Technikwürze

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Transkript der Folge

  1. Marcel

    Google hat uns vergangene Woche einen Sack voll Neuerungen gebracht und darum soll es heute gehen. Herzlich willkommen zur 168. Technikwürze. Mein Name ist Marcel Böttcher.

  2. Einspieler

    Herzlich willkommen zu Technikwürze, eurem Design- und Webstandards-Podcast.

  3. Marcel

    Das war eine ganze Menge Neuerungen, die Google da aus dem Sack geholt hat. Vergangene Woche, am 19. und 20. Mai, fing, fand in San Francisco die Entwicklerkonferenz Google I/O statt, die hausinterne Entwicklerkonferenz von Google. 5.000 Entwickler kamen und waren schnell genug, sich ein Ticket zu sichern. Es war wohl relativ schnell ausverkauft.

    80 Sessions und 100 Demonstrationen, aber vor allem zwei Keynotes haben die Entwickler da erwartet und diese zwei Keynotes wollen wir uns mal, ganz genau anschauen. Besonders die Keynote vom ersten Tag war ziemlich interessant. Es geht um Video, es geht um HTML5 und CSS3 natürlich, es geht um einen Online Store für Webapplikationen, es geht um Storage, um Fernsehen, um Google Buzz und Google Wave. Es geht um Fonts, großes Thema. Es geht um Fonts, es geht um Android.

    Aber fangen wir mal ganz geordnet vorne an mit dem, ja ich würd sagen doch dem Thema, der, das am meisten einschlug: Video. Wir haben mit dem HTML5 und Video ja so 'n kleines Problem. Da wären zum einen ungeklärte Lizenz- und Patentfragen, zum anderen aber, ja, eine Uneinigkeit, welchen Standard man denn jetzt wirklich fokussiert und welcher sich durchsetzen soll. Jetzt kommt Google daher und bringt uns noch was Neues, das da auf den Namen WebM hört.

    WebM ist erst mal, ja, nur ein Container auf dem Open Source Matroska basierend, der zweierlei Dinge enthält. Das eine ist relativ langweilig: ein Audio-Codec, Ogg Vorbis, ist bekannt. Viel spannender ist allerdings das Video-Codec VP8 aus dem Hause On2 Technologies. Beziehungsweise das stimmt nicht so ganz, denn seit Februar gehört On2 Technologies ebenfalls zu Google. Die haben die Burschen einfach mal komplett aufgekauft und damit schon für viel Wirbel gesorgt.

    Zum Beispiel die Free Software Foundation hat mal direkt einen offenen Brief an Google geschrieben mit der Bitte, den VP8-Codec doch bitte lizenz- und patentfrei, ja, freizugeben und somit den Weg zu ebnen für ein besseres HTML5-Video. Und das hat Google jetzt auch getan, zusammen mit einigen größeren Partnern. Da wären zu nennen Mozilla und Opera und auch Adobe. Da gehören allerdings noch gut 40 weitere dazu.

    Die kann man sich auf, webmproject.org, der Seite zur, zur Open Web Media, zum Open Media Project, angucken. Oracle, Skype, das sind so die Namen. AMD, Nvidia, zig Unternehmen, die da noch mit hinter stecken. Also eine, ja, ein von Anfang an ziemlich großer Aufriss. Und da bleibt jetzt die Frage, was damit passiert. Zwei Dinge können eintreten. Also zum einen denke ich, dass H.264 jetzt ziemlich unter Druck steht.

    Da gibt es jetzt auf einmal jemanden, der performant ist, der gut arbeitet und vor allem frei ist. Und das ist ja bei H.264 mit der ungeklärten Lizenzfrage ab 2016 nicht so wirklich gegeben. Entschuldigung. Und zum anderen könnte sich WebM wirklich durchsetzen. Werfen wir einen Blick auf die Verbreitung. Natürlich ist WebM so kurz nach der Veröffentlichung noch in keinerlei regulären Browserversionen enthalten.

    Allerdings haben, Google Chrome beziehungsweise Chromium, Mozilla Firefox und auch der Opera Browser bereits Nightly Builds draus, die WebM unterstützen. Microsoft hat ziemlich schnell nach der Veröffentlichung der Konferenzen, ziemlich schnell nach der Keynote geschrieben, dass sie natürlich auch mit am Start sind und, bei der Verbreitung helfen wollen. Sie gehören allerdings regulär nicht zu den rund 40 Partnern, die zum Projekt insgesamt gehören.

    Adobe spielt, wie gesagt, auch eine ziemlich große Rolle. Die haben angekündigt, den Standard schon ziemlich bald in die kommende Adobe-Flash-Version zu implementieren und damit nach eigenen Aussagen innerhalb von, weniger als zwölf Monaten das Ding bei einer Milliarde Menschen platzieren zu wollen. Da bin ich mal sehr gespannt. Und, ja, fehlt noch einer: Apple. Apple hat natürlich bisher noch gar nichts gesagt und sind auch nicht unter den Partnern.

    Und ich schätze mal, die wollen das Ganze auch gar nicht implementieren, denn Apple ist ja sehr verbunden mit H.264 und wird wahrscheinlich weiter auf der Schiene bleiben. Könnte zum Problem werden. Wer den WebM-Codec bereits in-- oder den, das WebM-Format bereits in Aktion sehen will, kann das tun. YouTube ist dabei, all seine Videos parallel in H.264 und WebM bereitzustellen. Dreierlei Voraussetzungen müssen erfüllt werden, um YouTube-WebM-Videos sehen zu können.

    Zum einen braucht ihr natürlich einer der Nightly Builds von Chromium, Firefox oder Opera. Zum anderen müsst ihr über youtube.com/html5 sowieso auf die HTML5-Beta umgeschaltet haben, um den Flash Player zu deaktivieren. Und dann hängt ihr einfach an, die URL einer Suche auf YouTube ein, WebM gleich eins und dann werden euch nur noch die Ergebnisse ausgegeben, die auch im WebM verfügbar sind.

    Zu guter Letzt, wer sich noch in die Thematik einlesen will, dem sei ein Artikel von Jason Garrett Glazer ans Herz gelegt. Er ist, Entwickler beim x264-Projekt und hat in englischer Sprache einen ziemlich ausführlichen Artikel zur Qualität des VP8-Codecs, geschrieben. Ja, ich denke, damit dürfte auch die, erweiterte, das erweiterte Interesse befriedigt sein. Wie immer natürlich alle Links zum Thema auf Technikwürze.de.

    Kommen wir zu Adobe, die ja wie gesagt auf der Google I/O auch eine relativ große Rolle gespielt haben. Neben der WebM-Unterstützung wurde unter anderem das Dreamweaver CS5 HTML5 Pack vorgestellt, dass den Dreamweaver HTML5 und CSS3 fit machen soll. Also zum einen kann der Dreamweaver nach Installation dieses Packs, das inzwischen auch auf den Adobe Labs veröffentlicht wurde, mit, ja überhaupt HTML5, und CSS3 Tags umgehen.

    Das heißt, wenn ich jetzt 'n Border-Radius tippe, dann schlägt er mir auch entsprechend die, verschiedenen Tags zum Border-Radius vor. Das war bisher nicht gegeben. Zum anderen kann die Live View jetzt deutlich besser mit HTML5 und CSS3 umgehen, zum Beispiel mit dem Audio- und Video-Tag, wenn man allerdings QuickTime installiert hat. Und zu den wirklichen Neuerungen zählt noch die Multiscreen Preview. Das muss man sich vorstellen wie, drei Geräte, die mehr oder weniger nebeneinander liegen.

    Zum einen hat man ein Mobil, eine mobile Ansicht, die dann irgendwie 240 Pixel oder so was breit ist, dann eine sogenannte Tablet View und, eine ganz normale Browser View. Und in den verschiedenen Views werden die verschiedenen Media Query CSS Files eingebunden. Man kann ja über Media Queries mit CSS3 verschiedene Geräte, also verschiedenen Geräten verschiedene CSS Files geben und hier hat man jetzt 'ne entsprechende Vorschau.

    Wurde 'n bisschen mehr gefeiert, als ich's jetzt wirklich spektakulär finde. Kann man sich aber auf jeden Fall mal angucken. Was noch gezeigt wurde, war ein Zusammenspiel mit Illustrator, SVG und Dreamweaver. Ich denke allerdings, dass das eher so zu den Dingen zählt, die, ja Adobe implementiert hat, weil s..., weil sie's einfach können. Allerdings in der, in der wirklichen Praxis nicht so viel helfen, aber verbessert mich ruhig, wenn ihr da anderer Meinung seid.

    Zu den wirklich interessanten Dingen, die Adobe vorgestellt hat, zählt der CSS Animation Editor. Das ist ein Stück Software, was es im Moment nur als Prototyp gibt, was Adobe baut, um Animation mit CSS3 zu erstellen, und zwar in einem, ja mehr oder weniger komfortablen, Klickeditor. Gezeigt wurde eine Anzeige eines, Motorradherstellers, die per CSS3 Motorräder ein- und ausfahren lässt, je nachdem, auf welche Schaltfläche man geklickt hat. Das Ganze sah ziemlich gut aus.

    Sah, ja halt so aus wie, man, im Moment auch Anzeigen mit, mit Flash erstellt, nur eben auf CSS3 und, 'n bisschen JavaScript-Basis. Allerdings wie gesagt, gibt es nur als Prototyp. Kann man sich aber mal in der Google I/O angucken. Aber kommen wir mal weg von den rein technologischen Vorstellungen, die Google da gemacht hat, und zu den Neuerungen und Verbesserungen, die es in dem, Bereich der Google Dienste gibt.

    Zum einen, um das schnell abzuhaken: Google Buzz und, Google Wave haben einiges abbekommen. Google Buzz bekommt eine API und ist somit so langsam mal konkurrenzfähig mit Twitter, denn einer der größten Mängel war bisher, dass man da keinerlei Daten rein oder raus bekam. Google Wave ist jetzt offen, braucht also keinerlei Invite Code mehr, um, man braucht keinen Invite Code mehr, um sich anzumelden. Ansonsten wurden da auch noch einige Verbesserungen vorgestellt.

    Aber kommen wir zum viel spannenderen Dienst, ein komplett neuen, den Google vorgestellt hat: Google TV. Was ist Google TV? Google TV möchte, wie in einem Vorstellungsvideo gezeigt, das Problem beheben oder, dem Problem entgegenwirken, dass im Moment man sich dem Fernsehprogramm anpassen muss und nicht das Fernsehprogramm sich, einem selbst anpasst. Dementsprechend geht es bei Google TV viel um On-Demand-Dienste.

    Neben, YouTube soll aus amerikanischer Sicht auch so was wie Netflix oder, der Video-on-Demand-Service von Amazon implementiert werden. Das Ganze bietet also relativ viel Interaktivität. Es basiert auf Android, wird unter anderem mitentwickelt von Sony und Logitech und Intel. Auf Intel basiert dann auch der, Chip, der für Google TV sorgt.

    Google TV wird es zum einen als Set-Top-Box wohl geben, zum anderen aber auch in neueren Fernsehmodelle dann direkt implementiert, basiert auf Android und kann dementsprechend auch, ja, weiterentwickelt werden, auch aus Webentwicklersicht. Noch in diesem Jahr soll zu dem Android SDK, eine neue Version hinzukommen, die dann entsprechend auch für Google TV Entwicklung zulässt. Eine relativ spannende Entwicklung.

    Ich denke, dass sich das, komplette Thema Fernsehen immer mehr in, in Richtung Interaktivität bewegen wird. Das, was es da im Moment so gibt, hat mich bisher relativ wenig überzeugt. Mein, neuer Panasonic Fernseher hat auch so 'n IPTV Dienst, wo man sich auch 'n bisschen YouTube und 'n paar Webalben und so was angucken kann. Bedient sich allerdings alles mehr schlecht als recht. Viel einschneidender sind dann doch eher die, die neueren, Fernsehbezugsformen.

    T-Home Entertain an dieser Stelle genannt hat meinen, meinen, Fernsehkonsum doch erheblich verändert, da man sich viel mehr aufnimmt und nicht mehr so viel durch die Gegend zappt. Und ich denke, dass Google TV und Ähnliches da 'ne Menge, machen wird.

    Allerdings, denk ich, ist Google TV noch mal deutlich hervorzuheben aufgrund dessen, dass es eine Entwicklerschnittstelle haben wird und daher, ja ich schätze mal jetzt schon den anderen potenziellen Anbietern, solcher Plattform ein wenig das, das Wasser gegräbt. Amazon gehört auch zu den Unternehmen, denen Google das Wasser ein wenig abgraben will, denn zu Amazon S3, dem Storage Dienst, gibt es nun von Google ein Konkurrenzprodukt, das da auch den einfachen Namen Storage hört.

    Das Ganze befindet sich im Moment in der Betaphase. Man kann sich für eine Waiting List eintragen und wenn man dann drangenommen wird, bekommt man von Google 100 Gigabyte Speicherplatz und 300 Gigabyte Traffic im Monat. Das Ganze for free. Es gibt auch keinerlei Beschränkung, was zum Beispiel Dateigrößen, angeht. Man soll dem Ganzen theoretisch 99 Gigabyte vorwerfen können und das nimmt der problemlos an. Es gibt eine Weboberfläche, wenn man Dateien manuell verwalten möchte.

    Ää, später soll's aber auch einige, einige APIs geben oder beziehungsweise noch einige weitere, die man da nutzen kann. Zugriffsbeschränkungen und, Zugriffsverwaltung ist möglich auf Nutzer- oder Gruppenbasis. Mh, macht also erst mal aufm Papier eine relativ runde, eine relativ runde Erscheinung. Ist allerdings für den deutschen oder europäischen Markt wahrscheinlich im ersten Zug nicht so interessant, denn zurzeit gibt es lediglich, Server in den Staaten.

    Ja, wie gesagt, man kann sich für eine Waiting List eintragen. Es ist allerdings noch nicht so ganz bekannt, wann das Ganze dann, die Betaphase auch verlassen wird. Ein weiteres Feld, was sich Google jetzt erschließen möchte, ist, das der Webfonts. Hier ist ja Typekit inzwischen relativ groß und bekannt und ist auch einer der Dienste, die ich gerne nutze.

    Die haben in Zusammenarbeit mit, Google beziehungsweise Google hat in Zusammenarbeit mit denen nun einen eigenen Fontservice geschaffen, der da heißt Google Font API. Die Einbindung ist relativ einfach. Man muss lediglich ein Stylesheet einbinden mit der Angabe, welche Font man wohl haben will. Kann dann ganz normal über sein eigenes CSS auf, auf die Schrift zugreifen und der Rest passiert irgendwie durch Magie.

    Es ist also keinerlei JavaScript-Einbindung benöt..., notwendig, wie das bei Typekit der Fall ist. Google beschränkt sich aufgrund dessen, dass sie ein kostenloser Service sind, auf Open Source Fonts, haben da aber allerdings eine ganz schöne Auswahl. Wer also die, paar Euro für Typekit da scheut, ist hier vielleicht ganz gut aufgehoben. Ja, was gibt es noch zu sagen? Ja, natürlich.

    Im, im Gegensatz zu Typekit und den da kommerziellen Fonts hat man hier natürlich den Vorteil, dass die Schriften sowieso Open Source sind, man also die auch für, andere Zwecke oder für Photoshop-Entwürfe nutzen kann. Ja, so viel zu Google Font API kann man, wie gesagt, relativ einfach, ausprobieren. Man muss halt lediglich ein Stylesheet einbinden. Kommen wir zu den Webapplikationen.

    Die sind ja doof, sagt jedenfalls Google aus zwei Gründen: Aus Benutzersicht ist es schwierig, sehr gute zu finden. Aus, Entwicklersicht ist es schwierig, diese zu vermarkten. Und diese zwei Probleme will Google jetzt auf einmal erschlagen. Chrome Web Store heißt die Wunderwaffe, die da Google ausgegraben hat. Ist so 'n bisschen der App Store der Webapplikation oder beziehungsweise soll dieses werden. Der Chrome Web Store läuft logischerweise in c..., im Chrome Browser.

    Ich weiß nicht, ob geplant ist, dass das Ganze auch irgendwann mal sich weiter öffnet. Wär sicherlich klug. Vom Handling her ist es auch relativ ähnlich zum App Store. Man hat halt ein Applikationsverzeichnis mit Applikationen, die man, kaufen oder kostenlos nutzen kann. Diese installiert man aufgrund dessen, dass sie Webapplikationen sind, natürlich nicht wirklich.

    Sie werden dann aber der Start, dem, dem Startscreen hinzugefügt, wenn man sie dann, käuflich erworben hat und können von da aus gestartet werden. Dann verhalten sie s-sich so 'n bisschen wie die Pseudoapplikationen, die wir schon beim Chrome OS gesehen haben. Man hat keinen kompletten Tab, sondern nur so 'n Favicon. Ja, und kann das dann entsprechend nutzen. Es wurden 'n paar Beispiele gezeigt aus der Games-Sparte, zum Beispiel Plants vs.

    Zombies als Flashgame, um da auch schon mal die erste Technologie mit ins Spiel zu bringen. Flashbasierte Applikation wird es geben. Plants vs. Zombies ist ja auch schon aus dem, aus dem, gibt's auch schon im App Store, und konnte man dann für vier, fünf Dollar halt auch als Desktopversion kaufen. 'ne andere, 'n anderes Spiel war Lego Star Wars. Das basierte nicht auf Flash, sondern auf Unity, einer Games Engine, die auch im Browser läuft.

    Kennt man gegebenenfalls, wenn man's kennt und ansonsten, wenn man sich für Spiele interessiert, sollte man sich das mal antun. Von, Tiger Woods, was EA in diesem Jahr als Onlineversion gelauncht hat, ziemlich frisch. Fühlt sich sehr gut an, also Unity macht 'n sehr guten, Eindruck. Aber auch Magazininhalte sollen, und da bin ich noch ziemlich, ziemlich unsicher, ob das so wirklich funktioniert, im Chrome Web Store angeboten werden.

    Der, na ja, irgend 'n hohes Tier von Sports Illustrator war da und hat auf HTML5-Basis das Magazin gezeigt, was es jetzt bald, geben wird. Hat sich ziemlich nach 'nem iPad-Magazin angefühlt, sehr interaktiv. Man konnte, das, die, die, die Ausgabe so 'n bisschen nach den eigenen, Wünschen zusammenstellen. Man hat natürlich Videoelemente. Man, man hat wirklich 'nen Blättern. Es ist also wirklich 'nem Magazin sehr nachempfunden.

    Ich bin sehr gespannt, ob es jetzt funktionieren wird, dass man eine Webseite nun in einem Chrome Web Store verpackt und dadurch dann wiederum verkaufen kann. Natürlich ist es eher 'n Magazin als 'ne Webseite, aber trotz alledem konsumiert man halt Magazininhalte auf dem Desktop, was es bisher erfolgreich jedenfalls noch nicht so wirklich gibt. Ganz spannend.

    Mozilla hat kurz darauf, in ihrem Blog 'nen, 'nen, 'nen Blogpost, veröffentlicht, bei dem sie diskutieren, wie denn so 'n offener Web Store, ein offener Web App Store aussehen könnte. Scheinbar geht es da also eher in eine etwas andere Richtung. Damit haben wir die Google-Themen dann auch schon fast erschlagen. Eins fehlt allerdings noch: Android. Hier wurden einige Dinge vorgestellt.

    Ich fand schon fast mit am interessantesten, dass, und hier wurde auch wieder klar, wie wenig Google und Apple sich im Moment mögen, ja, dass halt Flash und Air aufs Android-Phone kommen oder auf das Android OS 2.2 oder so. Und, ja, dementsprechend Android die erste große Plattform sein wird, die, die Flash wirklich breit gestreut unterstützt.

    Mh, es gab dazu einige Demovideos Ich hab mir auch schon einige Applikationen angeguckt, die auf Flash basieren und im, mobilen Format verfügbar sein sollen. Es gibt auch eine Demonstration von Adobe selbst und die erinnert mich so 'n bisschen an, an die, die wir auch schon beim, HTC Hero hatten. Da hat das Ganze nämlich nicht so wirklich funktioniert und hier macht das 'nen ähnlichen Eindruck.

    Es gibt da eine Applikation, die soll über GPS mit tracken, wo man grad so lang gejoggt ist und, ist auf 'ner Google Maps, auf 'ner Google Map findet das Ganze statt. Man sieht dann, wie sich so 'n Pfad aufbaut und, und die Google Map so 'n bisschen, nachruckt. D-dann will der gute Mann mit dem Finger die Google Map verschieben. In dem Moment fängt es relativ schrecklich an zu ruckeln und man hat echt nur noch ziemlich wenige Frames.

    Er betätigt dann einen Button und hier ist dann ein Schnitt, weil scheinbar hätte das Laden dieses Layers zu lange gedauert, denn nach dem Schnitt ist er einfach da. Wir sehen also von, von Adobe wieder kein, unverzerrtes Bild, was natürlich Apple mit ihren App, mit ihren iPhone Spots, auch nicht bietet, aber, die, na ja, die, die wirkliche, die, d-der wirkliche Beweis, dass Adobe Flash und Adobe Air auf 'nem Mobiltelefon performant laufen und wirklich Spaß machen, bleibt also weiterhin aus.

    Beziehungsweise ich bin da immer noch ziemlich kritisch. Aber auf jeden Fall wird es Adobe Flash und Adobe Air auf Android Phones geben. Das könnte noch mal ziemlich spannend werden und ist halt, der zweite richtig große Seitenhieb in Richtung Apple. Dann wird es aus Entwicklersicht auch noch sehr interessant eine erweiterte API geben, die zum Beispiel den Zugriff auf die Kamera direkt aus Webseiten aus ermöglicht.

    Das heißt, ich hab zum Beispiel-- Ich könnte mir vorstellen, dass dann, wenn ich auf eine mobile Facebook-Seite gehe und ich dann sage „Profilbild ändern", ich nicht nur die Möglichkeit habe, ein Profilbild, aus meinen, erstellten Fotos hochzuladen, sondern ich auch direkt auf der Seite sagen kann, „Take a picture" und ich dann direkten Zugriff auf die Kamera habe. Auch, der Zugriff auf, GPS und sogar, na ja, da heißt es nicht ganz so, aber quasi den Kompass soll ermöglicht werden.

    Gezeigt wurde eine Google Map, bei der über GPS nicht nur die, die Position bestimmt wurde, wie gesagt, eine Google Map im Browser, sondern auch die, die Richtung, in die ich, schaue. Ebenso Voice zum Beispiel soll zugänglich gemacht werden. Dritter Punkt und hier auch wieder ein Hieb in Richtung Apple: Die Mobile Ads werden deutlich mehr fokussiert.

    Es gibt neue, neue Mobile Ad Formats, die sich so 'n bisschen ähnlich zu den iAds von Google verhalten, allerdings, 'ne wirklich andere Strategie halt fahren. Die iAds sind ja, sehr, sehr hochpolierte und, sehr, sehr hübsch gemachte, integrierte Apps, Ads in Apps integriert, so rum, die, für die man schon mal mindestens eine Million US-Dollar, ja, Budget mitbringen muss, um da reinzukommen. Wir werden da also wahrscheinlich eher so die, hübsche, gut implementierte Nike Ad oder so was sehen.

    Und jetzt nicht den Schlacht davon nehmen an, der ist dann wiederum eher bei Google ganz gut aufgehoben, denn mit dem Mobile Ad Format, kann logischerweise jeder werben, so wie es auch bei, bei AdSense ist. Man hat über die, Google Tools auch die Möglichkeit, das Ganze zu messen, also, beispielsweise eine Analytics-Anbindung zu machen. Im Gegensatz da zu den iAds fühlt es sich allerdings nicht ganz so schön an.

    Es gibt da zwar auch Werbeformen, die irgendwie aufpoppen, also wo man quasi so 'n, so 'n Layer dann starten kann. Das Ganze sah aber schon, deutlich massentauglicher und deutlich, ja, einfach 'n Stück günstiger aus als, die iAds.

    Also dementsprechend schätze ich, dass die, ja, wahrscheinlich sogar 'n ganz guten Nebeneinander herleben können, weil's einfach 'ne andere Zielgruppe ist, sowohl, von den Werbenden, als auch von, von denjenigen, die, das Ganze dann wahrscheinlich auch einbinden sollen. Abschließen möchte ich diese kurzweilige Sendung noch mit zwei Linktipps. Zum einen TweakDeck. TweakDeck ist eine Air Applikation, die unter anderem auch in dem Chrome Web Store zu haben sein wird.

    Sie wurde jedenfalls auf der Google IGO Konferenz bereits, da vorgestellt und die kann nun auch Foursquare und Buzz ist im Moment von David im Einsatz. Er glaubt noch nicht, dass er wirklich ums-- dauerhaft umsteigen und es durchhalten wird. Wird wahrscheinlich wieder zurück auf Tweetie schwenken, aber kann man sich auf jeden Fall mal angucken. Die Entwicklung geht da auch weiter. Ist auch 'n bisschen 'n anderer Ansatz. Zum anderen noch was zum Lesen oder eher zum Lernen.

    Der Herr Peter Gröner hat einen Artikel geschrieben oder einen Artikel um ein Schaubild herum. Ich glaub, so ist es eher korrekt. Was ist HTML5 und was nicht? Das hat er in einer Grafik mal illustriert und so 'n bisschen was geschrieben zu der Problematik, dass neuerdings alles, was irgendwie neu und zukunftsträchtige Technologie zum Thema Web ist, unter dem Deckmantel HTML5 zusammengefasst wird.

    Und dass es da Leute gibt, die sich so enorm darüber aufregen, dass sie eigene Webseiten schaffen, die gegen dieses Phänomen angehen. Ob man dagegen angehen sollte und ob das nicht alles eigentlich total egal ist, darum dreht sich der Artikel und im Schaubild wird dann mal so 'n bisschen erklärt, was denn jetzt eigentlich zu welchem HTML5 gehört. In diesem Sinne möchte ich diese Sendung abschließen.

    Es ist eigentlich 'ne ganz gute Überleitung, denn nächste Woche steht HTML5 mit Peter Gröner auf dem Sendeplan. Wenn wir das eingehalten bekommen, könnt ihr quasi nahtlos weiterhören. In diesem Sinne eine wunderbare Woche. Bis bald.

  4. Einspieler

    Mehr Qualität im Webdesign durch Webstandards. Tipps und Tricks zur Umsetzung findet ihr bei den Webkrauts auf Webkrauts.de. Für ein besseres Web.

    Weitere Informationen und die Links zur Sendung auf technikwürze.de.

Neues von der Google I/O 2010

  • WebM - open web media project
  • Initiiert von Google, Unterstützt von Mozilla, Opera und viele Andere
    • Adobe wird WebM in Flash implementieren 1
    • Es gibt bereits Nightly Builds mit WebM-Support von Chromium, Firefox und Opera
    • Youtube stellt bereits HD-Videos auf WebM um. Hierzu mit einem der Nightlys die HTML5-Demo aktivieren und über eine spezielle Suchabfrage Video starten
    • Jason Garrett-Glaser hat einen ausführlichen Artikel 1 zum VP8 Codec geschrieben
  • Adobe und die Zukunft
    • Dreamweaver CS5 HTML 5 Pack 1 bringt dem Editor mehr HTML5 und CSS3 bei
    • Der "CSS Animation Editor wurde als Prototyp vorgestellt und kann in diesem Video begutachtet werden
  • Google Buzz bekommt eine API
  • Google Wave ist nun frei zugänglich
  • Mit Google TV will der Suchgigant die Fernsehlandschaft erobern
  • Google Storage 1 tritt in Konkurrenz zu Amazon S3 & Co.
  • Mit der Font API 1 bietet Google nun die Möglichkeit, Open Source Fonts 1 in die eigene Seite einzubinden - und arbeitet mit Typekit zusammen
  • Der Chrome Web Store soll, wie angekündigt, der App Store für Webapplikationen werden
    • Neben klassischen Webapplikationen (u.A. Tweetdeck) wurden auch Apps in Flash (Plants vs. Zombies) oder der Gameengine Ubity gezeigt sowie die Sports Illustrated als eMag
    • Firefox diskutiert hingegen einen offenen Ansatz
  • Android 2.2
    • Flash und AIR wandern direkt auf Android
    • Erweiterter Zugriff auf Funktionen wie Kamera oder GPS direkt aus Webseiten heraus
    • Neu Mobile Ads Formats

Linktipps

Fußnoten

  1. Link entfernt, da nicht mehr erreichbar ↩ a ↩ b ↩ c ↩ d ↩ e ↩ f

Erwähnungen 10

Kommentare 2

  • Sehr gut, Firefox hat sich nun auch zu WebM bekannt und plant es in Version 4.0 mit einzubauen!

  • Hallo,
    ich wollte mal darauf hinweisen das Typekit-Fonts in Browser ohne Antialiasing sch***e aussehen, z.B. FF 3.6. Und auch mit Antialiasing sieht es bei kleinen Schriftgrößen (der Lauftext) nicht besser aus.

    Ansonsten toller Podcast!

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