Oder ich, vereinbare ein Signal. Besser ist es, ich hab ein Framework, wie gesagt, dieses Mischpult da auf meinem Tisch und da drücke ich drauf und dann kommt das Ding automatisch. So kann man sich das, denke ich, vorstellen.

  200. Jens

    So in etwa, ja.

  201. Marcel

    Besten Dank.

  202. Jens

    Falls ich noch mal eine Idee für die letzte, für, für, ja, den letzten Begriff einwerfen würde, das wäre Semantik. Und zwar aus folgendem Grund: Der Gerrit von Aken hat ja letztens, den Artikel eingestellt und hat ja gemerkt, dass dieser Begriff Semantik von vielen fälschlich verstein, ver-verstanden wird.

    Also viele wohl, das Ganze mit Tabellenlayouts beziehungsweise eben nicht Tabellenlayouts,, zusammengebracht hat, obwohl das ja aus meiner Sicht nicht, nicht unbedingt was miteinander zu tun hat. Wäre das vielleicht so abschließend noch mal ein Begriff, über den wir hier noch mal sprechen sollten?

  203. Dirk

    Sehr gut. Der Marcel erklärt uns das jetzt mal.

  204. Jens

    Ich?

  205. David

    Seid ihr des Wahnsinns fette Beute? Nein. Nein.

  206. Jens

    Also ich find, ich finde Semantik hat durchaus was mit Tabellenlayout oder Nicht-Tabellenlayout zu tun.

  207. David

    Ja, ja, hat's. Aber-

  208. Dirk

    Ja, aber, aber erklärts noch mal, weil ich verstehe unter Semantik wirklich was anderes. Das hat mehr was mit Sprachgebrauch und Grammatik zu tun, als eben-

  209. Jens

    Genau, das, darum geht's aber auch. Darum geht's auch.

  210. Dirk

    Darum geht's auch. Ach.

  211. Jens

    Darum geht's eigentlich auch. Also stell dir, stell dir, stell dir doch einmal so 'ne normale Webseite vor. Eine normale Webseite ist erst mal ein Dokument, ist erst mal ein Text, ein Dokument. Ich hab darüber mal vor ewigen Zeiten 'n Artikel geschrieben: Webseiten sind keine Gemälde. Das ist, so der Trugschluss, von dem viele ausgehen, dass, sie glauben, 'ne Webseite ist etwas Grafisches, was da in, in die, in die Landschaft, platziert wird, sondern als Erstes ist es ein Dokument.

    Da sind Texte drauf und Texte kann man strukturieren, inhaltlich strukturieren. Ein Text hat meistens 'ne Überschrift. Man kann auf, wenn man diese Webseite sich als Dokument vorstellt, kann man, eine Überschrift, Überschriftenhierarchie identifizieren. Also, soll-sollte man diese Überschriften als Überschriften und innerhalb einer Überschriftenhierarchie auszeichnen. Dann findet man Absätze. Da zeichnet man sie auch als Absätze aus. Dann findet man Listen.

    Überlegt man sich: Ist es eine, eine sortierte List, eine, eine geordnete oder eine ungeordnete Liste, also eine Liste mit erstens, zweitens, drittens oder eine nur mit Zeichen davor. Dann findet man 'ne Tabelle, zum Beispiel 'ne Bundesliga-Tabelle. Da überlegt man sich zum Beispiel: Hat diese Tabelle einen Tabellenkopf? Logisch, eigentlich schon, ne? So Platz, oder Punkte und Tordifferenz und so was. Das ist ja der Tabellenkopf.

    Dafür gibt's spezielle Elemente innerhalb von HTML, die dafür genutzt werden, um exakt dieses auszuzeichnen. Das heißt, man macht sich Gedanken dadrüber, nicht wie die Seite aussieht. Das kommt in einem zweiten Schritt, sondern man macht sich die Gedanken dadrüber, was die Inhalte auf einer Webseite eigentlich sind. Man macht sich Gedanken über das Wesen der Inhalte auf einer Webseite und zeichnet sie dann mit den be-beste-betreffenden Tags innerhalb HTML aus.

    Nimmt Absätze, nimmt, Tabellenelemente und all so was. Und, dementsprechend hat das durchaus etwas damit zu tun, ob ich 'ne Webseite in Layout-Tabellen, formatiere oder nicht.

  212. Dirk

    Mhm, das stimmt.

  213. Jens

    Man kann aber auch, man kann aber auch, man kann aber auf, auf der anderen Seite auch, eine wunderbar, ohne Layout-Tabellen erstellte Webseite herrlich unsemantisch machen, indem man zum Beispiel alles nur mit, alles nur mit Diffs, strukturiert, und, auch keinen einzigen Absatz nennt und keine einzige Überschrift oder alles nur mit H1. Ich glaub, die Süddeutsche hat nur H1 auf der Startseite.

  214. Dirk

    Das kann nicht sein. Das kann nicht sein, dass jede Überschrift, kann nicht sein, dass jede Überschrift erst, eine Überschrift erster Ordnung-

  215. David

    Na, pass auf. Die haben bei den Webcodes gelesen, dass man, Überschriftenelemente verwenden sollte und das haben sie jetzt beherzigt und du meckerst trotzdem.

  216. Jens

    Ja, ja, ich bin, ich, ich bin einfach so 'n Arsch, ja, ja.

  217. Dirk

    Oder, oder irgend so 'n SEO hat erzählt, oder irgend so 'n SEO hat gesagt: „Hier H1, haben die höchste Wertigkeit in Suchmaschinen. Mach mal, mach mal alles H1."

  218. Jens

    Nenn diese Abkürzung nicht. Das sind dann auch die, die, das sind dann auch die, die in irgend 'nem versteckten Diff-Container, dreihundert, Schlagworte verstecken und dann glauben, sie wären die großen Helden, ne? Ja, ja.

  219. Dirk

    Ja, ja. Font Color H1 und Background Color auch H1, SSS.

  220. David

    Brauchst du, Marcel, noch 'n Stichwort, oder ist das für dich erklärt?

  221. Jens

    Ich kann das voll und ganz unterstreichen. Also, ob, das ist mir völlig wumpe, ob ich da 'n Printtext habe, den man in 'ner Zeitung liest oder wenn ich meine Doktorarbeit abgebe oder ob ich 'ne Webseite lesen möchte. Natürlich muss das alles strukturiert sein und nur Überschriften erster Ordnung gibt's nicht, ja. Und, und irgendwelches, wilde, Bleiwüsten, die kann kein Mensch überfliegen und kein Mensch verstehen. Also insofern voll verstanden und kann das nur voll unterstreichen.

  222. David

    Okay, dann sindig, sind wir auch denke ich an die Sendung angekommen. Das wird 'ne Sendung, die erstmalig bei Technikwürze über eine Stunde geht. Deswegen brechen wir jetzt sozusagen auch ab und verschieben die Begriffe. Wir haben die Hälfte, der Begriffe, die wir uns auferlegt haben, sozusagen geschafft und die nächste, da machen wir noch mal Sendung in der, nahen Zukunft. Mit dabei an Bord sozusagen war heute Christian Vogt. Vielen Dank an dich.

  223. Jens

    Nichts zu danken.

  224. David

    Der Marcel Schwarzenberger.

  225. Jens

    Ich danke, dass ihr so viel Geduld mit ihr hattet und wenn mir der Satz noch erlaubt ist: Also ich hoffe, dass nicht allzu viele zwischendrin gelangweilt mit den Augen gerollt haben.

    Was ich glaube, wichtig war für mich, mal mit rüberzubringen aus Nutzersicht, der nicht so arg viel von eurem Fachchinesisch draufhat, was euch für Fragen bei,, Freunden, die das adulten müssen, weil ihr so viel Zeit damit verplempert oder bei eben euren Kunden so auftauchen können, was man ganz schnell, miteinander vermengt, ohne dass es zusammengehört. Und wenn das 'n bisschen rübergekommen ist, dann hab ich meinen Job heute, erledigt.

  226. David

    Mit auch dabei war der Dirk Kieninger.

  227. Jens

    Schön, dass ich wieder dabei sein durfte.

  228. David

    Und, später zugeschaltet der Jens Grothreis.

  229. Dirk

    Ja, schönen Dank, dass ich dabei sein durfte.

  230. David

    Gerne.

  231. Dirk

    Bis zum nächsten Mal.

  232. David

    So dann noch eine Sache zur Erinnerung oder zwei Sachen noch: Denkt an die hundertste Folge, die wird live aufgezeichnet am 26.11. in Hannover beim Webmontag und wir möchten noch ein paar Fragen von euch haben, die uns zur einhundertzweiten Sendung schickt, die ausgestrahlt wird am 10.12. Die Information noch mal auf Technikwürze. Ja, ich fand's 'ne illustre Runde und hoffe, dass wir die demnächst wieder aufnehmen. Vielen Dank.

In der Sendung sind Christian Vogt, Dirk Ginader Marcel Schwarzenberger, Jens Grochtdreis 1 und David Maciejewski

Zusammen erklärt das Team folgende Begriffe:

  • Microformats
  • Semantik
  • Socialising
  • Unobtrusive Javascript / unaufdringliches Javascript
  • API
  • Microblogging (Twitter und co.)
  • Framework

Veranstaltungshinweis

IA Konferenz in Stuttgart: 9 und 10 November <sup class=1 " /> Am 9. und 10. November 2007 findet an der an der Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart die 2. deutsche Konferenz für Informationsarchitektur statt. Unter dem Titel "Information Raum geben bildet sie gleichzeitig das Programm des 6. Symposiums für Informationsdesign. Veranstalter sind das Institut für Informationsarchitektur (IIA) und der Studiengang Informationsdesign der HdM.
Die Konferenz versammelt Fachleute auf dem Gebiet der Informationsarchitektur und User Experience aus dem deutschsprachigen Raum und wird durch international bekannte Experten wie Victor Lombardi (USA), Thomas Vander Wal (USA), Jess McMullin (Kanada) und Joannes Vandermeulen (Belgien) ergänzt.

Die 100. Folge von Technikwürze - sei live dabei!

Für die 100. Folge haben wir uns etwas besonderes überlegt: Wir werden diese live beim Webmontag in Hannover am 26.11. im Spago 1 aufzeichnen. Komm doch auch vorbei und diskutiere mit, schau dir an, wie wir Technikwürze produzieren.

Deine Frage - Experten antworten

Zur 102. Folge wird Technikwürze zwei Jahre alt! Wir feiern das in der Sendung in dem wir eure Fragen beantworten. Schickt uns Fragen per Mail, hier als Kommentar im Beitrag zur Sendung oder quatsch uns was auf den Anrufbeantworter: 0511 21 27 300.

Fußnoten

  1. Link entfernt, da nicht mehr erreichbar ↩ a ↩ b ↩ c

Erwähnungen 1

Kommentare 13

  • Euer Server kann keine Winterzeit, schön für mich :)

    Ich benutze SOAP(XML) und JSON für API's.

    Twitter wurde in den USA durch Facebook und in Deutschland durch schüler und studiVZ ersetzt... Bekannte Seiten sind auch Digg.com und Reddit die den bekannten Diggeffekt auslösen, un dadurch Webseiten für ein paar Stunden offline zu macen. Bei ICQ 6 und Windows Live kann auch eine Status nachricht angeben..

    Hat Spaß gemacht! Freue mich auf die 100ste Folge :)

  • Super Idee diese Begriffe zu klären! Unobtrusive Javascript ist ein toller Ausdruck :-)

    Zu Microformats: natürlich ist das eine klasse Idee. Allerdings ist die Technik noch nicht ganz ausgereift. Ich habe auf in meinem selbstgebauten Kalender diese verwendet und bin leider auf einige Probleme gestoßen.
    Beispiel: folgender Fall "Fahrt nach xy 1.12-3.12". Hier setze ich das hCalender Format als einen Termin der sich über 3 Tage erstreckt.
    Anders ist es hier: "Schulung vom 1.12-5.12 jeden Tag von 8 bis 12 Uhr". Diese Form des Termins kann ich derzeit noch nicht per Microformat definieren. Ich müsste jeden Tag einzeln auflisten und den Termin jedes mal neu machen. Wiederholung ist also nicht möglich. Andere Formate wie die hCards haben ebenfalls noch Probleme mit der Definition.
    Außerdem funktioniert die Firefox Erweiterung Operator noch immer nicht richtig... Ich bin gespannt ob und wie der Firefox 3 Microformats verarbeiten wird.

    MfG Zen

    PS: Wir sollten überhaupt keine Angst vor dem "Überwachungsstaat" haben. Die Web 2.0 Generation gibt sowieso alles über Twitter und Blogs von sich aus frei.

  • Hallo David,

    danke für das Vorlesen der Pressemeldung zur deutschsprachigen Konferenz für Informationsarchitektur. Hier ist nochmal der Link zur Konferenz Website:

    http://www.iakonferenz.org

    Grüße,
    Jan

  • Also bitte, Ronnenberg ist doch eine bekannte Stadt. Auf jedenfall für einen Barsinghäuser ;-)

    Wusste gar nicht, wie stark die vernetzte Web 2.0-Szene in Ronnenberg ist. Neben Marcel kenn ich dort noch jemanden ;-)

  • Ist es möglich, das euer Podcast etwas hinterher hängt? Ich hatte heute morgen meinen iPod an den PC gehangen (iTunes)und da war noch kein neuer Beitrag da. Dieses Problem ist bei einer älteren Folge (#94) auch schon einmal aufgetreten. Ich denke heute Abend wirds dann da sein aber heute früh wärs schöner gewesen. :)

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