Technikwürze

Wer suchet, der findet!

Reguläre Folge, Download (MP3, 57 MB)

Transkript der Folge

  1. Marcel

    Technikwürze 146. Wir werfen heute einen Blick in die Mozilla Labs und ein paar aktuelle Themen und ich freue mich sehr, dass zum zweiten Mal mit dabei ist der Peter Kröner. Hallo Peter.

  2. Peter

    Hallo.

  3. Einspieler

    Herzlich willkommen zu Technikwürze, eurem Design- und Webstandards-Podcast. Von und mit David Matyiewski.

  4. Marcel

    So, zum zweiten Mal mit dabei. Warum erst zum zweiten Mal?

  5. Peter

    Das, da würde ich einfach mal ganz dreist die Schuld bei euch abladen, weil mich keiner eingeladen hat.

  6. Marcel

    Das ist der Nachteil in dieser, an dieser Sendung. Man muss sich immer selbst um die Leute kümmern, die klopfen nicht. Du bist ja ansonsten ein Stammhörer und auch einer der Stammkommentierer. Deswegen freut mich umso mehr, dass du dabei bist.

  7. Peter

    Die Freude ist ganz auf meiner Seite.

  8. Marcel

    Perfekt. Ja, wie angekündigt, wir haben uns mal angeschaut, was so in den Mozilla Labs rumliegt, an welchen lustigen Projekten die Jungs im Moment so ein bisschen arbeiten, aber ich würde sagen, vorher werfen wir doch einen kleinen Blick in ein, zwei aktuelle Themen.

  9. Einspieler

    Aktuelles.

  10. Marcel

    Als Erstes hat der Spiegel, wie alle sagen, gerelauncht. Ich finde aber, der hat geface liftet. Wie siehst du das?

  11. Peter

    Ja, er hat ein bisschen modernisiert, würde ich sagen. Mehr ist das nicht.

  12. Marcel

    Und wir springen von links nach rechts in der Artikelzeile neuerdings.

  13. Peter

    Genau, also das ist wirklich, das, das, das finde ich persönlich extrem irritierend einfach. Mal ist es so, mal ist es so, also beziehungsweise ein gewisses System steckt da ja hinter. Auf der Startseite ist die Hauptspalte eben links und sonst in der Mitte, aber das ist einfach, schon sehr gewöhnungsbedürftig.

  14. Marcel

    Genau. Und vor allem, es ist jetzt nicht so, dass jede Übersichtsseite, also wenn man auf die, auf die sogenannte Ressortseite geht, also meinetwegen sich dann in der Wirtschaft befindet, ist es nicht so, dass es links ist, sondern so wie bei den Artikeln dann rechts. Hat sicherlich auch Vorteile, aber ist ein wenig komisch. Und ansonsten, ja, finde ich, ist es ein wenig hübscher geworden.

    Und anschließend habe ich mal einen Blick in, Wiselo geworfen und mal geschaut, was der so im Hintergrund lädt und dachte eigentlich, die wären ziemlich schlecht. Sind sie aber gar nicht.

  15. Peter

    Eigentlich stehen die im, nationalen und auch im internationalen Vergleich ziemlich gut da. Also da kommen meist so um die, 200 Requests zusammen, Scripts, Bilder, alles Mögliche, vor allen Dingen Bilder, und fast ein MB an Daten. Und da möchte man meinen, das ist relativ, viel. Ist es aber eigentlich gar nicht. Also wenn man jetzt zum Beispiel mal bei der Süddeutschen guckt, die kriegen locker 300 Requests zusammen und 1,5 MB. Die internationale Konkurrenz ist auch nicht besser.

    CNN und New York Times landen auch beide bei 1,2 MB mit jeweils, locker über 150 Requests. Ja, das ist alles eigentlich ziemlich schlecht, vor allen Dingen, weil durch diese ganzen, Kleinstgrafiken, die alle einzeln geladen werden, 'ne ganze Menge einfach an diesen Anfragen zusammenkommen. Von Sprites hat man da anscheinend in der Zeitungswelt noch nichts gehört.

  16. Marcel

    Tja, scheinbar, scheinbar nicht wirklich. Dabei, ich denke, besonders bei einer Seite wie Spiegel würde sich das ja auch finanziell einfach lohnen. Da könnten sie, glaube ich, an Serverkapazitäten ein wenig was sparen. 1,5 MB-

  17. Peter

    Also Klassenprimus ist ja, Klassenprimus ist ja ganz klar die Süddeutsche mit diesen 300, 300 Requests und vor allen Dingen, das werden auch immer mehr, weil da anscheinend per Ajax im Hintergrund ständig was nachgeladen wird..

  18. Marcel

    1,5 MB, das finde ich, ist relativ ordentlich. Ich, hab noch irgendwo so vor 'nem Jahr oder so mal die Zahl aufgegriffen: 75, Prozent der Deutschen sitzen mit 'nem, mit 'nem Breitbandanschluss zu Hause, dementsprechend 25 % nicht wirklich. Und dann 1,5 MB für so 'n Startseitenaufruf der Süddeutschen. Holla.

  19. Peter

    Ja, und es ist wie gesagt einfach komplett überflüssig, dass das passiert. Das kommt alles nur von diesen winzigen, winzig kleinen GIFs.

  20. Marcel

    Genau, ansonsten, na ja gut, also man muss sagen, bei, bei Spiegel war ich dann auch 'n bisschen, überrascht. Ich, die, ich glaub, knapp über 2000 Zeilen Code für, für so 'n Startseitenaufruf, weiß nicht, ob die unbedingt sein müssen, aber das wird an der Stelle dann, nicht unbedingt den größten Teil der Ladezeit ausmachen. Das sind dann wirklich die kleinen Grafiken. 319 Requests bei der Süddeutschen. Wahnsinn.

  21. Peter

    Stattlich.

  22. Marcel

    Und auch international, gibt es da keinen, der jetzt irgendwie mal mit so 3, 400 Kilobyte, irgendwie einen mal überraschen würde. Jedenfalls haben wir erst mal so direkt keinen gefunden. CNN und, New York Times kommen da auch alle auf eins Komma irgendwas MB. Verrückt, verrückt.

  23. Peter

    Tja.

  24. Marcel

    Ja, aber 'n bisschen schöner sind sie geworden. Und ich glaub, vorher waren sie so ungefähr in der gleichen Liga, was Requests und, und, Lade-Ladegrößen anging. Dementsprechend, ich find, ich find, es ist schöner geworden. Was mich-

  25. Peter

    Es ist, es ist wesentlich, ist wesentlich moderner geworden, luftiger einfach.

  26. Marcel

    Genau. Was mich irgendwie 'n bisschen genervt hat, was weiterhin so ist, wenn man sich ein, Video anguckt, was die ersten ein, zwei Tage nicht funktioniert hat, weil irgendwie die Flash-Detection, gesagt hat: „Hey, lad dir doch mal Flash 9", und das auch bei allen, die Flash 10 hatten.

    Aber inzwischen kann man auch Videos gucken, aber die haben da so 'nen lustigen HD-Button eingebaut, bei dem, bei YouTube wirklich dann 'ne HD-Version geladen wird, wird bei Spiegel einfach nur das Fenster vergrößert. Also find, hat jetzt nicht so viel mit HD zu tun. Schade, schade. Aber gut. Ein Schritt nach vorne für, ich glaub, die größte deutsche, Online-Nachrichtenseite.

  27. Peter

    Genau und diese Spaltenverwirrung kann man ja mit ein paar User-Scripts ganz einfach beseitigen.

  28. Marcel

    Entweder das oder sich dran gewöhnen oder einfach nicht mehr die Startseite anzuhören. Ist es auf irgendwelchen anderen Seiten auch so oder nur auf der Startseite?

  29. Peter

    Das ist, hm, so wie ich das gesehen hab, nur auf der Startseite so. Man kann ja auch ganz einfach den Spiegel ganz links liegen lassen. Das ist ja auch eine Möglichkeit.

  30. Marcel

    Genau. Hast du ihn irgendwie abonniert, RSS-Feed-technisch?

  31. Peter

    Nee.

  32. Marcel

    Nie.

  33. Peter

    Da bin, da bin ich drüber hinaus.

  34. Marcel

    Vielleicht haben sie ja das wenigstens mit dem – kann ich mal kurz schauen – mit dem Relaunch geändert, aber ich schätze, nein, natürlich nicht.

  35. Peter

    Was war denn da kaputt?

  36. Marcel

    Ach, da ist gar nichts kaputt, aber, ich glaub, früher war es nur die Headline, inzwischen ist es die Headline und ein Satz. Aber natürlich keine, keine vollen, Beiträge, weil da sieht man ja keine Werbung und man verdient kein Geld bei.

  37. Peter

    Tja.

  38. Marcel

    Deswegen hab ich Spiegel auch nicht mehr abonniert, weil mir das so ziemlich auf den Geist ging.

  39. Peter

    Also was wirklich neu ist, sind diese ganzen Social-Bookmark-Icons, die sie da unten druntergeklatscht haben.

  40. Marcel

    Juhu.

  41. Peter

    Da ist wirklich jetzt auch wirklich alles dabei, von Twitter bis zu, -

  42. Marcel

    Dingen, die man nie gesehen hat.

  43. Peter

    Genau, also da sind schon auch teilweise relativ exotische Sachen bei. Na gut, aber wenigstens alle vorhanden.

  44. Marcel

    Windows Live Favorites ist mir bisher auch noch nie über den, Weg gelaufen. Ja, aber alle dabei.

  45. Peter

    Die Frage ist halt, ob wirklich jemand diese Dinger benutzt. Also es gibt relativ-- ich hab mal vor einer Zeit recherchiert, ob es da irgendwie zu, Statistiken gibt, ob irgendwer diese Dinger auch anklickt. Da, da hab ich eigentlich nichts zu gefunden und meine eigenen Untersuchungen auf meinem Blog, als ich die mal hatte, kam eigentlich zu dem Schluss, dass das keiner verwendet, weil wer so 'n Bookmark-Dienst nutzt, hat normalerweise da entsprechende Buttons in seiner Toolbar im Browser.

  46. Marcel

    Genau, irgendwie ein Java, JavaScript-Bookmarklet und damit funktioniert das in der Regel noch mal ein bisschen besser, weil man muss nicht diese komischen Bookmarking-Leisten suchen. Mich erinnert das Ganze ein bisschen so an, an die, klassische Send-to-friend-Funktion, die inzwischen Gott sei Dank wieder ein bisschen mehr ausgestorben ist, wo man einem Freund, diese Seite empfehlen konnte, was, glaub ich, auch kein Mensch gemacht hat.

  47. Peter

    Na ja, ausgestorben ist die nicht so wirklich. Die hat sich ja eher vermehrt, wenn ich mir jetzt diese ganzen Buttons angucke.

  48. Marcel

    Na ja gut, aber hier empfiehlt man's nicht mehr unbedingt, na ja, also natürlich irgendwo schon, aber ja, im Prinzip ist es das Gleiche. Ich geb dir recht.

  49. Peter

    Es ist jetzt, es ist jetzt 2.0 und deswegen ist es besser.

  50. Marcel

    Das ist eine, ein Super-Argumentationsstrang. Belassen wir es dabei. Spiegel-

  51. Peter

    Genau, wir gucken, wir gucken ja, was sie nachher beim nächsten, Facelift dann wieder von diesen ganzen Besonderheiten reparieren.

  52. Marcel

    So sieht's aus. Ja, Personas ist in letzter Zeit ein wenig durch die Blogosphäre gegangen und, Personas, personalisiert, Quatsch, charakterisiert, aus welchen Quellen auch immer so 'n bisschen mich und dich und alle möglichen. Was ist dein Eindruck?

  53. Peter

    Mein Eindruck ist, dass da ein ziemlich, ausgeklügelter Zufallsgenerator hinter steckt, ganz ehrlich gesagt. Jedes Mal, wenn ich da, eingebe, also das große Problem ist erstens, das Ding verträgt keine Umlaute. Deswegen sieht es bei mir schon mal eher ziemlich schlecht aus. Und zweitens kommt da bei jedem Aufruf, was anderes raus. Also versteh ich nicht.

  54. Marcel

    Vor allem bei mir, zieht er eine Quelle, irgendwie, die nichts mit mir zu tun hat. Also so die typischen Quellen, Google und Co. fallen erst mal weg. Also so relevante Quellen, einigermaßen relevante Quellen fallen scheinbar weg, weil, also mich setzt's da jedes Mal aus irgendeinem Copyright-Vermerk von irgendwem zusammen und, diesmal bin ich zu fünfzig Prozent online und zu fünfzig Prozent Education.

  55. Peter

    Tja, ich hab hier jetzt grad Wolfgang Schäuble eingegeben. Da gibt's einen relativ breiten Art-Balken bisher. Also ich weiß nicht.

    Und, und, und Sports auch. Das ist natürlich auch ganz toll.

  56. Marcel

    Kennt der Zensur? Ursula von der... Na ja, egal. Bei Berühmtheiten dauert's ein bisschen länger. Da zieht er dann nämlich irgendwie so an die 30 Quellen voran und, ja, das ist visuell sehr schön angehübscht. Also das muss man wirklich schon, schon sagen. Einmal kann man sich's antun und sich angucken. Er kommt übrigens aus dem MIT und, ja, irgendwie wurde das in letzter Zeit so 'n bisschen gehypt. Mich hat's- Mich hat's nicht.

  57. Peter

    Es sieht, es sieht, es sieht wirklich sehr schön aus. Das muss man neidlos anerkennen.

  58. Marcel

    Das Ding steht normalerweise in irgendeinem – Gott, bin ich schlecht vorbereitet – Museum, in irgendeiner Ausstellung oder so was. Und das ist entsprechend der Online-Ableger davon. Ja, schön ist er.

    Komischer Zufallsgenerator hinter, aber bei, bei einigen kommt schon 'n bisschen was raus, wobei, wenn man, wenn man da irgendwie, meinetwegen mal den Obama nimmt, dann, ja, kommen da Sachen, wo man zum größten Teil sagt: „Okay, das stimmt schon irgendwie." Man muss aber auch sagen, dass dann zum Schluss er irgendwie fünfzehn Themen raussucht und sicherlich hat er dazu mal was gesagt. Insofern... Aber ja, man, man kann sich's auf jeden Fall mal antun. Und das war's auch schon an Aktuellem.

    Da haben wir diesmal nicht viel. Aber deswegen haben wir uns ja auch die Mozilla Labs mal vorgenommen. Kommen wir zu unserem Hauptthema.

  59. Einspieler

    Das Thema.

  60. Marcel

    Es war sehr lustig, weil wir wollten ja die Folge eigentlich vor- Zwei Tagen aufnehmen. Das hat dann, nicht so ganz funktioniert, nachdem es erst, gefühlte dreihundertfünfzig Grad an dem Tag warm war, hat es, danach, überall geschüttet aus Eimern und gestürmt und du warst netzlos.

  61. Peter

    Ja. Wobei ich natürlich jetzt nicht mit Sicherheit weiß, ob das, am Sturm lag oder einfach an der generellen Unfähigkeit der Telekomiker. Aber wir wollen das einfach mal annehmen.

  62. Marcel

    Ich finde, da kann man es gut drauf schieben. Auf, auf beides ist in Ordnung. Jedenfalls jetzt bist du wieder, w-wie man hört, mit Netz unterwegs und, dementsprechend können wir da auch mal voranschreiten. Wir haben uns mal alles Mögliche an Projekten angeguckt, was das Mozilla Lab, dessen Seite auch, jetzt kürzlich gerelauncht hat und ich fand sie sch-schon vorher ziemlich hübsch. Jetzt ist sie noch mal einen Ticken hübscher.

    Und da haben wir uns mal angeschaut, was die so an aktuellen Projekten am Start haben und woran die so werkeln und geben da mal einen kleinen Überblick. Ich fang mal an mit Jetpack. Jetpack hatten wir ja schon mal vor, düdüdüt, ein, zwei Monaten oder so in der Sendung, als es noch ziemlich frisch war.

    Für alle die, die es nicht gehört haben: Jetpack ist im Prinzip, 'nen, also erst mal ist es 'nen, 'nen Add-on, was mit, Firefox ab drei Punkt fünf funktioniert und, ist gedacht, um den Firefox mit, ich sag mal, dem Webentwickler seine Bordmittel zu erweitern. Also statt, da in, in Chrome, das ist so die, die Engine, der, mhm, der Firefox normalerweise sich so zusammensetzt.

    Statt damit zu arbeiten, kann man, seinen Firefox mit HTML, CSS und JavaScript ein bisschen erweitern und auch ein paar moderne Elemente mit unterbringen. Also der unterstützt entsprechend auch HTML5, sprich zum Beispiel das Audio- und Videotag und so weiter, als auch, dass man da lustige Dinge mit Ajax machen kann. Das Schöne ist wie gesagt zum einen, dass man mit dem, was man sowieso den ganzen Tag lang macht, HTML, CSS und JavaScript schreiben, eigene Erweiterungen schreiben kann.

    Was ebenfalls sehr schön ist, ist, dass man zum Beispiel auch seine bekannten Debugging Tools nehmen kann. Also zum Beispiel mit Firebug dann mal schauen, warum da etwas nicht funktioniert. Als wir das vorgestellt hatten vor ein, zwei Monaten, gab es irgendwie so zwei oder drei Demos dazu, die man sich da mal anschauen konnte, die gezeigt haben, dass man mit 'ner Handvoll, Zeilen, Codezeilen wirklich schon ein bisschen was bewegen kann.

    Inzwischen gibt es da so an die fünfzig Demos, die auf der, auf der Seite von Jetpack vorgestellt werden und dadrunter dann auch ein paar Geschichten, die sehr schön sind. Ich zum Beispiel nutze, eine, ein, ein Jetpack. Weiß gar nicht, wie, wie nennt man das? Ist es dann ein Jetpack?

  63. Peter

    Hab ich mich mal gefragt.

  64. Marcel

    Jedenfalls eine Erweiterung, bei der man, zum Beispiel aus 'nem englischsprachigen Text einfach 'n Wort markiert, dann auf einen Button klickt und man bekommt so 'ne kleine süße Toolbar, die einem, das über dict.cc, einem der bekanntesten Online-Wörterbücher, übersetzt. Und, ja, man, man muss wirklich nur 'n Wort markieren und, er aktualisiert das dann automatisch in der, in der kleinen Sidebar, die man da bekommt.

    Das heißt, wenn man mal 'nen englischen Text liest, der 'n bisschen das eigene Niveau über, übersteigt, dann ist das für mich ein ziemlich, ziemlich cooles Hilfsmittel geworden. Ja und die, die Vielfalt der Mini-Erweiterungen, die es da gibt, ist wirklich inzwischen ziemlich, ziemlich ordentlich. Von irgendwelchen URL-Shortner-Diensten, die sich sehr gut integrieren über so 'n paar Spielereien. Ich hab zum Beispiel mal 'n, 'n, 'ne Zeit lang den Tab Grapher laufen gelassen.

    Der, erstellt einem unten rechts in seinem, in der Statusleiste so 'n kleinen Graphen und zeigt an, wie viele Tabs man offen hat und macht daraus so 'ne Art, so 'ne Art Börsenkurs, der immer steigt und sinkt. Also wie gesagt, 'n paar Spielereien. Ist interessant, wenn man 'ne kleine Eigenentwicklung machen will, die es gegebenenfalls noch nicht gibt oder nicht so, wie man das haben will. Es ist wirklich sehr einfach zu schreiben.

    Also denke ich, sowohl für Leute, die privat ihr, ihren, Firefox erweitern wollen, als auch, so kleine Unternehmensgeschichten. Blöderweise ist es meiner Meinung nach noch nicht wirklich massenkompatibel, denn um sich kleine Jetpacks in den Firefox zu kloppen, braucht man entsprechend auch das Jetpack Add-on, was bisher so weit noch nicht verbreitet ist, würde ich einfach mal schätzen. Ja, aber auf jeden Fall eine schöne Geschichte, die sich wie gesagt in letzter Zeit ordentlich entwickelt hat.

  65. Peter

    Gut, dann erzähle ich jetzt mal ein bisschen was zu, Bespin. Das ist, meines Erachtens so ziemlich das Beeindruckendste, was bisher die Mozilla Labs so auf die Beine gestellt haben. Das muss man sich im Prinzip so vorstellen wie Google Docs, nur halt, dass man dann kein Textverarbeitungsprogramm hat, sondern 'ne Programmierumgebung. Richtig mit Syntax Highlighting und dem ganzen Spaß. Die, Dokumente liegen in der Cloud. Man kann also von Rechner zu Rechner gehen, hat immer seine Sachen parat.

    Und das Ganze ist, wirklich nicht mit konventionellen HTML-Mitteln erstellt, sondern es ist eine einzige riesige Canvas, also dieses HTML-Element in HTML5 neu eingefügt, mit dem sich, eben auf eine Fläche beliebige Grafiken zeichnen lassen. Und die haben eben wirklich 'n komplettes Programm inklusive sämtlicher, Basisfunktionen, Buttons, also 'n ganzes Toolkit aus dem Boden gestampft und darum bauen die jetzt diesen Editor.

    Der ist, interessant, weil der eben durch diese Canvas 'ne ziemlich gute Performance hat. Weil sie daran arbeiten, da kollaboratives Coding zu implementieren. Beziehungsweise das ist in der neuesten Version schon vorhanden. Das muss man noch ein bisschen umständlich aktivieren, aber es ist da. Ja, es ist auf jeden Fall, es ist auch noch erweiterbar. Also wo wir gerade beim Thema Jetpack waren und nachher noch zum, Labs-Projekt Ubiquity kommen.

    Mit diesen beiden Projekten kann man auch seinerseits Wespin ausbauen. Es hat nämlich auch so 'ne praktische, Kommandozeile und dafür kann man eben unter anderem mit Jetpack und Ubiquity, Kommandos, den Editor also selbst erweitern.

  66. Marcel

    Ich muss gestehen, dass ich leider noch nicht so ganz die Zeit gefunden habe, mich da, mich da einzuarbeiten, auch wenn ich in letzter Zeit an allen möglichen Stellen davon gelesen habe. Wie, wie, wie muss ich mir denn das vorstellen? Kann ich mich da auf meinen FTP mit setzen oder, wie komme ich an, an die Files, die ich da bearbeiten will?

  67. Peter

    Also so, das kann ich dir jetzt gerade gar nicht mal beantworten, weil ich den aktuellen Stand nicht im Kopf habe. Aber generell ist es schon so, dass die wie bei Google Docs in der Cloud liegen und ich denke mal schon, dass es da irgendeine Exportierfunktion gibt. Kann ich dir jetzt dummerweise gerade nicht sagen. Müsste aber eigentlich gehen.

  68. Marcel

    Können wir ja noch mal nachschieben in den Kommentaren dann oder so.

  69. Peter

    Erstens das und zweitens, wie gesagt, das gute Stück ist erweiterbar. Also wenn's nicht, drin ist, dann kann man's ja selbst nachrüsten. Es ist wirklich reines, das ganze Ding ist eigentlich ein einziger Brocken JavaScript, also nichts, was nicht, für unsereinen beherrschbar sein sollte.

  70. Marcel

    All right. Cool, cool. Als Nächstes kommen wir, zu einer kleinen Schickimicki-Spielerei. Personas heißt das Ganze. Zieht man sich auch als Add-on, ist verfügbar ab Firefox drei null und ist so 'ne Art, ja so 'ne Art Soft Skins für Firefox. Sprich, wenn man keinen kompletten Skin machen will, es aber gern sein Firefox im, weiß ich nicht, Stil seiner Bundesliga-Mannschaft haben möchte, dann geht das hiermit relativ schnell.

    Man registriert sich auf der, auf der Personas-Seite und klickt dann über, ja, über so 'n paar, Formularfelder sich so 'ne Art Soft Skin zusammen. Das Einzige, was man außer irgendwelche Farbangaben noch machen muss, ist, 'n Hintergrundbild für den Firefox-Header hochladen. Und, ja, das war's dann auch schon. Dann ist das Ganze fertig. Was, was ziemlich cool ist, ist, dass man-- Es gibt 'ne ziemlich große Galerie.

    Also man kann die, die Personas-Skins entweder, ja, public unter 'ner, Creative-Commons-Lizenz veröffentlichen oder wenn man jetzt sagt, okay, da habe ich jetzt meine Familienfotos reingeschmissen, das ist nicht für jedermann, kann man das natürlich auch einfach nur für sich selbst hinterlegen. Wenn man das aber für alle zugänglich gemacht hat, dann landet das Ganze in der Galerie.

    Und, nachdem man sich das Personas-Add-on installiert hat, kann man ziemlich einfach irgendwie mit so 'nem Hover-Effekt, kriegt man so 'ne Preview. Das heißt, man geht einfach nur über ein Galeriebildchen und sieht dann schon am eigenen Firefox, wie das Ganze aussehen sollte. Mir war das Ganze ein bisschen, bisschen zu bunt. Deswegen, ich hab das, als es vor zwei, drei Monaten mal aufkam, ausprobiert und ehrlich gesagt ziemlich schnell wieder deaktiviert.

    Aber wie gesagt, wenn man, wenn man jetzt irgendwie Bock hat, seinen Firefox ein bisschen zu erweitern, irgendwie dem 'nen eigenen Skin zu geben und keine Lust hat, da jetzt erst mal drei Tage Recherche reinzustecken, wie das Ganze denn funktioniert, dann ist Personas, denke ich, dafür eine ganz coole Alternative.

  71. Peter

    Ja, ich denke, das ist vor allen Dingen eine coole Alternative für, sagen wir mal, jene, die nicht mit den Fähigkeiten gesegnet sind, so aus dem Stand mit, XML und gerade Bildbearbeitung da, große Taten zu vollbringen. So Otto-Normal-User, der einfach nur seinen Firefox ein bisschen umfärben möchte, der wird das sicherlich zu schätzen wissen.

  72. Marcel

    Ich habe hier noch irgendwo ein Buch rumfliegen zu XUL und, Konsorten. Ich wollte mich eigentlich mal in das ganze Thema einlesen und hab's nie gemacht. Ja, Personas. Kommen wir zum Nächsten. Ein Tool, was wir beide nutzen. Du darfst trotzdem anfangen.

  73. Peter

    Okay, Prism muss man sich im Prinzip so vorstellen wie ein, das gibt's als Add-on oder als Standalone-Programm für den Firefox. Und das ist im Prinzip ein Browser ohne, ja, also chromeless Browser heißt das, glaube ich, richtig. Das ist ein Browser ohne, Toolbars, also ohne Navigationsleiste, ohne, Lesezeichenleiste und diese ganzen Sachen, der also im Prinzip nur eine einzige Website, darstellt.

    Und den kann man sich so konfigurieren, dass man sich ein kleines, eine Website sozusagen in sein, auf seinen Desktop holt, also ein Icon mit einem Starter, was dann nur diesen chromeless Browser startet mit dieser Website, was dann den Effekt hat, dass dieses, diese Website dann, also diese Webapplikation funktioniert und in das, in den, in das System eingebunden ist wie ein richtiges Programm.

    Man kann sich also im Prinzip YouTube so auf den Desktop holen wie ein, ja, ganz normales Programm, wenn man das denn möchte.

  74. Marcel

    Genau, ich habe das mal 'ne Zeit lang genutzt, zum einen, für meine Zeiterfassung mit Mate. Fand das immer ganz schön, wenn man da irgendwie so eine eigene Applikation hat und sich nicht durch vierhundertdreißig Tabs wühlen muss, um, da irgendwie was zu machen. Das hat sich jetzt, nachdem da Dynamite rausgekommen ist, 'nem kleinen Mac-Programm, was da auf die API setzt, hat sich das so ein bisschen erledigt. Wofür ich es noch mal benutzt hab, ist für Fever.

    Hatten wir ja auch schon mal in der Sendung, 'nem, RSS-Reader und, das Schöne ist, es gibt so 'ne, so 'ne jedenfalls unter Mac – ich weiß gar nicht, wie das, wie das auf anderen Betriebssystemen läuft –, kann Kann man aus dem, da-da-dat, wie erkläre ich das? Aufm, aufm Mac, gibt es n-zu, den Dock Icons, noch 'ne, noch 'ne Zahlenangabe, sag ich mal.

    Also wenn man zum Beispiel 'nen RSS-Reader hat, dann, zeigen die meisten RSS-Reader dann über das Dock Icon an, es gibt jetzt noch, fünfzehn ungelesene Feeds oder so was. Und, auf diese Funktion kann man mit, mit Prism zugreifen, beziehungsweise wenn wer Prism installiert hat, kann man über irgendwie so 'n paar Zeilen JavaScript das steuern. Das ist sehr, sehr nett, wenn man so sich wirkliche Webapplikationen 'n bisschen näher auf 'n Desktop holen kann.

  75. Peter

    Genau, also die sind mit-- wenn die, Webapplikationen selbst entsprechend vorbereitet sind, ist das wirklich nahtlos integrierbar. Also dann hat, kann man die Programme zum Beispiel in den Systray minimieren, wenn man möchte. Dann kommen so kleine Pop-ups, wenn 'ne neue E-Mail zum Beispiel kommt. Das ist alles damit möglich. Und entsprechend ziemlich gut. Und der, Sinn ist dahinter natürlich, dass es, also ich benutz das zum Beispiel sehr gerne, für mein Blogging.

    Ich hab einfach mein Blog-Backend sozusagen als Programm out, ausgelagert. Deswegen kann ich dann auf einem Monitor schreiben und auf dem anderen dann irgendwelche gefährlichen JavaScript-Experimente durchführen-

    ... die dann gegebenenfalls meinen Browser runterreißen, aber deswegen verlier ich meinen Text nicht gleich.

  76. Marcel

    Das ist sehr sinnvoll.

  77. Peter

    Und generell ist es auch zum Beispiel bei E-Mail natürlich ganz sinnvoll, das nicht irgendwie dann unter den anderen 30 Tabs zu vergraben, die man sowieso offen hat. Also ist schon 'ne feine Sache und auch, ja, wirklich relativ nützlich, stabil. Ich hab keine Klagen mit dem Ding.

  78. Marcel

    Man kann auch so 'n paar Sachen noch, konfigurieren, sowohl layouttechnisch als auch aus,, da-da-da-da-dat. Ich glaub, man konnte sogar auch sagen, als was er sich ausgeben sollte. Oder hab ich das damals über 'nen anderen Trick gelöst? Ich hab's jedenfalls auch mal benutzt, um die eine oder andere Seite so als, als Mini-Applikation, in der Mobilversion zu nutzen. Und ich glaub, da gab's sogar 'ne Möglichkeit zu sagen, als was er sich ausgeben sollte. Aber da nagel mich bitte nicht drauf fest.

  79. Peter

    Ja, das geht auf jeden Fall. Man kann ja auch di-diesen chromeless Browser, genauso mit, Extensions ausstaffieren wie jetzt, den normalen Firefox.

  80. Marcel

    Stimmt.

  81. Peter

    Das heißt, man könnte zum Beispiel da jetzt so 'n, User-Agent-Schummeltool einbauen, das dann einfach jedes Mal sagt: „Ich bin 'n Mobiltelefon." Zumindest so würde das bestimmt gehen.

  82. Marcel

    Ja, auf jeden Fall eine echte Empfehlung, Prism.

  83. Peter

    Definitiv.

  84. Marcel

    Weave ist das nächste Thema und, Weave hätt ich mir, so vor zwei Jahren ungefähr mal ganz gern gewünscht, als ich noch in 'ner Agentur gearbeitet hab und auf mehreren Systemen unterwegs war, dann zu Hause und, mobil und in der Agentur. Damals hab ich, statt Weave den Google Browser Sync benutzt. Kennt vielleicht auch noch jemand. Weave ist 'nen Add-on, das man auf mehreren Clients installiert. Dazu gehören neben zig Desktop und, Notebooks und sonstigen Systemen, unter anderem auch, Fennec.

    Das ist der, die mobile Version von Firefox quasi. Und, Weave sorgt dafür, dass die ganzen Bookmarks, die, die History, irgendwelche Passwörter, gespeicherte Formulare, grundsätzlich meine, meine Einstellungen oder auch, meinetwegen die geöffneten Tabs zwischen den verschiedenen Systemen gesynct werden.

    Was bei, bei der Google-Geschichte damals so 'n bisschen, oder weswegen die Google-Geschichte, der Google Browser Sync damals 'n bisschen zögerlich angenommen wurde, war die, na ja, man, man hat nicht so wirklich darauf vertraut, dass das jetzt gut ist, seine gespeicherten Passwörter bei Google abzulegen.

    Für all die ist, besonders für all die, die das irgendwie im, im Firmenumfeld nutzen wollen, ist, ist Weave insofern geeignet, weil die Server-Software, die dahinter läuft, als, ja, unter 'ner Open-Source-Lizenz verfügbar ist. Das heißt, man kann das Ding auch irgendwo im, im Firmennetzwerk laufen lassen und die Daten dann hausintern speichern. Muss die also nicht bei Firefox lagern, was man auch einfach machen kann, was halt der, der Default ist.

    Ich muss sagen, ich hab's mir nur mal installiert, um's, um's zu testen. Wie gesagt, nicht wirklich genutzt, weil ich sowieso überall mit meinem einen Notebook rumrenne.

    Aber, ja, es funktioniert sehr gut und wie gesagt, besonders die Geschichte, dass man, das Ding irgendwo hausintern auf 'ner eigenen Maschine laufen lassen kann, die Server-Software, und, seine Passwörter und die, Browser History und was auch immer nicht bei irgend 'nem Drittanbieter, liegen lassen muss, ist 'n sehr großes Plus für Weave, wie ich finde.

  85. Peter

    Okay, dann erzähl ich mal was zu Ubiquity. Ja, wie erklärt man das? Es ist 'n bisschen schwierig. Und zwar, geht es dabei, im Prinzip darum, dass man es, dass man sogenannte, mm, ja, dass man nutzererstellte Mashups ermöglicht. Das heißt, dass man, eine Seite, auf der man sich mit dem Browser befindet, mit anderen Diensten verzahnen kann, ohne jetzt selbst irgendwie programmieren zu müssen oder auch nur diese Dienste aufrufen zu müssen.

    Klingt jetzt 'n bisschen abstrakt, aber lässt sich zum Beispiel mal ein einfaches Beispiel, durchexerzieren. Wenn man sich dieses Ding installiert, erhält man auf Tastendruck, den man sich konfigurieren kann, so 'ne Konsole, in die man Befehle eintippen kann. Und diese Befehle interagieren mit der Seite, auf der man grad ist, und auch mit dem Text, den man, grade markiert hat.

    Zum Beispiel könnte man jetzt, ich bin jetzt grad auf dem Impressum der Technikfürze, die Datenschutzerklärung markieren, die Konsole aufrufen, eingeben, Translate und Enter drücken und dann, übersetzt er diesen Text, den ich markiert habe, auf der Seite direkt hier in Englisch. Und jetzt steht hier unter der Datenschutzerklärung: We take the protection und so weiter, und so weiter. Alles super übersetzt.

    Das kann man mit, sehr vielen Dingen machen und man kann auch hier wieder, diese Kommandos selbst erstellen. Andere Möglichkeit ist zum Beispiel, die Anbindung an Google Maps. Ich könnte jetzt zum Beispiel hier im Impressum die, Adresse, vom David markieren, die Konrad-Adenauer-Straße. Mache ich wieder die Konsole auf, tippe ich ein, Map, drücke ich Enter und zack, lande ich auf der, Google-Maps-Seite mit einem schönen Marker, da wo David mutmaßlich wohnt, sofern die Map hier stimmt.

    Lässt sich dann auch noch mit komplexeren Sachen machen. Zum Beispiel, man kann darüber, E-Mails verschicken. Man markiert einen Text, dann, tippt man einfach Mail. Wenn man mit Google Maps das nutzt, ist, Ubiquity angebunden an die Kontaktliste. Das heißt, da kann man bequem auswählen, an wen soll die Nachricht gehen. Man drückt Enter und abgeschickt ist es. Man kann damit auch twittern oder ich benutze es auch einfach sehr gerne schlichtweg als Taschenrechner.

    Ist 'ne, wirklich sehr praktische Sache, wenn man sich daran gewöhnen kann, diese Konsole zu nutzen. Das sind alles nicht irgendwelche abstrakte Befehle, sondern normales, normale englische Wörter einfach, die man aneinanderreiht, richtig natürliche Sprache. Das Ding verarbeitet das dann und, das ist wirklich eine, Sache, die ist ziemlich beta.

    Da sind doch hier und da noch ein paar Böcke drin, aber auf jeden Fall, eine sehr intuitive Sache, mit der man sich, denke ich mal, wenn man sich dran gewöhnt hat, den, Tag, ja, ziemlich erleichtert, wenn man solche Mashup-Operationen des Häufigeren mal durchführt.

  86. Marcel

    Hast du das Ding mal, selbst erweitert?

  87. Peter

    Nein, das habe ich noch nicht gemacht. Also ich bin jetzt auch, sozusagen, komme gerade erst wieder aus einem Nutzungsloch heraus. Ich hatte das früher mal, ziemlich intensiv genutzt, dann mal eine Zeit nicht mehr. Ich weiß nicht warum. Und jetzt habe ich ange-, an, anlässlich dieser Sendung das mal wieder installiert und habe mich gefragt, warum ich eigentlich jemals aufgehört habe.

    Das heißt, ich werde mir das mal ansehen. Also generell ist, soll es auch ziemlich einfach sein, da Erweiterungen zu schreiben, weil es eben wirklich auch der Sinn des Ganzen ist, diese ganze Mashuperei möglichst einfach und nutzerfreundlich zu gestalten.

  88. Marcel

    Genau, ich habe, mich mal da so ein bisschen eingelesen und so ein paar, so die typischen Hello-World-Geschichten und so ausprobiert. Es ist relativ einfach. Ich weiß gar nicht, was für eine Sprache das damals war, aber man kommt sehr schnell rein und kann halt, ja, sich so kleine Befehle halt auch selbst schreiben, um zum Beispiel irgendwie noch 'ne, noch 'ne Suchmaschine mit zu integrieren, die jetzt noch nicht irgendwie von, von dem Ding Out of the Box unterstützt wird.

    Also die Erweiterbarkeit habe ich damals, als, als ich das so vor einem Jahr oder so was oder einem halben Jahr genutzt habe, als sehr cool empfunden. Aber irgendwie bin ich auch von weggekommen. Irgendwie konnte ich mich nicht daran gewöhnen, das, das Ding zu benutzen. Aber ähnlich wie du: Jetzt wird’s was.

  89. Peter

    Ganz bestimmt.

  90. Marcel

    Ganz bestimmt. Ganz bestimmt. Ja, und das sind eigentlich dann auch schon die wirklichen Kracher gewesen. Um es noch mal komplett zu machen. Eine Geschichte, die noch in den Labs hockt und keine Erweiterung wie bisher ist, sondern, in dem Fall hier eine, eine Anreihung von Events. Das ist die Concept Series.

    Das ist 'ne Geschichte, die in, Kooperation mit der IXDA, der Interaction Design Association – ich hoffe, ich habe es jetzt aus dem Kopf richtig zusammenbekommen –, zusammen mit denen veranstaltet wird und, ja, ist wie gesagt eine Serie von Events beziehungsweise von Wettbewerben, bei denen Konzepte gesucht werden, die, das, das Browsen vereinfachen. Also aktuell, die aktuelle Challenge zum Beispiel, behandelt das Thema Tabs, Tab Browsing.

    Wie könnte man mehrere, über, durch mehrere Webseiten navigieren, ohne halt die 24 Tab-Instanzen zu haben. Das Schöne ist, dass man auf der Seite von den Concept Series sich da die, die Videos angucken kann, wer da gewonnen hat. Ja, ist 'ne spannende Geschichte, wenn man sich so ein bisschen mit User Interface Design und so weiter beschäftigt.

  91. Peter

    Sind auch wirklich ziemlich gute Ideen bei. Also als ich mir mal diese Videos durchgesehen habe, habe ich gedacht, das will ich haben, das will ich haben, das will ich haben. Ich bin, ich bin wirklich nämlich so ein, ein, Massen-Tab-Halter eigentlich. Da diese, da einige Ideen von den, die dabei waren, wie man das besser organisieren könnte, die würde ich mir wirklich jetzt schon wünschen.

  92. Marcel

    Wahrscheinlich dauert es wieder ewig lange, bis davon irgendwas implementiert ist. Ja, aber ich finde es echt spannend, weil es sind halt alles so Themen, bei denen man nicht so spontan, unbedingt 'ne, 'ne Lösung für hätte und umso genialer sind die Lösungsansätze, die man da dann sieht. Macht also einfach Spaß, sich durchzuklicken. Ich weiß gar nicht, ob man, bei diesen Wettbewerben auch was, entsprechend einen Gegenwert bekommt oder das nur just for fun ist.

    Wahrscheinlich gibt es irgendeinen Gegenwert, weiß ich jetzt gar nicht. Kann man also dementsprechend natürlich auch selbst mitmachen oder einfach mal vorbeischauen. Snowl steht als Nächstes auf der Liste.

  93. Peter

    Genau, warum darf ich das machen?

  94. Marcel

    Ich weiß nicht, dein Name steht hinter, aber gibt ja eh nicht viel zu sagen zu leider.

  95. Peter

    Das ist, das ist ein bisschen das Problem. Also das, Snowl soll eigentlich sein eine, soll den Browser sozusagen zur Kommunikationsplattform erheben. Da sollen also Messaging-Dienste und so weiter und so weiter drin, integriert werden. Das Problem ist, dass es eben noch ziemlich, ziemlich, ziemlich Beta ist.

    Und zwar sogar so Beta, dass jetzt bei einem Installationsversuch, heute und auch gestern es bisher nur zu einem schönen roten XML-Fehler gereicht hat und noch nicht zu wirklichen Funktionen geführt hat.

  96. Marcel

    Und das sowohl bei dir unter Linux als auch bei mir am Mac. Also überall scheinbar.

  97. Peter

    Ja. Gut. Ist halt noch in der Entwicklung und Wird bestimmt was ganz Tolles.

  98. Marcel

    Man, man wird halt, man, man bündelt die ganzen Kanäle, auf denen man, den ganzen Tag zugemüllt wird mit,, Informationen im Überfluss. Das wird jetzt alles schön gebündelt und an einer Stelle abgeladen. Das ist so 'n bisschen das Prinzip von Snow. Wir werden's bestimmt noch mal aufgreifen, wenn's dann irgendwann funktionstich, funktionstüchtig ist. So, bei der letzten Geschichte gibt's auch nicht so viel zu zu sagen. Das nennt sich Test Pilot.

    Man installiert sich 'n Add-on und bekommt dann, ich weiß nicht, in welchen Abständen, aber bestimmt ganz, ganz häufig ganz, ganz tolle Funktionen, vom Firefox serviert, die's so noch nicht in den öffentlichen Versionen gibt. Dementsprechend der Titel passt da ganz gut. Man ist dann halt der Testpilot, darf das Ganze ein wenig ausprobieren und, anschließend so 'nen kleinen Umfragebogen ausfüllen, wie man das fand, ob das kommen soll und wo's so gehakt hat.

    Ja, und das ist auch schon alles zu Test Pilot.

  99. Peter

    Also für Mozilla ist das bestimmt superpraktisch.

  100. Marcel

    Und auch für alle, die, sonst immer in den Kommentaren erster schreien. Na ja, mal schauen. Also im Moment gibt es leider nichts zum Testen. Ich bin auch vorher noch nicht so wirklich, bevor wir hier durch die Labore gestapft sind, auch noch gar nicht drüber gestolpert über den Test Pilot. Dementsprechend gibt es auch noch nicht so viel zu zu sagen. Ich glaub, so alt ist das Ding auch noch nicht.

    Aber wie gesagt, für, für alle, die ganz vorne mit dabei sein wollen und, ihren Enkeln mal erzählen wollen, dass sie die damals, als die Tabs zum Beispiel abgeschafft wurden, als Erste das Mozilla-Feature genutzt haben, die sollten sich das Ding installieren. Und damit sind wir am Ende der, aktuellen Labs-Projekte. Ich glaub, wir haben sie jetzt wirklich alle durch.

    Es gibt noch so 'n paar archivierte, die wir uns nicht angeguckt haben, denn wenn Snow schon so gut funktioniert, dann hat das bestimmt auch 'nen Grund, warum die anderen archiviert sind. Aber ja, ich fand's, ich fand's spannend, weil ich vorher mich, ich glaub, mit drei oder vier beschäftigt hatte. Jetpack hab ich mal ausgepackt und mit Prism gearbeitet, aber da waren dann doch noch ein, zwei Geschichten dabei, von denen ich vorher noch nicht wusste, dass sie da existieren.

  101. Peter

    Genau. Also zu den, zu den, archivierten Projekten kann man noch sagen, dass, einige von denen mittlerweile zu, ja funktionierenden, Extensions ge-geworden sind. Also zum Beispiel, es gibt und ich nutze auch das, die Operator Extension und das ist im Prinzip einfach nur eine, so 'n, ein, ein Tool, das Microform jetzt einfach ausschließlich einem dann zur Verfügung stellt und auch Bescheid sagt, wenn was auf der Seite ist.

    Das hat wohl offenbar auch mal angefangen als so 'n Labs-Projekt und ist dann jetzt offenbar zur, Einsatzreife gekommen. Also das ist dann wohl der Weg, der beschritten wird bei diesen ganzen Projekten. Wenn's fertig ist, wird's auch wirklich in die, in die Welt hinausgelassen und verrottet nicht einfach nur irgendwo.

  102. Marcel

    Gibt es sonst noch irgendwelche Add-ons, die du nutzt, die, 'n absoluter Geheimtipp sind und jeder Webentwickler haben müsste und bestimmt noch nicht kennt?

  103. Peter

    Uh, das ist aber eine sehr, schwierige Kombination von Anforderungen. Lass mich mal kurz gucken. Ich glaub, wir benutzen doch alle mehr oder minder das Gleiche.

  104. Marcel

    Ja, das schätze ich auch.

  105. Peter

    Mhm. Also was, was vielleicht nicht, was vielleicht nicht so, nicht so, berüh-berühmt ist, ist der, CSS Viewer nennt sich das.

  106. Marcel

    Erzähl.

  107. Peter

    Das ist 'n, kleinen, kleinen Button, den klick ich an und dann kann ich dann, wenn ich den dann über ein Element in der, auf der Seite fahre, krieg ich so 'ne kleine Pop-up-Box, wo dann die CSS-Infos drinstehen. Also welche Schriftart ist da gerade aktiv, welche Schriftgröße, wie breit ist die Box, wie hoch ist die Box, wie ist das Padding? Solche Sachen. Aber ich glaub, sonst bin ich auch nur der Ottonormalverbraucher-Web-Developer-Toolbar, Firebug, das Übliche.

  108. Marcel

    Ist also auch noch 'ne gute Erweiterung zu Firebug. Also da- -tauchen Dinge auf, die man mit Firebug nicht erfährt.

  109. Peter

    Ja Moment, das hat nichts mit Firebug zu tun. Das ist 'ne eigenständige Extension.

  110. Marcel

    Ja, ja klar, aber, -

  111. Peter

    Hat aber eigentlich überhaupt nichts mit den Labs zu tun.

  112. Marcel

    Nö, wir sind ja jetzt grad irgendwie bei den allgemeinen-

  113. Peter

    Wir sind schon bei unseren Empfehlungen.

  114. Marcel

    Bei unseren Spontanempfehlungen quasi. Ja, ich hab auch grad mal geschaut. Also, nee, eigentlich nutze ich keine, keinerlei Add-ons, die, die so nicht großartig bekannt sind. Also klar, irgendwie 'n HTML-Validator hab ich da am Start. Mit Vislo schau ich mal gerne, dass Spiegel ganz schön lange lädt zum Beispiel. Aber Geheimtipps hab ich da auch nicht. Ja, dann sind wir wirklich schon bei unseren Empfehlungen für diese Woche.

  115. Einspieler

    Empfehlungen.

  116. Peter

    Okay, meine erste Empfehlung sind 'n paar schlaue Videos zu JavaScript, die auch nicht mehr, ganz neu sind. Die sind vom, Douglas Crockford, der, anerkannte JavaScript-Guru. Die hab ich letztens ausgegraben, weil mich ein Blogleser gefragt hat, ob ich ihm denn was Gutes zum, zu lesen geben könnte, was er sich ausdrucken könnte und, mit in den Urlaub nehmen könnte. Da hatte ich ihm leider nur diese Videos empfehlen können und da war er dann nicht so zufrieden mit mir.

    Das Problem ist eben, dass es wirklich, im ganzen Netz relativ wenig Material zu JavaScript gibt, was uneingeschränkt gut ist. Beziehungsweise im Netz kenne ich eigentlich nur diese Videos. Das sind drei Serien. Einmal Einstieg in JavaScript, fortgeschrittenes JavaScript und Arbeiten mit dem DOM, also mit dem, mit der Schnittstelle zum Browser, mit den ganzen lustigen Internet Explorer Inkompatibilitäten und so weiter.

    Ist auf jeden Fall, wenn man JavaScript entweder noch, überhaupt nicht kennt oder nur bisher durch die Framework-Maske, könnte man sich's mal angucken, weil dann, da geht es wirklich um die Grundlagen. Globale Variablen, wie geht man damit um? Scope, was heißt das überhaupt? Sind auch nicht so lang, sind jeweils, das sind also drei Serien zu je drei Videos, wenn ich es recht in Erinnerung habe. - Sehr informativ, kompakt, gut vorgetragen. Sollte man sich angucken.

  117. Marcel

    Ja, sehr schön. Ich glaub, irgendwie 'ne, 'ne halbe Stunde oder so was muss man pro Video mitbringen. Oder erschlägst du mich jetzt gleich?

  118. Peter

    Nein, nein, nein, das ist, ist schon richtig, aber, das ist keine langweilige halbe Stunde. Fand ich jedenfalls.

  119. Marcel

    Das ist gut, das ist gut. 'Ne Geschichte, die ebenfalls schon, einige Tage auf dem Buckel hat, wie – ich glaub, du hast mich da auch drauf hingewiesen, du kennst das Ding schon, ne – „When can I use...“, heißt das Ganze und ist eine Übersicht der ganzen tollen neuen Features, die man als Webentwickler eines Tages nutzen kann. Und, ja, auf der Seite bekommt man ganz schön, 'n schönen Überblick, dass ziemlich vieles noch nicht funktioniert und vor allem warum nicht.

    Also es ist halt, 'ne, 'ne Übersicht, also beispielsweise, halbtransparente PNGs. Da sieht man dann, dass das noch nicht funktioniert, weil man warten muss, bis der Internet Explorer sechs irgendwann hinten runterfällt. Aber dann, dann geht das alles.

    Und, ja, s..., in, in, in dem Format behandelt diese Übersicht alle möglichen Themen, von irgendwelchen CSS-Geschichten über halt wie gesagt solche Dinge wie der Einsatz von, halbtransparenten PNGs und, ist schon etwas älter, aber durchaus empfehlenswert und vor allem ziemlich, ziemlich umfangreich.

  120. Peter

    Ja, umfangreich ist es schon was. Allerdings vielleicht 'n bisschen kritisch anzumerken ist es natürlich, dass da die diversen Workarounds so in der ersten Übersicht nicht, nicht drin vorkommen.

    Das heißt, grade, grade teiltransparente PNGs kann man ja, wenn man's drauf anlegt, im Internet Explorer sechs, das kann man dem ja mit dem Alpha Image Loader entweder einprügeln oder man kann ja auch, andere Konstruktionen nutzen, wie zum Beispiel acht-Bit-PNGs, mit, Alphamaske oder andere Workarounds für diverse andere Probleme nutzen. Deswegen ist 'n bisschen problematisch, dass hier so der, 'n bisschen der Eindruck erzeugt wird, das geht gar nicht.

  121. Marcel

    Das stimmt.

  122. Peter

    Weil eben dieser, dieser eine Browser da ist oder auch mehrere. Aber ge..., meistens kann man ja, also um das eine oder andere Problem kann man ja drum rum zubauen.

  123. Marcel

    Das stimmt. Also 'ne kurze Google-Hilfe, -Suche hilft einem da meistens ziemlich schnell an der Stelle. Also das ist, das ist w-wirklich schade, dass sie sagen: „Nee, geht nicht“, und, dann an der Stelle nicht weitermachen. Wobei man muss auch sagen, das sind, weiß ich nicht, zig Einträge, Hunderte, wenn nicht Tausende. Nein, so viel auch nicht, aber, das wär also auch schon noch mal 'ne, 'ne ganze Menge Mehrarbeit.

    Aber wie gesagt, um mal zu sehen, was in, von welchem Browser unterstützt wird und vor allem bei so Entscheidungen, okay, das kann jetzt der, weiß ich nicht, irgendwie die, uralt – na ja, uralt, so weit geht's dann auch nicht zurück – aber wenn man jetzt irgendwie 'nen, 'nen Feature hat, was, vielleicht nur noch 'ne visuelle Hervorhebung ist und nicht unbedingt, den, die Funktion infrage stellt, dann kann man hier, denk ich mal, ganz gut, abwägen, ob man das jetzt einsetzt oder nicht.

    Und es geht weiter mit dir.

  124. Peter

    Genau. Save BOSS. BOSS ist eine, Suchmaschinen-API von Yahoo, die in der, einfachsten Version, also das heißt, wenn man nicht grade, das arme Yahoo mit Tausenden von Requests überschwemmt, kostenlos ist und mit der man eben wirklich Zugriff auf den, gesamten Suchindex von Yahoo hat.

    Man schickt einfach 'ne Suchanfrage rein und bekommt dann als JSON oder XML die Resultate zurück und, kann das Ganze dann wirklich nahtlos in seine Seite einbinden, ohne dass da irgendwelche Abstriche gemacht werden müssten, beim Design oder so was. Ist 'ne ganz klasse Sache und läuft jetzt blöderweise Gefahr, abgeschafft zu werden, weil ja, Microsoft mittlerweile wieder seine Finger im Yahoo-Kuchen drin hat.

    Und deswegen haben da, engagierte Leute diese Initiative aus dem Boden gestampft, mit der wohl versucht werden soll, an das, an die Großzügigkeit von Microsoft zu appellieren, doch bitte BOSS nicht dichtzumachen. Und, ich als großer Fan, von dieser, API unterstütze das, absolut und bin deswegen auch fleißig dabei, das zu verbreiten. Ja, viel tun kann man da eigentlich im Moment nicht, außer halt, sozusagen im Moment seinen Support hörbar machen, aber wer weiß, was noch kommt.

  125. Marcel

    Möglichst laut schreien quasi. Ja, von-

  126. Peter

    Das hilft ja.

  127. Marcel

    I-i-ich hoffe doch. Von Google gibt's nämlich leider nur 'ne, 'ne nicht wirklich zufriedenstellende Alternative. Jedenfalls, wenn man das Ganze kostenlos machen möchte. Man kann sich zwar bei Google auch 'ne benutzerdefinierte Suche, die Google Custom Search, zusammenbasteln und sagen, : „Hey, gib mir mal irgendwie so 'n Suchfeld für meine Seite, das dann auch nur mein Suchf..., meine Seite durchsucht“, bekommt dann aber, das Ganze nicht irgendwie in 'nem vernünftigen Format.

    De-de-de-de-de-de-dit. Ich wurde grad von, Ubiquity überrascht, der mir grad gesagt hat, dass ich für diese Seite doch ein, ein, Command implementieren könnte. Hatt ich auch noch nicht.

  128. Peter

    Für welche?

  129. Marcel

    Ich, ich bin grad auf der, Google-Custom-Search-Seite und hier möchte er mir jetzt ein Command angeben. Deswegen hatte ich grad nur ein wenig gestaunt. Also wie gesagt, man kann von, von Google auch so 'n, angepasstes Suchfeld bekommen, was man sich auf die Seite klebt und die Ergebnisse dann entsprechend, nur zur eigenen Seite gehören. Das Blöde daran ist, dass A das Suchfeld, mit, nicht mit Werbung, aber Google gebrandet ist.

    Und man nicht die Freiheiten hat, wie man die Ausgabe steuern und vor allem gestalten möchte. Man bekommt das Ganze, ich glaub, als iFrame oder so was zurück. Jedenfalls nicht in irgendeinem Format, mit dem man dann frei hantieren könnte. Um das zu machen, muss man bei Google nämlich, Geld auf den Tisch legen, mindestens hundert Dollar im Jahr, je nachdem, wie viele Suchanfragen man darauf feuern möchte. Insofern hoffe ich und bete ich mit dir, dass, Boss weiterlebt.

  130. Peter

    Ja. Also wenn man, wenn man ein Beispiel, sehen möchte, wenn ich mal ganz dreist Eigenwerbung betreiben darf-

  131. Marcel

    Gerne.

  132. Peter

    Der kann, der kann einfach mal auf meinem Blog die Suche benutzen. Das sieht also fast genauso aus wie die, wie die WordPress-Suche, nur das ist sie eben nicht, weil ich eben meine ganzen externen, Dateien, Testdateien und so was mit durchsuchen lassen möchte. Und das kann man wirklich, problemlos einpflegen und eben auch wirklich, als, als White Label. Man muss ja nicht irgendwo das Yahoo-Icon darauf parken.

    Was also jetzt 'n Mittelweg wäre zwischen, der Boss von Yahoo und der, Google-Geschichte, wäre jetzt ja, die Microsoft-Variante Bing. Da gibt's auch 'ne API, allerdings ist es bei der, glaub ich, so, ich bin mir jetzt grad nicht ganz sicher, dass man da, irgendwo das Microsoft-Logo oder das Bing-Logo unterbringen muss, damit man sieht, „Powered by Bing“ oder so was.

  133. Marcel

    Tja.

  134. Peter

    Gibt's auch, aber ich kann doch nicht auf meine Seite 'n Microsoft-Logo packen.

  135. Marcel

    Bing geht nicht, Microsoft noch weniger. Und, ja, vor allem, wenn man's dann für 'n Kundenprojekt einsetzen möchte, geht alles Mögliche gar nicht. Insofern: Save the Boss ist hier die, die Ansage. Nee, aber Werbung ist in Ordnung. David ist ja noch immer nicht da. Der kommt, auch wenn ich letzte Woche gesagt hab, der wäre diese Woche wieder da, musste die Anik Rubens im Intro wieder lügen, dass der David wieder mit am Start ist. Das ist er nämlich nicht.

    Deswegen Werbung ist diese Woche noch vollkommen in Ordnung.

  136. Peter

    Da bin ich ja beruhigt.

  137. Marcel

    Ja, ich, ich mach mal gleich weiter Werbung, allerdings nur für eine kleine, auf, auf YouTube vorhandene, nette, wirklich nett gemachte Serie, die da heißt „Roommates“. Es geht um, zwei Typen, die einen Roommate suchen und sich da Google in menschlicher Gestalt ins Haus holen. Und, ja, Google ist wirklich in der, in der Serie, das, davon gibt's im Moment leider nur drei Episoden. Ich hoffe, dass es da weitergeht und da bald mehr von kommt. Google wird da sehr, sehr schön charakterisiert.

    Du hast es dir ja eben noch mal die, die erste Episode da angeschaut und ich habe ein leises, ein leises, Schmunzeln vernommen beim Hören. Also scheinbar hat's, beim Sehen besser gesagt, scheinbar hat es gefallen. Kann ich nur vollstens empfehlen.

  138. Peter

    Das ist, es ist extrem nerdig. Es gefällt mir. Großartig ist es.

  139. Marcel

    Weil es extrem nerdig ist oder obwohl es extrem nerdig ist?

  140. Peter

    Das überlasse ich dem, Hörer als Denksportaufgabe.

  141. Marcel

    Okay, es ist auf jeden Fall extrem nerdig., 'ne Geschichte, die eigentlich gar nichts oder nicht nur eigentlich, sondern gar nichts, mit, irgendwelchen Webthemen zu tun hat, ich aber trotzdem mal an dieser Stelle empfehlen möchte, wie gesagt, Werbung ist, diese Woche noch erlaubt, ist ein, Podcast, der, und davon hör ich ansonsten eigentlich nicht so viele, sogar, kommerziell beziehungsweise kommerziell ist falsch, professionell erstellt ist.

    Es geht um den hörbar Rust-Podcast mit der gleichnamigen, Dame Bettina Rust, die, einmal in der Woche, ich glaube, Sonntag in der Zeit von 14 bis 16 Uhr oder so, ein zweistündiges Interview mit, immer sehr, sehr interessanten Persönlichkeiten, durchführt. Das läuft auf Radio eins, kann man sich auch live im Web anhören. Ja, wie gesagt, einmal in der Woche wird da eine interessante Persönlichkeit eingeladen.

    Die bringt acht Songs aus ihrem Leben mit, die man in dem Podcast der GEMA sei Dank nicht hören kann. Deswegen, wenn man die mithören möchte, muss man da live einsch, einschalten. Mir macht das gar nicht so viel aus, weil ich bin wirklich nur auf das Interview scharf. Da sind wirklich interessante Geschichten bei und wer mal, fernab von irgendwelchen Webentwickler- und Nerd-Themen sich 'n bisschen was Intellektuelles gönnen möchte, dem sei der hörbar Rust-Podcast ans Herz gelegt.

    Die letzten zehn, 15 Folgen bekommt man über iTunes, den Rest bekommt man über die Website. Und das ist eine wunderbare Überleitung zur Meckerecke. Denn, und hier bring ich jetzt mal kurz unsere Reihenfolge durcheinander:, ich hab mir da das eine oder andere Interview angehört, das ein wenig älter war und das in so 'nem komischen Format daherkam, dieses da heißt Realplayer irgendwas.

    Und nachdem wir über den Realplayer schon mal so 'n bisschen gemeckert hatten, beziehungsweise eigentlich war es, glaub ich, nur 'n aktuelles Thema, ich aber, keiner, keinerlei Anwendung sah, den Realplayer noch mal zu installieren, hab ich das diesmal getan und, wurde mal wieder davon überrascht, wie, wie gut das Ganze funktioniert.

    Ich habe mir dann nämlich, das Realplayer, Format, den, den Podcast im, im Realplayer irgendwas oder Realformat besser gesagt runtergeladen, mir den ab, mir den aktuellen Realplayer 11 for Mac gegönnt, der, ja genauso hässlich ist wie auf dem Screenshot und bekam dann eine Meldung, ich bräuchte noch einen, den, den, das Real Audio irgendwas Codec Version X Punkt Y. Daraufhin hab ich das Ganze dann einfach mal spaßeshalber in, VLC geöffnet und es funktionierte.

    Deswegen mein Mecker-Thema der Woche ist der Realplayer 11 for Mac.

  142. Peter

    Ich kann dich aber, ich kann dich versichern, unter Linux ist er nicht viel besser.

  143. Marcel

    Das hab ich nicht erwartet.

  144. Peter

    Den gibt's auch. Der sieht da allerdings, relativ harmlos aus. Also man könnte es fast für ein normales Programm halten, aber unter der Maske ist weiterhin der Horror.

  145. Marcel

    Der, der Wolf im Schafspelz.

  146. Peter

    Es ist ja kein Wolf, es ist mehr so 'ne Art, ja, was ist denn ein, ein besonders-

  147. Marcel

    Hinkende Ente?

  148. Peter

    Ja, eine, eine Gehirn amputierte, hinkende Ente.

  149. Marcel

    An dieser Stelle,, hoffe ich, dass wir jetzt nicht verklagt werden, weil das jetzt irgendwie, zu, zu subjektiv war. Also objektiv funktioniert es einfach nicht.

  150. Peter

    Genau, also ist auch, ist, ist nur mein persönlicher Eindruck, Realplayer, sonst ganz tolle Firma, alles klasse. Großartiger Laden.

  151. Marcel

    Lebt noch aufgrund, wahrscheinlich dubioser Geschichten, woher auch immer.

  152. Peter

    Ja, die haben vielleicht, die haben vielleicht damals, als denen der ganze Markt gehörte, einfach so viel Kohle angehäuft, dass sich die Insolvenz noch 'n bisschen hinzieht.

  153. Marcel

    Das lassen sie jetzt die nächsten fünfzehn Jahre auslaufen.

  154. Peter

    Ja. Oder vielleicht kriegen sie ihr Geld dadurch, dass sie Leute verklagen, die schlecht über sie reden.

  155. Marcel

    Gut. Also wenn ihr, wenn ihr jetzt, erst diesen Satz wieder hört, dann mussten wir die letzten zweieinhalb Minuten leider rausschneiden nach Rücksprache mit unserem Anwalt. Wir haben jedenfalls gemeckert. Du darfst auch meckern.

  156. Peter

    Ach ja, gerne, gerne.

  157. Marcel

    Ist gut, lass raus.

  158. Peter

    Wer mir auf Twitter folgt, der hat vielleicht auch mitbekommen, dass ich die letzte Zeit mit, an einem Projekt arbeite mit Magento, dieser wunderbaren großen Enterprisigen, Onlineshop Lösung.

    Und was mich da in letzter Zeit wirklich, mehrfach in die Tischkante hat beißen lassen, ist der Umstand, dass das, Standardtheme, also auch das Entwicklertheme – es gibt da erst mal so 'n Standardtheme, so schön bunt und mit Verläufen und Web 2.0 für, die Demoshops zum Rumprotzen – und dann gibt's noch 'n Entwicklertheme, was dann einfach nur weiß ist mit Kästchen, wo man dann drauf aufbauen soll. Aber selbst dieses Entwicklertheme, dieses, reduzierte, ist komplett JavaScript abhängig.

    Das heißt, da gibt's, ja, ganz elementare Funktionen, laufen einfach nicht, wenn man JavaScript aus hat. Das, da gibt's zum Beispiel mehrere Stellen, an denen nicht einfach ein Link ist, der auf eine nächste Seite führt, sondern da ist ein Button Element mit 'nem OnClick Händler.

  159. Marcel

    Also man muss betonen-

  160. Peter

    Was nichts weiter machte als 'n--

  161. Marcel

    Man muss hier betonen, dass, wir, wir reden hier nicht von, von total abgefreakten Geschichten, sondern da geht so um in den Warenkorb Link oder nächste Seite beim Checkout, so was halt.

  162. Peter

    Genau. Oder da werden auch zum Beispiel, Select, die Options werden da mit 'nem, werden, da wird 'n Ajax Request gemacht und dann kommt da so 'n Jason Objekt an und dann werden daraus mit JavaScript wird das Select gefüllt.

  163. Marcel

    Also ich muss sagen, ich, verteidige Magento an, an vielen Stellen, weil's wirklich 'nen,, nettes System ist. Die Entwickler sind auch sehr nett und, es ist einfach, so von den, von den Möglichkeiten, die man so hat aus Marketingsicht und so weiter und so weiter. Es ist sehr mächtig, es ist wunderbar, aber im, Frontend ist es wirklich, wirklich gruselig.

    Ich darf im Moment auch an 'nem größeren Projekt in Magento arbeiten und, da haben wir uns zum Ziel gesetzt, dass das Ganze auch, mit deaktiviertem JavaScript funktioniert. Und das ist, also da braucht man, da braucht man nicht auf irgendwelche, auf irgendwelche Templates irgendwie aufbauen. Da muss man dann wirklich von null anfangen, weil ja fünfzig Prozent, auf JavaScript aufbauen.

  164. Peter

    Ja, und das ist wirklich ärgerlich, weil das alles nur solche Funktionen sind, bei denen das im Prinzip nicht nötig wäre. Das wär ganz einfach, da 'n Workaround zu bauen beziehungsweise einfach von Anfang an einzuplanen. Das wär ja keine Mehrarbeit oder so was. Man müsste einfach nur dran denken, aber da will man offenbar nicht dran denken. Es ist wirklich schade, weil eigentlich ist ja Magento verglichen mit dem, Rest, was man so auf dem, Shopmarkt geboten bekommt.

  165. Marcel

    Vor allem auf dem freien Markt.

  166. Peter

    Ja, da will ich gar nicht von reden. Das ist schon ganz schrecklich. Also damit, damit ist Magento wirklich 'ne ganz, ganz klasse Sache. Nur, dieses eine Detail, da müssen wir aber noch mal dran arbeiten.

  167. Marcel

    Eindeutig. Aber du kannst ja, wenn du das dann alles komplett umgebaut hast, kannst du ja – das ist ja das Schöne an Open Source und so weiter – der Community hier ein Stück zurückgeben und dein Template kostenfrei ins Netz stellen.

  168. Peter

    Ja, ich weiß nicht, ob damit mein Auftraggeber einverstanden ist, aber ich werd ihn mal fragen.

  169. Marcel

    Mach das, mach das. Ja, damit sind wir am Ende, würde ich sagen, oder?

  170. Peter

    Ich denke schon.

  171. Marcel

    Wenn du nicht noch spontan was in petto hast.

  172. Peter

    Nee, also wir sind jetzt schon bei der Meckerecke und wenn ich da jetzt erst mal anfange, dann werden wir nicht mehr fertig.

  173. Marcel

    Gut, dann, dann lassen wir das. Wir haben auch die Stunde voll bekommen. Insofern unser Soll ist erfüllt. Nach der letzten kurzweiligen Sendung. Gibt es noch abschließende Worte zu sagen. Nächste Woche ist David mit dabei und diesmal sage ich das nicht so, sondern das ist auch wirklich so, weil sein Urlaub ist vorbei und er wird einfach gezwungen. Ich, schiebe ihm ein Mikro unter der Haustür durch und ruf ihn dann an oder so. Also er wird nächste Woche wirklich gezwungen und ist dabei.

    Hat mich sehr gefreut, dass du dabei warst. Darfst du jetzt erster sein.

  174. Peter

    Es war mir auch eine Freude und ich freue mich drauf.

  175. Marcel

    Perfekt. Nächste Woche dementsprechend wieder Technikwürze. Wie immer zum Ende noch mal die Erinnerung. Also A, ihr dürft mal wieder 'n bisschen mehr kommentieren. Das war letzte Woche ein wenig mau, da muss ich schimpfen. Was ihr aber auch ganz, ganz dringend machen dürft, ist uns eure Lieblingsstellen der vergangenen Technikwürze zuschicken. Vielleicht sollten wir auch einfach mal erzählen, was es da Schönes gibt.

    Das Problem ist, wir sammeln noch immer ganz, ganz viel ein, haben schon fünfhundertdreiundachtzigtausend Sachen, die wir verlosen. Nächste Woche erzählen wir dann auch mal 'n bisschen, was wir verlosen, damit, ihr da auch einen Anreiz, Anreiz habt.

    Aber wie gesagt, ihr seid sehr gut im Rennen, ein, einer der wunderbaren Bücher, die wir verkloppen, abzubekommen, wenn ihr euch die kleine, kleine Arbeit macht, uns zu verraten, was ihr an Technikwürze toll, lustig, peinlich, spannend oder sonst irgendwie hervorhebend fandet. Insofern verabschiede ich mich für diese Woche und, sage Bye-bye.

  176. Peter

    Tschüss.

  177. Einspieler

    Mehr Qualität im Webdesign durch Webstandards. Tipps und Tricks zur Umsetzung findet ihr bei den Webkrauts auf Webkrauts.de. Für ein besseres Web. Weitere Informationen und die Links zur Sendung auf technikwürze.de

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Erwähnungen 7

Kommentare 5

  • Hallo,

    vielen Dank für diese durchweg interessante Sendung. Boss kannte ich zu meiner Schande noch nicht.. und roommates rocken wirklich :)

  • hi!
    danke für die nette sendung.
    euer tipp zu PRISM hat mir am besten gefallen. merci!
    habe es schon installiert und nutze es nun fleissig für unser eigenes wiki und den blog. perfekt!

    weiter so ... grüße
    Martin

  • Eine informative Sendung mit interessanten Themen, aber an der Vermittlung hapert es. Es hört sich ein wenig so an, als würdet ihr euch eigentlich mit etwas anderem beschäftigen und eher halbherzig aufnehmen. Lauter sprechen, mehr Höhen und Tiefen, etwas impulsiver und nicht ganz so träge, das macht David besser.
    Ansonsten, wie gesagt, weiter so.

  • Hi, als Gesamtbild ganz gut gewroden. Leider muss ich Justus vollkommen zustimmen.

    Ich hatte teilweise richtig das Gefühl als ob ihr den Podcast garnicht vorbereitet hättet und einfach versucht habt drauf los zu moderieren.

    das nächste mal vielleicht etwas besser vorbereiten.

    Abgsehen davon gut wie immer.

  • Mir persönlich gefiel der Stil der Sendung sehr, träge fand ich es nicht, eher charmant entspannt.

    Der Link zum Hörbar Rust Podcast geht direkt zu iTunes, nicht jeder mag das (extra) installieren. Da würde ich doch eher zu http://www.radioeins.de/archiv/podcast/hoerbar_rust.html verlinken.

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